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01.11.2011 |  Peter Füssl

Tom Waits: Bad As Me

„Bad As Me“ dürfte in etwa das zwanzigste Album des unkonventionellen Singer-Songwriters sein, der sich ganz bewusst fernab des Mainstream bewegt, wo er längst eine einträgliche Marktnische gefunden hat. Und es ist, wie es zu erwarten war: wo Tom Waits draufsteht, ist auch Tom Waits drin.

In den 13 (in der Deluxe- Edition sind es sogar 16) neuen Songs gibt Waits wieder all jene Inkarnationen zum Besten, die aus der mittlerweile wohl untrennbaren Verschmelzung seiner vielfach vom Schicksal gebeutelten Person mit jener Kunstfigur, die er sich vorwiegend aus den Stories von Bukowski und Kerouac destilliert hat, entstanden sind – Säufer, Hipster, Hobo, Misanthrop, Kindermörder, liebeskranker Seemann oder angesäuselter Barhocker. Ganz nach Belieben. Seine schrägen Texte grummelt Waits mit seiner unverwechselbaren rauen und kratzigen Stimme über die ebenso unverwechselbare schräge Musik – einem wilden Konglomerat aus Jazz, Elektroblues, Marschmusik, Barpiano, Country-Walzern, Schifferklavier, Rock’n’Roll, Rockabilly, Kubanischem, Music Hall und Geräuschattacken. Und am schönsten sind natürlich die Balladen, etwa „Last Leaf“ oder „New Year’s Eve“. „Bad As Me“ wird sicherlich als eines der besseren Waits-Alben in die Geschichte eingehen, und das mag bei dieser genial-verschwurbelten Ikone der Popularmusik schon etwas heißen.
(ANTI/Vertrieb: www.rottensteiner-pr.at)

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