'Geschichten hinter Bildern - Eine besondere Sammlungspräsentation
- Anfang
- 18.11.2011 00:00
- Ende
- 28.10.2012 00:00
- Kategorie
- Ausstellung
- Öffnungszeiten
- Di - Sa 14 - 17, So 11 - 15
Ein Aufruf vorneweg: Wer ein grundsätzliches Interesse an Musik abseits gängiger Hörgewohnheiten hat, ist bei diesem Festival bestens aufgehoben, wer nicht, möge sich einen Ruck und den neuen Klängen eine Chance geben!
Gewohnt kühl, aber ungemein präzise ist Christian Petzolds bei der heurigen Berlinale preisgekrönte DDR-Geschichte „Barbara“, die diese Woche vom Filmforum Bregenz und vom FKC Dornbirn gezeigt wird. Ein leises Drama über Trauer und Verlust bietet dagegen mit „Monsieur Lazhar“ das „Dienstagskino“ des Lindauer Club Vaudeville.
So absurd der Titel klingt, so ernst ist er gemeint, denn ein Scheich, der begeisterter Angler ist, will im Wüstenstaat Jemen Lachse ansiedeln. Aber nicht nur im Titel prallen in Lasse Hallströms Feelgood-Movie scheinbar unvereinbare Gegensätze aufeinander.
Evelyn Fink-Mennel hatte zur CD-Buchpräsentation „Wib ischt Ma, Ma ischt Wib“ geladen und der Besucherandrang im Frauenmuseum Hittisau war derart groß, dass zahlreiche Interessierte nicht eingelassen werden konnten. Ein Tag zuvor war die neue Ausstellung über „Tollkühne Frauen“ eröffnet worden und frelich gab und gibt es diese auch im Bereich der Volksmusik. Live musizierte Darbietungen mit zahlreichen Freunden der Musikerin und Buchautorin machten das Gesprächskonzert zu einem Fest. Darüber hinaus erfuhren die Zuhörenden viel über das Zusammenwirken der Volksmusik mit der Alltagskultur und gesellschaftspolitischen Gegebenheiten.
Jene technische, aber nie blutleere Perfektion und das untrügliche Gespür für Ästhetik, das den Gitarristen Wolfgang Muthspiel auszeichnet, charakterisiert ihn nun erstmals auch als Sänger.
Das musikalische Märchen „Marie im Buchenwald“ stellten kleine und große BewohnerInnen der Gemeinde Buch auf die Beine und erhielten dafür von den begeisterten ZuschauerInnen standing ovations. Mit ganzem Einsatz, überschäumender Spielfreude und hervorragenden schauspielerischen, sängerischen und musikalischen Leistungen zogen die Mitwirkenden im voll besetzten Cubus in Wolfurt das Publikum in ihren Bann. Auf herzerfrischende Weise und mit allen Sinnen war das kreative Miteinander erfahrbar.
Einen fulminanten Abschluss der diesjährigen Abonnementkonzerte feierte das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Gérard Korsten. Gleich zwei Highlights zeichneten das Konzert im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg aus. Sehr gut aufgenommen wurde das Konzert für zwei Bratschen und Orchester von Wladimir Rosinskij, das die Solisten Andreas Ticozzi und Karoline Kurzemann-Pilz souverän zur Uraufführung brachten. Immer wieder aufs Neue begeistert die Geigerin Patricia Kopatchinskaja das Publikum, weil sie wie keine andere mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit und einer mitreißenden Freude musiziert.
In seiner neuesten Produktion „SALZ BURG“ nach einer Textvorlage des Vorarlberger Autors Wolfgang Mörth nimmt das aktionstheater ensemble von Martin Gruber den Kniefall des Hochkulturbetriebs vor der Wirtschaft unter die Lupe und aufs Korn. Gestern feierte die Stückcollage im Rahmen des diesjährigen „Bregenzer Frühlings“ auf der Bregenzer Werkstattbühne seine Uraufführung.
Auch ohne ihren langjährigen Mitstreiter Klaus Huber, der Anfang des Jahres starb, bleiben die beiden verbliebenen Mitglieder von Ars Vitalis ihrem Stil treu. Dadaistisches Kabarett, skurrile Texte mit viel Wortwitz und musikalische Könnerschaft zeichnen auch „Das wüste Gobi“ aus. Peter Wilmanns und Buddy Sacher zeigen sich am Freitagabend bei ihrem Auftritt beim Seelax-Festival als Ornithologen der schrägen Art.
Zwei ausgewachsene Kerle werden als Polizisten in eine Highschool eingeschleust, um ein Drogenlabor auszuheben. Das ergibt eine überraschend sympathische Komödie.
Mit „Le gamin au vélo - Der Junge mit dem Fahrrad“ zeigt das Filmforum Bregenz diese Woche das neue Meisterwerk der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne. Im Takino Schaan steht dagegen die argentinische Tragikomödie „Un cuento chino – Chinese zum Mitnehmen“ auf dem Programm.
Vermutlich ahnte der Erfinder Laurens Hammond nicht, welch langanhaltenden Boom in der Unterhaltungsindustrie er lostreten würde, als er 1934 sein Patent für die „Electrical Musical Instrument“ genannte erste Hammond-Orgel erhielt, die er als preisgünstigen Ersatz für die teuren Kirchenpfeifenorgeln auf den Markt bringen wollte.
Der 71-jährige Drummer Billy Hart ist auf mehr als 600 Alben zu hören, zu seinen früheren Arbeitgebern zählten Otis Redding, Shirley Horn, Jimmy Smith, McCoy Tyner, Wayne Shorter, Joe Zawinul, Herbie Hancock, Miles Davis, Stan Getz oder Charles Lloyd, um nur die prominentesten aufzuzählen. Und auch als Bandleader ist seine lange Karriere reich an musikalischen Meilensteinen, und dennoch ragt „All Our Reasons“ aus seinem vielseitigen Oeuvre nochmals heraus.
Zum Auftakt beleuchten vier FackelträgerInnen einen fast schon traditionell anmutenden Pas de deux, wobei die Bewegungen zunehmend aus den gewohnten Mustern ausbrechen und schon angedeutet wird, was da in der nächsten Stunde alles auf die in Massen erschienenen „Bregenzer Frühling“-Fans zukommen wird. Denn Wayne McGregor und Random Dance wollen mit der vor eineinhalb Jahren uraufgeführten Produktion „FAR“ – nach Roy Porters Buch „Flesh in the Age of Reason“ – Licht in die Zusammenhänge der vermeintlichen Gegensatzpaare Körper und Geist, Kunst und Wissenschaft bringen.
Es ist ein Markenzeichen der Kammermusikreihe „musik in der pforte“, dass die Werkauswahl den interessierten ZuhörerInnen Einblicke in das musikalische Schaffen von Komponisten gewährt, die andernorts in dieser Art nicht möglich sind. Beispielsweise stellten Klaus Christa und seine Freunde im Frauenmuseum eine sehr frühe Komposition von Robert Schumann vor, die ihn als Lernenden am Beginn seines künstlerischen Werdeganges erlebbar machte. Daneben wurde das Klavierquartett von Johannes Brahms gestellt, das aus dieser Perspektive wiederum aus einem neuen Blickwinkel gehört werden konnte.