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  <title>Musik / Konzert</title>
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  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/201ewachabloese201c-beim-verein-201eprotalentum201c-auf-den-cellisten-payam-taghadossi-folgt-die-geigerin-martina-miedl">
    <title>„Wachablöse“ beim Verein „protalentum“: Auf den Cellisten Payam Taghadossi folgt die Geigerin Martina Miedl</title>
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    <description>Das Ende und ein neuer Anfang liegen im Leben oft eng beisammen. Jetzt auch beim Verein „protalentum“, der sich seit vier Jahren höchst verdienstvoll um die Förderung hochbegabter Nachwuchsmusiker aus Vorarlberg kümmert. Finanziell und auch ideell, indem für die jungen Talente entsprechende Auftrittsmöglichkeiten geschaffen werden. Eine solche Gelegenheit gab es am Sonntag als Matinee im Theater KOSMOS in Bregenz mit einer Art „Wachablöse“.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Der bisher geförderte bekannte Cellist Payam Taghadossi, der mittlerweile auch außerhalb des Landes Karriere gemacht hat, wurde dabei quasi in die Selbständigkeit entlassen. Dafür hat „protalentum“ nun die 16-jährige Geigerin Martina Miedl aus Bregenz unter seine Fittiche genommen. Ein Abschied also und ein Neubeginn, wie es auch Moderator Augustin Jagg formulierte, praktiziert durch die Übernahme je einer Konzerthälfte durch die jungen Künstler.</p>
<h3>Das junge Trio Gagliano</h3>
<p>Den Beginn macht Payam Taghadossi, der nach Abschluss seines Bachelor-Studiums mit Auszeichnung in Zürich nun bereits ein Masterstudium an der Zürcher Hochschule der Künste bei Thomas Grossenbacher angetreten hat und regelmäßig im dortigen Tonhalle-Orchester musiziert. Auf seinem kostbaren Instrument von Lorenzo Ventapane aus dem Jahr 1820 tritt er zusammen mit seinen beiden Schweizer Freunden vom Trio Gagliano auf, der aparten Züricher Geigerin Romaine Bollinger, mit ihrem hellen Teint anzusehen wie eine kostbare Porzellanpuppe, und dem niederländischstämmigen Berner Pianisten Alexander Boeschoten. Und alle sind sie 23 Jahre alt, so wie Taghadossi, und musizieren schon mehrere Jahre zusammen.</p>
<h3>Mut und Verantwortungsbewusstsein</h3>
<p>Mit Schuberts wunderbarem Es-Dur-Klaviertrio haben sie sich eines der gängigsten, aber auch anspruchsvollsten Werke romantischer Kammermusik vorgenommen, dem kompetent beizukommen ein gutes Maß an Mut und Verantwortungsbewusstsein verlangt. All dies ist bei den Dreien im Übermaß vorhanden, dazu höchstes spieltechnisches Niveau, jugendlich drängende Gestaltungskraft und eine traumwandlerische Sicherheit im Zusammenspiel. Der berühmte zweite Satz erhält bei ihnen einen deutlich vorwärts drängenden Puls, das Finale mit den Zitaten aus den anderen Sätzen wird zu einer spannenden Verflechtung des Innenlebens vorhergehender Eindrücke.</p>
<h3>Auf dem steilen Weg nach oben</h3>
<p>Die aus Judenburg/Steiermark gebürtige Martina Miedl begann ihr Violinstudium mit acht Jahren bei Alexandra Ruth Rappitsch und ist seit 2009 in der Förderklasse für musikalische Hochbegabungen am Konservatorium Feldkirch. Ihren künstlerischen Weg säumen bereits zahlreiche Auszeichnungen bei „Prima la Musica“ und Wettbewerben in Italien sowie internationale Auftritte mit Orchestern, u. a. als Stipendiatin der Stiftung „Musik und Jugend“ Liechtenstein. In dem mit Spannung erwarteten zweiten Teil der Matinee des Vereins „protalentum“ stellt sich Martina, ein schüchtern wirkendes junges Mädchen, als viel versprechendes Talent auf dem steilen Weg nach oben vor – eine Momentaufnahme, bei der sie mit dem gewählten Programm allerdings nicht durchwegs zu überzeugen vermag.</p>
<h3>Eine Nummer zu groß</h3>
<p>Gleich das erste Stück, eine ganz frühe Beethoven-Violinsonate, ist noch eine Nummer zu groß für ihr momentanes Können und überfordert sie. Martina spielt zwar korrekt die richtigen Noten, es gelingt ihr aber nicht, diese Musik auch mit Leben zu erfüllen. Permanente Intonationstrübungen und ein eher rauer Strich lassen Beethoven etwas hölzern erscheinen. So paradox es auch scheinen mag: Erst beim zweiten Werk, Wieniawskis auswendig gespielten halsbrecherischen Variationen, die technisch um ein Vielfaches schwerer, gestalterisch aber um einiges leichter sind, fühlt sich Martina wirklich wohl, kann mit einer Fülle spiel- und grifftechnischer Kniffe ihr verblüffendes junges Virtuosentum zur Schau stellen und das Publikum damit überzeugen. Dieser positive Eindruck verstärkt sich noch bei einem Stück zeitgenössischer Musik, „Subito“ von Lutoslawski. Ihre verlässliche Begleiterin am „Bösendorfer“ ist die großartige Konzertpianistin Jeanne Mikitka vom Landeskonservatorium.</p>
<h3>Nächstes Konzert in Kennelbach</h3>
<p>Größte Hochachtung gebührt dem Verein „protalentum“ für seine Förderarbeit. Dazu gehörte freilich auch, dass man im gedruckten Programm eines Konzertes die beteiligten Künstler dem Publikum zumindest mit den wichtigsten biografischen Daten näherbringen würde. Das nächste Konzert veranstaltet der Verein an Christi Himmelfahrt, 17. Mai, 20.00 Uhr, in der Villa Grünau in Kennelbach, mit der 21-jährigen Altistin Isabel Pfefferkorn.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Fritz Jurmann</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-31T05:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/chorakademie-vorarlberg-unter-markus-landerer-in-der-hoechstliga-mit-dvoraks-requiem-wurden-neue-massstaebe-gesetzt">
    <title>Chorakademie Vorarlberg unter Markus Landerer in der Höchstliga: Mit Dvoráks Requiem wurden neue Maßstäbe gesetzt</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/chorakademie-vorarlberg-unter-markus-landerer-in-der-hoechstliga-mit-dvoraks-requiem-wurden-neue-massstaebe-gesetzt</link>
    <description>Nach fünf Jahren ist es bereits zur schönen Tradition geworden, dass sich die Chorakademie Vorarlberg unter ihrem Leiter Markus Landerer in den ersten Wochen des Jahres jeweils mit einer neuen Produktion präsentiert. Auch diesmal gab es am vergangenen Wochenende drei Konzerte in der Region, in Altstätten/CH, Feldkirch und Bludenz, die durchwegs auf großes Publikumsinteresse gestoßen sind. Zumeist hat man in der Programmwahl bisher auf eher Populäres aus Barock und Romantik gesetzt, nun wagte man sich mit der Vorarlberger Erstaufführung von Antonin Dvoráks Requiem in relatives Neuland vor. 
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    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Es spricht für die Offenheit und Flexibilität der 80 ausgewählten Sängerinnen und Sänger aus ganz Vorarlberg, dass sie sich völlig unvoreingenommen von Landerer auch für ein weniger populäres Werk von hohen Ansprüchen und in ungewohnter slawischer Färbung begeistern ließen. So sehr, dass die herzenstiefe Inbrunst und der hohe Level, mit denen hier gesungen wurde, auch die Zuhörer am Samstag in der zum Brechen vollen Kapelle des Landeskonservatoriums gute eineinhalb Stunden lang ereignishaft in ihren Bann geschlagen haben. Die Ovationen des Publikums waren ein einhelliges Zeichen dafür, dass hier in einer Höchstliga des Chorgesanges neue qualitative Maßstäbe gesetzt wurden.</p>
<h3>Wurzeln in der böhmischen Heimat</h3>
<p>Dvoráks als Spätwerk 1890 entstandenes düsteres Requiem in b-Moll, op. 89, steht stets etwas im Schatten seines weit populäreren, lyrisch-elegischen „Stabat Mater“. Unverdienterweise, wie wir nach dieser Aufführung meinen und wie auch Markus Landerer schon zuvor mit sicherem Spürsinn erkannt hat. Denn dieses Werk verrät in seiner Mischung aus mitreißender Dramatik und slawischer Melodienseligkeit zweifellos die Pranke des genialen Könners, der in effektvoller Instrumentierung auch die Wurzeln seiner böhmischen Heimat nicht verleugnet. Da schmettern die Hörner, schluchzen die Klarinetten mit Solosopran und Alt in Terzen um die Wette, bereiten die Streicher für manche Arie einen samtenen Teppich als „Heiligenschein“. Dazu kommt Dvoráks geheimnisvolles „Todesmotiv“, das auch der musikalisch weniger Erfahrene bald erkennt, weil es sich wie ein deutlicher, immer neu variierter roter Faden durch das gesamte Werk zieht. <br />Doch vor allem zu Beginn des zweiten Teiles, im „Offertorium“, „Hostias“ und „Sanctus“, gerät Dvorák ganz deutlich ins Fahrwasser des Opernhaften, mit Trompeten in strahlendem Dur, knalligen Pauken und einer geradezu überschäumenden Lebensfreude, wie sie etwa Verdis „Triumphmarsch“ aus seiner Oper „Aida“ entlehnt sein könnten. Freilich schwappt dieser Höhenflug sehr rasch wieder in die gebotene düstere Grundstimmung um, das „Agnus Dei“ als letzter Teil der Totenmesse mündet in das erneut vorgetragene „Requiem aeternam dona eis, Domine“ – „Ewige Ruhe gib ihnen, o Herr“ –, mit dem das Werk ganz verhalten eingeleitet wurde. Der Kreis hat sich geschlossen.</p>
<h3>Beschwörende Gestaltungskraft</h3>
<p>Bei solch emotionaler Vielfalt kann Markus Landerer aus dem Vollen schöpfen, mit seiner fast mystischen, beschwörenden Gestaltungskraft und plastischen Vorstellungsgabe all dies in voller Perfektion und höchster Konzentration abrufen, was er den Seinen zuvor in einer viermonatigen Probenzeit seit Oktober vermittelt hat. Und das ist natürlich nicht nur das Treffen der richtigen Töne, sondern vor allem die geistige Erfassung dieses Werkes in seiner Gesamtheit, mit dem Ausdruck der Schrecken des Todes ebenso wie den Tröstungen der heiligen Religion, auch seiner slawischen Tönung mit entsprechendem Vibrato. Er schärft die Diktion der Sänger, reizt ihre Dynamik zwischen Flehen und Fordern bis zum Letzten aus, verleiht ihnen in Dvoráks oft recht vertrackter Harmonik hohe Intonationssicherheit, in den Fugen die Klarheit der Linienführung. Und lässt neben der Strahlkraft des Gesamtchores auch die oft eingesetzten vierstimmigen Frauen-, bzw. Männerchöre in satter Homogenität und wunderbarer Ausdrucksvielfalt aufleuchten.</p>
<h3>Hervorragende Gesangssolisten und kongeniale Musiker</h3>
<p>Ein international besetztes Solistenquartett aus Landerers neuem Wirkungskreis als Domkapellmeister zu St. Stephan in Wien bildet dazu in Arien und Ensembles die adäquate Entsprechung: die Wiener Sopranistin Monika Riedler, die technisch exzellent, mit Leidenschaft, Verstand und makellosen Spitzentönen brilliert, die etwas verhalten agierende deutsche Altistin Anna Haas, der Kärntner Karl Jerolitsch mit seinem klaren, höhensicheren Tenor und der Münchner Thomas Dobmaier, dessen Bass mit nobler Phrasierung und Wärme das Fundament bereitet. Alle vier gemeinsam gelangen mit ihrer Stimmpracht im bittenden „Recordare, Jesu Pie“ zu höchster Verinnerlichung. Die „Sinfonietta Vorarlberg“ aus heimischen Musikern schließlich ist erneut der kongeniale instrumentale Partner für so viel vokalen Glanz, gut besetzt in allen Registern und mit feinem Gespür für farbenreiche Zwischentöne und stimmige Balance zu Solisten und Chor.<br />Zweifellos ein Markstein in der noch jungen Geschichte der Chorakademie Vorarlberg, der Markus Landerer nach eigenem Bekunden auch weiterhin als allseits verehrter Dirigent treu bleiben will. Auch wenn er nach Übernahme seines Amtes in Wien im Jahre 2007 inzwischen bereits sämtliche übrigen Verpflichtungen in Vorarlberg zurückgelegt hat.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Fritz Jurmann</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-30T05:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/von-der-verbindung-des-fremden-mit-dem-nahen-das-trio-201etirtha201c-im-spielboden">
    <title>                   Von der Verbindung des Fremden mit dem Nahen - Das Trio „Tirtha“ im Spielboden</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/von-der-verbindung-des-fremden-mit-dem-nahen-das-trio-201etirtha201c-im-spielboden</link>
    <description>Die Bedeutung des Namens „Tirtha“ möge man, so Interesse vorhanden, doch in der allgegenwärtigen Internet-Enzyklopädie nachschlagen, rät uns Vijay Iyer, Pianist und bekanntestes Mitglied eben jener Formation. Dort steht (stark verkürzt): „Tirtha“ heißt eigentlich „Furt“, bezieht sich aber auch auf einen Übergang zum Transzendenten. Der Name passt auf jeden Fall auch, wenn damit eine Verbindung vom Jazz mit indischer Musik gemeint ist.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Iyer, Amerikaner indischer Herkunft, widmet sich dabei schon länger vor allem der rhythmischen Komponente. Nicht weiter verwunderlich, da sein Konzertflügel für eine melodische Welt mit 22 statt 12 Zwischentönen einer Oktave denkbar ungeeignet ist. So scheint seine Musik oft auf Talas, den langen indischen Zähleinheiten, basiert zu sein. Ungerade und komplexe Metren, polyrhythmische Verschachtelungen, dafür war er auch schon mit seinem Jazz-Trio bekannt. Sein harter Anschlag sorgt dabei für die nötigen Kanten und Akzente. Mit dem souveränen Nitin Mitta an der Tabla an Stelle des Schlagzeugs ändert sich das Klangbild aber drastisch in Richtung Osten, wird offener, spielerischer und weicher. Der Dritte im Bunde ist Gitarrist Prasanna, der sein Effektboard glücklicherweise nur selten im Einsatz hat, wirkt sein „cleaner“ Ton in diesem Zusammenhang doch am stimmigsten. Er spielt sein Instrument ähnlich einer Sitar, mit vielen melismenartigen Verzierungen. Daraus folgt eine „horizontale“, weniger skalenorientierte Spielweise, die ab und an aber doch durch bluesige Licks und jazzige Phrasierungen überrascht. Von ihm und Iyer sind sämtliche Kompositionen, beide orientieren sich nach eigener Aussage eher an der karnatischen Musik, dem ursprünglicheren, meist vokalen Stil Südindiens. Wie im balladenhaften „Abundance“ singt Prasanna dann seine Melodielinien mit. Immer wieder staunenmachend ist auch der indische Scat-Gesang im Unisono mit der Tabla, komplexe Zungenbrecher auf höchstem Niveau. Aber auch gänzlich andere Einflüsse werden eingewoben, ein Stück beginnt mit einer astreinen Zwölftonreihe! Die ungewöhnliche Instrumentierung wirkt dabei wie selbstverständlich, eine durchwegs runde Sache. Als Hommage an die Bollywood-Filmmusikproduktion  endet das Konzert schließlich mit der einzigen Fremdkomposition. Ein veritabler Ohrwurm!</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thomas Kuschny</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-28T12:50:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/schottische-sirenen-aus-san-francisco-2013-haight-ashbury-im-conrad-sohm">
    <title>Schottische Sirenen aus San Francisco – Haight-Ashbury im Conrad Sohm</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/schottische-sirenen-aus-san-francisco-2013-haight-ashbury-im-conrad-sohm</link>
    <description>Am Donnerstagabend lebte die Hippie-Ära in Dornbirn wieder auf. Zu verdanken war das der schottischen Band Haight-Ashbury, die mit psychedelischem Folk, Instrumenten wie Sitar und Tamburin sowie einer elfengleichen Sängerin die Zuhörer in ihren Bann zog. Dass die drei vor vierzig, fünfzig Jahren wunderbar in den alternativen Stadtteil von San Francisco gepasst hätten, der ihnen heute als Namensgeber dient, machte der Auftritt im Conrad Sohn deutlich. Sowohl die Songs ihres Debütalbums als auch des Ende Februar erscheinenden Nachfolgers „The Ashburys“ nahmen das – leider etwas spärlich erschienene – Publikum gefangen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Hannes Hagen war bereits vor dem ersten Stück ganz begeistert. „So ein toller Live-Sound, Wahnsinn“, schwärmte der neue Geschäftsführer des Prachtclubs Conrad Sohm von einem offensichtlich sehr eindrucksvollen Soundcheck. Der Ruf einer sehr außergewöhnlichen, eigenwilligen Band eilt dem Trio aus Glasgow voraus – zu Recht, wie Hannes Hagen nur bestätigen konnte. Erstaunlich, wie es der Band, die quantitativ weder bei der Besetzung noch bei den Instrumenten aus dem Vollen schöpft, gelingt, eine derartige musikalische Breite in Top-Qualität anzubieten. Unwillkürlich möchte man die Augen schließen, weil der optische Eindruck zu täuschen scheint: Sind das wirklich nur drei Leute dort auf der Bühne?</p>
<h3>Kirsty im Zentrum der Aufmerksamkeit</h3>
<p>Sängerin und Bassistin Kirsty zieht von Anfang an alle Blicke auf sich. Trotz ihrer Platzierung am Rand der Bühne ist sie eindeutig das Zentrum des Geschehens – kein Wunder angesichts ihrer blonden Wallehaare, des flatternden weißen Shirts und nicht zuletzt ihrer glockenhellen Stimme. Ein zartes Wesen, das ein bisschen an Heather Nova und ganz stark an einen Engel erinnert. Ihr Instrument scheint nur unwesentlich weniger auf die Waage zu bringen als die Künstlerin selbst.</p>
<h3>Schwebender Sound mit Vorwärtsdrang</h3>
<p>Neben ihr geht Kirstys Bruder Scott (als Nachnamen gibt übrigens jedes Bandmitglied einfach „Ashbury“ an) völlig unaufgeregt, aber eindrucksvoll seiner Arbeit nach. Ob E-Gitarre, Sitar oder Keyboard – er sorgt maßgeblich dafür, dass zum stets schwebenden Sound noch ein ausgeprägter Vorwärtsdrang dazukommt. Ihm gelingen auch abrupte Wechsel von sanftem Hall zu kreischender Gitarre mühelos und präzise. Die Bandbreite seines Spiels ist beeindruckend.</p>
<h3>Zwei Geschwister und die beste Freundin</h3>
<p>Für Drums und Percussion ist Jen zuständig, seit Kinderzeiten die beste Freundin des Geschwisterpaares. Wenn sie mit Kirsty zum zweistimmigen Gesang ansetzt und dabei eine fast hypnotische Stimmung verbreitet, ist die Assoziation zu Odysseus und den Sirenen nicht weit. Die Songs wirken wie aus einem Guss – ohne sich jedoch dabei zu wiederholen oder zu langweilen. Neben Stücken aus ihrem neuen Album „The Ashburys“ (Erscheinungstermin: 27. Februar) spielen Haight-Ashbury Material ihres Debüts „Here In The Golden Rays“. Der eine oder andere Song ist FM4-Hörern bekannt, allen voran „Freeman Town“, der etwa zur Hälfte des regulären Sets erklingt.</p>
<h3>Schneewittchen würde Haight-Ashbury hören</h3>
<p>Auf „Everything Is Possible“, einem Titel, der den Variationsreichtum der Schotten auch textlich auf den Punkt bringt, folgt mit „Favourite Song“ ein weiterer Hit. Das Online-Portal shitessite.de erinnerte er in einer Kritik an „das Lied, von dem Schneewittchen in ihrem gläsernen Sarg träumte“. Die ehemaligen Bewohner des Stadtteils von San Francisco – benannt nach der Kreuzung von Haight Street und Ashbury Street – hätten mit Sicherheit ihre helle Freude an ihren Schwestern und ihrem Bruder im Geiste. Musiker wie Janis Joplin oder Grateful Dead hatten in den 1960er-Jahren in Haight-Ashbury ihren Wohnsitz und prägten die dortige Szene.</p>
<h3>Unterkunft mit besonderem Flair</h3>
<p>Mit „Sophomore“, der aktuellen Single des Trios, endet das Konzert. Zwei Zugaben, darunter eine wunderschöne Klavier-Ballade und eine finale Midtempo-Nummer, bei der Jen den Leadgesang übernimmt, runden den Abend im Conrad Sohm ab. Dann sollte der gemütliche Teil für die Künstler beginnen – vorausgesetzt, die Unterkunft spielt mit. Dass das nicht immer der Fall ist, beweist eine Twitter-Meldung der Band vom Vorabend des Dornbirner Gigs. Das Hostel in Ljubljana, der vorherigen Station ihrer Tournee, sei ein ehemaliges Gefängnis gewesen. Immer noch seien Fenster und Türen mit Gitterstäben versehen. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Bleibe in Vorarlberg eine ungleich charmantere war.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thorsten Bayer</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-27T10:31:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/brahms-und-bruckner-2013-ein-beeindruckendes-meisterkonzert-mit-den-wiener-symphonikern-und-dem-herausragenden-pianisten-lars-vogt">
    <title>Brahms und Bruckner – ein beeindruckendes Meisterkonzert mit den Wiener Symphonikern und dem herausragenden Pianisten Lars Vogt</title>
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    <description>Die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Marc Albrecht widmeten sich im Rahmen der Bregenzer Meisterkonzerte einem berühmten Gegensatzpaar. Werke der beiden Komponisten Johannes Brahms und Anton Bruckner wurden mit viel Liebe zum Detail und mit Bedacht auf die großen Bögen geformt. Im Mittelpunkt stand der Solist Lars Vogt, der Brahms’ erstes Klavierkonzert packend und vielgestaltig musizierte. Seine Anschlagskultur in den leisen Passagen versetzte die ZuhörerInnen in Staunen und sorgte für Begeisterung.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Kraftvoll und leidenschaftlich stellten die Wiener Symphoniker die wuchtige Einleitungspassage des Brahms-Klavierkonzertes in den Raum. Gut konturiert wurden die Spitzentöne, während die tiefen Register Halt für die aufgewühlten Trillermotive boten. Lars Vogt stimmte seinen Part energisch an und entfaltete sogleich den für Brahms so typischen Grundton. Von seinem Spiel ging ein großer Aufforderungscharakter aus, auf den sich das Orchester energiegeladen einließ. So entwickelte sich eine spannende Interpretation mit zahlreichen dialogischen Wechselspielen. Lediglich ein paar Nahtstellen erklangen nicht optimal aufeinander abgestimmt.</p>
<h3 class="frage">Die Quintessenz der Klanggebung</h3>
<p>Kernstück war der langsame Satz des Klavierkonzertes. Höchst bemerkenswert entführte Lars Vogt die ZuhörerInnen in seine musikalische Welt. Der sprechende Duktus seines Spiels und die mit feinsten Nuancen modellierten leisen Passagen bewirkten eine sphärische Klangwirkung. Die Töne kamen aus dem Nichts und verflüchtigten sich auch wieder dorthin. Tonmotive sanken ab ins Leere, ein aufgewühlter Klanggrund und tremolierende Linien unterstrichen die innere Unruhe der Musik. Leichtfüßig wirkte der Finalsatz, in dem sich der Klavier- und Orchesterpart gut ausbalanciert gegenseitig ergänzten.</p>
<h3 class="frage">Sportlich und körperbetont</h3>
<p>Die unterschiedlichen Schreibstile und kompositorischen Überzeugungen, die die Musik von Johannes Brahms und Anton Bruckner unterscheiden, kamen mit der anschließenden Deutung der dritten Symphonie von Anton Bruckner zum Ausdruck. Marc Albrecht konturierte die großen Bögen, die in sich abgeschlossenen Klangblöcke sowie die leidenschaftlichen Stimmungsbilder in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Das Orchester folgte den präzisen und körperbetonten Gesten des Dirigenten gut.</p>
<h3 class="frage">Gut strukturiertes Ganzes</h3>
<p>In einer klar nachvollziehbaren Aufeinanderfolge entwickelten die Musiker die einzelnen Hauptthemen im Eröffnungssatz, denn Generalpausen wurden als Orientierung gebende Schlusspunkte gesetzt. Etwas langatmig wirkte das nachfolgende Adagio. Im Gegensatz dazu beeindruckte die kraftvolle und gleichzeitig elegante rhythmische Gestaltung des Scherzos. Die spitzigen Artikulationen ergaben einen federnden Duktus. Diese Charakterzüge wurden auch ins Finale weitergetragen. Besonders die spannungsgeladen eingesetzten Wechselwirkungen zwischen den Streichern und den Bläsern hinterließen einen nachhaltigen Eindruck.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Silvia Thurner</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-22T11:05:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/inspiriert-humorvoll-und-doppelboedig-2013-musik-von-201equadat-sch201c-in-der-bludenzer-remise">
    <title>Inspiriert, humorvoll und doppelbödig – Musik von „Quadat:sch“ in der Bludenzer Remise</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/inspiriert-humorvoll-und-doppelboedig-2013-musik-von-201equadat-sch201c-in-der-bludenzer-remise</link>
    <description>„Quadrat:sch“ ist in mehrerlei Hinsicht ein besonderes Ensemble. In klassischer Stubenmusikbesetzung mit Hackbrett, Zither, Gitarre und Kontrabass gestalten die beiden Ehepaare Barbara Romen und Gunter Schneider sowie Alexandra und Christof Dienz ihre Musik auf ganz individuelle und unverwechselbare Weise. Darüber hinaus sind die beiden Männer als Komponisten bekannt und erfolgreich. Gunter Schneider stammt aus Bludenz und wer sich an die Band „Die Knödel“ erinnerte, hatte das Vergnügen, mit Alexandra und Christof Dienz alte Bekannte zu treffen. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an das Konzert in der „Remise“. Geboten wurde eine höchst bemerkenswerte Musik und zu hören waren souveräne MusikerInnen. Weil das Ensemble jedoch noch keine allzu lange Spieltradition miteinander verbindet, fehlte vor allem im zweiten Set etwas die Abwechslung.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Die Freude am Entdecken und Weiterentwickeln von außergewöhnlichen Klängen war von Beginn an spürbar. Langsam gestalteten Christof Dienz an der Zither, Alexandra Dienz am Kontrabass, Gunter Schneider an der Gitarre und Barbara Romen am Hackbrett einen Klangteppich, indem alle zur Verfügung stehenden Saiten mit Schlägel, Bögen, Stäben und Blättchen zum Klingen gebracht wurden. Damit stimmten „Quadrat:sch“ die zahlreichen KonzertbesucherInnen auf ihre besonderen Qualitäten ein und stellten ihr breites Spektrum an musikalischen Ideen unter Beweis. Dass alle vier MusikerInnen mit den Genres der Volksmusik, der klassischen Musik und vor allem der zeitgenössischen Musik bestens vertraut sind, machte es ihnen möglich, die Musik im innersten Kern zu bewegen.</p>
<h3><b>Musik mit dem Drive</b></h3>
<p>Ein weiteres Charakteristikum der Musik von „Quadra:tsch“ war die rhythmische Raffinesse, mit der die einzelnen Werke entwickelt wurden. So stellte sich ziemlich schnell ein unmittelbar wirkender Groove ein. Die Palette reichte dabei vom Cakewalk über einen leichtfüßigen Swing und entfachte in mehreren Stücken einen mitreißenden Drive. Rhythmische Patterns wurden variantenreich geschichtet, ineinander verzahnt und beschleunigt, gestaucht und gesteigert.<br />Auf ihre individuelle Weise brachten sich die vier Musiker vielgestaltig ein. Die Instrumente ergänzten sich klanglich hervorragend, sodass beste Voraussetzungen für gemeinsame Improvisationen bestanden. Die Kehrseite war, dass die Musik im Laufe des Konzertes mitunter auch etwas gleichförmige Züge annahm.</p>
<h3><b>Knochen- und Dis-Tanz</b></h3>
<p>Jedenfalls bot „Quadrat:sch“ ein unterhaltsames Programm mit vielen überraschenden Klangwirkungen sowie virtuos dargebotenen musikalischen Tongebilden. Selbstverständlich stammten alle Stücke von Christof Dienz und Gunter Schneider. Besonders in Erinnerung blieben der „Knochentanz“ und der „Dis-Tanz“ mit seinem feinsinnigen Humor. Die Anklänge an den Boogie in der „Küchenschabe“. Die ineinander geschobenen Rhythmen in „Treiben“ sowie die außergewöhnlichen Sounds in „3 3 2“.<br />Dem Motto der Konzertreihe „Traditions reloaded“ machte das Tiroler Ensemble „Quadrat:sch“ alle Ehre.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Silvia Thurner</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-15T11:16:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/mit-halali-und-puristischem-rock-debuetierten-reh-am-spielboden">
    <title>Mit Halali und puristischem Rock debütierten Reh am Spielboden</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/mit-halali-und-puristischem-rock-debuetierten-reh-am-spielboden</link>
    <description>Der Andrang war schon früh sehr groß, die Spielbodenkantine lange vor dem Beginn des Konzerts voll. Viele waren gespannt, Reh, das neue Projekt von Bernd Hepberger (Gitarre/Gesang) und Bassist Bernhard Belej, erstmals live zu erleben. Anders als bei ihrer vorherigen Band Monofuse sind nun deutsche Texte angesagt, die rockige Grundausrichtung ist hingegen unverändert. Das Publikum war überzeugt und spendete reichlich Applaus. Ein erstes Album der Vorarlberger soll noch in diesem Jahr erscheinen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Vor rund zwei Jahren legten Monofuse eine Pause auf unbestimmte Zeit ein. Ob die Band wieder zusammenfindet, ist noch völlig offen. Doch die Lust, wieder Musik zu machen, packte Bernd Hepberger bald wieder: „Zuerst haben wir viel in Richtung elektronische Musik experimentiert. Ich glaube, das hat dann auch irgendwie zu Bernhards anderem Projekt ‚Kompal’ geführt. Für Reh war es aber nicht das richtige. Bei Monofuse war ja alles auf extremen Perfektionismus getrimmt und das wollten wir vermeiden. Reh ist geradlinig und auch ein bisschen dreckig. So gefällt es uns jetzt.“ Das sieht das Publikum im Spielboden genau so.</p>
<h3>Reduziert auf das Wesentliche</h3>
<p>„Gitarren, Schlagzeug und Gesang“; nicht mehr und nicht weniger versprechen die jungen Musiker. Und sie bleiben diesem Purismus von Anfang an treu. Von einem Einspieler zu Beginn abgesehen – ein kurzer gesprochener Text über Rehe und Jäger, der in ein Halali mündet –, verzichten sie auf eine Bühnenshow oder andere Elemente, die von den Songs ablenken könnten. Auch mit Moderationen gehen sie zunächst sehr sparsam um, vielleicht auch wegen der doch unerwartet großen Nervosität, wie Hepberger später einräumt. Dafür spielen alle vier sehr auf den Punkt, auch der zweite Gitarrist Thomas Schedler sowie Christoph Hofer an den Drums. Einen von ihnen hervorzuheben, fällt schwer: So homogen ist ihr Auftritt.</p>
<h3>Rotzige Riffs und eingängige Melodien</h3>
<p>Der Anfang ist gelungen: „Kommt herein“, singt Hepberger hingebungsvoll im ersten Stück des Abends, „hört gut her“, lockt er weiter. Er versteht sich auf sein Handwerk, verbindet rotzige Gitarrenriffs mit eingängigen Melodien und wechselt immer wieder gekonnt das Tempo. Der spätere Hinweis, jetzt folge ein Lied für die Frauen, lässt eine Ballade erwarten – zumal das Stück „Ohne Dich“ heißt. Der eine oder andere Zuhörer könnte hier auch eine Coverversion des gleichnamigen Selig-Hits erwarten. Doch falsch: Die Band bleibt bei eigenem Material und dem eigenen, weiterhin rockigen Sound.</p>
<h3>Gitarrengewitter schleift Kanten ab</h3>
<p>„Eine druckvolle Krach-Maschine“ war laut Ankündigungstext zu erwarten. Dieses Versprechen lösen sie ein, der Lautstärkepegel ist beachtlich. Leider geht in diesem Gitarrengewitter mit der Zeit etwas die Abwechslung verloren. Im Mittelteil verschwimmen die Songs zusehends, heben sich nur noch wenig voneinander ab. Gegen Ende des rund 75-minütigen Auftritts steigert sich die Band wieder, zum Beispiel mit dem letzten Song des regulären Sets, das dem legendären Actionhelden Chuck Norris gewidmet ist. Ein Lächeln und ein wissendes leichtes Kopfnicken huschen durch das Publikum. Zur ersten Zugabe betritt Hepberger allein mit der Akustikgitarre die Bühne – der erste Unplugged-Titel dieses Abends, dem noch weitere ruhige Töne dieser Art gutgetan hätten. Doch das Fazit des Konzerts bleibt positiv.</p>
<h3>Kurzfristige Umstellung auf deutsche Texte</h3>
<p>Gerade einmal vierzehn Monate in dieser Besetzung liegen nun hinter Reh, der erste gemeinsame Gig lässt für die Zukunft hoffen. Dass sie mit Herausforderungen und überraschenden Wendungen gut umgehen können, haben sie bewiesen. „Die Texte waren ursprünglich auf Englisch, erst vor zwei Monaten haben wir sie auf Deutsch umgeschrieben“; erzählt Belej lachend. Und Hepberger ergänzt: „Als wir uns für den Namen Reh entschieden haben, kam es mir irgendwie seltsam vor, nicht auf Deutsch zu singen. Allerdings hat es mich ziemlich viel Überwindung gekostet, alle Texte so verständlich zu machen. Es hat sich aber schon nach kurzer Zeit richtig angefühlt.“</p>
<h3>Album in Vorbereitung</h3>
<p>Wie geht es nach diesem gelungenen Start mit der Band weiter? „Wir haben genügend Songs für ein Album oder eine EP vorbereitet und wollen das unbedingt noch dieses Jahr in Angriff nehmen. Mit Teddy Maier und den Tonzoo Studios haben wir die perfekte Umgebung, in der wir uns schon auf dieses Konzert vorbereiten konnten“, sagt Hepberger. „Wir wollen auf jeden Fall ein Album machen, dass genau so ehrlich und kantig klingt wie wir das live tun. Und es gilt dieselbe Regel: Gitarren, Schlagzeug und Gesang. Basta!“</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thorsten Bayer</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-14T10:29:57Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/das-201ephantom-der-oper201c-ohne-einen-ton-von-webber-so-wird-ein-erfolgreiches-musical-amputiert">
    <title>Das „Phantom der Oper“ ohne einen Ton von Webber: So wird ein erfolgreiches Musical amputiert!</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/das-201ephantom-der-oper201c-ohne-einen-ton-von-webber-so-wird-ein-erfolgreiches-musical-amputiert</link>
    <description>Das „Phantom der Oper“ ohne einen Ton jener Musik von Andrew Lloyd Webber zu erleben, die dieses Musical seit 1986 weltberühmt gemacht hat – das ist schwer vorstellbar. Ein vollbesetztes Bregenzer Festspielhaus, das bei dieser als „Neuinszenierung“ deklarierten Produktion eines deutschen Tourneetheaters bei Eintrittspreisen zwischen 41 und 71 Euro selbstverständlich die originale Musik erwartet hatte, verlieh am Donnerstag seiner Enttäuschung und Ratlosigkeit darüber durch Applausverweigerung bis zum Finale Ausdruck.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Hinter dieser Idee, womit dieses Werk amputiert, brutal eines seiner wesentlichsten Elemente beraubt wird, steckt die bekannte amerikanische Sopranistin Deborah Sasson, einst Gattin des verstorbenen Tenors Peter Hofmann, mit Bayreuth-Ehren geadelt und lange auch im Musical zugange. Sie wollte nach eigenem Bekunden das Werk „näher an die Oper heranführen, mehr Opernflair einbringen“ und damit der genau einhundert Jahre alten Romanvorlage des Franzosen Gaston Leroux gerechter werden, als es ihrer Meinung nach bei Webber der Fall war.</p>
<h3>Webber wird durch Opernausschnitte ersetzt</h3>
<p>Somit sind nun ein guter Teil der neuen Musik einfach Ausschnitte aus bekannten klassischen Opern, „O mio babbino caro“ etwa aus „Gianni Schicchi“ von Puccini, eine Arie aus „Faust“ von Gounod, die „Habanera“ aus Bizets „Carmen“, aber auch die „Tritsch-Tratsch“-Polka von Johann Strauß. An sich gar keine so schlechte Idee, deren Ergebnis in bisher rund 300 Vorstellungen im deutschen Sprachraum gezeigt worden ist.</p>
<h3>Unsägliche Flachheit und Trivialität</h3>
<p>Dagegen sind die überwiegend neu dazu komponierten Teile des deutschen Duos Gerd Köthe/Roland Heck von unsäglicher Flachheit und Trivialität. Sie hecheln im Fahrwasser Webbers dem großen Original hinterher, ohne dieses jemals auch nur ansatzweise zu erreichen, und kommen dabei bestenfalls auf das Niveau von Dieter Bohlens „Modern Talking“-Popsongs. Insofern kann man dieses Konzept als gescheitert betrachten. Einzig die witzig eingestreuten Klassik-Zitate, zaghafte Versuche einer personenbezogenen Leitmotivik mildern etwas den oft quälenden Eindruck während geschlagener zweieinhalb Stunden – auch die Tatsache, dass die Ausstattung mit prächtigen historischen Kostümen, vielen Zwischenvorhängen samt verblüffender Lichteffekte und Videoprojektionen (inklusive des in den Ballsaal stürzenden Deckenlüsters) und einer satten Portion wabernden Bühnennebels für eine Tourneebühne geradezu opulent ausfällt. Gesungen und getanzt wird von dem 16-köpfigen Ensemble auf ansprechendem Niveau, allerdings technisch verstärkt.</p>
<h3>Mit 51 als „junge Chorsängerin“ auf der Bühne</h3>
<p>Dass Deborah Sasson als Erfinderin dieses Konzepts sich selbst zum Star dieser Aufführung macht, ist legitim. Es bedarf freilich einer größeren Portion Fantasie, sich diese gestandene Operndiva als junge Chorsängerin Christine Daaé vorzustellen, wie sie die weibliche Hauptrolle eigentlich verlangt. Mit ihren 51 Jahren ist die Künstlerin auch etwa gleich alt wie ihre überzogen parodierte Bühnenkonkurrentin Carlotta (Rita Anton) und damit auch als deren Einspringerin fehlbesetzt. Auch stimmlich will Sasson mit ihrer stark tremolierenden Opernstimme nicht so recht ins Ensemble passen, das mit dem ansprechenden Bariton von Axel Olzinger als Phantom und dem wendigen Tenor von Jochen Sautter als Liebhaber Raoul gut bestückt ist. Sautter sorgt im Übrigen auch für eine durchaus temporeiche Regie und einfallsreich choreographierte Einlagen. Ein 18-köpfiges Orchester, besetzt zwischen Rockband und Mini-Symphonieorchester, müht sich im Graben nach Kräften. Alles live, nichts kommt aus der Steckdose.  <br /> Stimmung brandet erst nach dem finalen Trinklied im Dreivierteltakt auf – und das ist von Verdi aus seiner Oper „La Traviata“. Den meisten Applaus erhält freilich nicht Deborah Sasson als Star der Produktion, sondern Nils Schwarzenberg, der sich als schwuler Operndirektor durch den Abend blödelt.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Fritz Jurmann</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-14T05:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/eine-wanderung-durch-die-nacht-in-den-morgen-2013-das-jazzorchester-vorarlberg-und-der-kammerchor-201evocale-neuburg201c-gestalteten-ein-hoechst-bemerkenswertes-gemeinschaftskonzert">
    <title>Eine Wanderung durch die Nacht in den Morgen – das Jazzorchester Vorarlberg und der Kammerchor „Vocale Neuburg“ gestalteten ein höchst bemerkenswertes Gemeinschaftskonzert</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/eine-wanderung-durch-die-nacht-in-den-morgen-2013-das-jazzorchester-vorarlberg-und-der-kammerchor-201evocale-neuburg201c-gestalteten-ein-hoechst-bemerkenswertes-gemeinschaftskonzert</link>
    <description>Das Jazzorchester Vorarlberg und der Kammerchor „Vocale Neuburg“ haben schon öfters bewiesen, dass sie für außergewöhnliche Projekte zu begeistern sind. Vor zwei Jahren haben sie das Werk „Carpe Noctem“ des oberösterreichischen Komponisten Johannes Berauer zur Uraufführung gebracht. Weil das inszenierte Konzert damals hervorragend aufgenommen worden ist, wurde die Komposition nun erneut interpretiert. Auch die Aufführung in der Pfarrkirche St. Christoph in Dornbirn fand viel Zustimmung.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Johannes Berauer hat „Carpe Noctem“ im Auftrag des Jazzorchesters Vorarlberg (JOV) komponiert und ein in sich schlüssiges Werk vorgelegt. Eine Inspirationsquelle boten ihm Gedichte von Ilse Aichinger, Rainer Maria Rilke sowie Richard Dehmel. Auch die jungen Autoren Josef Prenner und Philipp Klittich unterstrichen mit ihren Texten die emotionalen Grundgehalte der Komposition. Eine Viertongruppe bot eine gute motivische Klammer, um die Charaktereigenschaften der einzelnen Abschnitte auszuformen.</p>
<h3><b>Dicht verwobenes Ganzes</b></h3>
<p>Dem Werk „Carpe Noctem“ liegt die dramaturgische Idee einer (Seelen-)Wanderung „vom Dunkel zum Licht“ zugrunde. Dieses Sujet diente bereits zahlreichen Komponisten als Ausgangspunkt. Deshalb war die Frage spannend, welchen Zugang Johannes Berauer gewählt und ausgearbeitet hat. Präsentiert wurde eine dichte, gut proportionierte Komposition, die den ZuhörerInnen Freiraum für eigene Interpretationen ermöglichte. Anklänge an berühmte musikalische Persönlichkeiten wie Carl Orff, Philipp Glass oder Jan Garbarek waren zwar vernehmbar, doch nie wirkte der musikalische Erzählfluss imitierend oder plakativ.</p>
<h3><b>Wichtige Rolle der Farben</b></h3>
<p>Die emotionalen Grundstimmungen der einzelnen Stationen während der Performance wurden durch das farbenreiche Lichtdesign von Thomas Bischofsberger und Josef Madlener unterstrichen. In elf Abschnitten boten der gut disponierte Kammerchor „Vocale Neuburg“ (Einstudierung: Oskar Egle) und das ausdrucksstark agierende Jazzorchester Vorarlberg unter der Gesamtleitung des Komponisten Johannes Berauer eine Reise in das innere Erleben eines imaginierten Protagonisten.<br />Der archaische Tonaufbau am Beginn und der Einzug der ChorsängerInnen verstärkten die sakrale Stimmung und hüllten den Kirchenraum in ein in sich kreisendes Klanggewebe. Im Wechselspiel zwischen Saxophon und Trompete (Martin Franz und Martin Eberle) mit Imitationen, Hall- und Echowirkungen entwickelte sich die Musik langsam und vorerst ziellos. Aufhorchen ließen originelle Tonkonstellationen, die beispielsweise ein ständiges Absinken implizierten.</p>
<h3><b style="padding-left: 0px; ">Unterschiedliche Grundstimmungen</b></h3>
<p>Instrumentale Abschnitte boten Ruhepole, die das JOV transparent und mit einem gut aufeinander abgestimmten Klang spielte. Die wirklich dunklen Seiten der Nacht wurden in motorischen Abschnitten mit kurzen rhythmischen Motivketten und kantig deklamierten Texten ausgeformt. Doch eine feierliche und in sich verinnerlichte Grundstimmung war vorherrschend. Dafür fand Johannes Berauer schöne Klangkonstellationen. Raumgreifend wirkten die mit Dämpfer und viel Geräuschanteilen gespielten Passagen sowie Zischlaute. Diese schufen einen spannenden Übergang zum heller werdenden musikalischen Verlauf. An den Seitenwänden postierte SängerInnen nahmen das Publikum in die Mitte und hüllten es in eine beeindruckende Klangwolke, in der vor allem die Obertongesänge zur Geltung kamen. Zum Schluss hin wurde das Werk hymnisch gesteigert.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Silvia Thurner</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-09T21:41:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/wilder-stilmix-und-rohe-energie-2013-john-peel-club-und-burning-rosettas-am-spielboden">
    <title>Wilder Stilmix und rohe Energie – John Peel Club und Burning Rosettas am Spielboden</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/wilder-stilmix-und-rohe-energie-2013-john-peel-club-und-burning-rosettas-am-spielboden</link>
    <description>Der Abschluss der Gratis-Neujahrskonzerte am Spielboden Dornbirn hatte es in sich: Der John Peel Club sorgte für ausgelassene Stimmung in der sehr gut gefüllten Kantine. Coverversionen von klassischen Punk-Songs standen bei ihnen auf dem Programm. Dabei wurden Künstler wie die Ramones oder Iggy Pop zitiert, sehr zur Freude des Publikums. Der Anfang des Abends war hingegen den deutlich schrägeren Tönen der Burning Rosettas vorbehalten. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Hinter diesem ungewöhnlichen Bandnamen verbirgt sich ein finnisch-österreichisches Trio, das aus Sänger/Gitarrist Tuomo Nurminen, Drummer Tibi Naphedyi und Gernot Bilz (Bass und Gesang) besteht. Die Künstlernamen der drei sind bereits ein deutlicher Hinweis darauf, welche Einflüsse sie in ihrem wilden Mix verarbeiten und zusammenführen: Fast Polka, Sad Blues und Big Rock. Mit weißen Anzügen, minimalistischer Ausstattung und vor allem einem mächtigem Wumms geht die Band zu Werke. Dabei klingt sie, als hätten die frühen Element of Crime den Auftrag erhalten, den Soundtrack für einen Aki-Kaurismäki-Film zu schreiben – um die Songs anschließend mit einem krachenden Klangteppich zu unterlegen.</p>
<h3>Elvis im Punk-Gewand</h3>
<p>Auch Elvis Presley ist vor ihnen nicht sicher: Die leicht chaotische Uptempo-Variante von „Suspicious Minds” stellt das getragene Original locker in der Schatten und sorgt nebenbei dafür, dass sich die ersten Tänzer vor die Bühne wagen. Nicht jede Pointe in den Moderationen zündet, aber was soll´s? Im Zweifel wird der Witz unter der nächsten Lärmwand begraben. Mangelnder Einsatz ist auf jeden Fall das Letzte, was man den Musikern an diesem Abend vorwerfen kann. Nach 45 Minuten und dem Titel „Can I take my gun up to heaven?” verlassen sie die Bühne.</p>
<h3>Sie wollen nur spielen</h3>
<p>In der Zwischenzeit hat sich die Spielbodenkantine sehr gut gefüllt. Im bunt gemischten Publikum findet sich auch ein junger Mann mit üppigen Tattoos und einem T-Shirt, das den markigen Spruch trägt: „Wreck your life, this is hell". Das Grapefruit-Radler in seiner Hand relativiert aber gleich diese auf hart getrimmte Optik. Irgendwie symptomatisch auch für das folgende Programm: Zwar wirkt der John Peel Club, allem voran Sänger Karel, wie besessen von den Punksongs der späten siebziger Jahre, die sie mit roher Energie covern. Andererseits entsteht nie eine aggressive Stimmung, die zu (eigentlich standesgemäßen) heftigem Pogo-Tanzen ausartet. Sie wollen nur spielen.</p>
<h3>Mit vollem Einsatz</h3>
<p>Und sie beherrschen ihr Handwerkszeug. Das ist im Punk keine Selbstverständlichkeit. Bei den Toten Hosen geht die Legende, dass ganz am Anfang die Zuteilung der Instrumente ausgewürfelt wurde. Sid Vicious, 1979 gestorbenes Mitglied der Sex Pistols, betrachten nur die wenigsten als begnadeten Bassisten. Virtuosität ist entsprechend keine zwingende Kategorie, um Punk zu beschreiben. Einsatz hingegen schon: Karel ist vom ersten Takt voll da, spielt Luftgitarre, verzieht das Gesicht zu einer Mick-Jagger-Schnute – das komplette Programm. Dass der Bass etwas arg wummert, fällt nicht ins Gewicht. Ein beispielhafter Höhepunkt ist Iggy Pops „Danger little stranger”. Je länger die Show dauert, desto ausgeprägter wird das Posing der Gitarristen Floyd und Hubi Guitar. Lediglich Tex verharrt an seinem Hardwood-Bass in stoischer Ruhe. Damit ist er aber der Einzige.</p>
<h3>Würdiger Abschluss</h3>
<p>Beim Namen der Band stand ein britischer Radio-Moderator Pate, der von 1967 bis zu seinem Tod 2004 für BBC Radio 1 arbeitete. Seinen Ruf als Legende erwarb sich John Peel, indem er in seinen Sendungen ein außergewöhnlich vielfältiges Programm spielte: von Rock, Metal über Techno bis zu Folklore und afrikanischer Musik. Auf diese Weise förderte er Künstler wie The Clash, Joy Division, The Cure, PJ Harvey oder auch The White Stripes. Somit war der Auftritt einer Band dieses Namens ein würdiger Abschluss der Neujahrskonzerte am Spielboden, der sich ebenso darauf versteht, jungen Bands und ungewöhnlichen Sounds eine Chance, ein Forum zu bieten.</p>
<h3>Hier gab´s was auf die Ohren</h3>
<p>In puncto Lautstärke macht der John Peel Club nahtlos dort weiter, wo Burning Rosettas aufgehört haben: Diese satte Portion Krach lässt die Ohren noch ein Weilchen fiepen. Aber egal, das ist diese druckvolle Show allemal wert. Die erste, stürmisch bejubelte Zugabe stammt im Original von den Ramones: „Sheila is a punk rocker”. Der John Peel Club ist es auch.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thorsten Bayer</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-05T12:37:31Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
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