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21.10.2015 |  Peter Füssl

Vintage Trouble: 1 Hopeful Rd.

Eine Million AC/DC-Fans – und die sind jenseits britischer Schuluniformen bekanntlich schwer zufrieden zu stellen – können nicht irren! Die zeigten sich nämlich im Rahmen der letzten Europa-Tournee der australischen Hardrock-Giganten angesichts der in schwarzen Anzügen auftretenden Kalifornier von Vintage Trouble hellauf begeistert.

Einmal, weil sich deren oft mit James Brown oder Otis Redding verglichener Lead-Sänger Ty Taylor als absolute Rampensau erwiesen hat – noch dazu eine, die tatsächlich über eine wirklich beeindruckende Stimme verfügt. Und zum Zweiten, weil es das Quartett mit dem ausgetüftelten Retro-Konzept wirklich niveauvoll krachen lässt, was neben AC/DC auch schon die Stones, Bon Jovi oder The Who zum Aufwärmen größerer Publikumsmengen benutzten. Kantiger Rock emotional aufgeheizt mit einer ordentlichen Prise Soul, kerniger Blues mit fiebrigem Rock’n’Roll und in die Beine gehendem Funk vermischt – dieser in den 1970er Jahren zu verortende Old-School-Sound verfügt über einen Vintage-Charme, ohne peinlich nostalgisch zu wirken. Dass schon ihr zweites Album „1 Hopeful Rd.“ von Blue Note-Chef Don Was persönlich produziert wurde, sagt schon viel über das Potential dieser Band aus, zu der neben Ty Taylor noch Gitarrist Nalle Colt, Bassist Rick Barrio Dill und Drummer Richard Danielson zählen. Es gelingt Vintage Trouble problemlos, einiges von der sagenumwobenen Intensität ihrer rasanten Bühnenshows auch in die Rillen zu pressen und eine interessante Nische diametral zu Computerbeats und Electronic-Sounds zu besetzen.

(Blue Note/Universal)

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