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CD-Tipp

Rudresh Mahanthappa: Gamak
CD-Tipp
29.01.2013 Peter Füssl

Schon mit dem ersten Stück „Waiting Is Forbidden“ entfesselt dieses Quartett einen wahren Orkan an stilistischen Bocksprüngen, überraschenden Rhythmus- und Tempowechseln und schrägen musikalischen Einfällen aller Art.

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Diknu Schneeberger Trio: Friends
CD-Tipp
24.01.2013 Peter Füssl

Für sein Plattendebut „Rubina“ im Jahr 2007 erhielt der damals 17 Jahre alte Sinti-Gitarrist Diknu Schneeberger den Hans Koller-Preis als „Talent of the Year“. Mit „The Spirit of Django“ erzielte er drei Jahre später endgültig den internationalen Durchbruch und konnte anschließend seine eindrucksvolle Fingerfertigkeit auf Tourneen, die ihn bis nach Russland und Mexiko führten, den Freunden hochwertigen Gypsy-Swings zu Gehör bringen.

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Ensemble FisFüz & Gianluigi Trovesi: Papillons
CD-Tipp
08.01.2013 Peter Füssl

Der Oriental-Chamber-Jazz des seit 1995 bestehenden deutsch-türkischen Trios FisFüz mit Annette Maye an Klarinette und Bassklarinette, Gürkan Balkan an Gitarre und Oud sowie Murat Coşkun an einem ganzen Arsenal von Perkussionsinstrumenten hat längst die Grenzen des Mittelmeerraumes gesprengt. Man bedient sich mit Witz und Charme auch bei Tango, Rumba, Son und Klezmer, bei Calypso, Indischem und Jazz von den 20er-Jahren bis zur Gegenwart – und all dies klingt selbst in phantasievollsten Kombinationen wie organisch gewachsen, wie aus einem Guss.

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Eivind Aarset: Dream Logic
CD-Tipp
31.12.2012 Peter Füssl

Eivind Aarset macht es den Zuhörern mit seinem ersten auf ECM veröffentlichten Album nicht eben leicht, denn Melodie und Schönklang sind ihm auf diesem mit dem Elektroniker Jan Bang eingespielten Album über weite Strecken kein zentrales Anliegen. Mit vielschichtig verwobenen Sound- und Noise-Fragmenten zaubert der experimentelle Gitarrist und Soundtüftler spröde Soundkulissen für (alb)traumhafte Klangwelten und düstere Ambient-Soundscapes.

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Makoto Ozone Christian McBride Jeff „Tain“ Watts: My Witch’s Blue
CD-Tipp
22.12.2012 Peter Füssl

Der fünfzigjährige, im japanischen Kobe geborene und in New York lebende Makoto Ozone erwarb sich schon in frühester Kindheit einen Ruf als Hammondorgel spielendes Wunderkind, ehe er als 12-jähriger die erste Oscar Peterson-Platte hörte und umgehend zum Piano wechselte.

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Ce jour de l’an – The Fellowshippe of Musickers
CD-Tipp
19.12.2012 Silvia Thurner

„The Fellowshippe of Musickers“ rund um die Sopranistin Aglaia Mika legten vor wenigen Tagen eine CD vor, die Winter-, Weihnachts- und Tanzmusik des 14. bis 17. Jahrhunderts versammelt. Im Ensemble singen und spielen MusikerInnen aus England, Deutschland, der Schweiz, Rumänien, dem Iran und Österreich. Dementsprechend international und vielgestaltig klingt auch die Musik der engagierten Truppe, die sich auf historische Folkmusic spezialisiert hat.

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FOOD Thomas Strønen/Iain Ballamy: Mercurial Balm
CD-Tipp
18.12.2012 Peter Füssl

Auf „Mercurial Balm“ schließen der norwegische Drummer Thomas Strønen und der englische Saxophonist Iain Ballamby, beides auch ausgefinkelte Live-Elektroniker, nahtlos an ihr erfolgreiches, vor zwei Jahren erschienenes ECM-Debut „Quiet Inlet“ an: vielschichtige Rhythmus- und Klangteppiche, die zugleich etwas Schweres und etwas Schwebendes haben, verdichten sich zu verhalten-expressiven Soundscapes, bauen Spannung auf, die sich dann zumeist in emotionalen und dennoch klar strukturierten Saxophonausbrüchen Ballamys entladen.

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Scott Walker: Bish Bosch
CD-Tipp
11.12.2012 Peter Füssl

Einige der älteren Herren haben diesen Herbst mit hervorragenden Alben kräftige Lebenszeichen gegeben: Bob Dylans „Tempest“, Neil Youngs „Psychedelic Pill“, John Cales „Shifty Adventures In Nookie Wood“ oder Kris Kristoffersons „Feeling Mortal“ sind großartige Alben, die den hohen Level älterer Produktionen durchaus erreichen. Aber sie alle bewegen sich auch mehr oder weniger risikolos ziemlich punktgenau in den erfolgreichen Fahrwassern ihrer Vorgänger. Das kann man von Scott Walker nun mal wirklich nicht behaupten.

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Kurt Elling: 1619 Broadway. The Brill Building Project
CD-Tipp
06.12.2012 Peter Füssl

Kurt Elling wurde von der „New York Times“ als „herausragender Jazzvokalist der Gegenwart“ tituliert, mit jedem seiner neun Alben für den Grammy nominiert (einen hat er auch gewonnen) und in so renommierten Jazz-Magazinen wie dem „DownBeat“ und der „JazzTimes“ dreizehn- bwz. siebenmal zum „Sänger des Jahres“ gewählt. In der Tat verfügt der 45-jährige Sänger souverän über das gesamte Spektrum an vokalistischen Techniken und Ausdrucksmöglichkeiten und versteht es auch, jeder seiner Produktionen ein interessantes Konzept zugrunde zu legen.

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Iiro Rantala: My History Of Jazz
CD-Tipp
04.12.2012 Peter Füssl

Mit seinem 2011 erschienen, in höchsten Tönen gelobten und vielfach ausgezeichneten Album „Lost Heroes“ hat der mittlerweile 42-jährige finnische Pianist Iiro Rantala endgültig den Sprung in die Top-Liga der Jazzpianisten geschafft. Mit „My History Of Jazz“ gewährt der brillante Techniker mit einem unübersehbaren Hang zum Schrägen den Fans nun einen weiteren Einblick in seine musikalische Welt, die er in den Liner-Notes folgendermaßen einleitet: „Das Tolle am Musikerdasein ist doch, dass man nicht alles selber erfinden muss. Du kannst Deine Vorgänger anhören und von ihnen lernen.“

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Jan Garbarek/Egberto Gismonti/Charlie Haden: Magico – Carta de Amor
CD-Tipp
28.11.2012 Peter Füssl

Was der norwegische Tenor- und Sopransaxophonist Jan Garbarek, der amerikanische Kontrabassist Charlie Haden und der brasilianische Gitarrist und Pianist Egberto Gismonti im April 1981 im Münchner Amerika Haus live auf die Bühne brachten, ist ein völlig zeitloses musikalisches Vergnügen, das nun nach mehr als dreißig Jahren endlich aus den Untiefen des ECM-Archivs seinen Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat.

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Jacky Terrasson: Gouache
CD-Tipp
20.11.2012 Peter Füssl

Allein schon diese unglaubliche Interpretation des Amy Winehouse Klassikers „Rehab“ macht die jüngste CD des frankoamerikanischen Pianisten und Keyboarders Jacky Terrasson zu einem Must-have.

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Yaron Herman: Alter Ego
CD-Tipp
13.11.2012 Peter Füssl

Der 30-jährige, in Tel Aviv geborene und in Paris lebende Pianist Yaron Herman zählt vor allem in Frankreich zu den Senkrechtstartern der Jazz-Szene, wurde mit seinem erfolgreichen ACT-Debut „Follow The White Rabbit“ vor zwei Jahren aber auch im deutschsprachigen Raum bekannt. Er will sich aber vom schnellen Ruhm nicht überrumpeln, sich nicht im sicheren Fahrwasser einer erfolgsträchtigen Masche dahintreiben lassen.

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Michael Formanek: Small Places
CD-Tipp
06.11.2012 Peter Füssl

Der amerikanische Bassist, Komponist und Bandleader Michael Formanek schreitet mit „Small Places“ konsequent jenen Weg weiter, den er vor zwei Jahren mit dem Erfolgsalbum „The Rub And Spare Change“ eingeschlagen hat: die sieben Titel sind zwar nicht unbedingt leichte Kost, dafür halten sie aber aufgeschlossenen Musikfreunden mit offenen Ohren ein nicht selten zu erlebendes Hörvergnügen bereit.

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Rickie Lee Jones: The Devil You Know
CD-Tipp
30.10.2012 Peter Füssl

Der Stones-Klassiker „Sympathy For The Devil“ steht neben Donovans „Catch The Wind“ und Neil Youngs „Only Love Can Break Your Heart“ neben dem Rod Stewart-Hit „Reason To Believe“. Songmaterial, aus dem man eine nette Greatest Hits-Compilation der späten 60er und frühen 70er Jahre basteln könnte, wird von der für ihre unkonventionellen Projekte bekannten Rickie Lee Jones auf gleichermaßen geniale wie radikale Weise von allem Zierrat und Ballast befreit, solange skelettiert, bis nur noch das Innerste, das Notwendigste eines Songs übrigbleibt.

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Diana Krall: Glad Rag Doll
CD-Tipp
25.10.2012 Peter Füssl

Diana Kralls jüngstes Album ist ein kleines Gesamtkunstwerk. Optisch wird mit dem an den legendären Fotos von den Revue-Girls der Ziegfeld Follies orientierten Coverfoto des Starfotografen Mark Seliger die Richtung schon vorgegeben. Er platziert die von der Oscar-Preisträgerin Colleen Atwood in Straps und Dessous gewandete, attraktive Blondine eindrucksvoll in Samt und Plüsch.

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Elliott Sharp’s Terraplane: Sky Road Songs
CD-Tipp
23.10.2012 Peter Füssl

Der mit allen musikalischen Wassern gewaschene Avantgardist Elliott Sharp und der Blues haben ein inniges Verhältnis zueinander. Der Blues gibt dem mittlerweile auch schon 60-jährigen New Yorker Downtown-Hero alles, was man so braucht in diesem Business – die Riffs und Voicings all der Legenden, von den Cotton Field-Anfängen bis zu Hendrix, Kraft und Impulsivität, die emotionalen Berg- und Talfahrten, das Bauchgefühl. Sharp dankt es ihm, indem er ihn gnadenlos entstaubt, zum Bauch den Kopf dazustellt und alles durch die kritische Brille des neugierigen Experimentators betrachtet.

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The xx: Coexist
CD-Tipp
18.10.2012 Peter Füssl

Weniger kann mehr sein – diese alte Weisheit kann sich durchaus auch im Popbusiness bewahrheiten. Das haben die jungen Londoner „The xx“ schon vor drei Jahren mit ihrem allseits gepriesenen Debutalbum bewiesen und sie setzen nun auch bei der neuen Produktion „Coexist“ vor allem auf Reduktion.

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Bugge Wesseltoft & Henning Kraggerud: Last Spring
CD-Tipp
16.10.2012 Peter Füssl

Dass das norwegische Sound-Genie Bugge Wesseltoft, der als Pianist und als Produzent mit seiner unkonventionellen Kombination aus Live-Electronics und Jazzimprovisationen neue Wege aufzeigte, immer auch noch eine Ader für die sich auf konventionelle Mittel konzentrierende Aufbereitung altgedienter Standards hat, stellte er gerade erst im heurigen Frühjahr mit seinem erstklassigen, bei Universal erschienenen Solo-Album „Songs“ wieder einmal unter Beweis. Ganz zu schweigen von seinem vor 15 Jahren eingespielten, genialen Weihnachtsalbum „It’s Snowing On My Piano“, das mit weit über 100.000 verkauften Exemplaren der Bestseller des ACT-Labels überhaupt ist.

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David Byrne & St. Vincent: Love This Giant
CD-Tipp
11.10.2012 Peter Füssl

Die 30-jährige Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin Annie Clark, die auch als unkonventionelle Gitarristin von sich reden macht, hat sich als Kunstfigur St. Vincent mit bislang drei Alben als schräges Musik-Genie vorgestellt. Einen Status, den der um exakt dreißig Jahre ältere David Byrne schon seit seinen Tagen als Mastermind der New Wave-Ikone „Talking Heads“ genießt. Diese Vereinigung zweier hochgradiger Exzentriker – und sie haben wirklich zehn der zwölf Songs in enger Kooperation erarbeitet – birgt natürlich einiges Überraschungspotential in sich, das sie in der Tat auch voll auszuschöpfen verstehen.

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