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Kritiken

Literaturpreis 2023 – Einreichungen bis 31. Jänner möglich
2021 ging der Literaturpreis an die in Bludenz geborene Autorin Petra Pellini-Forcher (© Foto Serra)
Aktuell
08.11.2022 Manuela Cibulka

Seit 2019 wird von der Vorarlberger Landesregierung der Literaturpreis nicht mehr jährlich sondern biennal, dafür aber höher dotiert, ausgeschrieben. Zusätzlich zum mit 10.000 Euro dotierten Preis können mit bis zu drei Arbeitsstipendien zu je 1.500 Euro sowohl etablierte Autorinnen und Autoren, als auch aufstrebende Talente gefördert werden. In einem anonymisierten Verfahren auf Vorschlag der Kunstkommission, Sparte Literatur werden nach der mit Ende Jänner angesetzten Einreichfrist die Sieger:innen ermittelt – die Preisverleihung wird im April 2023 stattfinden.

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„Nur nachts“ von Sibylle Berg – eine Koproduktion von walktanztheater.com und Theater am Saumarkt
Die schauspielerische Leistung ist großartig, ein wahres Vergnügen, von Anfang bis Ende. (Foto: walktanztheater.com)
Theater
07.11.2022 Peter Niedermair

„Nur nachts“ konstruiert mit Sprache Wirklichkeit, bringt über die Sprache Dinge zur Welt, und schafft sie wieder ab; „Nur nachts“ inszeniert Geister, erschafft ein Inventar fiktiver Personen, imaginiert über das sprachliche Benennen und Bewörtern zum Beispiel Kinder, Orte und Sehnsüchte, wie man sie sich wünscht, oder weil man die Wirklichkeit umkehrt, und sich fragt, woher man denn die Geister nimmt, oder woher Sibylle Berg das Unerschrockene nimmt, Gedanken in die Welt zu setzen.

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Viel Musik auf kleinem Raum – das Symphonieorchester Vorarlberg und der große Publikumszuspruch sprengten bei „texte und töne“ beinahe den Rahmen
Das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Leonhard Garms spielte beim Festival "texte und töne" im ORF Publikumsstudio ein höchst anspruchsvolles Konzertprogramm und begeisterte das Publikum.
Musik / Konzert
07.11.2022 Silvia Thurner

Alljährlich gastiert das Symphonieorchester Vorarlberg bei „texte und töne“ im ORF Funkhaus in Dornbirn und stellt neue Kompositionen vor. Der Publikumszuspruch war enorm und so füllten die Werkdeutungen von Kaija Saariaho und Klaus Lang und die Uraufführung von Wladimir Rosinskij den Raum des Publikumsstudios bis in den letzten Winkel des Saales aus. Mit vollem Elan musizierten die Orchestermusiker:innen unter der Leitung von Leonhard Garms. Der Flötist Alessandro Baticci beeindruckte mit seiner vielgestaltigen Tongebung.

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Tongewebe, Klangtürme, ein Klangbad, Gespräche und Geschichten – „texte und töne“ 2022 im ORF Landesstudio Dornbirn war ein inspirierender Ort der Begegnung mit Neuem
Eine aufmerksame und zugleich inspirierte Atmosphäre herrschte beim diesjährigen Festival "texte und töne" im ORF Funkhaus in Dornbirn. Das Ensemble plus brachte unter der Leitung von Thomas Gertner vielgestaltige Kompositionen zur (Ur)aufführung und präsentierte eine große Bandbreite unterschiedlicher Kompositionsstile.
Musik / Konzert
06.11.2022 Silvia Thurner

Die zehnte Ausgabe des Festivals „texte und töne“ im ORF Funkhaus stieß auf viel Publikumsinteresse. Schon beim Eintreten ins Publikumsstudio schlug das Herz musikbegeisterter Besucher:innen höher, denn der gesamte Bühnenraum war prall gefüllt mit verschiedensten Instrumenten. Das angekündigte Programm vereinte unterschiedliche Kompositionsstile und bot vielgestaltige Einblicke in das zeitgenössische Musik- und Literaturschaffen, unter anderem mit neuen Kompositionen von Nikolaus Brass, Gerald Futscher, Wolfgang Lindner und Benny Omerzell sowie Texten von Erika Kronabitter, Norbert Mayer und Jürgen-Thomas Ernst. Das Ensemble plus unter der Leitung von Thomas Gertner, die Mezzosopranistin Anna Hauf und der Pianist Benny Omerzell interpretierten sämtliche Werke mit viel Elan und Ausdruckskraft.

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Birgit Schreyer Duarte inszeniert Ibsens „Nora“ am Landestheater
Das hervorragende Ensemble: Tobias Krüger, Maria Lisa Huber, Zoe Hutmacher, David Kopp, Silvia Salzmann, Suat Ünaldi (Foto: Anja Köhler)
Theater
06.11.2022 Peter Niedermair

Im Programmheft zur Inszenierung: „Ibsens Nora ist eine junge Frau, die im goldenen Käfig der Illusion lebt und nicht sie selbst sein darf. Erst durch eine böse Erpressung wird sie sich dessen bewusst und wächst über sich selbst hinaus – zahlt jedoch einen hohen Preis für ihre Freiheit, denn die Gesellschaft ist noch nicht weit genug dafür. Doch was ist Ursache der Unfreiheit? Die ‚Hausfrau‘ und der ‚männliche Brotverdiener‘ sind auch heute noch allzu oft Wirklichkeit – wo liegen die Wurzeln dieser Dualität?"

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Senior Citizens – Das Brodsky Quartet macht auf seiner Jubiläumstournee Halt in Dornbirn
Das Brodsky Quartet mit Krysia Ostostowicz, Ian Belton, Paul Cassidy, Jacqueline Thomas und dem Bassbariton Sir Willard White konzertierten im Kulturhaus Dornbirn. (© Fritz Jurmann)
Musik / Konzert
05.11.2022 Michael Löbl

Das britische Brodsky-Quartet ist bereits seit vielen Jahren Stammgast im Kulturhaus, genauer gesagt im Rahmen des Abonnementzyklus‘ Dornbirn Klassik. Am Donnerstagabend war Dornbirn eine Station ihrer Jubiläumstournee „50 Years of the Brodsky Quartet", als Special Guest hatten sie den jamaikanisch-britischen Bassbariton Sir Willard White mitgebracht.

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The Devil's Light
Novizin fordert die Kirche heraus, sie an der rein männlichen Exorzismus-Schulung teilnehmen zu lassen.
Film / Kino
04.11.2022 Gunnar Landsgesell

„The Devil's Light" erzählt von einer jungen Schwester, die am ausschließlich Männern vorbehaltenen Exorzismus-Seminar teilnehmen möchte. Ein interessanter Zug, denn der Film stellt in einer guten Mischung aus Horror und Suspense mehr dem Machtapparat der Kirche als dem Dämon selbst nach.

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Aktuell in den Filmclubs (4.11. - 10.11. 2022)
Un autre monde
Film / Kino
03.11.2022 Walter Gasperi

Im Kinotheater Madlen in Heerbrugg steht diese Woche mit Stéphane Brizés „Un autre monde" meisterhaftes sozialrealistisches Kino über einen Angehörigen des mittleren Managements auf dem Programm. Die Kinothek Lustenau zeigt dagegen mit Bertrand Mandicos „After Blue – Verschmutztes Paradies" eine wilde, unübersehbar von Roger Vadims kultigem „Barbarella" inspirierte Fantasie.

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Wenn das Gehirn zum Käfig wird – die belgische Choreographin Ann Van den Broek und ihre Compagnie WArd/waRD präsentierten bei „tanz ist surprises“ am Dornbirner Spielboden das Demenz-Stück „Zooming in on Loss“
Louis Combeaud, Marion Bosetti und Gregory Frateur in der zentral positionierten, als Schaltzentrale dienenden Rauminstallation, die das Gehirn eines Demenzkranken symbolisiert (Foto © Spielboden)
Tanz
03.11.2022 Peter Füssl

Nach dem letzten Black-out verharrte das Publikum minutenlang regungslos und in absoluter Stille und führte das auch fort, als die Lichter langsam wieder angingen. Erst als die Akteur:innen Marion Bosetti, Louis Combeaud und Gregory Frateur zurück auf die Bühne kamen, brandete Applaus auf. Eine irgendwie gespenstische Szenerie machte sich nach dem Finale von „Zooming in on Loss“ am Dornbirner Spielboden breit, was wohl die Gefühlslage der Zuschauer:innen zwischen Verstörtheit, Betroffenheit und Ratlosigkeit widerspiegelte. Ann Van den Broek und ihre Compagnie WArd/waRD stellten mit ihrer längst überfälligen Österreich-Premiere im Rahmen von „tanz ist surprises“, der Herbst-Ausgabe des von Günter Marinelli kuratierten tanz ist Festivals, eindrucksvoll unter Beweis, dass sie völlig zu Recht zu den experimentierfreudigsten und außergewöhnlichsten Ensembles Europas gezählt werden.

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Charles Lloyd Trios: Ocean
CD-Tipp
03.11.2022 Peter Füssl

Ich versuche einen schönen Sound zu kreieren, denn wenn ich an all die großen Meister denke, die uns vorangingen, entdeckt der Junge in mir immer noch Bereiche, in denen ich schlecht wegkomme und ich fahre damit fort, daran zu arbeiten.“ Diese Worte aus dem Munde eines 84-jährigen Großmeisters, der seit mehr als 65 Jahren auf den Bühnen dieser Welt zuhause ist und ziemlich genau 50 Alben unter eigenem Namen herausgebracht hat, sagen nicht nur unglaublich viel über dessen Bescheidenheit und Ansprüche an sich selbst aus, sondern auch über die Ernsthaftigkeit und emotionale Tiefe, mit der er ans Werk geht. Die Rede ist natürlich von Charles Lloyd, der auch in fortgeschrittenem Alter beinahe jährlich großartige Produktionen veröffentlicht – heuer sogar einen „Trio of Trios“ genannten Dreierpack. Nach dem im Juni präsentierten „Trio: Chapel“ mit Gitarrist Bill Frisell und Kontrabassist Thomas Morgan ist nun das Trio mit Gerald Clayton am Piano und Anthony Wilson an der Gitarre am Zug.

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