Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

08.10.2015 |  Peter Füssl

Mose: verklingt

Gitarrist Thomas Kuschny, Sänger Thomas Keckeis, Bassist Karl Müllner und Drummer Markus Marte – alle spielen auch noch weitere Instrumente, um den Sound farbenreicher zu machen – haben ihre siebte CD in den rund 20 Jahren ihres Bestehens in drei Tagen im Feldkircher Saumarkttheater aufgenommen.

Anschließend hat der hauptsächliche Ideen-Lieferant Kuschny sich aber noch ordentlich über das Material hergemacht und soundmäßig manches so verändert, dass selbst die beteiligten Akteure nicht alles auf Anhieb wiedererkannten. Aber egal, denn es ist ohnehin Teil des Systems, dass Mose-Songs zumeist etwas eher Fragmentarisches, Unfertiges, wohltuend Ungeschlecktes haben, sich in steter Entwicklung befinden und auch grundlegende Charakteränderungen durchlaufen können. Das Rohe, Ungeglättete macht ja oft gerade den besonderen Reiz aus. Stilistisch ist das Repertoire breit gestreut –Americana-Anflüge, rumpelnder Gitarrenrock, melancholische Stimmungsbilder, bizarre Sound-Versuche à la „Schneckenpolka“ (nomen est omen!), ein offenbar von Gustav Meyrinks phantastischem Klassiker „Der Golem“ inspiriertes Stück gleichen Namens, Dylan Thomas und Cheap Trick, ein ziemlich noisiger „Jodler“ ohne Jodler, zwischendurch immer mal flirrende Gitarrensounds und wunderschöner Harmoniegesang. „verklingt“ ist eine Wundertüte, die nie wirklich leer wird, weil man bei jedem Anhören auf neue Überraschungen stößt.

Konzerttipp: Mose präsentieren am 24.10. ihre neue CD am Spielboden Dornbirn, als special guest wird der Trompeter Herbert Walser mit dabei sein. www.spielboden.at, www.musikladen-fk.com/mose/

Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)
Bilder
  • mose cover ganz links oben.jpg