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Kritiken

Von der hyperrealen bis zur immateriellen Plastik - Die Veränderung der Skulptur durch die Fotografie
Ron Mueck: Still Life, 2009
Ausstellung
31.07.2014 Karlheinz Pichler

Im Kunstmuseum Liechtenstein läuft mit „Lens-Based Sculpture“ derzeit eine Ausstellung, die auf neue Aspekte in der Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts verweist. Im Mittelpunkt der Schau, an der Kunstgrößen wie etwa Bruce Naumann, Tony Cragg, Valie Export, Gilbert & George, Duane Hanson oder Rebecca Horn partizipieren, steht dabei die Skulptur und der Einfluss, den die Fotografie mit ihren technischen Möglichkeiten und ihrer Raum- und Dinganschauung auf sie ausübt. Es ist ein gelungener Versuch, die Wechselwirkungen zwischen plastischer Wirklichkeit und zweidimensionalem Bild auszuloten.

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Aktuell in den Filmclubs (1.8. - 7.8. 2014)
Tracks - Spuren
Film / Kino
31.07.2014 Walter Gasperi

Open-Air-Kino par excellence gibt’s in Rankweil beim „Filme unter Sternen“ mit „Tracks – Spuren“, der zur Gänze im australischen Outback spielt. Das Filmforum Bregenz zeigt dagegen mit „Les garçons et Guillaume, à table! - Maman und ich“ eine witzige, autobiographisch geprägte Selbstfindungsgeschichte.

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Totengedenken, Mahnmal und Friedensappell in einem – Die bewegende Werkdeutung von Benjamin Brittens „War Requiem“ bei den Bregenzer Festspielen wird im Gedächtnis bleiben
Benjamin Brittens "War Requiem" erklang in riesiger Chor- und Orchesterbesetzung und verströmte eine eindringliche Wirkung. (Foto: Bregenzer Festspiele)
Musik / Konzert
29.07.2014 Silvia Thurner

Den Gedenktag zum Beginn des 1. Weltkriegs vor genau 100 Jahren widmeten die Bregenzer Festspiele all jenen, die in Kriegen gelitten haben und leiden. Keine andere Komposition scheint dazu passender als Benjamin Brittens "War Requiem", op. 66. Die Wiener Symphoniker, der Prager Philharmonische Chor, der Bregenzer Festspielchor, die Wiltener Sängerknaben, die Sopranistin Oksana Dyka, der Tenor Allan Clayton und der Bariton Michael Volle stellten sich unter der Leitung von Philippe Jordan in den Dienst der Musik und boten eine intensive Interpretation, die das Publikum in konzentrierter Ruhe miterlebte.

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Jean-Louis Matinier/Marco Ambrosini: Inventio
CD-Tipp
29.07.2014 Peter Füssl

Italiener Marco Ambrosini, ausgebildeter Violinist und Komponist, in der Alten Musik gleichermaßen zuhause wie in der zeitgenössischen, ist außerhalb Schwedens der wichtigste Protagonist auf der mittelalterlichen Nyckelharpa. Nicht weniger vielseitig und jegliche stilistischen Grenzen sprengend ist der französische Akkordeonvirtuose Jean-Louis Matinier, der hierzulande vor allem durch seine Projekte mit dem Kontrabassisten Renaud Garcia-Fons bekannt wurde.

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„Global denken, lokal trinken" - Philipp Weber lässt beim FOEN-X14 in der Kulturwerkstatt Kammgarn sein Publikum vor Freude vibrieren
Wohltuendes Lachen mit Philipp Weber beim FOEN-X14 © Inka Meyer
Kleinkunst / Kabarett
28.07.2014 Christina Porod

Eine mitreißende Show präsentierte am gestrigen Sonntagabend der deutsche Kabarettist Philipp Weber. Mitgebracht hat er sein neues Programm „Durst – Warten auf Merlot“. Wie der Titel bereits verrät, geht es darin um etwas ganz Essentielles – Trinken. Und das Wichtigste gleich vorweg: Es war ein erfrischender Abend mit Dauerlachen und einer angenehmen Dosis Gesellschaftskritik. Einziger Wermutstropfen: Die außerordentlich hohe Lach-Dichte übertönte so manche Pointe.

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Was Sie immer schon über „Nali“ wissen wollten – Eine Monographie beleuchtet Leben und Wirken der schillernden Wiener Komponistenpersönlichkeit HK Gruber
 Die Monographie über den Komponisten HK „Nali“ Gruber von Andrea Zschunke ist in der MUSIKZEITedition im Verlag Lafite erschienen und zum Preis von Euro 38.- erhältlich.
Literatur
26.07.2014 Fritz Jurmann

Wer durch die in den vergangenen Tagen von der Kritik viel diskutierte, vom Publikum sehr beifällig aufgenommene Uraufführung der diesjährigen Hausoper der Bregenzer Festspiele darauf neugierig geworden ist, wie deren Komponist „tickt“, der kann sich nun in einem aktuellen Buch in die Biografie, die Gedankenwelt und das Schaffen des Wiener Multitalents HK Gruber vertiefen. Seine „Geschichten aus dem Wiener Wald“, eine in dreieinhalb Jahren entstandene Vertonung nach Ödön von Horváths gleichnamigem Theaterklassiker als Auftragswerk der Bregenzer Festspiele, boten den Anlass für diese in der MUSIKZEITedition im Wiener Verlag Lafite als Band 31 in der Reihe „Komponisten unserer Zeit“ erschienene Monographie.

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Go Go Berlin und Maximo Park rocken die poolbar
Ein Dandy aus Nordengland: Paul Smith, Frontman von Maximo Park (Fotos: Matthias Rhomberg).
Musik / Konzert
26.07.2014 Thorsten Bayer

Am gestrigen Freitagabend standen zwei Rock-Konzerte auf dem Spielplan der poolbar. Headliner waren die Briten Maximo Park, die auf ihrem neuen Album „Too Much Information“ ruhigere und elektronischere Töne anschlagen als zu ihren erfolgreichsten Zeiten rund um das Jahr 2007. Eine deutlich energiegeladenere Show zeigte die junge dänische Vorband Go Go Berlin.

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„Zauberflöte“ die Zweite – Pountneys Spektakel am See ist turbulent in die neue Saison gestartet
Die von Johan Engels gestaltete Seebühne für die Produktion von Mozarts „Zauberflöte“ mit ihrem Schildkrötenpanzer samt Gras und den feuerspeienden Drachenhunden ist in Bregenz längst zum Wahrzeichen geworden (Fotos: Bregenzer Festspiele/Karl Forster, Anja Köhler).
Musik / Konzert
25.07.2014 Fritz Jurmann

Donnerstagabend, 21.15 Uhr, Bregenzer Seebühne. Der Himmel ist klar, die Temperatur um die 20 Grad, nicht zu heiß und nicht zu kühl – insgesamt also ideale Bedingungen für die Premiere der Wiederaufnahme von Mozarts „Zauberflöte“ bei den Bregenzer Festspielen. Es ist, wie zu erwarten war, mit kleinen Adaptierungen das opulente und turbulente vorjährige Fantasy-Gewand, mit dem David Pountney die traditionelle Mozartoper clever ein Stück in unsere Gegenwart geholt hat und das auch heuer gleich beim ersten Mal die Massen auf der ausverkauften Tribüne samt politischer und gesellschaftlicher Prominenz begeistert. Mit ihren neuen Stars im Ensemble wie der Sopranistin Daniela Fally als „Königin der Nacht“ halten die Festspiele entgegen sonstiger Gepflogenheiten bei dieser Premiere freilich noch hinterm Berg. Es spricht aber für das Casting des Festivals, dass sich dadurch nichts an der musikalischen Qualität des Abends ändert. An dieser haben auch die sehr konzentriert, klangschön und in mozartgerechter Schlankheit aufspielenden Wiener Symphoniker unter Patrick Summers wesentlichen Anteil.

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Drachenzähmen leicht gemacht 2
Film / Kino
24.07.2014 Walter Gasperi

Actiongeladen und düsterer als das erste Kinoabenteuer um den jungen Wikinger Hicks präsentiert sich dieses Sequel. Kaum Platz für Charme und Witz bleibt aber bei dieser DreamWorks-Produktion und die Identitätssuche des jugendlichen Helden geht im Kampfgetümmel weitgehend unter.

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Mit rassigen Chevrolets, Rock & Pop und heißen Girls symbolisiert Richard Prince im KUB den amerikanischen (Männer)Traum vom freien und unabhängigen Leben
Richard Prince: "It's a free Concert", Installationsansicht (Bild: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
24.07.2014 Karlheinz Pichler

Neben Berufskollegen wie Damian Hirst oder Jeff Koons zählt Richard Prince zu den Topstars der internationalen Kunstszene, deren Werke auf Auktionen immer wieder für Rekordpreise gut sind. Berühmt wurde Prince mit re-fotografierten Werbebildern, aber auch Rockmusik und die Alltagskultur inspirieren den „klauenden“ Künstler. Im Kunsthaus Bregenz (KUB) zeigt der 65-jährige Kunstschaffende unter dem Titel „It’s a Free Concert“ derzeit eine Reihe von Werkgruppen, die er teils eigens für die Schau in der Bodenseestadt produziert hat.

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