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Literatur

Von der Notwendigkeit des Erzählens - zum neuen Roman „43‘586“ von Ralf Schlatter
Literatur
17.06.2022 Florian Gucher

Ein Altersheim als Frohburg und mittendrin eine im Sterben liegende Patientin, die geschichtenhörend dem eigenen Tod Schritt für Schritt oder besser gesagt Erzählung um Erzählung näher rückt. Konzipiert als zeitgenössischer Decamerone, beginnt „43‘586“ über mehrere Instanzen gehend absurderweise als Gedankengespinst eines Mannes, der sich im Traum mit fünf Mitgesell:innen auf eine einsame Insel begibt und dort mit dem Erzählen einer Geschichte beginnt. Von einer Sterbenden, die am Totenbett vorgeführt bekommt, was es bedeutet, zu leben. In Ralf Schlatters neuem Werk wird über Banales gescherzt, über Absurdes gelacht, über Skurriles gewundert und vor allem eines: erzählt, bis buchstäblich der Atem erlischt

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The ever-living ghost
Am 8.6. liest der Schriftsteller Stefan Feinig in Hohenems aus seinem preisgekrönten Essay. (© Jennifer Freund)
Literatur
08.06.2022 Annette Raschner

Die neue literatur.haltestelle. von literatur:vorarlberg netzwerk in Zusammenarbeit mit der Stadt Hohenems macht nun einen Text multimedial erlebbar, dessen Autor mit dem 7. Hohenemser Literaturpreis 2021 deutschsprachiger Autor:innen nichtdeutscher Muttersprache ausgezeichnet wurde. Der in Klagenfurt/Celovec geborene, zweisprachig aufgewachsene Schriftsteller, Übersetzer und Philosoph Stefan Feinig erhielt die Auszeichnung für seinen vielschichtigen, sprachphilosophischen Essay „The ever-living ghost – a new kind of landscape“. Heute Abend (8.6.) liest er daraus im Salomon-Sulzer-Saal.

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Schundheft Nr. 41 mit Erzählungen von Jutta Rinner-Blum erscheint im Juni
Literatur
07.06.2022 Annette Raschner

Als Autorin ist Jutta Rinner-Blum in der heimischen Szene durchaus keine Unbekannte. In der Vergangenheit erhielt sie etwa einen Förderpreis beim Harder Literaturpreis und das Dramatikerstipendium des Landes. 1991 erschien mit „Grenzland“ ihr erster Gedichtband, 2017 veröffentlichte die edition fischer mystische Lyrik von Jutta Rinner-Blum unter dem Titel „in tausend splittern meine himmel“.

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Ausbuchtungen und Ungereimtheiten - zu Daniel Nachbaurs neuem Erzählband
Literatur
17.05.2022 Florian Gucher

„Soll es brennen.“ Passender hätte man den Titel des 160 Seiten umfassenden Erzählbandes nicht wählen können. Drei Worte, eine ganze Geschichte und eine Metapher davon, wie das Leben spielt und was man daraus macht.

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Regina Lamperts „Schwabengängerin“ ist in einer Neuauflage erschienen
Literatur
11.05.2022 Markus Barnay

„Tränen kamen, ich musste laut aufweinen, so hatte ich Heimweh. ,Ach Gott!‘ dachte ich, ,wäre doch der Sommer schon vorüber, dann könnte ich wieder heim.‘ ,Heim,‘ dachte ich, ,das ist doch ein schönes Wort.‘ Ich weinte mich tüchtig aus, dachte an meinen Bruder Anton, ob er wohl auch so Heimweh hatte wie ich. Ich zählte die Tage bis Sonntag. Noch vier Tag, und dann kommt der Anton mich besuchen, wie freu ich mich” (S. 61). Als Regina Lampert diese Zeilen schrieb, war sie über 75 Jahre alt. Die Ereignisse, an die sie sich erinnerte, lagen da bereits 65 Jahre zurück, denn sie war noch keine zehn Jahre alt, als sie zum ersten Mal ins Schwabenland geschickt wurde, um dort den Sommer arbeitend zu verbringen.

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Jürgen Thaler präsentierte vergangenen Freitag in einem Vortrag neue Aspekte zu F. M. Felders Nachkommen. Eine Spurensuche
Hermann, Kaspar, Jakob und Maria Katharina Felder im August 1883 – abgebildet auf der Einladungskarte zum Felder-Vortrag 2022 von Jürgen Thaler.
Literatur
10.05.2022 Kurt Bereuter

Als Felder – kurz nach seiner Frau – 1869 mit nicht einmal 30 Jahren verstarb, hinterließ er fünf Kinder, von denen das älteste gerade mal sechs Jahre alt war und das jüngste ein Jahr. Jürgen Thaler, der Leiter des Felder-Archives der Vorarlberger Landesbibliothek, spürte ihnen nach und beschreibt ihr Leben als Kinder des von den einen verehrten und von den anderen verhassten Literaten und Sozialreformers Franz Michael Felder, dessen Erbe sie sich immer wieder stellen mussten. Eigentlich bis heute, wenn man bedenkt, dass ein Urenkel Franz Michael Felders, nämlich Walter Fink, nach krisengebeutelten Vereinsjahren die Obmannschaft im Franz-Michael-Felder-Verein übernahm – oder vielleicht übernehmen musste, sollte der Verein nicht sterben.

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Gespräch mit Wolfgang Gruber zu „Menschen im Wandel. Erkenntnisse aus Begegnungen.“
Literatur
05.05.2022 Peter Niedermair

Wolfgang Gruber bin ich vor Kurzem in der Galerie.Z in Hard bei der Eröffnung von Marco Spitzars aktueller Ausstellung begegnet. Dort – vor den „verklebten Bildern“ des Künstlers – entstand die Idee zu diesem Gespräch über ein hier anzuzeigendes Buch, das 2021 im Eigenverlag erschienen ist. Dieses enthält eine Fülle von lesenswert formulierten klugen, unprätentiösen Weisheiten über das Leben und Begegnungen mit Menschen.

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„Hier endet die Fremde“ – eine Werkausgabe von Kundeyt Şurdum ist im Sonderzahl Verlag erschienen
Literatur
05.05.2022 Annette Raschner

Hunderte Gedichte waren es, die Michael Köhlmeier vor 35 Jahren las, um gemeinsam mit dem Dichter Kundeyt Şurdum jene Texte auszuwählen, die in dessen erstem Gedichtband „Unter einem geliehenen Himmel“ Eingang finden sollten. Damals, so formulierte es Köhlmeier im Rückblick, hätte er am liebsten alle genommen. Und: „Jedes dieser Gedichte hätte ich selbst gern geschrieben."

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Der Geist weht, wo er will
(© C. A. Hellhake)
Literatur
19.04.2022 Bettina Barnay

Runde Geburtstage bieten Anlass für Laudationes. Jene für Rudi Spring, im März in Buchform erschienen, umfassen 320 Seiten und wurden von 34 Laudator:innen verfasst. Weil der Jubilar manches wohl selbst am besten weiß und auch so wunderbar schreibt, hat auch er einige Kapitel verfasst.

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vorarlberg. ein making-of
Literatur
12.04.2022 Severin Holzknecht

Der durch das vorarlberg museum herausgebrachte Band „vorarlberg. ein making-of in 50 Szenen“ ist der Dauerausstellung zur Vorarlberger Landesgeschichte gewidmet. Anlässlich der bevorstehenden Umgestaltung dieses seit 2013 weitestgehend unverändert gebliebenen Teilbereichs des Museums wurde der vorliegende Band geschaffen. Rund 30 Autorinnen und Autoren waren dazu aufgerufen, verschiedenste Teilaspekte der Vorarlberger Landes- und Identitätsgeschichte zu beleuchten und in so manchem Fall althergebrachte Topoi zu dekonstruieren.

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