Jedermann
Jazz mit Kulinarik
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- 30.03.2012 20:30
- Kategorie
- Diverses
- Veranstaltungsort
Federmann Kultursaal
Schulgasse 1
6845 Hohenems
+43 5576 42808
http://www.federmann-saal.at
mail@federmann-saal.at
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Der 26-jährige Isländer Ólafur Arnalds ist ein musikalisch höchst talentierter Grenzensprenger, der sich souverän im Spannungsfeld zwischen Post-Klassik (er hasst den Begriff Neo-Klassik), Minimal Music, Indie-Pop und Electronic bewegt.
Ein Wechselbad der Gefühle hinterließ der Liederabend mit dem Tenor Werner Güra und dem Pianisten Christoph Berner bei der Schubertiade Schwarzenberg. Unter dem Leitgedanken „Willkommen und Abschied“ haben die beiden Künstler im vergangenen Jahr eine viel beachtete und ausgezeichnete CD mit Schubertliedern publiziert. Und genau diese Liedersammlung war nun in Schwarzenberg zu hören. Der individuelle Interpretationsansatz ließ von Beginn an aufhorchen. Während einige Balladen vor allem im ersten Konzertteil in der Diktion etwas oberflächlich wirkten, fesselten Güra und Berner die Zuhörenden im zweiten Teil mit intensiven Werkdeutungen.
Ihre zwanzigjährige Künstlerfreundschaft feierten der Blockflötist Thomas Engel und der Cembalist Johannes Hämmerle im Rahmen eines „pforte“-Konzertes im Feldkircher Pförtnerhaus. Mit einem ansprechenden Programm nahmen sie die Zuhörenden mit auf eine Erinnerungstour des gemeinsamen musikalischen Wirkens während der vergangenen zwanzig Jahre. Humorvoll erinnerten sich die beiden an ihren ersten Auftritt, sie spielten Lieblingsstücke und schmiedeten auch musikalische Pläne für die Zukunft. Der Cellist Kaspar Singer sowie der Lautenist Thor-Harald Johnsen wirkten als Partner mit und Andrea Lauren Brown interpretierte Sopranarien von Händel und Scarlatti. In guter Stimmung bot das Ensemble viel Abwechslung und reizvolle Werkdeutungen.
Zeitgenössischer Tanz aus Japan scheint den Nerv der Vorarlberger Tanzinteressierten zu treffen, denn das von Günter Marinelli konzipierte „Tanz ist“ Festival am Dornbirner Spielboden war durchwegs sehr gut besucht. So konnte auch Ko Murobushi, der als lebende Legende der ursprünglichen Butho-Bewegung gilt und diese in Japan lange Zeit als zu avantgardistisch verschriene Kunstform mit großem Erfolg nach Europa brachte, seine aufwühlende Tanztheater-Performance „quicksilver“ vor vollem Haus präsentieren.
Hochgeistig, schnell, witzig, wortgewaltig – all diese Attribute passen auf Gunkls Programm „Die großen Kränkungen der Menschheit – auch schon nicht leicht“. Zwei Stunden lang prasselte am gestrigen Donnerstagabend ein scheinbar unerschöpflicher Fluss an Informationen auf das Publikum im Theater am Saumarkt in Feldkirch ein. Der preisgekrönte Kabarettist spricht über das Ich und die Iche, jeden und alle, Hirnaktivitäten, Evolution und Religion.
Das Weiße Haus fällt in die Hand nordkoreanischer Terroristen. Die Auslöschung der USA steht - einmal mehr - bevor. Regisseur Antoine Fuqua ("Training Day") macht aus diesem grotesken Szenario einen nahezu altmodisch erzählten Actionfilm mit solider Spannung.
Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche den sehr persönlichen Dokumentarfilm „Vergiss mein nicht“, in dem David Sieveking seine an Alzheimer erkrankte Mutter mit der Kamera begleitet. Am Spielboden Dornbirn geht die von Peter Madsen kuratierte Reihe mit Stummfilmen mit Live-Musik mit Victor Sjöströms Meisterwerk „The Wind“ in die Sommerpause.
Sie nennt Jimi Hendrix, Jeff Buckley, Etta James und Billie Holiday als Vorbilder und klingt wie die jüngere Schwester von Janis Joplin oder Maggie Bell mit einem leichten Drall in Richtung Marianne Faithfull, die sich auf ihren Plattencovern gerne mit Zigarette abbilden ließ. Diese darf vermutlich aus verkaufspolitischen Gründen, weil political incorrect, nicht mehr aufs Bild, dennoch lassen die Rauchkringel aus Alex Hepburns Mund die Anspielung auf die großen Vorbilder durchaus erkennen.
Guntram Simma hat im vergangenen Jahr eine Komposition des belgischen Komponisten Peter Benoit entdeckt, die ihn faszinierte. Zur Aufführung der großen Messe „Hoogmis“ bündelte er die Kräfte des Madrigalchores, des Kirchenchores St. Peter und Paul sowie des Bregenzer Männerchores, studierte mit dem „Collegium Instrumentale“ Dornbirn den Orchesterpart ein und engagierte den Tenor Alexander Kaimbacher. Im schönen Ambiente der Pfarrkirche Hatlerdorf wurde die „Missa solennelle“ – die feierliche Messe – unter der Leitung von Guntram Simma erstmals außerhalb Brüssels aufgeführt. Die Komposition und die Werkdeutung stießen auf viel Zustimmung und die Beteiligten konnten sich sogar über standing ovations freuen.
Trotz des Titels seines Programms „Keine Ahnung“ hatte der Kabarettist Uli Böttcher am gestrigen Sonntagabend sehr wohl Ahnung, wie er sein Publikum zum erfrischenden Dauerlachen verführen kann: Mit erheiternden Geschichten, intensiver Mimik, umwerfender Spontaneität und dem Spiel mit seinem Publikum begeisterte er die Zuschauer inhaltlich und darstellerisch. So herrschte über zwei Stunden beste Stimmung im Lindauer Zeughaus.
Die Ausstellungshalle des Kunstraums Engländerbau in Vaduz gleicht derzeit einer Ausgrabungsstätte. In einer gemeinsamen Installation katapultieren die beiden Künstler Roland Adlassnigg und Stephan Sude die Besucher in eine fiktive Zukunft, die durch eine Katastrophe in ein vordigitales Zeitalter zurückgeworfen scheint. Mithilfe klassischer Ausgrabungsmethoden wird in einem Gebäude gearbeitet, das offenbar dereinst für Kunstausstellungen bestimmt war. Von jeglichen Marktmechanismen befreit, können Kunstwerke befragt und deren ideeller Wert bestimmt werden. Adlassnigg und Sude zäumen die Frage, was denn Kunst bedeutet und worin ihr ökonomischer Wert begründet ist, für einmal von einer ganz anderen Seite auf.
Was haben eigentlich Oskar Egle und Goran Kovacevic gemeinsam? Eigentlich nichts, außer dass sie beide Ausnahmemusiker auf ihrem Gebiet sind: der eine als Guru der Chorszene im Land, der andere als Ausnahmemusiker am Akkordeon und Tangospezialist im Besonderen. Es war eine geniale Idee, diese beiden Kapazunder samt ihren Ensembles zu einem Abend voll prallen lateinamerikanischen Flairs zu vereinen, der am Samstag auf der Götzner Kulturbühne AmBach auf großes Interesse und Begeisterung gestoßen ist.
Mit einer Konzert-Lesung bot das Stadtorchester Feldkirch im Hotel Büchel einen unterhaltsamen musikalischen Abend. Im Mittelpunkt standen der allseits bekannte und beliebte Clown Galetti und Hans Sturn. In unterhaltsamen Anekdoten erinnerten sie an ein paar Stationen während des langen Clownlebens. Dazu spielten die MusikerInnen des Stadtorchesters unter der Leitung von Murat Üstün ausgewählte Musikstücke. Für Abwechslung sorgten darüber hinaus die solistischen Darbietungen von Sylvia Jungwirth, Verena Jungwirth, Hubert Müller, Yalcin Gökçe, Christian Wenk und Marcel Üstün.
Das Schlinser Gestaltungsbüro Gassner Redolfi hat schon unzählige Preise eingeheimst. Nun ist am Wochenende eine weitere renommierte Auszeichnung dazugekommen. Für die Gestaltung der mobilen Holzbau-Ausstellung „Schauholz – Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ haben Andrea Redolfi, Marcel Bachmann und Reinhard Gassner am Samstag in Belgrad den Europäischen Design Award in Gold in der Kategorie „Exhibition Design“ entgegennehmen können.
„Folk-Rock meets Alternative-Country“: So beschreibt ihre Plattenfirma inkmusic den Stil der fünf jungen Musiker, die aus Oberösterreich stammen und nun in Wien leben. Oder wie sie es selbst formulieren: „Wir machen so eine Art Indie-Folk-Musik“. Auf der Bühne des Theaters am Saumarkt in Feldkirch versprühen Likewise jede Menge gute Laune und Energie, obwohl die Texte ihrer neuen EP „The Horror“ eher traurig stimmen.