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  <title>Theater</title>
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  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/verruecktes-blut">
    <title>Verrücktes Blut - Das Theater Kosmos lässt Schiller schillern</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/verruecktes-blut</link>
    <description>Der Mensch, meinte Friedrich Schiller, ist "nur da ganz Mensch, wo er spielt". Den Beweis dafür liefert das Erfolgsstück des Jahres 2011: "Verrücktes Blut" von Nurkan Erpulat und Jens Hillje. Diese ausgesprochen vitale Auseinandersetzung mit den frühen Schiller-Dramen ist jetzt im Bregenzer Theater Kosmos zu sehen. Und sie ist so jung, leidenschaftlich, witzig, brutal, poetisch, tabulos und groovy, dass sie am gestrigen Premierenabend niemanden kalt ließ.

</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Schon komisch! Normalerweise stehen sie ja mit erhobenem Zeigefinger auf der Matte, wenn von Integration und Bildung die Rede ist - all die Landesräte, Bürgermeister, Bildungssprecher und Integrationsbeauftragten. Ausgerechnet diesmal - bei einem der meist diskutierten Stücke der letzten Jahre - glänzten sie durch Abwesenheit. Weil sich nur die andern bilden sollen? Weil sie den Kontakt zur Wirklichkeit eh nicht brauchen?</p>
<p>Jubel wie bei einem Popkonzert empfängt die Schauspieler. Nein, das ist kein Theater-Applaus, das ist etwas Persönlicheres. Der Abend pulsiert in den BesucherInnen. Als erster findet Kosmos-Direktor Hubert Dragaschnig zu einem trockenen Witz. "Was ist ein U-Bahn-Dieb?" Den Witz erzählten sich die Schauspieler während der Proben. "Ein Metro-Pole". So ist das! Wenn eine Migrantengruppe die Integration geschafft hat, fällt sie mit geballten Vorurteilen über die nächste her.</p>
<h3>Was geht ab, ey?</h3>
<p>Was hat das mit Friedrich Schiller zu tun? Ziemlich viel, wie die Lehrerin Sonia Kelich (Anja Pölzl) beweist. Sie verbringt mit ihrer Klasse - in der die meisten einen sogenannten "Migrationshintergrund" haben - einen Projekttag. "Die Räuber" stehen auf dem Programm und "Kabale und Liebe". Von Interesse bei den Schülern zu reden, wäre krass übertrieben. Ausnahmslos sind sie damit beschäftigt, einender zu dissen. "Du Opfer!", "Du Spast!" sind noch die freundlichsten Ausdrücke, die sie füneinander haben. Hakim (Ümit Aydemir) wird sowieso als "schwule Sau" ausgegrenzt, und Musa (Anwar Kashlan) plustert sich zum Gangsta auf. Die andern verstecken sich hinter ihren Sonnenbrillen, finden zusammen in den Gesten der Ausgrenzung, in Tanzschritten, in Fußball-Legenden. Vom legendären Kopfstoß Zinedine Zidanes wird die Lehrerin sprechen, aber erst, wenn sie Kontakt gefunden hat zu ihren bildungsresistenten Schülern.</p>
<p>Und den Kontakt schafft eine Knarre, die aus Musas Tasche fällt. Die Lehrerin reißt sie an sich. Endlich kann sie die Schüler in Schach halten, ihnen die Werte von Demokratie und Aufklärung, Menschenwürde und Schönheit einhämmern. Die Pistole ist genauso paradox wie die moralische Keule, nur wirksamer. Im Spiel mit der Gewalt passiert etwas Wunderbares - ein Ausbruch aus den Regeln, eine Poesie der Grenzüberschreitung, das frühlings-schöne Erkunden möglicher Lebenswelten. So muss es Schiller vorgeschwebt sein, als er - ein wütender Schüler - "Die Räuber" schrieb, diese wüste Auseinandersetzung mit familiärer Gewalt.</p>
<h3>Machos, Hinterhofmoscheegänger, Schwesternhasser, Ehrenmörder</h3>
<p>Anja Pölzl, wunderbar facettenreich, lässt als Lehrerin keines der bösen Klischees aus. Allem müssen sich diese Jugendlichen stellen: der Kopftuchdebatte, der erniedrigenden Sprachdressur, sogar der Frage, ob Mohammed ein Kinderschänder war. Die Gruppe reagiert verwirrt, verstört, rebellisch, erstaunt - und es ist wunderbar, dieses Ensemble aus Schauspielprofis und Amateuren zu erleben, denn an Präsenz steht keine und keiner dem andern nach. Dass eine Regieleistung (Stephan Kasimir) so verhalten, so bescheiden daherkommt - auch das ist selten und kostbar. So wie das hintergründig witzige Bühnenbild von Peter Büchele, das dem Publikum einen Spiegel vorhält. So wie das fein ironische Lichtdesign von Markus Holdermann, das den vitalen Bestemm der Jugendlichen profiliert.</p>
<p>"In Anbetracht der Situation sind wir ziemlich weitergekommen", meint die Lehrerin am Schluss. Stimmt. Es gab den Kopfstoß von Zinedine Zidane - als Input. Und es gibt eine Fußballer-Weisheit als Finale. "Verzeihen ist die edelste Form der Rache." Das war nicht Schiller, das war Eric (oh ah) Cantona!</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Ingrid Bertel</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-20T08:35:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/gay-happy-successful-famous">
    <title>„Gay, happy, successful, famous“</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/gay-happy-successful-famous</link>
    <description>In seiner neuesten Produktion „SALZ BURG“ nach einer Textvorlage des Vorarlberger Autors Wolfgang Mörth nimmt das aktionstheater ensemble von Martin Gruber den Kniefall des Hochkulturbetriebs vor der Wirtschaft unter die Lupe und aufs Korn. Gestern feierte die Stückcollage im Rahmen des diesjährigen „Bregenzer Frühlings“ auf der Bregenzer Werkstattbühne seine Uraufführung. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>„Das wahre Theater ereignet sich in der Konfrontation mit den bewilligungsbefugten Personen, also Sponsoren, Subventionsgebern, Kulturpolitikern", konstatiert Tobias, ein Mann mit schwacher Blase, aber starken Überzeugungen. Eingemüllt von flirrenden Fernsehbildern und optisch durch zwei Pole-Tänzerinnen aufgepeppt, die akrobatisch Aufsehenerregendes darbieten, lamentieren, schwadronieren und lallen die fünf Schauspielerinnen und Schauspieler, was das Zeug so hält.</p>
<p>Susanne träumt von einem Auftritt als Sandy in „Grease", schließlich sagt sie „bin ich innen nicht so, wie ich ausschau"; Vera (mit der Grande Dame des Wiener Volkstheaters, Vera Borek) gibt – schon reichlich besoffen – die Parabel von der Fliege und der Wespe zum Besten, die beide das offene Fenster suchen; und Martina beweint – in radebrechend breitem Salzburgerisch – die verbalen Spitzen des „bösen" aktionstheater ensembles gegen die Salzburger Festspiele. „Des is quasi mei Ursprung".</p>
<h3>Kurzweilige Satire auf den Kunstbetrieb</h3>
<p>Das aktionstheater ensemble hat die Ein- und wieder Ausladung des streitbaren Schweizer Soziologen Jean Ziegler als Eröffnungsredner der Salzburger Festspiele 2011 als Aufhänger seiner Kunstbetriebssatire verwendet. Textflächen von Wolfgang Mörth wurden mit Erfahrungen der Schauspieler ergänzt beziehungsweise komplettiert. Der Moralkeule wird in Martin Grubers Inszenierung elegant ausgewichen, eigene Befindlichkeiten werden selbstironisch überhöht, sodass – dem Himmel sei Dank! – Wehleidigkeiten kein Platz eingeräumt wird. <br />„Wir wollen uns auf das Erscheinen unseres potentiellen Hauptsponsors wie die Kinder freuen, wollen ihn begrüßen und bewirten und begaffen und umstreunen wie Hunde. Alles ist demnächst vorbereitet. Der Schlumberger, das Ottakringer, das Red Bull, die zartrosa gebratene Barbarie-Entenbrust an Orangensauce."</p>
<p>Mit „SALZ BURG" bereitet das aktionstheater ensemble kurzweiliges Vergnügen, tiefere Gewässer wurden diesmal nicht aufgesucht.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Annette Raschner</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-12T11:25:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/von-einbrechern-im-niemandsland-zu-goldgraebern-auf-dem-friedhof-2013-die-improvisationstheater-gruppe-201eparoli201c-in-der-kammgarn-hard">
    <title>Von Einbrechern im Niemandsland zu Goldgräbern auf dem Friedhof – die Improvisationstheater-Gruppe „Paroli“ in der Kammgarn Hard</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/von-einbrechern-im-niemandsland-zu-goldgraebern-auf-dem-friedhof-2013-die-improvisationstheater-gruppe-201eparoli201c-in-der-kammgarn-hard</link>
    <description>Theater ohne Textbuch, der Zufall als Regisseur: Das ist Improtheater. Publikum und Schauspieler lassen sich gleichermaßen vom Treiben auf der Bühne überraschen. Nur 5 Sekunden bleiben den Spielern: „5-4-3-2-1-Go!“, ruft das Publikum. Am Samstagabend überzeugte die Vorarlberger Gruppe „Paroli“ in der Kammgarn. Renée Lormans, Ingrid Hansmann, Harald Kuntschik und Paul Sandholzer wurden von einem „Ein-Mann-Orchester“ – erstmals Matthias Gmeiner am Keyboard – begleitet und boten mit originellen Einfällen und übersprudelnder Spielfreude den Zuschauern beste Unterhaltung.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Die Wurzeln des modernen Improvisationstheaters liegen in der Commedia dell´Arte und der Stegreifkomödie. Der Brite Keith Johnstone gilt als einer der Erfinder dieser Kunstform, die häufig als „Theatersport“, bei dem zwei Gruppen im Wettstreit um die Gunst des Publikums spielen, zu sehen ist. Von Johnstone stammt auch das Zitat: „Bin ich inspiriert, geht alles gut, doch versuche ich es richtig zu machen, gibt es ein Desaster.“</p>
<h3><b>Aktive Rolle des Publikums</b></h3>
<p>Die Inspiration war an diesem Abend offensichtlich auf der Seite der Künstler. Nach drei Stunden intensiver Vorbereitung im Team und Gmeiners kurzer Einleitung mit Bluesklängen am Keyboard betraten die vier die Bühne. Zur Einstimmung auf den folgenden Abend intonierten sie mit Unterstützung des Publikums in drei Gruppen ein Madrigal, das sich um die Themen „Superman“; „Schwiegermutter“ und „Hass“ drehte. Diese drei Begriffe waren Vorschläge aus dem Zuschauerraum. Damit wurde schon gleich zu Beginn ein Muster deutlich, das sich durch den ganzen Abend ziehen sollte. Den Zuschauern kommt eine große Rolle bei der Gestaltung der Show zu. Immer wieder unterbrechen die Spieler mit dem Signal „Freeze“ das Spiel der Kollegen, um selbst an die Stelle eines anderen zu treten oder weitere Ideen aus dem Publikum einzubauen. Spontane Gesangseinlagen sind ein weiteres Element der Show.</p>
<h3><b>Verschiedene Disziplinen</b></h3>
<p>Im Anschluss bot „Paroli“ verschiedene kurze und stets kurzweilige Szenen, die immer wieder für großes Gelächter sorgten. Beispielsweise wurden in der Disziplin „Quadrat“, bei der die vier sich in dieser Form aufstellten, abwechselnd vier verschiedene Szenen präsentiert, die sich jeweils fortsetzen. Bei einer anderen Disziplin verließen zwei Schauspieler kurz den Saal. Die anderen beiden stellten mit den Begriffen „Einbruch“, „Schokolade-Diebstahl“ und „Niemandsland“ – wiederum Vorgaben aus dem Publikum – eine Geschichte dar. Für die wieder dazugeholten Spieler gab es die Szene ein zweites Mal zu sehen – aber dieses Mal ohne Ton. Diese Vorlage nutzten die beiden für ihre eigene Interpretation: Sie machten daraus einen nächtlichen Besuch auf dem Friedhof, bei dem sie die ausgegrabenen Leichen ihrer Goldzähne beraubten.</p>
<h3><b>„Weg vom ewigen Hirnen“</b></h3>
<p>„Paroli“, die momentan einzige aktive Improgruppe Vorarlbergs, gibt es seit dem Jahr 2000. Für Gründungsmitglied Renée Lormans ist Improtheater „ein wertvoller Ausgleich zum Alltag sowie eine wundervolle Art, ‚loszulassen’ und sich auf den Moment einzulassen. Weg vom ewigen Hirnen zur Kreativität des Moments! Das Ganze funktioniert nur im Team, man muss sich gegenseitig kennen, vertrauen, herausfordern, und sich auf die anderen verlassen können.“ In der jetzigen Besetzung ist die Gruppe seit rund zwei Jahren zusammen. Dass an diesem Abend in Hard ein fünftes Mitglied fehlte, das sich ausschließlich um die Moderation kümmert, fiel bei dem spürbar großen gegenseitigen Verständnis der vier kaum ins Gewicht.</p>
<h3><b>Ausgelassenes Gelächter</b></h3>
<p>Ein Höhepunkt des Abends folgte nach der Pause: Das Studiogespräch einer Journalistin (Renée Lormans) mit Hermann Bärmann (Harald Kuntschik), einem anerkannten Experten für Gummibärchen, sorgte in der Simultanübersetzung in Gebärdensprache (großartig: Paul Sandholzer) für ausgelassenes Gelächter. Die Erfahrung der Künstler aus „klassischen“ Theatergruppen machte sich hier bezahlt. „Bei fast allen Spielern ist es so, dass sie in anderen Gruppen spielen oder gespielt haben. Das ist auch fast Voraussetzung für das Improtheater, dass man den ‚Rucksack’ mit Material schon mitbringt und nicht bei null anfängt – zumindest wenn man beabsichtigt, aufzutreten und dafür Eintritt zu verlangen“, erzählte Lormans mit einem Lächeln.</p>
<p>Schade nur, dass die Resonanz an diesem Abend etwas spärlich war. Die mitreißende Show der vier und ihrem Ein-Mann-Orchester hätte ein größeres Publikum verdient gehabt.</p>
<p> </p>
<p class="callout">Wer neugierig auf Improtheater geworden ist: Kurse werden immer wieder in Vorarlberg angeboten. Informationen beim Landesverband für Amateurtheater: <a href="http://www.lva-theaterservice.at/">www.lva-theaterservice.at</a><br />Weitere Infos, auch zu Buchungsmöglichkeiten und den nächsten Terminen von „Paroli“: <a href="http://www.paroli.cc/">www.paroli.cc</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thorsten Bayer</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-06T13:28:55Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/morgen-augsburg">
    <title>„Wir wollen das Leben nicht, aber es muss gelebt werden“ - Thomas Bernhard am Landestheater</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/morgen-augsburg</link>
    <description>90 Minuten intensivste Bernhard-Sprache - ein Erlebnis, das nur dann funktioniert, wenn der Text minutiös auf den Punkt gebracht wird. Am Premiereabend im Vorarlberger Landestheater leuchtete Thomas Bernhards „Macht der Gewohnheit“ mit ganzer Strahlkraft! </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<div>
<div class="kssattr-macro-rich-field-view kssattr-templateId-widgets/rich kssattr-atfieldname-text " id="parent-fieldname-text-b3598691-ccb4-4a17-b29d-971caa1918a6">
<h3>Traurigkeit und Sarkasmus<br /><br /></h3>
<p>Günther Beelitz inszenierte das Stück und bestätigte  damit seinen Ruf als Bernhard-Spezialist und Kenner. Er schenkte dem  Bregenzer Publikum einen anhaltend eindrücklichen Theaterabend mit einer  wunderbaren Feinzeichnung der Figuren und Genauigkeit bei der  Wiedergabe des Textes. Thomas Bernhard hat dieses Stück seinem  Lieblingsschauspieler Bernhard Minetti auf den Leib geschrieben - die  Uraufführung 1974 bei den Salzburger Festspielen absolvierte Minetti  grandios unter der Regie von Dieter Dorn. Auch der Caribaldi, den  Schauspieler Andreas Weissert in Bregenz präsentierte, überzeugte, nein  er begeisterte! Weissert schafft es, sowohl die unendliche Traurigkeit  als auch Bernhards grenzenlosen Sarkasmus nicht nur schauspielerisch  darzustellen, sondern regelrecht ins Publikum zu schleudern!</p>
<h3>Ritual und obsessive Vision<br /><br /></h3>
<p>Seit gut zwanzig Jahren probt Zirkusdirektor Caribaldi Schuberts <i>Forellenquintett</i>.  Dazu hat er seine Verwandten und Angestellten in die Rollen der  Ensemblemitglieder gezwungen - gezwungen obwohl sie, seiner Meinung  nach, völlig unbegabt und unfähig sind, die Aufgabe zu bewältigen.  Tatsächlich fühlt sich keiner der zu diesem Unterfangen Verhafteten zum  Musiker berufen. Und längst ist allen, auch Caribaldi selbst, klar, dass  seine obsessive Vision, die Aufführung des Forellenquintetts, sich  niemals erfüllen wird. An der zum Ritual gewordenen sich ständig  wiederholenden Handlung haben weder Enkelin, Jongleur, Dompteur, noch  Spaßmacher nicht nur nicht das geringste Interesse, nein, sie hassen  diese Zusammenkünfte und ihren Peiniger. Nichtsdestotrotz  trommelt  Zirkusdirektor Caribaldi die ihm Ausgelieferten unbarmherzig zur  täglichen Probe zusammen. Ohne Aussicht auf absehbare Veränderung, auf  ein Entkommen, leben die fünf nur noch mit und für dieses eine  Musikstück - gestern, heute, morgen!</p>
<h3>Die Manege als Metapher<br /><br /></h3>
<p>„Wir wollen das Leben nicht, aber es muss gelebt werden“ – dies ist  ein zentraler Satz in Bernhards Stück. Bernhard führt uns vor, zeigt  uns, wie gefährlich das Dasein in und hinter der Manege ist - die  Manege, die als wunderbare  Metapher für das Leben stehen kann.</p>
<p>Nicht nur Weissert wusste zu überzeugen, sondern neben ihm auch alle  anderen Darsteller. Berührend Andreas Jähnert als Spaßmacher - brilliert  er doch, neben seiner sehr einfühlsamen Darstellung, auch mit  artistischem Talent. Olga Wäscher als unglückliche und vielleicht auch  missbrauchte Enkelin ist entzückend bemitleidenswert und grausam  zugleich – hervorragend! Besonders unterhaltsam und dem menschlichen  nahe gestaltet Maximillian Laprell seine Figur des Bier saufenden und  Rettich fressenden Proleten und Dompteurs.</p>
<p>Paul Lerchbaumer entwarf den wunderschönen, bunten Zirkusraum - Arndt Rössler leuchtete ihn sensibel aus.</p>
<p>Von Bernhard zu Bernhard, von Stück zu Stück – nichts hat sich  verändert! Nach wie vor  polarisiert der „Volksfeind“ Bernhard,  brüskiert sein Publikum. Und das ist auch gut so, weil gewollt! Selbst  bei dem als Komödie beworbenem Schauspiel „Macht der Gewohnheit“ scheint  so manchem das Lachen noch ein wenig tiefer im Halse stecken geblieben  zu sein als gewohnt. Sehr gut!</p>
<p>Mit der gestrigen Premiere hat das Vorarlberger Landestheater zum  wiederholten Male bewiesen, was für ein wunderbarer Theaterautor Thomas  Bernhard sein kann und welche Einzelstellung er unter den Theaterautoren  einnimmt.  Das Publikum bestätigte dies mit einem begeisterten Applaus.</p>
</div>
</div>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-05T14:31:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/achterbahnfahrt-der-emotionen-2013-maria-fliri-in-hoechstform">
    <title>Achterbahnfahrt der Emotionen – Maria Fliri in Höchstform!</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/achterbahnfahrt-der-emotionen-2013-maria-fliri-in-hoechstform</link>
    <description>Das Theater „dieheroldfliri.at“ präsentierte im Feldkircher Pförtnerhaus die Bühnenadaption des Bestsellers „Von Hollywood nach Uganda“ von Jane Bussmann.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Es ist gewagt, die Wandlung der Protagonistin und früheren Promi-Journalistin Jane Bussmann zur Auslandskorrespondentin, ihre Erfahrungen im krisengeschüttelten Uganda und ihre Träume auf die Bühne zu bringen – zumal in einem Ein-Personen-Stück. Das Vorhaben ist gelungen, ja weit mehr als dies! „Von Hollywood nach Uganda“ ist ein ganz fantastischer Text, den Barbara Herold perfekt für die Bühne adaptiert, in Szene gesetzt und für dessen schauspielerische Umsetzung Maria Fliri den langanhaltenden Schluss-Applaus mehr als verdient hat. 90 Minuten amüsierten sich die Zuschauer, hielten den Atem an und waren betroffen. Dass die im Feldkircher Pförtnerhaus angebotenen Bücher des Bestsellers nach der zweiten Vorstellung bereits ausverkauft sind, spricht für sich.</p>
<h3>Stellung beziehen</h3>
<p>Den Theaterverein dieheroldfliri.at haben Regisseurin Barbara Herold und Schauspielerin Maria Fliri vor vier Jahren gegründet – mit dem Ziel, mit ausgewählten Theaterprojekten künstlerisch Stellung zu beziehen. „Von Hollywood nach Uganda“ der englischen Autorin Jane Bussmann ist nach „Covergirl“ und „Ins Weiter schrumpfen“ das dritte Stück des Theatervereins.</p>
<h3>Von Weltstars und dem „bösesten Mann der Welt"</h3>
<p>Jane Bussmann, in London geboren, ist Comedy-Autorin. Sie schreibt für unzählige britische und amerikanische TV-Shows wie South Park, Smack the Pony und The Fast Show.  Als Promi-Journalistin lebte und jobbte sie einige Jahre in Los Angeles. Die Erfahrungen, die sie in dieser Zeit machte, ihren anschließenden Ausstieg aus der Szene und ihre ersten Erlebnisse als Auslandskorrespondentin in Uganda beschreibt sie mit großem Witz und Selbstironie in ihrem Buch „Von Hollywood nach Uganda“. Ziel der Autorin ist es, Aufmerksamkeit für Menschen zu erregen, die über keine Lobby verfügen, weil sie arm, unrentabel und „schwarz" sind. Man erfährt erschütternde Details aus dem Leben von Weltstars ebenso wie aus dem Leben des „bösesten Mannes der Welt“, Joseph Kony. Kony, Anführer der Rebellenarmee Lord’s Resistance Army, hat in zwanzig Jahren tausende Kinder verschleppt und sie im Busch als Kindersoldaten und Sexsklavinnen „ausgebildet" und missbraucht.</p>
<h3>Ein faszinierendes Stück</h3>
<p>In der „Welt am Sonntag“ war nach dem Erscheinen des Buches zu lesen: „Es ist das komischste, irrwitzigste, zornigste und wahrhaftigste Buch, das je über afrikanische Massaker, UN-Friedensmissionen und den Zusammenhang von Weltverbesserertum und Dummheit geschrieben wurde, und jeder, der sich von seinen Illusionen über den Zustand sowohl der Ersten als auch der Dritten Welt verabschieden will, sollte es dringend lesen.“</p>
<p>Barbara Herold hat es geschafft, das 420 Seiten lange Buch in einen kompakten Text von 90 Minuten zu verpacken, dem an Wesentlichem nichts fehlt. Die folgerichtige Chronologie der Ereignisse mit schnellen Wechseln und gut gewählten Längen, Herolds Liebe zum Detail, ihr Gefühl für Ausgewogenheit, das alles verleiht dem Theaterabend Stärke und Aussagekraft. Kaum jemand wird sich der Faszination des Stückes entziehen können – bis zum Schluss besticht es mit einer genialen Mischung von herrlich skurrilem Humor, glänzenden Regieeinfällen und dem todernsten Thema von Krieg, Kindersoldaten, Misshandlung und Vergewaltigung.</p>
<h3>Fingerspitzengefühl</h3>
<p>Maria Fliris humoristisches Talent, ihr einhundertprozentiger Einsatz, ihre Präsenz in jeder kleinen Geste verdienen Anerkennung. Mit Leichtigkeit wechselt sie in verschiedene Figuren, belebt und spielt diese in ihren unterschiedlichsten Facetten. Egal, wem Jane Bussmann begegnet, Fliri lässt die Personen lebendig werden, sei es Ashton Kutcher, der Friedensaktivist John Prendergast oder auch ein 15-jähriges, von Kriegsverbrechern geschundenes Mädchen. Die Ausstattung von Caro Stark drängt sich nicht in den Vordergrund, unterstützt einfach und klar die Geschichte.</p>
<p>dieheroldfliri.at hat mit der Auswahl des Stückes einmal mehr absolutes Fingerspitzengefühl für aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen bewiesen. Den Theaterabend präsentierte das Duo als mitreißende Achterbahnfahrt der Emotionen – voll Humor und überbordender Lebenslust, aber auch wütend und Wut erzeugend, voll von menschlichen Abgründen und Untiefen sowie voll trauriger Wahrheiten.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-21T15:17:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/grosses-kino-nur-eben-live-2013-das-wiener-burgtheater-zeigt-201eeine-familie201c-in-schaan">
    <title>Großes Kino, nur eben live – das Wiener Burgtheater zeigt „Eine Familie“ in Schaan</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/grosses-kino-nur-eben-live-2013-das-wiener-burgtheater-zeigt-201eeine-familie201c-in-schaan</link>
    <description>„Erschreckend echt“, meinte ein Besucher nach der Vorstellung von „Eine Familie“, einem Gastspiel des Burgtheaters im SAL in Schaan. Wie recht er hatte! Erschreckend echt das Bühnenbild, die Schauspieler und das Spiegelbild einer Familie, das sie dem Publikum in allen bitterbösen Facetten gezeigt haben. Fünf Stunden reines Schauspiel-Glück.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Wie schaffen sie das, die Schauspieler-Solisten vom Wiener Burgtheater? Jeder ist für sich ein Star und doch werden sie eine Familie, ein Ensemble, das dem Stück der amerikanischen Autorin Tracy Letts einen Blues unterlegt, und dabei zugleich die family Weston wie in einer TV-Soap vorführt. Liegt es daran, dass der Plot so einfach ist? Der Patron der family, ehemaliger Schriftsteller und Alkoholiker, verschwindet, nachdem er eine Indianerin als Hausmädchen eingestellt hat. Die drei Töchter tauchen auf, um der tablettensüchtigen und krebskranken Mutter beizustehen. Auch die Schwester der Mutter und ihr Mann üben sich in Beistand. Als bekannt wird, dass der Patron Selbstmord begangen hat, kippt die sich ohnehin schon in Schieflage befindende Familiensituation in kleinere und größere Dramen, lange gärende Konflikte entzünden sich, alte Hassgefühle reiben sich neu, Geheimnisse werden aufgedeckt und Lebenslügen entblößt. Dazwischen nisten sich altvertraute Gemeinsamkeiten ein und wirken wie Balsam auf die geschundenen Seelen. Wie das eben so üblich ist bei größeren Familienanlässen.</p>
<h3>Erschreckend normal</h3>
<p>Das kennt jeder von sich selbst, und da auf der Bühne auch alle Altersklassen vertreten sind, konnte sich jeder in einer der Figuren wiederfinden. Alles war erschreckend normal. Wenn beispielsweise die betrogene Ehefrau mit Mühe den Esstisch auszieht und das Geschirr aufdeckt, während ihre leicht schusselige Schwester ununterbrochen von den Dramen ihres Lebens erzählt, um dann ihre neu entdeckten Weisheiten zu verkünden – „Das Beste ist, dass ich jetzt an das Jetzt denke“ oder „ich habe festgestellt, man kann die Zukunft nicht planen“ –, möchte man ihr zurufen: Na bravo, auch schon gemerkt und nun hilf deiner Schwester, pack mit an. Doch die würde das wahrscheinlich gar nicht zulassen in ihrer Hyperaktivität.</p>
<h3>Die großen und kleinen Lügen</h3>
<p>Die einzige Person, die nicht entblößt wird, bleibt die Indianerin, die mit ihrem leisen Cellospiel die Grundstimmung des Abends wiedergibt. Und doch: Auch sie benutzt die Lüge, um eine der Schwestern zu schonen, die dann aber gnadenlos kontert: „Nun geht es mir gut, weil ich weiß, dass Sie lügen können.“ Ibsen hatte recht, als er schrieb: „Nimm einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und du nimmst ihm zu gleicher Zeit das Glück."  In Tracy Letts fünfstündigem Bühnenepos nehmen sich alle die Lügen und enden in Verzweiflung. Am Schluss trägt die Indianerin ein Gedicht des toten Patrons vor, in dem es unter anderem heißt: „Wir tanzen um den Stachelbaum ... zwischen Reden und Tat fällt der Schatten“. <br />Ein starkes Stück Schatten, diese Inszenierung von Alvis Hermanis mit viel Licht seitens der Schauspieler. Allen voran Kirsten Dene als Mutter, die ihre ganze Sippschaft vor den Kopf stößt und sie aus dem Haus treibt. Oder Dörte Lyssewski, die geschäftige betrogene Ehefrau, die im Laufe der fünf Stunden ihrer Mutter erschreckend ähnlich wird, Sylvie Rohrer als nahezu androgynes spätes Mädchen, Dorothee Hartinger als naive Plaudertasche oder Sarah Viktoria Frick als bekiffte einsame Vierzehnjährige. Hermanis lässt an diesem Abend „Endstation Sehnsucht“ auf Virginia Woolf und den „Gott des Gemetzels“ treffen. Das ist großes Kino, nur eben live. <br />Schade, dass der SAL in Schaan eine so schlechte Akustik hat, dass das Zuhören in den hinteren Rängen zur Mühsal wird.</p>
<p class="callout"><strong>Weitere Aufführung: Samstag, 31.3.2012, 20 Uhr</strong><br />www.tak.li</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Anita Grüneis</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-03-31T13:28:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/schwarze-messe-fuer-die-alten-damen-zur-urauffuehrung-von-gustav-ernsts-bridge-im-theater-kosmos">
    <title>Schwarze Messe für die alten Damen! - Zur Uraufführung von Gustav Ernsts "Bridge" im Theater Kosmos</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/schwarze-messe-fuer-die-alten-damen-zur-urauffuehrung-von-gustav-ernsts-bridge-im-theater-kosmos</link>
    <description>Die gestrige Uraufführung von Gustav Ernsts Komödie „Bridge“ im Theater Kosmos war eine Offenbarung. Selten wurde witziger, böser, tiefgründiger und ehrlicher von den Machtspielen und der verzweifelten, in Lebenslügen gefangenen Egozentrik alter Menschen erzählt. Und selten war es – bei aller Ehrlichkeit – humaner!</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Pianistische Salonmusik eröffnet den Abend. Doch schon nach Sekunden wirbelt ein Kreisel über das Saitenbrett des Klaviers und erzeugt ein Geräusch, das unsere Großmütter anstandslos als „hässlich“ bezeichnet hätten. Und hässlich sind sie, trotz ihrer Pelzmäntel und Ohrringe, trotz ihrer high heels und eierschalen-farben glänzenden Kleider. „Ecru“ nennen Designer diese Farbe, Satin den Stoff, und darüber liegt ein Spitzengewand. Ausstatter Werner Schönolt gönnt diesen Damen bürgerlicher Herkunft eine Art Glanz und stellt sie auf einen Laufsteg, der in die untergehende Sonne führt. Dorthin humpeln (mit ihren künstlichen Hüften und ihren Krebs-Arten) wollen sie aber noch lange nicht.</p>
<h3><span>„Ich könnte drei Leben leben! Und auch das wäre nicht genug!“</span></h3>
<p>Vorläufig sitzen sie noch zu zweit auf Samtstühlchen und motzen sich an. Die eine denkt nur an ihre Esterhazy-Schnitten, die andere giftet und beleidigt ihre Freundin, dass es eine politisch aber gar nicht mehr korrekte Art hat und schlägt dabei lustvoll Pfauenräder. Freundinnen, die einander kennen, das muss sein beim Bridge. Da spielt es sich – anders als beim Schach – mit Partnerin und gegen Gegner. Die Frauen müssen also gleich mehrfach auf der Hut sein, während sie da auf ihre „Gegnerinnen“ warten, um für ein Bridge-Turnier zu üben.</p>
<p>Wie fit ist die Partnerin, wie durchschaubar? Wie tickt sie in Eröffnungssituationen? Wie belastbar ist sie in kritischen Phasen? Marie-Claire wird von Juliane Gruber mit sardonischer Miene und bis auf die Knochen abgemagerter Inbrunst gespielt. Ein zerbrechliches Persönchen mit weit geöffneten Augen, das sein bebendes Haupt auf dünnem Hals balanciert. Stets weist diese Marie-Claire mit anklagendem Zeigefinger auf das Unrecht hin, das ihr offenbar angetan wurde. Nichts zählt für diese böse Prinzessin als ihr eigenes – unerreichbares – Wohlbefinden. Mit knochentrockenem Witz fertigt sie ihre Partnerin ab. Gertraud (Susanne Altschul) schickt sich an, in ihrem eigenen Fett zu versinken. Esterhazy-Schnitten und süchtig erwartete Klinikaufenthalte machen ihr Leben aus. Immerhin schlägt sie eine Art Wellness aus der Art, wie Ärzte einen Lebenssaft aus ihren mürben Muskeln schnetzeln.</p>
<h3><span>„Ist das eine neue Leidenschaft von Dir, ständig zu widersprechen?“</span></h3>
<p>Wie sich die beiden an ihrer jeweiligen Rechthaberei abarbeiten – das sorgt zwar für reichlich Gelächter, aber traurig ist es doch. Werden wir alle so? Eingemauert in die eigenen Behauptungen? Restlos desinteressiert am andern? Jede und jeder gefangen im eigenen Kosmos? Regisseur Augustin Jagg lässt uns, betört von der Brillanz der beiden Schauspielerinnen, erst mal zappeln.</p>
<p>Und dann kommt sie. Emma. Johanna Tomek. Sie hat die Löwenfrisur, die sich stilbewusste ältere Frauen niemals mehr machen lassen würden. Sie ist gnadenlos peinlich. Angesäuselt von etlichen Campari-Sodas brettert sie im Auto – und nichts verachtet sie so tief wie Radfahrer – zum Freundinnen-Treffen, um dort umgehend von Männern mit filigranen Händen zu schwärmen, die ihr auf der Autobahnraststätte feurige Blick zugeworfen hätten. Sex mit über 80?</p>
<p>In unserer Gesellschaft genügen oftmals schon Frauen über 30 den von der Werbung und den Medien suggerierten Vorstellungen von Jugend und Schönheit nicht mehr. So spürt man förmlich, wie das Publikum eine unheimliche Welt entdeckt. Denn diese drei Frauen über 80 haben die Freiheit, über ihre vielfach kolportierten Lebenslügen ehrlich zu reden. Schließlich kennen sie sämtliche strategischen Bridge-Tricks der Partnerin wie der Gegnerinnen. Und wenn ihnen doch einmal die Worte fehlen, fallen sie lasch in sich zusammen. Musikalische Filigranarbeit erklingt, in der ihre bösen Sätze nachhallen, Hörspiel im Theater – eines der vielen stimmigen Elemente dieser Inszenierung, die dem Text vertraut, ihn auslotet, in seine Abgründe blickt.</p>
<h3><span>„Kinder gehören überhaupt ausgerottet.“</span></h3>
<p>Es ist naturgemäß (und dieses Bernhard-Wort passt zum Text) eine männliche Sicht auf drei Frauen. Gustav Ernst leiht ihnen seine Worte und sein Empfinden, Augustin Jagg bietet ihnen seine Inszenierung an. Doch in diesem Spiegel erschaffen Johanna Tomek, Susanne Altschul und Juliane Grunde ein Spiel, das eine ganze weibliche Welt anbietet. Drei Frauen - stark und selbstkritisch und neugierig genug, die Brüche, die ihnen das Leben zugemutet hat, in immer neuen Strategien zu umkreisen. Und so keppeln sie sich durch einen wunderbaren Abend – auf einem Laufsteg, für den ihnen Werner Schönolt und Stefan Pfeistlinger die schönsten Bilder in ihren persönlichen Hintergrund gemalt haben.</p>
<p class="callout">Weitere Aufführungen:<br />31.3. und 1./7./8./12./13./14./15./19./20./21.4.<br />jeweils 20 Uhr<br />www.theaterkosmos.at</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Ingrid Bertel</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-03-30T12:45:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/ein-grausames-spiel-2013-das-landestheater-gewaehrt-einblicke-auf-absurditaeten-der-heutigen-arbeitswelt">
    <title>Ein grausames Spiel – das Landestheater gewährt Einblicke in Absurditäten der heutigen Arbeitswelt</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/ein-grausames-spiel-2013-das-landestheater-gewaehrt-einblicke-auf-absurditaeten-der-heutigen-arbeitswelt</link>
    <description>Die Premiere des Schauspiels „Die Grönholm-Methode“ von Jordi Galceran beeindruckte am Vorarlberger Landestheater. Sie hinterließ diskutierende Zuschauer, die sich sowohl über den Inhalt als auch die Inszenierung austauschten.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Sie belauern sich wie Raubtiere im Käfig, sie sind ständig auf der Hut, sie entblößen sich, setzen sich aus. Es tut fast weh und man schämt sich ein bisschen, das grausame Spiel von außen zu beobachten. Das von Martina Stoian konzipierte Bühnenbild bringt den Zuschauer mehr noch als sonst in eine Voyeursposition. Stoian platziert einen nicht sehr großen, geschlossenen Raum ganz vorn auf die Bühne – auch publikumsseitig mit einer transparenten Wand abgegrenzt. Durch die richtige, sehr spannende Beleuchtung von Arndt Rössler gerät der Konferenzraum zum kalten Versuchslabor bzw. zum Raubtierkäfig, in dem es heiß hergeht.</p>
<h3>Aggressivität und Misstrauen</h3>
<p>Vier Kandidaten, die sich um eine Top-Position in einem internationalen Konzern bewerben, befinden sich zu einem Auswahlverfahren in ebendiesem geschlossenen Raum. Anweisungen kommen schriftlich von außen durch eine sich selbsttätig laut öffnende Klappe. Die Probanden werden mit verschiedensten Aufgaben konfrontiert, die sie zwingen, sehr persönliche, intime Einzelheiten zu offenbaren und peinliche, ja kompromittierende Spielchen zu spielen. Jeder der vier Kandidaten will den attraktiv dotierten Job, aber nur einer wird ihn am Ende bekommen. Aggressivität und Misstrauen beherrschen die Szenerie. Ab und zu flammt ein ganz kleines Flämmchen Menschlichkeit auf, das aber sehr schnell wieder erstickt wird. In einem sich immer schneller drehenden Karussell von Lebenslügen bleibt der Mensch ganz einfach auf der Strecke.</p>
<h3>Bis das Lachen vergeht</h3>
<p>Das Stück ist ein Psychokrimi – spannend mit unerwarteten Wendungen bis zum Schluss – und eine schwarze Komödie zugleich. Wir lachen über die kleinen menschlichen Unzulänglichkeiten, bis die Grausamkeit dieser Versuchsanordnung das Lachen erstickt. Der spanisch-katalanische Autor Jordi Galceran hat dieses Stück vor zehn Jahren geschrieben, 2003 wurde es in Barcelona uraufgeführt. Der Anlass, das Stück zu schreiben, war eine Reportage über das Personalauswahlverfahren einer spanischen Supermarktkette, das von einem Journalisten aufgedeckt wurde.</p>
<h3>Präzise Regie</h3>
<p>Regisseur Tobias Materna hat in seiner Arbeit sehr genau auf die Figurenzeichnung, besonders die Körpersprache, geachtet. Er führt uns vier vollkommen unterschiedlich reagierende Menschen vor. Dabei ist jedes Augenzwinkern, jeder Fingerzeig präzise gesetzt – jede Figur präsentiert sich auf ganz individuelle Art dem unsichtbaren Beobachter. Vieles ist nicht so wie es scheint, die Wendung am Schluss ist überraschend und soll auch an dieser Stelle nicht verraten werden. Die eingeschobenen Musik-Bewegungs-Sequenzen sind nicht wirklich nachvollziehbar, sie bremsen eher das Spiel, als dass sie es weitertreiben und arbeiten somit gegen die beklemmende Dichtheit des Textes.</p>
<h3>Großartige Schauspieler</h3>
<p>Für die Schauspieler ist dieses Stück eine große Herausforderung, die sie meisterlich bewältigen. Allen voran Markus Menzel, der als Fernando Porta einen äußerst vielschichtigen Menschen zeigt, der die unterschiedlichsten Reaktionen auslöst, von Bewunderung über Verachtung bis zu absolutem Mitleid. Einen ganz anderen Charakter präsentiert uns Vollblutschauspieler Helmut Rühl mit seinem Enrique Font. Man fragt sich, wie dieser unsichere, ja fast clowneske Typ bloß in die Endausscheidung gekommen ist. Jugendlichen Esprit und Lockerheit bringt Kandidat drei – Alexander Julian Meile – in den Raubtierkäfig. Seine Figur verhält sich irgendwie sonderbar, was sich am Ende des grausamen Spiels erklärt und auflöst. Sehr straight präsentiert sich Katrin Hauptmann als Mercedes Degas – die einzige Frau im Raum, die Brutalität, Geschäftstüchtigkeit und soziale Intelligenz wunderbar kombiniert.<br /><br />„Die Grönholm-Methode“ ist ein hochaktueller Psychokrimi, ein sarkastischer Kommentar auf die immer aggressiver werdenden Methoden auf dem Arbeitsmarkt, ein böses Stück über die Absurdität der heutigen Arbeitswelt. Und trotzdem wird gelacht!!</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Dagmar Ullmann-Bautz</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-03-17T16:45:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/201eich-sehe-bedeutend-juenger-aus201c-im-herbst-feiert-premiere-beim-theater-kosmos">
    <title>„Ich sehe bedeutend jünger aus“ - "Im Herbst" feierte Premiere beim Theater Kosmos</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/201eich-sehe-bedeutend-juenger-aus201c-im-herbst-feiert-premiere-beim-theater-kosmos</link>
    <description>Zwei Männer um die fünfzig – das riecht nach Krise! Auf der Aschenbahn des Lebens warten die ersten Krankheiten, die Karriere steht still, und in der Liebe gibt’s nur noch Enttäuschungen. Mit Felix Römers Komödie „Im Herbst“ beweist das Bregenzer Theater Kosmos viel Selbstironie und gediegenes Handwerk.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Robert ist Schauspieler und trägt seine Befindlichkeiten als farbenfrohes Kostüm vor sich her. Sind die Converse All Star Chucks schwarz, dann hat ihn wieder mal eine Freundin verlassen; sind sie grün, dann trainiert er sich das Selbstmitleid ab; sind sie rot, dann wandelt er auf Freiersfüßen.<br /><br />Max ist Bestsellerautor und hat „mit dem Projekt Liebe“ abgeschlossen. „Ich mag keine Zärtlichkeiten am Morgen. Abends ja. Manchmal. Aber nicht am Morgen.“ Scheinbar entspannt hat sich Max in seinem Anwesen an einem ruhigen See eingerichtet. Und als Robert wieder mal ganz heulendes Elend bei ihm eincheckt, schlägt er seinem besten Kumpel eine gemeinsame Alters-WG vor. Da könnten sie doch prima über das erste weiße Schamhaar und allfällige Krankheiten reden. „Einmal Gicht bitte“, meint Robert. Denn: „Es gibt genug Rollen, die man im Sitzen spielen kann.“</p>
<h3>„Kotz mir bitte nicht in den See!“</h3>
<p>Robert zappelt nervös auf dem Liegestuhl auf dem Bootssteg von Max. Klara ist weg, und den Trigorin in Tschechows „Möwe“ werde er auch nie spielen, immer nur den verliebten Loser Medwedenko, diesen Dorfschullehrer. Max, der den Beruf des Psychiaters aufgegeben hat, weil er jeden Patienten „schon am Klingeln erkennen“ konnte, schnauzt den theatralischen Robert an: „Leute wie du waren der Grund, warum ich mit dem Beruf des Psychiaters aufgehört habe.“ Trotzdem verpasst er seinem Freund  eine Sprechstunde. Er habe das Stück in einer „Klara-Situation“ geschrieben, sagt der Autor Felix Römer. Sein Mut zur Selbstironie bei gleichzeitig liebevollem Blick auf die beruflichen Brüche im Leben von Schauspielern, Autoren und Therapeuten macht das Funkeln dieser Komödie aus.</p>
<h3>Bestens aufgestellte "Kosmonauten"</h3>
<p>Und das Spiel wird von den „Kosmonauten“ mit ausgesprochener Eleganz weitergetrieben. Alex Kölbl baut ein Bühnenbild, das die hochgelobte heimische Holzbau-Architektur in ein Techschow’sches Landgut überführt. Lichtdesigner Markus Holdermann nimmt vorab schon planen Realismus aus der Szene, indem er einen leise kitschigen Mond und eine orange Sonne an den Himmel malt. Herwig Hammerl liefert den Soundtrack zum Gejammer der Buddies – eine Prise Lou Reed, ein bisschen Mick Jagger und etwas Reggae. Das stimmt alles so schön ironisch zusammen, dass Regisseur Augustin Jagg sich auf die tieferen Schichten des Stücks einlassen kann. Denn seine beiden grandiosen Darsteller Marko Pustisek (Max) und Hubert Dragaschnig (Robert) versagen sich die Knallchargen, die der Text durchaus anbieten würde. Sie zeichnen die Lächerlichkeiten ihrer alternden Männer so, dass deren Würde gewahrt bleibt – und das ermöglicht uns Zusehern, bei all dem Salz, das „Im Herbst“ in unser aller Wunden streut, zu lachen.</p>
<h3>„Und ich werde den Trigorin spielen“</h3>
<p>„Im Herbst“ kann man auch als Auseinandersetzung des Theater Kosmos mit eigenen, strukturellen Problemen sehen. Er werde "auf keinen Fall einen Bestseller schreiben", schmunzelt Augustin Jagg. Ob er demnächst endlich ein Stück von Tschechow inszeniert? Hubert Dragaschnig probt ja schon jetzt auf der Bühne den Trigiron-Text.</p>
<p class="callout">Weitere Termine: 28./29.1. und 2./3./4.2., jeweils 20 Uhr</p>
<p class="callout">www.theaterkosmos.at</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Ingrid Bertel</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-27T13:17:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/theaterfestival-fuer-junges-publikum-kommt-im-april-nach-vorarlberg">
    <title>Theaterfestival für junges Publikum kommt nach Vorarlberg</title>
    <link>http://kulturzeitschrift.at/kritiken/theater/theaterfestival-fuer-junges-publikum-kommt-im-april-nach-vorarlberg</link>
    <description>Von Freitag, 20. bis Samstag, 28. April steht beim Festival STELLA12 das Kinder- und Jugendtheater im Blickpunkt. Dabei wird der STELLA-Darstellender.Kunst.Preis verliehen – der einzige österreichische Preis für herausragende Leistungen in diesem Segment. Bei der sechsten Durchführung konzentriert sich das Geschehen erstmals nicht nur auf einen Ort. Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz und Schaan werden Schauplätze des Festivals sein und zehn nominierte Stücke präsentieren.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Das Budget der Veranstaltung umfasst 120.000 Euro. Mit 50.000 Euro und einer Kooperation mit dem Vorarlberger Landestheater wird sie seitens des Landes Vorarlberg unterstützt.  Landeshauptmann Mag. Markus Wallner erhofft sich von ihr Anstöße für die Vorarlberger Theaterszene. Die Begeisterung beim jungen Publikum zu wecken, sei kulturpolitisch von größtem Interesse.</p>
<h3>„Überaus lebendige Theaterszene“ in Vorarlberg</h3>
<p>Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann sagte beim Pressefoyer im Vorarlberger Landhaus, an der auch Dr. Werner Grabher (Vorstand der Abteilung Kultur im Amt der Landesregierung) teilnahm: „Vorarlberg hat seit vielen Jahren eine überaus lebendige Theaterszene, aber noch nie gab es eine derart konzentrierte Präsentation von Jugendtheater, wie dies im Rahmen von STELLA möglich sein wird.“ Dem Land Vorarlberg liege das junge Theaterpublikum am Herzen, erklärte die Kulturlandesrätin und verwies stolz auf die beiden Schultheatercoaches, die es seit diesem Schuljahr gebe – die ersten in Österreich.</p>
<h3>Keine Nominierungen aus Vorarlberg</h3>
<p>Im Rahmenprogramm namens „Spot on Vorarlberg“ werden auch Vorarlberger Theater- und Musikproduktionen zu sehen sein, beispielsweise von Sonus Brass Ensemble und der Kreativkompanie XTHESIS. Im Wettbewerb hingegen nicht: Die Liste der Nominierten umfasst keinen Beitrag aus Vorarlberg. „Schade, dass die unabhängige Jury keine hiesige Produktion nominiert hat, ich bin ja selbst Vorarlberger. Aber natürlich ist zum Beispiel die freie Szene in Wien eine viel größere – kein Wunder also, dass Wien stark vertreten ist“, wiegelte Christoph Thoma ab. Der heutige Intendant der Grazer Spielstätten arbeitete bis 2008 als Geschäftsführer der Bludenz Kultur GmbH</p>
<h3>Die Organisation hinter dem Festival</h3>
<p>Ehrenamtlich hat Thoma im Sommer vergangenen Jahres noch den Vorsitz von ASSITEJ Austria übernommen, dem Dachverband der österreichischen Theater- und Tanzszene für junges Publikum und Intiator des STELLA-Festivals. Die ASSITEJ (Association Internationale du Théâtre pour L’Enfance et la Jeunesse) setzt sich weltweit für die Förderung des professionellen Theaters für Kinder und Jugendliche ein. Österreichweit sind über 80 Mitglieder organisiert: in Vorarlberg das Landestheater in Bregenz, das Luaga&amp;Losna Festival, das Theater Minimus Maximus/Theater der Figur und Il Segreto di Pulcinella.</p>
<h3>Dezentral und grenzüberschreitend</h3>
<p>Schauplätze des im Jahres-Rhythmus ausgetragenen Festivals sind neben dem Vorarlberger Landestheater, der Spielboden in Dornbirn, das Theater am Saumarkt (Feldkirch), die Remise Bludenz sowie das TAK Theater im liechtensteinischen Schaan. „Diese Ausweitung des Festivals ist ein neuerlicher Anstoß für kulturellen Austausch über die Grenzen in unserer Region“, sagte Landeshauptmann Wallner.</p>
<h3>Marbod Fritsch gestaltet Siegertrophäe</h3>
<p>Am 27. April werden im Vorarlberger Landestheater unter den zehn nominierten Stücken, darunter Produktionen des Burgtheaters, des Theaters am Ortweinplatz Graz und des Linzer Landestheaters, die Sieger gekürt. Weitere Preise werden für herausragende Ausstattung und herausragende Musik vergeben, dazu kommen ein Spezial- und ein Sonderpreis. Die Trophäe für die Preisträger, die sogenannte STELLA-Statue, wird heuer im Rahmen eines spartenübergreifenden Kunstprojektes des Bregenzer Künstlers Marbod Fritsch mit den Lehrlingen der Firma Grass gestaltet.<br /><br /></p>
<p class="callout"><b>Weitere Informationen:</b><br />www.assitej.at</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Thorsten Bayer</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-24T15:15:00Z</dc:date>
    <dc:type>Kritik</dc:type>
  </item>





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