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CD-Tipp

Rosario Bonaccorso Quartet: A New Home
CD-Tipp
12.11.2019 Peter Füssl

Von runden Geburtstagen mag man halten, was man will, aber zweifellos können sie ein Beweggrund sein, eine Art Zwischenbilanz zu ziehen, sich den Status quo genauer anzusehen und sich Gedanken über weitere Zukunftsperspektiven zu machen. So nahm auch der italienische Kontrabassist Rosario Bonaccorso, der auf eine mehr als vierzigjährige Karriere im internationalen Jazzbusiness zurückblicken kann, seinen 60. Geburtstag zum Anlass, die Gefühlslage zu überdenken und mit elf neuen Kompositionen das Leben an sich zu zelebrieren, aber auch Familie und Freundschaften hochleben zu lassen.

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Bill Frisell: Harmony
CD-Tipp
07.11.2019 Peter Füssl

„Harmony” ist der Name des neuen Quartetts von Bill Frisell, auch jener seines Debüt-Albums beim legendären Label Blue Note und – nicht zuletzt, sondern zuvorderst – charakterisiert der Titel „Harmony“ hier auch schon durchgängig das Programm.

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Angel Olsen: All Mirrors
CD-Tipp
05.11.2019 Peter Füssl

Ein elfköpfiges Streichorchester, Synthesizer, Gitarre, Bass, Drums – bei ihrem vierten Album „All Mirrors“ entfernt sich die aus Missouri stammende und in North Carolina lebende Singersongwriterin deutlich von ihren Lo-Fi-Folk- und Indie-Rock/Pop-Ursprüngen und setzt auf Opulenz, auf ganz großes Drama. Dabei hatte sie zuerst überlegt, die neuen Songs auch in ihrer ursprünglichen, mit einfachsten Mitteln sehr reduziert aufgenommenen Form zu veröffentlichen. Aber sie haben im ungewohnten Gewand, das ihnen maßgeblich Orchesterleiter Jherek Bischoff und Produzent John Congleton verpassten, eine Wucht entfaltet, der sich Angel Olsen nicht entziehen konnte.

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Shake Stew: Gris Gris
CD-Tipp
31.10.2019 Peter Füssl

Wenn man es beim intensiven Spielen schafft, ganz im Moment zu sein, „dann kann man einen Weg beschreiten, der zu einer Intensität an musikalischer Energie führt, die über dem ‚Herkömmlichen‘ steht und bei der man absolut nicht weiß, worin sie mündet und wohin sie einen bringt. Solche Wege zu finden, ist für mich eine zutiefst körperliche Erfahrung, und ich bin regelrecht süchtig danach geworden. Es geht darum, das Feuer und die Hitze und den Druck, der in einem aufsteigt, zu umarmen und einzuatmen, und dann erst so richtig loszulegen.“ Diese Worte Lukas Kranzelbinders sind Programm für seine Erfolgsband Shake Stew, die von Österreich aus innerhalb von zwei, drei Jahren die wichtigsten internationalen Festivalbühnen, die renommiertesten Feuilletonseiten und jede Menge begeisterter Fans erobert hat.

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Maciej Obara Quartet: Three Crowns
CD-Tipp
28.10.2019 Peter Füssl

Obwohl „Unloved“ bereits das neunte Album von Maciej Obara war, hatten vor diesem ECM-Debüt im Jahr 2017 nur wenige Jazz-Interessierte den polnischen Altsaxophonisten und Komponisten auf dem Radar. Das hat sich durch begeisterte Kritiken und eine Reihe renommierter Preise mittlerweile grundlegend geändert. Zurecht, denn mit „Three Crowns“ beweist das je zur Hälfte polnische und norwegische Quartett mühelos, dass mehr als genug musikalische Substanz da ist, um die hohen musikalischen Erwartungen der Fans jederzeit zu erfüllen.

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Iiro Rantala: my finnish calendar
CD-Tipp
17.10.2019 Peter Füssl

Das Jahr in Iiro Rantalas „Finnischem Kalender“ dauert nur 49 Minuten und 4o Sekunden, vielleicht ist es darum so kurzweilig! Jedem Monat ist eine Komposition und ein launiger Kommentar gewidmet.

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Black String: Karma
CD-Tipp
15.10.2019 Peter Füssl

Es ist eine faszinierend fremde Welt, in die uns das südkoreanische Black String-Quartett da eintauchen lässt, eine, in der sich Archaisches und Zeitgenössisches im Zeitlosen aufzulösen scheinen, eine, die uns ab dem ersten Ton gefangen nimmt und eine knappe Stunde nicht mehr loslässt.

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James Carter Organ Trio: Live From Newport Jazz
CD-Tipp
10.10.2019 Peter Füssl

James Carter feiert mit seinem Blue Note-Debüt sozusagen seinen 50-er, aber wenn man den auf allen Saxophonen exzellenten, ehemals fälschlicherweise den musikalisch biederen „Young Lions“ um Wynton Marsalis zugezählten Detroiter auf diesen Live-Aufnahmen vom letztjährigen Newport Jazz Festival hört, sind keinerlei Ermüdungserscheinungen wahrzunehmen. Ganz im Gegenteil!

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Brittany Howard: Jaime
CD-Tipp
08.10.2019 Peter Füssl

Mit ihrem schnörkellosen Southern Rock, dreckigen Blues und emotionsgeschwängerten Soul schafften es die Alabama Shakes aus Athens/Alabama mit den platin- und goldverzierten Alben „Boys & Girls“ (2012) und “Sound & Color” (2015) an die Spitzen der amerikanischen und britischen Charts, gewannen vier Grammys, wurden von den Obamas zum Privatkonzert ins Weiße Haus eingeladen – alles paletti, würde man meinen. Im Epizentrum dieses vor allem auch live mitreißenden Hurrikans stand die damals 25-jährige Sängerin und Gitarristin Brittany Howard – eine Naturgewalt! Wer sich darüber wunderte, dass von dem formidablen Vierer schon so lange nichts mehr Neues zu hören war, bekommt nun mit Howards erstem Soloalbum des Rätsels Lösung präsentiert.

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Tonbruket: Masters of Fog
CD-Tipp
03.10.2019 Peter Füssl

Die kreative schwedische “Klangfabrik” mit Bassist Dan Berglund am Bass, Johan Lindström an Gitarre/Pedal Steel Guitar/Keyboards, Martin Hederos an Piano/Synthesizer/Violine und Andreas Werliin an Drums/Percussion feiert mit dem bereits sechsten Album „Masters of Fog“ ihr Zehn-Jahre-Jubiläum.

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Louis Sclavis: Characters On A Wall
CD-Tipp
01.10.2019 Peter Füssl

Louis Sclavis, eine der zentralen Lichtgestalten der zeitgenössischen französischen Musikszene, hat in den letzten vierzig Jahren seine Experimentierfreude und alle Genregrenzen negierende Spiellust schon in so verschiedenartig und unorthodox zusammengesetzten Formationen ausgelebt, dass es richtig auffällt, wenn er nun in einer „klassischen“ Klavier-Bass-Schlagzeug-Holzbläser-Band tatsächlich Jazz spielt. Und, um es gleich vorwegzunehmen, auch dieses für ihn etwas ungewohnte Outfit steht ihm ausgezeichnet. Für den Großteil der acht neuen Kompositionen seines dreizehnten Albums beim Münchner ECM-Label – und geschätzt fünfundvierzigsten überhaupt – ließ er sich von den Street-Art-Werken seines Langzeitfreundes Ernest Pignon-Ernest inspirieren.

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Marie Spaemann: GAP
CD-Tipp
26.09.2019 Peter Füssl

Für Freunde außergewöhnlichen Singer-Songwritings und exzellenten Cellospiels fällt mit diesem Debüt-Album von Marie Spaemann Weihnachten und Ostern an einem Tag zusammen, denn selten hört man in diesem Genre so erfrischend Originelles und Unverstelltes. Weit entfernt von den teilweise überbordenden Technikorgien, die auch in diesem Genre längst abgefeiert werden, verlässt sich die 31-jährige Wienerin voll auf ihre extrem ausdrucksstarke Stimme, ihr exzellentes Cellospiel und eine simple und überlegt eingesetzte Loopmaschine.

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Kalle Kalima – Knut Reiersrud: Flying Like Eagles
CD-Tipp
24.09.2019 Peter Füssl

Dass ausgerechnet ein Finne, ein Norweger, ein Brite und - ach ja, ein US-Amerikaner ist auch dabei – ein extrem lässiges Gitarren-Americana-Roots Music-Jazz-Album vorlegen, mag vielleicht verblüffen, aber wenn man sich die Beteiligten näher anschaut, ist es keineswegs überraschend. Kalle Kalima, der in Berlin lebende Gitarrist aus Helsinki, ist nicht nur Protagonist mehrerer avantgardistischer Projekte, sondern lädt auch gerne immer wieder einmal – zuletzt mit dem 2016 erschienenen Album „High Noon“ – zu einem musikalischen Roadtrip durch die Weiten der Prärie ein.

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Banks: III
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19.09.2019 Peter Füssl

Das Debütalbum „Goddess“ (2014) und das vor zwei Jahren erschienene „The Altar“ katapultierten die in Los Angeles lebende Singer-Songwriterin Jillian Rose Banks mit ihren zwischen hilfloser Verletzlichkeit, schmerzhaften Selbsterkundungen und höhnischen Kommentaren auf ihre Ex-Lover changierenden, in experimentierfreudigen Electro-Pop gewandeten Songs weltweit ins Scheinwerferlicht.

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Nérija: Blume
CD-Tipp
17.09.2019 Peter Füssl

Die Londoner Jazz-Szene erfreut sich seit einigen Jahren eines ganz besonderen Hypes – nicht immer, aber sehr oft zu Recht. Derzeit erregt die aus sechs Frauen und einem Mann bestehende Band Nérija mit dem Debütalbum „Blume“ international großes Aufsehen. Sie ist ein Produkt des vom Musiker Gary Crosby und der Musikmanagerin Janine Irons vor bald zwanzig Jahren gegründeten Jazz-Ausbildungsprogramms „Tomorrow’s Warriors“, das sich vor allem weiblicher Talente und solcher mit migrantischem Background annimmt.

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Jacob Karlzon: Open Waters
CD-Tipp
12.09.2019 Peter Füssl

Der aus dem schwedischen Jonköping stammende Pianist Jacob Karlzon wird gerne in einem Atemzug mit seinem 2008 auf tragische Weise ums Leben gekommenen Landsmann Esbjörn Svensson genannt, der in Sachen nordischer Pianokunst wohl zu einer Art untrüglicher Messlatte geworden ist. Was den unbefangenen Umgang mit stilistischen Genregrenzen im Spannungsfeld von Jazz, Pop, Klassik und Electronics betrifft, sind Vergleiche jedenfalls sehr wohl gestattet. Und wie Svensson besitzt Karlzon aber auch die Gabe, Lyrisches mit einer geheimnisvollen, unterschwelligen Spannung aufzuladen und zu einer fast hypnotisch wirkenden Intensität zu verdichten.

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Avishai Cohen / Yonathan Avishai: Playing The Room
CD-Tipp
10.09.2019 Peter Füssl

Den vierzigjährigen Trompeter Avishai Cohen und den um zwei Jahre älteren Pianisten Yonathan Avishai verbindet schon seit ihren Teenagertagen in Tel Aviv eine enge, nicht nur musikalische Freundschaft. Obwohl Cohen längst in New York und Avishai in Frankreich lebt, blieben sie stets durch musikalische Projekte verbunden – so spielte etwa der Pianist eine tragende Rolle in den beiden grandiosen ECM-Alben des Trompeters „Into The Silence“ (2016) und „Cross My Palm With Silver“ (2017). ECM-Chef Manfred Eicher hatte letztes Jahr während der Aufnahmen zu Yonathan Avishais heuer im Jänner erschienenen, exzellenten Trio-Album „Joys and Solitudes“ die Idee, dass die holzverkleideten Räumlichkeiten des Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano die perfekten akustischen Verhältnisse für ein musikalisches Aufeinandertreffen der beiden Freunde im Duo-Format böten.

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Enrico Rava / Joe Lovano: Roma
CD-Tipp
05.09.2019 Peter Füssl

Obwohl sie schon seit Ewigkeiten zu den bewundernswerten Produktivkräften der internationalen Jazz-Szene zählen, sich auch schon lange kennen und gegenseitig wertschätzen, finden sich in ihren Biographien nicht allzu viele direkte musikalische Berührungspunkte. Umso spannender ist nun dieser Konzertmitschnitt vom 10. November 2018 aus dem Auditorium Parco della Musica in Rom, der eine erste gemeinsame Kurztournee des italienischen Trompeters Enrico Rava und des von sizilianischen Vorfahren abstammenden, in Cleveland geborenen und in New York lebenden Tenorsaxophonisten Joe Lovano auf eindrucksvolle Weise dokumentiert.

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Klaus Paier – Asja Valcic: Vision for Two – 10 Years
CD-Tipp
03.09.2019 Peter Füssl

Mit „Vision for Two – 10 Years“, dem fünften Album beim renommierten Münchner ACT-Label, feiern der Akkordeonist Klaus Paier und die Cellistin Asja Valcic ein rundes Jubiläum als gleichermaßen kreative wie virtuose Duo-Partner, deren packendes Zusammenspiel, faszinierende Klangwelten und elaborierte und dennoch leicht ins Ohr gehende Kompositionen Kritiker und Publikum gleichermaßen begeistern.

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„Den Wiedererkennungswert nützen und dann mein eigenes Ding damit machen“ - David Helbock spielt berühmte Filmmusik-Melodien von John Williams
Die Vorbereitungen zur Präsentations-Tour der neuen, dritten ACT-CD laufen auf Hochtouren. Das letztjährige Album „Tour d’Horizon“ mit David Helbock’s Random/Control wurde bislang auf 150 Konzerten vorgestellt.
CD-Tipp
29.08.2019 Peter Füssl

„Tour d’Horizon“, das im Mai 2018 erschienene Album von David Helbock’s Random/Control mit Andreas Broger und Johannes Bär ist bei Jazz-Fans und internationaler Kritik auf großes Interesse und ein äußerst positives Echo gestoßen und wurde auf einer ausgedehnten Tournee rund um die Welt ausgiebig präsentiert. Am 30. August erscheint nun die dritte Produktion des 1984 in Koblach geborenen Pianisten beim renommierten Münchner Jazz-Label ACT: ein Soloalbum mit Kompositionen des legendären Filmmusik-Komponisten John Williams, von dem er auch schon auf dem Label-Debüt „Into The Mystic“ einzelne Titel eingespielt hatte. Der mittlerweile 87-jährige New Yorker hat zu weit mehr als hundert bekannten Filmen die Musik geschrieben, besonders legendär ist seine Zusammenarbeit mit den Regisseuren Steven Spielberg und George Lucas. Unter anderem gewann John Williams fünf Oscars und war 51-mal nominiert, vier Golden Globes bei 25 Nominierungen und 24 Grammys bei 68 Nominierungen.

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