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Kritiken

Aus Klangballungen das Feine herausgeschält – ein imponierendes Konzert mit dem Ensemble Plus unter der Leitung von Thomas Gertner
Die Wohnzimmeratmosphäre in der Bludenzer Fabrik Klarenbrunn bot hervorragende Bedingungen für einen inspirierenden Konzertabend mit Musik unserer Zeit. Auch das neueste Werk von Raphael Lins wurde erfolgreich zur Uraufführung gebracht.
Musik / Konzert
04.07.2021 Silvia Thurner

Für die Aufführung von zeitgenössischer Musik kann man sich kein schöneres Ambiente als die Wohnzimmeratmosphäre in der Bludenzer Fabrik Klarenbrunn wünschen. Genau dort fand das zweite Sul Palco Konzert des Ensemble Plus statt. Präsentiert wurden zwei komplexe Kompositionen von Samuel Andreyev und Dominique Schafer und zwei kontrastierende Werke der Vorarlberger Komponisten Georg Furxer und Raphael Lins. Das Ensemble Plus unter der Leitung von Thomas Gertner musizierte in einem guten Einvernehmen und klanglich hervorragend aufeinander abgestimmt.

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Aus dem Schatten Mozarts ans Licht geholt – das Concerto Stella Matutina brachte erhellende Hörerlebnisse auf die Kulturbühne AmBach
Thomas Platzgummer hat für das Abokonzert des Concerto Stella Matutina unter dem Motto "Wie, Mozart? Wie Mozart!" eine abwechslungsreiche Werkauswahl getroffen und zum Konzert den belgischen Klarinettisten Vlad Weverbergh eingeladen, der auf einer Klarinette in C das virtuose Pleyel Klarinettenkonzert präsentierte.
Musik / Konzert
03.07.2021 Silvia Thurner

Die Abonnementkonzerte des Concerto Stella Matutina sind für ihre ideenreichen Programme weithin bekannt. Nach den erst kürzlich präsentierten „Vier Tageszeiten“ mit Musik von Vivaldi wurden nun Zeitgenossen von W.A. Mozart ins musikalische Blickfeld gerückt. Was es mit den Beinamen „Der englische Mozart“, „Der schwarze Mozart“ oder „Der Französische Mozart“ von Thomas Linley, Joseph Boulonge, Ignaz Pleyer auf sich hat, wurde musikalisch abwechslungsreich abgebildet. Viel bisher unbekannte Werke gab es dabei zu entdecken und auch zu bestaunen, insbesondere das Pleyel Klarinettenkonzert und den virtuos agierenden Vlad Weverbergh.

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Der Spion
Feierstimmung und Fassade: Der Durchschnittsbrite, der zum Agenten wurde, oder zum Kurier, wie der Film original heißt.
Film / Kino
01.07.2021 Gunnar Landsgesell

Als die Sowjetunion Raketen auf Kuba stationierte, kam es zur Krise mit den USA. "Der Spion" erzählt von zwei Männern, die für den Westen spionierten und dabei zu einer Entschärfung beitrugen. Ein Film zwischen persönlichem Drama und Agentenkrimi.

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Aktuell in den Filmclubs (2.7. - 8.7. 2021)
Coffee and Cigarettes
Film / Kino
01.07.2021 Walter Gasperi

Die Open-Air-Saison startet am Spielboden Dornbirn mit Jim Jarmuschs minimalistischem Episodenfilm "Coffee and Cigarettes". Der FKC Dornbirn zeigt als österreichische Vorpremiere "Papicha", in dem Mounia Meddour von jungen Algerierinnen erzählt, die in den 1990er Jahren für Selbstbestimmung und Freiheit kämpfen

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Amythyst Kiah: Wary + Strange
CD-Tipp
29.06.2021 Peter Füssl

„Wary + Strange“, vermutlich in etwa mit „misstrauisch + seltsam“ zu übersetzen, ist der zwar passende, aber die Großartigkeit maßlos untertreibende Titel des zweiten Albums von Amythyst Kiah - einer der eindrucksvollsten Stimmen unter den jungen US-Singer-Songwriter*innen. Erste Erfolge feierte die 33-Jährige im schwarze Befindlichkeiten und Roots-Music gleichermaßen auslotenden Frauen-Power-Gesangsquartett Our Native Daughters zusammen mit Rhiannon Giddens, Allison Russell und Leyla McCalla. Nun läuft Kiah aber mit maßgeblicher Unterstützung des Produzenten Tony Berg, der vor ihr unter anderem auch schon mit Phoebe Bridgers, Amos Lee, Aimee Mann oder Andrew Bird gearbeitet hat, zu ganz großer Form auf.

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Anfang und Ende - "The ever-living ghost"
Schriftsteller Stefan Feinig erhielt den Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Erstsprache, Foto: Verlag ZALOŽBA, Jennifer Freund
Literatur
28.06.2021 Annette Raschner

Der 34 Jahre alte Schriftsteller, Übersetzer und Philosoph Stefan Feinig ist mit dem diesjährigen, mit 7.000 Euro dotierten "Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Erstsprache" ausgezeichnet worden. Sein preisgekrönter, autobiografischer Essay trägt den Titel "The ever-living ghost - a new kind of landscape". Stefan Feinig ist in Klagenfurt/Celovec geboren und publiziert seine Texte in Slowenisch und Deutsch.

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Eine singende Robbe unterm Bett - Christoph Marthalers herrlich schräger Liederabend am Vorarlberger Landestheater
Nikola Weisse - seit vielen Jahren Wegbegleiterin von Christoph Marthaler (alle Fotos: © Simon Hallström)
Theater
27.06.2021 Dagmar Ullmann-Bautz

Bereits seit acht Jahren tourt „King Size“, Marthalers herrlich schräger Liederabend, erfolgreich um den Globus, gastierte mit weit über 100 Aufführungen in mehr als 20 Ländern und ist seit gestern nun auch in Österreich angekommen, wo er in der Landeshauptstadt Bregenz am vergangenen Abend seine Premiere am Vorarlberger Landestheater feierte. Für das Zustandekommen des Abends zeichnet Direktorin Stephanie Gräve verantwortlich, die 2013 das Stück als damals stellvertretende künstlerische Leiterin im Theater Basel mit aus der Taufe gehoben hat.

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lonely ballads: ZWEI - von Martin Gruber und aktionstheater ensemble, Uraufführung
Simon Scharinger, Simon Gramberger, Joachim Rigler, Kristian Musser (© Gerhard Breitwieser)
Theater
25.06.2021 Peter Niedermair

Monologe der Verzweiflung: „lonely ballads“ ist eine vorläufige Inventarisierung von Pandemie-Erfahrungen und -Einsamkeiten, eine Collage persönlich-seelischer Verletzungen, eine Konfrontation mit dem Ausgesetztsein, ein Register der Zumutungen, körperlichen Verrenkungen und Ausweglosigkeiten. Hinter thematisch aufblitzenden, hinausgeschrienen Alltagserlebnissen, die sich sprachlich an den Nichtigkeiten des Lebens abrackern, vom Zucchinischneiden zum Karottenschälen, vom Steuerausgleich bei bedingungslosem Grundeinkommen, gescheiterten Beziehungen, die weiterhin gefangen nehmen, Karottentorte und Puderzucker, von den Minderwertigkeitskomplexen über Deutsche, vom Gebussel mit Menschen, die man gar nicht kennt, Saubersprays und Fontänenbestattungen, von den Stationen an der Wiener U1, Vicky Leandros, gemalten Apfelbäumen, den Sackkleidern von Emilie Flöge und Einladungen, die ins Leere gehen … Chiffren der Ausweglosigkeit. Bewörterungen als Selbstgespräche, manische Schübe und Depressionen.

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Out now!
Aktuell
25.06.2021 Raffaela Rudigier

Die Juli/August-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

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Quo vadis, Aida?
Eine kritische Szene: Die Paramilitärs wollen Zugang. Žbanić inszeniert das mit dem Thrill, den Mörder kurz vor Betreten eines Hauses in Filmen verbreiten.
Film / Kino
24.06.2021 Gunnar Landsgesell

"Quo vadis, Aida?" rollt die Ereignisse rund um das Massaker von Srebrenica im Juli 1995 auf. Erzählt wir durch die Augen der Lehrerin Aida, einer fiktiven Figur im Zentrum eines auf Augenzeugenberichten basierenden Geschehens. Der Film lief im Wettbewerb von Venedig.

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