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  <title>CD-Tipp</title>
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  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/e.s.t.-esbjoern-svensson-trio-301">
    <title>e.s.t.  Esbjörn Svensson Trio: 301</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/e.s.t.-esbjoern-svensson-trio-301</link>
    <description>Pianist Esbjörn Svensson, Bassist Dan Berglund und Drummer Magnus Öström spielten bereits seit 15 Jahren ausschließlich in dieser Triobesetzung, wurden weltweit zu den richtungsweisenden Jazz-Ensembles mit beachtlichen Erfolgen auch in den Pop-Charts gezählt und befanden sich unzweifelhaft auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, als sie im Jahr 2007 eine zweitägige Tourpause dazu nutzten, im legendären Studio 301 in Sidney ingesamt neun Stunden Material einzuspielen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Gemeinsam mit ihrem Langzeit-Toningenieur Ake Linton, der für viele der überlagernden Verzerrungen und Schleif- und Halleffekte verantwortlich zeichnet und zu jenem Zeitpunkt getrost als viertes Bandmitglied betrachtet werden konnte, liefen e.s.t. zur absoluten Höchstform auf. Ohne jegliche Vorgaben entwickelten sie aus gemeinsamen Improvisationen diese für sie typischen, herrlich dynamischen Stücke, die sich meist aus lyrischen, am Piano intonierten Stimmungsbildern zu gewaltigen Soundorkanen entwickeln, zu rasenden Klangströmen, die alles mit sich reißen. Hier gibt es kein Netz und keinen doppelten Boden, braucht es auch nicht. Denn die drei vermochten mit nahezu telepathischen Fähigkeiten auf die musikalischen Impulse ihrer Partner zu reagieren und sie entsprechend voranzutreiben. „301“ ist nicht ganz so düster wie das bei derselben Session entstandene, bahnbrechende Album „Leucocyte“, das kurz nach dem Unfalltod Esbjörn Svenssons 2008 veröffentlicht worden war. Dass sich Berglund und Öström, die mittlerweile mit eigenen Projekten sehr erfolgreich sind, gemeinsam mit Linton das umfangreiche Material nochmals vorgenommen und „301“ herausdestilliert haben, ist äußerst dankenswert. Denn so kommen e.s.t.-Freunde in den Genuss neuen, fabelhaften Originalmaterials dieses epochalen Trios, fern jeglicher posthum-Geschäftemacherei.  <br />(ACT/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-22T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/wolfgang-muthspiel-vienna-naked">
    <title>Wolfgang Muthspiel: vienna naked</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/wolfgang-muthspiel-vienna-naked</link>
    <description>Jene technische, aber nie blutleere Perfektion und das untrügliche Gespür für Ästhetik, das den Gitarristen Wolfgang Muthspiel auszeichnet, charakterisiert ihn nun erstmals auch als Sänger. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Er hat sich vierzehn Songs auf den Leib getextet und geschrieben, die an Abwechslungsreichtum nichts zu wünschen übrig lassen – öfters im Stil folkigen Singersongwritings, dann wieder gepaart mit klassisch-romantischer Fingerfertigkeit als perfekt inszenierte Kunstlieder, zwischendurch auch mal packend rockig auf der E-Gitarre („Empty House“, „Change“). Als Einflüsse nennt Muthspiel etwa Joni Mitchell, die Beatles, Bob Dylan, The Police, Leonard Cohen oder Prince, er geht aber durchaus eigenständige Wege. Seine klare, kräftige und doch auch eine gewisse Verletzlichkeit ausstrahlende Stimme umrahmt und umspielt der Gitarrist Muthspiel mit jenem virtuosen Einfallsreichtum, mit dem er früher beispielsweise auch die Songs von Rebekka Bakken in eine andere musikalische Liga katapultiert hat. Dabei geht er nicht etwa schön brav der Wand lang, sondern sucht sich durchaus auch etwas gewagtere Wege. Es ist ein mutiges, ein ehrliches Album geworden – ein Mann, seine Stimme und seine Gitarre(n). „Naked“ – und nackt steht ihm gut!     <br />(Material Records/Vertrieb: www.lotusrecords.at)</p>
<p class="callout"><br />Konzerttipp: Wer diese Songs live hören will, muss sich noch ein bisschen in Geduld üben. Am 27. Dezember wird Wolfgang Muthspiel „vienna naked“ am Dornbirner Spielboden präsentieren, prominent unterstützt durch den brasilianischen Gitarristen/Perkussionisten/Sänger Alegre Corrêa und den in Paris lebenden afrikanischen Bassisten und Sänger Alune Wade.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-13T23:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/raphael-wressnig-alex-schultz-soul-gift">
    <title>Raphael Wressnig &amp; Alex Schultz: Soul Gift</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/raphael-wressnig-alex-schultz-soul-gift</link>
    <description>Vermutlich ahnte der Erfinder Laurens Hammond nicht, welch langanhaltenden Boom in der Unterhaltungsindustrie er lostreten würde, als er 1934 sein Patent für die „Electrical Musical Instrument“ genannte erste Hammond-Orgel erhielt, die er als preisgünstigen Ersatz für die teuren Kirchenpfeifenorgeln auf den Markt bringen wollte. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Rasch wanderte der wuchtige Sound aus den Kirchen in die Ball- und Konzertsäle, in den 60-er und Anfang der 70er Jahre waren weder Jazz noch Blues, Rock oder Soul ohne Hammond B3 denkbar. Genau auf diese Goldene Ära bezieht sich auch der steirische Weltklasse-Organist Raphael Wressnig mit seinem mittlerweile elften Album „Soul Gift“, das er gemeinsam mit dem legendären Westcoast-Bluesgitarristen Axel Schulz produziert hat. Wressnig taucht tief in die Soul-, Gospel-, Blues- und Soul-Jazz-Tradition ein, schon Komponistennamen wie Billy Preston, Booker T. Jones, Sam Cooke, Jimmy Webb oder Ashford &amp; Simpson machen klar, in welche Richtung diese explosive Mischung abgehen wird. Aber auch Joe Zawinul mit seinem für Cannonball Adderley geschriebenen Klassiker „Money In The Pocket“ ist vertreten, denn Raphael Wressnig sieht sich durchaus auch in einer Linie mit moderneren Organisten wie Jimmy Smith, Jimmy McGriff oder Jack McDuff. „Soul Gift“ soll also kein reines Retro-Projekt sein, ilich erstklassige Unterhaltung, gespielt von einer erstklassigen Band. Das funkt und grooved, dass es eine Freude ist, und geht gleich leicht in die Ohren wie es in die Beine fährt. Und wenn die Bluessängerin Deitra Farr aus Chicago und der Soulblueser Tad Robinson ihre expressiven Stimmen erklingen lassen, ist Gänsehaut-Feeling angesagt.<br />(Peppercake/ZYX/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-10T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/billy-hart-all-our-reasons">
    <title>Billy Hart: All Our Reasons</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/billy-hart-all-our-reasons</link>
    <description>Der 71-jährige Drummer Billy Hart ist auf mehr als 600 Alben zu hören, zu seinen früheren Arbeitgebern zählten Otis Redding, Shirley Horn, Jimmy Smith, McCoy Tyner, Wayne Shorter, Joe Zawinul, Herbie Hancock, Miles Davis, Stan Getz oder Charles Lloyd, um nur die prominentesten aufzuzählen. Und auch als Bandleader ist seine lange Karriere reich an musikalischen Meilensteinen, und dennoch ragt „All Our Reasons“ aus seinem vielseitigen Oeuvre nochmals heraus.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Denn mit dem wandlungsfähigen „Bad Plus“-Pianisten Ethan Iverson, dem hörbar von John Coltrane beeinflussten Tenorsaxophonisten Mark Turner und dem vielbeschäftigten, vor allem durch seine Zusammenarbeit mit John Scofield bekannt gewordenen Kontrabassisten Ben Street hat Billy Hart eine perfekt funktionierende Quartettbesetzung gefunden. Über die von Hart, Iverson und Turner beigesteuerten Kompositionen wird ohne jegliches Netz und doppelten Boden auf höchstem spieltechnischen Niveau improvisiert. Billy Harts swingender Beat und seine raffinierte Beckenarbeit treiben das musikalische Geschehen stets dezent voran und werden zur Antriebsfeder für seine kongenialen Mitstreiter. Trotz aller Perfektion fehlen diesem abwechslungsreichen Album auch nicht die notwendigen Kanten und Ecken und der Wille zum Experiment zeitigt immer wieder höchst erstaunliche Ergebnisse. Hier wird die perfekte Kombination aus musikalischer Selbstverwirklichung und gruppendienlicher Spielweise auf höchstem Niveau zelebriert.<br />(ECM/ Vertrieb: www.lotusrecords.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-08T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/renaud-garcia-fons-solo-2013-the-marcevol-concert">
    <title>Renaud Garcia-Fons: Solo – The Marcevol Concert</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/renaud-garcia-fons-solo-2013-the-marcevol-concert</link>
    <description>Viele der wirklich großen Kontrabassisten haben wenigstens einmal im Leben ihr Können auf einer Solo-Produktion präsentiert. In vielen Fällen ist der Konsum dieser Kontrabass-Solo-Einspielungen zwar ein interessantes und spannendes, aber nicht unbedingt ein lustvolles Hörvergnügen. Ganz anders verhält es sich beim Konzertmitschnitt des letztjährigen Auftritts des französischen Kontrabassisten Renaud García-Fons beim Festival Pablo Casals im Kloster Marcevol in den Pyrenäen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Wenn Renaud Garcia-Fons spielt, geht die Sonne auf, alles ist warm und lichtdurchflutet in dieser wunderbaren, zwischen Orient und Okzident angesiedelten musikalischen Traumwelt. Als Hörer lässt man sich nur allzu gern in diesen unwiderstehlichen Sog aus wunderbaren Melodien und mitreißenden Rhythmen hineinziehen, aus dem man am liebsten gar nicht mehr herausmöchte. Staunend erkundet man unter Renaud García-Fons virtuos gespielter Reiseleitung die mittelalterlichen Klostermauern, genießt die Fülle und Buntheit orientalischer Märkte, schwelgt in barocker Pracht, lässt sich von afrikanischer Lebensfreude mitreißen, genießt es, wenn mal Flamenco-Grooves, ein anderes Mal temperamentvolle Rockrhythmen in die Beine fahren. Mit Hilfe intelligent und perfekt eingesetzter Loops tritt der Kontrabassist, der wirklich alle Möglichkeiten der Ton- und Geräuschproduktion auf seinem fünfsaitigen Instrument virtuos beherrscht und berühmt für seine unglaubliche Bogentechnik ist, mit sich selbst in vielschichtige und leidenschaftliche Diskussionen. Keine der  71 Minuten dieser Soloproduktion möchte man missen und nach dem Anhören brennt man darauf, dem Meister anhand der auf DVD mitgelieferten Bildaufzeichnungen des Konzertes auf die Schliche zu kommen, wie das denn alles überhaupt möglich ist. Man hört neben dem Tieftöner noch Violine, Viola da Gamba, Cello, Gitarre, Laute, verschiedenste orientalische Saiteninstrumente und ein ganzes Arsenal an Perkussionsinstrumenten und sieht – einen Kontrabass. Genial konzipiert und brillant gespielt!  <br />(enja/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-01T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/soap-skin-narrow">
    <title>Soap &amp; Skin: Narrow</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/soap-skin-narrow</link>
    <description>Drei Jahre nach ihrem grandiosen Debutalbum „Lovetune For Vacuum“ legt die mittlerweile 22-jährige Steirerin Anja Plaschg aka Soap &amp; Skin nun den grandiosen Songzyklus „Narrow“ vor, ein dreißigminütiges Meisterwerk, das als musikalisches Denkmal für ihren früh verstorbenen Vater gedacht ist.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Trauer, Verlust und Verzweiflung sind die Themen, die mal in wunderschöne, klassisch anmutende Pianoklänge, dann wieder in dröhnende Samples, schleppende Beats und geschickt eingesetzte Elektronikeffekte eingepackt werden. Zarteste Lyrik wechselt mit dramatischen Chören und bombastischen Streicherklängen, dem ganzen Songzyklus liegt eine packende Dramatik zu Grunde, der man sich nicht entziehen kann. Romantische Schauerszenen gepaart mit zeitgenössischem Gothic-Feeling, vorgetragen mit einer heißkalten, emotional aufgeladenen, unglaublich ausdrucksstarken, manchmal an Nico erinnernden Stimme – das geht unter die Haut und an den Nerv, begeistert und verstört zugleich. Es ist ein düsteres Album, das höchstens mal einen dünnen Hoffnungsstrahl am Firmament aufblitzen lässt. Sogar der banale 80er-Jahre Disco-Hit „Voyage Voyage“ von Desireless wird zur ergreifenden, tieftraurigen Ballade. Aber bei Soap &amp; Skin ist Traurigkeit auch untrennbar mit Schönheit gepaart, Schmerz mit Ehrlichkeit und Verletzlichkeit mit Kraft und Aufbegehren. Ihr Gesicht auf dem CD-Cover drückt optisch all das aus, was „Narrow“ trotz seiner Kürze zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis macht. Faszinierend!  <br />(Play It Again Sam/Vertrieb: Hoanzl)</p>
<p class="callout">Konzerttipp: Soap &amp; Skin wird „Narrow“ mit einem Streicherensemble am 4. Mai am Dornbirner Spielboden präsentieren. www.spielboden.at<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-26T09:51:19Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/lee-ranaldo-between-the-times-and-the-tides">
    <title>Lee Ranaldo: Between The Times And The Tides</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/lee-ranaldo-between-the-times-and-the-tides</link>
    <description>„Sonic Youth“-Fans, die besonders den experimentellen Charakter der Band lieben, und all jene, die auf die neun bisherigen großteils nicht eben einfach zu konsumierenden Soloalben Lee Ranaldos stehen, werden mit „Between The Times And The Tides“ vielleicht nicht so viel anfangen können. Denn dieses Album ist tatsächlich ein Singersongwriter-Album im eher klassischen Sinn geworden, auf dem Experimente viel eher die Ausnahme als die Regel sind.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Und „Between The Times And The Tides“ ist gleichzeitig so etwas wie eine musikalische Rückbesinnung Ranaldos auf seine musikalische Sozialisierung in den 60er- und 70er-Jahren. Da irrlichtern die Stones herum und die Beatles, da werden Erinnerungen an die Byrds und an Neil Young geweckt – Ranaldo hat die Songs auf der CD als kleine Reminiszenz an die gute alte Schallplatte sogar in eine „side one“ und eine „side two“ eingeteilt. Und natürlich spielen auch Lee Ranaldos „Sonic Youth“-Erfahrungen herein, vor allem was die alternativ gestimmten Gitarren betrifft, die das Klangbild naturgemäß maßgeblich mitbestimmen. Aber etwa auch personell durch die Mitwirkung des „SY“-Drummers Steve Shelley, seines Vorgängers Bob Bert und des ehemaligen „SY“-Multitalents Jim O’Rourke. Ganz maßgebliche Rollen spielen aber „Wilco“-Gitarrist Nels Cline und der Jazz-Keyboarder John Medeski, die gemeinsam mit Lee Ranaldo den vielfältigen, reichhaltigen und melodisch schillernden Sound der zehn Songs prägen. Textlich spannt sich ein weiter Bogen von Erinnerungen an eine Jugend in den späten 60er, frühen 70er-Jahren bis hin zu „Shouts“, das von den Ereignissen auf dem Kairoer Tahrir-Platz und dem Vancouver Riot 2011 inspiriert wurde. Hier gibt’s einen neuen Lee Ranaldo zu entdecken – durchaus empfehlenswert! <br />(Matador/Beggars/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-24T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/esperanza-spalding-radio-music-society">
    <title>Esperanza Spalding: Radio Music Society</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/esperanza-spalding-radio-music-society</link>
    <description>Jeder hat vielleicht schon mal den glücklichen Moment erlebt, wenn man das Autoradio einschaltet und magnetisch in einen Song hineingezogen wird, den man noch nie gehört hat und dessen Interpreten man nicht mal kennt. Das dürfte in etwa der Ausgangspunkt von Esperanza Spaldings neuer CD „Radio Music Society“ sein, mit der sie ein breiteres Publikum ansprechen will, das mit Jazz nicht vertraut ist, wobei sie die Songs von prominenten Jazzern interpretieren lässt, die das Leben dieses Mainstreampublikums durch ihre qualitätsvolle Arbeit bereichern sollen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Ob diese Rechnung in Sachen Massengeschmack aufgehen wird, bleibt abzuwarten, aber „Radio Music Society“ ist sicher ein weiteres Highlight in der erfolgreichen Karriere der 27-jährigen Bassistin, Sängerin und Komponistin, die letztes Jahr als erste Jazzerin überhaupt mit dem Grammy als „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Eigentlich war es ja eine Wunschvorstellung Spaldings, „Radio Music Society“ im Doppelpack mit ihrer genialen letzten Produktion „Chamber Music Society“ zu veröffentlichen, was in der Tat ihrem breiten musikalischen Spektrum gerecht geworden wäre, das sich von kammermusikalischen Ansätzen über den Jazz im Zentrum bis zu Pop, Soul oder Funk erstreckt. Mit von der Partie sind wieder ihre „persönlichen Helden“, etwa der Saxophonist Joe Lovano, Keyboarder Leo Genovese, die Gitarristen Jef Lee Johnson und Lionel Loueke und Terri Lyne Carrington, die sich die Schlagzeugparts mit illustren Drummern wie Jack DeJohnette und Billy Hart teilen muss. Außer Wayne Shorters „Endangered Species“ und Stevie Wonders „I Can’t Help It“ stammen alle Songs aus der Feder Spaldings, die in ihren Texten vorwiegend die üblichen zwischenmenschlichen Themen, aber auch ein bisschen Gesellschaftspolitisches aufgreift. Den Pop-Grammy wird Esperanza Spalding für „Radio Music Society“ wahrscheinlich nicht einheimsen, denn dafür sorgen einige Bläserparts und kurze Soli wohl doch wieder für zu viel jazzige Abwechslung. <br />(Heads Up/Vertrieb: www.universalmusic.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-16T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/chick-corea-gary-burton-hot-house">
    <title>Chick Corea &amp; Gary Burton: Hot House</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/chick-corea-gary-burton-hot-house</link>
    <description>Die beiden musikalischen Schwergewichte haben Anfang der 60er Jahre ihre ersten Platten unter eigenem Namen veröffentlicht – mittlerweile bringen sie zusammengezählt gut 130 Veröffentlichungen als Bandleader und rund zwei Dutzend Grammies auf die Waage. Im Duo-Format zelebrierten sie ihre Genialität auf „Crystal Silence“ (1972), „Duet“ (1979), „Native Sense – The New Duets“ (1997), „The New Crystal Silence“ (2008) und auf dem Live-Album „In Concert, Zürich, October 28, 1979“. Was darf man sich da von einer neuen CD, die sich die beiden hochgradigen Eklektiker zum 40-Jahre-Jubiläum selber zum Geschenk machen, an wirklich Neuem erwarten? Nichts. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Trotzdem ist „Hot House“ ein hervorragendes Album geworden, das 75 Minuten blendend unterhält. In Sachen Virtuosität und Präzision braucht den Herren immer noch niemand etwas vorzumachen, da perlen die Soli und rasen die Läufe und werfen sie sich die improvisatorischen Bälle zu, dass es eine wahre Freude ist. Niemals verkommt das zu purer Technik, zu einer seelenlosen Jagd nach irgendwelchen spieltechnischen Gipfelsiegen, stets ist die nahezu überschäumende Freude an der musikalischen Interaktion zu spüren. Auf „Hot House“ interpretieren sie erstmals fast ausschließlich Fremdkompositionen, mit Ausnahme der eigentümlich beschleunigten „Eleanor Rigby“ von Lennon/McCartney lauter eher selten zuhörende Stücke prominenter Musiker – Dave Brubecks „Strange Meadow Lark“, Monks „Light Blue“ oder Bill Evans’ „Time Remembered“. Zwei Bossa Novas aus der Feder von Antonio Carlos Jobim spielten Chick Corea und Gary Burton bereits vor 50 Jahren gemeinsam in der Band von Stan Getz – kein Wunder, dass sich die beiden quasi im Blindflug verstehen. Quicklebendiger Höhepunkt ist das von Tadd Dameron komponierte Titelstück. Ganz zum Schluss bietet das von Chick Corea komponierte „Mozart Goes Dancing“, das gemeinsam mit dem Harlem String Quartet eingespielt wurde, eine kleine Vorschau auf die nächsten gemeinsamen Aktivitäten: Corea und Burton planen nämlich eine zeitgemäße Fortsetzung des legendären 1982er Albums „Lyric Suite For Sextet“, das sie damals ebenfalls mit Streichquartett aufnahmen. Diese musikalische Langzeit-Paarung scheint also noch lange nicht ausgereizt zu sein.<br />(Concord/Vertrieb: www.universalmusic.at)</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-12T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/vijay-iyer-trio-accelerando">
    <title>Vijay Iyer Trio: accelerando</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/vijay-iyer-trio-accelerando</link>
    <description>Der indischstämmige New Yorker Vijay Iyer ist möglicherweise eines der letzten Universalgenies. Obwohl Autodidakt wird er längst mit Preisen überhäuft und als „einer der wichtigsten Pianisten der Gegenwart“ („The New Yorker“) bezeichnet, hat aber auch einen Bachelor in Mathematik, einen Master in Physik und einen interdisziplinären Doktortitel in Technologie und Geisteswissenschaften vorzuweisen. Er ist Hochschullehrer unter anderem an der New York University, wurde vom amerikanischen Wissenschaftsmagazin „Seed“ zu einem von neun „Revolutionary Minds“ gewählt und von der indischen Ausgabe des Männer-Lifestyle-Magazines „GQ“ unter den „50 einflussreichsten Indern der Welt“ aufgelistet. Vijay Iyers musikalische Überlegungen fußen auf einem komplexen Gedankengebäude, dennoch bietet „accelerando“ eine Stunde lang ein von keinerlei theoretischem Überbau eingeschränktes musikalisches Vergnügen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Im Trio mit Bassist Stephan Crump und Drummer Marcus Gilmor hat Iyer das mit höchsten Lorbeeren bedachte, Grammy-nominierte, 2009 erschienene Album „Historicity“ zwei Jahre lang auf ausgiebigen Tourneen präsentiert – jede Menge Zeit also, um das ohnehin schon extrem hohe Level des Zusammenspiels noch zu steigern und als kongeniales Kollektiv noch deutlichere Konturen zu gewinnen. „Accelerando“ ist, wie der Name schon andeutet, ein sehr stark von raffinierten Rhythmen dominiertes, druckvoll vorantreibendes Konglomerat an kreativen Ausbrüchen und originellen Ideen. Als Ausgangspunkte für die musikalischen Entdeckungsreisen dienen nicht nur Eigenkompositionen, sondern auch mehr oder weniger Bekanntes aus so unterschiedlichen Quellen wie Herbie Nichols, Duke Ellington, Michael Jackson oder der 70er Jahre-Funkband „Heatwave“. Dabei wächst der Spaß hörbar an der Größe der Herausforderung, etwa wenn Henry Threadgills ursprünglich für zwei Tubas, zwei Gitarren und ein Waldhorn komponiertes „Little Pocket Size Demons“ in einer unglaublich spannungsgeladenen Piano-Bass-Schlagzeug-Version auf einer völlig anderen Ebene neu interpretiert wird. Wie alles was Iyer bislang vorgelegt hat, ist auch „accelerando“ ein völlig unkonventionelles, mitunter auch etwas sperriges Album für musikalische Feinspitze, das stets vor musikalischen Ideen sprüht und von einer unglaublich mitreißenden Energie getragen wird. Da braucht man kein großer Prophet zu sein, um den nächsten Karrieresprung des erfolgsverwöhnten Vijay Iyer vorherzusagen.<br />(ACT/ Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-10T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/bruce-springsteen-wrecking-ball">
    <title>Bruce Springsteen: Wrecking Ball</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/bruce-springsteen-wrecking-ball</link>
    <description>Wo Bruce Springsteen draufsteht, ist auch Bruce Springsteen drinnen. Darauf kann man sich auch beim 17. Studioalbum des Bosses verlassen, der nun seit ziemlich genau vierzig Jahren höchst erfolgreich im Geschäft ist und trotz seiner ansehnlichen Sammlung von einem guten Dutzend Grammies nie in den Verdacht gekommen ist, sich irgendwelchen billigen Marktmechanismen anzubiedern. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Dieser Mann hat kein Glaubwürdigkeitsproblem, weil er immer gesagt und gesungen hat, was Sache ist. Man glaubt es ihm, wenn er voller Zorn die Auswüchse des Raubtierkapitalismus an den Pranger stellt, die macht- und geldgeile Polit- und Finanzelite geißelt und ob des deprimierenden Ist-Zustandes wütend gegen ein Gefühl hoffnungsloser Verzweiflung ankämpft. Der „American Dream“ ist längst am Arsch, daran lässt Springsteen keinen Zweifel, aber er ist ganz sicher keiner, der deshalb die Hände in den Hosentaschen vergräbt und tatenlos auf Hilfe von oben oder von sonst irgendwoher wartet. So wie man ihm Wut und Verzweiflung glaubt, nimmt man ihm auch seinen Optimismus, der durchaus ins Hymnische umschlagen kann, ab: „We take care of our own“ lautet das Motto Springsteen’schen Selfempowerments. Dass Bruce Springsteen mit einer außergewöhnlich ausdrucksstarken und unverwechselbaren Stimme gesegnet ist, macht es ihm natürlich leichter, die wenig verschlüsselten Botschaften seiner leicht verständlichen und trotzdem nie banalen Lyrics an Mann und Frau zu bringen. Und er weiß genau, wie man das Ganze stadiontauglich vertont, ohne musikalisch die Hose runterlassen zu müssen. Die elf Songs – ob rockorientiert oder balladenhaft, hymnisch oder gospelgetränkt, irisch angehaucht oder mit Bläsern aufgefettet, gefiedelt oder gepfiffen, oder manchmal auch alles zusammen – wirken alle so, als ob man sie schon mal so ähnlich gehört hätte. Trotz gelegentlicher Drumloops und kleiner Rap-Einlagen hat Springsteen seine musikalische Welt nicht neu erfunden. Das hat wohl auch niemand erwartet. Aber er trifft mit seinen Songs so direkt den Nerv der Zeit wie schon lange nicht mehr – und nicht nur in den Vereinigten Staaten. Zeilen wie „The road of good intentions has gone dry as a bone“ oder „all our little victories and glories have turned into parking lots“ oder „gambling man rolls the dice, working man pays the bill“ werden auch hierzulande verstanden. Und wo bei weniger glaubwürdigen Songwritern möglicherweise der Kitschalarm aufheulen würde, bläst beim Boss höchstens mal ein Dudelsack. <br />(Columbia/Vertrieb: Sony Music)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-05T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/sheppard-benita-rochford-trio-libero">
    <title>Sheppard/Benita/Rochford: Trio Libero</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/sheppard-benita-rochford-trio-libero</link>
    <description>Auf seiner zweiten ECM-CD macht der vor allen Dingen durch seine Engagements bei Carla Bley bekannt gewordene englische Tenor- und Sopransaxophonist Andy Sheppard das, was er am besten kann: er erfindet auf dem Sax leicht ins Ohr gehende, sangbare Melodien.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Mal lyrisch-sehnsuchtsvoll, dann wieder heiter gelöst, stets unaufgeregt, aber doch nicht ohne den gewissen Kick. Wie schon der Titel „Trio Libero“ vermuten lässt, handelt es sich hier aber nicht um einen Solisten mit zwei Begleitern, sondern um drei höchst individuelle Musikerpersönlichkeiten, die intensive Kommunikation und Interplay auf höchstem Niveau betreiben. Der zurecht zu den großartigsten Kontrabassisten Europas zählende Franzose Michel Benita steuert mit seinen warmen, kraftvollen Tönen ebenso wichtige Impulse bei wie Sebastian Rochford, der seit einigen Jahren mit den Genregrenzen sprengenden Ensembles „Polar Bear“ und „Acoustic Ladyland“ die junge englische Jazzszene aufmischt, mit seinem sensiblen und einfallsreichen Schlagzeugspiel. Die dreizehn Kompositionen wurden größtenteils aus gemeinsamen Improvisationen heraus entwickelt, alle Titel wurden rein akustisch aufgenommen. Das Trio hat sich merklich viel Zeit genommen, um für sich eine stimmige musikalische Welt zu erschaffen, in der nichts Dissonantes Platz hat. Es hat sich gelohnt, denn herausgekommen ist eines der schönsten Kammerjazz-Alben der letzten Jahre.<br />(ECM/Vertrieb: www.lotusrecords.at)</p>
<p class="callout"><br />Konzert-Tipp: Andy Sheppard wird am 20. April am Dornbirner Spielboden im Trio mit der amerikanischen Pianistin und Komponistin Carla Bley, einer Ikone des zeitgenössischen Jazz, und dem nicht weniger renommierten Bassisten Steve Swallow zu hören sein. Infos: www.spielboden.at<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-03T16:41:37Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/tim-berne-snakeoil">
    <title>Tim Berne: Snakeoil</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/tim-berne-snakeoil</link>
    <description>Bloodcount, Big Satan, Miniature, Caos Totale oder Hard Cell hießen die bislang wichtigsten Band-Projekte des eigenwilligen New Yorkers Tim Berne – Bandnamen, die zugleich auch Programm waren. Wilder, hochenergetischer Avantgarde-Jazz ist das Markenzeichen des gleichermaßen technisch exzellenten wie unorthodoxen Altsaxophonisten, der stets auch auf der Suche nach ausgefallenen Kombinationsmöglichkeiten für Komponiertes und Improvisiertes ist. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Wer nun befürchtet hat, Tim Berne habe sich für sein Label-Debut auf ECM domestizieren lassen, darf beruhigt aufatmen. Die sechs Titel führen zwar mitunter in kammermusikalische Dimensionen, lassen aber keineswegs den gewohnten Biss und die notwendigen Kanten und Ecken vermissen. Oscar Noriega auf Klarinette und Bassklarinette, Pianist Matt Mitchell und Drummer/Perkussionist Ches Smith erweisen sich als ideale Wegbegleiter durch dieses spannende Labyrinth aus lyrischen Passagen, vertrackten Einwürfen und freien Improvisationen. „Snakeoil“ war ja die Bezeichnung für das von Wunderheilern und Quacksalbern im Wilden Westen mit betrügerischen Absichten verkaufte Wundermittel gegen jegliche Art von Beschwerden. Tim Bernes „Snakeoil“ ist aber ganz sicher keine Mogelpackung und hilft mit absoluter Gewissheit gegen alle mit musikalischer Langeweile irgendwelcher Art verbundenen Leiden.<br />(ECM/Vertrieb: www.lotusrecords.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-03-27T03:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/charlie-haden-hank-jones-come-sunday">
    <title>Charlie Haden/Hank Jones: Come Sunday</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/charlie-haden-hank-jones-come-sunday</link>
    <description>15 Jahre nach dem großen Erfolg ihrer Duo-CD „Steal Away“ gingen der 91-jährige Hank Jones und der 73-jährige Charlie Haden im Jahr 2010 nochmals gemeinsam ins Studio, um im Geiste von damals ein weiteres Album mit Gospels, Spirituals und Kirchenliedern zu produzieren. Jones, der als Pianist von Ella Fitzgerald, Benny Goodman, Cannonball Adderly und auch Marilyn Monroe bekannt wurde, verstarb bereits drei Monate später, „Come Sunday“ ist somit so etwas wie sein musikalisches Vermächtnis geworden. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Er interpretiert die 14 populären Stücke völlig unspektakulär, auf das Wesentliche reduziert und mit hörbarer innerer Anteilnahme. Einer, der ganz bewusst immer schon auf jegliches Virtuosentum verzichtete, ist der Kontrabassist Charlie Haden. Somit ist er mit seinen schlichten, hochmelodiösen und rhythmisch prägnanten Basslinien der ideale Partner für dieses uneitle, sich in asketischem Understatement ergehende Projekt. Mit dem oft politisch motivierten, in auch musikalisch progressivem Umfeld tätigen Charlie Haden der 60er- und 70er Jahre hat das allerdings nichts mehr zu tun. Vielmehr kommt hier seine frühe Sozialisation im Country- und Folk-Business einmal mehr zu tragen. „Nearer My God To Thee“ heißt nicht nur der 13. Cut, sondern so lautet wohl auch das grundlegende Motto dieser Produktion – 42 Minuten und 21 Sekunden angenehm zu konsumierende, auch für nichtfromme Menschen geeignete Entspannungsmusik sind dabei herausgekommen. Aber wirklich nur in den stärksten Momenten fühlt man sich an die Intensität der bewegenden letzten Aufnahmen von Johnny Cash erinnert. <br />(Emarcy Records/Vertrieb: www.universalmusic.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-03-20T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/ulrich-drechsler-trio-beyond-words">
    <title>Ulrich Drechsler Trio: Beyond Words</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/ulrich-drechsler-trio-beyond-words</link>
    <description>2010 verblüffte der aus Stuttgart stammende und in Wien lebende Nu Jazz-Pionier und „Café Drechsler“-Chef Ulrich Drechsler die Jazzwelt mit seinem wegweisenden Cello Quartett, nun legt er mit neuem Trio und der israelischen Sängerin Efrat Alony schon den nächsten Geniestreich vor: „Beyond Words“. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Mit den durch gewohnt eingängige Melodien, unkonventionelle Klangkombinationen und energievolle Rhythmen geprägten, emotional berührenden Kompositionen versucht Drechsler all das auszudrücken, was über die bloße verbale Kommunikation hinausgeht: Liebe, Leidenschaft, Emotionen. „Beyond Words“ will aber kein großes Konzeptalbum sein, sondern ist aus dem Bauch heraus entstanden und berührt in seiner Direktheit. „Es geht in dieser Musik nicht darum, besonders ambitioniert und progressiv zu sein, Kunst zu schaffen oder etwas absolut Neues. Das ist doch eigentlich vollkommen egal. Hauptsache es ist ehrlich“, erklärt Drechsler, der sich gerne zu seinem ausgeprägten Faible für Schönklang bekennt. Sein Ziel erreicht er auf eindrucksvolle Weise mit einer intimen Instrumentierung, bestehend aus Bassklarinette, Klavier und Schlagzeug. Im jungen Vorarlberger Pianisten Benny Omerzell und im Jazzwerkstatt Wien-Drummer Lukas König hat er zwei durch ihre außergewöhnliche Sensibilität beeindruckende, ideale Partner gefunden, um diese perfekte Mischung aus brillanter Spieltechnik und sprühender Leidenschaft Wirklichkeit werden zu lassen. Eine zusätzliche Dimension und Tiefe erfährt „Beyond Words“ durch den ausdrucksstarken Gesang der in Berlin lebenden israelischen Sängerin Efrat Alony. Wenn sich ihre unverwechselbare Stimme mit Ulrich Drechslers virtuosem Bassklarinettenspiel verbindet, ist man trotz aller Worte „beyond words“ angelangt.<br />(enja)</p>
<p class="callout"><b>Konzerttipp: Das Ulrich Drechsler Trio und Efrat Alony werden „Beyond Words“ am 24. März um 20.30 Uhr am Spielboden Dornbirn präsentieren. Pianist Benny Omerzell ist mit dabei, anstelle von Lukas König wird der vielseitige Tiroler Schlagzeuger Wolfgang Rainer spielen. </b></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-03-13T04:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>





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