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Kritiken

David Helbock: The New Cool
CD-Tipp
24.03.2021 Peter Füssl

Vorarlbergs (wenn nicht Österreichs) Jazz-Export Nr. 1 David Helbock wächst im renommierten Münchner Jazz-Label ACT langsam aber sicher zu einer der zentralen Künstlerpersönlichkeiten heran. So platziert ihn der legendäre Musikproduzent und ACT-Chef Siggi Loch im aktuellen Sampler „Romantic Freedom: Blue in Green“, einem Überblick über die hervorragenden Pianisten des Labels (unter anderem Michael Wollny, Joachim Kühn, Esbjörn Svensson, Iiro Rantala, Bugge Wesseltoft) in der Pole-Position. Beinahe gleichzeitig erscheint das neue Album „téchne“ der Münchner Jazzrausch Bigband, die mit ihrer innovativen Mischung aus Techno-Sound und Bigband Jazz gerade international einiges Aufsehen erregt – auf zwei Titeln ist David Helbock als „special guest“ zu hören, einmal solo, einmal mit seinem Trio Random/Control mit Johannes Bär und Andreas Broger. Das alles tritt aber in den Hintergrund in Anbetracht von David Helbocks eigenem neuen Album „The New Cool“, das er mit seinem neuen Trio mit dem Trompeter Sebastian Studnitzky und dem Gitarristen Arne Jansen präsentiert.

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„Wunschloses Unglück“ von Peter Handke im Theater Kosmos
Daniela Gaets und Simon Alois Huber (alle Fotos: Gerhard Kresser / Theater Kosmos)
Theater
21.03.2021 Peter Niedermair

Winterlich kalt war es gestern, am Samstagnachmittag, in Bregenz und blieb es auch, als die BesucherInnen der Premiere von Handkes „Wunschloses Unglück“ um 18.30 Uhr in den frühen Abend hinausgingen. In den eineinhalb Stunden dazwischen erlebte das Publikum eine überzeugende Inszenierung mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung von Daniela Gaets als Mutter und Simon Alois Huber als deren Sohn. Die Premiere in der Regie von Theater-Kosmos-Leiter Augustin Jagg war die erste Premiere in Vorarlberg in diesem 2021-er-Theaterjahr. „Wunschloses Unglück“ war die Station einer spätwinterlichen Reise, eines Aufbruchs, ein Zeichen, dass wir wieder weiterziehen, mit der Literatur als Kompass. Der Magnet ist die Sehnsucht nach Auseinandersetzung mit Theater, mit Kunst, die Sehnsucht, Menschen zu treffen, mit Freunden zu reden.

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Aktuell in den Filmclubs (19.3. - 25.3. 2021)
The Assistant
Film / Kino
18.03.2021 Walter Gasperi

Mit Nachmittags- und Vorabendspielzeiten starten FKC Dornbirn, Spielboden Dornbirn und TaSKino Feldkirch nach der Corona-Pause diese Woche wieder ihr Programm. Der FKC zeigt die berührende Monika Helfer-Verfilmung "Ein bisschen bleiben wir noch". Das TaSKino bestreitet das komplette Programm des Kino Rio und zeigt unter anderem "The Assistant".

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ACHTUNG: Einiges geht wieder in Vorarlberg
© Daniel Lienhard
Aktuell
18.03.2021 Manuela Schwaerzler

Seit Montag dürfen in Vorarlberg wieder Veranstaltungen stattfinden - unter strengen Auflagen, aber doch. Viele Veranstalter und Kinos haben ihr Programm schnellstmöglich den neu geltenden Vorschriften angepasst oder entsprechend neu geplant. Wir versuchen, unser Monatsprogramm laufend zu aktualisieren und alle Veranstaltungen aufzunehmen. Aber Achtung: Es gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen (FFP2-Maske, negatives Testergebnis, Abstand usw.). Informieren Sie sich vorab über die Regelungen und Vorgehensweise beim jeweiligen Veranstalter auf dessen Homepage. Nach wie vor werden auch Online-Veranstaltungen angeboten - bei uns im Monatsprogramm am jeweiligen Tag gelistet unter "Zone Internet".

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Larry Coryell & Philip Catherine: Jazz at Berlin Philharmonic XI: The Last Call
CD-Tipp
18.03.2021 Peter Füssl

Jazz at Berlin Philharmonic XI: The Last Call Das 1980 aufgenommene und ein Jahr später erschienene Album „Friday Night In San Francisco” von Paco de Lucía, John McLaughlin und Al Di Meola mag zwar das bekannteste und finanziell erfolgreichste Live-Akustikgitarren-Album aller Zeiten sein, manche Jazz-Fans erinnern sich aber an eine Europa-Tournee 1979/80, wo noch Larry Coryell anstelle Di Meolas spielte. Gitarristische Feinspitze, die nicht ausschließlich im Schnelle-Finger-Superlativ dachten, wussten aber ohnehin auch die schon ein paar Jahre früher – nämlich 1977 und 1978 – veröffentlichten Duo-Alben „Twin-House“ und „Splendid“ des Texaners Coryell und des in London geborenen Belgiers Philip Catherine zu schätzen. Ersterer zählte zu den Jazz-Rock-Pionieren, während Letzerer von Django Reinhardt beeinflusst war, was eine spannende, atmosphärisch höchst ansprechende Melange ergab.

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Death of the cool - Dunkle, melancholische Klänge wehen durch die Erzählungen in Eva Schmidts neuem Buch „Die Welt gegenüber“
Literatur
15.03.2021 Ingrid Bertel

Sie wohnen vorübergehend in Brighton, Skagen oder Riparbella, manchmal auch in Bregenz. Ihre Zimmer sind voller Gegenstände. Nichts Besonderes, aber die Kaffeemaschinen, Bademäntel, Jalousien, Zigarettenschachteln und Bierflaschen markieren das Alleinsein und die Distanz zu anderen Menschen. Nähe erleben die meisten dieser Figuren nur zu ihrem Hund. Ansonsten nehmen sie sich zurück, beobachten freundlich und distanziert die Welt, und nichts vermag ihre sprachlose Traurigkeit zu durchbrechen.

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„Ich habe in Felder nie einen Säulenheiligen gesehen“
Norbert Mayer: „In den Gedichten bekommt man den Felder ganz komprimiert. Und man kann viele Parallelen zu heute ziehen!“
Kritiken
11.03.2021 Annette Raschner

Vor über zehn Jahren ist unter dem Titel „Seanno“ ein Buch mit Gedichten in Bregenzerwälder Mundart erschienen. Der Dichter, Norbert Mayer, stammt aus Egg und ist vor drei Monaten mit dem Ehrenpreis des Landes für Kunst ausgezeichnet worden. Mayers eigene literarische Produktion steht seit Monaten still, weil ihn Dialektgedichte eines Anderen intensiv beschäftigen: Jene von Franz Michael Felder. Im Auftrag des Franz-Michael-Felder-Archivs versucht sich Norbert Mayer an einer Übertragung der Texte ins Hochdeutsche. Eine spannende Aufgabe, die sich allerdings als deutlich herausfordernder als ursprünglich angenommen herausgestellt hat.

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Joachim Kühn: Touch the Light
CD-Tipp
11.03.2021 Peter Füssl

Der 77-jährige Joachim Kühn bewegte sich seit mehr als einem halben Jahrhundert in den unterschiedlichsten Konstellationen und Formationen souverän im Spannungsfeld zwischen Bach und Free Jazz, Fusion und Ethno-Jazz. Er kann auch auf ein Dutzend exzellenter Solo-Alben verweisen – zuletzt etwa auf das 2019 erschienene „Melodic Ornette Coleman“, eine spannende Auseinandersetzung mit dem Free Jazz-Titanen und seinen nicht immer ganz leicht verdaulichen „Harmolodics“. Während er damals auf faszinierende Weise mit unglaublicher Intensität und teils wahnwitziger Piano-Artistik den melodischen Reichtum innerhalb der komplexen Strukturen freilegte, geht Kühn auf der neuen Produktion gänzlich andere Wege.

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Jakob Bro / Arve Henriksen / Jorge Rossy: Uma Elmo
CD-Tipp
09.03.2021 Peter Füssl

Es sind wundervoll lyrische, dunkle, irgendwie mystisch wirkende Seelenlandschaften, durch die uns der dänische Gitarrist Jakob Bro auf seinem fünften ECM-Album führt. Unaufgeregt, meditativ, in gemessenem Tempo, zurückhaltend, ohne große Ausbrüche, aber immer von einer inhärenten, unterschwelligen Spannung getragen, die eine wundervolle Stunde über neun Titel hinweg anhält.

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Ab heute: Anmelden zum Musikpreis „Sound@V“ 2021!
Prinz Grizzley gewann 2020 in der Kategorie Pop/Rock (© ORF Vorarlberg)
Musik / Konzert
08.03.2021 Manuela Schwaerzler

Der ORF Musikpreis „Sound@V“ geht in die zweite Runde: Ab heute ist das Formular online, mit dem sich Vorarlberger Bands und Soloacts bis 9. Mai 2021 für ihre Teilnahme kostenlos anmelden können.

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