Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Literatur

Von der Schönheit mathematischer Begriffe – Maya Rinderer präsentiert ihren ersten Gedichtband
Literatur
06.06.2013 Annette Raschner

Mit zwölf Jahren, in einem Alter also, in dem andere normalerweise langsam anfangen, sich mit dem eigenen Körper und der erwachenden Sexualität zu beschäftigen, hat Maya Rinderer begonnen, einen knapp 356 Seiten starken Roman zu schreiben. „Esther“ ist vor zwei Jahren erschienen: ein Buch als Annäherung an die eigene Familiengeschichte, in dem Maya Rinderer erzählt, wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebt. Aus Zeitgründen habe sie des Öfteren auch in der Mathematikstunde geschrieben, erzählte Maya damals anlässlich der Buchpräsentation im Salomon-Sulzer-Saal in Hohenems. Die Mathematik scheint ganz generell eine Inspirationsquelle für die heute 17-jährige Autorin zu sein. Denn jetzt erscheint im Bucher Verlag ihr erster Gedichtband unter dem Titel „An alle Variablen“.

zum Artikel >
„Ich ist eine Andere“- zum Fotobuch der Künstlerinnen Gabriele Ulmer und Yvette Heller mit Texten von Daniela Egger
Literatur
28.05.2013 Annette Raschner

„Wär mein Leben ein anderes geworden, wenn sie mich auf Natascha getauft und ich nicht hier, sondern sonst wo geboren und ich außerdem schwarzhaarig wär“, sang Hildegard Knef in den 1970er-Jahren in ihrem Lied „Natascha“ und thematisierte darin die Brüchigkeit der Identitätskonstruktion. Zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat vollzieht sich bei einem Kleinkind die Entwicklung des Ichs. Dann vermag es sich im Spiegel zu erkennen. Doch „das Ich ist nicht das Ich“, konstatierte der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan in Anlehnung an Sigmund Freud. Und auch Rimbaud wusste: „Ich ist ein Anderer“.

zum Artikel >
Ein gemeinsames Wort – Fabian Oppolzers Romandebut „Kein böses Kind“
Literatur
15.05.2013 Ingrid Bertel

Es war ein Unfall, daran besteht kein Zweifel. Aber wenn ein Lehrer mit seinen Schülern auf Klassenfahrt geht, übernimmt er eben Verantwortung. Wie weit geht die? „Assmarragg“ hat Simon gemurmelt, bevor er starb, und das war sein gemeinsames Wort mit Lisa, das wäre für die beiden Schüler der Beginn ihrer Liebe gewesen. Fabian Oppolzer legt mit seinem Roman „Kein böses Kind“ eine beeindruckende Erkundung von Schuld und Mitschuld vor.

zum Artikel >
Der Beichtvater, die Nonnen und „himmlischer“ Sex – Eine Buchempfehlung: Hubert Wolf, „Die Nonnen von Sant‘ Ambrogio“
Literatur
07.05.2013 Leo Haffner

Rom, im Juli 1859: Eine Nonne ruft um Hilfe, man will sie vergiften, doch sie kann fliehen. Es kommt zu einem Prozess, in dem die Inquisition Unglaubliches aufdeckt: Im Kloster Sant‘ Ambrogio werden seit Jahrzehnten Nonnen als Heilige verehrt. Visionen, Dämonenaustreibungen, Segnungen per Zungenkuss, lesbische Initiationsriten und Wunder sind an der Tagesordnung. Zweiflerinnen werden beseitigt. Und hinter den Nonnen steht ein Netzwerk von Jesuiten mit besten Kontakten zu Papst Pius IX (Pontifikat 1846 – 1878).

zum Artikel >
Das erste „Historische Lexikon des Fürstentums Liechtenstein“ – Ein epochales Werk zum Schmökern und Lesen
Literatur
10.04.2013 Anita Grüneis

Was den Briten die „Encyclopædia Britannica“ und den Deutschen der „Brockhaus“, das ist den Liechtensteinern das „Historische Lexikon des Fürstentums Liechtenstein“. Im Februar dieses Jahres erschienen, ist das Mammutwerk in 2 Bänden nicht nur fast 6 Kilogramm schwer, es ist auch inhaltlich ein absolutes Schwergewicht. Rund 2600 Artikel, 510 Fotos und über 200 Tabellen, Grafiken, Stammtafeln und Karten geben der Geschichte Liechtensteins ein Gesicht. Selbstverständlich wird dabei auch die Region berücksichtigt.

zum Artikel >
You’ll Never Walk Alone – Peter Langebners Gedichtband „Protokoll eines Fußes“
Literatur
27.03.2013 Ingrid Bertel

Seit er mit 17 die Fußballschuhe an den Nagel hängte und das semiprofessionelle Spielen aufgab, hatte er genug Zeit, sich der Essenz des Fußballs zu widmen. Die liegt für den Schauspieler, Regisseur und Therapeuten Peter Langebner im Gedicht, das belegt jetzt der Band „Protokoll eines Fußes“.

zum Artikel >
Ohne Vergehen kein Verändern – Von der Feldkircher Autorin Erika Kronabitter ist ein neuer Lyrikband erschienen
Literatur
20.03.2013 Karlheinz Pichler

Von der in Feldkirch lebenden und arbeitenden Autorin mit steirischen Wurzeln, Erika Kronabitter, erscheint seit Jahren Buch um Buch, Text um Text. Die 1959 in Hartberg Geborene ist eine Vielschreiberin. Wobei man sich fragt, woher sie denn überhaupt die Zeit dazu hernimmt, geht sie doch unzähligen Jobs und Verpflichtungen nach. Beispielsweise sitzt sie in den Vorstandsetagen des Theaters am Saumarkt oder von Literatur Vorarlberg, organisiert den Feldkircher Lyrikpreis, engagiert sich für Frauenliteratur, und so zum Drüberstreuen betätigt sie sich auch noch in Sachen bildender Kunst.

zum Artikel >
Das Politische im Privaten aufspüren – Nadine Kegeles Debut „Annalieder“
Literatur
13.03.2013 Annette Raschner

Sie stammt aus Bludenz, ist vor fünfzehn Jahren – wie sie schreibt – nach Wien geflüchtet und zurzeit gerade dabei, ihre Diplomarbeit zur Positionierung des „Weiblichen“ im Neoliberalismus anhand Marlene Streeruwitz´ Roman „Kreuzungen“ zu beenden. Als Autorin war Nadine Kegele bislang lediglich Insidern ein Begriff; Veröffentlichungen ihrer Texte gab es in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien. Das sollte sich nun aber ändern! Unter dem Titel „Annalieder“ ist jetzt im Wiener Czernin Verlag ihr erstes Buch, ein Band mit zwölf Erzählungen, erschienen.

zum Artikel >
Das traurige Mädchen und seine Freunde – Bastian Kressers Romandebut „Ohnedich“
Literatur
06.03.2013 Ingrid Bertel

Was ist Freundschaft? Wo beginnt Liebe? Und wie viel am eigenen Ich verdankt sich der Begegnung mit geliebten Menschen? Bastian Kresser erzählt von einer Jugend am Alten Rhein, von der beschwörenden Kraft des Erzählens und von der Traurigkeit, die ein Mädchen erdrückt. „Ohnedich“ ist ein beeindruckendes Romandebut.

zum Artikel >
Eine Art Eigentlichkeit – Bernd Schuchter präsentiert sein Roman-Debüt „Link und Lerke“
© Gregor Sailer
Literatur
28.02.2013 Ingrid Bertel

Mit dem Roman „Link und Lerke“ präsentiert der Verleger Bernd Schuchter einen eigenen Roman – ein Unterfangen auf dünnem Eis. Denn ein Verleger, der selbst Romane schreibt, setzt sich der Frage aus, ob er dem Vergleich mit „seinen“ AutorInnen standhält. Maßt er sich ein Urteil an, dem er selbst nicht genügt? Benützt er den Verlag als Plattform für sich? Letzteres ist bei Bernd Schuchter auszuschließen. Der Innsbrucker Verleger veröffentlicht sein Debüt „Link und Lerke“ in der Edition Laurin; in seinem Limbus Verlag haben etwa Gabriele Bösch und Hans Platzgumer ihre Heimat.

zum Artikel >
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)