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Kritiken

Vitale Musik und ein temperamentvolles Ensemble – das Janus-Ensemble unter der Leitung von Christoph Cech sorgte für gute Stimmung
Das Janus-Ensemble präsentierte am zweiten Abend des Schallwende-Festivals im Saumarkttheater in Feldkirch neue Kompositionen von Gerda Poppa und Christoph Cech.
Musik / Konzert
20.09.2021 Silvia Thurner

Das Janus-Ensemble aus Oberösterreich unter der Leitung von Christoph Cech gastierte beim Schallwende-Festival im Feldkircher Saumarkttheater. Der erste Konzertteil war neuen Werken der Komponistin Gerda Poppa gewidmet, im zweiten Set erklangen zwei Kompositionen des Ensembleleiters Christoph Cech. In bester Spiellaune musizierte das Ensemble, so dass sich im Saal eine gute Stimmung ausbreitete und die Sinne öffnete für Gerda Poppas klangfarbenreiche Musik und die rhythmisch quirligen Stücke von Christoph Cech.

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Klängen skulpturale Gestalten verliehen – Thomas Gorbach präsentierte im Feldkircher Saumarkt akusmatische Musik
Enrique Tomàs und Thomas Gorbach musizierten im Rahmen des Schallwende-Festivals im Saumartkttheater in Feldkirch mit neu entwickelten, elektronischen Instrumenten.
Musik / Konzert
19.09.2021 Silvia Thurner

Das Schallwende-Festival wartete beim Eröffnungskonzert mit einem besonderen Projekt auf. Thomas Gorbach war mit einem Lautsprecherensemble zu erleben und präsentierte sogenannte „akusmatische Musik“. Zusammen mit Enrique Tomàs und Angela Lau an den Reglern improvisierten die Musikerin und die Musiker auf digitalen Musikinstrumenten. Nach der elektronischen bzw. elektroakustischen Sounderlebnissen aus den Lautsprechern tat es gut, live agierende Musiker auf der Bühne zu beobachten, die die skulpturale Musik auf ihren speziell entworfenen Instrumenten spielten.

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Späte Würdigung einer mutigen Frau
Maria Stromberger mit den Auschwitz-Überlebenden Tadeusz Szewczyk und Edward Pyś (rechts)  © Anna Pyś-Czechowicz, Rzeszów
Literatur
19.09.2021 Markus Barnay

„Ich bin mitten unter Nazis, SS, Gestapo!“, schrieb Maria Stromberger ihrem Vertrauten, dem ehemaligen KZ-Häftling Edward Pyś. Das war im Juli 1946, mehr als ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der NS-Diktatur. Die „Nazis, SS und Gestapo“ befanden sich damals mitten in Vorarlberg, nämlich im Anhaltelager Brederis, in dem führende Köpfe der heimischen Nationalsozialisten vorübergehend interniert wurden. Was Maria Stromberger besonders erregte, war die Art, wie sich die Täter an diesem Ort selbst zum Opfer stilisierten: „(Ich) muss ihre Redensarten täglich anhören, über die ‚Ungerechtigkeit’, höre Klagen, was die Menschen jetzt mit ihnen tun.“ Diese Klagen standen aus Strombergers Sicht in einem himmelschreienden Widerspruch zu dem, was die Nazis in den Jahren zuvor verbrochen – oder zumindest mitverursacht und geduldet hatten: „Dann stehen vor meinem geistigen Auge die Erlebnisse von Auschwitz!! Ich sehe den Feuerschein der Scheiterhaufen! Ich verspüre den Geruch verbrannten Fleisches in der Nase, ich sehe die Elendszüge der einrückenden Kommandos mit den Toten hinterher, (...) und ich könnte diesen hier ins Gesicht schreien und blind auf sie losgehen.“

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Montforter Zwischentöne – neu konzipiertes Festival mit kompaktem Programm im November
Im Schloss Amberg wird das Siegerprojekt „queerfeldein“ des diesjährigen HUGO Konzertdramaturgiewettbewerbes präsentiert.
Musik / Konzert
18.09.2021 Silvia Thurner

Während den Zeiten von Corona hat in der künstlerischen Leitung der Montforter Zwischentöne ein inhaltlicher und organisatorischer Umstrukturierungsprozess stattgefunden. Nun tritt die Festivalorganisation als eigenständiger Verein auf, aus dem Trio mit Edgar Eller, Hans-Joachim Gögl und Folkert Uhde ist ein Duo der beiden künstlerischen Leiter geworden. Nicht mehr wie bisher unter einem Leitdenken und drei Mal pro Jahr ist das Festival künftig im Kulturkalender des Landes präsent, sondern nur mehr während eines Monats „zwischen den Jahreszeiten“, im November. Das aktuelle Programm sowie neue Ideen stellten die Festivalgestalter im Schloss Amberg im Rahmen einer Pressekonferenz vor.

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Hochwald
Die Geschichte einer Entfremdung: Mario, Träumer, Tänzer, erfolgloser Flüchtender.
Film / Kino
17.09.2021 Gunnar Landsgesell

Ein Dorf in Südtirol, in dem der Außenseiter Mario nach dem Tod seines Freundes Lenz zunehmend unter Druck gerät. "Hochwald" interessiert sich für die Bruchlinien zwischen einem jungen Mann auf der Suche und einer dörflichen Ordnung, die wenig Freiräume lässt. Politischer Terror, sexuelle Orientierung und religiöser Aktivismus triggern die Verwerfungen zusätzlich.

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Aktuell in den Filmclubs (17.9. - 23.9. 2021)
Die Büchse der Pandora
Film / Kino
16.09.2021 Walter Gasperi

Am Spielboden Dornbirn startet diese Woche Peter Madsens Stummfilmreihe mit Georg Wilhelm Pabsts "Die Büchse der Pandora". Im Heerbrugger Kinotheater Madlen steht mit "Wer wir waren" ein bildstarker und gedankenreicher Essayfilm über Zustand und Zukunft der Erde auf dem Programm.

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Martin Tingvall: When Light Returns
CD-Tipp
16.09.2021 Peter Füssl

„Vor einem Jahr schien die Welt plötzlich still zu stehen. Als würden die Menschen den Atem anhalten über den ersten Schock der Pandemie. Gleichzeitig war dieses Frühjahr in Nordeuropa ungewöhnlich schön. Wochenlang strahlte die Sonne vom Himmel, die Knospen der Pflanzen und die Insekten kamen früher als sonst nach dem langen skandinavischen Winter. Ich war in dieser Zeit viel draußen in der Natur. Während dieses menschlichen Stillstands erschien mir die Kraft der Natur umso stärker – wie ein Zeichen, welches uns Menschen zeigen wollte, dass wir nicht aufgeben sollen.“ So schildert der sowohl mit seinem Trio als auch allein höchst erfolgreiche Martin Tingvall den Entstehungsprozess der 13 neuen Stücke für sein viertes Solo-Album, die er im März 2020 innerhalb weniger Tage in seiner südschwedischen Heimat komponierte.

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„Wer warten kann, der hat Glück“
Literatur
13.09.2021 Annette Raschner

Vor drei Jahren ist die aus Hard stammende, in Augsburg lebende Autorin Christina Walker zum bereits zweiten Mal mit dem Literaturpreis des Landes Vorarlberg ausgezeichnet worden. Elf Jahre nach dem Gewinn des Literaturstipendiums, wie die Auszeichnung damals noch hieß, erhielt sie den ersten Preis für die ersten drei Kapitel eines Romanprojekts. Das Projekt ist nun zum Roman gereift und als solcher unter dem lapidaren Titel „Auto“ im Verlag braumüller erschienen. Es handelt sich um Christina Walkers Romandebüt.

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Livekonzert von Bukahara zur Eröffnung der Schaffarei
Festivalstimmung zur Eröffnung der Schaffarei
Musik / Konzert
12.09.2021 Peter Ionian

Seit Donnerstag wird in Feldkirch die Schaffarei, das Haus der Arbeitskultur, feierlich eröffnet mit drei Tagen Programm. Am gestrigen Samstagabend fand das Finale dieses Eröffnungsreigens statt, mit einer Theateraufführung und Live-Konzerten.

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Atmen bis zur Atemlosigkeit – tanz ist exceptional präsentiert Simon Mayers Solo-Performance „Being Moved”
Simon Mayer in seiner Solo-Performance "Being Moved": Was in Ekstase endete ... (alle Fotos: Niklas Koch/Spielboden)
Tanz
12.09.2021 Peter Füssl

Der Oberösterreicher Simon Mayer gehört zu den gern gesehenen Gästen bei Günter Marinellis tanz ist Festival. Mit „SunBengSitting“ (2014) und „Sons of Sissy“ (2015) präsentierte er am Dornbirner Spielboden bereits zwei äußerst erfolgreiche Produktionen im Spannungsfeld von alpenländischer Tradition, Brauchtum und zeitgenössischem Tanz – eine sehr spezielle, zum Teil auch witzige Art getanzter Identitätssuche. Dort ließ Mayer nun auch sein Solo-Projekt „Being Moved“, das letztes Jahr in Belgien Premiere feierte, anschließend auch im Wiener Brut gezeigt wurde, dann aber durch die Pandemie bedingt nicht mehr aufgeführt wurde, wiederauferstehen. Ein effektvoll reduziertes Werk, das den Zusammenhang von Atmung und Bewegung in den Mittelpunkt stellt und dafür schamanistische Techniken verwendet.

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