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24.06.2022 |  Manuela Cibulka

locart „3 x 12": Drei Stipendiat:innen sind glücklich über je 12.000 Euro

Für das vom Verein locart initiierte Pilotprojekt „3 x 12" zur Sicherung des künstlerischen Grundeinkommens haben sich 45 Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen um die drei Jahresstipendien beworben. Am 21. Juni hat das Los entschieden, und ab Herbst werden Gabriele Bösch, Natalie Fend und Peter Wehinger ein Jahr lang ein künstlerisches Grundeinkommen erhalten.

Eindrücklich war in den eingereichten Motivationsschreiben durchwegs zu lesen, „wie herausfordernd bis unmöglich es ist, mit künstlerischer und kultureller Arbeit das Leben zu bestreiten und welche Freiheit, Sicherheit und welches Potential eine Grundsicherung für Menschen bedeuten kann, die im Bereich Kunst und Kultur tätig sind".
Der Wunsch, mit weniger Druck und größerer Freiheit, Projekte nicht nach der Finanzierbarkeit auswählen zu müssen, sondern sich zu fokussieren und auf das künstlerische Schaffen zu konzentrieren, ist groß.
Da die bildende Kunst zur Zeit sicher zu jener Sparte, die es auf Grund rarer werdender Verkaufsmöglichkeiten, überteuerter Ateliermieten und stetig steigender Materialkosten ökonomisch besonders schwer hat, zählt, kamen aus diesem Bereich die meisten Bewerber:innen (28 Einreichungen).
Aus der Literatur gab es vier Bewerbungen, sechs aus dem Bereich darstellende Kunst, aus Musik und Kulturarbeit je drei sowie einmal Film. Häufig sind die Künstler:innen aber auch spartenübergreifend tätig.
Nach der von dem ehemalige Landesgerichtspräsident Heinz Bildstein beaufsichtigten Ziehung dürfen sich die drei Künstler:innen, deren Namen gezogen wurden, nicht nur über je 12.000 Euro freuen, sondern sie werden auch bei der Auswertung der Forschungsgruppe Empirische Sozialwissenschaften der FH Vorarlberg unter der Leitung von Mag. Fabian Rebitzer mitwirken. Peter Wehinger dazu: „Neben der finanziellen Entlastung freue ich mich auf die wissenschaftliche Begleitung, da ich diesen Aspekt besonders interessant finde.“ Die Tänzerin Natalie Fend sieht in diesem Grundeinkommen eine großartige Möglichkeit für freie Kreativiät, und Gabriele Bösch (bildende Kunst und Literatur), die ebenfalls zu den Gewinner:innen zählt, schreibt: Der Verein locart ist eine ganz wunderbare Initiative von ehrenamtlich tätigen Menschen und privaten Geldgebern und ich bin sehr dankbar dafür. Für mich ist dieses Stipendium deshalb Entlastung und Verantwortung zugleich, und ich freue mich riesig, diese Herausforderung annehmen zu dürfen!“
Das Projekt bildet gleichzeitig auch den Abschluss der 2020 gegründeten Initiative. Durch die Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher und durch die Zusammenarbeit mit Partner:innen konnten mehr als 50 Künstler:innen und Kulturakteur:innen unterstützt werden.

www.locart.at

Für diese drei Bewerber:innen gibt es ab Herbst ein einjähriges Stipendium. (© locart)

Für diese drei Bewerber:innen gibt es ab Herbst ein einjähriges Stipendium. (© locart)

Annelie Keller zieht die Lose unter Aufsicht des ehemaligen Landesgerichtspräsidenten Heinz Bildstein. Von li nach re: Manuela Mylonas, Nina Fritsch, Barbara Herold, Annelie Keller, Heinz Bildstein, Maria Simma (© locart)

Annelie Keller zieht die Lose unter Aufsicht des ehemaligen Landesgerichtspräsidenten Heinz Bildstein. Von li nach re: Manuela Mylonas, Nina Fritsch, Barbara Herold, Annelie Keller, Heinz Bildstein, Maria Simma (© locart)

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  • Für diese drei Bewerber:innen gibt es ab Herbst ein einjähriges Stipendium. (© locart) Für diese drei Bewerber:innen gibt es ab Herbst ein einjähriges Stipendium. (© locart)
  • Annelie Keller zieht die Lose unter Aufsicht des ehemaligen Landesgerichtspräsidenten Heinz Bildstein. Von li nach re: Manuela Mylonas, Nina Fritsch, Barbara Herold, Annelie Keller, Heinz Bildstein, Maria Simma (© locart) Annelie Keller zieht die Lose unter Aufsicht des ehemaligen Landesgerichtspräsidenten Heinz Bildstein. Von li nach re: Manuela Mylonas, Nina Fritsch, Barbara Herold, Annelie Keller, Heinz Bildstein, Maria Simma (© locart)