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01.04.2014 |  Christina Porod

Helden, Mythen und eine Nibelungenpremiere – Das Figurentheaterfestival Homunculus in Hohenems

Die 23. Auflage des Festivals für Puppen, Pointen und Poesie „Homunculus“ bietet auch in diesem Jahr so einiges: Vom 22. bis 30. Mai 2014 präsentieren Künstler aus Frankreich, Italien, Mexiko, Korea, Österreich und der Schweiz im und um den Hohenemser Löwensaal Märchen- und Heldenhaftes. Der künstlerische Leiter des Vereins Homunculus Pierre Schäfer, Präsident Günter Bucher, Geschäftsführer Dieter Heidegger sowie der Hohenemser Bürgermeister Richard Amann stellten heute Vormittag im Hohenemser Palast das Programm vor - genau in dem Raum, wo einst die Nibelungenhandschriften A und C gefunden wurden, in der ehemaligen „Bibliotheka Emsiana“.

Bei Homunculus 23 tauchen neue und altbekannte Gesichter auf, die auch einige Vorarlberg-, Österreich- und sogar eine Weltpremiere feiern. „Neu in diesem Jahr ist auch, dass der Sonntagabend Tatort-freundlich frei bleibt“, scherzt Pierre Schäfer bei der heutigen Pressekonferenz. Aber am Sonntagvormittag lockt noch das „Materialtheater Stuttgart“ Familien zum „Frühstücksmärchen“ mit anschließendem Brunch.

Eröffnet wird das Homunculus-Festival in diesem Jahr musikalisch mit  „Les Papillons“. Giovanni Reber an der Geige und Michael Giertz am Flügel vermischen Melodien aus mehreren Jahrhunderten. Das Schweizer Duo bietet in seinem Programm CONCERT PHANTASTIQUE eine aberwitzige Reise durch die Klassik-, Jazz- und Rockgeschichte.

Das Nibelungenlied als Kammerspiel und vieles mehr …


Das Nibelungenlied ist das berühmteste Heldenepos der mittelhochdeutschen Literatur. Es erzählt von der Liebe des Drachentöters Siegfried zur Königstochter Kriemhild.
Richard Wagner brachte das Epos in seinem Musikdrama „Ring des Nibelungen“ auf die Opernbühne und Friedrich Hebbel formte daraus ein Theaterstück. Mit dem „Theater Triebwerk Berlin“ und Pierre Schäfer (Theater Handgemenge) kehrt die Geschichte nun zu ihrem Ursprung zurück. Im Palast in Hohenems zeigen sie die Welturaufführung der Nibelungensage als Kammerspiel: Am Ende der Sage sind alle
 tot: Siegfried, Kriemhild, Gunther und Hagen. Doch wo ist eigentlich 
Brunhild? In „Looking for Brunhild“ erinnert sie sich an die Bilder ihrer
 Vergangenheit und lässt diese auferstehen. Auf mehreren Erzählebenen ringen die Puppen um Wahrheit und Liebe, Treue und Verrat.

Pavel Möller-Lück, der ehemalige Intendant des Festivals und Regisseur des „Theater Laboratorium“ inszeniert eine spannende Reise in die Zeit der Romantik. In „Ich will meine Seele tauchen“ setzt sich das Theater mit dem Leben der beiden Künstlerpersönlichkeiten Clara und Robert Schumann auseinander.
Ein Spiel um den Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell zeigt Christine Müller, die erste Rudolf-von-Ems-Preisträgerin. „Die Legende von Wilhelm Tell“ wird zur One-Woman-Show mit Teddybären, Legomännchen, Handpuppen und Fondue-Gabeln.

Nicht fehlen darf auch ein Kabarettabend. Andreas Steppan spielt sein Solo-Programm „Schwerkraft, Linksfahrer und andere Ärgernisse“ als Vorarlberg-Premiere. Der österreichische Schauspieler, Sänger und Entertainer, bekannt geworden durch seine TV-Auftritte im ORF als SelfMan, nimmt seinen Alltag, seine Umwelt und sich selbst schonungslos auf die Schippe und die Schaufel.

… auch für die Kleinen


Den Auftakt ins Kinderprogramm macht Ulrike Monecke mit einer Österreich-Premiere. Sie zeigt die „Mutige Prinzessin Glücklos“ nach einem alten sizilianischen Märchen.
Cordula Nossek vom Dachtheater Wien erzählt das Märchen „Das Mädchen und der Mond“. In der Schattenspiel-Inszenierung schildert sie, wie es dazu kam, dass der Mond zum treuen Wegbegleiter für uns Menschen wurde.
Schon seit fast drei Jahrzehnten lassen Pavel Möller-Lück und Barbara Schmitz-Lenders mit ihrem „Theater Laboratorium“ die Puppen tanzen. Bei Homunculus 23 zeigen die beiden ihren Klassiker „Die drei Käsehochs“. 
Die Schweizer Geschichtenerzählerin und Puppenspielerin Margrit Gysin bringt mit „Mein Vater“ eine Geschichte zur Heldenhaftigkeit nach Toon Tellegens Kinderbuch „Josefs Vater“ auf die Bühne.

Der Rudolf-von-Ems-Preis


Seit 2008 wird im Rahmen des Festivals der „Rudolf-von-Ems-Preis“ an aufstrebende junge Talente im Bereich des Puppentheaters vergeben. Am 28. Mai treten an: Florian Kräuter mit „Der Sturm“ und J. Everard, M. de la Peza sowie S. Trambusti mit „Take more Risk“.  Erstmalig wird auch eine Inszenierung unter freiem Himmel gezeigt, nämlich  „Anti_Korrosion“ von Manufaktor. Neu in diesem Jahr ist außerdem, dass es nicht nur einen Jury-, sondern auch einen Publikumspreis zu gewinnen gibt. Und noch eine Neuerung steht auf dem Programm: Die Moderation übernimmt nicht wie in den letzten Jahren Michael Hatzius alias „Die Echse“, sondern Jan Mixsa.

 

Das vollständige Programm und weitere Informationen unter: www.homunculus.info
Die Anreise für Schulklassen außerhalb von Hohenems ist kostenlos

Der künstlerische Leiter Pierre Schäfer

Der künstlerische Leiter Pierre Schäfer

Cordula Nossek erzählt mit einer Schattenspiel-Inszenierung das Märchen „Das Mädchen und der Mond“

Cordula Nossek erzählt mit einer Schattenspiel-Inszenierung das Märchen „Das Mädchen und der Mond“

Ein Spiel um den Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell zeigt die erste Rudolf-von-Ems-Preisträgerin Christine Müller © Stephan Walzl

Ein Spiel um den Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell zeigt die erste Rudolf-von-Ems-Preisträgerin Christine Müller © Stephan Walzl

Das „Materialtheater Stuttgart“ lockt zum sonntäglichen „Frühstücksmärchen“

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