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Theater

Max Lang: „Sprich nur ein Wort“, Premiere am Vorarlberger Landestheater
(alle Fotos: Anja Köhler)
Theater
10.04.2021 Peter Niedermair

Das Stück von Maximilian Lang spielt sieben Jahre nach dem Tod von Franz Michael Felder 1869. Schauplatz des Theaterstücks ist das Nebenzimmer eines Gasthofs in Schoppernau. Im Hintergrund eine Tür. Am Boden liegt das Denkmal, ein großer Stein. Der in Wien lebende Bregenzer Dramatiker versammelt in dieser Auftragsarbeit der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, vier Personen, die Felder kannten, ihn umgaben, in seiner Nähe lebten, die ihn unterstützten oder gegen ihn auftraten, die ihn liebten oder hassten, und gibt ihnen eine Stimme. In „Sprich nur ein Wort“ wenden sie sich posthum an den Verstorbenen, mit dessen Tod der Streit um die politische Gestaltung der Gesellschaft, die Felder kritisch reflektiert hatte, zum Stillstand kam.

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Thomas Köck: dritte republik (eine vermessung) - teil drei der kronlandsaga
alle Fotos: Caro Stark
Theater
02.04.2021 Peter Niedermair

Das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung bringt ein kafkaeskes Stück Weltgeschichte auf die Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses. Thomas Köck ist einer der gefragten Dramatiker Österreichs. Mit seiner bildmächtigen, rhythmisch-musikalischen Sprache forscht er mit den Mitteln des Theaters den geschichtsmetaphorischen Phänomenen wie auch den Akteur*innen der aktuellen politischen Gegenwart nach. Seine „dritte republik“ spielt im Titel auf die 1994 unter Jörg Haider verfasste programmatische Schrift „Weil das Land sich ändern muss! Auf dem Weg in die Dritte Republik“ an, in der ein Umbau Österreichs von einer parlamentarischen Demokratie zu einem Staat unter der alleinigen Führung eines direktgewählten Staatsführers mit unumschränkten Befugnissen beschrieben wird.

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„Wunschloses Unglück“ von Peter Handke im Theater Kosmos
Daniela Gaets und Simon Alois Huber (alle Fotos: Gerhard Kresser / Theater Kosmos)
Theater
21.03.2021 Peter Niedermair

Winterlich kalt war es gestern, am Samstagnachmittag, in Bregenz und blieb es auch, als die BesucherInnen der Premiere von Handkes „Wunschloses Unglück“ um 18.30 Uhr in den frühen Abend hinausgingen. In den eineinhalb Stunden dazwischen erlebte das Publikum eine überzeugende Inszenierung mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung von Daniela Gaets als Mutter und Simon Alois Huber als deren Sohn. Die Premiere in der Regie von Theater-Kosmos-Leiter Augustin Jagg war die erste Premiere in Vorarlberg in diesem 2021-er-Theaterjahr. „Wunschloses Unglück“ war die Station einer spätwinterlichen Reise, eines Aufbruchs, ein Zeichen, dass wir wieder weiterziehen, mit der Literatur als Kompass. Der Magnet ist die Sehnsucht nach Auseinandersetzung mit Theater, mit Kunst, die Sehnsucht, Menschen zu treffen, mit Freunden zu reden.

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Arthur Miller: All meine Söhne – Ein Probenbesuch am Landestheater
Konstantin Lindhorst, Luzian Hirzel (alle Fotos: Anja Köhler)
Theater
18.02.2021 Peter Niedermair

Nach langer theaterloser Zeit hatten die Intendantin Stephanie Gräve wie der Regisseur Niklas Ritter mit dem Theaterteam gehofft, die Premiere des Arthur Miller Stückes könnte am 12. Februar stattfinden. Daraus wurde nichts. Die Premiere, so die verlängerte Hoffnung, wird voraussichtlich im Mai ...

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Streamen gegen die Einsamkeit – Staffel 4
Pension Europa (© Felix Dietlinger)
Theater
01.02.2021 Manuela Schwaerzler

Auch das aktionstheater ensemble streamt wieder: Von 1.2. bis 28.3. wird jede Woche eine andere Uraufführung zur Verfügung gestellt. Das Motto der 4. Staffel lautet „Fernbeziehung“ und zusätzlich zu den Streams werden jeden Donnerstag Publikums-Gespräche via Zoom angeboten.

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Theaterbegeisterte Familien gesucht!
© Anja Köhler
Theater
12.01.2021 Manuela Schwaerzler

Das Vorarlberger Landestheater ist auf der Suche nach zwei Familien, die sich fürs Theater interessieren und „schon immer“ Teil einer Inszenierung sein wollten. Konkret sollten es Familien über drei Generationen sein, die entweder nur aus Frauen oder nur aus Männer bestehen, also Großmutter, Mutter und Tochter oder Großvater, Vater und Sohn. Das jüngste Familienmitglied sollte mindestens drei Jahre alt sein. Die Familien werden Teil der Theaterproduktion „Ihr seid bereits eingeschifft“ (ab 14 J., Inszenierung: Silvia Costa), die am 4.6.2021 uraufgeführt werden soll. Theatererfahrung ist nicht notwendig!

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TAK Theater Liechtenstein: Camus «Der Fremde» - ein Influencer in der Medienwelt
Karin Ospelt, Julian Härtner, Christiani Wetter, Andy Konrad
Theater
06.12.2020 Anita Grüneis

Mit der Aufführung von Albert Camus’ «Der Fremde» ist die Trilogie des TAK-Ensembles der diesjährigen Saison beendet. Nach «Tage des Verrats» und «Tod eines Handlungsreisenden» setzte Regisseur Oliver Vorwerk mit seiner dritten Inszenierung einen markanten Schlusspunkt. Nicht nur das Sein stand in diesem Stück zur Debatte, sondern auch das Nicht-Sein. Und die Frage, ob das Dasein des Menschen auf der Erde überhaupt einen Sinn macht.

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Zur verschobenen Premiere von „Suchtmensch“ im Gasometer Triesen: Ein Mann, eine Maschine und ein Lied
In Kambodscha, wo sich die Menschen noch Zeit füreinander nehmen, hatte Andreas Jähnert die Idee zu „Suchtmensch“.
Theater
29.10.2020 Anita Grüneis

Der Gasometer in Triesen, FL, ist ein Raum, der 1863 zur Baumwollweberei Kirchthaler-Dürst gehörte. Mit dieser Fabrik wurde Triesen zum Fabrikdorf. Nun aber macht darin ein Mann seinen letzten Rundgang, um die Leistung seiner Maschine zu begutachten. Die Maschine läuft rund um die Uhr und sorgt so dafür, dass ein stabiler Druck auf die Gasleitungen des Ortes aufrechterhalten wird. Der Mann hat sich sein Leben gut eingerichtet, für ihn steht die Arbeit an erster Stelle, schließlich sichert diese ihm das tägliche Brot und so ist er eng mit seiner Maschine verbunden. Die Arbeit ist zwar manchmal öd und gerade in letzter Zeit geht sie ihm nicht mehr so leicht von der Hand. Er schläft seit Längerem schlecht, irgendetwas scheint nicht zu stimmen, er hat das Gefühl, dass etwas geschehen muss.

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„Torquato Tasso“ von J. W. v. Goethe als Jugendstück im Vorarlberger Landestheater
Milena Fischer inszeniert Goethes „Torquato Tasso“ für junges Publikum (© Henning Hartmann)
Theater
28.10.2020 Dagmar Ullmann-Bautz

Interview mit Melina Fischer zu ihrer Produktion „Tasso!“, die am 22. November Premiere in der Box des Landestheaters feiert. Dieses Interview haben wir im Februar 2020 geführt und es war teilweise in der März-Ausgabe abgedruckt.

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Glücksmomente in der Krise – Nestroy-Nominierung für das Landestheater
Intendatin Stephanie Gräve (alle Fotos © Anja Köhler)
Theater
30.09.2020 Dagmar Ullmann-Bautz

Auch in einer Zeit der Krise gibt es erhellende Momente. Das Vorarlberger Landestheater und mit ihm alle Freunde des Theaters dürfen sich über einige ganz beachtliche Erfolgsmeldungen freuen. Gleich zu Beginn der neuen, der dritten Spielzeit von Stephanie Gräve durfte das Vorarlberger Landestheater bemerkenswerte überregionale Beachtung erfahren. Die Eröffnungsproduktion der letzten Spielzeit „Cold Songs: Rom“ wurde für den diesjährigen Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ nominiert. Regisseurin Bérénice Hebenstreit, die im Landestheater mit Hochwälders „Der Flüchtling“ und Lilleggs „Vevi“ überzeugen konnte, wurde für ihre Inszenierung des „Urfaust/FaustIn and out“ von Johann Wolfgang Goethe/Elfriede Jelinek am Wiener Volkstheater in der Kategorie „Bester Nachwuchs weiblich“ nominiert. Und in der diesjährigen Kritiker*innenumfrage des renommierten deutschen Theatermagazins THEATER HEUTE wurde Silvia Costa für das Doppelprojekt „SPIEL“ von Samuel Beckett und „WRY SMILE DRY SOB“ (Kreation von Silvia Costa – Uraufführung), als beste Nachwuchsregisseurin nominiert. Das Stück feierte im März 2019 seine Premiere am Vorarlberger Landestheater.

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