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20.02.2020 |  Peter Füssl

Nils Landgren & Jan Lundgren: Kristallen

Pianist Jan Lundgren und Posaunist/Sänger Nils Landgren – beide zählen zum ACT-Urgestein und zur Crème de la Crème nicht nur der schwedischen, sondern der europäischen Jazzszene – gelten als vielseitige Musiker. Bei ihrem jüngsten Duo-Projekt setzen sie nun auf eindringlich, aber schnörkellos musizierten Wohlklang, praktisch ohne Ecken und Kanten und fern jeglicher Dissonanzen.

Dennoch wirken die 13 Songs niemals glattpoliert, denn die Intensität und der Spaß am gemeinsamen Musizieren sind stets spürbar und machen letztlich den Charme dieser Produktion aus. Eingängige Melodien, verpackt in sanfte Balladen, schwelgerisch Hymnisches oder gemütlich swingende Midtempo-Stücke – in diesem Schema finden Standards aus dem Great American Songbook von Jimmy Webb oder Hoagy Carmichael ebenso ihren Platz wie Beatles-Klassiker von Lennon/McCartney, Eigenkompositionen und Bearbeitungen schwedischer Traditionals oder Keith Jarretts 1978 auf „My Song“ veröffentlichtes „Country“ und Abdullah Ibrahims 1986 auf dem Album „Water From an Ancient Well“ erschienenes „The Wedding“. Die beiden letztgenannten Kompositionen darf man auch als Hommage Jan Lundgrens an zwei Pianisten, die besonderen Einfluss auf ihn ausübten, verstehen. „Kristallen“ ist ein angenehm unaufgeregtes, uneitles und auf das Wesentliche reduziertes Kammerjazz-Album geworden, das kitschfrei wohlige Wärme ausstrahlt - die ideale Musik zum Träumen.

(ACT)

 

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