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Kritiken

Wenn das Nationalstaatliche zerfließt – Installation „No Border, No Nation“ von Andrea Salzmann an der Dornbirner Ache
Die Symbole der Flaggen verlieren sich in pastellenen Farbräumen (Foto: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
22.07.2021 Karlheinz Pichler

In Kooperation mit dem Europäischen Forum Alpbach hat der Verein CampusVäre das großräumige Kunstprojekt „No Border, No Nation“ der Vorarlberger Künstlerin Andrea Salzmann in den öffentlichen Raum entlang der Dornbirner Ache gebracht.

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Festspiel-Hausoper „Nero“: Grell-buntes Opernspektakel ohne Ende
Der mächtige Herrscher Nero (Rafael Rojas, 3. von li) im alten Rom ist auf der Opernbühne ein Zerrissener, der vergeblich versucht, den Mord an seiner Mutter zu bewältigen.
Musik / Konzert
22.07.2021 Fritz Jurmann

Das gab es noch nie in der Operngeschichte: Dass ein Komponist seit 1862 geschlagene 56 Jahre an seiner Oper arbeitet und diese dann immer noch unvollendet hinterlässt, mit vier statt der vorgesehenen fünf Akte. Weil er vermutlich an einem entscheidenden Punkt nicht mehr weiterwusste. Da ist es dem Italiener Arrigo Boito (1842-1918) mit seiner Oper um den römischen Kaiser Nero nicht anders ergangen als vielen Besuchern bei der Premiere seines Werkes, das am Mittwoch als Wiederentdeckung zur Eröffnung der diesjährigen Bregenzer Festspiele auf die Bühne des Festspielhauses gehievt wurde. Vieles wäre im Finale noch zu erklären und zu lösen gewesen, doch das Ende blieb auch für ein freundlich aufnahmebereites Publikum offen. Dafür entschädigten die ausgezeichnete Besetzung und eine fantasievolle Inszenierung, die freilich auch ihre Buhrufe abbekam.

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Aktuell in den Filmclubs (23.7. - 29.7. 2021)
Tausendschönchen
Film / Kino
22.07.2021 Walter Gasperi

Das Open-Air des Kunsthaus Bregenz startet nächste Woche mit Vera Chytilovás surrealistisch-verspieltem Klassiker "Tausendschönchen". Beim Open-Air in Tschagguns wird dagegen schon morgen Ken Loachs "Angel´s Share" gezeigt, in dem vier Underdogs planen, vier sündteure Whiskyflaschen zu stehlen

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Weinbergschnecke "reitet" auf dem Bratschenbogen - Anri Sala im Kunsthaus Bregenz
Anri Sala Anri: "If and Only If", 2018, Foto: Markus Tretter, © Kunsthaus Bregenz
Ausstellung
21.07.2021 Karlheinz Pichler

Für den 1974 in Tirana (Albanien) geborenen Künstler Anri Sala steht stets die Musik am Ausgangspunkt von Projekten, dann folgt die Kunst. Wie stark Sound, Video und Architektur miteinander verschmelzen können, beweist er mit seiner aktuellen Ausstellung im Kunsthaus Bregenz (KUB), die aufgrund der Pandemie vom Sommer 2020 auf dieses Jahr verschoben wurde. In der Inszenierung Salas verwandelt sich der Zumthor-Bau zu einem alle Sinne ansprechenden Resonanzkörper, der für fibrierende Raumerlebnisse mit Tiefgang sorgt.

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Sanierung Bregenzer Festspielhaus und Seebühne fixiert
v.l: Vorarlbergs Kulturreferentin Landesstatthalterin Barbara Schöbe-Fink, Bürgermeister Michael Ritsch, Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer, Landeshauptmann Markus Wallner, Bundeskanzler Sebastian Kurz, Festspiele-Präsident Hans-Peter Metzler und Festspiele-Vizepräsident Wilhelm Muzyczyn. Foto: Land Vorarlberg
Aktuell
21.07.2021 Raffaela Rudigier

Der ausverhandelte Vertrag zur Sanierung des Bregenzer Festspielhauses und der Seebühne wurde gestern im Vorfeld der Bregenzer Festspiele von Bund, Land, Stadt und den Festspielen offiziell unterzeichnet.

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Paier / Valcic / Preinfalk: Fractal Beauty
CD-Tipp
20.07.2021 Peter Füssl

Seit mehr als zwanzig Jahren spielt der Akkordeonist Klaus Paier im Duo mit dem Saxophonisten/Klarinettisten Gerald Preinfalk und seit 2009 mit der Cellistin Asja Valcic, mit der er vier exzellente Alben bei ACT herausgebracht hat. Die Idee, diese beiden Duos zum Trio zusammenzuspannen, lag natürlich nahe, zumal die drei Virtuosen über „eine Art identischen Puls, dasselbe Feeling und dieselbe Energie“ verfügen, wie Paier betont.

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Der Rausch
Lehrer als Säufer und Role model: Vinterbergs soziale Satire hat nicht zuletzt aufgrund seiner Provokation einen erfrischenden Touch.
Film / Kino
16.07.2021 Gunnar Landsgesell

Vier Lehrer, die sich in ihren Routinen erstarrt fühlen, beschließen in einem Experiment zu Spiegeltrinkern zu werden, um eine neue Lockerheit zu versuchen. Zwischen irritierender Komik und Sozialsatire hat Thomas Vinterberg für seinen jüngsten Film einen Oscar und den Europäischen Filmpreis für den besten Film eingefahren.

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Stadtbummel wird zum digitalen Erwin-Wurm-Kunsterlebnis – Stadt und Kunstraum Dornbirn realisieren ein Augmented Reality Projekt im öffentlichen Raum
"Banana Levitating" vor dem Eingang der Inatura
Ausstellung
15.07.2021 Karlheinz Pichler

Für den 1954 in Bruck an der Mur (Steiermark) geborenen Künstler Erwin Wurm war der öffentliche Raum seit jeher ein prädestinierter Ort, um mit Fat Cars, überdimensionalen Gurken, auf den Kopf gestellten Häusern oder vor allem mit seinen berühmten One Minute Sculptures unvermutet und direkt mit der Betrachterschaft in Kontakt zu treten. Daher ist es nur logisch, dass die Stadt Dornbirn und der Kunstraum Dornbirn diesen Objekt- und Konzeptkünstler ausgewählt haben, um ein „niederschwelliges“ Augmented Reality Projekt zu realisieren. Dabei geht es um die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung im Raum.

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Aktuell in den Filmclubs (16.7. - 22.7. 2021)
Epicentro
Film / Kino
15.07.2021 Walter Gasperi

Filmkulturclub Dornbirn und Filmforum Bregenz zeigen diese Woche den Essayfilm "Epicentro", in dem Hubert Sauper ein vielschichtiges Bild Kubas zeichnet. Im Alten Hallenbad in Feldkirch steht dagegen im Rahmen des Poolbar-Festivals mit "Oh Boy" Jan-Ole Gersters Tragikomödie über einen ziellosen Berliner Endzwanzigers auf dem Programm.

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Julian Lage: Squint
CD-Tipp
13.07.2021 Peter Füssl

Der 33-jährige Kalifornier Julian Lage hat längst das Gitarren-Wunderkind-Image des Achtjährigen, der mit Carlos Santana auf der Bühne stand und in einem Aufsehen erregenden Dokumentarfilm porträtiert wurde, hinter sich gelassen und ist mit elf Alben unter seinem Namen und unzähligen Engagements bei prominenten Kollegen zu einer der herausragenden Persönlichkeiten auf seinem Instrument geworden. Diesen Ruf wird er nun auch mit seinem exzellenten Blue-Note-Debüt zementieren, das er gemeinsam mit seinem Langzeit-Bassisten Jorge Roeder und The Bad Plus-Drummer Dave King aufgenommen hat. Eigentlich sollte es schon nach einem sechstägigen Engagement im legendären Village Vanguard im Jänner 2020 ins Studio gehen, aber corona-bedingt trat eine längere Zwangspause ein, die laut Lage dazu führte, dass das Ausgangsmaterial unter dem Eindruck der Pandemie, aber auch der Black-Lives-Matter-Bewegung manches von seiner unbeschwerten Schönheit verlor und an Tiefe gewann, bis es dann letzten August endlich ins Studio in Nashville ging.

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