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Kritiken

Jürgen Thaler präsentierte vergangenen Freitag in einem Vortrag neue Aspekte zu F. M. Felders Nachkommen. Eine Spurensuche
Hermann, Kaspar, Jakob und Maria Katharina Felder im August 1883 – abgebildet auf der Einladungskarte zum Felder-Vortrag 2022 von Jürgen Thaler.
Literatur
10.05.2022 Kurt Bereuter

Als Felder – kurz nach seiner Frau – 1869 mit nicht einmal 30 Jahren verstarb, hinterließ er fünf Kinder, von denen das älteste gerade mal sechs Jahre alt war und das jüngste ein Jahr. Jürgen Thaler, der Leiter des Felder-Archives der Vorarlberger Landesbibliothek, spürte ihnen nach und beschreibt ihr Leben als Kinder des von den einen verehrten und von den anderen verhassten Literaten und Sozialreformers Franz Michael Felder, dessen Erbe sie sich immer wieder stellen mussten. Eigentlich bis heute, wenn man bedenkt, dass ein Urenkel Franz Michael Felders, nämlich Walter Fink, nach krisengebeutelten Vereinsjahren die Obmannschaft im Franz-Michael-Felder-Verein übernahm – oder vielleicht übernehmen musste, sollte der Verein nicht sterben.

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Johannes Berauer: Vienna Chamber Diaries plus Strings
CD-Tipp
10.05.2022 Peter Füssl

„Ich wollte Musik schaffen, die sich innerhalb eines Augenblicks von intimer fragiler Kammermusik, über treibende Grooves einer Jazz-Combo hin zu vollem orchestralen Klang wandeln kann“, so beschreibt der 42-jährige Komponist, Dirigent und Pianist Johannes Berauer den Ausgangspunkt für sein sich nun schon über zehn Jahre und drei Alben erstreckendes Langzeit-Projekt „Vienna Chamber Diaries“, das in dieser Jubiläums-Ausgabe zusätzlich mit einer zehnköpfigen Streichersektion veredelt wird.

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Eintauchen in die Kunstwelt
Ausstellungsbesuch der 1a (BAfEP) mit ihrem Lehrer Gerhard Petter.
Ausstellung
09.05.2022 Raffaela Rudigier

Eintauchen in die Kunstwelt anhand der Taucher-Installation von Max Grüter in der Johanniterkirche in Feldkirch um schließlich selbst künstlerisch tätig zu werden – genau das tat eine ganze Schulklasse der BAfEP Feldkirch (Bildungsanstalt für Elementarpädagogik). Von ihrem Erlebnis berichten hier Hanna Feistenauer und Johanna Blank.

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Mit Sensibilität und Strahlkraft – Yunus Kaya begeisterte vor allem mit Brahms und Saygun
Yunus Kaya musizierte auf Einladung der Chopin Gesellschaft Vorarlberg im Feldkircher Pförtnerhaus mit viel Aussagekraft. (© Stefan Man)
Musik / Konzert
06.05.2022 Silvia Thurner

Unter dem Leitgedanken „Vom Bosporus bis zur Alster“ präsentierte der in Vorarlberg bestens bekannte Pianist Yunus Kaya im Rahmen eines Recitals bei der Chopin Gesellschaft Vorarlberg Werke von Chopin, Mozart, Saygun und Brahms. Dass der ausdrucksstark musizierende und sympathische Pianist besonders bei Brahms zu Hause ist, kam im zweiten Konzertteil besonders zur Geltung. Überdies stellte Yunus Kaya den zahlreichen Konzertbesucher:innen den türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun vor. Die virtuos ausgedeutete Sonatina Op. 15 war eine echte Entdeckung.

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Der Onkel - The Hawk
Hält sich wacker: Anke Engelke, eine deutsche Comedian in steirischen Chaostagen. Auch Gerhard Polt schaut mit einem denkwürdigen Kurzauftritt vorbei.
Film / Kino
06.05.2022 Gunnar Landsgesell

Michael Ostrowski erweist sich einmal mehr als Garant für das Unberechenbare, die sanfte geschmackliche Grenzüberschreitung und einen dezenten Zug zur Zerstörung. In „Der Onkel“ sucht er seine alte Geliebte (Anke Engelke) und deren Familie heim, die sich damals dann doch für seinen Bruder entschieden hatte. Doch der liegt jetzt im Koma. Eine „Komödie“, in der sich Witz und Verstörung die Waagschale halten, während Erwartungen permanent gebrochen werden.

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Aktuell in den Filmclubs (6.5. - 12.5. 2022)
Luzifer
Film / Kino
05.05.2022 Walter Gasperi

Beim TaSKino Feldkirch steht in dieser Woche Peter Brunners bildgewaltiges Mutter-Sohn- und Exorzismus-Drama „Luzifer" am Programm. Filmforum Bregenz und Skino Schaan zeigen dagegen Jacques Audiards betörenden Liebesreigen „Les Olympiades - Wo in Paris die Sonne aufgeht".

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Gespräch mit Wolfgang Gruber zu „Menschen im Wandel. Erkenntnisse aus Begegnungen.“
Literatur
05.05.2022 Peter Niedermair

Wolfgang Gruber bin ich vor Kurzem in der Galerie.Z in Hard bei der Eröffnung von Marco Spitzars aktueller Ausstellung begegnet. Dort – vor den „verklebten Bildern“ des Künstlers – entstand die Idee zu diesem Gespräch über ein hier anzuzeigendes Buch, das 2021 im Eigenverlag erschienen ist. Dieses enthält eine Fülle von lesenswert formulierten klugen, unprätentiösen Weisheiten über das Leben und Begegnungen mit Menschen.

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„Hier endet die Fremde“ – eine Werkausgabe von Kundeyt Şurdum ist im Sonderzahl Verlag erschienen
Literatur
05.05.2022 Annette Raschner

Hunderte Gedichte waren es, die Michael Köhlmeier vor 35 Jahren las, um gemeinsam mit dem Dichter Kundeyt Şurdum jene Texte auszuwählen, die in dessen erstem Gedichtband „Unter einem geliehenen Himmel“ Eingang finden sollten. Damals, so formulierte es Köhlmeier im Rückblick, hätte er am liebsten alle genommen. Und: „Jedes dieser Gedichte hätte ich selbst gern geschrieben."

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„Don Quijote“ – ein Theaterfest
Mühelos jonglieren Hubert Dragaschnig als Sancho Panza und Sabine Lorenz als Dulcinea von Toboso mit den unterschiedlichsten Stilen. (© Klaus Harting)
Theater
05.05.2022 Ingrid Bertel

Das Bregenzer Theater Kosmos zeigt die umjubelte Bühnenfassung von Philip Jenkins „Don Quijote – ein Stück weg von der Wahrheit“. Zaundürr, bettelarm und völlig verrückt, so kennen wir Don Quijote, den Ritter von der traurigen Gestalt, Kämpfer gegen Windmühlen und Schafherden. „Nein“, sagt Reyhan Çiçin, von einem Don Quijote habe sie zuvor nie etwas gehört. Nun steht die Schülerin selbst mit einer Don Quijoterie auf der Bühne, ebenso wie Lea Klimmer, auch sie Schülerin – eine mit dem Traum Schneiderin und Chirurgin zu werden. Das passt gut zusammen, hat schließlich beides mit Schneiden und Nähen zu tun.

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Geistreich, poesievoll und aufrüttelnd – durchkomponierter Liederabend von Ulla Hahn und Kit Armstrong bei der Schubertiade Hohenems
Kit Armstrong war bei einer literarisch-musikalischen Performance im Rahmen der Schubertiade Hohenems am Klavier und als Komponist zu erleben. Die Sopranistin Samantha Gaul und der Tenor Mauro Peter verliehen unter anderem fünf Uraufführungen ein starkes musikalisches Profil. (© Schubertiade Hohenems)
Musik / Konzert
05.05.2022 Silvia Thurner

Das Wasser als Sinnbild des menschlichen Lebens und der Umwelt bildete die Inspiration für einen geistreich komponierten Literatur- und Liederabend im Rahmen der Schubertiade Hohenems. Im Mittelpunkt standen fünf Uraufführungen des Pianisten und Komponisten Kit Armstrong nach Texten von Ulla Hahn. Der Komponist spielte am Klavier mit einem bewundernswert feinen musikalischen Ausdruck. Ihr Debüt bei der Schubertiade gab Samantha Gaul mit ihrem kristallklaren Sopran und der Tenor Mauro Peter sang mit einem warmen Timbre. Weil die Autorin Ulla Hahn erkrankt war, wurden ihre Rezitationen als wenig begeisternde „Notlösung“ eingespielt.

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