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Literatur

Ein Plädoyer für gute Architektur - Martina Pfeifer Steiner: 33 Interviews zur Architektur
Literatur
18.11.2019 Peter Niedermair

Architektur und Sprache verbinden sich wie Inklinationen, Zuneigungen, ähnlich den Bogen der Brücken, die sich von Pfeiler zu Pfeiler schwingen. Auf eine andere komplexe Weise verbindet sie auch das Übersetzen. Während das zentrale Thema der Architektur der Raum ist, wird mit Wittgenstein bewusst, was „die Grenzen meiner Welt“ ausmacht. Sprache ist letztlich jedoch nicht ein Mittel für den Entwurf eines Projekts, sondern integraler Bestandteil des Entwurfs. Und kaum woanders ist das Übersetzen eine so besondere Disziplin wie in der Architektur. Interessant wie das Buch an sich, die „33 Interviews zur Architektur“, ist deshalb der Apéro, die Einführung, die Marina Hämmerle, die vormalige Leiterin des vai, geschrieben hat. Sie durchquert das vielschichtige Panorama aller 33 Interviewten, öffnet Welten und Räume und nimmt uns auf anspruchsvolle und dennoch leichte Spaziergänge mit. Ein Potpourri, das Appetit macht. Ihr Vorwort ist „ein Plädoyer für dieses Buch und die Architektur im Allgemeinen“.

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Das erste Mal - 30 AutorInnen erzählen, wie ihr erstes Buch entstand
Literatur
18.11.2019 Ingrid Bertel

„Mon cœur mis à nu“ – mein bloßgelegtes Herz – so nannte Charles Baudelaire ein Notizbuch mit Ideen, Skizzen, Entwürfen, das erst posthum erschien. Aus gutem Grund, denn fremde Blicke in die eigene Schreibwerkstatt mögen manchem Autor und mancher Autorin durchaus als Operation am offenen Herzen erscheinen. Dennoch konnte der „profil“-Redakteur Wolfgang Paterno 30 von ihnen dazu bewegen, das Entstehen ihres ersten Buches zu beschreiben.

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„Heimatstern“ - Die neue „V“ von literatur:vorarlberg
Literatur
11.11.2019 Annette Raschner

Die 34. Ausgabe der einmal jährlich von literatur:vorarlberg herausgegebenen Literaturzeitschrift „V“ ist ein Konglomerat aus vergangenen und neuen Heimataufnahmen. Kuratiert von den beiden Vorstandsmitgliedern Ulrich Gabriel und Wolfgang Mörth versammelt sie insgesamt 26 Textbeiträge: klassische und zeitgenössische, lyrische und erzählende, von toten und lebenden, von österreichischen und Vorarlberger Autorinnen und Autoren. Darüber hinaus lässt Fotograf Gerhard Klocker Grillparzers berühmtes Trauerspiel „König Ottokars Glück und Ende“ auf neun Bildern erscheinen.

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„Außer Haus“ – ein Roman aus dem Montafon von Sabine Grohs
Literatur
05.11.2019 Raffaela Rudigier

Es gibt nicht viele Romane aus und über das Montafon und wenn, dann sind sie alt, wie etwa jene von Richard Beitl oder jene oft zitierten Erinnerungen und Geschichten von Ernest Hemingway. Seither scheint das Tal seine schriftstellerische Anziehungskraft eingebüßt zu haben. Die vielen spannenden, tragischen und einschneidenden Geschichten und Ereignisse, die sich hier schon zugetragen haben, spiegeln sich kaum in modernen Romanen wieder. Dabei gäbe es eigentlich doch viel zu erzählen: Von Schwabenkindern und Schmugglern, von armen Bergbauern, über wandernde Stuckateure bis hin zu reichen Auswanderern, der Jahrhundert-Flut, zerstörerischen Kriegswirren, den Anfängen des Winter-Tourismus und zahlreichen Montafoner Eigenarten und Bräuchen könnte man berichten. Genau das tut nun die Bludenzerin Sabine Grohs in ihrem Erstlingswerk „Außer Haus“.

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Neue Publikation zur Geschichte Vorarlbergs - Der Spanische Bürgerkrieg und Vorarlberg
Literatur
04.11.2019 Gerhard Wanner

Zwischen 1936 und 1939 wütete zwischen der demokratisch gewählten spanischen Regierung mit ihren „Republikanern“ und den rechtsgerichteten Putschisten, den „Nationalisten“ unter Führung des Generals Franco ein grausamer Bürgerkrieg – das faschistische Deutschland und Italien standen auf seiner Seite. Die Kämpfe und der Terror kosteten Hundertausende von Menschenleben. Dass in diesem Zusammenhang Vorarlberg eine gewisse Rolle spielte, war bisher kaum bekannt und in der Geschichtsschreibung nur wenig rezipiert worden.

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Draußen spielen! - In seinem Essay „Willkommen in meiner Wirklichkeit!“ plädiert Hans Platzgumer für einen Alltag in der analogen Realität
Literatur
31.10.2019 Ingrid Bertel

Ein bisschen verkniffen sieht John Lennon drein auf einer der Zeichnungen, mit denen Christoph Abbrederis den Text illustriert. Vielleicht blendet ihn aber auch nur die Sonne.

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Family Affairs im Tourismus-Kosmos - Neuer Roman von Irmgard Kramer
Literatur
29.10.2019 Raffaela Rudigier

Eine rasante Geschichte gestrickt aus Komik, Tragik und natürlich Liebe – das ist der neue Roman der Vorarlberger Schriftstellerin Irmgard Kramer. Und nein, es ist diesmal kein Kinder- oder Jugendbuch. Die Autorin hat nun endlich ihren ersten Roman für Erwachsene veröffentlicht. „Liebe ist die beste Köchin“ lautet der vielleicht etwas trivial geratene Titel. Erschienen ist das Buch im Piper Verlag. Das Cover erinnert eher an einen schnulzigen italienischen Liebesroman: Eine von Geranien umrahmte alte Holztür mit schmiedeeisernen Ornamenten, bröckelndem Putz, einer Katze und einem Kaffeehausstuhl sind darauf zu sehen. Als Leserin wünscht man sich, dass das Buch inhaltlich mehr hält, als es äußerlich verspricht. Und bitte atmen Sie auf: Irmgard Kramer enttäuscht natürlich nicht. Wie so oft im Leben darf man nichts auf Äußerlichkeiten geben.

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Den Opfern einen Namen geben - Neues Buch über die NS-Opfer der Kummenberg-Gemeinden
Literatur
21.10.2019 Markus Barnay

Der Psychiater und Leiter einer „Heil- und Pflegeanstalt“ war gerade 39, als seine Frau ihr zweites Kind zur Welt brachte. Seiner Diagnose zufolge litt das kleine Mädchen unter einer „vererbten Gehirnkrankheit“, was in seinen Augen gleichbedeutend mit einer „angeborenen Minderwertigkeit“ war. Und „Minderwertigkeit“ hieß für ihn „lebensunwert“. Der Psychiater zog die Konsequenzen: Er ließ seine Tochter durch eine Spritze töten. Schon kurz zuvor hatte er auch seine Schwiegermutter in den Tod geschickt – er wählte sie für einen Transport aus, von dem er wusste, dass die Insassen ermordet werden würden. Die beiden Verwandten waren nicht die einzigen, die der Arzt in den sicheren Tod schickte. Insgesamt sind über 300 Patienten der Anstalt ums Leben gekommen, die meisten von ihnen wurden ermordet.

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Very Special - Christoph Keller entwirft in seinem Roman „Der Boden unter den Füßen“ eine sachte Utopie des Abschieds
Literatur
15.10.2019 Ingrid Bertel

Lion steht in seinem Garten und hört Musik: Duke Ellington am Klavier, Charlie Mingus am Bass, Max Roach hinter dem Schlagzeug, „Very Special“ – besseren Upbeat-Blues kann es nicht geben. Der Nachbarsjunge Andri mit der „vogelleichten Stimme“ betrachtet Lions lädierten Holunder. „Das Gewicht des Schnees hat ihn gebrochen und entwurzelt, und dennoch wachsen immer neue Äste aus ihm heraus“, sagt Lion. Das kann Andri wirklich nicht beeindrucken: „Du hast einfach zugeschaut, wie es den Baum vollgeschneit hat, bis er brach“, sagt er – und damit ist das Thema des Romans angeschlagen, federleicht, elegant perlend wie die Klavierläufe von Duke Ellington.

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„Eigentlich bin ich kein Schimpfer und Flucher!“ - Wolfgang Berchtold präsentiert Vorarlbergs erstes Schimpfwörterbuch
Literatur
08.10.2019 Annette Raschner

Es gibt bekanntlich Menschen, die Witze erzählen, die man ihnen nie zugetraut hätte. So oder so ähnlich verhält es sich bei der Wahl der Schimpfwörter und Flüche. Sie, die mit starken Emotionen verknüpft sind, erzählen viel über denjenigen, der sie benutzt. Der pensionierte AHS-Lehrer und frühere Vizebürgermeister von Götzis, Wolfgang Berchtold, hat sich in die Kultur oder auch die Unkultur des Schimpfens, Fluchens und Spottens in Vorarlberg gestürzt und sich dabei Gedanken darüber gemacht, wie viele solche Ausdrücke es in unserer Region gibt, woher sie kommen und was sie bedeuten. Das Ergebnis ist ein schön aufbereitetes, populärwissenschaftliches Nachschlagewerk mit originellen Karikaturen von Silvio Raos. „Das Vorarlberger Schimpfwörterbuch“ ist in der Edition V erschienen.

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