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CD-Tipp

Omar Sosa: Senses. Solo Piano
CD-Tipp
06.05.2014 Peter Füssl

Der aus Kuba stammende und in Barcelona und auf Menorca lebende Pianist Omar Sosa hat vom Duo bis zur Bigband zwar alle Formate schon des Öfteren bedient, mit „Senses“ macht er nun aber das halbe Dutzend an Solo-Einspielungen voll, was man wohl als Hinweis auf eine besondere Vorliebe deuten darf.

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The Fonda/Stevens Group. 20th Anniversary Tour. Live from Spielboden
CD-Tipp
02.05.2014 Silvia Thurner

Die „Fonda/Stevens Group“ mit dem Kontrabassisten Joe Fonda, Harvey Sorgen (Perkussion), Herb Robertson (Trompete) und dem Pianisten Michael Jefry Stevens feierten im Jahr 2012 ihr zwanzigjähriges Bandjubiläum im Rahmen einer internationalen Tournee und einer CD-Produktion. Seit Jahren schätzen die aus New York stammenden Musiker die Atmosphäre und die ausgezeichnete Akustik am Dornbirner Spielboden. So bot genau dieser Ort ideale Voraussetzungen, um das neue Album live einzuspielen.

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Pat Metheny Unity Group: KIN
CD-Tipp
01.05.2014 Peter Füssl

Pat Metheny at his best! Nach teils eher etwas fragwürdigen Experimenten besinnt sich der Gitarrensuperstar auf „KIN“ seiner grandiosen Fähigkeit, Hochkomplexes mit melodienseliger Leichtigkeit, enorm Druckvolles mit wunderbar Poetischem zu verbinden.

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Kappeler/Zumthor: Babylon-Suite
CD-Tipp
29.04.2014 Peter Füssl

Das „Buch Daniel“ aus der hebräischen Bibel mit Nebukadnezars Traum, den singenden Jünglingen im Feuerofen, dem Menetekel, dem Propheten in der Löwengrube, vollgepackt mit urtümlichen Mythen und drastischer Endzeitvisionen lässt an Dramatik nichts zu wünschen übrig. Von diesen unglaublich starken, gespenstisch-eindrucksvollen Bildern ließen sich die Graubündner Pianistin Vera Kappeler und der Schlagzeuger/Perkussionist Peter Conradin Zumthor zu ihrer „Babylon-Suite“ inspirieren, die sie 2012 als Auftragswerk des Origen Festival Cultural in einer feucht-kalten und hallenden Kaverne der Elektrizitätswerke hoch über dem kleinen Bündner Dorf Tinizong uraufführten.

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SOHN: Tremors
CD-Tipp
26.04.2014 Peter Füssl

Der aus London stammende Wahlwiener Christopher Taylor, der schon Mitte der Nullerjahre unter dem Pseudonym Trouble Over Tokyo eine kleine Indiepop-Gemeinde um sich geschart hatte, hat sich als SOHN neu erfunden und mit seinem Elektro-Soul-Debut „Tremors“ und als Remixer für Lana Del Rey, Disclosure oder Banks einiges Aufsehen erregt.

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Veronika Harcsa & Bálint Gyémánt: Lifelover
CD-Tipp
22.04.2014 Peter Füssl

Auf dem Cover lächeln die beiden so herzig, als ob sie kein Wässerchen trüben könnten, aber bitte nicht täuschen lassen – die 31-jährige ungarische Sängerin Veronika Harcsa und der Gitarrist Bálint Gyémánt sind weit entfernt von biederer Gemütlichkeit. Nur mit Stimme, akustischer Gitarre, ein bisschen Fingersnapping und einem sparsamen Einsatz an technischen Effekten gestalten sie die zwölf Eigenkompositionen zu einem intensiven Hörerlebnis.

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Jazzorchester Vorarlberg, Clemens Wenger: „Morphing“. Jazzwerkstatt Records, 2014
CD-Tipp
17.04.2014 Silvia Thurner

Ein spannendes Projekt präsentiert das Jazzorchester Vorarlberg in Zusammenarbeit mit dem Musiker und Komponisten Clemens Wenger. Auf der neuesten CD „Morphing“ geht das JOV in Big Band Besetzung eine fulminante Verbindung zu elektronischer Musik ein. Als gleichwertige Partner werden reale Klänge und digitale Sounds ineinander und miteinander verschmolzen und zu einem organischen Ganzen geformt.

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Nils Petter Molvaer: Switch
CD-Tipp
17.04.2014 Peter Füssl

Der norwegische Trompeter legt seit Jahren zuverlässig erstklassige Alben vor, auf denen er mit unterschiedlichen Besetzungen immer wieder neue Aspekte seiner mal verträumt schwebenden, mal rauschhaft trancigen, stets aber moll-verliebten Klangwelten auslotet, die ihre ganz spezielle Atmosphäre aus der ausgeklügelten Kombination akustischer und elektronischer Elemente beziehen. Eine Stärke Molvaers war es auch immer, über alle Genregrenzen hinweg für jede Produktion die jeweils kongenialen Partner zu finden – von Eivind Aarset und Jan Bang, über Stian Westerhus zu Moritz von Oswald.

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Bugge Wesseltoft: OK World
CD-Tipp
15.04.2014 Peter Füssl

Wer bislang die Elektro-Jazz-Seite des norwegischen Pianisten/Keyboarders und Produzenten, seine „New Conception of Jazz“ besonders im Auge hatte, kann nun mit „OK World“ einen völlig neuen Aspekt von Wesseltofts Schaffen kennenlernen.

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Vijay Iyer: Mutations
CD-Tipp
10.04.2014 Peter Füssl

Der indischstämmige New Yorker Pianist Vijay Iyer hat in den vergangenen Jahren für eine Vielzahl an Solo- und Trio-Projekten und für Produktionen mit dem großartigen Altsaxophonisten Rudresh Mahanthappa dies- und jenseits des Atlantiks hervorragende Kritiken erhalten, tatsächlich ist er aber mit seinen in Yale absolvierten Studien der Mathematik und Physik und einem interdisziplinären Doktortitel in Technologie und Geisteswissenschaften in vielerlei Hinsicht eine singuläre Erscheinung. Dementsprechend komplex klingt auch das erste Album, das das eben erst zum Professor für Musik an der Harvard University bestellte 42-jährige Multi-Genie für Manfred Eichers renommiertes ECM-Label eingespielt hat.

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Anna Aaron: Neuro
CD-Tipp
08.04.2014 Peter Füssl

Mit ihrem auf dem Sophie Hunger-Label Two Gentlemen veröffentlichten Debut „Dogs in Spirit“ hat die 29-jährige Baslerin Anna Aaron (bürgerlich Cécile Meyer) zumindest in der Schweiz einigen Staub aufgewirbelt. Mit „Neuro“ will die Singer-Songwriterin und Pianistin nun international reüssieren, deshalb wurde auch in London mit Produzent David Kosten aufgenommen, mit Jason Cooper von „The Cure“ an den Drums und Ben Christophers von „Bat for Lashes“ an der Gitarre.

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Kühn & Kruglov: Moscow Joachim Kühn Birthday-Edition
CD-Tipp
03.04.2014 Peter Füssl

Der gerade erst 70 gewordene Pianist Joachim Kühn verfügt über ein unglaublich breites musikalisches Spektrum, das am einen Ende mit J.S. Bach beginnt und am anderen mit dem Free-Jazz aufhört – dazwischen Jazzrock und erstklassiger Ethno-Jazz, beides völlig klischeefrei, und sonst noch allerhand brauchbare Überbleibsel aus seiner mehr als 50-jährigen Bühnenkarriere. Neben der Vielseitigkeit und der klassisch geschulten Virtuosität zählen eine stets spürbare Innovationsfreude und das unbezähmbar brennende Feuer beim Musizieren zu Kühns Markenzeichen.

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Ndidi: Dark Swing
CD-Tipp
01.04.2014 Peter Füssl

Man nehme eine Prise der eindrucksvollen Naturschönheiten British Columbias, wo allerdings auch der provinzielle Rassismus-Mief lauert, gebe eine ordentliche Portion New Yorker „Open Mic“-Szene inklusive HipHop-, Blues- und Jazz-Erfahrungen dazu, mixe noch ein bisschen Rock- und Elektro-Szene à la Toronto hinein und gieße am Schluss noch eine ordentliche Portion Pariser Coolness und einen Schuss afrikanisches Erbe drüber – dann hat man die wichtigsten Lebensstationen von Ndidi Onukuwulu, die sich in ihrer äußerst stimmigen Pop-Jazz-Folk-Soul-Mischung auch musikalisch niedergeschlagen haben.

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Johnny Cash: Out Among The Stars
CD-Tipp
27.03.2014 Peter Füssl

Johnny Cash-Fans werden den 21. März, den Veröffentlichungstag von "Out Among The Stars, als neuen Feiertag ausrufen, denn dass 11 Jahre nach dem Tod des „Man in Black“ nochmals unverbrauchtes Material in dieser Qualität auftaucht, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Die Anfang der 80er Jahre von Columbia Records in Nashville aufgenommenen, aber nach dem Rauswurf des persönlich aus dem Tritt und aus der Mode geratenen Stars in Vergessenheit geratenen Songs wurde von Cash-Sohn und Nachlassverwalter John Carter Cash gefunden und mit behutsamen Eingriffen an heutige Soundstandards angepasst.

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Tony Lakatos: Standard Time
CD-Tipp
24.03.2014 Peter Füssl

Der 55-jährige in Frankfurt lebende ungarische Tenor- und Sopransaxophonist Tony Lakatos gilt als Gralshüter der amerikanischen Jazztradition in Deutschland – ein Ruf, dem er mit „Standard Time“ einmal mehr gerecht wird.

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Sarah Buechi: Flying Letters
CD-Tipp
18.03.2014 Peter Füssl

Sie stammt aus einem hochmusikalischen, klassisch orientierten Elternhaus, wo sie schon früh mit Gesang, Klavier und Geige in Kontakt kam, konnte sich als Jugendliche für Punk und Pop/Rock jenseits der Hitparadentauglichkeit begeistern, studierte bei Lauren Newton und Susanne Abbuehl Jazzgesang, machte sich eineinhalb Jahre lang im legendären Karnataka College of Percussion beim Perkussionisten T.A.S. Mani und der Sängerin R.A. Ramamani mit der indischen Tradition vertraut, entdeckte beim New Yorker Saxophonisten Steve Coleman die Geheimnisse einer Art rhythmischer Polyphonie, deren Ursprünge sie dann im Verlauf eines längeren Aufenthalts in Ghana weiter erforschte, intensivierte ihre Technik bei Sheila Jordan und Jay Clayton in New York oder ließ sich von Médéric Collignon in Paris überraschen.

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Uri Caine: Callithump
CD-Tipp
11.03.2014 Peter Füssl

Dieses Solo-Album ist die 26. Produktion des in New York lebenden Meisterpianisten für das Münchner Winter&Winter-Label in gut 20 Jahren – eine ausgesprochen fruchtbare und vielgestaltige künstlerische Zusammenarbeit, die mit „Callithump“ ein weiteres Highlight erfährt.

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Iiro Rantala String Trio: Anyone With A Heart
CD-Tipp
06.03.2014 Peter Füssl

„Früher, etwa mit dem Trio Töykeät drehte sich vieles darum, zu zeigen: ‚Seht her, das können wir auch’. Jetzt geht es mir ganz einfach um meine Melodien, das ist viel persönlicher. Aber das Einfache ist das Schwierige. Es ist ein schmaler Grat: Wird es zu einfach, dann geht das Richard Clayderman-Warnlicht an.“ – Der finnische Star-Pianist Iiro Rantala ist sich also jener Gefahren sehr wohl bewusst, die hinter seinem melodienseligen Neo-Romantik-Konzept lauert. Und auch seine persönlichen Liner-Notes zum Thema „Von Herzen Kommendes und Liebe“ könnten leicht in Kitsch-Verdacht geraten.

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Simin Tander: Where Water Travels Home
CD-Tipp
04.03.2014 Peter Füssl

„Sie verbindet die leidenschaftliche Kreativität von Meredith Monk mit der jazzigen Intelligenz von Gretchen Parlato“ – die renommierte amerikanische Jazz-Webseite „All About Jazz“ liegt mit dieser Beschreibung der deutsch-afghanischen Sängerin Simin Tander sicher richtig. Aber dieses Phänomen dürfte damit noch nicht ausreichend beschrieben sein, denn mit ihrer zweiten CD durchwandert die stimmgewaltige Schönheit ein weites Spektrum zwischen paschtunischen Traditionals und experimentierfreudigem Avantgarde-Jazz.

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Nils Landgren: Eternal Beauty
CD-Tipp
27.02.2014 Peter Füssl

Wenn der Großmeister des europäischen Funk seine rote Posaune nur für einige sparsam-verhaltene, aber umso gefühlvollere Soli benützt und mit seiner hellen, leicht angerauten und trotzdem schmeichelweichen Stimme zum Balladengesang anhebt, hält für eine knappe Stunde der musikalische Schönklang Einzug in den Gehörgängen.

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