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CD-Tipp

Rigmor Gustafsson: When You Make Me Smile
CD-Tipp
16.09.2014 Peter Füssl

„I Will Wait For You“, „Close To You“, „On My Way To You“, „Alone With You“, „Calling You“ – und nun „When You Make Me Smile“: Es ist kein Zufall, dass in allen Alben Rigmor Gustafssons das Wort „You“ vorkommt, denn die schwedische Vokalistin will ihr Publikum mit ihrer Natürlichkeit und ihrer ausdrucksstarken Stimme direkt ansprechen, begeistern und verzaubern. Mitunter hat sie schon ausgefallene Konstellationen ausprobiert, etwa mit dem radio.string.quartet.vienna, oder Konzeptalben als Hommagen an Michel Legrand oder Dionne Warwick aufgenommen. Dieses Mal kommt sie aber ganz klassisch daher und gibt sich voll ihrem Faible für großorchestralen Jazz hin.

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Andreas Schaerer/Lucas Niggli: Arcanum
CD-Tipp
11.09.2014 Peter Füssl

„Stimme und Trommel sind die geheimnisvollsten Instrumente; es sind die ältesten, die es gibt – uralte Werkzeuge der Kommunikation.“ Große Worte, die da als Motto gelb auf schwarz im Booklet prangen, und dennoch haben der Vokalartist Andreas Schaerer und der Schlagzeuger und Perkussionist Lucas Niggli nicht die geringste Mühe, dieser Aussage in den aus insgesamt vier Stunden an Rohmaterial komprimierten 43 Minuten und 44 Sekunden Leben einzuhauchen, einzuschreien, einzuflüstern, einzuhämmern, einzutrommeln, einzuscatten, einzu......

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Spoon: They Want My Soul
CD-Tipp
09.09.2014 Peter Füssl

„Rent I Pay“ heißt der Opener des mittlerweile auch schon achten Longplayers der Indie-Rocker aus Austin/Texas, und er klingt, als hätten die „Stones“ einen witzigen Alternative-Take zu „Street Fighting Man“ aus dem Ärmel gezaubert. Aber die vor 20 Jahren gegründete und zu Ehren der deutschen Krautrock-Legende „Can“ nach deren größtem Hit „Spoon“ benannte Band hatte noch nie größere Bedenken, die effektvollsten Ingredienzien der Rock- und Pop-Geschichte in ihr letztlich dann doch ganz nach „Spoon“ klingendes Soundgebräu zu integrieren.

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Stefano Bollani: Joy In Spite Of Everything
CD-Tipp
04.09.2014 Peter Füssl

„Wir gingen ins Studio, ohne dass wir uns alle schon mal getroffen hätten. Aber das ist genau das, was ich am Jazz liebe: Einfach mal hingehen und schauen, was passiert.“ Okay, ganz so wagemutig, wie es klingt, war es auch wieder nicht. Denn mit dem dänischen Rhythmus-Gespann Jesper Bodilsen am Kontrabass und Morten Lund an den Drums ist der einstmals von Enrico Rava ins internationale Jazz-Bewusstsein eingebrachte italienische Pianist Stefano Bollani schon im Trio-Format hervorragend eingespielt, und mit den beiden amerikanischen Cracks, Gitarrist Bill Frisell und Tenorsaxophonist Mark Turner, kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

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The New Pornographers: Brill Bruisers
CD-Tipp
02.09.2014 Peter Füssl

Da Neko Case und Dan Bejar aka Destroyer in den letzten Jahren zunehmend mit ihren eigenen Projekten beschäftigt waren, darf man sich besonders freuen, dass die achtköpfige Band aus Vancouver nochmals in ihrer Stammbesetzung antritt. Zumal „The New Pornographers“ mit ihrem sechsten Album nach einer vierjährigen Veröffentlichungspause nochmals klar legen, dass sie ihren Status als Supergroup des Power-Pop nach wie vor verdienen.

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Jerry Léonide: The Key
CD-Tipp
28.08.2014 Peter Füssl

Der 30-jährige, aus Mauritius stammende Jerry Léonide machte letztes Jahr als einhelliger Gewinner der „Solo Piano Competition“ des Montreux Jazz Festivals auf sich aufmerksam, wo er gleich auch den Publikums-Preis einheimsen konnte. Sein ACT-Debut „The Key“ wird sicherlich eine Schlüsselrolle in seiner internationalen Karriere spielen, die er als 17-Jähriger mit tatkräftiger Unterstützung seines prominenten Landsmannes Linley Marthe in Paris startete.

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Louis Sclavis Quartet: Silk And Salt Melodies
CD-Tipp
26.08.2014 Peter Füssl

Das vor zwei Jahren erschienene Album „Sources“ ist sicherlich eine der herausragendsten Produktionen im außergewöhnlich abwechslungsreichen und qualitativ stets erstklassigen Oeuvre des französischen Klarinettisten Louis Sclavis. Aber die „Silk And Salt Melodies“ toppen das formidable Debut-Album von Sclavis’ Atlas Trio mit Gilles Coronado an der Gitarre und Benjamin Moussay an Piano und Keyboards noch. Nicht unmaßgeblichen Anteil daran hat der neu dazu gestoßene iranische Perkussionist und Zarb-Virtuose Keyvan Chemirani, der das musikalisch vielschichtige Geschehen des nunmehrigen Quartetts mit seinen brodelnden Rhythmen und unorthodoxen Ideen anfeuert.

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FKA Twigs: LP1
CD-Tipp
21.08.2014 Peter Füssl

Die 26-jährige Engländerin Tahliah Barnett, besser bekannt als FKA Twigs, hat mit zwei EPs und millionenfach angeklickten Youtube-Videos bereits einiges Aufsehen erregt und ist nun mit ihrem lapidar mit „LP1“ betitelten Debut-Album endgültig zur neuen Stil-Ikone und zum Darling des Musik-Feuilletons aufgestiegen. Wie von einem anderen Stern erscheint die in jeglicher Hinsicht perfekt durchgestylte in London lebende und sich gerne als extraterrestrische Sexgöttin präsentierende Tochter eines Jamaikaners und einer Spanierin – und genauso klingt sie auch.

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Depart: Refire
CD-Tipp
19.08.2014 Peter Füssl

Wer die quicklebendigen musikalischen Ideen, den geradezu elektrisierenden Spielwitz und die mitreißenden Grooves von Depart zum ersten Mal hört, würde wohl kaum vermuten, dass die Anfänge dieses Trios schon bald dreißig Jahre zurückliegen. Denn schon ab Mitte der 80er Jahre setzten der Wiener Saxophonist Harry Sokal und der Schweizer Kontrabassist Heiri Känzig, die sich vom Vienna Art Orchstra, dem Art Farmer Quintet und ihrer eigenen Band Timeless her bestens kannten, und der blutjunge, mit allen Zeichen rhythmischer Genialität behaftete Schweizer Drummer Jojo Mayer zehn Jahre lang pulsierende Akzente in der zeitgenössischen Jazz-Szene.

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Andreas Matthias Pichler: The Waltz Of Our Hundred Kids
CD-Tipp
12.08.2014 Peter Füssl

Die 1981 im Tirol geborenen Zwillinge Matthias und Andreas Pichler haben sich als Bassist und Drummer vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Wolfgang Muthspiel einen hervorragenden Namen in der Jazzszene gemacht. Mit „The Waltz Of Our Hundred Kids“ bewegen sie sich nun jenseits aller Genre-Grenzen und erfinden ihren ureigenen Klangkosmos, der sich aus musikalischen Zutaten von dies- und jenseits des Atlantiks speist.

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Christof Lauer & NDR Bigband play Sidney Bechet: Petite Fleur
CD-Tipp
05.08.2014 Peter Füssl

Obwohl der 1897 in New Orleans geborene und 1959 in Paris gestorbene Sidney Bechet neben Louis Armstrong eine der prägenden Stimmen des frühen Jazz war und mit Gershwins „Summertime“ Ende der Dreißiger Jahre und mit seinen Eigenkompositionen „Petite fleur“ und „Dans la rue d’Antibes“ in den Fünfzigern veritable Hits zu verzeichnen hatte, ist der exzellente Sopransaxophonist und Klarinettist und geniale Schöpfer leicht ins Ohr schlüpfender Melodien heute etwas in Vergessenheit geraten.

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Jean-Louis Matinier/Marco Ambrosini: Inventio
CD-Tipp
29.07.2014 Peter Füssl

Italiener Marco Ambrosini, ausgebildeter Violinist und Komponist, in der Alten Musik gleichermaßen zuhause wie in der zeitgenössischen, ist außerhalb Schwedens der wichtigste Protagonist auf der mittelalterlichen Nyckelharpa. Nicht weniger vielseitig und jegliche stilistischen Grenzen sprengend ist der französische Akkordeonvirtuose Jean-Louis Matinier, der hierzulande vor allem durch seine Projekte mit dem Kontrabassisten Renaud Garcia-Fons bekannt wurde.

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Henry Butler - Steven Bernstein & The Hot 9: Viper’s Drag
CD-Tipp
22.07.2014 Peter Füssl

Der von Geburt an blinde Henry Butler zählt seit Jahrzehnten zu den gefragtesten Jazz- und Blues-Pianisten von New Orleans, während sich der Slidetrompeter Steven Bernstein einen Namen als absolutes Glanzlicht des schrägen Avantgarde-Jazz in Bands wie „Lounge Lizards“, „Sex Mob“ oder „Diaspora Soul“ erspielt hat. Ihre Wege kreuzten sich erstmals 1998 für Robert Altmans Filmklassiker „Kansas City“ und dann wieder vor ein paar Jahren in New York, wohin Henry Butler infolge des katastrophalen Hurrikans Katrina umziehen musste.

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Passenger: Whispers
CD-Tipp
15.07.2014 Peter Füssl

Mike Rosenberg aka Passenger, begeisterter Straßenmusiker aus Überzeugung und eher zufälliger Hitproduzent – „Let Her Go“ verkaufte sich sechs Millionen mal und war in sechzehn Ländern Spitzenreiter in den Charts – bleibt seiner musikalischen Linie auch auf seinem sechsten Album „Whispers“ treu: folk-orientierter Singersongwriter-Pop, mal melancholisch, mal hoffnungsfroh, manchmal ein bisschen ironisch, aber stets leicht ins Ohr gehend.

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Jazz at Berlin Philharmonic II: Norwegian Woods
CD-Tipp
10.07.2014 Peter Füssl

Die von ACT-Chef Siggi Loch kuratierte Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ war am 11. März 2014 dem norwegischen Jazz gewidmet und führte so großartige Musikerpersönlichkeiten wie den Pianisten und Elektronikspezialisten Bugge Wesseltoft, die unglaublich expressive „Entschleunigungs-“Vokalistin Solveig Slettahjell, den bluesgeschulten Gitarristen Knut Reiersrud, der auch schon für Dr. John, Joe Cocker oder Stevie Ray Vaughn auf seinen Saiten zauberte, und das außergewöhnlich einfallsreiche Trio In The Country (Morten Qvenild, Roger Arntzen, Pal Hausken) auf einer Bühne zusammen.

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Conor Oberst: Upside Down Mountain
CD-Tipp
08.07.2014 Peter Füssl

Conor Obersts Erfolgsband Bright Eyes und das Nachfolge-Projekt Mystic Valley Band sind endgültig Geschichte, mit seiner sechsten Solo-Produktion „Upside Down Mountain“ beweist das mittlerweile auch schon 34-jährige einstige Wunderkind aus Omaha, Nebraska aber eindrucksvoll, dass er auf einer Platte immer noch mehr gute Ideen hat als andere Sänger in ihrem gesamten Oeuvre.

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Yann Tiersen: ∞ (Infinity)
CD-Tipp
03.07.2014 Peter Füssl

Der Soundtrack zu Jean-Pierre Jeunets „Die fabelhafte Welt der Amélie“ machte ihn über Nacht berühmt, jener zu Wolfgang Beckers „Good-Bye Lenin!“ festigte seinen Ruf als genialer Schöpfer verträumt verspielter Filmmusiken. Aber der 44-jährige Multiinstrumentalist, der zurückgezogen auf einer Insel vor der Bretagne haust, sieht sein musikalisches Universum wohl etwas weiter gespannt, wie der Titel „∞ (Infinity)“ vermuten lässt.

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Keith Jarrett/Charlie Haden: Last Dance
CD-Tipp
01.07.2014 Peter Füssl

2007 trafen sich Keith Jarrett und Charlie Haden, nachdem sie nach ihrer epochalen Trio- und Quartett-Arbeit in den späten 60- und 70-er Jahren beinahe 30 Jahre getrennte musikalische Wege beschritten hatten, in Jarretts Haus in der Abgeschiedenheit von Oxford, New Jersey. Dort jammten sie vier Tage lang über Standards des „Great American Songbook“ und ließen dabei die Bandmaschine laufen.

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Kate Tempest: Everybody Down
CD-Tipp
26.06.2014 Peter Füssl

Da kann man wohl von einem Senkrechtstart sprechen, denn die 1986 im Südlondoner Stadtteil Brockley geborene Kate Tempest lässt mit ihrem Debüt „Everybody Down“ den Musikblätterwald ganz ordentlich rauschen. Zurecht, denn die junge Spoken-Word-Poetin hat wirklich einen erfrischend unverbrauchten Zugang zur wortgewaltigen Welt im Spannungsfeld zwischen literarischem Anspruch und straßentauglichem Rap gefunden.

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Jacob Young: Forever Young
CD-Tipp
24.06.2014 Peter Füssl

Als der polnische Pianist Marcin Wasilewski beim norwegischen Saxophonisten Trygve Seim zu Gast war und auf dessen Klavier Kompositionen von Jacob Young fand, über die die beiden gleich begeistert zu improvisieren begannen, hatte die Geburtsstunde des neuen Jacob Young Quintetts geschlagen.

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