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Kritiken

Elina Duni: Lost Ships
CD-Tipp
02.12.2020 Peter Füssl

Die in Albanien geborene, seit 1992 in der Schweiz lebende und dort auch musikalisch ausgebildete, multilinguale Sängerin Elina Duni hat bereits mit ihrem aus eidgenössischen Musikern (Colin Vallon am Piano, Bänz Oester oder Patrice Moret am Bass, Norbert Pfammater an den Drums) zusammengestellten Quartett einige hervorragende Alben produziert. Auch auf den bei ECM erschienen „Matanë Malit“ (2012), „Dallëndyshe“ (2015) und ihrem Solo-Projekt „Partir“ (2018) beschäftigte sich Duni noch vorwiegend mit Traditionals aus dem albanischen oder mediterranen Raum.

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Die Sogwirkung der Kreisbewegung – Hansjörg Quaderer im Domus Schaan
Hansjörg Quaderer: o.T. (Aquarell auf Papier), 2020
Ausstellung
29.11.2020 Karlheinz Pichler

Im Domus (Dorfmuseum) in Schaan (FL) sind derzeit 60 Werke des Liechtensteiner Literaten und bildenden Künstlers Hansjörg Quaderer ausgestellt. Gemeinsamer Nenner der neuen kleinformatigen Aquarelle, Tuschen und Gouachen, die in einen Dialog zu älteren Acryl-Arbeiten gesetzt werden, ist der Kreis und die Ellipse als formales Gestaltungselement.

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Hankes Erzählungen – Eine Fundgrube für Nostalgiker
Geballte Erinnerungen auf 275 Seiten an die Feldkircher Tanz- und Rockszene der 60er und 70er Jahre in Friedl Hankes Neuerscheinung „Jahre mit der Gitarre in Feldkirch“
Literatur
25.11.2020 Fritz Jurmann

Es ist ein ganz besonderes Büchlein, das da in den letzten Jahren in der Montfortstadt hinter dicken Mauern still und heimlich entstanden ist und nun das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Es heißt „Jahre mit der Gitarre in Feldkirch“, Verfasser ist Mag. jur. Gottfried Hanke, in Musikerkreisen allgemein als „Friedl“ bekannt, der hier seine persönlichen Erinnerungen an die Zeit der Tanzkapellen im Feldkirch der 60er und 70er Jahre zu Papier gebracht hat. Und das ist wortwörtlich zu verstehen: Hanke schrieb mit enormem Fleiß jedes Wort des 275 Seiten umfassenden Werkes von Hand, so wie anno dazumal, als es zwar noch keinen PC, aber zumindest Schreibmaschinen gab.

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Out now!
Aktuell
25.11.2020 Manuela Schwaerzler

Die Dezember/Jänner-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

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Tourismus total? - Montafoner Tourismusgeschichte von Hessenberger/Kasper
Literatur
18.11.2020 Markus Barnay

Es ist ja eigentlich erstaunlich: Da gibt es seit 28 Jahren ein eigenes Tourismusmuseum im Montafon, da gibt es rund um das Heimatmuseum von Schruns eine aktive Szene von Historikern, Sozialwissenschaftern und Publizisten, da erscheinen im Lauf der Jahre Bücher über Hemingway und den Piz Buin, über Alpenvereinshütten und Grenzüberschreitungen, über Aus- und Einwanderer, über Votivbilder und Künstler – nur eine umfassende Geschichte des Tourismus im Montafon gab es bisher nicht. Es ist also wohl ein Glücksfall, dass sich der Montafoner Verkehrsverband (heute: Montafon Tourismus) zu seinem 70-Jahr-Jubiläum (was ist „70“ eigentlich für ein Jubiläum?) eine Publikation gewünscht hat. Vor allem ist es aber ein Glücksfall, dass sich die Verantwortlichen keine Jubel-Broschüre, sondern ein seriöses Buch schreiben ließen – von zweien, die dafür prädestiniert erscheinen: Das Autoren- (und Ehe-)paar Edith Hessenberger und Michael Kasper beschäftigt sich seit Jahren mit unterschiedlichen Aspekten der Montafoner Geschichte – sie, die Kulturwissenschafterin und Leiterin der Ötztaler Museen, u. a. mit Grenzgängern und Fluchtgeschichten, er, der Historiker und Leiter der Montafoner Museen, mit Nationalsozialisten und Gipfelstürmern, Wirtshäusern und Arbeitsmigration. Vor allem ist Edith Hessenberger aber seit Jahren dabei, mit Hilfe von ZeitzeugInnen-Interviews jenen gesellschaftlichen Veränderungen nachzuspüren, die der Tourismus nach Vorarlberg und speziell ins Montafon gebracht hat. Jetzt haben die beiden also ihre Interviews und Archivrecherchen, Blog-Einträge und Ausstellungstexte, Aufsätze und Vorträge zu einem Buch zusammengefasst, das die Geschichte des Tourismus von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute dokumentiert.

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Redi Hasa: The Stolen Cello
CD-Tipp
17.11.2020 Peter Füssl

Das gestohlene Cello hat sogar einen Namen, es heißt „Sophi“ und gehörte ursprünglich dem Konservatorium von Tirana. Der Namensgeber und Dieb heißt Redi Hasa, er hat dort studiert und das Instrument in den 1990-er Jahren bei der Flucht vor den bürgerkriegsähnlichen Zuständen und der Armut in Albanien als wertvollstes und überlebenssicherndes Gut einfach nach Italien mitgenommen. Eine Verzweiflungstat. Mittlerweile gehört der 43-jährige Redi Hasa, der als Sohn einer Cello-Lehrerin und eines Choreographen mit 13 Jahren bereits das klassische Repertoire beherrschte, seit zehn Jahren zum Stammensemble des überaus erfolgreichen Neo-Klassikers Ludovico Einaudi, auf dessen erfolgreichsten Alben er sich verewigt hat und mit dem er auf ausgiebigen Tourneen die ganze Welt bereiste.

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Ingo Lenßen im TAK: mit Recht ein kurzweiliger und amüsanter Abend
Ingo Lenßen ist ein brillanter Erzähler wahrheitsgerechter Geschichten
Kleinkunst / Kabarett
13.11.2020 Anita Grüneis

Die meisten TAK-Besucherinnen und -Besucher kannten ihn von seiner TV-Sendung «Lenßen und Partner», in der er sechs Jahre lang fiktive Fälle löste, davor spielte er in der Sendung «Richter Alexander Hold» den Strafverteidiger. Heute kümmert sich der Strafverteidiger Ingo Lenßen um echte Fälle und beantwortet im TV die Fragen von Telefonanrufern. Da kann es schon mal passieren, dass ihn jemand wegen eines Grabes anruft und wissen will, wie das so ist, mit dem Grabrecht. Und so nannte er sein Programm auch «Zwischen Taufe und Grab».

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„Ballbusting“ zwischen Gemüsebeeten und Marterlszenario – Peter Wehinger in der Altacher Galerie Vor-Ort
Vor den drei Fenstern zum Weg (Foto: May-Britt Nyberg)
Ausstellung
12.11.2020 Karlheinz Pichler

Zwar haben die öffentlichen Kunst- und Kultureinrichtungen aufgrund der Corona-Bestimmungen ihre Rollbalken gegenwärtig heruntergelassen, aber es bestehen dennoch Möglichkeiten, Kunst auch jetzt noch an speziellen Orten zu betrachten und zu genießen. Eine Option etwa befindet sich in Altach. Hier bespielt der 1971 in Dornbirn geborene Künstler Peter Wehinger aktuell und noch bis 6. Januar die Galerie Vor-Ort.

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Gabriele Bösch schreibt über ein Bild von Gernot Bösch, und Hansjörg Quaderer macht mit beiden ein Buch: "Der Mann in der Blüte"
Literatur
12.11.2020 Ingrid Bertel

Es war eine Idee der Ö1-Kulturredakteurin Edith-Ulla Gasser: Autor*innen erzählen über ein Werk der Bildenden Kunst. Die Idee fand Anklang, aus Vorarlberg machten sich Eva Schmidt, Monika Helfer, Wolfgang Mörth und Gabriele Bösch ans Schreiben von „Kunstgeschichten“. Keine kunsthistorischen oder interpretierenden Texte sollten es werden, sondern Erzählungen. „Der Mann in der Blüte“ hieß der Text von Gabriele Bösch – und bezog sich auf ein Gemälde ihres Ehemanns. Als die „Kunstgeschichte“ im September 2019 gesendet wurde, hörte einer besonders gebannt zu: der Maler und Buchgestalter Hansjörg Quaderer. „Es war wie ein Bienentanz, wie die beiden einander umkreist haben.“ Deswegen wollte er das „dialogische Werk“ in Buchform bringen.

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Vorarlberger Kulturpreis 2020 - in der Kategorie „Hörspiel“
Linda Achberger (© Petra Rainer)
Literatur
10.11.2020 Manuela Schwaerzler

Nachdem letztes Jahr die Malerei im Fokus stand (Hauptpreisträger: Drago Persic), ist es heuer die Kategorie „Hörspiel“, in der der Vorarlberger Kulturpreis vergeben wird. Ziemlich genau 100 Jahre alt ist diese literarische Gattung, die durch die Etablierung des Radios um 1920 entstand und ihre Blütezeit längst hinter sich hat. Und dennoch kann nicht von einem Dornröschenschlaf die Rede sein, aus dem das Hörspiel auferweckt werden muss. Hörspiele faszinieren durch ihre formalen Parameter und setzen als „Theater für die Ohren“ der heutzutage weit verbreiteten Reizüberflutung und von Social Media forcierten Bildersucht die Reduktion und Konzentration auf den Hörsinn entgegen. Und sie werden nach wie vor produziert – aufgrund der aufwändigen Anforderungen immer noch hauptsächlich von den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern.

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