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Kritiken

Sadistischer Lustgewinn einer psychopathischen Persönlichkeit – „wasp factory“ von Ben Frost war ein zwiespältiges Erlebnis
Die Sängerinnen und Darstellerinnen Lieselot De Wilde, Jördis Richter und Mariam Wallentin prägten Ben Frosts "wasp factory" wesentlich.  (Foto: Bregenzer Festspiele)
Musik / Konzert
02.08.2013 Silvia Thurner

Im Rahmen von „Kunst aus der Zeit“ bei den Bregenzer Festspielen stand die Uraufführung der „wasp factory“ von Ben Frost im Zentrum des Interesses. Die Performance in der Werkstattbühne zeichnete sich vor allem durch das Bühnenkonzept von Mirella Weingarten aus, die musikalische Umsetzung hingegen überzeugte nur bedingt. Eine besondere Leistung vollbrachten die stimmlich hervorragend aufeinander abgestimmten Sängerinnen Lieselot De Wilde, Jördis Richter und Mariam Wallentin.

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Paulette
Pensionistin als Dealerin: Freundliche Parabel auf neue Armut.
Film / Kino
02.08.2013 Gunnar Landsgesell

Eine verarmte Pensionistin beginnt in den Pariser Banlieues Haschisch-Kekse zu verkaufen, um sich auch ein Stück vom Wohlstand abzuschneiden. Dass sie dabei von der Rassistin wieder zu einer empathiefähigen Frau wird, ist ein netter Nebeneffekt dieser ebensolchen Komödie.

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Aktuell in den Filmclubs (2.8. - 8.8. 2013)
Winterdieb - L´enfant d´en haut
Film / Kino
01.08.2013 Walter Gasperi

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche im Metrokino Ursula Meiers meisterhaftes Sozialdrama "Winterdieb - L´enfant d´en haut" und beim KUB-Open-Air läuft Stanley Kubricks zeitloses Meisterwerk "2001 - A Space Odyssey".

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Gute Musiker, mäßige Werke – Das Altenberg Trio Wien spielte das einzige Kammerkonzert im Rahmen der „Kunst aus der Zeit“ bei den Bregenzer Festspielen
Das "Altenberg Trio Wien" mit Amiram Ganz (Violine), Christoph Stradner (Violoncello) und Christopher Hinterhuber (Klavier) spielte das KAZ-Konzert im KUB. (Foto: Bregenzer Festspiele)
Musik / Konzert
31.07.2013 Silvia Thurner

Unter dem Titel „Ich habe für dich meine Stimmen vervielfacht“ musizierte das Altenberg Trio Wien mit Christopher Hinterhuber (Klavier), Amiram Ganz (Violine) und Christoph Stradner (Violoncello) im Kunsthaus Bregenz. Das Konzert fand im anregenden Ambiente der aktuellen Ausstellung von Gabriel Orozco und vor ausverkauftem Saal statt. Engagiert und hervorragend aufeinander abgestimmt spielten die Musiker. Trotzdem wirkten die dargebotenen Werkdeutungen von Dmitri Schostakowitsch, Luciano Berio, Beat Furrer und André Tchaikowsky als Ganzes betrachtet eher ermüdend.

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Der Hirnmondasket und Denkharmonist – André Thomkins im Kunstmuseum Liechtenstein
André  Thomkin: "Knopfei" (c: Prolitteris)
Ausstellung
31.07.2013 Karlheinz Pichler

André Thomkins (1930 – 1985) war einer der kreativsten Erben von Dada und Surrealismus. Ein Künstler, aus dem die Ideen nur so heraussprudelten und der Werke voller Fantasie, hintergründigem Witz und Ironie en masse aus sich herausschüttelte. Insgesamt 6700 Arbeiten umfasst der Nachlass, den das Kunstmuseum Liechtenstein seit 2002 verwaltet und aufarbeitet. 290 davon werden noch bis 15. September unter dem Titel „Eternal Network“ im Vaduzer Museumskubus gezeigt. Es ist eine retrospektive Schau, die für jeden Kunstliebhaber zu einem wahren Entdeckungsparcours ausarten muss.

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Gestandene Perfektion versus jungendliches Ungestüm
Kartonskulptur von Paolo Parisi
Ausstellung
31.07.2013 Karlheinz Pichler

Stagnation ist bei der Bludenzer Galerie allerArt keineswegs angesagt. Aber das 25-Jahr-Jubiläum, das der Kunstverein heuer begeht, berechtigt zu einem kurzen Innehalten. Zu einer Auffrischung alter Kontakte und zu einer Standortüberprüfung. Die aktuell laufende Jubiläumsausstellung trägt den Titel Breslau - Florenz. Mit den Florentinern Antonio Catelani, Paolo Parisi, Daniela de Lorenzo und Carlo Guaita sind Kunstschaffende dabei, die schon einmal in Einzelausstellungen in Bludenz zu sehen waren. Sie bringen neu Paolo Masi mit, ebenfalls ein Arrivierter aus der Stadt am Arno. Den italienischen Perfektionisten stellt die für den polnischen Part zuständige Kuratorin Anna Kania einen Querschnitt junger Kunst aus Breslau und Umgebung gegenüber.

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Festspielchor am See ausgebootet, ungeliebter Dirigent ans Pult der Symphoniker gehievt - Keine optimalen Voraussetzungen für das zweite Orchesterkonzert der Bregenzer Festspiele
Musik / Konzert
30.07.2013 Fritz Jurmann

Das 2. Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker bei den diesjährigen Festspielen am Montagabend im voll besetzten Festspielhaus stellte in einem Kontrastprogramm eine sperrige Symphonie von Mieczyslaw Weinberg der berühmten „Neunten“ von Beethoven gegenüber. Man wollte damit einerseits auf den Erfolg von 2010 mit der Oper „Die Passagierin“ zurückblenden, andererseits mit einem Solitär des klassischen Repertoires auch die Traditionspflege unterstreichen. Doch der Abend stand nicht unbedingt unter einem guten Stern, war im Vorfeld und Hintergrund von zwei außermusikalischen Konfliktpotenzialen mitbestimmt, die sich auch auf den musikalischen Gesamteindruck niedergeschlagen haben.

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Susanne Abbuehl: The Gift
CD-Tipp
30.07.2013 Peter Füssl

Selten bilden Musik und Lyrik solch eine perfekte Einheit, wachsen aneinander und eröffnen sich wechselseitig neue Interpretationsebenen, wie in den Produktionen der Schweizer Sängerin Susanne Abbuehl. Sie bewegt sich mit ihrem angenehmen Alt in einer poetisch-musikalischen Sphäre, die gerade wegen ihrer Unaufgeregtheit so fesselnd, wegen ihrer Präzision so bewusstseinserweiternd wirkt. Hier erscheint alles völlig spontan, und trotzdem bleibt nichts dem Zufall überlassen.

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Ein Geschichten-Cluster aus Georgien - Johanna und Helmut Kandl in der Bregenzer Galerie Lisi Hämmerle
Kandl Johanna:  O.T. - There is always a bull market somewhere. 2012 Tempera-Holz
Ausstellung
29.07.2013 Karlheinz Pichler

Johanna Kandl arbeitet projektbezogen. Ihre Ausstellungen sind jeweils einem komplexen Themenfeld gewidmet, bei dem sich ihre realistischen Bilder und Zeichnungen zu einem mosaikartigen Gefüge verbinden. Unterstützt wird sie seit 1997 von ihrem Mann und ehemaligen Kunsthalle-Krems-Chef Helmut Kandl. Letzterer erweitert den Bilderkosmos von Johanna Kandl durch seine Video- und Foto-Installationen in den medialen Raum.

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The Company You Keep
Ein melancholischer Blick zurück: Robert Redford zwischen Vergangenheitsbewältigung und Rehabilitation.
Film / Kino
25.07.2013 Gunnar Landsgesell

Mörder oder unschuldiger Aktivist? In Robert Redfords Flucht-Krimi "The Company You Keep" wird ein ehemaliger Aktivist der militanten Untergrundgruppe "Weathermen" 30 Jahre später enttarnt. Der Versuch, sich zu rehabilitieren, gerät zur Reise in die Vergangenheit. Für Redford ist das Gelegenheit, politisch noch einmal Haltung zu beweisen.

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