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Theater

„Bin noch in Tanger und darf nicht reisen. Therese.“ – Die Geschichte der österreichischen Tänzerin Therese Zauser. Ein biographisches, multimediales Theaterprojekt mit internationalen Verbindungen
Therese Zauser, in zwei Figuren aufgeteilt, Laura Mitzkus und Peter Bocek (Foto: Mark Mosman)
Theater
06.10.2019 Peter Niedermair

Gestern Abend, 5. Oktober erlebte ein hörbar begeistertes Publikum die Premiere des Stücks um die Protagonistin Therese Zauser in jener Stadt, in der sie 1910 geboren wurde - im Montforthaus Downtown Feldkirch. Der Weg dorthin lohnt, der Text Nadine Kegeles ist faszinierend, klug und anspruchsvoll, Brigitte Walks Inszenierung und strukturelle Komposition auf der Folie der politischen und kulturellen Geschichte überzeugend. Alles in allem eine Glanzleistung, vor allem auch das Schauspiel von Laura Mitzkus und Peter Bocek, die die zweigespaltene Figur der Therese Zauser geben.

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„Identität Europa“ im TAK: „Ich brauche Luft um zu brennen“
Thomas Beck als "Braut Schweiz" und Christiani Wetter als Schauspielerin aus "Luxemburg"
Theater
28.09.2019 Anita Grüneis

„Identität Europa“ heißt das Schauspiel, das kürzlich im TAK Theater Liechtenstein uraufgeführt wurde. Acht Autoren aus acht Ländern schrieben acht Kurzstücke, in die sie ihre Vorstellung einer europäischen Identität packten. Für diese Produktion spannte das TAK mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar und Les Théâtres de la Ville de Luxembourg zusammen. Inszeniert haben Katrin Hilbe und Rafael D. Kohn, gespielt wurden die Stücke von Thomas Beck, Katharina Hackhausen, Krunoslav Šebrek und Christiani Wetter.

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Ein bemerkenswert konzentriertes Theaterereignis – „Cold Songs: Rom“ am Vorarlberger Landestheater
Beeindruckender BürgerInnenchor
Theater
23.09.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Einen Theaterabend, der nicht nur wegen seiner Form außergewöhnlich war, sondern auch durch seinen Titel bzw. Untertitel „Cold Songs: Rom“ und „Hey Demokratie, bist du noch zu retten“ neugierig machte, gab es am vergangenen Samstag in Bregenz zu sehen und zu erleben. Die im Vorarlberger Landestheater am 21. September gefeierte Premiere der zwei Shakespeare Dramen „Coriolanus“ und „Julius Caesar“, erweitert durch den zeitgenössischen Text „Der ideale Staat in mir“ von Bettina Erasmy, wurde zu einer Auseinandersetzung mit der heutigen politischen Situation inkl. integriertem Publikums-Picknick und -Debatte. Das Ganze dauerte immerhin knapp fünf Stunden, für Theaterbegeisterte nicht wirklich viel, besonders dann, wenn das Gesehene und Erlebte spannend und unterhaltsam ist. Die Herausforderung lag bei den Regisseuren der Shakespearedramen, standen ihnen doch nur je fünf SchauspielerInnen zur Verfügung sowie ein vorgegebener zeitlicher Rahmen von 90 Minuten.

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Schlösslekeller Vaduz: Ein furioser Abend mit Athol Fugards „Hallo und Adieu“ 
Dominik Roeske und Sarina Rhyner spielen das Geschwisterpaar in Athol Fugards Stück "Hallo und Adieu"
Theater
21.09.2019 Anita Grüneis

Zum Saisonauftakt zeigte der Schlösslekeller Vaduz die liechtensteinische Erstaufführung des selten gespielten Zweipersonenstücks „Hallo und Adieu“ von Athol Fugard. Darin treffen zwei Personen in einer kleinen Wohnung aufeinander. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, sie sind sich vertraut und doch fremd. Ein spannender Dialog beginnt. Der Südafrikaner Athol Fugard schrieb sein Stück „Hallo und Adieu“ in den 60er Jahren, es geriet jedoch nach seiner deutschen Erstaufführung 1975 im Schillertheater Berlin etwas in Vergessenheit. Nun haben die beiden Schauspieler Sarina Rhyner und Dominik Roeske mit ihrer Regisseurin Bina Schroer das Werk für den Vaduzer Schlösslekeller wiederbelebt. Bei der Premiere zeigte sich, wie zeitlos das Stück ist. 

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„Führ mich in die Wohlfühlzone“
Theater
15.09.2019 Ingrid Bertel

Mario Wurmitzers Satire „Das Optimum“, uraufgeführt vom Bregenzer Theater Kosmos, thematisiert die Wahl zwischen rechtsradikalem Aktionismus und neoliberalem Start-up – und setzt gleichwohl auf sanfte Utopie.

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Von heiligen Kühen, Gartenzäunen im Kopf und originellen Befreiungsschlägen - Café Fuerte präsentiert "Das letzte Haus" von Tobias Fend
Tom (Tobias Fend) und Eleonora (Meda Banciu) träumen von einem eigenen Einfamilienhaus, Tante Lala (Danielle Green) hat aber ganz andere Pläne (© alle Fotos: Andrin Winteler)
Theater
07.09.2019 Annette Raschner

Die Wohnungs- und Mietpreise explodieren, die großen Unternehmen in Vorarlberg kaufen die Böden auf, und eine dramatische Beschleunigung bei der Herausnahme von Flächen aus der Landesgrünzone für großflächige Industrieanlagen ortet die Vorarlberger „Allianz für Bodenschutz“. Sie fordert in einer Petition an die Landesregierung eine fünfjährige Nachdenkpause für die Landesgrünzone. Die freie Kompanie „Café Fuerte“ reagiert auf ein Thema, das mittlerweile seit Jahren unter den Nägeln brennt, auf ihre – sprich: künstlerische – Art und Weise: „Das letzte Haus“ von Tobias Fend heißt ihr neuestes Stück; eine theatrale Farce mit Musicalelementen, die im Klostergarten Marienberg in Bregenz eine äußerst gelungene Open-air-Premiere feierte!

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Inszenierung mit wenig Biss – UNPOP spielt „Wut“ von Elfriede Jelinek
Die vier Racheengel in schwarzen Schwingen – ein starkes Bild mit Symbolkraft (© UNPOP)
Theater
05.09.2019 Annette Raschner

Im Jänner 2015 stürmten die Kouachi-Brüder die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ und eröffneten das Feuer. Sie erschossen zwölf Menschen. Zwei Tage später überfiel ein Mann im Osten von Paris einen koscheren Supermarkt, vier Menschen wurden getötet. Vor dem Hintergrund der eigenen Ohnmacht und Fassungslosigkeit hat die österreichische Literaturnobelpreisträgerin von 2004, Elfriede Jelinek, das Stück „Wut“ geschrieben, in dem sie sich gewohnt vielstimmig und aus wechselnder Perspektive mit heutigen politischen Ereignissen vor der Folie der antiken Mythologie auseinandersetzt. 2016 wurde „Wut“ in einer furiosen Inszenierung (Nicolas Stemann) an den Münchener Kammerspielen uraufgeführt. Jetzt zeigt es das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung auf der Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses. Die Premiere erhielt freundlichen Applaus, konnte aber nicht wirklich überzeugen.

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Don Quijote und Sancho Panza - ein unvergessliches Paar!
Das Theatertraumpaar: Wolfram Koch und Ulrich Matthes
Theater
21.07.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Gestern erlebte ein ausverkauftes Haus am Kornmarktplatz die Uraufführung eines Klassikers der Weltliteratur - „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes - in einer neuen Fassung von Jakob Nolte. Nolte erzählt die Geschichte von Don Quijote und Sancho Panza, dem ungleichen Paar - hier wunderbar besetzt mit den Schauspielern Ulrich Matthes und Wolfram Koch - als Zweipersonenstück voll Witz und geschliffener Dialoge, das durch das kongeniale Spiel der beiden Protagonisten und Gegenparts nochmals gewinnt, interessanter und aufregender wird.

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An der Schwelle – Daniela Eggers berührende Auseinandersetzung mit Heldinnen der Geschichte und Gegenwart, gespielt vom Jugendclub des Vorarlberger Landestheaters in Kooperation mit dem Interkulturellen Verein Motif
Interkultureller Verein Motif und Jugendclub 13+ des Vlbg, Landestheaters
Theater
15.06.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Lebendiger Geschichtsunterricht, verknüpft mit aktuellen Ereignissen, war gestern im Theater Kosmos bei der Premiere des Stückes „An der Schwelle“ der Autorin Daniela Egger zu erleben. Auf sehr eindrückliche Art und Weise wurde das in Kooperation von Jugendclub 13+ des Vorarlberger Landestheaters mit dem Interkulturellen Verein Motif unter Regie von Michael Schiemer gemeinsam erarbeitete Stück von zahlreichen Jugendlichen präsentiert und verkörpert und verdient als gelungenes und interkulturell wertvolles Projekt höchstes Lob.

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Theater im ÖBB-Bus – Café Fuertes neuester Streich!
Tobias Fend in vielen verschiedenen Rollen ...
Theater
15.06.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Das Theater Café Fuerte realisiert Theater an den ungewöhnlichsten Orten, in kleinen und kleinsten Räumen und Plätzen. Sie schreiben Geschichten, oft gespeist aus diesen besonderen Lokalitäten, oder suchen sich, vice versa, für ihre gesellschaftskritischen Auseinandersetzungen und Anliegen, die dazu passenden. Autor und Schauspieler Tobias Fend und Regisseurin Danielle Strahm-Fend zeichnen verantwortlich für die daraus immer wieder resultierenden, außergewöhnlichen Theatererlebnisse.

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