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Kritiken

Tina
Ein Leben aufgerollt, zwischen Bühnenstar und Entmündigung. Ganz in Rot: Ike Turner.
Kritiken
11.06.2021 Gunnar Landsgesell

Sie wurde mit über 40 Jahren zum Pop-Superstar und hatte sich dafür - wie in einem zweiten Leben - erst neu erfinden müssen. Nach Jahren exzessiver Gewalterfahrungen durch ihren Ehemann Ike Turner schaffte es Tina Turner, sich loszueisen. Die Eckdaten aus dem Leben der Soul-, Funk- und Rocksängerin sind bekannt, doch die HBO-Biographie rollt sie in einer faszinierenden Dramaturgie neu auf und das mit einer Fülle erstaunlicher, vielfach früher Filmaufnahmen der Ikone. Nicht zuletzt gelingt es "Tina", ein Gefühl für die Zeit zu entwickeln, ohne die man die Geschichte der Sängerin kaum verstehen kann.

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Joseph Binder Award 2020 – Verleihung der Preise und Eröffnung der Ausstellung im designforum Vorarlberg, Campus V, Dornbirn am 9. Juni 2021
Bernhard Ölz, Prisma (Foto: Frederik Sams)
Ausstellung
10.06.2021 Peter Niedermair

„What A Year! - 2020: das Jahr des Wandels. In diesem Jahr ist alles neu. Nicht nur das Weltgeschehen, das uns vor neue Herausforderungen stellt. Auch Formen und Wege der Kommunikation verändern sich. Welche Spuren wird diese besondere Zeit in kommunikativen und kreativen Prozessen hinterlassen? Wir werden es sehen“, resümierte Susanne Breitfel, Diplom Designerin und Jury-Mitglied für die Vergabe des 2020er Joseph Binder Award, nach der internationalen Online-Jurysitzung. Design ist in Vorarlberg in den letzten Jahren durch die auffallend große Zahl von Grafikdesigner/innen und deren wirklich beachtliche Qualitäten immer relevanter und wichtiger geworden, und: Design, mittlerweile weitum bekannt, ist mehr als nur die Verpackung, Design entsteht durch die Auseinandersetzung mit Inhalten und Kontexten, es transportiert Botschaften und kommuniziert. Design hat einen hohen Stellenwert in der alltäglichen Kommunikation und einen erheblichen Einfluss auf die Erinnerungskultur jedes Menschen.

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Aktuell in den Filmclubs (11.6. - 17.6. 2021)
I Care a Lot
Film / Kino
10.06.2021 Walter Gasperi

Im Skino in Schaan läuft diese Woche nochmals die pechschwarze Thrillerkomödie "I Care a Lot", in der Rosamunde Pike und Peter Dinklage brillieren. Bei der LeinwandLounge in der Remise Bludenz steht dagegen mit "Dark Waters – Vergiftete Wahrheit" ein meisterhafter Umweltthriller von Todd Haynes auf dem Programm.

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Die Atmosphäre einer Stadt
Edgar Eller "Die Stadt als Anlass"
Literatur
10.06.2021 Ingrid Bertel

„Die Stadt als Anlass“ nennt sich ein Feldkirch-Buch, das als Beginn einer Reihe gedacht war. Wenn es jetzt erscheint, bedeutet das allerdings Bilanz, denn die „Stadtkultur Feldkirch“ (SKF), die die darin dokumentierten Projekte anstieß und begleitete, gibt es nicht mehr. Das Buch wird so zum Dokument eines Prozesses, der bedauerlicherweise abgebrochen wurde.

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Voller Tatendrang über sich selbst hinauswachsen – die Fagottistin Johanna Bilgeri und der Klarinettist Paul Moosbrugger konzertieren mit den Wiener Symphonikern
Johanna Bilgeri und Paul Moosbrugger sind beide Stipendiaten des "Anny Felbermayer Fonds" der Musikuniversität Wien. Im Rahmen des erstmals ausgetragenen "WSY-Talent Wettbewerbes 2021" der Wiener Symphoniker musizieren sie mit dem Traditionsorchester als Solistin und Solist das Fagottkonzert von Johann Nepomuk Hummel und das zweite Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber. (Foto: Quarta 4 Länder Philharmonie)
Musik / Konzert
10.06.2021 Silvia Thurner

Vorarlbergs Szene junger Musikerinnen und Musiker ist gut aufgestellt. Dies zeigt sich unter anderem in Auszeichnungen, die zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Bundeswettbewerb „Prima la musica“ entgegennehmen dürfen. Schon seit einigen Jahren lenken die Fagottistin Johanna Bilgeri und der Klarinettist Paul Moosbrugger die Aufmerksamkeit auf sich. Als vorläufiger Höhepunkt treten die beiden als Solistin bzw. Solist mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung des neuen Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada auf. Erstmals wurde der WSY-Talent Wettbewerb für das Jahr 2021 als Nachwuchspreis für herausragende Talente ausgeschrieben. Sowohl Johanna Bilgeri als auch Paul Moosbrugger überzeugten und bereiten sich nun auf ihren Auftritt im Wiener Konzerthaus vor.

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Paolo Fresu: P60LO FR3SU
CD-Tipp
10.06.2021 Peter Füssl

Der sardische Trompeter und Flügelhornist Paolo Fresu hat sich zum 60. Geburtstag selbst ein beeindruckendes Geschenk gemacht: ein aufwändig ausgestattetes und sehr geschmackvoll gestaltetes drei CD-Set auf seinem eigenen Label Tǔk Music. 1961 im kleinen Dorf Berchidda zur Welt gekommen, begann er mit 12 Jahren Trompete zu spielen, studierte in Bologna unter anderem beim italienischen Star-Trompeter Enrico Rava und eroberte ab Mitte der 1980-er Jahre zuerst die italienische, dann die europäische Jazzszene, mit deren Crème de la Crème er ebenso musizierte wie mit US-Jazzikonen à la Carla Bley, David Liebman oder Ralph Towner.

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Franzobel: Die Eroberung Amerikas, Lesung und Gespräch mit Robert Schneider, Theater am Saumarkt, 6. Juni 2021
Zwei Wortmagiere im Gespräch: Robert Schneider und Franzobel
Literatur
09.06.2021 Peter Niedermair

Mit der sonntägigen Lesung Franzobels aus seinem 2021 erschienenen, mittlerweile bereits in zweiter Auflage gedruckten Roman „Die Eroberung Amerikas“ begibt sich der Autor auf die Suche nach den Spuren eines völlig verrückten Eroberers der USA im Jahr 1538. Ferdinand Desoto hatte Pizarro nach Peru begleitet, dem Inkakönig Schach und die spanische Sprache vermittelt und mit dem Sklavenhandel ein Vermögen gemacht. Das heißt, er war bereits berühmt, als er 1538 eine umfangreiche Expedition nach Florida startete, die – wie der Autor aus einer Fülle historischer Quellen beforscht hat – eine einzige Spur der Verwüstung durch den südlichen Teil Nordamerikas zog. Bald 500 Jahre später klagt ein New Yorker Anwalt im Namen aller indigenen Stämme auf Rückgabe der gesamten USA an die Ureinwohner.

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Tony Allen: There Is No End
CD-Tipp
08.06.2021 Peter Füssl

Der am 30. April 2020 im Alter von 79 Jahren in seiner Wahlheimat Paris plötzlich an einem Aneurysma der Bauchaorta verstorbene Drummer Tony Allen war einerseits eine echte Legende der Musikgeschichte, andererseits aber auch bis zuletzt mit ungebrochener Abenteuerlust und beispielhaftem Forscherdrang am Hier und Jetzt der jungen Szene interessiert. Der 1940 in Lagos geborene, diverse Einflüsse aus dem amerikanischen Jazz und der traditionellen Musik seiner Heimat mit großem Einfallsreichtum kombinierende Autodidakt erlangte Berühmtheit als Drummer und musikalischer Leiter von Fela Ransome Kutis stilbildender Band Africa ’70. Diese mitreißende, unter der Bezeichnung Afrobeat firmierende Mischung aus Jazz, Highlife und traditionellen afrikanischen Rhythmen ist auf mehr als vierzig Alben festgehalten. In seine eigenen Projekte integrierte Allen zudem diverse elektronische Spielarten, Dub und Hip-Hop und schuf so seinen ganz speziellen Afrofunk. Aufsehen erregten auch Kollaborationen mit Ginger Baker oder mit Blur- und Gorillaz-Mastermind Damon Albarn in der Band The Good, The Bad & The Queen.

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Endlich wieder Musik im Reichenfeld – Das Sinfonieorchester des Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack sowie die Solistinnen Héléna Macherel und Ayleen Weber wurden stürmisch gefeiert
Die 19-jährige Saxophonistin Ayleen Weber gewann im Jänner 2021 den Solistenwettbewerb des Vorarlberger Landeskonservatoriums und war nun gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack zu erleben.
Musik / Konzert
07.06.2021 Silvia Thurner

Nach monatelanger Stille füllte sich der Festsaal des Vorarlberger Landeskonservatoriums wieder mit Leben. Endlich konnte zum sinfonischen Konzert geladen und den beiden Solistinnen Héléna Macherel an der Flöte und Ayleen Weber am Saxofon eine Bühne geboten werden. Unter der Leitung von Benjamin Lack versetzten die Solistinnen und das Orchester die Zuhörenden mit Mozarts Flötenkonzert KV 314 sowie dem Concertino da Camera von Jacques Ibert in Staunen. Zum Abschluss präsentierten die Orchestermusikerinnen und -musiker mit Joseph Haydns letzter Sinfonie Nr. 104 ihren Wagemut und die große Lust am musikalischen Gestalten.

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Poetisches Bilder-Theater am See
Im Seestudio des Bregenzer Festspielhauses fühlt sich das Publikum an Bord. (alle Fotos: Anja Köhler)
Theater
05.06.2021 Ingrid Bertel

Mit der Uraufführung von „Ihr seid bereits eingeschifft“ bespielt Silvia Costa vier Kulturorte in Bregenz.

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