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CD-Tipp

Mathias Eick: Midwest
CD-Tipp
05.04.2015 Peter Füssl

Die Geburtsstunde dieses wunderbaren Albums schlug, als der norwegische Trompeter Mathias Eick im Rahmen einer nervenaufreibenden US-Tournee von Heimweh geplagt in den Mittleren Westen geriet und sich plötzlich zu Hause wähnte, weil die Gegend seiner Heimat ähnelte und der Großteil der Bewohner norwegische Namen trug. Das machte ihn darauf aufmerksam, dass im 19. und 20. Jahrhundert rund eine Million Norweger auswanderten, um in der Neuen Welt ihr Glück zu suchen, und sich dann vorwiegend im Mittleren Westen ansiedelten.

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Manu Delago: Silver Kobalt
CD-Tipp
02.04.2015 Peter Füssl

Mit seinem neuen Album „Silver Kobalt“ setzt der in London lebende, aus dem Tirol stammende Hang-Virtuose und Perkussionist Manu Delago, der längst zum Dreh- und Angelpunkt von Björks Live-Band geworden ist, auf jene Ingredienzien, die schon sein 2013-er Album „Bigger Than Home“ erfolgreich gemacht haben: alternative Pop-Ideen kombiniert mit gepflegten elektronischen Sound-Experimenten, intensiven und vielschichtigen Rhythmen und exquisit ausgesuchten Stimmen, dieses Mal von Isa Kurz, Anil Sebastian, Rahel und Katie Noonan.

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Wolfgang Muthspiel: Vienna, World
CD-Tipp
31.03.2015 Peter Füssl

Mit dem Solo-Album „Vienna naked“ und vierzehn auf den Leib geschneiderten Songs startete der Gitarrist Wolfgang Muthspiel vor drei Jahren seine Singersongwriter-Karriere, die jetzt mit „Vienna, World“ ihre unkonventionelle, mit fünf verschiedenen Bands an fünf verschiedenen Orten produzierte Fortsetzung findet.

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Kendrick Lamar: To Pimp A Butterfly
CD-Tipp
27.03.2015 Peter Füssl

Das neue Album des 27-jährigen Rap-Superstars aus Compton/L.A., der sich mit seinem Major-Debut „Good kid, m.A.A.d city“ vor zwei Jahren in die Top-Liga katapultierte, brach schon wenige Tage nach seinem überraschend vorverlegten Release-Termin Rekorde: es wurde beispielsweise innerhalb von 24 Stunden 9,6 Millionen mal auf Spotify gestreamt, und es gab dies und jenseits des Großen Teichs kein – noch so rap-fernes – Qualitätsmedium, das Kendrick Lamar nicht gewürdigt hätte.

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Jakob Bro: Gefion
CD-Tipp
24.03.2015 Peter Füssl

Außerhalb Dänemarks ist der 36-jährige Gitarrist Jakob Bro als Bandmitglied von Paul Motian oder Tomasz Stanko bekannt geworden, manchen vielleicht durch sein eigenes, auch als Dokufilm verewigtes CD-Projekt „Balladeering“ mit Motian und Bill Frisell. An Letzteren erinnert – freilich nur von der Stimmung und den Klangfarben her, aber ohne Americana-Einsprengsel – Jakob Bros Debut-Album bei ECM, das ihm einen ordentlichen Popularitätsschub bescheren dürfte.

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Rudresh Mahanthappa: Bird Calls
CD-Tipp
17.03.2015 Peter Füssl

Rudresh Mahanthappa, der vielleicht perfekteste Altsaxophonist der Gegenwart und einer der kreativsten Komponisten dazu, erweist Charlie Parker, seinem großen Vorbild und unerschöpflichem Quell an Inspirationen, die Ehre. Und wie! Diese unbändig kraftvolle und mitreißende Hommage kommt völlig ohne Parker-Stück aus und ist trotzdem vollgestopft mit dem Geist dieses großen Erneuerers des Jazz, dessen Musik auch heute noch – er wurde vor 95 Jahren geboren und ist vor 60 Jahren gestorben – total am Puls der Zeit liegt.

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Bob Dylan: Shadows In The Night
CD-Tipp
10.03.2015 Peter Füssl

Zugegeben, auf dem Papier las es sich etwas eigenartig, dass sich ausgerechnet Bob Dylan, den man zwar als größten und erfolgreichsten Songwriter aller Zeiten, sicherlich aber nicht als herausragendes Vokalgenie sehen kann, ausgerechnet des von nicht zufällig „The Voice“ genannten Frank Sinatra bekannt gemachten Songmaterials annimmt.

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Lia Pale: my poet’s love
CD-Tipp
05.03.2015 Peter Füssl

Knappe zwei Jahre nach ihrem außergewöhnlichen Debut „gone too far“, das Schubert/Müllers „Die Winterreise“ gewidmet war, schlägt das Dreamteam Lia Pale/Mathias Rüegg mit „my poet’s love“ nun nochmals in dieselbe Kerbe. Dieses Mal hat die Endzwanzigerin mit Hilfe zweier Native-Speakerinnen sieben Gedichte aus Heinrich Heines „Buch der Lieder“ und ebenso viele aus Rainer Maria Rilkes Gedichtsammlungen „Mir zur Feier“ und „Das Buch der Lieder“ ins Englische übersetzt, um sie ihren Vorstellungen gemäß so richtig gesangstauglich zu machen.

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Sinikka Langeland: The Half-Finished Heaven
CD-Tipp
03.03.2015 Peter Füssl

Auf ihrem vierten Album für ECM konzentriert sich Sinikka Langeland, die Sängerin und Kantele-Virtuosin norwegisch-finnischer Abstammung, auf die griffbrettlose nordische Kastenzither. Nur auf drei Stücken, Vertonungen von Gedichten des schwedischen Literaturnobelpreisträgers Tomas Tranströmer, ist ihre wunderschöne Stimme zu hören.

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Björk: Vulnicura
CD-Tipp
24.02.2015 Peter Füssl

Ist es zynisch, wenn man dem Medienkünstler Matthew Barney dankbar ist, dass er seine langjährige Beziehung zu Björk geschmissen hat? Wahrscheinlich schon, andererseits sind Trennungsschmerz, Angst, Wut und Verzweiflung die Triebfedern für das seit langem beste und zugänglichste Album der Isländerin, deren musikalische Anziehungskraft zuletzt im ziemlich übersteigerten technoiden Experiment „Biophilia“ etwas verloren gegangen war.

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IBEYI
CD-Tipp
19.02.2015 Peter Füssl

Ibeyi heißt im Yoruba-Dialekt „Zwillinge“, was auf die 20-jährigen kubanisch-französischen Schwestern Lisa-Kaindé und Naomi Díaz, die derzeit als die aufregendsten Debütantinnen des Jahres alle qualitätsbewussten Musikrubriken erobert haben, auch zutrifft. Zur Musik fanden die beiden als Weg, den frühen Tod ihres Vaters und Buena Vista Social Club- bzw. Afro Cuban Allstars-Perkussionisten Miguel Angá Díaz und einer Schwester zu verarbeiten.

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Marius Neset: Pinball
CD-Tipp
17.02.2015 Peter Füssl

Der erst 29-jährige Norweger Marius Neset genießt bereits den Ruf, einer der ganz großen Saxophonisten und Komponisten des jungen europäischen Jazz zu sein, was er mit seinem exzellenten neuen Album „Pinball“ sicherlich noch untermauern wird. Zu seiner Stammbesetzung mit Ivo Neame an den Tasteninstrumenten, Petter Eldh am Bass und Anton Eger an den Drums hat er sich den wendigen Vibraphonisten und Marimbaspieler Jim Hart geholt und er fettet den ohnehin schon ungemein dichten Sound je nach Bedarf noch mit Cello, Violine oder Flöte auf.

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Chris Potter Underground Orchestra: Imaginary Cities
CD-Tipp
10.02.2015 Peter Füssl

Chris Potter hat sich in den letzten 25 Jahren mit 15 Alben als Bandleader und auf mehr als hundert Produktionen von Dave Holland, Dave Douglas, Paul Motian, Steely Dan & Co. als einer der ganz großen Tenorsaxophonisten der Gegenwart manifestiert. Auch sein kompositorisches Talent ist längst kein großes Geheimnis mehr, dennoch übertrifft er mit seinem elfköpfigen Underground Orchestra nochmals alle Erwartungen.

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„Schlussendlich versuche ich immer meine eigene Stimme zu finden“ – Interview mit David Helbock
CD-Tipp
05.02.2015 Peter Füssl

Der mittlerweile in Berlin lebende David Helbock ist sowohl als Pianist als auch als Komponist eine faszinierend vielfältige Persönlichkeit. Neben dem außergewöhnlichen Trio „Random/Control“ mit Johannes Bär und Andreas Broger, mit dem er soundmäßig ständig Neuland betritt, hat er Duos mit dem Geiger Simon Frick und dem Trompeter Lorenz Raab und natürlich sein erfolgreiches Solo-Programm „Purple“ mit Prince-Songs. Mit seinem neuen Trio mit dem Drummer Herbert Pirker und dem Bassisten Raphael Preuschl, der hier Bassukulele spielt, war David Helbock im vergangenen Jahr rund um den Globus unterwegs, ehe er beim Berliner Label Traumton Records die nun präsentierte Debut-CD „Aural Colors“ aufgenommen hat. Peter Füßl stellte David Hel-bock ein paar Fragen zur neuesten Produktion und zu seinem Mitwirken im neuen Or-chestra des Trompeters und Komponisten Michael Mantler, der – vor allem auch mit Carla Bley – ein Stück Jazzgeschichte geschrieben hat.

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Vijay Iyer Trio: Break Stuff
CD-Tipp
03.02.2015 Peter Füssl

Der New Yorker Ausnahme-Pianist und Komponist Vijay Iyer nennt Ahmad Jamal, Andrew Hill und Duke Ellingtons „Money Jungle“-Album als seine persönlichen Einflüsse, betont aber, dass die Band auch von James Browns Rhythm Section, von Jimi Hendrix Band of Gypsys, von Miles Davis’ Rhyhtm Section, natürlich auch von jener Charlie Parkers, oder vom Soul der 1970er Jahre, von elektronischer Musik und vom neuesten Hip-Hop inspiriert werde.

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Diana Krall: Wallflower
CD-Tipp
29.01.2015 Peter Füssl

Die mit fünf Grammys ausgezeichnete kanadische Pianistin und Sängerin Diana Krall ist vergangenen November 50 geworden, möglicherweise ist das der Grund, weshalb sie ein Album vorwiegend mit den Songs ihrer Kindheit und Jugendzeit aufgenommen hat. So kommt es, dass die attraktive Blondine, die sich mit Erfolgsproduzent T Bone Burnett auf ihrem letzten Album „Glad Rag Doll“ noch in die Welt der Music Hall-Revuen der 1920er/30er-Jahre hineinversetzt hatte, nun mit dem legendären Pop- und Filmmusik-Produzenten, 15-fachen Grammy-Gewinner und „Verve“-Label-Chef David Foster tief in die Welt des Pop eintaucht.

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Vincent Peirani: Living Being
CD-Tipp
27.01.2015 Peter Füssl

Der 34-jährige Vincent Peirani hat es innerhalb weniger Jahre ins Spitzenfeld der Akkordeonvirtuosen geschafft und gilt als Jahrhunderttalent. Jede Menge an Auszeichnungen in der Tasche – zuletzt erhielt er den Prix Django d’Or, den Echo Jazz Preis und wurde zum „Künstler des Jahres“ im französischen „Jazz Magazine“ gewählt – erlebt er nun mit seinem neuen Quintett einen weiteren Kreativitätsschub ungeahnten Ausmaßes.

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Anouar Brahem: Souvenance
CD-Tipp
23.01.2015 Peter Füssl

„Außergewöhnliche Ereignisse erschütterten plötzlich das alltägliche Leben von Millionen von Menschen. Wir wurden ins Ungewisse geschleudert und erlebten dies mit einer Gefühlsmischung aus großer Angst, Freude und Hoffnung. Was passierte, überstieg schlicht unser Vorstellungsvermögen.“ Die politischen Umwälzungen, die Ende 2010 in Anouar Brahems tunesischer Heimat ihren Ausgang nahmen und sich dann als „Arabischer Frühling“ auch in die angrenzenden Länder ausbreiteten, haben den Oud-Virtuosen „zutiefst beeinflusst“ – das nicht unbedingt ECM-typische Cover-Bild einer Straßenkampfszene unterstreicht diese Aussage auch optisch.

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Nguyen Lê: Celebrating The Dark Side Of The Moon
CD-Tipp
20.01.2015 Peter Füssl

Einen mehr als 50 Millionen mal verkauften Rock-Klassiker wie Pink Floyds „The Dark Side Of The Moon“ gute 40 Jahre nach dessen Erscheinen als Vorlage für ein Bigband-Album zu nehmen, könnte furchtbar in die Hose gehen. Aber nicht beim gewitzten Gitarristen Nguyên Lê, der seine Vorliebe für die Rock-Geschichte auch schon mit eigenwilligen Hit-Adaptionen von Jimi Hendrix, Led Zeppelin, Cream oder Iron Butterfly ausgelebt hat.

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Wesseltoft Schwarz Berglund: Trialogue
CD-Tipp
13.01.2015 Peter Füssl

Seinem vielseitigen Oeuvre fügt der norwegische Elektro-Jazz-Pionier und einflussreiche Produzent Bugge Wesseltoft, der zuletzt mit seinem ambitionierten elektronikfreien Ethno-Projekt „OK World“ verblüffte, nun ein weiteres Schmuckstück hinzu.

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