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Kritiken

Aktuell in den Filmclubs (15.10. - 21.10. 2021)
In the Mood for Love
Film / Kino
14.10.2021 Walter Gasperi

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche nochmals Wong Kar-Wais betörenden Liebesfilm "In the Mood for Love". Im Skino in Schaan und im Kinotheater Madlen in Heerbrugg läuft unter anderem "Quo vadis, Aida?", in dem Jasmila Žbanić erschütternd die letzten Stunden vor dem Massaker von Srebrenica nachzeichnet.

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Heilige Berge und böse Ketzer - 5. Montafoner Gipfeltreffen zum Thema „Religion in den Bergen“
Votivbild in der Rüti-Kapelle, das dem Lawinenunglück von 1817 auf der Rüti in Gargellen gewidmet ist. Es zeigt die Opfer des Unglücks, die betend ihr Schicksal erwarten, während die Überlebenden davonlaufen (darunter der Gründervater der Montafoner Künstlerfamilie Bertle). Andreas Rudigier wird über dieses und andere referieren.
Gesellschaft
13.10.2021 Markus Barnay

Was haben der Olymp, der Uluru, der Fudschijama und der Berg Zion gemeinsam? Sie gelten als heilige Berge – oder zumindest als wichtige Projektionsflächen für religiöse Vorstellungen. Sie wurden oder werden verehrt und gefürchtet, angebetet oder glorifiziert. Und was unterscheidet die heiligen Berge in aller Welt voneinander? In erster Linie, dass sie auf verschiedenen Kontinenten stehen – und vor allem, dass es ganz unterschiedliche Religionen sind, in denen diese Berge eine wichtige Rolle spielen. Es liegt also offenbar nicht an der Religion, wenn Berge mystifiziert werden – sondern an den Bergen.

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Daniel García Trio: Vía de la Plata
CD-Tipp
12.10.2021 Peter Füssl

Der aus Salamanca stammende und in Madrid lebende Pianist Daniel García und seine exzellenten, langjährigen Trio-Partner, die beiden Kubaner Reinier Elizarde „El Negrón“ am Kontrabass und Drummer Michael Olivera, machen dort weiter, wo sie vor zwei Jahren mit ihrem ACT-Debüt „Travesuras“ begannen: einem eingängigen, im Detail aber durchaus auch experimentierfreudigen und mit Unerwartetem aufwartenden Mix aus zeitgenössischem Piano-Jazz und Einflüssen der spanischen Musiktradition. García ließ sich für dieses Album vor allem von der geschichtsträchtigen Bedeutung Salamancas inspirieren, bereits zur Römerzeit eine wichtige Station auf der Via de la Plata, der „Silberstraße“, die zur Hauptschlagader der iberischen Halbinsel wurde und sie zu einem Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen machte.

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Bildhauer Herbert Albrecht †
Großskulptur von Herbert Albrecht vor dem Juridicum in Wien (© Herzi Pinki CC BY-SA 4.0)
Ausstellung
11.10.2021 Karlheinz Pichler

Der am 7. Februar 1927 in Au im Bregenzer Wald geborene und seit Jahrzehnten in Wolfurt lebende und arbeitende österreichische Bildhauer Herbert Albrecht ist am vergangenen Samstagabend im 95. Lebensjahr nach kurzer schwerer Krankheit im Bregenzer Krankenhaus verstorben. Mit ihm verliert Vorarlberg einen Künstler, der weit über die Grenzen hinaus Bekanntheit erlangt hat und dessen Arbeiten schwerpunktmäßig den menschlichen Körper, insbesondere den Kopf zum Thema hatten. Seine Plastiken sind überwiegend in Stein oder Metall ausgeführt, wobei das bildhauerische Werk auch ständig von der Zeichnung und der Malerei begleitet wurde, die sich ebenfalls um das „Gegenwärtigsein des Menschen“ drehten.

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Heldeninnen und Antihelden im Solo und im Tutti – Das Ensemble PulsArt unter der Leitung von Benjamin Lack begeisterte mit Musik unserer Zeit
Im Ensemble PulsArt des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack waren sich alle ihrer kammermusikalischen Eigenverantwortung bewusst. So stellten die Studierenden spannende Werkdeutungen in den Raum. (Fotos: Victor Marin)
Musik / Konzert
11.10.2021 Silvia Thurner

Nach der letztjährigen Corona-Zwangspause setzte das Ensemble PulsArt am Vorarlberger Landeskonservatorium ein markantes Zeichen mit einem gut zusammen gestellten Programm und Energie geladenen Werkdeutungen. Mit Spannung wurde die Uraufführung des Flötenkonzertes von Martin Skamletz erwartet. Gemäß dem Leitgedanken Lehrer-Schüler-Verhältnisse abzubilden, erklang auch das Werk „Für 16“ von Herbert Willi. Darüber hinaus bildete das Ensemblestück „Path of Uneven Stones“ von Linda Catlin Smith sowie „The Viola in My Life“ ihres Lehrers Morton Feldman spannende inhaltliche Klammern. Gefeiert wurden die Solistinnen Héléna Macherel an der Flöte und die Bratschistin Imgesu Tekereler. Benjamin Lack leitete engagiert, motivierend, souverän moderierend und musikalisch höchst inspiriert durch das Programm und dirigierte die Studierenden.

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Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial live im Vogelfreiraum Rankweil
Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial im Vogelfreiraum
Musik / Konzert
11.10.2021 Peter Ionian

Vergangenen Samstag kam es zu einer Fusion zweier Experimentierräume. Der erste der beiden ist tatsächlich ein Ort, nämlich der Vogelfreiraum in Rankweil. Hier wird Leerstand mitten im Dorfzentrum bespielt und Raum geschaffen für Begegnung und kulturelle Vielfalt. Der zweite Experimentierraum war ein künstlerischer. Denn ein Konzert von Rosi Spezial ist was Spezielles, ein Gesamtkunstwerk, das experimentelle Schau-, Fühl- und Klangräume erschafft.

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Natur und Farben in Musik gesetzt – das „Ensemble Plus“ unter der Leitung von Thomas Gertner gab im Magazin 4 in Bregenz ein erfrischendes Konzert
Das Ensemble Plus unter der Leitung von Thomas Gertner musizierte mit viel Elan von der Natur inspirierte und auf die Natur verweisende Kompositionen im etwas hellhörigen Magazin 4.
Musik / Konzert
10.10.2021 Silvia Thurner

Seit zwanzig Jahren bietet das „Ensemble Plus“ ein Abonnementprogramm, spielt selten zu hörende Werke unserer Zeit, vergibt Aufträge an Vorarlberger Künstler:innen und präsentiert die neu entstandenen Kompositionen. Der Ensembleleiter Guy Speyers erinnerte anlässlich „20 Jahre sul palco“ an das langjährige Wirken von Andreas Ticozzi, verweilte aber nicht in der Vergangenheit, sondern lenkte den Blick sogleich in die Gegenwart. Im Mittelpunkt des Abends stand die Uraufführung des Sextetts „Nachtschattengewächse“ von Michael Amann. Flankiert wurde das poesievolle Werk von Kompositionen, die Naturbilder und Naturgewalten in Musik fassten. Unter der Leitung von Thomas Gertner erklangen gute Werkdeutungen, die die Zuhörenden ganz unmittelbar mitten hinein ins Geschehen führten.

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Sarah Kuratle: „Greta und Jannis“
Literatur
10.10.2021 Peter Niedermair

Ein Roman als träumende Phantasie Sarah Kuratles „Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren“ ist ein faszinierender Roman, wie ich schon lange keinen mehr gelesen habe. Er spielt mit bezaubernder, zuweilen tragischer Magie, und erzählt sprachlich lyrisch-zart eine berührend intime Geschichte, surreal wie Hänsel und Gretel. „Greta und Jannis“ spürt ohne zeitliches und geografisch verortbares Koordinatensystem in rhythmisch-melodischen Sprachbildern, ohne dass ein Wort zufällig oder zu viel wäre, wie bei Kafka, den Fragen vom Leben und Lieben nach. Die Protagonist:innen des bei Otto Müller im August erschienen Debütromans „Greta und Jannis“ waren Nachbarskinder. Er fragt sie zögernd und schüchtern eigentlich, ob er denn ihr Bruder sein dürfe. Sie ist einverstanden. Später, einige Jahre später, küsst sie ihn auf den Mund. Die beiden verlieben sich, als wäre es naturgewollt, dennoch dürfen sie kein Liebespaar sein. Zwischen den beiden, hinter ihren Familien, liegt ein großes Geheimnis, wie ein Geröllfeld, das sich sehr bald zu einem Gebirgszug entwickelt.

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Quicklebendiges Theatervergnügen: “All you can be! Eurydike und Orpheus“ am Vorarlberger Landestheater
Zwei großartig Performer: Aaron Hitz und Max Merker
Theater
09.10.2021 Dagmar Ullmann-Bautz

Als beste vitale Theaterunterhaltung präsentierte sich die geglückte Koproduktion zwischen dem Vorarlberger Landestheater und dem TOBS Theater Orchester Biel Solothurn, die am gestrigen Abend mit „All you can be! Eurydike und Orpheus“ im Großen Haus des Landestheaters Voralberg-Premiere feierte und am Ende frenetisch beklatscht wurde.

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Musiktheater Vorarlberg landete Volltreffer: Beste Musical-Unterhaltung mit „My Fair Lady“ auf Vorarlbergerisch
Anfang und Schluss des Stückes lässt Regisseurin Maria Kwaschik im Zirkusmilieu spielen, das einfach Leben für Eliza.
Musik / Konzert
09.10.2021 Fritz Jurmann

Beim Musiktheater Vorarlberg wird wieder gespielt, nach der Operette „Die Fledermaus“ vor dem Pandemie-Jahr widmet sich die Dreispartenbühne diesmal dem Musical. Frederick Loewes „My Fair Lady“ ist angesagt, ein Standardstück des Genres, das dank der darin enthaltenen Hitparade unsterblich gewordener Songs fast 70 Jahre überdauert und nur bei der Jugend etwas von seiner Popularität eingebüßt hat. Das war auch bei der Premiere am Freitag in der ausverkauften Kulturbühne AmBach der Fall, wo sich das Publikum von einer spritzig aufgepeppten Inszenierung, einer musikalisch hochkarätigen Umsetzung und einer gerade nach Corona unglaublich spielfreudigen Besetzung zu Standing Ovations und Begeisterungsstürmen hinreißen ließ.

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