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Kritiken

Der Gesang der Flusskrebse
Eine Feder in weichem naturalistischem Licht. Öfters muss man sich durch die filmische Ästhetik zu den harschen Inhalten vorarbeiten.
Film / Kino
18.08.2022 Gunnar Landsgesell

Ein Mord in den 60er Jahren im Bayou im Süden der USA. Verdächtigt wird eine junge Frau, die alle „Marsh Girl" nennen. Die Verfilmung eines New-York-Times-Bestellers hat mit dem Weichzeichner viele Konturen verwischt. Aber die großen Linien des Romans über die Erfahrungen einer Außenseiterin sind dennoch deutlich erkennbar.

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Aktuell in den Filmclubs (19.8. - 25.8. 2022)
Alpenland
Film / Kino
18.08.2022 Walter Gasperi

Im Filmforum Bregenz gibt es diese Woche im Dokumentarfilm "Alpenland" Momentaufnahmen von sechs Lebensräumen in den Alpen. Beim Open-Air auf dem Marktplatz Rankweil sorgt der Eberhofer-Krimi "Kaiserschmarrndrama" für unbeschwerte Unterhaltung.

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„Armida“ beim Opernstudio der Festspiele: Nur Haydns Musik konnte diesen Abend retten
Ein einfaches Bühnenbild von Nikolaus Webern mit einer Art Almhütte bietet durch die Zauberkraft Armidas vielfältige Verwandlungsmöglichkeiten für neue Schauplätze. (alle Fotos © Bregenzer Festpiele/Karl Forster)
Musik / Konzert
16.08.2022 Fritz Jurmann

Eigentlich sollte diese bekannteste Oper von Joseph Haydn nicht „Armida“ heißen, sondern „Rinaldo“ wie ihr Geliebter, dieser ewige Zauderer, der sich volle zwei Stunden lang nicht entscheiden kann zwischen Liebe und Pflichterfüllung. Dieses Manko an greifbarer Handlung beschert am Montag bei der Premiere des Opernstudios der Festspiele dem Publikum im ausverkauften Kornmarkttheater doch gewisse Längen, die Regisseur Jörg Lichtenstein durch einen mehr oder weniger originellen zeitgeistigen Aufputz wettzumachen versucht hat.

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Mit Klangsinn und musikalischer Entschlusskraft – Jubel und Standing Ovations für die Musiker:innen der Orchesterakademie und Daniel Cohen
Das Abschlusskonzert der Orchesterakademie der Wiener Symphoniker im Bregenzer Festspielhaus war ein eindrückliches und erfreuliches Konzerterlebnis. (Fotos. Anja Köhler)
Musik / Konzert
15.08.2022 Silvia Thurner

Einen kraftvolleren Anfang für die neu initiierte Orchesterakademie im Rahmen der Bregenzer Festspiele ist kaum denkbar. Unter der Leitung von Daniel Cohen brachten 85 junge Erwachsene drei Teile aus Herbert Willis Orchesterwerk „Dsong“ zur Uraufführung. Die mit dieser Werkdeutung entstandene Energie und das feinsinnige Gespür für die Klangbalance führten die voll motivierten Musiker:innen weiter in die fünfte Symphonie von Dmitri Schostakowitsch. Als Kontrapunkt musizierte die Trompeterin Selina Ott Haydns berühmtes Trompetenkonzert und beeindruckte mit ihrer feinsinnigen und eleganten Spielart.

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Nope
Daniel Kaluuya als Cowboy, der gegen Aliens antritt.
Film / Kino
12.08.2022 Gunnar Landsgesell

Die Ranch einer afroamerikanischen Familie wird eines Tages von einem UFO heimgesucht. Da heißt es, Stellung beziehen. Aber wozu genau? Der neue Film von Horror-Regie-Star Jordan Peele lässt einen etwas ratlos zurück.

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Aktuell in den Filmclubs (12.8. - 18.8. 2022)
Alice Schwarzer
Film / Kino
11.08.2022 Walter Gasperi

FKC Dornbirn und Filmforum Bregenz zeigen diese Woche Sabine Derflingers Dokumentarfilm „Alice Schwarzer". Einen schonungslosen Blick auf die Ränder der US-Gesellschaft bietet Bastian Günthers Spielfilm „One of These Days", der beim Filmforum Bregenz auf dem Programm steht.

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Oberflächliche „Wohlfühlmusik“ bei den Bregenzer Festspielen – die einen tauchten begeistert ein, die anderen wurden auf eine harte Geduldsprobe gestellt
Michal Majersky, Detlef Mielke, Anita Martinek, Guy Speyers und Hermann März (v.l.n.r.) präsentierten im KUB Kompositionen, die Éna Brennans musikalische Vorlieben zum Ausdruck bringen sollten. (© Anja Köhler)
Musik / Konzert
10.08.2022 Silvia Thurner

Mit der Komponistin und Musikerin Éna Brennan gehen die Bregenzer Festspiele in die dritte Runde des Opernateliers. Nach den Opern „To the lighthouse“ von Zesses Seglias und „Wind“ von Alexander Moosbrugger soll das neue Werk in zwei Jahren zur Uraufführung gelangen. Gemeinsam mit dem Regisseur David Pountney und dem bildenden Künstler Hugo Canoilas arbeitet die aus Belgien stammende und in Dublin lebende Künstlerin an einem neuen Opernprojekt. Éna Brennan kuratierte eine Werkauswahl, die ihre musikalischen Präferenzen aufzeigte. Die minimalistisch angelegten Kompositionen, Soundtracks aus Filmen sowie Bearbeitungen elektronischer Musiknummern entfalteten Michal Majersky, Anita Martinek (Violine), Guy Speyers (Viola) und Detlef Mielke (Violoncello), am Vibraphon musizierte Hermann März.

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Russisches Gemälde mit breitem Pinsel – Russland pur im dritten Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker mit Marie Jacquot und Kian Soltani
Die französische Dirigentin Marie Jacquot leitete die Wiener Symphoniker in einem rein russischen Konzertprogramm. (© Dietmar Mathis)
Musik / Konzert
10.08.2022 Michael Löbl

Während Veranstalter mehrerer europäischer Länder in vorauseilendem Gehorsam russische Komponisten aus ihren Programmen eliminieren, bleiben die Bregenzer Festspiele gelassen und präsentierten im dritten Orchesterkonzert am Montag, den 8. August ein rein russisches Programm. Allen Beteiligten ist klar, dass Tschaikowsky, Schostakowitsch und Rimsky-Korsakoff mit Vladimir Putins Politik rein gar nichts zu tun haben. Unter der Leitung der französischen Dirigentin Marie Jacquot zeigten sich die Wiener Symphoniker in Bestform.

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... und nochmals 13 sehr spezielle Konzerte an zwei Tagen – die Jubiläumsedition der Bezau Beatz war auf der ganzen Linie erfolgreich; Teil 2
Evi Filippou & The Inevitable eröffneten am Freitag den Konzertreigen in Peter Figers Kunstschmiede mit einem stimmigen Mix aus Elementen traditioneller griechischer Musik, zeitgenössischem Jazz und Impro-Sounds (alle Fotos: © Stefan Hauer)
Musik / Konzert
08.08.2022 Peter Füssl

Hätten die vier hervorragenden Konzerte am Eröffnungstag mit Glotze, Skylla, Bon Bon Flamme und einer Solo-Performance des Schlagzeugers Christian Lillinger andernorts für ein gesamtes Festival-Programm gereicht, so ging es bei den Bezau Beatz am zweiten Tag erst so richtig los. Und wie Festival-Macher Alfred Vogel immer betont: Man kann natürlich auch einzelne Konzerte besuchen, aber die volle Wirkung entfaltet sich erst so richtig, wenn man sich die ganze Ladung gibt. Der berühmte Spruch, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile, bewahrheitet sich hier sogar in ganz besonderem Maße.

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Außergewöhnliche musikalische Eindrücke en masse – die Jubiläumsedition zum 15. Geburtstag der Bezau Beatz begeisterte, Teil 1
Alfred Vogel feiert heuer das 15-Jahr-Jubiläum der Bezau Beatz - wie jedes Jahr mit einem prall gefüllten Programm voller Highlights und Überraschungen (alle Fotos: © Stefan Hauer).
Musik / Konzert
08.08.2022 Peter Füssl

Beginnen wir mit dem Ende: Zwar stünde am Sonntagmorgen noch ein Frühschoppen mit dem Quartett des portugiesischen Saxophonisten João Pedro Brandão auf dem Programm, aber nach den letzten Klängen des englischen Trios Vula Viel Samstag nachts um halb zwölf waren dann die musikalischen Aufnahmespeicher des Rezensenten doch voll. Die rund zwanzig Stunden dauernden siebzehn Konzerte glichen einem Sprung in einen unglaublich erfrischenden, mit unzähligen musikalischen Konzepten und Ideen gefüllten Pool, aus dem man nach drei Tagen wieder auftaucht – erfüllt von einer unglaublichen Menge an Eindrücken, Überraschungen und neuen Erkenntnissen, die von der Menge her eigentlich für ein ganzes Jahr reichen würden. Die Bezau Beatz sind nun schon seit 15 Jahren DER alljährliche Jungbrunnen für die Fans qualitativ hochwertiger Musik jenseits von Genregrenzen und kommerziellen Überlegungen, jedes Jahr neu befüllt von einem, der sich weder um Quoten noch um Charts noch um die schnelle, große Kohle kümmert: von Alfred Vogel, der selbst Musiker ist, sein Programm – so schwülstig diese Formulierung auch klingen mag – mit Herzblut schreibt und es versteht, viele in der Bregenzerwälder Gemeinde für dieses aus dem gewöhnlichen Festivalreigen weit über die Region hinaus hervorstechenden Festival immer wieder als Mitarbeiter:innen, Unterstützer:innen und Sponsor:innen zu gewinnen.

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