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Tanz

Das Ostschweizer HOUSE OF PAIN Physical Dance Theatre beschäftigt sich in „FEEDING CROCODILES“ mit dem Thema Angst
Mit der Live-Kamera werden Cecilia Wretemark und Kristian Breitenbach auf die Gipsinstallation von Johanna Knöpfel projiziert © HOUSE OF PAIN
Tanz
12.09.2019 Mirjam Steinbock

Seinem Namen wird es gerecht: HOUSE OF PAIN, das von den professionellen Tanzschaffenden Jasmin Hauck, Cecilia Wretemark und David Schwindling gegründete Tanztheater, beschäftigt sich mit oft an der Schmerzgrenze angesiedelten Themen. Solchen, die manche eher im Dunkeln lassen würden. Eine Kostprobe der extrem physikalisch umgesetzten und nicht selten provokanten Performance-Betrachtungen menschlichen Verhaltens gab das Ostschweizer Kollektiv dem Vorarlberger Publikum vor einigen Jahren mit „Trieb Werk“ in der Remise Bludenz. Die neueste Produktion dreht sich um die Auswirkungen von Angst und ist aktuell in der Grabenhalle in St. Gallen zu sehen.

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Psychische Erkrankungen in Tanzform – James Wiltons verstörende Produktion „The Storm“ als Finale des tanz ist Festivals
Kraftvoll, akrobatisch, perfekte Körperbeherrschung - ein englischer Kritiker bezeichnete die Akteure von James Wilton Dance als "Minitornados" (alle Fotos © Stefan Hauer)
Tanz
16.06.2019 Peter Füssl

Wenn einer wie der englische Choreograph und Tänzer James Wilton – der etwa mit seiner grandiosen „Moby Dick“-Adaption „Leviathan“ am Spielboden für Begeisterungsstürme sorgte – sich des Themas „Psychische Erkrankung“ annimmt, dann wird das, salopp gesagt, ganz sicher kein Kindergeburtstag. So waren bei „The Storm“ nicht nur die zwei Tänzerinnen und fünf Tänzer bis zum Letzten gefordert, sondern auch das Publikum. Ein unglaublich intensives, mitunter auch verstörendes Erlebnis, das viele begeistert und manche etwas ratlos hinterließ.

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Höchst erfreuliche Sprachverwirrung – Chris Harings Liquid Loft sorgten für fantastischen Auftakt zum tanz ist-Festival
Zum Auftakt des gleichermaßen kunstvollen wie witzigen Spektakels wurde der Außenbereich des Spielbodens bespielt (alle Fotos © Stefan Hauer)
Tanz
07.06.2019 Peter Füssl

Als man sich im antiken Babel anschickte, einen Turm bis in den Himmel hinauf zu bauen, um Gott gleich zu sein, bestrafte dieser die Hybris der Menschen dadurch, dass jeder der Bauleute eine eigene Sprache zu sprechen begann und keiner mehr den anderen verstand. Seit der im 1. Buch Mose geschilderten „Babylonischen Sprachverwirrung“ wird die Vielfalt an Sprachen und die damit verbundene Kommunikationserschwernis als Gottesstrafe für die lästerlich hochmütige Menschheit verstanden. Der aus dem Burgenland stammende Choreograf Chris Haring und Liquid Loft, Österreichs international erfolgreichste und mit Auszeichnungen überhäufte Tanzkompagnie, lassen sich von dieser angsteinflößenden Geschichte des gottesfürchtigen Propheten nicht groß beeindrucken und präsentieren mit „Foreign Tongues – Babylon (Slang)“ die Sprachenvielfalt als Quell erstklassiger Tanz- und Performancekunst, witziger Einfälle und grandioser Unterhaltung. Ein fantastischer Auftakt zum 25-Jahr-Jubiläum des von Günter Marinelli kuratierten tanz ist-Festivals am Dornbirner Spielboden, der – um es gleich vorwegzunehmen – am Ende mit frenetischem Applaus bedacht wurde.

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Origineller Dreierpack - Die National Dance Company Wales gastierte beim “Bregenzer Frühling”
Die National Dance Company Wales präsentiert in "Folk" verrückte Charakterstudien exzellent getanzt (© Rhys Cozens)
Tanz
12.05.2019 Peter Füssl

Mit den drei jeweils ca. halbstündigen Einzelstücken „Tundra“, „Atalaӱ“ und „Folk“ begeisterte die in der walisischen Hauptstadt Cardiff stationierte National Dance Company Wales die Tanzfans aus dem gesamten Bodenseeraum im praktisch ausverkauften Bregenzer Festspielhaus. Die Compagnie ist für ihre emotional ansprechenden und verschiedenartigen Produktionen ebenso bekannt wie für die unkonventionellen, niederschwelligen Zugangsformen, die zum Erreichen neuer Publikumsschichten gesucht werden. So wurden nicht erst unter dem neuen künstlerischen Leiter, dem Iren Fearghus Ó Conchuir, auch schon Nachtclubs, Pflegeheime oder Schulen bespielt – der „Bregenzer Frühling“ bot da vergleichsweise natürlich einen konventionellen Rahmen.

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Beachten Sie die Körpergröße! – Überzeugend aufmischendes Tanzstück „Gemischte Beine – Bewegte Gefühle“ von Gisa Frank begeisterte im vorarlberg museum
Überzeugender Walzer auf der Stelle mit Mara Natterer und Simon Fleury © Hanes Sturzenegger
Tanz
02.05.2019 Mirjam Steinbock

In der aktuellen Produktion der bestens vernetzten und konsequent schaffenden Ostschweizer Tanzexpertin Gisa Frank geht es um Tanzlust, Tanzwut und Tanzsucht. Gemeinsam mit dem aus Tänzer*innen, Musiker*innen und Bewegungsschauspieler*innen bestehenden Ensemble vermochte sie das Publikum im vorarlberg museum zu bewegen. Der klang- und stimmreiche Bewegungsschwarm der Tanz- und Musikprotagonist*innen wob die Zusehenden mit ein in einen Jetzt-Zeit-Teppich aus Epochen, Stilen, Ländern und gesellschaftlichen Schichten. Der Stücktitel war Programm und mit dem roten Faden des Zusammenwirkens ein Gesamtwerk zu weben die Aufgabe aller Anwesenden.

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Vernetzung vollendet bei „Tanz vor Ort“- Künstler*innen zeigen beim Stückeabend „onStage“ die Qualität und Seele des Vorarlberger Tanzschaffens
"Seilschaften" von Christine Gruber und Carolina Fink repräsentiert das Festivalmotto "Vernetzung" eindrücklich. © Anja Köhler | anderer.de
Tanz
18.04.2019 Mirjam Steinbock

Das erste April-Wochenende stand im Zeichen des Zeitgenössischen Tanzes. Im Theater Kosmos in Bregenz präsentierte sich an drei Tagen die große und ständig ausbauende Gemeinschaft von netzwerkTanz und ließ ein großes Publikum den Status Quo regionalen Tanzschaffens entdecken. Strahlende Gesichter, angeregte Gespräche und voller Einsatz auf, vor und hinter der Bühne prägten das Bild - ein schillerndes, gefärbt durch vielfältige Stile und sämtliche Altersgruppen. Vernetzung war das Motto, dem der Verein mehr als gerecht wurde und als Draufgabe noch den Herzschlag einer immer stärker werdenden Tanzregion hinzufügte.

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Philippe Decouflés wahnwitzige Zauberwelten – die Compagnie DCA erntete beim „Bregenzer Frühling“ für die Österreichpremiere der „Nouvelles Pièces Courtes“ Standing Ovations
In Philippe Decouflés wahnwitzigen Zauberwelten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Diese dem Bauhaus-Stil nachempfundenen Kostüme wirkten besonders stark (© Udo Mittelberger)
Tanz
24.03.2019 Peter Füssl

Er absolvierte Annie Fratellinis Zirkusschule und lernte Pantomime bei Marcel Marceau, studierte bei den unkonventionellen Großmeistern multimedialer Tanzkunst Alwin Nikolais in Angers und Merce Cunningham in New York, wollte eigentlich Comic-Zeichner werden und schwärmt für Oskar Schlemmers Triadisches Ballett, für den Cirque du Soleil und für die gebündelte Energie und Emotionalität eines guten Rock’n’Roll-Songs – die Rede ist von Philippe Decouflé. Der vielleicht populärste, ganz sicher aber witzigste Choreograf Frankreichs konzipiert mit den Multitalenten seiner vor 35 Jahren gegründeten Compagnie DCA (Compagnie pour Diversité, Camaraderie, Agilité) in einem ehemaligen Elektrizitätswerk in Paris seine multimedialen Produktionen, in denen sich seine vielseitige Ausbildung und seine breit angelegten Interessen widerspiegeln. So auch in den „Nouvelles Pièces Courtes“, die das Publikum beim „Bregenzer Festspielhaus“ gleichermaßen verblüfften wie begeisterten.

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Schöne Apokalypse mit finalem Hoffnungsschimmer – Zero Visibility Corp. liefert mit „Frozen Songs“ einen nachdenklich stimmenden Auftakt zum „Bregenzer Frühling“
Die norwegische Zero Visibility Corp. überzeugte bei der österreichischen Erstaufführung von "Frozen Songs" im Bregenzer Festspielhaus nicht nur tänzerisch, sondern mit einem multimedialen Gesamtkunstwerk ... (© Antero Hein)
Tanz
10.03.2019 Peter Füssl

Eine Million Samenproben von mehr als 5.200 verschiedenen Nutzpflanzen sollten im Global Seed Vault, einem im Permafrost auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen katastrophensicher angelegten, weltweiten Saatgut-Tresor, sogar den Untergang unserer heutigen Zivilisation überdauern und künftiges Leben ermöglichen. Die Choregrafin und Gründerin der Zero Visibility Corp. Ina Christel Johannessen hat diese bemerkenswerte Institution mit ihrer seit 1996 bestehenden Compagnie besucht, was schließlich zum Ausgangspunkt für ihre 2017 in Tromsø uraufgeführte, multimediale Produktion „Frozen Songs“ wurde. Das aus dem gesamten Bodenseeraum zum Auftakt des diesjährigen „Bregenzer Frühlings“ ins Festspielhaus geströmte Publikum zeigte sich begeistert, wobei die spannenden 90 Minuten durchaus auch zum Nachdenken anregten.

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Ungemein kraftvoll und akrobatisch, aber auch poetisch und tiefgründig – James Wilton Dance & Amarok eröffneten das tanz ist Festival
James Wilton Dance aus London und die Prog-Rock-Band Amarok aus Warschau standen beim tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und wurden mit tobendem Applaus belohnt (alle Fotos: © Stefan Hauer)
Tanz
03.11.2018 Peter Füssl

Der Engländer James Wilton zählt mit seinen gleichermaßen kraftvollen wie poetischen Choreografien zu den interessantesten Protagonisten der zeitgenössischen Tanzszene und sorgt seit 2015 mit seiner exzellenten Dance Company für Highlights des tanz ist Festivals am Dornbirner Spielboden. So erhielt er letztes Jahr frenetischen Applaus für sein von Herman Melvilles Kultroman „Moby Dick“ inspiriertes Tanzstück „Leviathan“, das er heuer gemeinsam mit jungen Tanztalenten aus Vorarlberg und Lindau unter dem Titel „Leviathan Evolution“ nochmals aufführt. Denn Wilton möchte sein Wissen auch an die nächste Generation Tanzbegeisterter weitergeben und leitet deshalb schon seit Jahren professionelle Jugendworkshops beim tanz ist Festival. Den Auftaktabend bestritt James Wilton Dance aber gemeinsam mit der polnischen Prog-Rock-Band „Amarok“ – und, um es vorwegzunehmen: das zahlreich erschienene, sich aus allen Altersschichten zusammensetzende Publikum zeigte sich großteils restlos begeistert.

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Magnetisches in Stadt und See – Marinella Senatore motiviert im Auftrag des KUB zu Kunst im öffentlichen Raum in Bregenz
Beginn der Prozession im Kunsthaus Bregenz zum Rhythmus der Formation um Kofi Quarshie © Miro Kuzmanovic
Tanz
16.08.2018 Mirjam Steinbock

Eine Prozession mit Tanz, Rhythmen, Musik und Literatur, die zwei Stunden lang vom Kunsthaus Bregenz aus durch die Stadt zieht und überraschende Performances an verschiedenen Plätzen zeigt wurde letzten Freitag geboten. Rund 120 Menschen waren aktiv daran beteiligt: Junge, ambitionierte, Amateure wie Profis und sie folgten in ihrer individuellen Ausdrucksform dem Dirigat der italienischen Künstlerin Marinella Senatore. Die Gründerin von „The School of Narrative Dance“ führte den Tross gut gelaunt an und hielt die um Mitlaufende ständig wachsende Umzugs-Gesellschaft zusammen. Was dem Vorhaben des Kunsthauses entspricht, gerade jene Menschen zu beteiligen, die noch nicht zum Publikum des KUB gehören.

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