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Literatur

Freudige Überraschung: Sarah Rinderer bekommt Feldkircher Lyrikpreis
Sarah Rinderer erhält den Feldkirchen Lyrikpreis 2021. © Petra Rainer
Literatur
24.11.2021 Annette Raschner

Mit Sarah Rinderer gewinnt zum ersten Mal eine aus Vorarlberg stammende Autorin den Feldkircher Lyrikpreis. Seit 2003 wird er international ausgeschrieben, damals erhielt der Bregenzerwälder Norbert Mayer den zweiten Preis, 2005 sowie 2010 wurde Udo Kawasser, 2008 Lina Hofstädter mit einem dritten Preis ausgezeichnet.

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„Geschichte ist die Essenz unzähliger Biografien“
Engagierte Funktionärin: Marie Leibfried spielte in der frühen sozialdemokratischen Bewegung Vorarlbergs eine wichtige Rolle. (© StAr Dornbirn/Sammlung Malin-Gesellschaft)
Literatur
23.11.2021 Severin Holzknecht

Die Literaturgattung der Biografie stellte traditionell vor allem die „großen Männer“ – eher selten Frauen – in den Mittelpunkt und kam aufgrund dieser Einseitigkeit gegen Mitte des letzten Jahrhunderts zusehends in Verruf. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte sie jedoch eine Renaissance. Der Fokus der Biografie lag nun jedoch vermehrt auf den „kleinen Leuten“. Diese Entwicklung bereicherte die Geschichtswissenschaften ungemein, denn wie schon der schottische Historiker und Essayist Thomas Carlyle scharfsinnig feststellte: Geschichte ist die Essenz unzähliger Biografien.

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Wortlaut - Kurzgeschichtenwettbewerb: Sarah Rinderer als Preisträgerin
Dieses Jahr geht der zweite Platz des Literaturwettbewerbes von FM4 für die beste Kurzgeschichte mit Sarah Rinderer nach Vorarlberg © Zita  Bereuter
Literatur
18.11.2021 Manuela Cibulka

Bei dem diesjährigen FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb zählte die Vorarlberger Autorin unter den 700 eingereichten Texten zu den großen Zehn. Am 17.11. stand fest, dass sie für ihre Kurzgeschichte „Ein Zimmer" mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde. Wir gratulieren herzlich!

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Alex Beer: „Der letzte Tod“
Literatur
16.11.2021 Bettina Barnay

August Emmerich ermittelt wieder. Wenn Sie ihn noch nicht kennen: der Inspektor und sein Assistent Winter klären in Wien Mordfälle auf. Sie gehören der Abteilung „Leib und Leben“ an, so hieß das damals. Und damals bedeutet in den Jahren nach dem Ende des ersten Weltkriegs. Viele sind gar nicht aus dem Krieg heimgekehrt, viele schwerverletzt, so auch August Emmerich. Man muss die ersten vier Bände dieser Krimireihe nicht gelesen haben, um den fünften nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.

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Susanne Alge: „Von Fremden und anderen Aussenseitern“
Literatur
24.10.2021 Ingrid Bertel

Eine ziemlich unvollkommene Familie Seit 30 Jahren lebt die gebürtige Lustenauerin Susanne Alge in Berlin. Aber wenn sie „Von Fremden und anderen Aussenseitern“ erzählt, könnten wir die auch gleich um die Ecke finden.

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Kolumination – das Festival der Worte auf dem Säntis
Kolumnist Axel Hacke (u.a. Süddeutsche Zeitung) erhält heuer den „Preis der Kolumination“ für sein Lebenswerk
Literatur
17.10.2021 Raffaela Rudigier

Provokative Denkanstöße und keine Langeweile Bekannte deutschsprachige Kolumnist:innen und Slammer:innen versammeln sich demnächst wieder am Säntis in der Schweiz. Hier findet die „Kolumination“, ein „Festival der Worte“, zum zweiten Mal statt. Besucher:innen tauchen zwei Tage lang ein in die Welt der Kolumnen und des Slams – heuer zum Thema „Leistung“. Zum Lesen eingeladen sind jeweils zwei Vertreter:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es sind allesamt Kolumnist:innen, die in ihrem Land bekannt sind und eine regelmäßige Kolumne schreiben. So werden dieses Jahr beispielsweise Monika Helfer (Ö), Jan Fleischhauer (D) oder Birgit Schmid (CH) am Säntis mit dabei sein.

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Sarah Kuratle: „Greta und Jannis“
Literatur
10.10.2021 Peter Niedermair

Ein Roman als träumende Phantasie Sarah Kuratles „Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren“ ist ein faszinierender Roman, wie ich schon lange keinen mehr gelesen habe. Er spielt mit bezaubernder, zuweilen tragischer Magie, und erzählt sprachlich lyrisch-zart eine berührend intime Geschichte, surreal wie Hänsel und Gretel. „Greta und Jannis“ spürt ohne zeitliches und geografisch verortbares Koordinatensystem in rhythmisch-melodischen Sprachbildern, ohne dass ein Wort zufällig oder zu viel wäre, wie bei Kafka, den Fragen vom Leben und Lieben nach. Die Protagonist:innen des bei Otto Müller im August erschienen Debütromans „Greta und Jannis“ waren Nachbarskinder. Er fragt sie zögernd und schüchtern eigentlich, ob er denn ihr Bruder sein dürfe. Sie ist einverstanden. Später, einige Jahre später, küsst sie ihn auf den Mund. Die beiden verlieben sich, als wäre es naturgewollt, dennoch dürfen sie kein Liebespaar sein. Zwischen den beiden, hinter ihren Familien, liegt ein großes Geheimnis, wie ein Geröllfeld, das sich sehr bald zu einem Gebirgszug entwickelt.

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Alois Hotschnig: „Der Silberfuchs meiner Mutter“
Literatur
01.10.2021 Annette Raschner

Wie es war und wie es hätte sein können Die einen mögen es Zufall, die anderen mögen es Magie nennen. Im Dezember 2016 sah Alois Hotschnig im Fernsehen eine Sendung über ehemalige „Lebensborn“-Kinder. Der aus Kärnten stammende Schriftsteller hatte sich bereits in der Vergangenheit intensiv mit dem 1935 von Heinrich Himmler gegründeten Verein auseinandergesetzt, der bis Kriegsende unzählige schwangere Frauen, die von Soldaten der Wehrmacht und von Mitgliedern der SS ein Kind erwarteten, aus den besetzten Gebieten ins Deutsche Reich holte, um ihrer „arischen“ Kinder habhaft zu werden. Von der Lebensgeschichte eines Mannes, der 1942 durch „Lebensborn“ im Bauch seiner norwegischen Mutter von Kirkenes nach Vorarlberg kam, um wenige Monate später in Hohenems zur Welt zu kommen, war Hotschnig derart berührt, dass er diesem einen Brief, versehen mit der Frage schrieb, ob er sich vorstellen könne, die Hauptfigur in seinem nächsten Buch zu werden. Fünf Jahre nach der ersten Kontaktaufnahme ist nun im Verlag Kiepenheuer & Witsch der Roman „Der Silberfuchs meiner Mutter“ erschienen.

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Fake News und Feminismus
Literatur
30.09.2021 Ingrid Bertel

Im Jahr 1848 zeigten die Titelseiten amerikanischer Zeitungen immer wieder drei Mädchen: Kate (11), Maggie (14) und Leah (35) Fox. Sie galten als Erfinderinnen des Spiritismus und erzeugten eine weltweite Modewelle. In seinem Roman „Klopfzeichen“ stellt Bastian Kresser die Fox-Schwestern in ein Gesellschaftspanorama des viktorianischen Zeitalters und fragt nach ihren feministischen Ansprüchen.

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„Uns verbindet ein gewisser unkontrollierter Schlingerkurs“
Literatur
26.09.2021 Annette Raschner

Die Autorin Monika Helfer und der Künstler Christoph Abbrederis kennen einander seit Jahrzehnten. Immer wieder haben sich ihre Wege gekreuzt, bis jetzt - zum allerersten Mal - ein gemeinsames Kinderbuch entstanden ist: „Dickerle“, erschienen im leykam Verlag.

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