Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Theater

Theaterbegeisterte Familien gesucht!
© Anja Köhler
Theater
12.01.2021 Manuela Schwaerzler

Das Vorarlberger Landestheater ist auf der Suche nach zwei Familien, die sich fürs Theater interessieren und „schon immer“ Teil einer Inszenierung sein wollten. Konkret sollten es Familien über drei Generationen sein, die entweder nur aus Frauen oder nur aus Männer bestehen, also Großmutter, Mutter und Tochter oder Großvater, Vater und Sohn. Das jüngste Familienmitglied sollte mindestens drei Jahre alt sein. Die Familien werden Teil der Theaterproduktion „Ihr seid bereits eingeschifft“ (ab 14 J., Inszenierung: Silvia Costa), die am 4.6.2021 uraufgeführt werden soll. Theatererfahrung ist nicht notwendig!

zum Artikel >
TAK Theater Liechtenstein: Camus «Der Fremde» - ein Influencer in der Medienwelt
Karin Ospelt, Julian Härtner, Christiani Wetter, Andy Konrad
Theater
06.12.2020 Anita Grüneis

Mit der Aufführung von Albert Camus’ «Der Fremde» ist die Trilogie des TAK-Ensembles der diesjährigen Saison beendet. Nach «Tage des Verrats» und «Tod eines Handlungsreisenden» setzte Regisseur Oliver Vorwerk mit seiner dritten Inszenierung einen markanten Schlusspunkt. Nicht nur das Sein stand in diesem Stück zur Debatte, sondern auch das Nicht-Sein. Und die Frage, ob das Dasein des Menschen auf der Erde überhaupt einen Sinn macht.

zum Artikel >
Zur verschobenen Premiere von „Suchtmensch“ im Gasometer Triesen: Ein Mann, eine Maschine und ein Lied
In Kambodscha, wo sich die Menschen noch Zeit füreinander nehmen, hatte Andreas Jähnert die Idee zu „Suchtmensch“.
Theater
29.10.2020 Anita Grüneis

Der Gasometer in Triesen, FL, ist ein Raum, der 1863 zur Baumwollweberei Kirchthaler-Dürst gehörte. Mit dieser Fabrik wurde Triesen zum Fabrikdorf. Nun aber macht darin ein Mann seinen letzten Rundgang, um die Leistung seiner Maschine zu begutachten. Die Maschine läuft rund um die Uhr und sorgt so dafür, dass ein stabiler Druck auf die Gasleitungen des Ortes aufrechterhalten wird. Der Mann hat sich sein Leben gut eingerichtet, für ihn steht die Arbeit an erster Stelle, schließlich sichert diese ihm das tägliche Brot und so ist er eng mit seiner Maschine verbunden. Die Arbeit ist zwar manchmal öd und gerade in letzter Zeit geht sie ihm nicht mehr so leicht von der Hand. Er schläft seit Längerem schlecht, irgendetwas scheint nicht zu stimmen, er hat das Gefühl, dass etwas geschehen muss.

zum Artikel >
„Torquato Tasso“ von J. W. v. Goethe als Jugendstück im Vorarlberger Landestheater
Milena Fischer inszeniert Goethes „Torquato Tasso“ für junges Publikum (© Henning Hartmann)
Theater
28.10.2020 Dagmar Ullmann-Bautz

Interview mit Melina Fischer zu ihrer Produktion „Tasso!“, die am 22. November Premiere in der Box des Landestheaters feiert. Dieses Interview haben wir im Februar 2020 geführt und es war teilweise in der März-Ausgabe abgedruckt.

zum Artikel >
Glücksmomente in der Krise – Nestroy-Nominierung für das Landestheater
Intendatin Stephanie Gräve (alle Fotos © Anja Köhler)
Theater
30.09.2020 Dagmar Ullmann-Bautz

Auch in einer Zeit der Krise gibt es erhellende Momente. Das Vorarlberger Landestheater und mit ihm alle Freunde des Theaters dürfen sich über einige ganz beachtliche Erfolgsmeldungen freuen. Gleich zu Beginn der neuen, der dritten Spielzeit von Stephanie Gräve durfte das Vorarlberger Landestheater bemerkenswerte überregionale Beachtung erfahren. Die Eröffnungsproduktion der letzten Spielzeit „Cold Songs: Rom“ wurde für den diesjährigen Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ nominiert. Regisseurin Bérénice Hebenstreit, die im Landestheater mit Hochwälders „Der Flüchtling“ und Lilleggs „Vevi“ überzeugen konnte, wurde für ihre Inszenierung des „Urfaust/FaustIn and out“ von Johann Wolfgang Goethe/Elfriede Jelinek am Wiener Volkstheater in der Kategorie „Bester Nachwuchs weiblich“ nominiert. Und in der diesjährigen Kritiker*innenumfrage des renommierten deutschen Theatermagazins THEATER HEUTE wurde Silvia Costa für das Doppelprojekt „SPIEL“ von Samuel Beckett und „WRY SMILE DRY SOB“ (Kreation von Silvia Costa – Uraufführung), als beste Nachwuchsregisseurin nominiert. Das Stück feierte im März 2019 seine Premiere am Vorarlberger Landestheater.

zum Artikel >
Theater Kosmos: „Live or Let Die?“ - eine Stückentwicklung
(© Gerhard Kresser, Theater KOSMOS)
Theater
25.09.2020 Peter Niedermair

In einer Produktion des Theater Kosmos präsentieren Regisseur Simon Dworaczek und Ensemble derzeit in einer österreichischen Uraufführung mit den beiden Schauspielerinnen Magdalena Mair und Jeanne-Marie Bertram sowie dem Musiker Jörg Reissner eine, wie sie es bezeichnen, Stückentwicklung. Die Produktionsleitung hat Hubert Dragaschnig übernommen, für die Projektbetreuung ist Augustin Jagg zuständig. Die stark applaudierte Uraufführung fand am 24. September im ausverkauften Theatersaal in der Mariahilfstraße 29 in Bregenz statt.

zum Artikel >
Robert Wilson / Tom Waits / Kathleen Brennan „Woyzeck“ nach Georg Büchner am Vorarlberger Landestheater
Felix Defèr, Vivienne Causemann (© Anja Köhler)
Theater
21.09.2020 Peter Niedermair

Beim Hessischen Landboten von 1834 handelt es sich um eine Flugschrift, die mit der Parole „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ die hessische Landbevölkerung zur Revolution gegen die Unterdrückung des Fürstenhauses aufrief. 1835 schrieb er noch „Dantons Tod“ und „Lenz“. Büchner, nachdem er dem Aufruf eines Untersuchungsrichters nicht folgte, wurde steckbrieflich gesucht und floh über Straßburg, wo er den Woyzeck begann, und Basel nach Zürich, wo er im Oktober 1836 ankam und in der Spiegelgasse 12 unmittelbar neben der späteren Exilwohnung Lenins im Niederdorf, Quartier nahm. Das Multitalent Georg Büchner, Dichter, Naturwissenschaftler, Mediziner und Revolutionär verbrachte die letzten vier Monate seines dichtgedrängten, von Krankheit gezeichneten Lebens in Zürich. Er war ein Dichter des Vormärz, ein politisch kritischer Autor, hatte eine Vorliebe für persönlich instabile Charaktere, die er psychologisch tiefenscharf zeichnete, verwendete für diese Figuren die Umgangssprache, die ein neues bühnendramaturgisches Stilmittel darstellte. Am 5. Nov. 1836 hielt er am Anatomischen Institut der Universität Zürich mit selbst gefertigten Präparaten seine Probevorlesung zur Anatomie von Fischen und Amphibien, am 1. Feb. 1837 erkrankte er an Typhus, starb am 19. Feb. 1837 und wurde am Zürcher Stadtfriedhof „Krautgarten“, wo heute das Zürcher Kunsthaus steht, begraben. Später, 1875, nach Einebnung des Friedhofs, wurde Büchner in ein Grab bei der Bergstation der Seilbahn Rigiblick verlegt. Sein Leben war Fragment geblieben, wie „Woyzeck“, jenes Stück, das uns bis heute berührt. Jüngst gesehen und erlebt im Vorarlberger Landestheater. Ein Besuch der Inszenierung ist sehr zu empfehlen.

zum Artikel >
Die emotionale Temperatur der Krise – aktionstheater ensemble begeistert mit „Bürgerliches Trauerspiel – Wann beginnt das Leben“
Benjamin Vanjek und Thomas Kolle brillierten in diesem wahnwitzigen Mix aus Komik, Ernsthaftem und Absurdem (© Gerhard Breitwieser / aktionstheater ensemble)
Theater
03.09.2020 Annette Raschner

Das aktionstheater ensemble ist als schnelle Eingreiftruppe und verlässlicher Seismograf gesellschaftlicher Veränderungen und Bruchstellen bekannt. Aus diesem Grund haben Autor Wolfgang Mörth sowie Regisseur und Ensembleleiter Martin Gruber das bereits im März nahezu fertige Stück "Bürgerliches Trauerspiel - Wann beginnt das Leben" nach dem Lockdown noch einmal zur Gänze überarbeitet und die Krise thematisch in die Auseinandersetzung mit dem Bürgertum integriert. Die Uraufführung fand zum Auftakt des in den Herbst verschobenen "Bregenzer Frühling" im Theater Kosmos statt. Der Jubel des Premierenpublikums war groß. Ähnlich groß wie die Freude darüber, dass Liveaufführungen endlich wieder stattfinden können.

zum Artikel >
Vor der Premiere: Des Aktionstheaters „Bürgerliches Trauerspiel“ - Corona-Biedermeier
Das aktionstheater ensemble verspricht kein „Corona-Stück“, aber eines, in dem die Erfahrung des eben überstandenen Ausnahmezustands unter einem noch nie da gewesenen Gesundheitsregime mit verarbeitet wird.
Theater
27.08.2020 Jürgen Schremser

Auch für das Aktionstheater gibt es ein Comeback nach der gesundheitspolitisch verordneten Kontaktsperre und dem Rückzug in die Häuslichkeit. Mit der Produktion „Bürgerliches Trauerspiel“ widmet sich das vielgelobte freie Ensemble unter Regisseur Martin Gruber den Irrungen und Wirkungen sensibler (Künstler-)Seelen in krisenhaften Zeiten. Kein „Corona-Stück“, aber eines, in dem die Erfahrung des eben überstandenen Ausnahmezustands unter einem noch nie da gewesenen Gesundheitsregime mit verarbeitet wird. Jürgen Schremser sprach mit Regisseur Martin Gruber und Dramaturg Martin Ojster während laufender Proben in Wien.

zum Artikel >
RHEINDORF – Ein theatraler Spaziergang
Theater
16.07.2020 Peter Niedermair

Eine Produktion von walktanztheater.com in Kooperation mit der Marktgemeinde Lustenau / W*ORT Lustenau / Culture Factor Y / 2020 feierte Premiere am letzten Dienstagabend. Das Stück ist großes Theater. Ernst und heiter, inhaltlich in die Tiefe schürfend, radikal offen, sehr kritisch, eine gut strukturierte dramatische Konstruktion und sachlich klare bis berührend poetische Textierung in den monologischen und dialogischen Teilen, soziographisch gut recherchiert, umfassende Themenvielfalt, nicht beschönigend, das Fremde (im Sinn von L. Irigaray und H. Arendt) respektierend und integrierend, offen, witzig, lässig, stilsichere Regie, ausgefallene verzaubernde Kostümierungen, coole Musik von der türkischen Combo, schauspielerisch und sprachlich überzeugend, einzigartig, zart und poetisch. Eine Liebeserklärung ans Rheindorf.

zum Artikel >
Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)