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Kritiken

Aktuell in den Filmclubs (5.8. - 11.8. 2022)
Competencia official – Der beste Film aller Zeiten
Film / Kino
04.08.2022 Walter Gasperi

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche mit "Competencia official - Der beste Film aller Zeiten" eine bissige Satire auf Filmregisseure und Schauspieler:innen. Beim Filmforum Bregenz steht mit "Navalny" ein spannender Dokumentarfilm über den russischen Oppositionellen auf dem Programm.

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Die Gletscher packen ihre Koffer – Kunstforum Montafon thematisiert das Schmelzen und Schwinden des Eises
Thomas Feuerstein: Blutregen, 2018 (Blutregenalge, Acryl auf Leinwand, 150x150 cm) Foto: Karlheinz Pichler
Ausstellung
03.08.2022 Karlheinz Pichler

Der Rückzug der Gletscher und das Abschmelzen von Schnee und Eis zählen zu den sichtbarsten Mahnmalen des Klimawandels und der Erderwärmung. Das Kunstforum Montafon (KFM) nähert sich diesem wichtigen Thema im Rahmen der Ausstellung „Vom Schmelzen und Schwinden“ mit teils beeindruckenden Werken von zwölf Kunstschaffenden. Die Schau visualisiert mit unterschiedlichsten Techniken den teils verheerenden Zustand der Gletscher und wartet neben guten Kunstwerken auch mit etlichen Denkanstößen auf.

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Ex-Direktor des KUB Eckhard Schneider †
Eckhard Schneider im Jahre 2008 (© KUB)
Kritiken
02.08.2022 Karlheinz Pichler

Eckhard Schneider, der als zweiter Direktor nach Edelbert Köb das Kunsthaus Bregenz (KUB) von 2000 bis 2008 leitete, ist nach längerer Krankheit im Alter von 79 Jahren gestorben, wie das KUB via Aussendung bekannt gibt. Der gebürtige Deutsche zeichnete für insgesamt 44 Ausstellungen, von denen die meisten eigens für das KUB produziert wurden, verantwortlich. Mit seinem Programm setzte er die Arbeit von Vorgänger Köb fort und hob das Kunsthaus Bregenz auf einen neuen Standard internationaler Bedeutung.

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Dem Abend gesungen – Marlis Petersen, Stephan M. Lademann und Ulrich Reinthaller zogen die Zuhörenden in ihren Bann
Die Sopranistin Marlis Petersen und der Pianist Stephan Matthias Lademann gestalteten im Rahmen von "Musik & Poesie" im Seestudio des Festspielhauses einen mitreißenden Liederabend. (Fotos: Anja Köhler)
Musik / Konzert
01.08.2022 Silvia Thurner

Seit über zehn Jahren sind die frühen Sonntagabende bei den Bregenzer Festspielen der „Musik & Poesie“ gewidmet. Hier verbinden Musiker:innen und Künstler:innen Texte auf vielfältige Weise mit Kammermusik. Meistens werden Sprache und Töne themenbezogen zueinander in Verbindung gebracht. Die Sopranistin Marlis Petersen und der Pianist Stephan M. Lademann sowie der Schauspieler Ulrich Reinthaller bescherten den Zuhörenden ein eindrückliches Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Bregenzer Festspiele - der österreichische Tenor Andreas Schager glänzt im zweiten Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker als Siegfried in Richard Wagners gleichnamiger Oper
Startenor Andreas Schager (Mitte) beim zweiten Orchesterkonzert der Wiener Symphoniker © Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis
Musik / Konzert
01.08.2022 Michael Löbl

Andreas Schager ist ein Ereignis. Wer immer Wagner-Gesang mag, sollte sich einen Liveauftritt dieses Künstlers nicht entgehen lassen. Ein geborener Heldentenor, schlank, sympathisch, gutaussehend. Die Stimme mit 80% Metall und 20% lyrischem Schmelz ist eine perfekte Cuvée für dieses Repertoire. Seine Interpretation klingt vollkommen mühelos, mit enormer dynamischer Bandbreite, wortdeutlich, alles sitzt: Höhe, Tiefe, Mittellage - nie sieht es nach Arbeit oder Anstrengung aus. Man hat den Eindruck die Stimme macht in jedem Augenblick genau das, was Andreas Schager von ihr will. Und er will viel, zum Beispiel sich auch im Forte vom Orchester nicht übertönen zu lassen. Auch schauspielerisch stellt er seine Kollegen in den Schatten, Schager "spielt" Wagner. Durch seine stimmliche Überlegenheit hat er genügend Potenzial, um jede musikalische Wendung körperlich und mimisch zu illustrieren. Für einige Zuschauer war das fast schon zu viel des Guten ("Gestik wie in einer Operette"), aber vermutlich kann er gar nicht anders, Andreas Schager hat den Siegfried zu "seiner" Figur gemacht. Ab 3. August wird er diese Rolle im Rahmen der neuen "Ring"-Inszenierung in Bayreuth verkörpern.

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Wasser als Sinnbild musikalischer Energie und Erlebnistiefe – Standing Ovations für den großartigen Jugendchor Österreich unter der Leitung von Benjamin Lack
Der Jugendchor Österreich unter der Leitung von Benjamin Lack füllte den sakralen Raum der Bregenzer Pfarrkirche St. Gallus mit emotionalen Chorkompositionen. (Fotos: Erhard Sprenger)
Musik / Konzert
01.08.2022 Silvia Thurner

Als Präsident des Jugendchores Österreich luden Oskar Egle und der Chorverband Vorarlberg 42 Sänger:innen aus den Bundesländern und dem Südtirol nach St. Arbogast. Dort probten die jungen Erwachsenen eine Woche lang ein anspruchsvolles Konzertprogramm und gaben zum Abschluss zwei mitreißende Konzerte. Bis auf den letzten Platz war die Bregenzer Pfarrkirche St. Gallus besetzt. Staunend und konzentriert erlebten die Zuhörenden ein chorisches Klangerlebnis, das niemanden unberührt ließ. Das Wasser als vielstimmige Metapher stand im Zentrum der Uraufführung von „Quiet Water“ von Thomas Thurnher sowie in weiteren Kompositionen von Ola Gjeilo, Eric Whitacre, Ēriks Ešenvalds, Palestrina und Schütz. Unter der Leitung von Benjamin Lack entfaltete der Jugendchor Österreich alle Werke klanglich wunderbar austariert, intonationssicher und voller Elan.

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Beschwingte Sommerfrische – Matthias Honeck und befreundete Musiker aus den Reihen der Wiener Symphoniker boten gute Unterhaltung
Matthias Honeck, Stefan Pöchhacker, Nikolay Orininskiy (Violine), Martin Edelmann (Viola), Michael Günther (Violoncello) und Martin Kabas (Kontrabass) spielten im Rittersaal des Hohenemser Palastes für Kammermusikliebhaber:innen auf.
Musik / Konzert
30.07.2022 Silvia Thurner

Musikerinnen und Musiker der Wiener Symphoniker bereichern den Vorarlberger Kulturkalender an zahlreichen Orten auch außerhalb der Bregenzer Festspiele. Bereits seit zehn Jahren konzertiert das „Matthias Honeck Quartett“ im Rittersaal des Hohenemser Palastes. Im Rahmen des diesjährigen Sommerkonzertes ergänzten Nikolay Orininskiy (Violine) und Martin Kabas (Kontrabass) das Ensemble. In einer freundschaftlichen und konzentrierten Atmosphäre erklangen einesteils sehr bekannte Werke von Vivaldi und Mozart und andernteils Raritäten von Haydn, Schubert und Pleyel in Duo- und Triobesetzungen. Genau in diesen Werkdeutungen lag der Reiz des Konzertabends.

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„Roter Faden grüner Zweig“ – Friederike Feldmann und Alexander Wagner in der Bludenzer Galerie allerArt
Alexander Wagner: Ohne Titel, Acryl auf Pappe, 2022 (Foto: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
29.07.2022 Karlheinz Pichler

Die aktuell laufende Ausstellung in der Bludenzer Galerie allerArt trägt den kryptischen Titel „Roter Faden grüner Zweig“ und ist dem Schaffen der 1962 in Bielefeld geborenen Künstlerin Friederike Feldmann sowie Alexander Wagner, Jahrgang 1978, gewidmet. Zu sehen sind Wandmalereien von Feldmann, die formal Assoziationen an schablonenhafte Fragmente einer Schere evozieren, sowie abstrakte Acryl-auf-Pappe-Arbeiten von Wagner. Beide in Berlin lebenden und arbeitenden Kunstschaffenden sind der Malerei und der Zeichnung verhaftet und beide zeigen ihre Werke häufig anhand von installativen, raumbezogenen Anordnungen. Wobei bei Feldmann vor allem malerische Grundfaktoren wie Gestus, Textur, Repräsentation und Autorschaft in den Fokus rücken, während Wagner gegensätzliche Aspekte wie Abstraktion und Gegenstand oder Fläche und räumliche Illusion ausbalanciert.

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Der perfekte Chef
Ein Blick aus dem Jaguar - Blanco (Javier Bardem) und der Verlust der Macht.
Film / Kino
29.07.2022 Gunnar Landsgesell

Javier Bardem als der gute Chef, der seine Fabriksarbeiter als Kinder und sich selbst als Vater stilisiert - bis die schöne alte Ordnung und mit ihr die patriarchale Macht Stück für Stück in Brüche geht. Eine hintersinnige Komödie.

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Herrlich komisches Horrorstück! Frankensteins Monster auf den Trümmern der Welt beim Festival Poligonale in Hohenems
Ein großartiges Gespann: Guylaine Hemmer und Katrin Jaehne
Theater
28.07.2022 Dagmar Ullmann-Bautz

Zum zweiten Mal findet in Hohenems vom 27. Juli bis 14. August das Open-Air-Festival „Poligonale – The mixed reality festival“ statt. Zur Eröffnung feierte die Eigenproduktion des Festivals seine Premiere im Hof der Volksschule Markt. Das Hybrid-Theater-Drama „Frankenstein“ vereint konventionelles Theater mit Motion Capture und VR-Technik und wird live vertont.

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