Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Kritiken

Das ewige Leben
Rückkehr ins Elternhaus - Johannes Silberschneider als "hilfreicher" Nachbar.
Film / Kino
05.03.2015 Gunnar Landsgesell

Ein ziemlich fertiger Brenner kehrt nach Jahren nach Graz zurück. Dort warten die Schatten der Vergangenheit auf ihn. "Das ewige Leben" ist ein meisterliches Stück österreichischer Mieselsüchtigkeit, zwischen Milieustudie und genuinem Kino-Krimi bestens positioniert.

zum Artikel >
Aktuell in den Filmclubs (6.3. - 12.3. 2015)
Timbuktu
Film / Kino
05.03.2015 Walter Gasperi

Im Filmforum Bregenz läuft diese Woche „Timbuktu“, in dem der Mauretanier Abderrahmane Sissako leise, aber intensiv die Auswirkungen der Machtübernahme von Dschihadisten schildert. Am Spielboden Dornbirn wird dagegen im Rahmen der „pro mente“-Filmreihe der amerikanische Jugendfilm „Vielleicht lieber morgen“ gezeigt.

zum Artikel >
Lia Pale: my poet’s love
CD-Tipp
05.03.2015 Peter Füssl

Knappe zwei Jahre nach ihrem außergewöhnlichen Debut „gone too far“, das Schubert/Müllers „Die Winterreise“ gewidmet war, schlägt das Dreamteam Lia Pale/Mathias Rüegg mit „my poet’s love“ nun nochmals in dieselbe Kerbe. Dieses Mal hat die Endzwanzigerin mit Hilfe zweier Native-Speakerinnen sieben Gedichte aus Heinrich Heines „Buch der Lieder“ und ebenso viele aus Rainer Maria Rilkes Gedichtsammlungen „Mir zur Feier“ und „Das Buch der Lieder“ ins Englische übersetzt, um sie ihren Vorstellungen gemäß so richtig gesangstauglich zu machen.

zum Artikel >
Felder, Lech und Käsekultur - Vorarlberger Graphiker für „Die schönsten Bücher Österreichs“ 2014 ausgezeichnet
Gemeindebuch Lech
Aktuell
04.03.2015 Peter Füssl

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels hat gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt aus einer Vielzahl an Einreichungen die 15 „Schönsten Bücher“ 2014 ausgewählt und drei davon mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Auch einige Vorarlberger Graphiker haben dabei exzellent abgeschnitten, nämlich Kurt Dornig, Thomas Matt und Roland Stecher, sowie Marcel Bachmann, Lutz Krause und Marcella Merholz.

zum Artikel >
Wenn’s einfach nicht zünden will - Muhsin Omurca im TaK Liechtenstein
Der Kabarettist und Karikaturist Muhsin Omurca sprach viele Wahrheiten aus und lieferte einige Denkanstöße
Kleinkunst / Kabarett
03.03.2015 Christina Porod

Im Tak in Liechtenstein beschäftigte sich Muhsin Omurca mit dem Thema Integration. Dabei schlang er sich von Adam und Eva bis in den Türkenhimmel. Der Kabarettist und Karikaturist sprach viele Wahrheiten aus und lieferte einige Denkanstöße. Illustriert wurde sein Programm „Türkenhimmel – Schuld ist das Feigenblatt“ von brillant gezeichneten Cartoons, die auf eine Leinwand projiziert wurden. Alles in Allem klug durchdacht; am gestrigen Montagabend scheiterte das Programm jedoch, vermutlich lag es an Kontaktschwierigkeiten zwischen Künstler und Publikum. Am Ende blieb dann ein ambivalenter Eindruck.

zum Artikel >
Sinikka Langeland: The Half-Finished Heaven
CD-Tipp
03.03.2015 Peter Füssl

Auf ihrem vierten Album für ECM konzentriert sich Sinikka Langeland, die Sängerin und Kantele-Virtuosin norwegisch-finnischer Abstammung, auf die griffbrettlose nordische Kastenzither. Nur auf drei Stücken, Vertonungen von Gedichten des schwedischen Literaturnobelpreisträgers Tomas Tranströmer, ist ihre wunderschöne Stimme zu hören.

zum Artikel >
Was die Welt im Inneren zusammenhält – Die Konzertkomposition „Harmonia Mundi“ kam erst allmählich in Schwung, stieß aber auf offene Ohren
Die Sphärenharmonie stand im Mittelpunkt der "Montforter Zwischentöne". Das Symphonieorchester musizierte unter der Leitung von Gerard Korsten und der Astrophysiker erzählte über die Urknalltheorie. (alle Fotos: Dietmar Mathis)
Musik / Konzert
02.03.2015 Silvia Thurner

Folkert Uhde, neben Hans-Joachim Gögl künstlerischer Leiter der „Montforter Zwischentöne“, ist bekannt für seine außergewöhnlichen Konzertformate. Als ehemaliger Barockgeiger kennt er auch innermusikalische Zusammenhänge und komponiert mit vorgefundenen Werken eigene Programme. Allein deshalb wurde seine Konzertkomposition „Vom Anfang der Welt - „Harmonia Mundi“ im Feldkircher Montforthaus mit Spannung erwartet. Mit dem Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Gerard Korsten, Elfa Rún Kristinsdóttir (Geige), Elina Albach (Cembalo), Fabian Russ (Klanginstallation), dem Urknallerklärer Michael Büker und dem Tontechniker Carlo Grippa erlebten die Zuhörenden eine Performance, die musikalische Welten der Klassik und der Moderne vielschichtig zueinander in Beziehung setzte, ungewöhnliche klangfarbliche Lichtverhältnisse schuf und viel Raum für individuelle Assoziationen öffnete.

zum Artikel >
„Mord unterm Hirschgeweih. Inspektor Ibeles wildester Fall“ - Peter Natters neuer Kriminalroman
Literatur
02.03.2015 Peter Niedermair

„Inspektor Ibele hat manches schon erlebt“, spannt Peter Natter den Bogen von der Cello Toten in Schwarzenberg, seinem letzten Roman, ins Silbertal. Diesmal führt er den Leser mit Chefinspektor Isidor Ibele in den Süden Vorarlbergs, wo man es nicht mit blühenden Zitronen zu tun hat, sondern mit den höchsten Bergen des Landes. Der Autor zieht unsere Blicke hinein in eine Gebirgswelt mit bizarren Felsriffen, Steingärten und hoch gelegenen Graslandschaften, in jenes Tal, das sich heute längst dem Tourismus überantwortet hat, „ansichtskartenschön“ (S. 33). Und es sei „eine schöne Nacht, wie gemacht für romantische Waldgänge“, erfährt der Leser gleich zu Beginn. Doch wer Ibele, „ein Meister der Zwischentöne“, auch nur ein bisschen kennt, weiß, dass man sich in einer realen und nicht einer romantisierten Natur wiederfindet. Natter entfaltet vor uns auf 182 Seiten, die nur so hineinflutschen, eine Silbertaler Enzyklopädie, in der wir uns im Rhythmus des kriminalistischen Gehens, des Aus- und Einatmens, in der Gesellschaftsgrammatik des Tals umschauen. In diesem dicht gewobenen Rohmaterial wirft Natter eine heimatkundliche (Alb)Traummaschine an. Es geht um knallharten Mord, Blattschuss, und um dessen Aufklärung. „Mord unterm Hirschgeweih“ ist kein Bergkrimi, ein Stück weit Heimat- und Antiheimat-Krimi, der vom Chef-Landeskriminalbeamten und bescheidenen Edelkommissar, Isidor Ibele, handelt, der sich auf die Spur dieses Mordes nach Silbertal begibt.

zum Artikel >
„Her die Hand, es muss ja sein“ – Siegen oder sterben beim "Zigeunerbaron" der Vaduzer Operette
Zwischen Moderne und Klischee: Der "Zigeunerbaron" der Vaduzer Operette
Theater
01.03.2015 Anita Grüneis

Schon die Ouvertüre ist ein Ohrwurm. Der „Zigeunerbaron“ von Johann Strauss Sohn vereint Walzerseligkeit mit den feurigen Csárdás-Klängen der ungarischen Volksmusik. Dagegen ist niemand gefeit, das geht nicht nur ins Ohr, das besetzt den ganzen Körper. So geschah es auch bei der Vaduzer Operette, die sich zum 75-Jahr-Jubiläum diese Operette ausgesucht hat. Dirigiert hat William Maxfield, die Regie stammte von Leopold Huber.

zum Artikel >
Vom Stress der auferlegten Selbstbeschränkung – eine große Hausmusik bei den „Montforter Zwischentöne“ oder weniger ist mehr
Die große Hausmusik über das Beginnen im Montforthaus Feldkirch reichte von Speak-Dating zum Anfang mit Mark Riklin und Malcom Gerd (Saxophon) bis hin zum groß besetzten Orchesterkonzert. (alle Fotos: Dietmar Mathis)
Musik / Konzert
28.02.2015 Silvia Thurner

Eine große Hausmusik wurde im Rahmen der „Montforter Zwischentöne“ mit exzellenten Künstlerinnen und Künstlern angeboten und erfreulich viele Menschen folgten der Einladung. Nach einem genau festgelegten Zeit- und Raumplan war es möglich, unter dem Leitgedanken „Über das Beginnen“ aus einer Vielzahl von Darbietungen ein individuelles Programm zusammenzustellen. Alle jene, die sich auf den Event einlassen konnten und den Abend zur persönlichen Begegnung nutzten, erlebten kurzweilige Stunden. Wer jedoch - so wie ich - die Musik und das Haus an sich als akustischen Raum erleben wollte, ging mit einem unbefriedigten Eindruck nach Hause.

zum Artikel >
Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)