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Kritiken

Anfang und Ende - "The ever-living ghost"
Schriftsteller Stefan Feinig erhielt den Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Erstsprache, Foto: Verlag ZALOŽBA, Jennifer Freund
Literatur
28.06.2021 Annette Raschner

Der 34 Jahre alte Schriftsteller, Übersetzer und Philosoph Stefan Feinig ist mit dem diesjährigen, mit 7.000 Euro dotierten "Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Erstsprache" ausgezeichnet worden. Sein preisgekrönter, autobiografischer Essay trägt den Titel "The ever-living ghost - a new kind of landscape". Stefan Feinig ist in Klagenfurt/Celovec geboren und publiziert seine Texte in Slowenisch und Deutsch.

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Eine singende Robbe unterm Bett - Christoph Marthalers herrlich schräger Liederabend am Vorarlberger Landestheater
Nikola Weisse - seit vielen Jahren Wegbegleiterin von Christoph Marthaler (alle Fotos: © Simon Hallström)
Theater
27.06.2021 Dagmar Ullmann-Bautz

Bereits seit acht Jahren tourt „King Size“, Marthalers herrlich schräger Liederabend, erfolgreich um den Globus, gastierte mit weit über 100 Aufführungen in mehr als 20 Ländern und ist seit gestern nun auch in Österreich angekommen, wo er in der Landeshauptstadt Bregenz am vergangenen Abend seine Premiere am Vorarlberger Landestheater feierte. Für das Zustandekommen des Abends zeichnet Direktorin Stephanie Gräve verantwortlich, die 2013 das Stück als damals stellvertretende künstlerische Leiterin im Theater Basel mit aus der Taufe gehoben hat.

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lonely ballads: ZWEI - von Martin Gruber und aktionstheater ensemble, Uraufführung
Simon Scharinger, Simon Gramberger, Joachim Rigler, Kristian Musser (© Gerhard Breitwieser)
Theater
25.06.2021 Peter Niedermair

Monologe der Verzweiflung: „lonely ballads“ ist eine vorläufige Inventarisierung von Pandemie-Erfahrungen und -Einsamkeiten, eine Collage persönlich-seelischer Verletzungen, eine Konfrontation mit dem Ausgesetztsein, ein Register der Zumutungen, körperlichen Verrenkungen und Ausweglosigkeiten. Hinter thematisch aufblitzenden, hinausgeschrienen Alltagserlebnissen, die sich sprachlich an den Nichtigkeiten des Lebens abrackern, vom Zucchinischneiden zum Karottenschälen, vom Steuerausgleich bei bedingungslosem Grundeinkommen, gescheiterten Beziehungen, die weiterhin gefangen nehmen, Karottentorte und Puderzucker, von den Minderwertigkeitskomplexen über Deutsche, vom Gebussel mit Menschen, die man gar nicht kennt, Saubersprays und Fontänenbestattungen, von den Stationen an der Wiener U1, Vicky Leandros, gemalten Apfelbäumen, den Sackkleidern von Emilie Flöge und Einladungen, die ins Leere gehen … Chiffren der Ausweglosigkeit. Bewörterungen als Selbstgespräche, manische Schübe und Depressionen.

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Out now!
Aktuell
25.06.2021 Raffaela Rudigier

Die Juli/August-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

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Quo vadis, Aida?
Eine kritische Szene: Die Paramilitärs wollen Zugang. Žbanić inszeniert das mit dem Thrill, den Mörder kurz vor Betreten eines Hauses in Filmen verbreiten.
Film / Kino
24.06.2021 Gunnar Landsgesell

"Quo vadis, Aida?" rollt die Ereignisse rund um das Massaker von Srebrenica im Juli 1995 auf. Erzählt wir durch die Augen der Lehrerin Aida, einer fiktiven Figur im Zentrum eines auf Augenzeugenberichten basierenden Geschehens. Der Film lief im Wettbewerb von Venedig.

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Kultur schlägt Unkultur – Die Bregenzer Meisterkonzerte als Bollwerk gegen Auswüchse der Partymeile an der Pipeline
Frischer Wind in der Bregenzer Kultur durch das neue Team (v.l.n.r.): Bürgermeister Michael Ritsch, Kulturservice-Leiterin Judith Reichart, Kulturstadtrat Michael Rauth.
Musik / Konzert
24.06.2021 Fritz Jurmann

Gottseidank! Es gibt auch in Bregenz noch andere Themen als die in jeder Hinsicht ausufernde, überbordende Situation an der Pipeline, die längst zur gefragten Partymeile einer ganzen Region mutiert ist. Was man dort als Unkultur im höchstmöglichen Ausmaß anprangern kann, findet in der Arbeit der neuerdings stylisch „Kulturservice“ benannten Kulturabteilung der Stadt einen starken Gegenpol. Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Saison der Bregenzer Meisterkonzerte 2021/22 am Donnerstag im Festspielhaus nahm der neue Bürgermeister Michael Ritsch, angetan mit schicken modischen Sneakers, diesen Gedanken bei seiner Begrüßung schmunzelnd auf: „Es gibt auch noch angenehmere Termine in dieser Zeit“.

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Der Vorname Wolf Hubers als typografisches Versuchsfeld - Interventionen der Designerin Andrea Gassner im öffentlichen Raum in Feldkirch
Installation von Andrea Gassner in der Kunstbox am Jahnplatz (© Cornelia Hefel)
Ausstellung
24.06.2021 Karlheinz Pichler

Vor drei Jahren feierte die Stadt Feldkirch ihren 800. Geburtstag. Dieses Jahr nun steht schon wieder ein historisches Datum auf dem Gedenkplan. Denn vor 500 Jahren schuf der 1485 in Feldkirch geborene Künstler Wolf Huber den grandiosen Annenaltar für den Feldkircher Dom, der damals noch eine Stadtpfarrkirche war. Im Rahmen einer großen Ausstellung im Palais Liechtenstein (bis 14. November) wird die Geschichte rund um diesen Altar, der zu den bedeutendsten Kulturgütern Vorarlbergs zählt, aufgearbeitet und ausgebreitet. Dazu gibt es auch ein entsprechendes Begleitprogramm. Neben einem Kompositionswettbewerb und einem Theaterstück mit Aufführung im Feldkircher Dom wurde etwa auch die Designerin Andrea Gassner dazu eingeladen, auf den historischen Kunstschatz zu reagieren und anhand von Interventionen im öffentlichen Raum für den Renaissance-Maler auch im städtischen Umfeld sichtbare Spuren zu legen. Die visuellen Echos der Designerin zum Thema sind auf den Billboards der James Joyce Passage (Unterführung beim Schattenburgtunnel) sowie im neuen Kunstkubus am Jahnplatz zu sehen.

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Aktuell in den Filmclubs (25.6. - 1.7. 2021)
Los Lobos
Film / Kino
24.06.2021 Walter Gasperi

Im Filmforum Bregenz begleitet "Lovecut" drei jugendliche Paare durch ein sommerliches Wien. "Los Lobos", der diese Woche im Kinotheater Madlen in Heerbrugg und nächste Woche im Filmforum Bregenz läuft, erzählt dagegen aus Kinderperspektive von mexikanischen Migranten in den USA.

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Masterclass für Nachwuchs-Autor:innen
Aktuell
22.06.2021 Manuela Schwaerzler

Das Hohenemser Theaterfestival Poligonale und das zukünftige Literaturhaus Vorarlberg (literatur.ist) laden Nachwuchs-Autor*innen zwischen 16 und 26 Jahren zu einer Masterclass, in der Hörspiele erarbeitet werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 28.6.!

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Gallo Pinto y Vicky González „Amor y Revolución“
Neue Platte "Amor y Revolución" von Gallo Pinto
Musik / Konzert
21.06.2021 Raffaela Rudigier

Die Abende sind schwül, die Nächte sind heiß – gut dazu passen würden lateinamerikanische Lieder von Liebe und Romantik und ein gediegenes Glas Rum. Ersteres kann man diesen Freitag (25.6.) live und bei freiem Eintritt ab 18 Uhr in Klaus, Vorarlberg erleben, zweites müsste man sich wohl dazu kaufen. Den perfekten Soundtrack zu dieser Jahreszeit liefern dort „Gallo Pinto“, eine Vorarlberger Formation, die sich „kubanischen Freiheitsliedern, Cumbias, Boleros, spanischen Schlagern und viel Corazón“ verschrieben hat.

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