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Kritiken

Harriet
Freiheit oder Tod: "Harriet" ist vielleicht der erste Film, der von der Sklaverei handelt und keine Auspeitschung zeigt. Drehpunkt des Films ist der Begriff der Freiheit, wie ihn auch die Protagonistin wählt.
Film / Kino
09.07.2020 Gunnar Landsgesell

Harriet Tubman ist eine Ikone in der Geschichte der Sklaverei der USA. Selbst versklavt, befreite sie nach ihrer Flucht Dutzende Menschen und verbrachte diese über die Fluchtroute, der so genannten "Underground Railroad", in den Norden. "Harriet" ist ein eher konventionelles Biopic, das mit einem Perspektivwechsel dennoch überzeugt.

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Aktuell in den Filmclubs (10.7. - 16.7. 2020)
Systemsprenger
Film / Kino
09.07.2020 Walter Gasperi

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche mit "Ex Libris" Frederick Wisemans über dreistündigen Dokumentarfilm über die New Yorker Public Library. Beim Open-Air in Heerbrugg steht dagegen unter anderem Nora Fingscheidts furioses Debüt "Systemsprenger" auf dem Programm.

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Abwechslungsreiche Klangfindung und Tongebung – Mathias Johansen am Violoncello und die Pianistin Yukie Takai ließen keine Wünsche offen
Mathias Johansen unterrichtet am Vorarlberger Landeskonservatorium. Gemeinsam mit der Pianistin Yukie Takai eröffnete er die Feldkircher Schattenburgkonzerte und bot ein inspirierendes Konzerterlebnis.
Musik / Konzert
08.07.2020 Silvia Thurner

Der in Vorarlberg bestens bekannte Cellist Mathias Johansen eröffnete, am Klavier begleitet von Yukie Takai, die traditionellen „Feldkircher Schattenburg Konzerte“. Die Veranstalter gaben sich alle Mühe, um im Rittersaal eine schöne und unbekümmerte Konzertatmosphäre zu gewährleisteten. Die gute Werkauswahl setzte gleich zu Beginn mit Maria Bachs Cellosonate aus dem Jahr 1924 einen gewichtigen Markstein und wurde mit der feinsinnig interpretierten Sonate op. 69 von Ludwig van Beethoven hervorragend abgerundet.

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Ambrose Akinmusire: On The Tender Spot Of Every Calloused Moment
CD-Tipp
08.07.2020 Peter Füssl

Der 38-jährige, aus Oakland stammende, in L.A. lebende Ambrose Akinmusire zählt nicht nur zu den herausragenden Trompetern und souverän aus allen Epochen des Jazz schöpfenden, wegweisenden Musikern seiner Generation, er fällt auch durch sein konsequentes politisches Engagement für die Black Community auf. Künstlerisches und politisches Statement sind mit großem Selbstverständnis ineinander verwoben, fühlen sich so wahr, tiefsinnig, anspruchsvoll und gleichzeitig mit einem großen Hörgenuss verbunden, wie dies etwa vor vierzig, fünfzig Jahren beim Art Ensemble of Chicago und anderen Projekten Lester Bowies und der AACM der Fall war.

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Peter Wehinger nutzt Gemäuer der Ruine Alt-Ems für provokantes Statement
Beim Betreten der Burgruine Alt-Ems wird zuerst nur der erste Teil des Statements von Peter Wehinger erkennbar (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
06.07.2020 Karlheinz Pichler

Der letzte Anstieg zur Burgruine Alt-Ems auf dem Hohenemser Schlossberg ist steil. Doch die Mühe lohnt sich. Ist man einmal beim Gemäuer der ehemaligen Staufer-Festung angelangt, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts mit ihren 800 Metern Länge und 85 Metern Breite zu den größten und mächtigsten Burganlagen Mitteleuropas zählte, so eröffnet sich dem Besucher ein atemberaubender Ausblick. Über das Vorarlberger und Schweizer Rheintal hinweg, auf die zum Bodensee hin auslaufenden Hügelketten des Kantons St. Gallen sowie über den See weit über Lindau und Friedrichshafen hinaus ins Schwäbische und Baden-Württembergische hinein.

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Zu Gast im Theater KOSMOS – Lukas Bärfuss: MALINOIS
Hubert Dragaschnig bei seiner Begrüßung im Theater KOSMOS (alle Fotos: Silvano Campedel)
Literatur
06.07.2020 Peter Niedermair

Anfang Juli – nach vier Monaten Unterbrechung durch Covid-19 – der erste Abend im Theater KOSMOS in Bregenz. Der blaue Vorhang hinter dem Podest, der Tisch, die zwei Stühle und die Wassergläser: lange gesehnt und erwartet. Hubert Dragaschnig, einer der beiden Theaterleiter (neben Augustin Jagg), trat aufs Podest und begrüßte das zur Lesung des Zürcher Schriftstellers Lukas Bärfuss gekommene Publikum. Zur Veranstaltung eingeladen hatte das Franz-Michael-Felder-Archiv, dessen Leiter, Jürgen Thaler, den Abend moderierte, in Kooperation mit dem Theater KOSMOS.

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Synchrone Ichs, die auf vielfache Weise ausgelegt werden können – Café Fuerte spielt "Die Wand" nach Marlen Haushofer
Kristine Walther, die Erzählerin, mit der Tänzerin Eve Ganneau, in der Café Fuerte-Dramatisierung von Marlen Haushofers „Die Wand“ (© L. Feinig)
Theater
06.07.2020 Peter Niedermair

Das unter dem Abendhimmel beim Ferienhaus Rainerau in Hittisau inszenierte Stück, das am Freitag, 3. Juli Premiere hatte, ist ein ganz besonderes Theatererlebnis. Eine vielschichtige Romanvorlage, „Die Wand“ von Marlen Haushofer, erschienen 1963, wird von der Regie führenden Danielle Fend-Strahm und dem Schauspieler Tobias Fend auf das Wesentliche reduziert, den Bericht der Ich-Erzählerin.

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Zur Investition in die Vorarlberger Kulturszene - Interview mit Maria Simma, Obfrau von locart, Verein zur Investition in Kunst und Kultur
Maria Simma: „Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass wir selbst steuerbegünstigt werden und schließlich die freie Szene mit unserer Arbeit unterstützen können.“ (Foto: Lisa Mathis)
Aktuell
06.07.2020 Manuela Schwaerzler

Ein neuer Verein lässt aufhorchen, er möchte Privatpersonen sowie Firmen die Investition in Kultur – steuerlich absetzbar – ermöglichen und die Gelder zu 100 % an Vorarlberger Kunstschaffende fließen lassen. Auf Initiative von Maria Simma, Präsidentin der Berufsvereinigung Bildender Künstler*innen Vorarlbergs, wurde „locart – Verein zur Investition in Kunst und Kultur gegründet“, gemeinsam mit Nina Fritsch (Landesverband Vbg. Amateurtheater), David Helbock (Pianist), Barbara Herold (Regisseurin, IG Freie Theater), Frauke Kühn (literatur:vorarlberg netzwerk), Philipp Lingg (Musiker), Manuela Mylonas (Alpinale), Silvia Salzmann (Tänzerin, netzwerkTanz) und Mirjam Steinbock (IG Kultur Vbg.).

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Brot
Bio-Bäcker in Paris: Brot kann man nicht nur essen, man kann daran auch schnüfflen. Es sollte... nach Natur riechen.
Film / Kino
03.07.2020 Gunnar Landsgesell

Brot als sinnliches Handwerk, das durch ökologische Landwirtschaft eine Renaissance erfährt. Und Brot als Produkt, das in Fabriken der Gewinnmaximierung dient. Regisseur Harald Friedl bezieht in diesem aufschlussreichen Dokumentarfilm über ein Grundnahrungsmittel explizit Stellung. Zurecht.

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Open-Air-Lesewohnzimmer am See – StadtLesen in Bregenz vom 30. Juli bis 2. August
Entspanntes Lesen und Schmökern am See: StadtLesen in Bregenz, 30.7. - 2.8.2020 (Foto: Ingrid Kaltenegger)
Literatur
02.07.2020 Manuela Schwaerzler

Eigentlich hätte StadtLesen im April in Berlin starten und bis zur ersten Station in Österreich durch insgesamt 14 deutsche Städte touren sollen. „Aufgrund von COVID-19 schweren Herzens abgesagt“ gilt für diese ersten Stationen, in Bregenz soll nun endlich das erste StadtLesen 2020 möglich sein. Vier Tage lang wird die Seepromenade wieder zum Open-Air-Lesewohnzimmer für alle: Sitzmöbel und über 3.000 Bücher laden zum entspannten Lesen mit Blick auf den See ein. Auch eine Lesung steht auf dem Programm: Raphaela Edelbauer stellt ihren preisgekrönten Roman „Das flüssige Land“ vor. Neu ist dieses Jahr der Schreibwettbewerb: Während letztes Jahr am erklärten „Integrationslesetag“ Menschen mit Migrationshintergrund zum Vorlesen eigener Texte in ihrer Muttersprache eingeladen wurden, gibt es dieses Jahr die Möglichkeit, Texte auf Deutsch zum Thema „Grenzen überwinden“ einzusenden und einen Büchergutschein oder sogar einen Autoren-Lehrgang zu gewinnen.

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