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  <title>Gesellschaft</title>
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  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/von-einheimischen-und-zweiheimischen-2013-das-sympathische-projekt-201eheimatabend-oder-wie-fremd-heimisch-wird201c">
    <title>Von Einheimischen und Zweiheimischen – das sympathische Projekt „Heimatabend oder wie fremd heimisch wird“</title>
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    <description>Der Verein Aktion MitArbeit widmet sich dem Thema Integration. Mehr Begegnung und mehr Humor – das sind nur zwei der Ziele, die Präsident und Altlandesrat Dr. Guntram Lins, Projektleiter Ulrich Gabriel und Grafikerin Renate Djukic bei einer Pressekonferenz im Dornbirner Hotel Krone vorgestellt haben. Leicht verständlich, „niederschwellig“ soll es ab Jänner 2012 bei unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktionen zugehen. Ein zentrales Element sind „Freecards“ genannte Gratis-Postkarten, die zu Gesprächen anregen sollen. Auf ihnen sind Wort-Neuschöpfungen wie „zweiheimisch“, „jungheimisch“ oder „neuheimisch“ zu lesen. Das Konzept hat das Land Vorarlberg überzeugt: Mit 50.000 Euro unterstützt es das Projekt heuer, im nächsten Jahr mit 100.000. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Einige Fragen haben die Initiatoren: „Braucht jeder Mensch eine Heimat?“ „Kann ein Mensch mehrere Heimaten haben?" Wen diese Fragen auch interessieren, der kann gleich bei der Umfrage auf der Startseite von <a href="http://www.heimatshuttle.at/">www.heimatshuttle.at</a> teilnehmen – und schon ist er mittendrin im Thema. Über 300 User haben bereits mitgemacht. <br /> Auch so ein niederschwelliger Einstieg, ganz nach dem Geschmack des Projektleiters Ulrich Gabriel. Was meint er damit genau? „Einfach, volksnah, positiv, umgangssprachlich, humorvoll“, lautete seine Antwort. Humor ist ein wichtiger Teil in diesem Projekt.</p>
<h3>Alt- und neuheimisch</h3>
<p>Denn bei aller Relevanz, bei aller unzweifelbar gebotenen Ernsthaftigkeit: Mit Humor kommt man auch bei diesem Thema weiter. Oder wie Gabriel es formuliert: „Über eine humorvolle Ebene sind schnellere Begegnungen möglich.“ Darum setzt die Initiative auch bewusst auf „Heimat“ – in Abgrenzung zum Begriff „Integration“. Letzteres klinge zu sehr nach Museum, oder nach politisch motivierter Diskussion. Das sei genau nicht der beabsichtigte Zugang zum Thema, schließlich sei auch „integriert“ noch lange nicht dasselbe wie „heimisch“. Statt Podiumsdiskussion also sogenannte Heimatabende im Wirtshaus, wo Schweinsbraten und Baklava serviert werden, Theater- und Musikaufführungen von „alt- und neuheimischen“ Vorarlbergern gleichermaßen – oder kleinere Veranstaltungen im privaten Rahmen. Noch sind die Termine offen, ab Jänner werden konkrete Daten vorliegen.</p>
<h3>Attraktiv vermittelte Heimatkunde</h3>
<p>„Heimat heißt kooperieren. Wo zusammengearbeitet wird, entsteht Heimat“, erklärt Gabriel. Viele Vorbehalte gründeten auch auf Defiziten, was die eigene und was die andere Kultur ausmacht. In diesem Sinne sieht der Verein auch seine Aufgabe darin, diese Lücken kultureller Identität zu schließen – mit einer attraktiv vermittelten Heimatkunde. „Wer seine Heimat nicht kennt, muss umso mehr Angst vor Fremdem haben“ Was im Umkehrschluss bedeutet: „Wer seine Heimat kennt, muss umso weniger Angst vor Fremdem haben.“</p>
<h3>Aktionen 2012: Heimatabende, Wettbewerbe</h3>
<p>Achttausend Freecards sind bereits verteilt. Die nächste Runde ist für den Jänner vorgesehen: Statt einer unpersönlichen Massenstreuung sollen die Postkarten punktuell, persönlich an Mann und Frau kommen, idealerweise als Ausgangspunkt für ein Gespräch –  an der Tankstelle, im Gasthaus, am Dönerstand, an der Bar. Dann fällt auch der Startschuss für einen landesweiten Wettbewerb um den „Heimat.Schal“. Adressaten sind Schulen und Künstler. Die Daten der aktuellen Bevölkerungsstatistik sollen künstlerisch umgesetzt werden, mit unterschiedlichen Farben für die zwölf Nationen, die numerisch am stärksten in Vorarlberg bzw. in ganz Österreich vertreten sind. Einen ersten Entwurf gibt es bereits. Nicht zufällig erinnert er an einen Fanschal, wie man ihn aus dem Fußball kennt. „Ob er gestrickt, gehäkelt oder genäht ist, spielt keine Rolle“, erklärte Grafikerin und Künstlerin Renate Djukic, die sich immer wieder selbst mit den Fragen nach Heimat und Integration auseinandergesetzt hat. Ihre Eltern kommen aus Serbien.</p>
<h3>Positives Echo</h3>
<p>Die Unterstützung des Landes Vorarlberg ist fixiert: 2011 fließen 50.000, im nächsten Jahr 100.000 Euro. Und die Aussichten sind gut, dass es nicht bei diesen Summen bleiben wird: „Wir haben das Projekt auch bei zwei Bundesministerien vorgestellt“, berichtete Dr. Guntram Lins, der zehn Jahre als ÖVP-Landesrat für Finanzen und Kultur zuständig war. „Die Reaktionen waren sehr positiv, auch wenn es noch keine konkrete Zusage gibt.“ Weitere Gespräche mit Industriellenvereinigung, Gemeinden und Unternehmen werden geführt. Der bisherige Zeitplan des Projektes endet im Dezember 2012 – „vorerst“, wie Lins mit einem Lächeln betont. Unschwer zu erkennen: Wenn es nach ihm und seinen Mitstreitern geht, ist dann noch lange nicht Schluss.</p>
<p>Übrigens: Bei der eingangs zitierten Umfrage sind aktuell 91 Prozent der Meinung, dass jeder Mensch eine Heimat braucht. Fast genauso groß (90 Prozent) ist der Zuspruch zu mehreren Heimaten.</p>
<p class="callout">Weitere Informationen, Umfragen, Videos und Anregungen auf <a class="external-link" href="http://www.heimatshuttle.at"><b>www.heimatshuttle.at</b></a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thorsten Bayer</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-13T16:20:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/cineastic-gondolas-eine-abgefahrene-nacht-der-experimentellen-schwebefahrten">
    <title>Cineastic Gondolas – Eine abgefahrene Nacht der experimentellen Schwebefahrten</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/cineastic-gondolas-eine-abgefahrene-nacht-der-experimentellen-schwebefahrten</link>
    <description>Lech am Arlberg hat mit Cineastic Gondolas eine bahnbrechende Saisoneröffnung hingelegt. Wer Dr. Christoph Murr kennt, weiß, dass er immer wieder mit abgefahrenen Parties und Ideen daherkommt, aber diesmal hat er sich selbst übertroffen und schreibt: „Das Konzept ist gleichermaßen simpel wie faszinierend.“ Und wenn man das Konzept zufällig auf dem Tisch der Tourismusbeauftragten von Lech am Arlberg herumliegen gesehen hat, kam man nicht umhin, darin zu blättern. Wer darin mal geblättert hatte, wollte Teil der Veranstaltung sein. Am Ende war es dann auch eine gewaltige Crew mit über 50 HelferInnen und einer aufwändigen Logistik. Aber was war das nun für ein Konzept?</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Das Genre der Animationsfilme bringt oft so genannte „Shorts“, also Kurzfilme zutage, in denen in hoher Informationsdichte und kürzester Zeit phantastische Geschichten erzählt werden. Die Macher solcher Werke schätzen vor allem die umfassenden Möglichkeiten ihrer Kunst, denn der Animationskunst sind keine Grenzen außer eigener Vorstellungskraft und Phantasie gesetzt. Diese komprimierten Geschichten dauern gerade so lange wie eine Gondelfahrt zwischen Tal- und Bergstation. Einem Raumschiff gleich schwebte man losgelöst durch die Nacht und erlebte abstrakte Animationskunst in kleinen Happen. Und wem das noch nicht reichte, der konnte in den Discogondeln zu vollwertigem DJ-Sound abtanzen.</p>
<h3>Klang- und Bildwelten from outer space</h3>
<p>Da die Räumlichkeiten natürlich eigentlich zum Zwecke einer möglichst reibungslosen Abfertigung des Ski-Tourismus entworfen wurden, waren allein schon architektonisch völlig neue Regeln für eine Abendveranstaltung auf dem Reißbrett. Der erste Floor war der Weltraumbahnhof, der bereits mit DJ-Sound eingehüllt war. Beim Aufgang zur Abschussrampe wurde man vom in Weltraumuniformen gekleideten Bodenpersonal durchsucht und auf die Schippe genommen. Alles war von Rauch und Licht durchflutet. In der kleinen Bar gab es einen süßen Space-Shot zur Vorbereitung auf den bevorstehenden Abflug. Das „Spaze Tri Soundkollektiv", bestehend aus Helmut Neugebauer am Sax und der Flöte, dem virtuosen David Helbock an den Tasten und Audiomed Christoph Murr persönlich, stimmte mit Live-Klangbildern auf einen außerirdischen Trip ein.</p>
<h3>Weltraumreisen für Einheimische und Gäste</h3>
<p>Nach dem Countdown und bevor man wirklich in die Gondeln durfte, wurde jeder gescannt. Auf gemütlichen Sitzsäcken hebten die eingekleideten Gondeln der Rüfikopfbahn ab, nur dass es nicht mehr die Rüfikopfbahn war. Spätestens jetzt war man in einer anderen Welt. Die Clipauswahl der Animationsfilme unterstützte diese Reise auf Abwege ordentlich. Ein berauschendes Erlebnis, das dann von der Spacecrew abgefangen wurde. Im Geleit des „Metropics“ Theater-Ensembles machte man eine Tour auf der Bergspitze. Hier durchschnitten riesige Projektionen und Visuals von Fritz Fitzke und Udo Kapeller die spacige Nacht und warfen sich an Hausfassaden und Berghänge. Die Hänge dort oben sind nebenbei erwähnt bestens mit Schnee bedeckt, nicht nur für Projektionen, sondern auch für den Wintersport. Klanginstallationen und Live-Percussion von Sonifer und HAJAmadagascar rundeten das Feeling ab, im All zu sein. Nach so vielen Eindrücken war es Zeit für eine Pause und den Meteoritenpunsch an der Feuerschale. Durchatmen, das war noch längst nicht alles.</p>
<h3>Tanzen und feiern unter glücklichen Besuchern</h3>
<p>In der Bergstation Rüfi 1 starteten um halb zehn der Kinobetrieb, wo alle Filme nochmals am Stück gezeigt wurden, und die Discogondeln. Kein Scherz, die Gondeln wurden zu kleinen Discofloors umgestaltet und es wurde ausgiebig getanzt. Zum Schaukeln bringen war verständlicherweise verboten, aber die Stimmung trotzdem bestens. Das Gondelgefühl prägte sich derart ins motorische Bewusstsein ein, dass der Boden sich auch auf festem Untergrund weiterhin unter den Füßen bewegte. Mit einem Gipfelkonzert von „My Name Is Music“ fand die Expedition ihren letzten Programmpunkt. Natürlich war auch eine Aftershowparty in der Archiv-Bar eingeplant.</p>
<h3>Zukunftsweisendes Tourismus- und Eventverständnis</h3>
<p>Gut 500 Besucher verteilten sich auf dem Gelände und das, obwohl der Vorverkauf die Veranstalter bis zuletzt hat schwitzen lassen. Mit diesem Opening hat Lech neue Maßstäbe gesetzt. Die Zukunft der Eventgestaltung ist am Samstag bei uns am Arlberg gelandet. Bombardiert von Möglichkeiten und Eindrücken verging die Zeit wie im (Weltraum-)Flug. Gut möglich, dass das manchen zu abgehoben war und ein wenig überzeichnet. Aber für so viel Schmäh und Liebe zum Detail, so viel persönlichen Charakter, den die zahlreichen MitarbeiterInnen eingebracht haben, so viel visionären Wahnsinn und Improvisationsvermögen, so viel Mut und Bereitschaft, neue Schritte zu wagen, bleibt nur zu gratulieren und auf eine Wiederauflage im kommenden Jahr zu hoffen.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Ionian</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-11T22:46:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/jetzt-bauen-sie-doch-keinen-popanz-auf">
    <title>Jetzt bauen Sie doch keinen Popanz auf!</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/jetzt-bauen-sie-doch-keinen-popanz-auf</link>
    <description>Nachlese zu den Identitätsvorträgen von Prof. Heiner Keupp („Sich finden in einer grenzenlosen Gesellschaft: Identitätsarbeit in der Spätmoderne“) und Prof.  Manfred Prisching („Das Selbst, die Maske, der Bluff“) im Theater am Saumarkt in Feldkirch am 11.3.2011</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Als minderbemittelter Lehrer  habe ich auf Kosten (Fahrtkosten freilich ausgenommen) der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg die Vorträge der beiden genannten Professoren mit Spannung angehört.</p>
<p>Heiner „Patchwork“-Keupp (analog zu „Risiko“-Beck) und „Kleine Zeitung“-Prisching. Ein seltsames Dream-Team aus Soziologie und Sozialpsychologie. Keupps Vortrag entsprach meinen Befürchtungen, ich wollte es nur in vivo bestätigt sehen. Es handelte sich um eine abgekürzte Vorlesung mit notorischer Powerpointpräsentation. Mehr oder weniger sattsam bekannt die Diagnosen, Therapien sowieso keine. Höchstens Zeigefinger. Emeritiert-trocken und allseits-bekannt.</p>
<p><strong>Schlechtes Kabarett</strong></p>
<p>Das hatte ich mir eigentlich so erwartet, von Prisching allerdings umso mehr erhofft. Er lehrte in New Orleans, als „Katharina“ kam, und berichtete in der „Kleinen Zeitung“ und im ORF live darüber. Obwohl von Haus aus eigentlich Jurist und Volkswirtschaftler, erwartet man/frau von einer soziologisch sensibilisierten und Soziologie dozierenden Person mit Katastrophenerfahrung eine gewisse „Tiefe“, allein aufgrund der Tatsache, dass sie einmal bis zum Hals im Wasser gestanden ist.</p>
<p>Im Kontrast zu Keupp machte Prisching auf Kabarett. Saftige Beispiele aus der Werbung, abwertende Nebensätze im Tonfall von Josef Hader, aber sehr reaktionär, eine blöd rudernde Gestik – alles einstudiert und zigmal reproduziert. Seine Folie war die Abfolge „Selbst-Maske-Bluff“, wobei er mithilfe seiner Powerpointpräsentation permanent Bilder und Signale der Werbung projizierte, um sie dann altväterisch als Schund zu deklarieren. Er hatte ein paar Lacher auf seiner Nachsatzseite.</p>
<p><strong>Drei Fragen</strong></p>
<p>Bei mir ist dieses Schauspiel aber ganz übel angekommen. Einer der Zuhörer wurde zwar ohnmächtig, aber das ist kein Qualitätskriterium (und ein Arzt war zugegen). Ich übe mich in öffentlichen Diskussionen in Zurückhaltung. Nachdem ich aber Keupp, den ich schon vor über zehn Jahren gelesen hatte, und Prisching, den ich mir ob seiner damaligen Kommentare aus dem versinkenden New Orleans als notwendigerweise inzwischen einigen Tiefgang erreicht haben müssenden Sozialforscher imaginiert hatte, nachdem ich also beide gehört und über mich ergehen lassen hatte, ja, da überkam es mich. Ich stellte, weil ja eigens dafür eine Person mit Funkmikrofon bereit war, drei Fragen. Sehr verkürzt, freilich. Eigentlich sind es Feststellungen.</p>
<p><strong>Erstens:</strong> Sie benutzen ein sehr primitives Modell von Medienwirkungen. Keupp zitiert zwar Stuart Hall (Cultural Studies), aber kontext-, und vor allem folgenlos. Prisching instrumentiert das primitive Medien-Modell, um Lacher zu ernten – Lacher von Bildungsbürgern im Geiste Adornos.</p>
<p><strong>Zweitens:</strong> Ich unterstelle den modischen identitätstheoretischen Versuchen einen impliziten Eurozentrismus. Warum? Weil ihre Konzepte mehr durch euro-amerikanische akademische Regeln angeblicher Wichtigkeit (eine einzige Idee durchbuchstabieren bis zur Emeritierung, und dann zum Beispiel am Saumarkt eine Pseudodiskussion simulieren) determiniert sind. Welthaltigkeit?</p>
<p>Die Globalisierung wird als Nussknacker für europäische Identitäten betrachtet, und aus den zerbrochenen Schalen sollen neue Schiffchen geleimt werden. Der Rest der Welt ist aber egal, andere Identitätskonstruktionen – da ist Keupp in seinem Forschungsdrang eingeschlafen, weil der Rest der Welt ohnehin nur in die Festung Europa eindringen will, oder so.</p>
<p><strong>Drittens:</strong> Der Prisching’sche Dreischritt von Selbst - Maske - Bluff beschreibt – das weiß jeder Anfänger in dekonstruktiver Textanalyse – zuerst einmal die generative Technik des zur Disposition stehenden Textes, Theorie wäre übertrieben, selbst. Prisching baut in seine Powerpointpräsentation das Bild und Cover eines belletristisch erfolgreicheren und wesentlich jüngeren Popularisators des hierzulande gängigen Identiätstheoriekonsenses ein – da wird sein Neid offen, und die Wissenschaftlichkeit wird zum Nachsatz dieses Bedauerns.</p>
<p>Keupp hingegen exerziert, zumindest, was die Mitte seiner Darbietung anbelangt, die Maskenhaftigkeit der Wissenschaftlichkeit: exzessives Zitieren (aber immerhin kenntlich gemacht – von Gutenberg zu Guttenberg…, die Sache mit den sehr beweglichen Lettern), sonore Langeweile, sine ire et studia, darum ist es halt eben so. Prisching macht auf Josef Hader von vor 15 Jahren und erntet sogar ein paar Lacher für seinen Bluff. Denn der Nachsatz für seine ironischen Nachsätze lautet: Da gibt es sogar irgendwo irgendwelche Studien, die das ganze belegen. Ha. Ha. Haha.</p>
<p><strong>Aufgewärmte Brühe</strong></p>
<p>Als ich dann auch noch einstreue, dass die gängige identitätstheoretische Zeitdiagnose aufgewärmter Kaffee der postmodernen Diskussion der 80er-Jahre sei – damals aber in der deutschsprachigen Soziologie als Scharlatanerie und Humbug desavouiert (Lyotard, Virilo,…) – und Baudrillard als den Meisterbluffer ehre, sind beide sichtlich überfordert.</p>
<p>Prisching meint, das habe nichts mit „Simulation“ zu tun, nur eben was? Und dann legt er wieder rudernd los über bauchfreie T-Shirts, Piercings, Schönheitsoperationen, Zeitgeist- und Lifestyle-Illustrierte, welche er mit schauerlichem Genusse zu „analysieren“ scheint (ein wenig fühle ich mich an den „Pornojäger“ Humer erinnert). Keupp hingegen fühlt sich bemüßigt, den alten Sozi in sich zu outen, der schon mit Kindern und Enkelkindern über die Notwendigkeit des Kaufs eines Barbiepuppe gestritten hat; und wenn sie eine halbe Stunde lang narrativ argumentieren, dann rückt er endlich die Knete raus – weil: dann bedeutet das etwas für sie. Außerdem – Antwort auf den inzwischen recht antiquierten Eurozentrismusvorwurf – habe seine Tochter einen Israeli zum Ehemann. Kasuistik. Und: Ich möge da doch keinen Popanz aufbauen!</p>
<p>Mein kurzer Hinweis auf die Web2-basierten Revolutionen im arabischen Raum (Vilém Flusser hätte seine Freude daran!) als Wink dafür, dass die beiden Referenten einen völlig antiquierten Medienbegriff mit Fokussierung auf Harz4-TV-Programme strapazieren, wurde damit quittiert, dass die Ägypter usw. noch viel Identitätsarbeit zu leisten hätten.</p>
<p><strong>Gott sei Dank, ein Arzt!</strong></p>
<p>Der anwesende Arzt, Psychiater, stieß sich ebenfalls am primitiven Medienbegriff der vermeintlich komplexen Referenten. Er machte den Raum des Privaten geltend, wo die persönlich relevanten Aushandlungsprozesse über Realitäten stattfinden sollen. Auf eine wässrige Entgegnung von Keupp, der die Medieneinflüsse als doch sehr bedenklich einstufte, meinte der Doktor nur: „Und ist Ihre Tochter jetzt eine Barbiepuppe, oder was?“ Nonetnananein, antwortete Keupp sinngemäß.</p>
<p>Daraufhin verließ ich diese peinliche Veranstaltung. Ich attestiere „Halbwissen“, auch wenn ich die blinden Seiten von Adorno nicht mag. Diese beiden Soziologen sind bereits sehr jenseits. Liebe alte Clowns, sofern sie nicht die bittere Rhetorik der Alten vorführen würden. Ganz weit weg schon vom aktuellen Stand ihrer Wissenschaften.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thomas Heel</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-03-14T20:38:30Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/bregenzer-festspielkrise-intendant-pountney-hat-alles-richtig-gemacht-2013-bis-jetzt">
    <title>Bregenzer Festspielkrise: Intendant Pountney hat alles richtig gemacht – bis jetzt!</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/bregenzer-festspielkrise-intendant-pountney-hat-alles-richtig-gemacht-2013-bis-jetzt</link>
    <description>Was haben wir doch damals hämisch mit den Fingern nach Wien gezeigt, als es um die Nachfolge von Ioan Holender als Direktor der Wiener Staatsoper ab 2010 ging.  Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat damals ihren Chef und Parteikollegen Alfred Gusenbauer handstreichartig ausgetrickst und anstelle des von ihm favorisierten, reichlich strapazierten Opernsängers Neil Shicoff den vifen Franzosen Dominique Meyer ins Amt gehievt. Ähnliche Fälle von intrigenreichen Ränkespielen sind uns mit schöner Regelmäßigkeit bei Neubesetzungen der Intendanz in Salzburg zu Ohren gekommen. Wir haben uns dabei stets die Hände gerieben: Bei uns im „suubara Ländle“ läuft so etwas seriös ab und mit Handschlagqualität, da wird nicht mafiös unter der Bettdecke gemauschelt. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Nun haben wir den Salat in Bregenz serviert bekommen, als es um die gesetzlich vorgesehene Neuausschreibung des Intendantenpostens mit der Möglichkeit einer Vertragsverlängerung des durchaus erfolgreichen derzeitigen Intendanten David Pountney ging. Da wurde nun dessen länger schwelender Konflikt mit dem mächtigen langgedienten Festspielpräsidenten Dipl.-Ing. Günther Rhomberg offenbar, der dessen Wiederbestellung auf weitere fünf Jahre über 2013 hinaus mit allen Mitteln verhindern wollte. Ob man Pountney nun im Vorfeld mitgeteilt hat, er brauche sich gar nicht mehr zu bewerben, was dieser bestreitet, ist dabei zweitrangig. Es geht viel mehr darum, dass Rhomberg vor seinem eigenen Abgang aus Altersgründen als Festspielpräsident noch die Weichen der Festspiele für die Zukunft in seinem Sinne geregelt haben möchte, also mit einer neuen, jüngeren Führung, und dabei sein ganzes Machtpotential ausspielt.</p>
<p><b>Eifersucht im Spiel?</b></p>
<p>Und es dürfte nicht zuletzt auch etwas Eifersucht im Spiel sein, dass Pountney in seinen bald zehn Jahren Amtszeit doch respektable Erfolge von zum Teil internationalen Dimensionen einfahren konnte und entsprechend hoch in der Gunst der Politiker und der kulturellen Öffentlichkeit stand, während Rhomberg dabei eher ein Schattendasein führte. In der Tat hat Pountney wirklich bis jetzt alles richtig gemacht, und seine größte Tat in Bregenz, die für ihn zu einem bleibenden Denkmal werden wird, ist sein Weinberg-Schwerpunkt im vergangenen Jahr. Was er da an kultureller Potenz eines Verfemten und Vergessenen aus der Sowjetunion ins Scheinwerferlicht gestemmt hat, allem voran die von ihm selbst inszenierte geniale Oper „Die Passagierin“, macht ihm so rasch keiner nach.</p>
<p><b>"André Chenier" - Zu mutige Programmierung Pountneys? </b></p>
<p>Auf der anderen Seite ist die Verlängerung eines gut dotierten Intendantenvertrages aber letztlich natürlich nicht bloß eine Dankesabstattung für das bisher Geleistete – es geht vor allem um Pläne für die Zukunft des Festivals. Und die dürften neben Rhomberg nun auch manch anderen Verantwortlichen der Festspiele sauer aufgestoßen sein. Pountneys Mut in allen Ehren – aber allein mit den Planungen der beiden Hauptacts in Bregenz ab heuer hat er sich möglicherweise doch etwas zu weit aus dem Fenster gebeugt. Wie kann man, fragt sich der lang gediente Bregenzer Festspielbesucher, auf der Suche nach unbedingt Neuem für 2011 als Spiel auf dem See ein Werk wie Umberto Giordanos „André Chenier“ ansetzen, eine sicher spannende Revolutionsoper aus der Zeit des Verismo, die aber dem Durchschnitts-Kulturinteressenten praktisch unbekannt ist. Er hält im besten Fall den Namen des Komponisten für den einer bekannten italienischen Weinfirma. Und das bei einer Produktion, mit der man in zwei Jahren nach bisherigen Vorgaben bis zu 400.000 Menschen anlocken möchte.<br />Die Frage ist nun: Was ist für das oft in Operndingen unbedarfte Seepublikum stärker – die Anziehungskraft der „Marke“ Bregenz mit der großen Show am See, der man erliegt, egal, was dort gegeben wird, oder die Wirkungskraft auch eines bestimmten Werkes mit seinen populären Melodien, wie das auch bisher der Fall war. Den Bammel, den die Festspielleute vor dieser riskanten Entscheidung selber haben, lässt sich allein an der Tatsache ersehen, dass man im Vorjahr zur zweiten „Aida“ den Besuchern Gratis-CDs mit den wichtigsten Musikausschnitten von „André Chenier“ in die Hand gedrückt hat – „zum Kennenlernen“. Und ein deutlicher Besucher-Flop im ersten Jahr würde bedeuten, dass man für 2012 in aller Kürze ein anderes Werk für die Seebühne aus dem Boden stampfen müsste – das wäre eine Katastrophe, gilt doch die Seeproduktion seit langem als „Cash-Cow“, mit der Projekte wie „Kunst aus der Zeit“ mitfinanziert werden.</p>
<p><b>Poutneys riskanter neuer Weg bei der Hauoper</b></p>
<p>Die zweite Weichenstellung Pountneys betraf die Oper im Haus, seit Wopmanns Zeiten begehrter Anziehungspunkt für ein internationales Opernpublikum, das sich dort regelmäßig an erfolgreichen Ausgrabungen fast vergessener Werke delektierte. Auf dieser Schiene will Pountney nun in einer radikalen Abkehr ab heuer nur noch Opern-Uraufführungen bringen, die die Festspiele in Auftrag gegeben haben. Eine ungemein mutige und begrüßenswerte Entscheidung zwar im Sinne des Kunstschaffens unserer Zeit – allerdings bangt man im kaufmännischen Bereich auch hier um die notwendige Auslastung, denn extrem neue Töne sind nun einmal auch bei auswärtigen Opernfreunden nicht jedermanns Sache. Und auch bei treuen Bregenzer Festspielbesuchern, die schon in den vergangenen Jahren mit allzu viel Unbekanntem bei den Orchesterkonzerten konfrontiert wurden, werden jetzt deutliche Bedenken laut. Erst am Freitag etwa wurde bei einem Konzert des Symphonieorchesters Vorarlberg im Feldkircher Montforthaus ein neues Werk des Vorarlberger Komponisten Michael Amann vom Publikum deutlich abgelehnt.<br />Also, wie heißt es so schön in Bizets Oper „Carmen“, die man auch in Bregenz schon gegeben hat? „Auf, in den Kampf, Torero!“ Es ist angerichtet, die Messer sind gewetzt, und es wird spannend werden zu sehen, wer letztlich die besseren Argumente hat. Oder die besseren Hintermänner. Womit Bregenz auch nicht mehr besser ist als Wien oder Salzburg.   <br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Fritz Jurmann</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-01-15T16:43:06Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/201emit-herz-und-sensibilitat201c-starteten-gestern-die-65-bregenzer-festspiele-respektvoll-abgestimmt-auf-das-diesjahrige-thema-201ein-der-fremde201c-1">
    <title>„Mit Herz und Sensibilität“ starteten die 65. Bregenzer Festspiele, respektvoll abgestimmt  auf das diesjährige Thema „In der Fremde“</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/201emit-herz-und-sensibilitat201c-starteten-gestern-die-65-bregenzer-festspiele-respektvoll-abgestimmt-auf-das-diesjahrige-thema-201ein-der-fremde201c-1</link>
    <description>Unspektakulär und sehr bedacht ging am Mittwoch vormittag die von Intendant David Pountney gestaltete Eröffnung der diesjährigen Bregenzer Festspiele über die Bühne. Die auf ein hochinteressantes Festspielprogramm hinweisenden musikalischen Anklänge, eingebettet in eindrucksvolle, auch multimedial aufbereitete Bilder, machten neugierig auf das Kommende und gaben den teilweise inhaltlich auch sehr anregenden Ansprachen den Rahmen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Es waren neben den Geladenen einige Interessierte, Neugierige und Zaungäste gekommen, um dem Einzug des Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer in Begleitung seiner Gattin, des Herrn Vizekanzlers und Finanzministers Dipl. Ing. Josef Pröll sowie des Landeshauptmannes Dr. Herbert Sausgruber, vor dem Festspielhaus beizuwohnen. Sie hatten sich freiwillig eingefunden und standen in leichter Sommerbekleidung wartend&nbsp; in der sengenden Sonne, während Soldaten in voller Montur mit Rucksack und Waffe ihren Dienst absolvierten und ihrem obersten Chef die Ehre erwiesen.   </p><p><strong>Langanhaltender Applaus für Zofia Posmysz  </strong></p><p>Angenehm kühl präsentierte sich das klimatisierte Festspielhaus, das sich bis auf den letzten Platz mit viel Prominenz aus Politik und Kultur gefüllt hatte. Nach der obligatorischen Bundes- und Landeshymne wirbelten Tänzer aus Aida in einer sehr frechen und frischen Choreographie von Ron Howell zu Miecyslaw Weinbergs&nbsp; &bdquo;Die Jagd&ldquo;, ein Stück aus seinem 1954/55 entstandenen Ballett&nbsp; &bdquo;Burattino oder Das goldene Schüsselchen&ldquo;, über die Bühne und durch den Saal.</p><p> Komponist Miecyslaw Weinberg steht dieses Jahr im Mittelpunkt des Festspielprogramms, das mit &bdquo;In der Fremde&ldquo; übertitelt ist. Die Premiere und gleichzeitig Uraufführung seiner Oper &bdquo;Die Passagierin&ldquo; unter der Regie von Festspielintendant David Pountney wird zweifelsohne ein ganz besonderes Highlight in diesem Festspielsommer darstellen. In seiner Rede hatte Festspielpräsident Heinz Rhomberg die Ehre, die Autorin des Librettos, Zofia Posmysz, begrüßen zu dürfen. Die Ausschwitzüberlebende wurde mit einem herzlichen und langanhaltendem Applaus von den Festgästen Willkommen geheißen und ausgezeichnet.  Marthas Arie aus &bdquo;Die Passagierin&ldquo;, gesungen von Svetlana Doneva in Begleitung der Wiener Symphoniker und &bdquo;Oh Patria Mia&ldquo; aus &bdquo;Aida&ldquo;, brillant vorgetragen von Maria Jose Siri sowie das Streicherquintett Ensemble Dolby&acute;s Around, waren weitere Höhepunkte der Eröffnungsfeierlichkeiten.</p><p><strong>  Sensibilität und Authentizität</strong></p><p>  Die Videobotschaft&nbsp; internationaler&nbsp; Autoren zum Thema &bdquo;In der Fremde&ldquo;&nbsp; stellte in ihrer Darbietung ein kleines Kunstwerk dar und traf durch die vermittelten Inhalte mitten ins Schwarze und wahrnehmbar in die Herzen vieler Anwesender. Asfa-Wossen Asserate, in Äthiopien geboren, in Deutschland lebend, Wladimir Kaminer,&nbsp; jüdischer Kommunist aus Russland und in Berlin jahrelang stolzer &bdquo;Alien-Pass-Inhaber&ldquo;, Helge Timmerberg, deutscher Autor, den es nie lange irgendwo hält, Ilja Trojanow, deutscher Schriftsteller bulgarischer Abstammung und der mongolisch-stämmige Galsan Tschinag - sie alle haben ein Statement zu &bdquo;Fremd sein&ldquo;,&nbsp; &bdquo;im Exil sein&ldquo;,&nbsp; aufs Eindrücklichste und mit hoher Sensibilität und Authentizität abgegeben.  </p><p><strong>Vergangenheit statt Gegenwart</strong></p><p>  Hervorzuheben ist die Rede der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied. Sie ging in besonderem Maße auf das Thema ein, indem sie die Angst, auch die geschürte Angst vor dem Fremden, sehr deutlich und bestimmt ansprach. Rückbesinnung auf eigene Werte und Traditionen würden die Menschen befähigen das Fremde durchaus als Bereicherung und ein unsere Identität erweiterndes Element anzusehen. Mit ihren Worten und in ihrer Diktion vermittelte sie eine in ihrem Stand immer seltener anzutreffende, wohltuende Glaubwürdigkeit. </p><p>Bundespräsident Dr. Heinz Fischer nahm in seiner Eröffnungsansprache zum Thema &bdquo;Fremd Sein&ldquo;&nbsp; inhaltlich ebenso klar Stellung wie seine Vorrednerin, widmete sich jedoch mehr der Vergangenheit als der aktuellen Situation.</p><p> Mit der bestürzend schönen Musik von Mieczyslaw Weinberg &ndash; das Zwischenspiel aus dem Ballett &bdquo;Burattino oder Das goldene Schüsselchen&ldquo; &ndash; dargebracht von den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Rossen Gergov, ging eine zurückgenommene, jedoch stimmungsvolle Eröffnung zu Ende. Auf dem Platz der Wiener Symphoniker unter der strahlenden Sonne bei Smalltalk und einem Glas Wein ließen die Festgäste den angebrochenen Vormittag ausklingen.<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
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    <dc:date>2010-07-22T15:09:30Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/protestaktion-der-ig-kultur-vorarlberg-im-rahmen-der-festspiel-eroffnung">
    <title>Protestaktion der IG Kultur Vorarlberg im Rahmen der Festspiel-Eröffnung</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/protestaktion-der-ig-kultur-vorarlberg-im-rahmen-der-festspiel-eroffnung</link>
    <description>"Freie Kulturarbeit um 5 Prozent gekürzt - Guten Appetit!" war auf dem Transparent zu lesen, das Vorarlberger Kulturschaffende heute um 12 Uhr an der Tribüne der Seebühne enthüllten - just in jenem Augenblick, als die Festgäste der Eröffnung der Bregenzer Festspiele zum Buffet schritten.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Die IG Kultur Vorarlberg reagiert mit dieser Aktion auf die Kreditbindung des Landes, die heuer in Höhe von fünf Prozent erstmals nicht aufgelöst wird. Das heißt, dass die Budgets der Kulturveranstalter um fünf Prozent schrumpfen, ausgenommen sind nur die landeseigenen Häuser, die in der KUGES organisiert sind, und auch die Bregenzer Festspiele.</p><p>Die IG Vorarlberg möchte deshalb darauf aufmerksam machen, dass</p><p>- im Kulturbereich nur die &quot;Freien&quot; gekürzt werden. Wer bereits jetzt komfortabel arbeitet, bleibt ungeschoren</p><p>- mit der Kürzung auch ehrenamtliche Kulturarbeit in den Vereinsvorständen bestraft wird</p><p>- die Kulturinitiativen ihre Arbeit bis heute in steigendem Umfang und in stets verbesserter Qualität erledigen</p><p>- Kulturförderung zu den zentralen Kompetenzen des Landes gehört, die Förderung der freien Kulturarbeit aber als &quot;Ermessensausgabe&quot; behandelt wird</p><p>- es im Budget des Landes nach wie vor umstrittene Luxusprojekte gibt, die nicht als Ermessensausgaben gelten</p><p>Für diese in Anbetracht des Gesamtbudgets des Landes symobolhafte Einsparungsmaßnahme fehle den Kulturschaffenden jegliches Verständnis, betont IG Kultur Vorarlberg-Geschäfstführerin Juliane Alton. Die Aussendung schließt mit dem Aufruf &quot;Wir wehren uns. Die Kreditbindung muss weg!&quot; Dieser Forderung schließt sich auch die KULTUR-Zeitschrift vollinhaltlich an.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2010-07-21T14:51:58Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/gesellschaft/benefizkonzert-fur-haiti-im-festspielhaus">
    <title>Benefizkonzert für Haiti im Festspielhaus</title>
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    <description>Am Freitag, 22. Jänner werden ab 20.30 Uhr die Stars der Vorarlberger Rock- und Pop-Szene zugunsten der Erdbebenopfer auf Haiti in der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses auftreten.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>&nbsp;</p><div style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><link href="file://localhost/Users/powermac/Library/Caches/TemporaryItems/msoclip/0/clip_filelist.xml" rel="File-List" /></div> <!--[if gte mso 9]><xml>
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Neben Bilgeri und Köhlmeier sind auch Heli Burtscher, Harry Marte, Martina Breznik, Charlie Bonat, Bernie Weber, Emil Durot, Armin Egle, Markus Kreil, Markus Holzmeier und Roman Lorenz mit dabei.<o:p></o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Die gesamten Eintrittserlöse kommen der Caritas Österreich und Spendenaktion Nachbar in Not zugute.<o:p></o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Unter dem Motto: &bdquo;Best of eigene Songs&ldquo; rocken und rollen die Damen und Herren was das Zeug hält, mit Hits wie Bilgeris &bdquo;Video-life&ldquo;, &bdquo;The way it is&ldquo; von Twist of Fate, Songs von Clockwork, Schellinski, Silberdisteln u.v.m. und hoffen, dass viel Bares dabei heraus schaut. <o:p></o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Tickets gibt es an der Abendkassa sowie im Vorverkauf über V-Ticket an allen bekannten Vorverkaufsstellen.<o:p></o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong style=""><span style="font-size: 10pt;">Statements:<o:p></o:p></span></strong></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;">&quot;Das Beste, was ich kann, ist Lieder singen. Und wenn ich damit jemandem helfen kann, ist es doppelt besser. Darum freut es mich, mit meinen Freunden beim Konzert für Haiti Musik zu machen und zu singen&quot; <o:p></o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Bernie Weber &ndash; Sänger und Organisator<em style=""><o:p></o:p></em></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;">&bdquo;Dieses Grauen kann man sich, so glaube ich, nicht wirklich vorstellen. Leichengeruch, Schreie, seine eigenen Kinder, seine Frau, Freunde unter Trümmern.Kein Bagger, kein Kran, nichts. Kein Wasser, keine Nahrung. Hunger. Und nachdem das dann &ldquo;alles vorbei&rdquo; ist, gibt&rsquo;s kein morgen, weil das ganze Land kaputt ist.Für die Ersthilfe sind wir wahrscheinlich schon zu spät. Aber die Menschen brauchen Hoffnung, eine Zukunft, ein neues Land.Vielleicht können wir sie beim Neuaufbau etwas unterstützen.&ldquo;<o:p></o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Heli Burtscher &ndash;&nbsp;Gitarrist und Bassist<o:p></o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;">&ldquo;Ich freue mich auf ein Konzert mit Freunden für Hilfe in Haiti &hellip;&rdquo;<o:p></o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Harry Marte &ndash; Sänger und Gitarrist<o:p></o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;">&quot;Ich bin sehr froh mit Musik, meiner großen Leidenschaft, zusammen mit Freunden etwas zur Unterstützung&nbsp;der bedauernswerten&nbsp;Menschen beitragen zu können.&ldquo;<o:p></o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Markus Holzmaier &ndash; Gitarrist<o:p></o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;"><o:p>&nbsp;</o:p></span></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><em style=""><span style="font-size: 10pt;">&bdquo;Sie leben in der Hölle, wir im Himmel. Ein paar Songs, ein paar Tropfen, das mindeste was wir tun sollten. Let's roll&ldquo;<o:p></o:p></span></em></div>  <div class="MsoNormal" style="font-family: Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: 10pt;">Reinhold Bilgeri &ndash; Sänger<o:p></o:p></span></div>  <!--EndFragment-->]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Peter Füssl</dc:creator>
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    <dc:date>2010-01-18T12:27:00Z</dc:date>
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