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  <title>Theater</title>
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  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/201eich-sehe-bedeutend-juenger-aus201c-im-herbst-feiert-premiere-beim-theater-kosmos">
    <title>„Ich sehe bedeutend jünger aus“ - "Im Herbst" feierte Premiere beim Theater Kosmos</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/201eich-sehe-bedeutend-juenger-aus201c-im-herbst-feiert-premiere-beim-theater-kosmos</link>
    <description>Zwei Männer um die fünfzig – das riecht nach Krise! Auf der Aschenbahn des Lebens warten die ersten Krankheiten, die Karriere steht still, und in der Liebe gibt’s nur noch Enttäuschungen. Mit Felix Römers Komödie „Im Herbst“ beweist das Bregenzer Theater Kosmos viel Selbstironie und gediegenes Handwerk.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Robert ist Schauspieler und trägt seine Befindlichkeiten als farbenfrohes Kostüm vor sich her. Sind die Converse All Star Chucks schwarz, dann hat ihn wieder mal eine Freundin verlassen; sind sie grün, dann trainiert er sich das Selbstmitleid ab; sind sie rot, dann wandelt er auf Freiersfüßen.<br /><br />Max ist Bestsellerautor und hat „mit dem Projekt Liebe“ abgeschlossen. „Ich mag keine Zärtlichkeiten am Morgen. Abends ja. Manchmal. Aber nicht am Morgen.“ Scheinbar entspannt hat sich Max in seinem Anwesen an einem ruhigen See eingerichtet. Und als Robert wieder mal ganz heulendes Elend bei ihm eincheckt, schlägt er seinem besten Kumpel eine gemeinsame Alters-WG vor. Da könnten sie doch prima über das erste weiße Schamhaar und allfällige Krankheiten reden. „Einmal Gicht bitte“, meint Robert. Denn: „Es gibt genug Rollen, die man im Sitzen spielen kann.“</p>
<h3>„Kotz mir bitte nicht in den See!“</h3>
<p>Robert zappelt nervös auf dem Liegestuhl auf dem Bootssteg von Max. Klara ist weg, und den Trigorin in Tschechows „Möwe“ werde er auch nie spielen, immer nur den verliebten Loser Medwedenko, diesen Dorfschullehrer. Max, der den Beruf des Psychiaters aufgegeben hat, weil er jeden Patienten „schon am Klingeln erkennen“ konnte, schnauzt den theatralischen Robert an: „Leute wie du waren der Grund, warum ich mit dem Beruf des Psychiaters aufgehört habe.“ Trotzdem verpasst er seinem Freund  eine Sprechstunde. Er habe das Stück in einer „Klara-Situation“ geschrieben, sagt der Autor Felix Römer. Sein Mut zur Selbstironie bei gleichzeitig liebevollem Blick auf die beruflichen Brüche im Leben von Schauspielern, Autoren und Therapeuten macht das Funkeln dieser Komödie aus.</p>
<h3>Bestens aufgestellte "Kosmonauten"</h3>
<p>Und das Spiel wird von den „Kosmonauten“ mit ausgesprochener Eleganz weitergetrieben. Alex Kölbl baut ein Bühnenbild, das die hochgelobte heimische Holzbau-Architektur in ein Techschow’sches Landgut überführt. Lichtdesigner Markus Holdermann nimmt vorab schon planen Realismus aus der Szene, indem er einen leise kitschigen Mond und eine orange Sonne an den Himmel malt. Herwig Hammerl liefert den Soundtrack zum Gejammer der Buddies – eine Prise Lou Reed, ein bisschen Mick Jagger und etwas Reggae. Das stimmt alles so schön ironisch zusammen, dass Regisseur Augustin Jagg sich auf die tieferen Schichten des Stücks einlassen kann. Denn seine beiden grandiosen Darsteller Marko Pustisek (Max) und Hubert Dragaschnig (Robert) versagen sich die Knallchargen, die der Text durchaus anbieten würde. Sie zeichnen die Lächerlichkeiten ihrer alternden Männer so, dass deren Würde gewahrt bleibt – und das ermöglicht uns Zusehern, bei all dem Salz, das „Im Herbst“ in unser aller Wunden streut, zu lachen.</p>
<h3>„Und ich werde den Trigorin spielen“</h3>
<p>„Im Herbst“ kann man auch als Auseinandersetzung des Theater Kosmos mit eigenen, strukturellen Problemen sehen. Er werde "auf keinen Fall einen Bestseller schreiben", schmunzelt Augustin Jagg. Ob er demnächst endlich ein Stück von Tschechow inszeniert? Hubert Dragaschnig probt ja schon jetzt auf der Bühne den Trigiron-Text.</p>
<p class="callout">Weitere Termine: 28./29.1. und 2./3./4.2., jeweils 20 Uhr</p>
<p class="callout">www.theaterkosmos.at</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Ingrid Bertel</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-27T13:17:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/theaterfestival-fuer-junges-publikum-kommt-im-april-nach-vorarlberg">
    <title>Theaterfestival für junges Publikum kommt nach Vorarlberg</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/theaterfestival-fuer-junges-publikum-kommt-im-april-nach-vorarlberg</link>
    <description>Von Freitag, 20. bis Samstag, 28. April steht beim Festival STELLA12 das Kinder- und Jugendtheater im Blickpunkt. Dabei wird der STELLA-Darstellender.Kunst.Preis verliehen – der einzige österreichische Preis für herausragende Leistungen in diesem Segment. Bei der sechsten Durchführung konzentriert sich das Geschehen erstmals nicht nur auf einen Ort. Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz und Schaan werden Schauplätze des Festivals sein und zehn nominierte Stücke präsentieren.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Das Budget der Veranstaltung umfasst 120.000 Euro. Mit 50.000 Euro und einer Kooperation mit dem Vorarlberger Landestheater wird sie seitens des Landes Vorarlberg unterstützt.  Landeshauptmann Mag. Markus Wallner erhofft sich von ihr Anstöße für die Vorarlberger Theaterszene. Die Begeisterung beim jungen Publikum zu wecken, sei kulturpolitisch von größtem Interesse.</p>
<h3>„Überaus lebendige Theaterszene“ in Vorarlberg</h3>
<p>Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann sagte beim Pressefoyer im Vorarlberger Landhaus, an der auch Dr. Werner Grabher (Vorstand der Abteilung Kultur im Amt der Landesregierung) teilnahm: „Vorarlberg hat seit vielen Jahren eine überaus lebendige Theaterszene, aber noch nie gab es eine derart konzentrierte Präsentation von Jugendtheater, wie dies im Rahmen von STELLA möglich sein wird.“ Dem Land Vorarlberg liege das junge Theaterpublikum am Herzen, erklärte die Kulturlandesrätin und verwies stolz auf die beiden Schultheatercoaches, die es seit diesem Schuljahr gebe – die ersten in Österreich.</p>
<h3>Keine Nominierungen aus Vorarlberg</h3>
<p>Im Rahmenprogramm namens „Spot on Vorarlberg“ werden auch Vorarlberger Theater- und Musikproduktionen zu sehen sein, beispielsweise von Sonus Brass Ensemble und der Kreativkompanie XTHESIS. Im Wettbewerb hingegen nicht: Die Liste der Nominierten umfasst keinen Beitrag aus Vorarlberg. „Schade, dass die unabhängige Jury keine hiesige Produktion nominiert hat, ich bin ja selbst Vorarlberger. Aber natürlich ist zum Beispiel die freie Szene in Wien eine viel größere – kein Wunder also, dass Wien stark vertreten ist“, wiegelte Christoph Thoma ab. Der heutige Intendant der Grazer Spielstätten arbeitete bis 2008 als Geschäftsführer der Bludenz Kultur GmbH</p>
<h3>Die Organisation hinter dem Festival</h3>
<p>Ehrenamtlich hat Thoma im Sommer vergangenen Jahres noch den Vorsitz von ASSITEJ Austria übernommen, dem Dachverband der österreichischen Theater- und Tanzszene für junges Publikum und Intiator des STELLA-Festivals. Die ASSITEJ (Association Internationale du Théâtre pour L’Enfance et la Jeunesse) setzt sich weltweit für die Förderung des professionellen Theaters für Kinder und Jugendliche ein. Österreichweit sind über 80 Mitglieder organisiert: in Vorarlberg das Landestheater in Bregenz, das Luaga&amp;Losna Festival, das Theater Minimus Maximus/Theater der Figur und Il Segreto di Pulcinella.</p>
<h3>Dezentral und grenzüberschreitend</h3>
<p>Schauplätze des im Jahres-Rhythmus ausgetragenen Festivals sind neben dem Vorarlberger Landestheater, der Spielboden in Dornbirn, das Theater am Saumarkt (Feldkirch), die Remise Bludenz sowie das TAK Theater im liechtensteinischen Schaan. „Diese Ausweitung des Festivals ist ein neuerlicher Anstoß für kulturellen Austausch über die Grenzen in unserer Region“, sagte Landeshauptmann Wallner.</p>
<h3>Marbod Fritsch gestaltet Siegertrophäe</h3>
<p>Am 27. April werden im Vorarlberger Landestheater unter den zehn nominierten Stücken, darunter Produktionen des Burgtheaters, des Theaters am Ortweinplatz Graz und des Linzer Landestheaters, die Sieger gekürt. Weitere Preise werden für herausragende Ausstattung und herausragende Musik vergeben, dazu kommen ein Spezial- und ein Sonderpreis. Die Trophäe für die Preisträger, die sogenannte STELLA-Statue, wird heuer im Rahmen eines spartenübergreifenden Kunstprojektes des Bregenzer Künstlers Marbod Fritsch mit den Lehrlingen der Firma Grass gestaltet.<br /><br /></p>
<p class="callout"><b>Weitere Informationen:</b><br />www.assitej.at</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thorsten Bayer</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-24T15:15:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/minimalistisches-bild-mit-grossen-emotionen-schiller-premiere-am-vorarlberger-landestheater">
    <title>Minimalistisches Bild mit großen Emotionen – Schiller-Premiere am Vorarlberger Landestheater</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/minimalistisches-bild-mit-grossen-emotionen-schiller-premiere-am-vorarlberger-landestheater</link>
    <description>Das Vorarlberger Landestheater zeigte am Donnerstagabend Schillers „Kabale und Liebe“ – als Experiment, als Laboranordnung unter der Regie von Katja Lehmann. Das Interesse an Klassikern ist groß und so spielte die Premiere vor einem sehr gut verkauften Haus. Friedrich Schillers Trauerspiel ist die Aufarbeitung seines eigenen schmerzlichen Erlebens. Die Kluft zwischen Bürgertum und Adel war unüberwindbar zur damaligen Zeit. Die Intrigen, die die Mächtigen spannen, waren grausam und menschenunwürdig. Aber auch das Bürgertum spielte mit, unterwarf sich duldend den Machenschaften und dem Despotismus der Herrschenden. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Schiller betrachtete das Theater als Ort der Aufklärung, als moralische Instanz – er wollte aufzeigen, anklagen, das Publikum erziehen und bilden. Mit „Kabale und Liebe“ schuf Schiller ein sehr zeitkritisches, ein rebellisches Stück. Seine Anklage beschränkte sich nicht nur auf die Intrigen und die Standeskluft – die Ungerechtigkeiten und die Willkür der Mächtigen, ihre Verschwendungssucht, der Menschen- bzw. Soldatenhandel, mit dem die Fürsten sich ihre Ausschweifungen finanzierten, das Mätressenwesen baute der Autor um die Geschichte der Liebenden Ferdinand und Luise. Einer Liebe, die unmöglich ist, ist doch Ferdinand der Sohn des Präsidenten und Luise nur die Tochter des Musikers Miller. Einer Liebe, die an den äußeren Umständen zerbricht, aber auch an der eigenen Selbstsucht.</p>
<h3>Inszenierung mit Laborcharakter</h3>
<p>Thomas Wörgötter hat einen reduzierten Raum geschaffen, eine Art Labor, wo verschiedenste Versuchsanordnungen genauestens unter die Lupe genommen, beleuchtet werden. John Badhams Militärroboter Nummer 5 kommt einem in den Sinn, wenn man die beiden beherrschenden Bühnenelemente betrachtet. Zwei Scheinwerfer, wie große Augen auf ein bewegliches galgenartiges Gestell montiert, beleuchten jede Szene genau und erzählen auch in ihrer jeweiligen Position und Ausrichtung, in welchem gesellschaftlichen Umfeld sich das Spiel gerade befindet. Die einheitlich hellen Kostüme unterstreichen den Laborcharakter. Die unterschiedlichen Wesensarten und gesellschaftlichen Stellungen erklären sich durch fein ausgewählte Accessoires.</p>
<h3>Luise berührt – Ferdinand mit Licht und Schatten</h3>
<p>Ist das Bild auch sehr statisch, die inneren Zustände der Figuren sind von Regisseurin Katja Lehmann sehr genau und kräftig herausgearbeitet worden. Orkanartig fegen die Leidenschaften über die Bühne. Ludwig Bergers Musik bekräftigt die inneren Zustände eindeutig, aber auch unaufdringlich – ähnlich guter Filmmusik. Lehmann hat auch großes Augenmerk auf Schillers Sprache gelegt, die sehr genau und bis auf eine Ausnahme von allen Schauspielern mit einer spielerischen Leichtigkeit und Transparenz über die Rampe kommt. Leider ist es gerade Ferdinand (Lukas Kientzler), bei dem die Artikulation etwas mühsam wirkt. Auch die große leidenschaftliche, alles verzehrende Liebe ist nicht wirklich zu spüren, wohingegen er zum Schluss in seiner Wut, Eifersucht und dem Leid zu überzeugen weiß. Indessen berührt Olga Wäscher als Luise von Anfang an in ihrer zarten Gestalt mit einer unbändigen Kraft und einer sichtbaren, ja geradezu spürbaren Zerrissenheit. Ein wunderbares Paar – Martin Olbertz und Helga Pedross – als Eltern von Luise. Beide zeigen ein großes Spektrum an Emotionen, durch die sie geradezu gepeitscht werden. Eine exzellente Charakterstudie eines Despoten präsentiert Stefan Maaß als Vater von Ferdinand, Präsident von Walter. Als Fels in der Brandung überzeugt Mario Plaz als Kammerdiener mit stoischer Ruhe.</p>
<h3>Viele eindrucksvolle Momente</h3>
<p>Großartig Andreas Jähnerts clowneske Darstellung des Hofmarschalls von Kalb, der als geschwätziger, heuchelnder und nur auf Äußerlichkeiten bedachter Höfling den gesamten höfischen Lebensstil personifiziert. Lady Milford, die Mätresse des Fürsten, verkörpert gleichzeitig beide Welten – die des Bürgertums und des Adels. Sie ist eine Frau mit moralischen Werten, die sie in dieser Form aber nicht zu leben im Stande ist. Laura Louisa Garde spielt höchst eindrucksvoll diese von Sehnsucht erfüllte und von der Realität überrollte Frau, fein unterstützt wird sie dabei von Alexandra Maria Nutz als Kammerjungfer Sophie. Als rücksichtslos, unmenschlich, absolut skrupellos erweist sich der Sekretär des Präsidenten, der eigentliche Initiator der niederträchtigen Intrige gegen die Liebe. Der in seiner Bösartigkeit gefangene Wurm wird einfach grandios dargestellt von Alexander Julian Meile.<br />Ein Theaterabend mit sehr vielen eindrucksvollen, spannenden, berührenden Momenten, mit einem hinreißenden Ensemble und ästhetisch schönen Bildern geht nach etwas zu langen drei Stunden zu Ende und erntet viel Applaus.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-20T16:52:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/plaedoyer-fuer-toleranz-in-liebevoll-gestaltete-und-unterhaltsame-fabel-verpackt">
    <title>Plädoyer für Toleranz in liebevoll gestaltete und unterhaltsame Fabel verpackt</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/plaedoyer-fuer-toleranz-in-liebevoll-gestaltete-und-unterhaltsame-fabel-verpackt</link>
    <description>Für die 10. Produktion des Puppentheater Hard adaptierten Iris Biatel-Lerbscher und Angelika Büchele-Herburger Picco Kellners und Eva Billisichs „Ananas Bananas“ und passten es Vorarlberger Verhältnissen an. Dank liebevoll gestalteter Details, viel Musik und spielfreudigen Schauspielerinnen unterhält „Alles nass bei Ananas“ kleine ebenso wie große ZuschauerInnen, wirkt aber insgesamt auch etwas überfrachtet und sehr belehrend.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Ein paar Tuscheskzizen (Bühne: Eckehard Krischke und Gerd Menia) mit Wasserturm, Brücke über einen Fluss, zeitweise durch das Bild einer Klomuschel verdeckten Fernsehbildschirm – ein Kommentar zum Fernsehprogramm oder einer speziellen Sendung? - und Brunnen reichen Regisseurin Iris Biatel-Lerbscher als Kulisse. Im Mittelpunkt und Vordergrund stehen die Menschen – pardon: Tiere.</p>
<p><b>"Ghörige" Härdler und ein Flüchtling</b></p>
<p>Denn im Gewand einer Fabel wird in „Alles nass bei Ananas“ von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung – aber natürlich auch von deren Überwindung erzählt. Im Mittelpunkt stehen die elegante Ziege, die am liebsten in der Stadt shoppt, Frau Bürgermeisterin Kuh und Herr Schwein. Nicht als Puppen werden sie vorgeführt, sondern treten in Gestalt von Angelika Büchele-Herburger, Heidi Woitsche und Sonja Biatel-Kassler auf. Ihre Tiergestalt wird nur mit wenigen Requisiten wie Hörner, Ohren oder einem Rüssel angedeutet. Gerade in dieser Reduktion ist aber die Liebe spürbar, mit der dieses Stück gestaltet wurde.<br />Das Trio gibt den Ton in der Gemeinde Härdle an, dazu kommt noch ein Hahn – in diesem Fall eine Puppe – der als Moderator von „Härdle heute“ immer wieder über Neuigkeiten im Gemeindeleben berichtet. Unruhe ruft nämlich der fremde Fisch Ananas hervor, der nach langer Reise um die halbe Welt im Wasserturm Quartier bezieht. Tieftraurig berichtet diese Puppe, die allein schon durch ihre warme hellgrüne und gelbe Farbe Liebenswürdigkeit und Sanftheit ausstrahlt, in einem Lied von seinem Flüchtlingsschicksal.<br />Bald gilt freilich unter den alteingesessenen Tieren, wer keine Ohren und kein Fell hat, hat hier nichts zu suchen. Wie es dabei mit dem Hahn ausschaut, wird handgreiflich untersucht – und die Regeln schließlich erweitert. Aber einen mit Flosse und Schuppen kann man hier nicht brauchen und wird ein anderes Tier verletzt, hat man in Ananas auch gleich den Schuldigen gefunden. – Weg muss dieser Fremdling notfalls mit Gewalt, doch dann führt ein dramatisches Erlebnis bei Kuh, Ziege und Schwein zum Umdenken.</p>
<p><b>Nicht rundum gelungen, aber stimmig in Details und einzelnen Szenen</b></p>
<p>Charme strahlt „Alles nass bei Ananas“ vor allem in den vielen Liedern und durch die originellen Figuren aus, die Geschichte an sich bleibt aber auf ein Skelett reduziert, dient weitgehend dazu eine Botschaft zu transportieren. Zu plakativ werden da letztlich die Vorurteile gegen Fremde durchdekliniert, zu penetrant für Toleranz plädiert.<br /> Schwer verständlich dürften durch die Verkürzungen für kleinere Kinder wichtige Details wie die Verletzung von Ziege und Schwein sein, kaum nachvollziehbar der Wechsel im Finale von der real gespielten Ebene zu einer Puppenebene sowie die dabei angedeutete Katastrophe.<br />Problematisch scheint auch der Versuch kindgerechte Unterhaltung mit Momenten zu verbinden, die auf ein etwas älteres oder erwachsenes Publikum abzielen. Die TV-Sendung „Härdle heute“ wird bei Vierjährigen – für Kinder ab diesem Alter ist die Produktion ja gedacht - höchstens Irritation auslösen. Mit den dort nur sehr knapp verbal gebrachten Schlagzeilen, die die Handlung des Stücks betreffen, wird diese Zielgruppe so wenig anfangen können, wie mit eingestreuten Schlagzeilen zum Sport oder der Einleitung „Grüß Gott in Härdle“.<br />Zu viel wollte da wohl das Puppentheater Hard, aber auch wenn die Produktion insgesamt wohl kaum als rundum gelungen bezeichnet werden kann, so gibt es doch viele kleine Szenen und Details sowie vor allem die Musik von Herwig Hammerl, die einen Besuch dieser Aufführung lohnt.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Walter Gasperi</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-08T20:43:07Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/pure-theaterlust-2013-201eworking-pure201c-die-urauffuehrung-des-aktionstheater-ensembles-am-dornbirner-spielboden">
    <title>Pure Theaterlust –„Working Pure“, die Uraufführung des Aktionstheater Ensembles am Dornbirner Spielboden</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/pure-theaterlust-2013-201eworking-pure201c-die-urauffuehrung-des-aktionstheater-ensembles-am-dornbirner-spielboden</link>
    <description>Das ist wieder einmal Gruber pur: Intensiv, temporeich, provokant, hoch erotisch, unterhaltsam und ungemein dicht! Jeder Satz wurde von Theaterleiter und Regisseur Martin Gruber auf den Punkt genau inszeniert, haarscharf, mit eindrücklichen Bildern, einer prallen Musik und mit Schauspielern, die mit jeder Faser überzeugen und faszinieren. Dazu ein Bühnenbild, das in seiner Schlichtheit eine überdeutliche Sprache spricht. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Eine Besonderheit des Abends liegt im Spiel mit der Realität, in der perfekt inszenierten Wahrhaftigkeit – die Schauspieler nennen sich bei ihren eigenen Namen, sie sind augenscheinlich ganz in und bei ihrer wahren Person und man stellt sich letztlich die Frage, wo denn nun die Grenze zu ziehen ist zwischen Wirklichkeit und Fiktion.</p>
<h3>Zwei Welten treffen aufeinander</h3>
<p>Zwei Männer, ganz unterschiedliche Typen, begegnen sich in einer Situation größter Anspannung und Ängste. Sie fühlen sich bis an den Rand der Gesellschaft gedrängt, beiden droht der soziale Abstieg, der völlige Absturz. Ohne Job und ohne Wohnung, ohne Halt in einer Familie und ohne Freunde treffen sie aufeinander – zwei Antipoden, die sich abstoßen und doch unweigerlich wieder anziehen, dies und gerade eben auch in erotischer Manier.</p>
<h3>Aggression und Depression</h3>
<p>Beide verfügen über deutlich andere Mechanismen mit ihren Ängsten, mit den Widrigkeiten ihrer Lage umzugehen. Schauspieler Stefan Bernhard setzt gewaltiges Aggressionspotential frei, das er vornehmlich kinetisch, in Bewegung, in Sport und in Muskelaufbau umsetzt. Mit ungemeiner Energie fuhrwerkt er so durch das Stück – sein Körperbewusstsein ist schlicht immens. Er zeigt die perfekten Liegestütze, die perfekten Klimmzüge, die so manchen im Publikum erblassen lassen. Nikolaus Firmkranz dagegen ist starr vor Angst, fast bewegungsunfähig, er sitzt, spielt mit seinem Handy, um in der Extremsituation gewaltig zu explodieren.</p>
<h3>Eindrückliche Mixtur</h3>
<p>Die Texte sind ungemein dicht, Monologe, geschrieben von Wolfgang Mörth, entwickelt in der Zusammenarbeit mit dem Ensemble. Das Überangebot macht es kaum möglich, alles zu hören, zu sehen, zu begreifen. Faszinierend Mörths Exkursionen in Fauna und Flora, seine Anspielungen und Querverbindungen. Statt den moralischen Zeigefinger zu erheben, legt er den Finger leise und unprätentiös mitten in die offene Wunde. Er erzählt Geschichten von Ameisen und Pilzen, von unbemerkbaren Manipulationen, von Fäulnisprozessen. Verknüpft mit Interviews, mit realen Geschichten, die Martin Gruber und Martin Ojster (Dramaturgie) gesammelt haben, ist eine wunderbare Mixtur aus dem realen Leben einerseits sowie der künstlerischen Analyse und Auseinandersetzung andererseits entstanden.</p>
<h3>Musik, die berührt und mitreißt</h3>
<p>Stephan Sperlich und Guenther Berger von 78plus – schon seit Jahren bewährte Partner des Aktionstheaters – weben einen eingängigen musikalischen Teppich für das Stück, der von der jungen Vorarlberger Punkband „The Result of Boredom“ immer wieder lautstark durchkreuzt und kraftvoll aufgebrochen wird.</p>
<h3>Spannende Bilder</h3>
<p>Die bildhafte Umsetzung von Felix Dietlinger mit live mitgefilmten Video-Samples ist spannend. Gleichzeitig unterstützt Dietlinger als auf der Bühne arbeitende und agierende Person den Wahrhaftigkeitsanspruch des Stückes. Gleichermaßen die Kampftruppe, die, dargestellt von Vorarlberger AmateurschauspielerInnen, immer wieder in kleinen Einsätzen auftaucht oder einfach nur präsent ist.<br />Eine rundherum gelungene Produktion, die dem Publikum einiges zum Nachdenken, einiges zum Diskutieren mitgab und für den einen oder anderen auch den einen oder anderen Aufreger bereithielt. Am Premierenabend wurde das vorweihnachtliche Theaterpräsent dankbar bejubelt.</p>
<p> </p>
<p class="callout"><b>Weitere Aufführung: </b><br />Heute, Samstag, 3.12. um 20.30 am Spielboden Dornbirn<br />www.spielboden.at</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-02T18:48:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/in-den-haenden-des-volkes-liegt-die-macht-molieres-komoedie-201etartuffe201c-feierte-premiere-am-vorarlberger-landestheater">
    <title>In den Händen des Volkes liegt die Macht! Molières Komödie „Tartuffe“ feierte Premiere am Vorarlberger Landestheater</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/in-den-haenden-des-volkes-liegt-die-macht-molieres-komoedie-201etartuffe201c-feierte-premiere-am-vorarlberger-landestheater</link>
    <description>Das Durchschnittsalter des Premierenpublikums an diesem bemerkenswert anderen Theaterabend lag weit über dem Durchschnittsalter der Protagonisten auf und hinter der Bühne. Ein Traum sei in Erfüllung gegangen, meinte Intendant Alexander Kubelka nach der Premiere. Er hatte einem ganz jungen Team – die meisten absolvierten 2010 und 11 gerade erst ihren Ausbildungsabschluss – eine große Chance eröffnet und die Youngsters wussten diese trefflich zu nutzen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Doch nicht allein die Bühne, auch die Premierenfeier stand ganz im Zeichen der Jugend und war dementsprechend durchgeplant. Das Theaterhaus für junge Menschen zu öffnen, sie mit einer coolen  Afterparty zu locken und ihr Interesse damit  zu wecken, ist eine  durchaus spannende Idee. Das Premierenpublikum unmittelbar vor der  Aufführung noch darauf aufmerksam zu machen und es zu bitten, seinen  Nachwuchs, seine Enkel, danach auf die Schnelle per SMS noch dazu  einzuladen, war ein geschickter Schachzug und stimmte die Zuschauer  positiv.</p>
<h3>Die Jugend eroberte die Bühne im Sturm</h3>
<p>Tatsächlich wurde es ein besonderer Theaterabend. Die noch unverdorbene Spielfreude der blutjungen Schauspielerinnen und Schauspieler, die spielerische Lust aneinander und miteinander, war deutlich zu spüren. Doch nicht allein dies – die Qualität ihres Könnens entfaltete sich auf hohem Niveau. Jede, jeder Einzelne agierte hervorragend und blieb dennoch Teil des Ensembles.</p>
<h3>Großer Ideenreichtum</h3>
<p>Letztes Jahr begeisterte der blutjunge Regisseur Steffen Jäger das ganz junge Theaterpublikum und nicht weniger deren erwachsene Begleitung mit seiner Inszenierung des „Lebkuchenmanns“. Jetzt  beweist er  mit „Tartuffe“ zum zweiten Mal sein interpretatives Talent und seinen Ideenreichtum. Jäger verbindet in seiner Arbeit Raum, Zeit und Handlung auf fein gestrickte Art. Seine Verweise auf die Verführer unserer Tage sind überdeutlich, unüberseh- und unüberhörbar.  Am Schluss – anders als bei Molière – nicht den König, sondern das Volk als Souverän ins Spiel zu bringen und dem Polizisten, der sich auf die Seite des Volkes stellt, Engelsflügel zu verleihen, ist zwar äußerst plakativ, doch auch zeitgemäß. Das Spiel um Sein und Schein verdeutlicht Jäger durch den mehrmaligen Einsatz von Masken.</p>
<h3>Erotische Momente</h3>
<p>Vor einer vergoldeten Wand spielt Molières bitterböse Komödie um einen charismatischen Schwindler und sein leichtgläubiges Opfer. Molière hat den Blick in seinem Stück dabei weniger auf den Schwindler Tartuffe, als vielmehr auf das verführte, ihm verfallene Opfer Orgon gerichtet. Lukas Kientzler spielt Orgon leidenschaftlich, überzeugt mit starker Bühnenpräsenz. Orgons Gattin, hingebungsvoll dargestellt von der schönen Laura Louisa Garde, versucht wiederholt scheiternd die Situation im Haus zu ordnen und bringt letztendlich mit weiblicher List Tartuffe zu Fall – leider zu spät. Der beim Bregenzer Publikum sehr beliebte Alexander Julian Meile zeigt einen gleichzeitig hitzigen und doch verträumten Sohn reicher Herkunft, der nichts auf die Reihe kriegt. Das naiv-liebreizende Töchterchen, das sich den Wünschen des geliebten Vaters nicht zu entziehen vermag, selbst wenn es ihr „die Eingeweide aus dem Leib zieht“, wird von Lisa-Maria Sexl auch mit wunderschöner (Sing-)Stimme präsentiert. <br />Es ist herrlich, Andreas Jähnert  in verschiedensten Rollen auf der Bühne zu erleben – ganz besonders als Großmutter, als Madame Pernelle. Olga Wäschers vorlaute Zofe Dorine ist bezaubernd, wunderbar komisch und äußerst erotisch. Cleante, der intelligent-blasierte Schwager, erweist sich als großer Redner und missionierender Prediger, von Dorine jedoch lässt er sich ganz freiwillig an die Leine nehmen – witzig dargestellt von Robert Finster.</p>
<h3>Musik und Licht – wichtige Elemente des Abends</h3>
<p>Mit seinen konzeptionellen Musik- und Geräuscharrangements muss auch das Duo Boris Fiala und Andreas Niedzwetzki genannt sein, das einen ebenso schönen und wichtigen Beitrag zum Erreichen der von Regisseur Steffen Jäger postulierten Zielvorgaben leistete wie Arndt Rössler, der mit der neuen Lichtanlage offensichtlich wunderbar zurechtkam.</p>
<h3>Viel Applaus für das gelungene Gesamtkonzept</h3>
<p>Ob die Premierenfeier, wie von Intendant Kubelka angekündigt und gewünscht, bis morgens um vier oder fünf Uhr andauerte, kann leider so nicht bestätigt werden. Die hervorragende Stimmung des zum größten Teil noch zur Premierenfeier gebliebenen Publikums scheint jedoch darauf  hinzuweisen! An dieser Stelle auch einen großen Applaus, mit vielen Vorhängen – geradeso wie nach der gelungenen Vorstellung.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-11-26T18:28:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/verkabelt-und-vernetzt-2013-aspara-company-im-tik-in-dornbirn">
    <title>Verkabelt und vernetzt – die Aspara Company im Dornbirner TiK</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/verkabelt-und-vernetzt-2013-aspara-company-im-tik-in-dornbirn</link>
    <description>„Keep it small and simple“ – diese Forderung von Improtrainer Ed Hauswirth, die er immer und immer wieder während längst vergangener Probenarbeiten an uns richtete, hat sich mir tief einprägt. Und eben von diesem Postulat scheint auch „Alois Kabel“, das neueste Performance-Projekt der Aspara Company, getragen. Das Kunststück feierte am Donnerstag seine Uraufführung und Premiere und ist noch heute und morgen (21. und 22. Oktober) im TiK in Dornbirn zu sehen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Seit dem Jahr 2000 realisiert die Aspara Company spartenübergreifende Performance-Projekte für die Bühne und den öffentlichen Raum. Die GründerIn Sophie Paratte, Martin e Greil und Armin Sengenberger, die seit ihrer gemeinsamen Studienzeit am „Liverpool Institute for Performing Arts“ miteinander arbeiten, ließen sich vom Bauhaus der 20er-Jahre inspirieren. Zeitgenössische Kunstströmungen sowie gesellschaftlich relevante Themen und Interessen beeinflussen die Arbeit der Company, prägen die jeweilige Produktion. Sophie Paratte entwickelte das Konzept für „Alois Kabel“ und führte auch Regie – eine betont klare und aufrichtige Arbeit.</p>
<h3>300 Freunde und doch allein</h3>
<p>Alois ist 59 und lebt allein. Immer schon hat er sich gerne mit Technik umgeben und sie genutzt – Kaffeemaschine, Radio, digitale Uhren und Wecker, Mobiltelefon usw. Immer wieder hat er sich mit großem Interesse und Freude mit dem neuesten technischen Spielzeug auseinandergesetzt. Und auch heute freut er sich über Smartphone und Computer, obwohl er nicht mehr so ganz klar kommt damit. Eigentlich hofft er auf mehr Geselligkeit mit diesen neusten Errungenschaften der Telekommunikation. Ganz schnell hat er auch viele Facebook-Freunde und twittert, was das Zeug hält. Dass er in seinem virtuellen Stress tatsächlich den Geburtstag seines Enkels vergisst und schließlich alleine mit 300 Facebook-Freunden in der armseligen von Kabeln durchzogenen Wohnung hockt, statt fröhlich mit der Familie zu feiern, stimmt traurig, weil man weiß, wie nahe dieses Bild der Wirklichkeit ist.</p>
<h3>Kleines, feines Stück</h3>
<p>Robert Kahr als Alois Kabel besticht durch unprätentiöses, wahrhaftiges Spiel. Martin e Greil, verantwortlich für die akustische Interpretation, musiziert meist live dazu. Seine Musik trifft die Befindlichkeiten der Akteure sowie das Bühnengeschehen äußerst genau und gekonnt. Gemeinsam mit Paratte produzierte er auch die eingespielten Videosequenzen mit dem Tänzer Rusty Lester, der mit sparsamsten Bewegungen sensibel und eindrücklich Geschichten aus Alois' Vergangenheit erzählt. <br />Mit diesem kleinen, feinen Stück setzt sich die Aspara Company multimedial mit den Auswirkungen moderner Kommunikation auseinander und das Publikum goutierte es.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-10-21T08:52:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/fein-abgeschmeckte-beziehungskiste-2013-das-preisgekroente-stueck-201efreunde-zum-essen201c-von-donald-margulies-feierte-premiere-am-vorarlberger-landestheater">
    <title>Fein abgeschmeckte Beziehungskiste – das preisgekrönte Stück „Freunde zum Essen“ von Donald Margulies feierte Premiere am  Vorarlberger Landestheater  </title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/fein-abgeschmeckte-beziehungskiste-2013-das-preisgekroente-stueck-201efreunde-zum-essen201c-von-donald-margulies-feierte-premiere-am-vorarlberger-landestheater</link>
    <description>Wäre der renommierte Astrophysiker Stephen Hawking gebeten worden, einen Plot zum Thema sich entfernender Körper zu verfassen, so ließen sich unglaubliche Parallelen zum in Bregenz gezeigten Stück „Freunde zum Essen“ entdecken. Hawking würde uns von einer unheimlichen und unerforschten dunklen Energie berichten, die das gesamte Weltall auseinandertreibt, die ganze Galaxien in beängstigend zunehmender Eile voneinander wegdriften und eine abgrundtiefe, bodenlose Leere Raum greifen lässt.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Ähnliches scheint Paaren, unverheiratet oder nicht, wiederholt und regelmäßig zu widerfahren. Auch in den Beziehungen der Protagonisten des Stückes „Freunde zum Essen“, den Paaren Karen und Gabe sowie  Beth und Tom, hat diese Leere Raum gegriffen bzw. droht es zu tun. Unentdeckt von den Freunden, hat sich das eine Paar längst ergeben und aufgegeben, während das andere Rettungsanker in Form kleiner wiederkehrender witziger Rituale und Zeremonien zu werfen sucht.</p>
<h3>Tiefgang mit Leichtigkeit</h3>
<p>Witzig, temporeich und tiefgründig zugleich präsentiert sich die zweite Produktion der Saison am Vorarlberger Landestheater. Das Stück verleugnet seine amerikanische Herkunft nicht – die Ausformung der Dialoge ein wenig wie bei Woody Allen und gar nicht „vorarlbergerisch“ , sehr „vorarlbergerisch“ und treffend hingegen die Austauschbarkeit der Problemfelder in den Beziehungen. Paar-, Männer- und Frauengespräche werden mit einer Leichtigkeit geführt, die das Publikum den Tiefgang im Augenblick des Geschehens nicht spüren, aber doch erahnen lässt. Später dann, vielleicht in der Diskussion, vielleicht kurz vor dem Schlafengehen, da tauchen sie wieder auf, die Hintergründe, die Augenblicke menschlicher Schwächen und Ängste. Die Spitzen und Pointen wurden dabei von Regisseur Dirk Diekmann stets herrlich trocken und – ein weiterer Genuss – unvorhersehbar gesetzt.</p>
<h3>Neues Glück und große Angst</h3>
<p>Zwei Paare, seit Jahren bestens befreundet,  verbringen jedes Wochenende, jeden Sommer miteinander und plötzlich schert einer aus – verliebt sich auswärts, entdeckt das Leben neu. Eine Katastrophe? Für wen? Das Paar, das sich trennt, findet jeweils ein neues, sogar ein besseres Glück. Und die anderen? Sie reagieren mit Wut und Ablehnung, ausgelöst durch die große Angst um die eigene Beziehung, das eigene Dasein.</p>
<h3>Schauspieler mit Leidenschaft</h3>
<p>Es sind die bissigen, scharfen Dialoge, die dieses Stück stark machen und es ist Dirk Diekmanns genauer Arbeit zu verdanken, dass das Stück auf der Bregenzer Bühne wunderbar funktioniert. Alle Feinheiten, die der Text so in sich birgt, wurden zur Freude des Publikums herauspoliert und bedient. Was noch mehr zu honorieren ist, da Diekmann nicht nur am Regiepult stand, sondern auch auf der Bühne. Er spielt Tom, den Mann, der sein Leben neu begonnen hat, mit beeindruckender Eloquenz, ein Wirbelwind auf der Bühne – einfach mitreißend. Toll auch Markus Menzel, der mit sprühender, fast erotischer Leidenschaft von kulinarischen Genüssen in Italien erzählt, mit seiner Karen turtelt, flirtet, herzt und poussiert, um darauf wieder ganz tief in sich zu versinken, während er mit dem eigenen Lebensentwurf ringt.</p>
<h3>Auch die weiblichen Rollen überzeugen</h3>
<p>Dass die weibliche Seite der Beziehungs-Problem-Liebes-Kiste nicht so stark, so durchdringend beleuchtet und offen gelegt wird, liegt ganz sicher nicht an der Spielqualität der Schauspielerinnen Adelheid Bräu (Karen) und Petra Ehlert (Beth), sondern wohl eher am Geschlecht des  Autors. Adelheid Bräu bringt einmal mehr ihr ausgeprägtes Temperament auf die Bühne – als quirlige, umsorgende Gastgeberin, als wutentbrannte Freundin und als jungverliebte Frau. Petra Ehlert zelebriert die schwierige Figur der chaotischen und so ernsten Künstlerin Beth und bewegt sich doch sicher auf einem äußerst schmalen Grat. In einer kleinen Rolle als Tochter Annie beweist die junge Ana Thurnher große Souveränität und Selbstbewusstsein.</p>
<h3>Publikum hatte Spaß</h3>
<p>Die aufwändig und realistisch gestaltete, sehr aufgeräumte und akkurate Bühne von Susanne Cholet, ausgeleuchtet von Arndt Rössler, bietet der Regie und den Schauspielern viel Raum sich zu entfalten, Emotionen auszuleben. Dabei ist sie schön anzusehen und bräuchte eigentlich mehr Zeit, um wirklich alle Details zu entdecken. Das Publikum hatte während der Aufführung Spaß – und danach genügend Gesprächsstoff, der sich bei einigen Paaren sicherlich bis in die Schlafzimmer, vielleicht sogar bis zum Frühstück behauptete.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-10-15T16:37:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/provokant-und-aufregend-201emcfamily201c-von-philipp-preuss-im-theater-kosmos-in-bregenz">
    <title>Provokant und aufregend - „McFamily“ von Philipp Preuss im Theater Kosmos in Bregenz</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/provokant-und-aufregend-201emcfamily201c-von-philipp-preuss-im-theater-kosmos-in-bregenz</link>
    <description>So muss Theater sein – engagiert, spannend, unterhaltsam! Philipp Preuss bescherte dem Theater Kosmos und seinem Publikum einen exzellenten Theaterabend, den man so schnell nicht vergessen wird, einen Theaterabend, über den trefflich diskutiert werden darf, der polarisiert. „McFamiliy“, von Philipp Preuss geschrieben und inszeniert, feierte am Donnerstag seine Uraufführung in Bregenz.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Das Theater Kosmos hat den jungen Bregenzer, der seit Jahren erfolgreich an großen deutschen Theaterhäusern arbeitet, nach Hause geholt. Es ist das erste mal, dass Regisseur Preuss in Vorarlberg, ja in Österreich inszeniert und arbeitet, ebenso Ramallah Aubrecht, die für die Ausstattung verantwortlich zeichnet. Als Team haben die beiden schon einige Projekte realisiert und dass sie hervorragend harmonieren, ist bei „McFamily“ deutlich zu spüren, verbinden sich doch Text, Spiel, Musik, Kostüme und Bühne zu einer stimmigen und aussagekräftigen Einheit. Michael Schernigg beleuchtete die Szenerie sehr einfühlsam und setzte Akzente.</p>
<h3>Charles Manson führte die Gruppe autokratisch mit brutaler Gewalt<i><br /></i></h3>
<p>Charles Manson, geboren 1934, gründete  nach einigen Gefängnisaufenthalten im Jahre1967 in Südkalifornien eine Art Sekte, die Manson Family, in die er bevorzugt junge, rothaarige und zart gebaute Mädchen aufnahm. Mit Gruppensex und Drogenorgien versuchte Manson, neue Mitglieder zu gewinnen. Er führte die Gruppe autokratisch, später auch unter Einsatz brutalster Gewalt. Um Chaos und Angst zu säen, ordnete er die Ermordung von Menschen an. Eines der bekanntesten Opfer der Manson Family war die Ehefrau von Roman Polanski, Sharon Tate, zur Tatzeit im achten Monat schwanger.</p>
<h3>Künstliche Erzeugung von Feindbildern, Schüren von Angst</h3>
<p>Philipp Preuss bedient sich der Geschichte des Charles Manson und seiner Sekte der Manson Family als Quelle für sein Stück, setzt sie in einen größeren Kontext und wirft dabei die Frage auf, ob in unserer neoliberalen Gesellschaft nicht ähnliche Mechanismen herrschen. Das Spiel mit Begehrlichkeiten, sei es das Verlangen nach absoluter Freiheit oder die Gier nach Erfüllung profaner und vermeintlicher Bedürfnisse, die künstliche Erzeugung von Feindbildern oder das Schüren von Angst – das alles kommt uns doch sehr bekannt vor. Das konnte nicht nur ein Charles Manson, mit diesen Mitteln – so wollen das Stück und Regisseur Preuss uns sagen - arbeiten heute die Politik, die Wirtschaft, die mächtigen Manipulatoren unserer Gesellschaft.</p>
<h3>Fantastisches Ensemble</h3>
<p>Um das von Preuss zusammengestellte Schauspielerensemble zu loben, genügen kaum Worte. Drei Schauspielerinnen und zwei Schauspieler formieren sich zu einer Einheit, einer Gemeinschaft, die verschweißter und gleichzeitig doch unterschiedlicher nicht sein könnte. Ihr Spiel erreicht einen ungewöhnlichen Grad an Authentizität. Allen voran muss Felix Römer genannt werden – sein Fuko reißt Grenzen ein, wörtlich sowie spielerisch, und lässt einen mit seinem unbändigen, ungezügelten Temperament das Atmen beinahe vergessen. Nicht weniger überzeugend Johanna Marx als Deaf Vally, die mit unglaublicher Klarheit besticht. Auch der Figur des Bobosole – von Alexander Gier mit sehr großem Einfühlungsvermögen dargestellt – glaubt man die nicht in den Vordergrund gespielte Verzweiflung aufs Wort. Als Schülerin vom Lehrer vergewaltigt, geht Kitschi weiterhin, oberflächlich betrachtet, naiv-heiter auf ihre Mitmenschen zu. Anne Breitfeld verkörpert die Kitschi mit einer fantastischen Mischung aus tiefer Hintergründigkeit und Naivität. Drogen sind der Lebensmittelpunkt von Suzie Q - von Petra Staduan unglaublich intensiv, ja existentiell charakterisiert.</p>
<h3>Zuschauer sind Mitwirkende</h3>
<p>Was für einige der Zuschauer nicht so leicht zu ertragen war ist die Tatsache, dass Preuss das Spiel ins Publikum hinein zieht. Er durchbricht ständig die vierte (imaginäre) Wand und macht somit aus dem Zuschauer einen Mitwirkenden, was die Aussage des Stückes um ein vielfaches verstärkt.</p>
<div class="pageBreak">Der Großteil des Publikums bedankte sich mit begeistertem und langanhaltendem Applaus.</div>
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<div class="pageBreak" style="padding-left: 30px; "><b>Weitere Aufführungen im Theater Kosmos:</b></div>
<div class="pageBreak" style="padding-left: 30px; "><b>8./13.-16./20.-22./25./28./29.10., jeweils 20 Uhr</b></div>
<div class="pageBreak" style="padding-left: 30px; "><b>www.theaterkosmos.at</b></div>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-10-07T14:27:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/eine-zaehe-sache-ueberzeugend-gespielt-2013-brechts-201edreigroschenoper201c-am-vorarlberger-landestheater">
    <title>Eine zähe Sache überzeugend gespielt – Brechts „Dreigroschenoper“ am Vorarlberger Landestheater</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/eine-zaehe-sache-ueberzeugend-gespielt-2013-brechts-201edreigroschenoper201c-am-vorarlberger-landestheater</link>
    <description>Die neue Theatersaison ist eröffnet! Unter dem Motto „Liebeszeit“ offenbart Intendant Alexander Kubelka seine Vorliebe für das Musiktheater. Das Vorarlberger Landestheater feierte am vergangenen Freitag die Saisoneröffnung mit der Premiere der legendären „Dreigroschenoper“, einem Schauspiel mit Musik von Bertolt Brecht und Kurt Weill.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Es ist ein netter Trick, mit dem Regisseur Alexander Kubelka die 1928 uraufgeführte „Dreigroschenoper“ ins Hier und Jetzt transportiert. Ein Jugendlicher in Kapuzenshirt und mit Baseballmütze, auf der Flucht, nachdem er einen Lolly geklaut hat, lässt sich durch flotte Klänge der Musik dazu inspirieren, Münzen in einen Automaten zu werfen, um damit den Vorhang zu Brechts politischem, sozialkritischem Theaterstück zu öffnen. Die Figuren-Peepshow wird den sozialkritischen Elementen des Stückes höchst gerecht, findet aber in keiner Minute des gut 200-minütigen Theaterabends seinen Rhythmus.</p>
<h3>Dominantes Orchester</h3>
<p>Augenblicke, in denen wahre Leidenschaft entflammt, bleiben rar - zwei der schönsten sind der Streit und die spätere Verschwesterung von Polly (sinnlich-naiv: Olga Wäscher) und Lucy (leidenschaftlich-frech: Lisa-Maria Sexl). Nein, nichts darf gegen das bemühte Ensemble gesagt werden. Beherzt  kämpfen sie sich durch den die Bühne bedeckenden Dreck. Ebenso mutig singen sie gegen ein dominant aufspielendes Orchester (Ensemble Plus) an. Ja, die Musik ist wirklich gut – was die Musiker unter der Leitung von Andreas Ticozzi aus dem Orchestergraben erklingen lassen, sind mitreißende, fantastisch schräge Töne. Schön singen auch die Schauspieler. Man hört es dann, wenn die Macht des Orchesters ein stimmliches Durchkommen erlaubt. Schade, denn die Liedtexte erzählen wichtige Vorgänge und Entwicklungen im Stück.</p>
<h3>Richtige Mischung aus Macht und Ohnmacht</h3>
<p>Maximillian Laprell überzeugt als Macheath ebenso wie Christian Graf in der Rolle des Jonathan Peachum, der wiederum schön ergänzt wird durch Helga Pedross als Celia Peachum. Polizeichef Tiger Brown wird von Markus Menzel in der richtigen Mischung aus Macht und Ohnmacht gespielt. Auch alle anderen Darsteller – Adelheid Bräu, Mario Plaz, Alexander Julian Meile, Lukas Kientzler, Andreas Jähnert, Michael Schiemer und Willi Kiesenhofer – beweisen in verschiedenen Rollen große Wandlungsfähigkeit.</p>
<h3>Gebremstes Tempo</h3>
<p>Doch trotz des toll agierenden Ensembles ziehen sich die Szenen manchmal wie Kaugummi. Schon die alte Schreibmaschine, die gleich zu Beginn Buchstaben für Buchstaben auf die Leinwand stempelt, ist Sinnbild für das gebremste Tempo dieser Inszenierung. Liegt es vielleicht an der zentimeterdicken Erdschicht, die den Bühnenboden bedeckt und durch die jeder Schritt recht mühsam wird? Oder ist es die Türe, die ca. 80 cm über dem Boden liegt und jedes Auf- und Abtreten bremst?</p>
<h3>Anspielungen und Zitate</h3>
<p>Davon abgesehen, besticht die Bühne von Paul Lerchbaumer durch ihre Einfachheit und Klarheit – eine Bühne, die innerhalb der Bühne Bert Brechts Erzählstil unterstützt. Die Kostüme von Andrea  Hölzl  bedienen eindeutig Klischees und arbeiten gezielt mit  Anspielungen und Zitaten.<br />Die Voraussetzungen für einen spannenden und sehr unterhaltsamen Theaterabend waren gegeben, wurden aber leider nicht wirklich genutzt.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
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    <dc:date>2011-10-05T15:14:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>





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