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Kritiken

Theaterspektakel mit Zwischentönen
Ein Werk ohne Worte, nur mit Regieanweisungen: „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“ in Bregenz
Theater
31.05.2013 Annette Raschner

Ein leerer Platz als Brennpunkt öffentlichen Lebens spielt die Hauptrolle in Peter Handkes 1992 uraufgeführtem Stück „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“; einem Werk, das allein aus Regieanweisungen besteht. Das Vorarlberger Landestheater hat die Herausforderung angenommen, das Libretto ohne Worte auf dem neuen Bregenzer Kornmarktplatz zur Aufführung zu bringen. Die Premiere am Donnerstagabend wurde zu Recht vom Publikum bejubelt.

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Aktuell in den Filmclubs (31.5. - 6.6. 2013)
Va, vis et deviens - Geh und lebe
Film / Kino
30.05.2013 Walter Gasperi

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems Radu Mihaileanus Spielfilm „Va, vis et deviens – Geh und lebe“. Ein Klassiker steht dagegen im Kunstmuseum Liechtenstein mit John Cassavetes Debüt „Shadows“ auf dem Programm.

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20 Jahre Filmforum Bregenz
Eindrücke von der Jubiläums-Feier anlässlich 20 Jahre Filmforum Bregenz
Film / Kino
29.05.2013 Peter Niedermair

Festrede von Peter Niedermair am 24.5.2013 im Metrokino Bregenz

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„Das Musikalische Opfer“: Bruno Oberhammer bewältigte bravourös Bachs Variationenkosmos über das „Thema Regium“ Friedrichs II.
Bruno Oberhammer hat sich lebenslang mit dem Orgelwerk Bachs auseinandergesetzt und mit diesem Wissen in vier Jahren an der Rieger-Orgel von Höchst einen 19-teiligen Konzertzyklus gestaltet (Foto © Fritz Jurmann).
Musik / Konzert
28.05.2013 Fritz Jurmann

Es ist nach wie vor unglaublich, was sich der international tätige Höchster Organist und mittlerweile pensionierte Professor für Tonsatz, Orgel und Kulturwissenschaften am Landeskonservatorium Feldkirch für seinen „Ruhestand“ vorgenommen hat: Nichts weniger als einen kompletten Zyklus aller Orgelwerke Johann Sebastian Bachs in 19 Konzerten im Laufe der vier Jahre von 2009 bis 2013, aufgeführt an der Rieger-Orgel zum 100-Jahr-Jubiläum der Pfarrkirche seiner Heimatgemeinde.

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„Ich ist eine Andere“- zum Fotobuch der Künstlerinnen Gabriele Ulmer und Yvette Heller mit Texten von Daniela Egger
Literatur
28.05.2013 Annette Raschner

„Wär mein Leben ein anderes geworden, wenn sie mich auf Natascha getauft und ich nicht hier, sondern sonst wo geboren und ich außerdem schwarzhaarig wär“, sang Hildegard Knef in den 1970er-Jahren in ihrem Lied „Natascha“ und thematisierte darin die Brüchigkeit der Identitätskonstruktion. Zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat vollzieht sich bei einem Kleinkind die Entwicklung des Ichs. Dann vermag es sich im Spiegel zu erkennen. Doch „das Ich ist nicht das Ich“, konstatierte der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan in Anlehnung an Sigmund Freud. Und auch Rimbaud wusste: „Ich ist ein Anderer“.

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Christian Muthspiel 4: Seaven Teares. Tribute to John Dowland
CD-Tipp
28.05.2013 Peter Füssl

Vor vier Jahren präsentierte Posaunist und Pianist Christian Muthspiel im Trio mit dem französischen Vibraphonisten Franck Tortiller und Georg Breinschmid am Kontrabass unter dem Titel „Dancing Dowland“ bereits spannende Adaptionen des meisterhaften Instrumentalzyklus „Lachrimae, or Seaven Teares“ des englischen Renaissance-Komponisten. Für sein Debut auf dem Münchner ACT-Label geht’s nun tränenreich weiter, wobei es sich – aus der Perspektive des anspruchsvollen Jazzfans – durchwegs um Freudentränen handelt.

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Frühlingsgefühle in Musik gepackt – das Flötentrio mit Claudia und Klaus Christa sowie Alexander Swete begeisterte die Zuhörenden
Claudia Christa (Flöte), Klaus Christa (Bratsche) und Alexander Swete (Gitarre) spielten im Hittisauer Frauenmuseum selten zu hörende Kammermusik.
Musik / Konzert
27.05.2013 Silvia Thurner

Claudia Christa, Klaus Christa und Alexander Swete luden zu einem Kammerkonzert ins Frauenmuseum nach Hittisau und das Haus platzte aus allen Nähten. Mit „Zauberhaften Nachtmusiken“ sowie Frühlingsgedichten wollten viele KonzertbesucherInnen an diesem kalten Samstagnachmittag zumindest musikalisch und literarisch die Seele baumeln lassen. Das Trio mit Flöte, Bratsche und Gitarre zog das Publikum vor allem mit Werken von Wenzel Matiegka und Anton Diabelli in seinen Bann. Gotthard Bilgeri war kurzfristig erkrankt, so dass der literarische Part ausfallen musste.

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Besucherrekord beim „Bregenzer Frühling“ – Saburo Teshigawara zum Finale
Der Japaner Saburo Teshigawara zählt zu den renommiertesten Tanzkünstlern der Gegenwart (© Jun Ishikawa)
Tanz
26.05.2013 Peter Füssl

7.949 BesucherInnen, nahezu 100 % Auslastung bei den vier Tanzproduktionen, 95 % beim Aktionstheater Ensemble – diese Zahlen bestätigen eindrucksvoll den hervorragenden Ruf des „Bregenzer Frühlings“ als hochkarätiges Tanzfestival mit Ausstrahlung in den gesamten Bodenseeraum. Denn 45 % der Besucher kamen heuer aus Deutschland und 5 % aus der Schweiz und aus Liechtenstein ins Bregenzer Festspielhaus. Erfreulicherweise kommen diese bemerkenswerten Zahlen nicht durch ein quotensteigerndes Schielen auf eine breite Massenwirksamkeit zustande, sondern auf einem äußerst anspruchsvollen Niveau, das auch Tanzerlebnisse wie jenes mit Saburo Teshigawara + Karas beinhaltet, das für manche Tanzbegeisterte eine besondere Herausforderung war.

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Den Unterhaltungswert der neuen Musik entdecken – das „Ensemble plus“ präsentierte neue Werke aus Vorarlberg in entspannter Atmosphäre
Das "Ensemble plus" mit Martin Schelling (Klarinette), Doren Dinglinger und Anita Martinek (Violine), Andreas Ticozzi (Viola), Jessica Kuhn (Violoncello) und Marcus Huemer (Kontrabass) spielte mit Esprit und virtuoser Spielfreude.
Musik / Konzert
26.05.2013 Silvia Thurner

Einen unterhaltsamen Abend erlebten die BesucherInnen des Konzertes „Neue Musik im Gespräch“ im Landesstudio Vorarlberg, wo unter anderem Werke von Martin Schelling, Thomas Thurnher und Michael Floredo zu hören waren. Das derzeit einzige Ensemble mit dem Fokus auf zeitgenössische Musik aus Vorarlberg ist das „Ensemble plus“ rund um den Bratschisten Andres Ticozzi. Mit einem guten Gespür für die Kernaussagen spielten die EnsemblemusikerInnen die neuen Werke. Die Eigenkompositionen für Klarinette solo interpretierte Martin Schelling selbst. Bettina Waldner-Barnay stellte im Gespräch mit den Komponisten die neuen Werke vor und trug durch ihre unkomplizierte Art wesentlich zu einer freundschafltichen und lockeren Atmosphäre bei.

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Doppelter Spaß mit Abdelkarim und Götz Frittrang beim Seelax-Festival
Abdelkarim, ein "Deutscher mit Migrationsvordergrund"
Kleinkunst / Kabarett
24.05.2013 Thorsten Bayer

Für einen sehr kurzweiligen Abend sorgten am Donnerstagabend zwei junge deutsche Kabarettisten im rappelvollen Freudenhaus am Bregenzer Platz der Wiener Symphoniker. Für beide spielte dabei das Thema Heimat eine große Rolle. Abdelkarim aus Bielefeld machte sich über seine Landsleute in Marokko und Ostwestfalen lustig. Götz Frittnang stammt aus Friedrichshafen und genoss spürbar die Rückkehr an den Bodensee.

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