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Literatur

Zum siebten Mal ausgeschrieben: Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Muttersprache 2021
Karosh Taha gewann den Hohenemser Literaturpreis 2019 (Foto: Stadt Hohenems)
Literatur
03.12.2020 Manuela Schwaerzler

Der biennal verliehene Literaturpreis soll dazu beitragen, „die kulturelle Vielfalt der auch von Einwanderung geprägten deutschsprachigen Literaturszene hervorzuheben“, heißt es in der Ausschreibung. Aber auch die Verbindung zur Lage und Geschichte Hohenems im Dreiländereck wird verdeutlicht: der grenzüberschreitende Austausch mit den Nachbarländern, die europäischen Verbindungen der Hohenemser Grafen, die Bildung der jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert sowie die Arbeitsmigration in der jüngeren Geschichte – Hohenems wurde stets durch Zuwanderung geprägt. Mit dem 2009 auf Anregung von Michael Köhlmeier ins Leben gerufene und für 2021 wieder mit 7.000 Euro dotierte Preis soll dies verdeutlicht und kultureller Austausch sowie gegenseitiges Verständnis gefördert werden.

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Hankes Erzählungen – Eine Fundgrube für Nostalgiker
Geballte Erinnerungen auf 275 Seiten an die Feldkircher Tanz- und Rockszene der 60er und 70er Jahre in Friedl Hankes Neuerscheinung „Jahre mit der Gitarre in Feldkirch“
Literatur
25.11.2020 Fritz Jurmann

Es ist ein ganz besonderes Büchlein, das da in den letzten Jahren in der Montfortstadt hinter dicken Mauern still und heimlich entstanden ist und nun das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Es heißt „Jahre mit der Gitarre in Feldkirch“, Verfasser ist Mag. jur. Gottfried Hanke, in Musikerkreisen allgemein als „Friedl“ bekannt, der hier seine persönlichen Erinnerungen an die Zeit der Tanzkapellen im Feldkirch der 60er und 70er Jahre zu Papier gebracht hat. Und das ist wortwörtlich zu verstehen: Hanke schrieb mit enormem Fleiß jedes Wort des 275 Seiten umfassenden Werkes von Hand, so wie anno dazumal, als es zwar noch keinen PC, aber zumindest Schreibmaschinen gab.

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Tourismus total? - Montafoner Tourismusgeschichte von Hessenberger/Kasper
Literatur
18.11.2020 Markus Barnay

Es ist ja eigentlich erstaunlich: Da gibt es seit 28 Jahren ein eigenes Tourismusmuseum im Montafon, da gibt es rund um das Heimatmuseum von Schruns eine aktive Szene von Historikern, Sozialwissenschaftern und Publizisten, da erscheinen im Lauf der Jahre Bücher über Hemingway und den Piz Buin, über Alpenvereinshütten und Grenzüberschreitungen, über Aus- und Einwanderer, über Votivbilder und Künstler – nur eine umfassende Geschichte des Tourismus im Montafon gab es bisher nicht. Es ist also wohl ein Glücksfall, dass sich der Montafoner Verkehrsverband (heute: Montafon Tourismus) zu seinem 70-Jahr-Jubiläum (was ist „70“ eigentlich für ein Jubiläum?) eine Publikation gewünscht hat. Vor allem ist es aber ein Glücksfall, dass sich die Verantwortlichen keine Jubel-Broschüre, sondern ein seriöses Buch schreiben ließen – von zweien, die dafür prädestiniert erscheinen: Das Autoren- (und Ehe-)paar Edith Hessenberger und Michael Kasper beschäftigt sich seit Jahren mit unterschiedlichen Aspekten der Montafoner Geschichte – sie, die Kulturwissenschafterin und Leiterin der Ötztaler Museen, u. a. mit Grenzgängern und Fluchtgeschichten, er, der Historiker und Leiter der Montafoner Museen, mit Nationalsozialisten und Gipfelstürmern, Wirtshäusern und Arbeitsmigration. Vor allem ist Edith Hessenberger aber seit Jahren dabei, mit Hilfe von ZeitzeugInnen-Interviews jenen gesellschaftlichen Veränderungen nachzuspüren, die der Tourismus nach Vorarlberg und speziell ins Montafon gebracht hat. Jetzt haben die beiden also ihre Interviews und Archivrecherchen, Blog-Einträge und Ausstellungstexte, Aufsätze und Vorträge zu einem Buch zusammengefasst, das die Geschichte des Tourismus von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute dokumentiert.

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Gabriele Bösch schreibt über ein Bild von Gernot Bösch, und Hansjörg Quaderer macht mit beiden ein Buch: "Der Mann in der Blüte"
Literatur
12.11.2020 Ingrid Bertel

Es war eine Idee der Ö1-Kulturredakteurin Edith-Ulla Gasser: Autor*innen erzählen über ein Werk der Bildenden Kunst. Die Idee fand Anklang, aus Vorarlberg machten sich Eva Schmidt, Monika Helfer, Wolfgang Mörth und Gabriele Bösch ans Schreiben von „Kunstgeschichten“. Keine kunsthistorischen oder interpretierenden Texte sollten es werden, sondern Erzählungen. „Der Mann in der Blüte“ hieß der Text von Gabriele Bösch – und bezog sich auf ein Gemälde ihres Ehemanns. Als die „Kunstgeschichte“ im September 2019 gesendet wurde, hörte einer besonders gebannt zu: der Maler und Buchgestalter Hansjörg Quaderer. „Es war wie ein Bienentanz, wie die beiden einander umkreist haben.“ Deswegen wollte er das „dialogische Werk“ in Buchform bringen.

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Vorarlberger Kulturpreis 2020 - in der Kategorie „Hörspiel“
Linda Achberger (© Petra Rainer)
Literatur
10.11.2020 Manuela Schwaerzler

Nachdem letztes Jahr die Malerei im Fokus stand (Hauptpreisträger: Drago Persic), ist es heuer die Kategorie „Hörspiel“, in der der Vorarlberger Kulturpreis vergeben wird. Ziemlich genau 100 Jahre alt ist diese literarische Gattung, die durch die Etablierung des Radios um 1920 entstand und ihre Blütezeit längst hinter sich hat. Und dennoch kann nicht von einem Dornröschenschlaf die Rede sein, aus dem das Hörspiel auferweckt werden muss. Hörspiele faszinieren durch ihre formalen Parameter und setzen als „Theater für die Ohren“ der heutzutage weit verbreiteten Reizüberflutung und von Social Media forcierten Bildersucht die Reduktion und Konzentration auf den Hörsinn entgegen. Und sie werden nach wie vor produziert – aufgrund der aufwändigen Anforderungen immer noch hauptsächlich von den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern.

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Lisa Spalt erhält Literaturpreis Floriana
Der erste Preis der Floriana 2020 geht an Lisa Spalt
Literatur
03.11.2020 Manuela Schwaerzler

Die in Hohenems geborene Autorin Lisa Spalt wurde am Wochenende mit dem oberösterreichischen Literaturpreis Floriana ausgezeichnet. Für ihren Text „Die grüne Hydra“ erhielt die Wahllinzerin den mit 7.000 Euro dotierten ersten Preis.

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15 Jahre „miromente“: „Wir sind eine Vorarlberger Literaturzeitschrift mit regionalem Schwerpunkt und internationalem Anspruch“
„miromente“-Herausgeber Wolfgang Mörth
Literatur
21.10.2020 Annette Raschner

Die „miromente“ feiert heuer ihr fünfzehnjähriges Bestehen. Mit der Sonderausgabe „Cara Roberta“ startet die Vorarlberger „Zeitschrift für Gut und Bös“ in die nächste Periode. Es handelt sich dabei um eine Kooperation mit den Literaturhäusern von Liechtenstein, Südtirol, St. Gallen und Vorarlberg. Annette Raschner hat mit Autor und „miromente“-Herausgeber Wolfgang Mörth gesprochen.

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Batgirl meets Kafka - Christoph Keller: „Jeder Krüppel ein Superheld. Splitter aus dem Leben in der Exklusion“
Literatur
20.10.2020 Ingrid Bertel

„Splitter aus dem Leben in der Exklusion“ mischt Christoph Keller in seinem neuen Buch „Jeder Krüppel ein Superheld“. Denn trotz aller Beteuerungen, man strebe für Menschen mit einer Behinderung Inklusion an, sieht die Realität anders aus. Wie kommt Christoph Keller auf der Sitzfläche von der Größe eines A4-Blattes in ein Flugzeug? Warum muss er im Gorillagehege im Zoo ein Rollstuhlschild am Rollstuhl tragen? Damit klar ist, dass er im Rollstuhl sitzt? Und was soll er im Hochhaus mit dem Schild anfangen „Im Brandfall Treppe benützen!“

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Rainer Juriatti gründet einen Verlag und geht auf musikalische Lesereise
Rainer Juriatti hat aufgrund eigener Erfahrungen einen Verlag gegründet und möchte manches anders machen
Literatur
11.10.2020 Raffaela Rudigier

Dem Vorarlberger Autor und Wahl-Grazer Rainer Juriatti war während des Lockdowns, laut eigenen Angaben, das erste Mal in seinem Leben langweilig. Es gab nichts zu tun, keiner habe angerufen. Da hat er, gemeinsam mit seiner Frau Vera und seiner Tochter Chiara, einen Verlag gegründet: den „Kollektiv Verlag“. Das Ziel: Erzählungen, Romane, Bühnentexte, Essays zu „drängenden Themen der Zeit“ auflegen. Nicht verlegt werden: Biografien, Science-Fiction-Geschichten oder „betroffenheitslyrische Selbsterfahrungen“.

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V#35 – neue Ausgabe der Vorarlberger Zeitschrift für Literatur: „Stechuhr und Babydoll“
Literatur
06.10.2020 Manuela Schwaerzler

Neugierig macht er, der Titel, unter dem die neu erschienene V#35 literarische Beiträge zur Vorarlberger Industriegeschichte versammelt. Ausgangspunkt dafür war die Debatte über ein Industriemuseum in Vorarlberg, zu der die Herausgeberinnen Marie-Rose Rodewald-Cerha und Sabine Benzer einen Beitrag leisten wollten. Beim Centre For Anthropological Research On Museums And Heritage, einer Abteilung der Humboldt-Universität zu Berlin, fanden sie Inspiration für die Umsetzung ihrer Idee. „Dort forschen auch Künstler*innen zu Kulturerbe bzw. wird versucht mittels Kunstprojekten Zugänge zu kulturellem Erbe zu schaffen. Sehr spannend ist das“, antwortet Sabine Benzer auf meine Frage zur Entstehungsgeschichte des Sammelbandes. „Es hat sich also angeboten, Autor*innen um Beiträge zum industriellen Erbe zu bitten. Marie-Rose Rodewald-Cerha hatte darüber hinaus die Idee, das schöne Projekt www.meinindustrie.museum des Vorarlberger Wirtschaftsarchives aufzugreifen, wo die Bevölkerung aufgerufen wird, auszuwählen, was in ein Industriemuseum gehört und das dann auf dieser Homepage einzuspeisen.“

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