Feist: Metals
Aufgenommen hat sie dann mit ihren langjährigen Weggefährten Chilly Gonzales und Mocky, mit Dean Stone und Brian LeBarton in einer verlassenen Scheune im kalifornischen Big Sur, mit einer Unmenge an Mikrophonen, die sie an allen möglichen und unmöglichen Stellen platzierten und versehentlich alle gleichzeitig aufdrehten. So entstand dieser weite, luftige Sound. „Ich wollte, dass Klangwinde durch die Musik wehen“, erklärt Feist. Metals ist ein sehr stimmungsvolles Album voller Melancholie geworden, das aber durchaus auch grooved und dem auch die notwendigen Ecken und Kanten nicht fehlen. Die abwechslungsreichen Arrangements beinhalten auch selten schöne Harmoniegesänge und Bläser- und Streicherarrangements, die immer songdienlich sind und nie überkandidelt wirken. Feist sind einige zauberhafte Melodien und intelligente, wenn auch zumeist etwas düstere Texte gelungen, die sie mit ihrer ausdrucksstarken und unter die Haut gehenden Stimme veredelt. „Metals“ ist ein Album geworden, das den kommerziellen Erfolg von „The Reminder“ vielleicht nicht in den Schatten stellen wird, vom Künstlerischen her ist es aber mehr als ein ebenbürtiger Nachfolger. Feist katapultiert sich damit endgültig in die erste Liga der Singer-Songwriterinnen!
(Polydor/Vertrieb: www.universalmusic.at)
