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  <title>CD-Tipp</title>
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  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/gianluigi-trovesi-gianni-coscia-frere-jacques-2013-round-about-offenbach">
    <title>Gianluigi Trovesi/Gianni Coscia: Frère Jacques – Round About Offenbach</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/gianluigi-trovesi-gianni-coscia-frere-jacques-2013-round-about-offenbach</link>
    <description>Umberto Eco schlägt in seinem Booklet-Text vor, die neunzehn Stücke des neuesten Trovesi/Coscia-Werkes unter dem Titel „Wie man Offenbach frei verwendet, um (musikalisch) glücklich zu sein“ zu betrachten. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>In der Tat handelt es sich hier nicht um die „Greatest Hits“ des großen französischen Operetten-Komponisten mit deutschen Wurzeln, der so gar nichts zu tun hat mit dem oberflächlich-süßlichen Kitsch, der sich unter dieser Genrebezeichnung verkauft, weshalb schon Karl Kraus zur Unterscheidung von  „Offenbachiaden“ gesprochen hat. Vielmehr bieten seine schwungvollen, sofort ins Ohr gehenden Melodien und die stets dramatische, zumeist hintergründig satirische Grundstimmung der Kompositionen den idealen Ausgangspunkt für die höchst vergnügliche musikalische Abenteuerreise, zu der die beiden experimentierfreudigen, vor Spiellust sprühenden italienischen Altmeister einladen. So verwenden Trovesi/Coscia zwar Fragmente aus „La Belle Hélène“, „La Grande-Duchesse de Géroldstein“, „La Périchole“ und natürlich aus „Les contes d’Hoffmann“, aber in den Stücken vermischen sich ihre eigenen Ideen mit den Offenbach-Zitaten und entfernten Anspielungen auf ihn zu einem in sich völlig stimmigen und kaum mehr entwirrbaren Gesamtkunstwerk. Und je mehr Freiheiten sich die beiden nehmen, um so vergnüglicher wird es, etwa wenn sich der berühmte Cancan, in Richtung Swing und Blues entwickelt, als ob das von Offenbach immer schon so geplant gewesen wäre. Dass der mittlerweile 80-jährige Akkordeonist Gianni Coscia und der 67-jährige Klarinettist Gianluigi Trovesi unglaubliche Virtuosen sind, wissen Jazz-Fans natürlich längst, und dass sie sich mit ihrem mitunter fast schon spitzbübisch wirkenden Sinn für Humor als „Brüder im Geiste“ von „Frère Jacques“ Offenbach verstehen, überrascht auch nicht. Das hat Witz, das hat – einen mitunter auch etwas melancholischen – Charme und ist mitreißend temperamentvolle Unterhaltung im besten Sinne.<br />(ECM: Vertrieb: www.lotusrecords.at)</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-31T05:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/kate-bush-50-words-for-snow">
    <title>Kate Bush: 50 Words For Snow</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/kate-bush-50-words-for-snow</link>
    <description>Als der „Sunday Telegraph“ 1980 in einer Leserumfrage nach der beliebtesten und der meistgehassten Sängerin Großbritanniens suchte, gewann Kate Bush in beiden Kategorien. Damals hatte sie es bereits mit drei Alben und dem Hit „Wuthering Heights“ ins Spitzenfeld der Charts geschafft, polarisierte Kritiker und Pop-Volk aber im selben Maße, wie sie es bis heute tut. Kate Bush war immer schon Glaubenssache, gleichermaßen Hassobjekt und kultisch verehrte Lichtgestalt. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Stets entzog sie sich mit großer Konsequenz allen Schubladisierungsversuchen und scherte sich keinen Deut um Genre-, Geschmacks- und Kitschgrenzen, wenn sie sich auf ihre exzentrischen, durchwegs ausufernden Ego-Trips begab. Gleichzeitig eröffnete sie durch ihre sich gängigen Markterfordernissen widersetzende, selbstbewusste Haltung und mit grenzenloser Experimentierfreude immer wieder aufs Neue musikalische Räume, die eine ganze Generation von Künstlerinnen mit ausschlaggebenden Impulsen versorgten. Kate Bush geht bis heute unbeirrt ihren Weg in dem von ihr gewählten Tempo. So ist „50 Words For Snow“ – gerade mal das neunte Album in 33 Jahren – wieder zu einem Meilenstein im Bush-Oeuvre geworden. Die sieben, weitgehend von ihrem oftmals meditativ wirkenden, sanften Pianospiel und dezenter Orchestrierung dominierten Stücke sprengen großteils den Rahmen konventionellen Songwritings und entführen in die mit wundersamer Wärme aufgefüllte, glitzerend kalte Winterwelt ihrer Phantasie. Der sind wie üblich keine Grenzen gesetzt. Im Opener lässt Kate Bush ihren 13-jährigen Sohn Albert singend als Schneeflocke zur Erde schwebend nochmals zur Welt kommen, im Duett mit Elton John besingt sie das Scheitern der Liebe, sie versucht den Yeti vor den neugierigen Blicken der Welt zu schützen, erzählt die schaurig-tragische Geschichte der Gespenster-Frau, die dereinst mit ihrem Hund im Fluss ertrunken war, oder sie legt sich mit einem Schneemann ins Bett. Wenig verwunderlich zeugt von der erotischen Eskapade mit diesem seltsamen Lover am nächsten Morgen nur noch eine Wasserpfütze. Ja, die Liebe ist vergänglich – im Gegensatz zum schrägen Einfallsreichtum der Kate Bush. Im Titelstück lässt sie den bekannten Schauspieler Stephen Fry die 50 zum Großteil von ihr erfundenen „words for snow“ deklamieren. Manchmal ist auch Platz für spleenigen Humor in dieser zauberhaften Winterwunderwelt Kate Bush’scher Prägung.<br />(Noble &amp; Brite/EMI)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-24T05:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/anna-ternheim-the-night-visitor">
    <title>Anna Ternheim: The Night Visitor</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/anna-ternheim-the-night-visitor</link>
    <description>Vor zwei Jahren verabschiedete sich Anna Ternheim mit dem grandiosen Album „Leaving on a mayday“ von ihrer schwedischen Heimat in Richtung New York und verschaffte ihrer inneren Zerrissenheit, diesen melancholischen Abschiedsgedanken ein Ventil durch ihre Songs, die von einer tanzbaren Traurigkeit geprägt waren. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>In den Staaten angekommen, hat sich am melancholischen Grundcharakter ihrer Songs wenig geändert, dafür hat Anna Ternheim aber ihre alte Gibson-Gitarre und den Fingerpicking-Style wiederentdeckt und ist tief in die amerikanische Folk-Tradition eingetaucht. In Nashville hat sie mit Folk- und Countryrock-Legenden wie Matt Sweeney und Dave Ferguson (mit dem sie auch ein ergreifendes Duett singt) zwölf stimmungsvolle, hübsch instrumentierte und arrangierte Country-Folk-Balladen aufgenommen, die aber weniger vom Musikalischen her außergewöhnlich sind als von Anna Ternheims hypnotisch wirkender Stimme, die einen unweigerlich gefangen nimmt. Einfach schön, der passende Soundtrack für kalte Winterabende!<br />(Die Rider Music/Vertrieb: Universal)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-10T00:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/sinikka-langeland-the-land-that-is-not">
    <title>Sinikka Langeland: The Land That Is Not</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/sinikka-langeland-the-land-that-is-not</link>
    <description>Wie auf ihrem 2006 erschienenen ECM-Debut „Starflowers“ hat die norwegische Sängerin und Kantele-Spielerin Sinikka Langeland auch auf „The Land That Is Not“ die erste Riege der zweiten Generation nordischer ECM-Musiker um sich geschart. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Trompeter Arve Henriksen und Saxophonist Trygve Seim aus Schweden, der norwegische Bassist Anders Jormin und der finnische Drummer Markku Ounaskari sorgen mit großem Einfühlungsvermögen und virtuoser Technik für das stimmungsvolle musikalische Umfeld, das Langeland benötigt, um ihren in der nordischen Folklore wurzelnden Gesangsstil und das Spiel auf ihrer fünfzehnsaitigen Tischharfe eindrucksvoll zur Wirkung zu bringen. Die dritte Komponente der Langeland’schen Kunst neben Folksongs und Jazzimprovisationen ist die Literatur. Ausgangspunkt ist auf diesem Album die Lyrik der 1923 im Alter von erst 30 Jahren an Tuberkulose verstorbenen finnlandschwedischen Dichterin Edith Södergran, der ersten modernen und für spätere Generationen höchst einflussreichen Poetin Schwedens. Für ihre nach damaligen Verhältnissen gewagte Lyrik wurde die todkranke Poetin öffentlich angegriffen, kaum verwunderlich also, dass sie sich angesichts der tristen Verhältnisse in Visionen und poetische Traumwelten flüchtete. Einige Gedichte stammen auch vom 1994 verstorbenen norwegischen Dichter Olav H. Hauge, der vor allem für seine Naturlyrik größte Anerkennung gefunden hat. Sinikka Langeland und ihre Mitstreiter haben zu einer äußerst fruchtbaren Symbiose von Wort und Musik gefunden, an denen Freunde beider Genres ihre Freude haben werden. <br />(ECM: Vertrieb: www.lotusrecords.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-03T00:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/nneka-soul-is-heavy">
    <title>Nneka: Soul Is Heavy</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/nneka-soul-is-heavy</link>
    <description>„21st Century Soul“ ist das Label, das man der dreißigjährigen nigerianischen Singersongwriterin Nneka Egbuna, die seit ihrem 18. Lebensjahr in Hamburg wohnt, verpasst hat – und angesichts von „Soul Is Heavy“ ist das durchaus auch passend.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Nnekas unter Mithilfe von DJ Farhot einfallsreich aus Neo Soul, Dub, Reggae, Afrobeat, Hip-Hop und einer Prise Jazz zusammengemischter, komplexer Sound trifft den Nerv der Zeit ebenso wie ihre Texte, die sich nicht nur mit Liebe und Herzschmerz auseinandersetzen, sondern auch mit den katastrophalen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen in ihrer nigerianischen Heimat. Mit ihrer ausdrucksstarken, wandlungsfähigen, am R’n’B orientierten Stimme brilliert sie in emotional aufgeladenen Balladen ebenso wie in den tanzbaren Nummern. Das Booklet-Cover ist symbolhaft: das lehmverkrustete Gesicht Nnekas steht wohl für ihre erdige Seite, dank derer sie sich von einer Unmenge an glattpolierten R’n’B-Püppchen wohltuend abhebt. Für jeweils einen Titel hat sie sich die angesagte britische Hip-Hop-Musikerin Ms. Dynamite und „The Roots“-Urgestein Black Thought geholt – eine nette Abrundung, die dem internationalen Renommee der Scheib sicher gut tun wird. Und nein, hier werden ganz sicher keine Vergleiche mit Lauryn Hill oder Erykah Badu bemüht, um Nneka zu charakterisieren. Die wären zwar durchaus ehrenwert, aber das hat die selbstbewusste Nneka nach diesem dritten Album nicht mehr nötig.<br />(Yo Mama’s Recording Company/Vertrieb: Sony)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-29T14:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/theo-bleckmann-hello-earth-the-music-of-kate-bush">
    <title>Theo Bleckmann: Hello Earth! The Music Of Kate Bush</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/theo-bleckmann-hello-earth-the-music-of-kate-bush</link>
    <description>Gerade dieser Tage hat die britische Pop-Exzentrikerin Nr.1 Kate Bush mit „50 Words for Snow“ erstmals seit sechs Jahren wieder neue Songs vorgelegt, am Anfang ihrer Karriere stand ja 1978 der Hit „Wuthering Heights“. Wenn auch kaum jemand an ihrer Genialität zweifelte, so schieden sich doch besonders an Kate Bushs exaltiertem, manchmal ob ihrer markant hohen Stimme leicht hysterisch wirkenden Gesangsstil immer schon die Geister – die einen lagen ihr zu Füßen, den anderen ging sie schlichtweg auf die Nerven. Lauwarme Reaktionen waren eher die Ausnahme. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Ihre zumeist mystisch angehauchten Texte und ihre extremen Soundideen, die gewagten Harmoniebrüche und rhythmischer Bocksprünge ließen die Songs dermaßen mit der Kunstfigur Kate Bush verschmelzen, dass es bis heute kaum Coverversionen gibt. Wer aber könnte Bushs bemerkenswertem Liedgut neues Leben einhauchen, ihm weitere Interpretationsräume eröffnen, wenn nicht der gleichermaßen extravagante Sänger, Komponist, Elektronikspezialist  und Performancekünstler Theo Bleckmann? Dieser ist ohnehin stets auf der Suche nach außergewöhnlichen Herausforderungen und schon mehrfach in seiner Karriere an der Realisierung des schier Unmöglichen gewachsen. Bleckmann, der in seiner Jugend schon einmal ein Kate Bush-Bewunderer gewesen ist, fand nach den Jahren des vielfältigen Erfahrungensammelns bei Meredith Monk, Laurie Anderson, Anthony Braxton, Philip Glass oder Dave Douglas – um nur einige Namen zu nennen – rasch völlig neue Zugänge zum Oeuvre der Fünf-Oktaven-Sängerin und auch die passende Band für dieses gewagte Unterfangen: der Drummer John Hollenbeck  und Bassist Skúli Sverrisson sind Langzeitpartner Bleckmanns, Pianist und Keyboarder Henry Hey ist ein großer Soundzauberer und Caleb Burhan, der E-Gitarre und eine fünfsaitige, elektrifizierte Geige spielt, ist einer der Überflieger der jungen New Yorker Downtown-Szene. Dass dieser aus brillanten Musikern, hervorragenden Komponisten und genialen Querdenkern bestehende Kreativitäts-Pool mehr als nur Neu-Interpretationen anzubieten hat, versteht sich von selbst. Hier werden zu den von allem Bombast befreiten Kompositionen mit einfallsreichen Arrangements völlig neue Zugänge geschaffen, und Theo Bleckmanns bewundernswerte Gesangsakrobatik macht „Hello Earth!“ zu einem einstündigen vokalistischen Kleinod. Das ist eine alle stilistischen Grenzen sprengendes Projekt, das selbst Kate Bush-Hasser zu Kate Bush-Liebhabern machen wird.<br />(Winter &amp; Winter/Vertrieb: Edel Deutschland)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-27T00:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/florence-the-machine-ceremonials">
    <title>Florence + The Machine: Ceremonials</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/florence-the-machine-ceremonials</link>
    <description>Die 25-jährige Florence Welch liebt die große Pose, die theatralische Selbstinszenierung, das perfekt ausgeklügelte Styling, die sich auftürmende Dramatik, ja, den Bombast. Aber anders als zum Beispiel Lady Gaga erweist sie sich dabei durchwegs als stilsicher und muss sich nicht ins Vulgäre flüchten, um fehlende Kreativität wettzumachen, denn davon hat Florence Welche mehr als genug. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Das hat der Britin das Interesse der Modewelt eingebracht, unter anderem bemühen sich Karl Lagerfeld, Yves Saint Laurent und Gucci darum, ihre nicht zu übersehenden Vorzüge ins rechte Licht zu rücken. Hier soll aber nicht vom Model, sondern von der Sängerin die Rede sein, die als Florence + The Machine vor zwei Jahrem mit ihrem Debutalbum „Lungs“ die Musikwelt über alle Genregrenzen hinweg begeisterte. Mit „Ceremonials“ betritt sie nun kein Neuland, sondern verfeinert, perfektioniert und überhöht ganz bewusst jene Ingredienzien, die ihr damals schlagartig weltweiten Erfolg einbrachten. Als da sind natürlich ihre großartige, unter die Haut gehende Stimme, die vielfach übereinander geschichteten, im Background-Hall verwehenden Gesangslinien, die opulenten Chöre, eingängige Klavier- und Gitarren-Linien, pompöse Rhythmik-Orgien, effektvoll eingesetzte hysterische Geigen oder kreischende Orgeln – mitunter gerne auch alles gleichzeitig. Mal gibt sich Florence mystisch wie Kate Bush, mit der sie gern verglichen wird, dann gibt’s einen kleinen Ausflug in tanztaugliche Clubbeats, mal fühlt man sich in die Motown-Zeiten der 70er Jahre zurückversetzt, ehe wieder R’n’B auf der Höhe der Zeit angesagt ist. Umwolkte Düsternis, lyrischer Tiefgang, lockerflockige Melodienseligkeit und hymnischer Bombast werden von Florence + The Machine durchwegs stimmig unter einen – selbstverständlich extravaganten – Hut gebracht. Das Ganze ist von höchster Qualität und trotzdem charts-tauglich, sowohl im Indie-Bereich als auch in der Big-Business-Zone. Respekt, Frau Welch!<br />(Island Records/Vertrieb Universal)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-22T14:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/radio.string.quartet.vienna-radiodream">
    <title>radio.string.quartet.vienna: radiodream</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/radio.string.quartet.vienna-radiodream</link>
    <description>Ob extravagante Bearbeitungen des Repertoires von John McLaughlins Mahavishnu Orchestra oder Aufsehen erregende Kooperationen mit dem schwedischen Gitarristen Ulf Wakenius, dem Akkordeonisten Klaus Paier oder der Sängerin Rigmor Gustafsson auf dem Programm stehen, das radio.string.quartet.vienna garantiert zuverlässig für ein hochkarätiges musikalisches Vergnügen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>So auch mit dem neuen Konzeptalbum „radiodream“, in dem die beiden Violinisten Bernie Mallinger und Igmar Jenner (der den auf Solokurs befindlichen Johannes Dickbauer ersetzt), Cynthia Liao (Viola, Erhu) und die Cellistin Asja Valcic sozusagen auf den Spuren Sigmund Freuds durch die höchst unterschiedlichen Welten des Traumes wandeln. Der Titel „Song – Ode an den Freud“, ein neun Minuten langes virtuoses Paradestück, bei dem alle Akteure ihr unglaubliches Können demonstrieren können, ist also durchaus ernst zu nehmen. Den Großteil der vierzehn Stücke haben die höchst einfallsreichen Komponisten Mallinger und Valcic dem Quartett auf den Leib geschneidert, weitere traumhafte Idyllen und albtraumhaften Abgründe stammen aus den Federn von Franz Liszt („Liebestraum“), Henry Mancini („Moon River), George Gershwin („I Loves You, Porgy“), Radiohead („Nice Dream“) und Abel Meeropol, der mit „Strange Fruit“ für Billie Holiday einen erschütternden Song zur damals allgegenwärtigen Lynchjustiz an den Schwarzen, deren Körper wie „sonderbare Früchte“ von den Bäumen hingen, geschrieben hat. „Radiodream“ ist eine gut einstündige, höchst abwechslungsreiche Traumreise geworden, deren kammermusikalischer Ansatz und jazzige Ausrichtung sich wechselseitig befruchten – egal ob düstere Schauermusik, ein leichtfüßiges Tänzchen oder hypnotische Minimal Music-Passagen angesagt sind. Das radion.string.quartet.vienna zelebriert die Traumwelten fern jeglichen Kitschalarms und lässt sogar Albträume erträumenswert werden.<br />(ACT/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-20T00:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/dino-saluzzi-anja-lechner-felix-saluzzi-navidad-de-los-andes">
    <title>Dino Saluzzi/Anja Lechner/Felix Saluzzi: Navidad de los Andes</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/dino-saluzzi-anja-lechner-felix-saluzzi-navidad-de-los-andes</link>
    <description>Hier haben sich drei alte Bekannte zu einem neuen Trio zusammengeschlossen, um im grenzenlosen Zwischenreich von Jazz, Tango und Klassik die hohe Kunst der Kammermusik zu zelebrieren, und als Ergebnis ist das vielleicht einzige „Weihnachtsalbum“ heraus gekommen, das man sich mit Sicherheit zu jeder Jahreszeit gerne anhören wird. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Die gemeinsame Geschichte des argentinischen Bandoneon-Virtuosen Dino Saluzzi und der vielseitigen, vor allem durch das „Rosamunde Quartett“ bekannt gewordenen deutschen Cellistin Anja Lechner begann Mitte der 90er Jahre mit dem Kult-Album „Kultrum“. Noch länger dauert naturgemäß Dinos musikalische Beziehung zum Tenorsaxophonisten und Klarinettisten Felix Saluzzi, spielten die beiden Brüder doch schon vor 60 Jahren gemeinsam in der vollkommen abgeschiedenen Welt des nordargentinischen Campo Santo in ihrer Familien-Band. So verwundert weder die perfekte Harmonie zwischen den drei Akteuren noch das argentinische Lokalkolorit, das sich durchgehend durch das vorwiegend aus Eigenkompositionen und ein paar Arrangements mehr oder weniger bekannter Tangokompositionen bestehende Programm zieht. Dino Saluzzi ist ein musikalischer Geschichtenerzähler ersten Ranges und evoziert in den Köpfen seiner ZuhörerInnen die unterschiedlichsten Bilder von seiner argentinischen Heimat , die sich mitunter zu gefühlsintensiven Klangreisen in unbekannte Welten verdichten. Vielfach handelt es sich um elegisch entrückte, sehnsuchtsvolle Klänge, denen man sich weder entziehen will noch kann, manchmal unterbrochen durch schroffe Einwürfe, die dem Ganzen die notwendigen Ecken und Kanten verleihen. Viel zur Atmosphäre trägt auch die perfekte Aufnahmetechnik bei – man hört Klappen- und Tastengeräusche oder Anja Lechners Finger, die über die Saiten wandern, und hat das Gefühl mitten drinnen im wundervollen musikalischen Geschehen zu sein.  <br />(ECM: Vertrieb: www.lotusrecords.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-15T00:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/enrico-rava-tribe">
    <title>Enrico Rava: Tribe</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/enrico-rava-tribe</link>
    <description>Meilensteine des Freejazz oder Ausflüge in den Jazzrock sind in der langen Karriere des italienischen Trompeters Enrico Rava ebenso zu finden wie die Beschäftigung mit Opernarien oder Filmmusik. All diese Einflüsse vereinen sich im ausgereiften Alterswerk des 72-Jährigen auf unglaublich stimmige Weise zu einem musikalischen Fluss von großer Schönheit, der vor allem durch seine lyrische Intensität besticht.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Mit seinem kultivierten, an Miles Davis erinnernden Ton führt Rava durch die zehn teils neuen, teils bereits auf älteren Alben erschienenen Eigenkompositionen, die seinen Mitstreitern jede Menge an kreativen Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Allen voran ist der Posaunist Gianluca Petrella zu erwähnen, der als 20-Jähriger von Rava entdeckt wurde und sich nun schon seit fünfzehn Jahren spannende Duelle mit dem Meister liefert. Aber auch auf  „Tribe“ wird Rava seinem Ruf als Talente-Scout vollauf gerecht, denn sein glückliches Händchen für Pianisten – man denke an Stefano Bollani – beweist er dieses Mal am erst 26-jährigen Giovanni Guidi, der vor allem mit seinem einfühlsamen Balladenspiel zu überzeugen weiß. Nochmals drei Jahre jünger ist der Kontrabassist Gabriele Evangelista, der mit dem erfahrenen Drummer Fabrizio Sferra ein perfektes Rhythmusgespann abgibt. Auf einigen Stücken wird dieses vielversprechende neue italienische Quintet durch den Gitarristen Giacomo Ancillotto komplettiert, der die einfallsreichen Kompositionen Enrico Ravas mit zusätzlichen Klangfarben anreichert. Hier ist ein ganz und gar nicht alt wirkender Altmeister am Werk, dessen abgeklärtes Musizieren offensichtlich auch auf die jüngste Generation exzellenter Musiker ausgesprochen inspirierend wirkt. Ein Hörvergnügen!  <br />(ECM: Vertrieb: www.lotusrecords.at)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-12T00:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/rez-abbasi2019s-invocation-suno-suno">
    <title>Rez Abbasi’s Invocation: Suno Suno</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/rez-abbasi2019s-invocation-suno-suno</link>
    <description>Bereits vor mehr als tausend Jahren erkannten die Sufis die ekstatischen Qualitäten, die in  der Kombination ihrer Texte mit rhythmischem Händeklatschen, polyphonen Gesängen und Perkussionsinstrumenten liegt. Der von der nordindischen klassischen Musik beeinflusste Qawwli integrierte in den letzten fünfzig Jahren aber auch Pop, Rock und Dub, erfolgreichster Vertreter dieser Richtung ist Nusrat Fateh Ali Khan, dem Abbasi die Komposition „Nusrath“ gewidmet hat.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Es ist also schon eine Fusion-Musik, auf die sich der in Pakistan geborene und ab dem vierten Lebensjahr in den USA aufgewachsene Gitarrist indischer Abstammung Rez Abbasi bezieht, und nun unterzieht er sie einer neuerlichen Fusion, nämlich jener mit dem Jazz. Dabei kann Abbasi in seiner vor drei Jahren gegründeten Band „Invocation“ auf mittlerweile höchst prominente Mitstreiter bauen, auf deren CDs er ebenfalls regelmäßig vertreten ist – nämlich den Pianisten Vijay Iyer und den Altsaxophonisten Rudresh Mahanthappa, wie Abbasi indischer Abstammung und in den USA aufgewachsen und beide für ihre genialen instrumentalen und kompositorischen Fähigkeiten und ihren indisch inspirierten Jazz vielfach mit Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Komplettiert wird das indoamerikanische Trio vom in New York lebenden deutschen Kontrabassisten Johannes Weidenmüller und dem auf indische Schlagtechniken spezialisierten Drummer Dan Weiss. Ohne diese Spezialisierung würde es auch kaum gehen, denn die treibenden Grooves von Abbasis ausgeklügelten Kompositionen basieren auf vielfach überlagerten Polyrhythmen und permanenten Tempowechseln. Hier treffen Elemente aus der klar strukturierten indischen Tradition auf die freien Improvisationen des Jazz, und die sich aus diesem Wechselspiel ergebenden kreativen Spannungen scheinen in Anbetracht der inspirierten Soli auf die Akteure höchst befruchtend auszuwirken. „Suno Suno“ ist ein spannendes Album geworden, das mit jedem Mal anhören Neues offenbart. Denn wie Rez Abbasi betont, wirkt Qawwli, das von der Intention her mit der westlichen Gospelmusik vergleichbar ist, zwar eher schlicht, ist aber sehr komplex in den Feinheiten. <br />(enja/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-08T14:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/richard-galliano-nino-rota">
    <title>Richard Galliano: Nino Rota</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/richard-galliano-nino-rota</link>
    <description>Was soll anderes dabei herauskommen, wenn sich einer der brilliantesten Akkordeonisten der Gegenwart eines der größten Filmkomponisten aller Zeiten annimmt, als großartige Unterhaltungsmusik auf höchstem musikalischem Niveau? Bei jedem der zwanzig Titel wird klar, dass hier verwandte Geister aufeinandertreffen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Nino Rota, der am 3. Dezember 2011 seinen 100. Geburtstag feiern würde, verband volkstümliche, mitunter auch an traditionelle Blasmusik, an Straßen- oder Zirkusmusik erinnernde Melodien mit großartigen Orchesterpassagen und sorgte für rund 150 Soundtracks, die sich den Kinogehern ebenso unauslöschlich in die Gehörgänge eingraben wie die Bilder der Filme in die visuellen Speicher. Erinnert sei nur an Francis Ford Coppolas „Der Pate I und II“ oder an die Fellini-Klassiker „La Strada“, „La dolce vita“, „8 ½“, „Giulietta Degli Spiriti“ oder „Amarcord“. Auch Richard Galliano hat stets ein Herz für die Tradition – er weiß Tango, Walzer oder Musette auf geniale Weise mit zeitgenössischen Jazzimprovisationen zu verbinden und so durchaus auch stilbildend neue musikalische Ebenen zu erschließen. Für seine spritzige, witzige und oft auch wunderbar melancholische Hommage an Nino Rota holte sich Richard Galliano kongeniale Grenzüberschreiter: den englischen Saxophonisten und Klarinettisten John Surman, den mit allen musikalischen Wassern gewaschenen Trompeter Dave Douglas, den aus Russland stammenden und in den USA lebenden Kontrabassisten Boris Kozlov und den Drummer Clarence Penn, einen alten Weggefährten Gallianos. Gemeinsam nähern sie sich mit großem Respekt der Musik Rotas, und arbeiten mit hörbar viel Spaß und Einfühlungsvermögen an dieser durchtriebenen Schlichtheit, die Rotas Musik so unwiderstehlich macht. Einmal greift Galliano sogar zur Posaune, die ursprünglich mal sein Erstinstrument war, weil an keinem Konservatorium Akkordeon unterrichtet wurde. Naja, er hat’s trotzdem erlernt.<br />(Deutsche Grammophon/Vertrieb: Universal)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-06T12:08:19Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/bill-frisell-all-we-are-saying-..">
    <title>Bill Frisell: all we are saying ...</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/bill-frisell-all-we-are-saying-..</link>
    <description>„Frisell Plays Lennon. The Most Innovative &amp; Influential Guitarist of The Last 25 Years“ steht auf einem Aufkleber, der zum Kauf der neuen Bill Frisell-CD animieren soll. Nun soll an Frisells gitarristischen Qualitäten keineswegs gezweifelt werden, „all we are saying ...“ ist aber sicherlich keine innovative Höchstleistung des Gitarrenzampanos.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Frisell, der im Booklet erzählt, wie ihn 1964 als Dreizehnjährigen ein Artikel samt Fotos über die Beatles fast umgehauen hat, bleibt sehr nah am Original und bastelt nicht an den ohnehin unsterblichen Melodien herum. Vielmehr kleidet er die Lennon-Klassiker, ob aus Beatles-Tagen oder von seinen Solo-Produktionen stammend, mit Hilfe der Langzeit-Weggefährten Greg Leisz (steel guitar), Jenny Scheinman (violin), Tony Scherr (bass) und Kenny Wollesen (drums) in die für diese Besetzung typische Mischung aus Jazz, Country und Bluegrass. Dank der liebe- und respektvollen Arrangements werden beim einen oder anderen Song zwar durchaus sonst vielleicht nicht so vordergründige Facetten näher beleuchtet, im Großen und Ganzen werden sich aber selbst puristische Lennon-Fans durchaus mit diesen Interpretationen anfreunden können. Was diese allerdings vielleicht vermissen, ist die aufmüpfige, die widerborstige Seite, sind die Ecken und Kanten ihres Idols. „all we are saying ...“ ergeht sich voll und ganz in Melodienseligkeit, die vor allem steelguitar-mäßig manchmal ziemlich dick aufgetragen wird. Den Frisell-Fans bietet diese aus dem Blickwinkel eines Fans konzipierte Hommage ein völlig relaxtes Hörvergnügen, das den umtriebigen Gitarrero von seiner unkompliziertesten Seite zeigt.<br /><b>(Verve/www.universalmusic.at)</b><br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-11-28T23:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/charles-lloyd-maria-farantouri-athens-concert">
    <title>Charles Lloyd/Maria Farantouri: Athens Concert</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/charles-lloyd-maria-farantouri-athens-concert</link>
    <description>Das Alterswerk des 73-jährigen Saxophonisten Charles Lloyd hat einen eindeutig „klassischen“ Touch, im Vordergrund steht ein perfekt inszenierter, wunderschöner Gruppenklang, über den der Meister seine von starken Emotionen geprägten Melodien legt. Er singt auf dem Saxophon, könnte man sagen, und für ein denkwürdiges Konzert in Athen im Juni 2010 hat er sich mit einer weiteren einzigartigen Stimme vereinigt, mit jener der um ein Jahrzehnt jüngeren griechischen Sängerin und 60er Jahre-Ikone des Widerstands gegen die Militärdiktatur, Maria Farantouri. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Wer Farantouri sagt, denkt automatisch auch Mikis Theodorakis, dessen Oratorien und Liederzyklen sie zumeist zur Uraufführung brachte und der sie gerne als seine „Priesterin“ bezeichnete. Auch Charles Lloyds Begeisterung ist grenzenlos: „Sie ist ein modernes Wunder, das sich aus  den Ruinen der Zivilsation erhebt. Sie ist Aletheia, Athene, Aphrodite, Demeter, Gaia, Phemonoe – die Mutter des Universums. Der Widerhall ihrer Stimme weckte in mir Erinnerungen an meine Liebe für Lady Day.“ Lady Day fällt einem beim Hören dieses Konzertmitschnittes zwar nicht zwingend ein, es ist aber schon erstaunlich, wie stimmig hier zwei doch sehr verschiedenartige musikalische Welten zusammengebracht werden. So stehen neben vier Stücken aus der Feder Charles Lloyds auch Kompositionen von Theodorakis, Eleni Karaindrou, Nikos Kypourgos, byzantinische Hymnen und Traditionals aus verschiedenen Regionen Griechenlands. Musikalisch baut Lloyd auf seine üblichen Mitstreiter: Pianist Jason Moran, Reuben Rogers am Kontrabass und Drummer Eric Harland. Für eine griechische Suite, die in drei Teilen über die Doppel-CD verteilt ist, holte man sich griechische Verstärkung durch Pianist Takis Farazis und den Lyra-Spieler Socratis Sinopoulos. Die musikalischen Zwiegespräche zwischen Lloyd und Farantouri sind durchwegs hinreißend – hier haben sich offensichtlich über den großen Teich hinweg zwei verwandte Seelen gefunden.<br /><b>(ECM: Vertrieb: www.lotusrecords.at)</b><br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-11-21T23:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/rudresh-mahanthappa-samdhi">
    <title>Rudresh Mahanthappa: Samdhi</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/rudresh-mahanthappa-samdhi</link>
    <description>Der indischstämmige, in den USA aufgewachsene Rudresh Mahanthappa gilt schon seit Jahren als großartiges Talent und Zukunftshoffnung der Jazzszene und hat heuer den renommierten und prestigeträchtigen „Downbeat International Critics Poll“ als bester Altsaxophonist gewonnen. Mahanthappa ist aber nicht nur ein grandioser Instrumentalist, sondern auch ein höchst experimentierfreudiger und eigenwilliger musikalischer Trendsetter. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>So darf man angesichts der neuen CD „Samdhi“ durchaus von einem Meilenstein in punkto Fusion von westlichem Jazz und indischer Musik sprechen. Und mit Fusion ist hier tatsächlich „Verschmelzung“ und nicht das sonst geläufige verkaufsfördernde, aber oberflächliche Ineinanderverschachteln beider Musiktraditionen gemeint. So wie Mahanthappa in sein an der gesamten Jazzgeschichte geschultes Saxophonspiel mühelos indische Ornamentierungen, Klangfarben oder mikrotonale Höhenverschiebungen integriert, gelingt ihm auch die perfekte Verschränkung der akustisch gespielten südindischen Musiktradition mit über weite Strecken funkigem Elektrojazz. Da geht oftmals wirklich die Post ab, denn der junge, ungemein kraftvolle und schnelle amerikanische Drummer Damion Reid harmoniert perfekt mit dem indischstämmigen Perkussionisten Anand Anantha Krishnan, und gemeinsam mit dem kanadischen Bassisten Rich Brown bilden sie das ideale Rhyhthmusgespann, das dem Bandleader und dem äußerst versierten Gitarristen David Gilmore jene Basis liefert, über die sie ihre unkonventionellen und einfallsreichen Soli legen können. Aber auch die wunderschöne, fast schon klassisch anmutende Ballade „For All The Ladies“ findet in diesem abwechslungsreichen Album ganz zum Schluss noch ihren Platz und macht Lust darauf, sofort auf die Repeat-Taste zu drücken und die 65 Minuten und 16 Sekunden „Samdhi“ nochmals zu genießen.<br /><b>(ACT/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)</b><br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-11-14T23:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
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