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CD-Tipp

Céline Bonacina Trio: Way of Life
CD-Tipp
30.08.2010 Peter Füssl

Schon lange nichts mehr so erfrischend Unkonventionelles und gleichermaßen Relaxtes gehört wie die junge Französin Céline Bonacina, die aus dem Baritonsaxophon ein unglaublich breites Spektrum an Klangmöglichkeiten herausholt.

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Marilyn Crispell / David Rothenberg: One Dark Night I Left My Silent House
CD-Tipp
10.08.2010 Peter Füssl

„One Dark Night I Left My Silent House“ – der Titel bezieht sich auf den 1997 veröffentlichten Roman von Peter Handke – ist über weite Strecken ein sehr meditatives Album, das überwiegend aus freien Improvisationen entstanden ist.

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Térez Montcalm: Connection
CD-Tipp
03.08.2010 Peter Füssl

„I am a jazz singer with a very rock attitude“, bringt es die 47-jährige Franko-Kanadierin auf den Punkt. In der Tat denkt man bei den ersten Tönen aus ihrer rauchigen Stimme an Rockröhren wie Melissa Etheridge oder Maggie Bell, aber das ist viel zu kurz gegriffen, denn Térez Montcalm ist bedeutend vielseitiger.

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The National: High Violet
CD-Tipp
27.07.2010 Peter Füssl

Vier Alben in 11 Jahren, das ist nicht eben ein rekordverdächtiger Output. Von den Kritikern geliebt, von der Masse ignoriert, wen wundert’s da noch, dass Sänger Matt Berninger seinen wunderbaren Bariton vorwiegend in melancholischen Gefühlswelten ansiedelt.

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Metropole Orkest/John Scofield/Vince Mendoza: 54
CD-Tipp
20.07.2010 Peter Füssl

John Scofield ist stets für Überraschungen gut. Eben erst widmete er sich auf „Piety Street“ dem Gospel und Soul, und nun lässt er eine Auswahl seiner besten Songs vom 54-köpfigen holländischen Metropole Orkest interpretieren.

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Karen Elson: The Ghost Who Walks
CD-Tipp
13.07.2010 Peter Füssl

Kann jemand, der für die renommiertesten Modehäuser über den Laufsteg trippelt, auch als ernst zu nehmende Singersongwriterin durchgehen? Und kann frau sich musikalisch selbstverwirklichen, wenn ihr Produzent und Ehemann kein Geringerer ist als White Stripes-Raconteurs-Dead Weather-Zampano Jack White? Ja, klar, wenn sie Karen Elson heißt.

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Paul Motian Trio: Lost In A Dream
CD-Tipp
06.07.2010 Peter Füssl

„Lost In A Dream“, letztes Jahr im New Yorker Village Vanguard live aufgenommen, ist über weite Strecken eine wunderschöne Balladenscheibe. Außer Irving Berlins „Be Careful It’s My Heart“ stammen alle Nummern aus der Feder des mittlerweile 79-jährigen Drummers, wobei Paul Motians Spiel- und Kompositionsweise sehr miteinander korrespondieren.

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Broken Social Scene: Forgiveness Rock Record
CD-Tipp
29.06.2010 Peter Füssl

Fünf Jahre hat das Musikerkollektiv aus Toronto gebraucht, bis „Forgiveness Rock Record“ das Licht der Welt erblicken durfte. Das Warten hat sich gelohnt! Um die neunköpfige Kerntruppe haben sich rund zwei Dutzend Konzelebranten geschart, um die hohe Kunst des Indie-Rocks mit all seinen Feinheiten zu zelebrieren.

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Dhafer Youssef: Abu Nawas Rhapsody
CD-Tipp
25.06.2010 Peter Füssl

Der Traum, die Ekstase, die spirituelle Lust, die Schönheit als einfaches, reales und sinnliches Konzept, das sei es, was er suche, meint der aus Tunesien stammende, lange in Wien und mittlerweile in Paris lebende Oud-Spieler und Sänger Dhafer Youssef. All diese Ingredienzien gibt es auf seiner neuesten CD zuhauf, und er teilt diese Vorlieben sicherlich auch mit dem legendären arabisch-persischen Dichter Abu Nawas, der vor 1200 Jahren für den oftmals beißenden Spott seiner Wein-, Jagd- und homoerotisch gefärbten Liebeslieder mit dem Leben bezahlen musste. Dass die Lebenslust auch in dieser Kultur zu Hause ist und nicht nur der heute alles übertönende Fundamentalismus, ist eine wichtige, wenn auch unausgesprochene Botschaft.

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Chris Gall Trio feat. Enik: Hello Stranger
CD-Tipp
21.06.2010 Peter Füssl

Radiohead und Lou Reed, die Beatles und The Bad Plus oder e.s.t., immer wieder mal öffnet sich einem beim Zuhören ein Bezugsfenster zur Pop- und Jazz-Geschichte, aber letztlich ist da ein junges, deutsches Quartett auf dem besten Weg, seine eigenständige Definition von Pop-Jazz oder Jazz-Pop zu (er)finden.

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Thomas Strønen/Iain Ballamy Food: Quiet Inlet
CD-Tipp
14.06.2010 Peter Füssl

Der norwegische Drummer und Live-Elektroniker Thomas Strønen und der englische Tenor- und Sopransaxophonist Iain Ballamy arbeiten schon seit 1998 unter dem Namen Food zusammen, Arve Henriksen, Mats Eilertsen, Maria Kannegard und Ashley Slater zählten seither zu ihren Wegbegleitern. Für „Quiet Inlet“, ihr sechstes Album und ECM-Debut, luden sie nun den norwegischen Trompeter Nils Petter Molvær und den Wiener Gitarristen und Elektronik-Spezialisten Christian Fennesz ein, auf vier bzw. drei Stücken mitzuspielen.

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Josefine Cronholm: Songs of the Falling Feather
CD-Tipp
07.06.2010 Peter Füssl

Sie habe schon immer einen geheimnisvollen impressionistischen Maler in ihrem Kopf gehabt, erklärt die 37-jährige Josefine Cronholm, und die Songs hätten sie gefunden, nicht umgekehrt. Sie sei als Kind in Schweden inmitten eines riesigen Waldes aufgewachsen, wo man schreien konnte, wie man wollte, aber auch die Stille hören konnte.

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Christian Scott: Yesterday You Said Tomorrow
CD-Tipp
31.05.2010 Peter Füssl

Der 27-jährige, aus New Orleans stammende Trompeter Christian Scott zählt zu den absoluten Überfliegern der Jazz-Szene – kaum ein Rezensent, der nicht in den höchsten Tönen schwärmt, wenn man mal von den Jazzreaktionären in einigen traditionellen Blättern absieht. Und in der Tat scheint Scott so ziemlich in allen Belangen auf der Höhe der Zeit zu sein. Er ist offen für eine Vielzahl an Einflüssen, ist mit allen Jazzwassern gewaschen (er stand schon als 16-jähriger mit seinem Onkel Donald Harrison auf der Bühne, der aus dem Art Blakey-Lager kommt, und hat mittlerweile das Berklee College of Music in Boston absolviert), ging aber auch schon mit Prince ins Studio und mit dem Rapper Mos Def auf die Bühne.

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Keith Jarrett/Charlie Haden: Jasmine
CD-Tipp
27.05.2010 Peter Füssl

Die gemeinsame Geschichte dieser beiden Ausnahmemusiker begann im Jahr 1968, als der Pianist Keith Jarrett mit dem Kontrabassisten Charlie Haden und Paul Motian an den Drums sein erstes eigenes Trio gründete, das später dann durch den Saxophonisten Dewey Redman zum Quartett erweitert wurde. Bis 1976 spielte Jarrett mit diesen Musikern einige epochale Platten ein, ehe er mit Gary Peacock und Jack DeJohnette sein nächstes großes Trio gründete.

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Joanna Newsom: Have One On Me
CD-Tipp
14.05.2010 Peter Füssl

Gerne sucht man nach Vergleichen, um das Unerklärliche zu erklären. Ihre Stimme klingt wie jene von ..., ihre Songs erinnern an ..., ... zählte zu ihren wichtigsten Einflüssen. Aber damit muss nun endgültig Schluss sein angesichts dieses drei CDs starken Meisterwerkes der 28-jährigen Kalifornierin, die sich eigentlich schon mit ihrem epochalen 2006-er Album „Ys“ aus dem üblichen musikalischen Bezugssystem hinauskatapultiert hat.

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Johnny Cash: American VI – Ain’t No Grave
CD-Tipp
07.05.2010 Peter Füssl

Die ab 1994 von Rick Rubin mit Johnny Cash produzierten „American Recordings“ verhalfen dem Altstar zu einer unglaublichen Renaissance. Die Nummern V und VI dieser Reihe sowie die 5-CD-Box „Unearthed“ erschienen posthum.

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Terje Rypdal: Crime Scene
CD-Tipp
30.04.2010 Peter Füssl

Der von seinem Mitwirken auf rund drei Dutzend ECM-Produktionen her bestens bekannte Norweger Terje Rypdal zählt zu den renommiertesten Gitarristen Europas, dass er aber auch Symphonien, Opern und Kammermusik komponiert hat, ist zumindest in unseren Breitengraden kaum bekannt. Letztes Jahr wurde er vom Natjazz Festival eingeladen, für die „Bergen Big Band“ zu schreiben, der Konzertmitschnitt liegt nun als „Crime Scene“ vor.

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Rigmor Gustafsson & radio.string.quartet.vienna: Calling You
CD-Tipp
23.04.2010 Peter Füssl

Nur ein Streichquartett und eine Sängerin – ja, geht denn das? Na klar, und wie! Vor allem wenn es sich bei ersterem um das gleichermaßen virtuose wie experimentierfreudige radio.string.quartet.vienna handelt und bei letzterer um Rigmor Gustafsson, die sich innerhalb des schier überbordenden vokalistischen Fräulein-Wunders der letzten Jahre mit ihrer natürlichen, expressiven, auch mal souligen Stimme eine Sonderstellung ersungen hat.

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Salif Keïta: La différence
CD-Tipp
16.04.2010 Peter Füssl

I am black, my skin is white (...) I am white, my blood is black“ – gleich im ersten Stück, das der neuen CD auch ihren Namen gibt, macht Salif Keïta auf jene biologische Besonderheit aufmerksam, die sein Leben maßgeblich geprägt hat: er ist ein Albino. In seiner afrikanischen Heimat bedeutet das Diskriminierung, Verfolgung, schlimmstenfalls Ermordung, denn einerseits ist es tief im Aberglauben verwurzelt, dass Albinos Unglück bringen, andrerseits sollen Albino-Körperteile aber auch „Wundermittel“ sein, was zu regelrechten blutigen Treibjagden auf die weißen Afrikaner führt.

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Oddjob: Clint
CD-Tipp
09.04.2010 Peter Füssl

Songs aus „The Good, The Bad and The Ugly“, „Pale Rider“, „For A Few Dollars More“ oder „Hang ’Em High“ zählen längst zu den Klassikern der Filmmusik. Komponisten wie Ennio Morricone, Lalo Schifrin oder Lenny Niehaus schafften es auf bewundernswerte Weise, kongeniale musikalische Entsprechungen zu den Bildern der einzelgängerischen, wortkargen, knallharten, oft schon mythische Dimensionen annehmenden Helden Clint Eastwood’scher Prägung zu finden.

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