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Kritiken

Christoph Pepe Auer: Songs I Like
CD-Tipp
19.05.2015 Peter Füssl

Der 33-jährige aus Rum bei Innsbruck stammende Saxophonist und Bassklarinettist Christoph Pepe Auer – er hat seit einigen Jahren auch mit dem auf qualitativ hochwertigen innovativen Jazz spezialisierten Label Session Work Records einen beachtlichen Einfluss auf die junge österreichische Jazzszene – beschäftigt sich sieben Jahre nach seiner letzten CD unter eigenem Namen auf „Songs I Like“ wieder mit dem, was er am liebsten tut: neue Klänge erforschen, entwickeln und musikalisch innovativ verarbeiten.

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Die Begeisterung für die Musik kraftvoll zum Ausdruck gebracht – Der 9. Jugendblasorchester-Wettbewerb in Götzis
Beim 9. Jugendblasorchester-Wettbewerb in der Kulturbühne AmBach traten Blasorchester in starker Besetzung auf, wie beispielsweise die Jugendkapelle Lauterach mit 63 Mitgliedern...
Musik / Konzert
17.05.2015 Silvia Thurner

Etwa achthundert Jugendliche fanden sich am Wochenende in der Kulturbühne AmBach ein, um beim 9. Jugendblasorchester Wettbewerb zu musizieren und sich miteinander zu messen. In vier Kategorien traten die neunzehn teilnehmenden Jugendkapellen aus dem ganzen Land und aus Liechtenstein an und interpretierten jeweils ein Pflichtstück sowie eine frei gewählte Komposition. Unmittelbar spürbar war die Spannung und Konzentration, mit der die Jugendlichen ihre Werkdeutungen in den Raum stellten. Die strahlenden Gesichter nach einer geglückten Aufführung und der jubelnde Applaus der angereisten Fans bewirkten eine herzliche und gelöste Stimmung im Saal.

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Unbequemer Flamenco – Israel Galváns Nuevo Flamenco-Produktion über das Schicksal von Roma und Sinti während der NS-Zeit beim „Bregenzer Frühling“
Nuevo Flamenco-Star Israel Galván zieht alle Register seines Könnens (© Jean-Louis Duzert)
Tanz
17.05.2015 Peter Füssl

Zu Recht gilt der mit Preisen und Auszeichnungen überhäufte 42-jährige Tänzer und Choreograph Israel Galván als einer der großen Erneuerer des Flamenco, der mit seinen abendfüllenden Stücken die Genregrenzen in vielerlei Hinsicht sprengt. So auch mit dem vor zweieinhalb Jahre uraufgeführten „Lo Real/Die Wahrheit“, das die Vernichtung der Roma durch die Nazis zum Thema hat. Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine fortlaufende Geschichte, sondern um eine Aneinanderreihung von Bildern, die das zwiespältige Verhältnis der „Herrenmenschen“ zu den exotisch-folkloristisch reizvollen Gitanos und ihrem Flamenco aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten.

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Snarky Puppy & Metropole Orkest: Sylvia
CD-Tipp
17.05.2015 Peter Füssl

Die zwölf Stammspieler des ursprünglich aus Texas stammenden und nun in Brooklyn residierenden vierzigköpfigen Musikerkollektivs Snarky Puppy und die 52 Mitglieder des experimentierfreudigen holländischen Metropole Orkest standen oder saßen je nach Instrument im Aufnahmesaal verteilt, wie die Bäume eines Waldes, dazwischen dreihundert ZuhörerInnen – alle mit Kopfhörern versehen. In diesem außergewöhnlichen Setting wurde an zwei Abenden das ebenso unkonventionelle Album „Sylvia“ 100 % live ohne Overdubs eingespielt, was auch filmisch festgehalten wurde und praktischerweise als DVD gleich mitgeliefert wird.

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Dem Reformer Jan Hus ein musikalisches Denkmal gesetzt – Francisco Obietas Oratorium „Verbrennt das Feuer!“ in einem gemeinsamen Kraftakt (ur)aufgeführt
Der Chor und das Orchester des Vorarlberger Landeskonservatoriums sowie der Kammerchor Feldkirch brachten das groß besetzte Oratorium "Verbrennt das Feuer!" von Francisco Obieta unter der Leitung von Benjamin Lack im Konstanzer Münster zur Uraufführung, interpretierten das Werk anschließend in Amriswil und präsentierten es schließlich auch in der Kapelle des Landeskonservatoriums in Feldkirch.
Musik / Konzert
14.05.2015 Silvia Thurner

Am Landeskonservatorium in Feldkirch wurden alle Kräfte gebündelt, um das große Oratorium „Verbrennt das Feuer!“ von Francisco Obieta nach einem Text von Ivo Ledergerber aus der Taufe zu heben. Das Symphonieorchester sowie der Chor des Landeskonservatoriums, unterstützt vom Kammerchor Feldkirch präsentierten unter der Leitung von Benjamin Lack dieses groß angelegte Werk. Im Rahmen des „Internationalen Bodenseefestivals 2015“ wurde das Oratorium in Konstanz, Amriswil und zuletzt in der Kapelle des Landeskonservatoriums vorgestellt. Enorme Anforderungen wurden an alle Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker und die Solisten Petra Tschabrun (Alt), Anna Welte (Alt), Hoel Troadec (Tenor) und Wojciech Latocha (Bass) gestellt. Mit bewundernswerter Kraft und Ausdauer stellten sie die dramatischen Ereignisse rund um das Wirken und den Tod des Reformers Jan Hus auf einem hohen musikalischen Niveau in den Raum.

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Elser – Er hätte die Welt verändert
Vorbereitungen für das Bombenattentat mit exaktem Zeitzünder. Hitler verließ die Veranstaltung einige Minuten früher.
Film / Kino
14.05.2015 Gunnar Landsgesell

Ein Individualist, der die Nazis verstörte: Georg Elser, Tischler und Widerstandskämpfer, der mit seinem Hitler-Attentat Deutschland vor Schlimmerem bewahren wollte, aber scheiterte. Teils heftig aber zugleich mit überraschender Ernsthaftigkeit von Oliver Hirschbiegel inszeniert. Beeindruckend besetzt mit Christian Friedel als Elser - ein stiller Beobachter und Mann der Tat.

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Aktuell in den Filmclubs (15.5. - 21.5. 2015)
L´inconnu du lac - Der Fremde am See
Film / Kino
14.05.2015 Walter Gasperi

Zwei Filme mit homosexueller Thematik sind diese Woche in den Filmclubs zu sehen. Im Filmforum Bregenz läuft „W imie… - Im Namen des…“, in dem die Polin Malgoska Szumowska vom Dilemma eines homosexuellen Priesters erzählt. Am Spielboden Dornbirn steht dagegen Alain Guiraudies sehr reduzierter, aber in seiner Offenheit verstörender „L´inconnu du lac - Der Fremde am See“ auf dem Programm.

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Rosario Bonaccorso: viaggiando
CD-Tipp
14.05.2015 Peter Füssl

Wenn der Kontrabassist Rosario Bonaccorso, einer der führenden Musiker Italiens (mit Zweitadresse in Vorarlberg) und auf beiden Seiten des Atlantiks höchstbegehrter Sideman zu einer Reise einlädt, sollte man dieses Angebot annehmen, denn es wird ein kurzweiliges Vergnügen voller emotionsgeladener Eindrücke.

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Der griechische Komponist Zesses Seglias komponiert für die Bregenzer Festspiele eine neue Oper – Der erste Einblick wurde im Kunsthaus Bregenz gewährt
Ernst Marianne Binder, Olaf A. Schmitt und Zesses Seglias präsentierten ihre Pläne für eine neue Oper. Das Libretto beruht auf dem Roman "To the lighthouse" von Virginia Woolf. (Fotos: Anja Köhler)
Kritiken
12.05.2015 Silvia Thurner

Vor Kurzem hat die Intendantin der Bregenzer Festspiele, Elisabeth Sobotka, ihre Pläne für ein neu zu schaffendes Opernatelier dargestellt und gleichzeitig angekündigt, dass sie auch ein Augenmerk auf die zeitgenössische Musik haben wird. Um Klarheit zu schaffen, was Neues projektiert ist, wurde zur Veranstaltung „Das Opernatelier – Einblick 1“ geladen. Die Ankündung, dass der griechische Komponist Zesses Seglias im Auftrag der Bregenzer Festspielen eine neue Oper schreibt, ist eine sehr positive Überraschung, denn der 31-jährige Komponist hat mit seiner Musik etwas zu sagen. Eine Bereicherung innerhalb der sonst eher faden Präsentation waren Seglias Werke „Fragments“ sowie „Monophonie“.

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Menschenrechte unter Vorbehalt - Angesichts täglicher Meldungen über islamistischen Terror ein aktuelles Buch von Michael Buchrainer
Literatur
12.05.2015 Adi Untermarzoner

Im pseudoheiligen Ländle wird der Katholizismus noch formaler und folkloristischer praktiziert als im übrigen Österreich. Neben Wien hat Vorarlberg mit 14 000 Türken prozentuell den höchsten Anteil an Muslimen. Diese haben eine intensivere Bindung an ihre Religion und sind vom IGGiÖ entsprechend der Ideologie des Islam gelenkt. Die österreichische Regierung hat die daraus entstehende Gefahr für die Demokratie erkannt und ein eher kontraproduktives Islamgesetz beschlossen. Erfreulich, dass im konservativen Ländle ein Lehrer - der Gitarrist und Komponist Michael Buchrainer unterrichtet am Vbg. Landeskonservatorium - den Mut aufbringt aufzuklären, dass beide Religionen mit den Menschenrechten nicht kompatibel sind und daher eine klare Trennung von Staat und Religion dringend notwendig wäre.

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