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Literatur

Die offene Türe des Kinderzimmers
Literatur
04.04.2020 Annette Raschner

Wer Texte von Christian Futscher liest, sollte auf der Hut sein. Der Vorarlberger Schriftsteller ist mit allen Wassern gewaschen! Da wird mitunter auf Teufel komm‘ raus schwadroniert, kalauert und geschwindelt, was das Zeug hält, und dann passiert es! Die Pointe kehrt alles in sein Gegenteil. „Alles außer Lyrik ist Irrsinn“, zitierte Christian Futscher in seinem letzten Buch „Alles außer Lyrik“ den großen österreichischen Dichter Andreas Okopenko. „Das Pfeifen der Gräser“ heißt sein neuer Gedichtband.

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Liebenswürdiger Kauz, sehnsuchtsvolle Lichtgestalten und die Brise der Veränderung
Literatur
01.04.2020 Annette Raschner

Der Vorarlberger Schriftsteller Wolfgang Hermann hat seine Kindheit und Jugend in Dornbirn verbracht. Die Ferientage genoss er großteils auf dem Bödele. Für die Ausstellung „Wem gehört das Bödele?“ im Stadtmuseum Dornbirn und im Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg hat Wolfgang Hermann eine seiner Schubladen geöffnet und eine Erzählung mit dem Titel „Walter oder die ganze Welt“ hervorgeholt. Sie ist unlängst im Limbus Verlag erschienen und den Gefährtinnen und Gefährten von damals sowie seinem Sohn Felix gewidmet.

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Schönheit als Last - Monika Helfers neuer Roman „Die Bagage“ erzählt von einer Familie, die ziemlich viel zu tragen hat
Literatur
23.03.2020 Ingrid Bertel

Hoch in den Bergen, ganz am Ende eines Tals, das alle nur den „Wald“ nennen, lebt im Jahr 1914 eine Familie, deren Mitglieder alle schön sind. Die schönste aber ist Maria, und weil sie nichts hat außer ihrer Schönheit, ist ihr Leben gefährlich. Im Dorf unten wird die Familie „die Bagage“ genannt. „Das stand damals noch lange Zeit für ,das Aufgeladene‘, weil der Vater und der Großvater von Josef Träger gewesen waren, das waren die, die niemandem gehörten, die kein festes Dach über dem Kopf hatten, die von einem Hof zum anderen zogen und um Arbeit fragten und im Sommer übermannshohe Heuballen in die Scheunen der Bauern trugen, das war der unterste aller Berufe, unter dem des Knechtes.“ Bagage – das ist das französische Wort für Gepäck. Aber wenn jemand so schön ist wie Maria, kann und wird Mann sie dann als Gepäcksstück behandeln?

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Zwei grundverschiedene „Annäherungen“ an NS-Opfer
Literatur
16.03.2020 Markus Barnay

Gleich zwei Bücher wurden Anfang dieses Jahres präsentiert, die an aus Vorarlberg stammende NS-Opfer erinnern. Die beiden, Hugo Paterno und Georg Schelling, weisen interessante Gemeinsamkeiten auf – jedenfalls in Hinsicht auf die Ursachen ihrer Verfolgung durch die NS-Behörden: Beide waren sie tief gläubig, beide unterstützten sie vor 1938 aktiv die katholisch-konservative Diktatur, beide gerieten sie deshalb ins Visier der Nationalsozialisten. Dann hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder auf, denn Georg Schelling überlebte die KZ-Haft in Dachau und Buchenwald, während Hugo Paterno 1944 in München-Stadelheim hingerichtet wurde. Keinerlei Gemeinsamkeit gibt es auch zwischen den jetzt erschienenen Büchern – die könnten unterschiedlicher nicht sein, obwohl in beider Untertitel von „Annäherungen“ die Rede ist.

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„Teilnehmen. Teilhaben. Teilsein. Von großen Kulturdampfern und kleinen kulturinitiativen Schinakeln“
Literatur
25.02.2020 Raffaela Rudigier

Ist „Kultur“ elitäre Schöngeisterei? Weshalb interessieren sich sehr viele Menschen überhaupt nicht für „Kultur“? Wo fängt „Kultur“ an und wo hört sie auf? Und wer bestimmt das? Diese grundlegenden Fragen werden im neuen Buch „Teilnehmen. Teilhaben. Teilsein. Von großen Kulturdampfern und kleinen kulturinitiativen Schinakeln“ von Peter Hörburger aufgeworfen.

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Neue Literaturreihe im Theater am Saumarkt: „Biographie – erforschen, erinnern, erfinden?“
Angela Steidele gestaltete den Auftakt zur neuen Literaturreihe im Theater am Saumarkt (© Ben Chislett / Matthes & Seitz Berlin).
Literatur
18.02.2020 Annette Raschner

Mit einer besonderen Matinee-Reihe möchte das Theater am Saumarkt in Feldkirch möglichst viele Literaturliebhaber und -liebhaberinnen ansprechen. Für das Projekt „Biographie - erforschen, erinnern, erfinden?“ hat Marie-Rose Rodewald-Cerha, langjähriges Mitglied der Literaturgruppe des TaS, Autorinnen und Autoren eingeladen, die spannende Biographien geschrieben haben. Bis Sommer soll an jedem ersten Sonntag im Monat eine Veranstaltung im Theater am Saumarkt stattfinden.

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Esaus erfüllte Sehnsucht – eine lukullische Hommage in Schwärzlers feinem Literatursalon
Dr. Jürgen Thaler
Literatur
22.01.2020 Dagmar Ullmann-Bautz

Seit Oktober 2016 veranstaltet das Hotel Schwärzler in Zusammenarbeit mit Literatur Vorarlberg und dem Theater Kosmos Schwärzlers feinen Literatursalon. In einem kleinen, fast intimen Kreis stellt ein nicht zuvor genannter, aber nicht unbekannter Gast ihr bzw. sein Lieblingsbuch vor, ein Werk, das sie oder ihn beeinflusst und begleitet hat. Und jedes Mal ist es ein wohlgehütetes Geheimnis, wer denn nun Gast des jeweiligen Abends sein wird.

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Literatur in der Krone: Peter Handke Literaturnobelpreisträger 2019 - „Eine winterliche Reise durch das Werk von Peter Handke“
Rolf Steiner ist mit Dietmar Nussbaumer, dem Wirt des Gasthofs Krone in Hittisau, für das Programm der Handke Tage zuständig (Foto: Wieser Verlag)
Literatur
09.01.2020 Peter Niedermair

mit Rolf Steiner – „Schriftsteller und einer, der auszog Peter Handke zu treffen.“ – und Lojze Wieser, Verleger und Autor „u.a. wie Peter Handke von Europa erkochen zu sprechen pflegt“. Vom 17. bis 19. Jänner 2020 im Gasthof Krone in Hittisau.

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St. Gerolder Vortrag und Tonbänder von Charlotte Dorowin - Der Gang über den Appellplatz
Literatur
04.01.2020 Willibald Feinig

Der Doyen der österreichischen Geschichtsforschung, Gerald Stourzh, ist nicht nur mit der Staatswerdung Österreichs vertraut, sondern auch mit der der USA (ihre Väter haben Fälle wie den des derzeitigen Präsidenten geahnt). Als 90-jähriger gibt Stourzh nun ein „Büchlein“ heraus, das aus der Reihe seiner Publikationen fällt. Es trägt den Titel „Zeit der Prüfungen“ und enthält eine Auswahl aus den Abschriften von Tonbändern und Dokumenten von Lotte Dorowin (1920–2008). Betty Keller hat sie im Auftrag der Tochter, der St. Gerolder Künstlerin Irene Dworak, erstellt. Ein Vortrag in der Propstei bildet das Eingangskapitel des Werks, das von zwei Jahren Gestapohaft und Frauenkonzentrationslager und nicht zuletzt von Heimweg und Heimkehr nach Wien berichtet.

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Aufstieg und Fall eines Hasardeurs
Literatur
21.12.2019 Ingrid Bertel

Das fängt ja gut an! Schon auf der ersten Seite liest man: „Der heiße Mokka unter der Schlagobershaube war noch heiß.“ Ist das stilistisches Unvermögen des Autors oder schleißiges Lektorat? Jedenfalls ist es kein gutes Entrée für die Geschichte über einen Literaturverlag. Es sollte nach dem Willen seines Gründers Richard Kola der größte Verlag im deutschsprachigen Raum werden, und zeitweise hatte er die Bestseller-Autoren der Stunde unter Vertrag. Trotzdem nannten böse Zungen den Rikola-Verlag „Ridikola“ (lächerlich) und zeigten kaum Respekt vor Richard Kola, dem Finanzjongleur mit literarischen Ambitionen.

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