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Kritiken

Gerd Menia: „verwoben“ – Ausstellung in Schwarzach
„… wie durch ein Brennglas hervorgehobene Einblicke in einen Mikrokosmos,“ Daniela Egger zu Gerd Menias „verwoben“ (© Gerd Menia)
Ausstellung
01.07.2022 Peter Niedermair

Im Foyer der IMA Schelling Austria in der Gebhard-Schwärzler-Str. 34 in Schwarzach stellt Gerd Menia neue Großformate und kleinere Akte aus. Der 1961 in Hard geborene Künstler lebt in Hard und arbeitet in einem großen, geräumigen, nordwestbelichteten Atelier, das er auch als Ausstellungsraum nutzt. Hier entstand die Serie „verwoben“, die er in einen kultur- und kunsthistorischen Kontext stellt: „Mono no Aware“ – eine „japanische Redewendung für das Bewusstsein der Vergänglichkeit oder auch für die Seele der Dinge“.

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„immer wenn ich falle: Klippenspringerin" – Uraufführung des Stückes von Raoul Eisele im Rahmen des Kosmodroms im Theater Kosmos
Im Stück füngiert das Schwimmbad als Erinnerungsstätte, der Swimmingpool wird zum Ort der un:scheinbaren Vereinsamung. (Foto: Mandy Hanke)
Theater
01.07.2022 Peter Niedermair

Im Theater Kosmos hatte die „Klippenspringerin“, ein Stück von Raoul Eisele, gestern Abend Premiere. Heute Freitag und morgen Samstag, 1. und 2. Juli, treten in der vortrefflichen Inszenierung, Regie Michaela Vogel, die drei exzellent agierenden Schauspielerinnen Laura Dittmann, Kaija Ledergerber und Maria Strauss nochmals auf die Bühne. Der Besuch der 60-minütigen Inszenierung mit dramatischem Tiefgang in der Kosmodrom Reihe lohnt den Weg ins Theater.

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Der beste Film aller Zeiten
Ungewöhnlich Setting für eine Film-im-Film-Komödie: Ein leergeräumtes Millionärsanwesen, das den Blick ganz auf die Akteure lenkt.
Film / Kino
01.07.2022 Gunnar Landsgesell

Nicht der erste Film, der das Showbusiness auf die Schaufel nimmt, aber eine kühl auf das Wesentliche (Eitelkeiten!) reduzierte Parodie wie diese wird auch nicht alle Tage produziert. Mit Antonio Banderas als ein von sich eingenommener Geck und Penelope Cruz als herrlich exaltierte Star-Regisseurin, die für ihr jüngstes Werk probt: für den besten Film aller Zeiten.

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Aktuell in den Filmclubs (1.7. - 7.7. 2022)
Licorice Pizza
Film / Kino
30.06.2022 Walter Gasperi

In Hard wird an diesem Wochenende open air am Bodenseeufer unter anderem Paul Thomas Andersons fulminante Teenager-Geschichte „Licorice Pizza" gezeigt. Beim Filmforum Bregenz steht dagegen die feinfühlige argentinische Tragikomödie „Das letzte Geschenk - El último traje" auf dem Programm.

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Charles Lloyd Trios: Chapel
CD-Tipp
30.06.2022 Peter Füssl

Während sich die meisten Menschen im neunten Lebensjahrzehnt längst geruhsam auf das Altenteil zurückgezogen haben, erfährt Charles Lloyd einen Kreativitätsschub nach dem anderen. Nach den exzellenten Produktionen „8: Kindred Spirits“ und „Tone Poem“ plant der 84-Jährige heuer nun innerhalb von vier Monaten drei Alben in drei unterschiedlichen Trio-Besetzungen zu veröffentlichen. Den Schlusspunkt wird Ende Oktober „Trios: Sacred Thread“ mit Gitarrist Julian Lage und Tabla-Virtuose Zakir Hussain setzen, Ende August erscheint „Trios: Ocean“ mit Gitarrist Anthony Wilson und Pianist Gerald Clayton, und Ende Juni hat „Trios: Chapel“ den von Lloyd als „Trio of Trios“ bezeichneten Reigen eröffnet. „Chapel“ verweist auf die Elizabeth Huth Coates Chapel an der Southwest School of Art in San Antonio/Texas, wo Charles Lloyd den ersten Auftritt dieses formidablen Trios mit Gitarrist Bill Frisell und Kontrabassist Thomas Morgan live mitschneiden ließ.

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Interpretation zeitgenössischer Musik als kreativen Akt wertschätzen – der Vorarlberger Kulturpreis 2022 stellt sieben Musiker:innen in den Mittelpunkt
Sieben Mal wurde der Vorarlberger Kulturpreis bisher ausgelobt. Nach dem Jazz im Jahr 2017 gilt das Interesse nun der Interpretation zeitgenössischer Musik.
Musik / Konzert
29.06.2022 Silvia Thurner

Bereits zum achten Mal loben die Dornbirner Sparkasse und das Casino Bregenz in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und dem ORF den Vorarlberger Kulturpreis aus. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis sowie zwei Förderpreise (2.500 Euro) gehen nach einem aufwendigen Nominierungsverfahren an Künstler:innen, deren hohes Potential wertgeschätzt und weiter gefördert werden soll. In jedem Jahr werden Kunstschaffende aus unterschiedlichen Sparten vor den Vorhang geholt, im Herbst steht die Interpretation zeitgenössischer Musik im Mittelpunkt des Interesses. Die Initiatoren und Organisatoren Martin Jäger, Markus Klement, Bernhard Moosbrugger und Winfried Nussbaummüller gaben in der Stadtbibliothek Dornbirn die Namen der sieben Nominierten bekannt. Hanna Bachmann, Raphael Brunner, Nikolaus Feinig, Matthias Kessler, Paul Moosbrugger, Guy Speyers und Monica Tarcsay erhalten eine Carte blanche für das Auswahlverfahren, das im September im ORF Funkhaus über die Bühne gehen wird.

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Neuer Preis für junge Dramatiker:innen
Theaterleiter Hubert Dragaschnig und Augustin Jagg sehen den Preis als Hommage an das Künstlerehepaar Springenschmid. © Philipp Steurer
Aktuell
29.06.2022 Raffaela Rudigier

Das Bregenzer Theater Kosmos schreibt einen neuen Preis für junge Dramatiker:innen aus: der „Ingo & Ingeborg Springenschmid Preis“. Damit soll ein neuer Impuls für jüngere Autor:innen gesetzt werden.

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Zeitgenössisches Theater an ungewöhnlichen Orten. Brigitte Walks „WO BIS DU. Places to share in Lustenau“
Das Ensemble des walktanztheaters begibt sich auf die Suche nach unscheinbaren, alltäglichen Orten. (© Sarah Mistura)
Theater
28.06.2022 Peter Niedermair

In diesem aktuellen Community Art Stück und Tanztheaterprojekt im Freien auf Straßen und Plätzen in Lustenau begibt sich das Ensemble des walktanztheaters auf die Suche nach unscheinbaren, alltäglichen Orten, die durch die Hintergrundrecherchen auf ihre Eigenheiten und auch Besonderheiten untersucht werden.

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Rendezvous mit Schubertwerken – Musiker:innen rund um die Familie Barenboim boten zwar gute Unterhaltung, doch der Funke sprang nicht so recht über
Michael Barenboim (Violine), Yulia Deyneka (Viola), Kian Soltani (Violoncello) sowie Nabil Shehata (Kontrabass) und die Pianistin Elena Bashkirova setzten bei der Schubertiade Schwarzenberg einen unterhalsamen Schlusspunkt. (Foto: Schubertiade)
Musik / Konzert
27.06.2022 Silvia Thurner

Zum Abschluss der Junikonzerte bei der Schubertiade Schwarzenberg musizierte ein hochkarätig besetztes Quintett. Neben Michael Barenboim (Violine) musizierten Yulia Deyneka (Viola), Kian Soltani (Violoncello) sowie Nabil Shehata (Kontrabass) und die Pianistin Elena Bashkirova. Das reine Schubertprogramm mit früher Kammermusik sowie berühmten Werken, wie die „Arpeggione-Sonate“ und das „Forellenquintett“, bot zwar Abwechslung und eine gute Unterhaltung, doch die hohen Erwartungen an die renommierten Musiker:innen und ihre Werkdeutungen wurden enttäuscht.

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Wienerschnitzel im Dreivierteltakt - umjubeltes Thomas Bernhard-Stück „Das Kalkwerk“ als österreichische Erstaufführung im Theater Kosmos
Einfach großartig: Felix Römer
Theater
24.06.2022 Dagmar Ullmann-Bautz

1970 erschien Thomas Bernhards Roman „Das Kalkwerk“ und machte den Autor erstmals einer breiteren Leserschaft bekannt. Es erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen Passion, von Konrad, der seit Jahren verbissen an einer Studie über das menschliche Gehör arbeitet, es aber nicht schafft, sie in Worte zu fassen und aufs Papier zu bringen. Seine gelähmte Frau benutzt er als Versuchskaninchen und um ungestörter arbeiten zu können nehmen beide Quartier in einem stillgelegten Kalkwerk. Zunehmend entwickelt sich Konrads Passion zu einer immer zerstörerischen Obsession. Selbst ein Getriebener und von seiner Obsession Gequälter, quält er auch seine Frau stundenlang mit immer denselben Worten, denselben Lauten und kratzenden Geräuschen. Zornig projiziert er sein Scheitern, seine Unfähigkeit auf seine Umgebung, auf seine Frau und so kommt es unausweichlich zum tödlichen Eklat.

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