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Kritiken

Vielfältige emotionale Botschaften - Hans-Udo Kreuels „Passion Jesu“ wurde mit viel Leidenschaft uraufgeführt
Die Uraufführung der "Passion Jesu" von Hans-Udo Kreuels war eine vielschichtige Performance im stimmigen Ambiente der Kapelle des Vorarlberger Landeskonservatoriums.
Kritiken
07.04.2014 Silvia Thurner

Passend zum Passionssonntag präsentierten der Kammerchor Feldkirch unter der Leitung von Benjamin Lack sowie ein Bläserensemble des Landeskonservatoriums, ein Sprecher und acht Darstellerinnen die „Passion Jesu“ von Hans-Udo Kreuels. Er hat die Leidensgeschichte Jesu nach einem Text von Markus Hofer im Wechsel von Antiphonen und modernen Chorsätzen sowie tradiertem und aktuellem Gedankengut musikalisch vielgestaltig ausgedeutet. Neben den kompositorischen Qualitäten und den szenischen Deutungen in der Regie von Renate Bauer begeisterte vor allem auch das hohe Niveau des Kammerchores Feldkirch, der unter anderem die freitonal schwebenden Linien hervorragend modellierte und sicher intonierte.

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Einfühlsamer Umgang mit einem schwierigen Thema – „Der Junge im Baum“ von Annette Raschner wurde am Dornbirner Spielboden uraufgeführt
Alexander Julian Meile als Felix und Julia Sewing als Elik: kurzer Weg vom Opfer zum Täter, wenn die Seele von Selbstzweifeln zernagt und das Selbstbewusstsein am Boden ist
Theater
05.04.2014 Peter Füssl

Soll ich mir nach zehn Stunden Maloche an Telefon und Computer tatsächlich noch ein Theaterstück zum Thema Kindesmissbrauch geben? Gewiss, ein wichtiges Thema, aber verlockende Aussichten auf einen entspannenden Abend sehen doch ein bisschen anders aus. Hätte ich meinem inneren Schweinehund nachgegeben, wäre mir eine durch und durch bemerkenswerte Uraufführung und ein auf Intellekt und Seele gleichermaßen höchst anregend wirkender Zugang zu einem der ganz großen Tabus unserer und vermutlich aller Gesellschaften entgangen. „Der Junge im Baum“ von Annette Raschner in der Inszenierung von Dagmar Ullmann-Bautz ist ein Stück, dem man aus vielerlei Gründen lauter ausverkaufte Abende wünscht.

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Die großen Bögen enthusiastisch ausgeformt - Ferenc Bognar interpretierte drei Beethoven-Klavierkonzerte und erhielt dafür begeisterte Zustimmung
Ferenc Bognar spielte und leitete die Sinfonietta Montfort geistreich und humorvoll.
Musik / Konzert
04.04.2014 Silvia Thurner

Der Pianist und langjährige Klavierpädagoge am Vorarlberger Landeskonservatorium, Ferenc Bognar, hat sich viel vorgenommen. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden spielte er zusammen mit der „Sinfonietta Montfort“ alle fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven. Am ersten Abend präsentierte er seine Sicht auf das erste, zweite und dritte Konzert. Viele kamen in den Festsaal des Landeskonservatorium und die lustvollen Darbietungen sowie der gemeinsame Gestaltungswille aller Beteiligten machten den Abend zu einem musikalischen Fest, das mit standing ovations endete.

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Nymphomaniac 2
Presse- und provokationstauglich, Teil 1: Die zugerichtete Joe.
Film / Kino
04.04.2014 Gunnar Landsgesell

Joe (Charlotte Gainsbourgh) fühlt sich schuldig, ihre Suche nach sexueller Befriedigung geht nahtlos über in das Verlangen nach Bestrafung. Grenzgang, Teil 2, in dem die Leere eines Menschenlebens alle moralischen Verfehlungen zu überbieten droht. Etwas berechnender, aber erneut sehenswerte Tour de Force von Lars von Trier.

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Aktuell in den Filmclubs (4.4. - 10.4. 2014)
Shell
Film / Kino
03.04.2014 Walter Gasperi

Im Gasthaus Jöslar in Andelsbuch wird diesen Sonntag Thomas Vinterbergs Drama „Dear Wendy“ gezeigt. Im Spielboden Dornbirn läuft dagegen in der Reihe mit Filmen aus den letztjährigen Programmen des Linzer Filmfestivals Crossing Europe Scott Grahams großartiges Debüt „Shell“.

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Kühn & Kruglov: Moscow Joachim Kühn Birthday-Edition
CD-Tipp
03.04.2014 Peter Füssl

Der gerade erst 70 gewordene Pianist Joachim Kühn verfügt über ein unglaublich breites musikalisches Spektrum, das am einen Ende mit J.S. Bach beginnt und am anderen mit dem Free-Jazz aufhört – dazwischen Jazzrock und erstklassiger Ethno-Jazz, beides völlig klischeefrei, und sonst noch allerhand brauchbare Überbleibsel aus seiner mehr als 50-jährigen Bühnenkarriere. Neben der Vielseitigkeit und der klassisch geschulten Virtuosität zählen eine stets spürbare Innovationsfreude und das unbezähmbar brennende Feuer beim Musizieren zu Kühns Markenzeichen.

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Was ist die wahre Liebe? - Das Schauspielhaus Wien mit „Illusionen“ im TAK Liechtenstein
"Illusionen" vom Schauspielhaus Wien im Schaaner TAK - VIer Paare outen sich an ihrem Lebensende
Theater
02.04.2014 Anita Grüneis

Zwei eng befreundete Ehepaare stehen am Ende ihres Lebens. „Wahre Liebe beruht immer auf Gegenseitigkeit“ behaupten sie. Aber was ist wahre Liebe? Was Lüge, was Illusion? In kurzen Sequenzen reflektieren sie Szenen ihres Lebens. Dabei entfalten sich vor den Augen der Zuschauer vier Lebens- und Liebesgeschichten. Oder ist doch alles eins? Ein Gastspiel des Stücks „Illusionen“ des Schauspielhauses Wien im TAK Liechtenstein.

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Himalaya und Platanen - Ausstellungen von Armin Pramstaller und Nikolaus Walter
Armin Pramstaller, Kosmos, 2002
Ausstellung
02.04.2014 Willibald Feinig

Die Dornbirner Galerie Art House zeigt in der Ausstellung „Druckgrafiken als Ausdruck“ Werke von Armin Pramstaller. Die Götzner Galerie Kurzemann stellt Fotografien von Nikolaus Walter unter dem Titel „Platanen“ aus.

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Helden, Mythen und eine Nibelungenpremiere – Das Figurentheaterfestival Homunculus in Hohenems
Der künstlerische Leiter Pierre Schäfer
Kleinkunst / Kabarett
01.04.2014 Christina Porod

Die 23. Auflage des Festivals für Puppen, Pointen und Poesie „Homunculus“ bietet auch in diesem Jahr so einiges: Vom 22. bis 30. Mai 2014 präsentieren Künstler aus Frankreich, Italien, Mexiko, Korea, Österreich und der Schweiz im und um den Hohenemser Löwensaal Märchen- und Heldenhaftes. Der künstlerische Leiter des Vereins Homunculus Pierre Schäfer, Präsident Günter Bucher, Geschäftsführer Dieter Heidegger sowie der Hohenemser Bürgermeister Richard Amann stellten heute Vormittag im Hohenemser Palast das Programm vor - genau in dem Raum, wo einst die Nibelungenhandschriften A und C gefunden wurden, in der ehemaligen „Bibliotheka Emsiana“.

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Ndidi: Dark Swing
CD-Tipp
01.04.2014 Peter Füssl

Man nehme eine Prise der eindrucksvollen Naturschönheiten British Columbias, wo allerdings auch der provinzielle Rassismus-Mief lauert, gebe eine ordentliche Portion New Yorker „Open Mic“-Szene inklusive HipHop-, Blues- und Jazz-Erfahrungen dazu, mixe noch ein bisschen Rock- und Elektro-Szene à la Toronto hinein und gieße am Schluss noch eine ordentliche Portion Pariser Coolness und einen Schuss afrikanisches Erbe drüber – dann hat man die wichtigsten Lebensstationen von Ndidi Onukuwulu, die sich in ihrer äußerst stimmigen Pop-Jazz-Folk-Soul-Mischung auch musikalisch niedergeschlagen haben.

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