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Einen großen Erfolg feierte der Komponist Michael Floredo im Rahmen der Altacher Orgelsoiree VI. Das "ensemble plus" unter der Leitung von Thomas Gertner spielte unter anderem das Werk „Padre nuestro“, das durch seinen beschwörenden musikalischen Charakter beim Publikum viel Anklang gefunden hat. Im Gespräch mit Jürgen Natter sprach der Komponist über seine kompositorischen Ausgangsüberlegungen. Darüber hinaus gab er zu bedenken, dass das Musizieren viel zu oft mit der Wiedergabe von bereits Notiertem in Verbindung gebracht wird, anstatt das kreative Tun des Musikerfindens zu pflegen.
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Der Komponist Georg Friedrich Haas ist auf dem besten Weg zu einer Weltkarriere. Aktuell steht er mit der Uraufführung seiner neuesten Oper „Thomas“ im Mittelpunkt der Schwetzinger Festspiele. Ergänzend dazu wird sein kompositorisches Schaffen in Porträtkonzerten dargestellt. Im Herbst ist dem Komponisten ein Schwerpunkt in Hamburg gewidmet, wo unter anderem das Werk „Limited Approximations“ für sechs im Zwölfteltonabstand gestimmte Klaviere und Orchester. Die Uraufführung im Jahr 2010 war „nicht nur eine Sensation, sondern eine jener halben Stunden, in denen Musikgeschichte geschrieben wurde“ berichtete die „Zeit“.
Georg Friedrich Haas ist in Vorarlberg aufgewachsen. Zu Beginn seines künstlerischen Schaffens erhielt er von Gerold Amann wesentliche Impulse. Einer der ersten Kompositionsaufträge erhielt er von Hans-Peter Frick, erster Leiter der gegründeten „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“. Der Intendant der Bregenzer Festspiele, Alfred Wopmann, erkannte das Potential des Komponisten. Vor allem die beiden Opern „Nacht“ und „Die schöne Wunde“ ermöglichten Georg Friedrich Haas den Start seiner internationalen Karriere. Den vorläufigen Höhepunkt stellt die Berufung an die Columbia Universität in New York ab September 2013 dar. Im kommenden Jahr präsentieren die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle ein neues Orchesterwerk und für 2015 ist eine neue Oper in der Londoner Covent Garden Opera angekündigt.
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Das Filmforum Bregenz feiert diese Woche mit einem Festabend und Ernst Lubitschs „To Be or Not to Be“ sein 20-jähriges Bestehen. Das TaSKino Feldkirch vermittelt dagegen mit Nadav Lapids „Policeman - Ha-Shoter“ einen Eindruck von den gesellschaftlichen Spannungen in Israel.
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Hermann Prey, Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Schreier, Thomas Quasthoff, Brigitte Fassbaender, Christa Ludwig, Christoph Prégardien, Ian Bostridge – und unzählige andere legendäre LiedsängerInnen haben es getan, manche auch mehrmals, nämlich Franz Schuberts „Die Winterreise“ auf Platte gebannt. Da musste die 27-jährige in Wien lebende Oberösterreicherin Lia Pale in große Fußstapfen treten, aber das Risiko war kalkulierbar, denn ihre Welt ist nicht die Klassik, sondern der Jazz.
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In der Feldkircher Johanniterkirche sind derzeit schwarze Stoffbahnen ausgelegt, auf denen Porträts von lachenden Kindern aus aller Welt aufgedruckt sind. Die Installation stammt von der Hohenemser Künstlerin Mariella Scherling-Elia, die damit auf die permanent mit Füßen getretenen Rechte der Kinder in aller Welt aufmerksam machen will.
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Über siebenhundert Kinder und Jugendliche tummelten sich beim 8. Jugend-Blasorchester-Landeswettbewerb für Vorarlberg und Liechtenstein in der Kulturbühne AmBach. In neunzehn Musikkapellen formierten sich die BläserInnen und Schlagwerker und präsentierten der prominent besetzte Jury mit Helmut Schmid, Wolfgang Jud und Pirmin Hodel jeweils zwei Kompositionen. Gewonnen haben ausnahmslos alle teilnehmenden MusikantInnen und ihre musikalischen Leiter, denn auch bei diesem Bewerb zählte der olympische Gedanke. Jubeln durften am Ende die Jugendkapelle Altach mit ihrem Dirigenten Josef Eberle sowie das Schülerblasorchester der Musikschule Walgau mit Christian Mathis am Dirigentenpult. Diese beiden Blasorchester werden Ende Oktober zum Bundeswettbewerb antreten.
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Die in Berlin lebende Pianistin Julia Hülsmann ist vor allem durch ihre Produktionen mit den VokalistInnen Rebekka Bakken, Roger Cicero und Anna Lauvernac einem größeren Kreis von Jazzliebhabern bekannt geworden. Nach zwei Trio-Produktionen mit dem Bassisten Marc Muellbauer und Drummer Heinrich Köbberling hat sie nun den ebenfalls in der deutschen Metropole lebenden britischen Trompeter und Flügelhornisten Tom Arthurs mit an Bord geholt.
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In Kooperation mit dem Internationalen Bodenseefestival lud das Landeskonservatorium nach Feldkirch zu einer „Langen Nacht der Tasten“. Der Abend mit zahleichen Kurzkonzerten im Festsaal, im Kleinen Saal, in der Kapelle sowie im Schlagzeugraum und in der Lounge war ein großer Erfolg. Ein vielseitiges Programm bot den BesucherInnen über viereinhalb Stunden lang Kammermusik auf einem oder zwei Klavieren, zu zwei-, vier- oder sogar acht Händen, Akkordeonensemble und sogar Livemusik zum Filmklassiker „Nosferatu“. Gleichberechtigt nebeneinander wirkten Lehrende und Lernende. Viele Werke des 20. und 21. Jahrhunderts gab es zu hören sowie die Uraufführung von Hans-Udo Kreuels Quintett „Tanz und Beschwörung“ für Klavier und Saxophonquartett wurde präsentiert.
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Nachdem sich Anfang des Jahres die Wege von Michael Löbl und dem Symphonieorchester Vorarlberg getrennt haben, wurde die Stelle des Geschäftsführers umgehend ausgeschrieben. Aus vierundvierzig Bewerbungen erhielt der Salzburger Kulturmanager und ehemaliger Profimusiker Thomas Heißbauer den Zuschlag und wurde als neuer Mann in dieser für die Musikszene des Landes bedeutenden Stelle vorgestellt. Derzeit ist der 45-Jährige beim Mozarteumorchester in Salzbug für die Orchesterdisposition und im Projektmanagement für kulturelle Bildung tätig. Ab September 2013 wird er für die Geschicke des Symphonieorchesters Vorarlberg (Mit)Verantwortung tragen.
Im Interview mit Silvia Thurner erzählt Thomas Heißbauer von seinen Plänen, erinnert sich an MusikerInnen des SOVs, erwähnt die Musikvermittlung als sein Herzensanliegen und gibt Einblicke in die zukünftigen Vorhaben des Symphonieorchesters.
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Da ist Bernhard Lampert, dem ungemein rührigen Gründer und Organisator des Vorarlberger Barockorchesters „Concerto Stella Matutina“, ein toller Coup gelungen. Er konnte den weitum anerkannten Barockexperten und Ö1-Moderator Bernhard Trebuch aus Wien von den außerordentlichen Qualitäten seines Ensembles überzeugen. Die Folgen: „CSM“ werden am Pfingstwochenende zu den von Trebuch kuratierten Internationalen Barocktagen im Stift Melk eingeladen, Mitschnitte ihrer Konzerte sind in nächster Zeit nicht mehr nur im Lokalprogramm von Radio Vorarlberg, sondern gleich zwei Mal auch im nationalen Kulturprogramm Österreich 1 zu hören (Hinweise am Ende dieses Beitrages).
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Das vorletzte Abonnementkonzert der Reihe „DornbirnKlassik“ ermöglichte eine Begegnung mit dem außergewöhnlichen Pianisten Antoine Françoise, der Ravels Klavierkonzert in G-Dur in einem farbenreichen Spiel humorvoll und virtuos interpretierte. Enthusiastisch musizierte die Artur Rubinstein-Philharmonie Lodz Smetanas „Moldau“ und die 6. Sinfonie von Peter I. Tschaikowsky und betonte in ihren Werkdeutungen viel mehr die große Linie als die detailreichen Facetten und Inhalte der Kompositionen.
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Baz Luhrmann („Moulin Rouge!“) ist der Orgiast unter den Hollywood-Regisseuren. Rauschhafte Kamera und Farbspiele drohen schon zum Selbstzweck zu werden, bis gegen Ende doch noch der tragische Kern dieser Erzählung zum Vorschein kommt.
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Mit „Little Alien“ zeigt das Theater am Saumarkt diese Woche einen Dokumentarfilm über „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“. Die Grenzen zwischen Dokumentar- und Spielfilm verschwimmen dagegen in Tizza Covis und Rainer Frimmels „Der Glanz des Tages“, der vom Filmforum Bregenz gezeigt wird.
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Unzählige Menschen ließen sich schon von der Musik des 58-jährigen Turiner Komponisten Ludovico Einaudi gefangen nehmen – manche, ohne es zu realisieren: etwa all die Kinogänger, die sich für „Ziemlich beste Freunde“ begeisterten. Denn die Filmmusik ist eines der Genres, in denen sich der ausgebildete Klassiker, Schüler und spätere Assistent des großen Avantgarde-Komponisten Luciano Berio und Pop/Rock-Musik-Fan besonders wohlfühlt.
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Der “Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige AutorInnen nichtdeutscher Muttersprache”, der auf eine Idee von Michael Köhlmeier zurückgeht, wird alle zwei Jahre international ausgeschrieben. Dafür konnten unveröffentlichte Prosatexte, die nicht nur migrantische Fragen behandeln, eingereicht werden, sondern die in freier Themenwahl das Ineinandergreifen verschiedener kultureller Traditionen und biographischer Prägungen vor dem Hintergrund einer sich ständig wandelnden Gegenwart thematisieren. In diesem Jahr sind 153 Einsendungen fristgerecht eingelangt.