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'Von Giorgio de Chirico bis Alighiero Boetti - Italienische Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung'

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Anfang
10.05.2016 00:00
Ende
30.10.2016 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

Kunst Museum Winterthur, Beim Stadthaus
Museumsstrasse 52
8400 Winterthur
→ Di 10 - 20, Mi - So 10 - 17
+41 (0) 52 267 51 62
www.kmw.ch
info@kmw.ch

Artikelaktionen
abgelegt unter: Ausstellungseröffnung
Musik / Konzert 17.10.2021
Silvia Thurner

Imposant und vital ausgestaltete Bachkantaten – Das Concerto Stella Matutina unter der Leitung von Alfredo Bernardini
Das Concerto Stella Matutina unter der Leitung von Alfredo Bernardini boten gemeinsam mit Elisabeth Wimmer, Veronika Vetter (Sopran), Franz Vitzthum,  Lisa Weiss (Alt), Michael Feyfar und Markus Schäfer (Tenor) sowie Matthias Helm und Dominik Wörner (Bass) beim vierten Abokonzert in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kulturbühne AmBach eine geistreiche und erbauende Unterhaltung.

Mit einem zweiteilig angelegten Konzert warteten Alfredo Bernardini und das Concerto Stella Matutina beim vierten Abonnementkonzert auf. Das Motto „Streitende Götter, tönende Pauken“ war zugleich Programm. Gemeinsam mit hervorragenden Gesangssolist:innen stellten die Musiker:innen die beiden weltlichen Bachkantaten „Geschwinde, ihr wirbelnden Winde!“ sowie „Tönet, ihr Pauken! Erschallet Trompeten!“ in den Raum der Kulturbühne AmBach. Die Werkdeutungen boten eine erfrischende musikalische Unterhaltung und gewährten amüsant aufbereitete Einblicke in die Kompositionsgeschichte.

Literatur 17.10.2021
Raffaela Rudigier

Kolumination – das Festival der Worte auf dem Säntis
Kolumnist Axel Hacke (u.a. Süddeutsche Zeitung) erhält heuer den „Preis der Kolumination“ für sein Lebenswerk

Provokative Denkanstöße und keine Langeweile Bekannte deutschsprachige Kolumnist:innen und Slammer:innen versammeln sich demnächst wieder am Säntis in der Schweiz. Hier findet die „Kolumination“, ein „Festival der Worte“, zum zweiten Mal statt. Besucher:innen tauchen zwei Tage lang ein in die Welt der Kolumnen und des Slams – heuer zum Thema „Leistung“. Zum Lesen eingeladen sind jeweils zwei Vertreter:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es sind allesamt Kolumnist:innen, die in ihrem Land bekannt sind und eine regelmäßige Kolumne schreiben. So werden dieses Jahr beispielsweise Monika Helfer (Ö), Jan Fleischhauer (D) oder Birgit Schmid (CH) am Säntis mit dabei sein.

Tanz 15.10.2021
Peter Füssl

Elektrisierende Gegensätze – Demestri & Lefeuvres „Glitch“ beim tanz ist Festival am Spielboden
Florencia Demestri und Samuel Lefeuvre - idyllischer Aufakt (alle Fotos © Stefan Hauer)

Florencia Demestri und Samuel Lefeuvre brauchten eineinhalb Jahre und drei Anläufe, um ihre Produktion „Glitch“ endlich doch noch als österreichische Erstaufführung beim tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden präsentieren zu können. Das Corona-Virus hatte sich mehrfach als Spielverderber in die Festival-Planung eingemischt, aber letztlich hat sich das Warten gelohnt. Das in Belgien lebende Tanz-Duo bot über eine Stunde hinweg eine intensive Performance, die in ihrer Vieldeutigkeit viele Interpretationsmöglichkeiten offen ließ und durchaus zu begeistern wusste.

Musik / Konzert 15.10.2021
Silvia Thurner

Antonio Vivaldi zur Eröffnung der Bregenzer Meisterkonzerte – Fabio Biondi und „Europa Galante“ musizierten unter nicht idealen Bedingungen
Fabio Biondi und "Europa Galante" eröffneten die Bregenzer Meisterkonzerte mit Barockmusik.

Die aktuelle Saison der Bregenzer Meisterkonzerte eröffnete der Geiger Fabio Biondi mit seinem Orchester „Europa Galante“. Bei ihrem Auftritt im großen Saal des Bregenzer Festspielhauses stellten der 60-jährige Primgeiger und seine Kolleg:innen den Venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi mit zwei Konzertouvertüren, einem Streichkonzert sowie vier Violinkonzerten in den Mittelpunkt. Die Konzentration auf lediglich einen Komponisten, die reine Streicherbesetzung mit Cembalo und Laute und insbesondere die für die Aufführung von Barockmusik nicht besonders geeignete Raumakustik im großen Saal des Bregenzer Festspielhauses ließen Wünsche offen.

Film / Kino 15.10.2021
Gunnar Landsgesell

The Last Duel
Jodie Comer als Marguerite, die Konventionen des Schweigens bricht.

Matt Damon und Adam Driver als zwei Ritter im Frankreich des 14. Jahrhunderts, die in harter Rivalität zueinander stehen. Als der eine die Ehefrau des anderen vergewaltigt, kommt es zum Duell, das als Gottesurteil verstanden wird. Das Besondere an diesem virtuos inszenierten Mittelalterstück von Ridley Scott ist dessen Frauenfigur (Jodie Comer): Ihr Handeln wird zum glasklaren Kommentar unserer Zeit und erschüttert männliche Wahrnehmungen.

Film / Kino 14.10.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (15.10. - 21.10. 2021)
In the Mood for Love

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche nochmals Wong Kar-Wais betörenden Liebesfilm "In the Mood for Love". Im Skino in Schaan und im Kinotheater Madlen in Heerbrugg läuft unter anderem "Quo vadis, Aida?", in dem Jasmila Žbanić erschütternd die letzten Stunden vor dem Massaker von Srebrenica nachzeichnet.

Gesellschaft 13.10.2021
Markus Barnay

Heilige Berge und böse Ketzer - 5. Montafoner Gipfeltreffen zum Thema „Religion in den Bergen“
Votivbild in der Rüti-Kapelle, das dem Lawinenunglück von 1817 auf der Rüti in Gargellen gewidmet ist. Es zeigt die Opfer des Unglücks, die betend ihr Schicksal erwarten, während die Überlebenden davonlaufen (darunter der Gründervater der Montafoner Künstlerfamilie Bertle). Andreas Rudigier wird über dieses und andere referieren.

Was haben der Olymp, der Uluru, der Fudschijama und der Berg Zion gemeinsam? Sie gelten als heilige Berge – oder zumindest als wichtige Projektionsflächen für religiöse Vorstellungen. Sie wurden oder werden verehrt und gefürchtet, angebetet oder glorifiziert. Und was unterscheidet die heiligen Berge in aller Welt voneinander? In erster Linie, dass sie auf verschiedenen Kontinenten stehen – und vor allem, dass es ganz unterschiedliche Religionen sind, in denen diese Berge eine wichtige Rolle spielen. Es liegt also offenbar nicht an der Religion, wenn Berge mystifiziert werden – sondern an den Bergen.

CD-Tipp 12.10.2021
Peter Füssl

Daniel García Trio: Vía de la Plata

Der aus Salamanca stammende und in Madrid lebende Pianist Daniel García und seine exzellenten, langjährigen Trio-Partner, die beiden Kubaner Reinier Elizarde „El Negrón“ am Kontrabass und Drummer Michael Olivera, machen dort weiter, wo sie vor zwei Jahren mit ihrem ACT-Debüt „Travesuras“ begannen: einem eingängigen, im Detail aber durchaus auch experimentierfreudigen und mit Unerwartetem aufwartenden Mix aus zeitgenössischem Piano-Jazz und Einflüssen der spanischen Musiktradition. García ließ sich für dieses Album vor allem von der geschichtsträchtigen Bedeutung Salamancas inspirieren, bereits zur Römerzeit eine wichtige Station auf der Via de la Plata, der „Silberstraße“, die zur Hauptschlagader der iberischen Halbinsel wurde und sie zu einem Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen machte.

Ausstellung 11.10.2021
Karlheinz Pichler

Bildhauer Herbert Albrecht †
Großskulptur von Herbert Albrecht vor dem Juridicum in Wien (© Herzi Pinki CC BY-SA 4.0)

Der am 7. Februar 1927 in Au im Bregenzer Wald geborene und seit Jahrzehnten in Wolfurt lebende und arbeitende österreichische Bildhauer Herbert Albrecht ist am vergangenen Samstagabend im 95. Lebensjahr nach kurzer schwerer Krankheit im Bregenzer Krankenhaus verstorben. Mit ihm verliert Vorarlberg einen Künstler, der weit über die Grenzen hinaus Bekanntheit erlangt hat und dessen Arbeiten schwerpunktmäßig den menschlichen Körper, insbesondere den Kopf zum Thema hatten. Seine Plastiken sind überwiegend in Stein oder Metall ausgeführt, wobei das bildhauerische Werk auch ständig von der Zeichnung und der Malerei begleitet wurde, die sich ebenfalls um das „Gegenwärtigsein des Menschen“ drehten.

Musik / Konzert 11.10.2021
Silvia Thurner

Heldeninnen und Antihelden im Solo und im Tutti – Das Ensemble PulsArt unter der Leitung von Benjamin Lack begeisterte mit Musik unserer Zeit
Im Ensemble PulsArt des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack waren sich alle ihrer kammermusikalischen Eigenverantwortung bewusst. So stellten die Studierenden spannende Werkdeutungen in den Raum. (Fotos: Victor Marin)

Nach der letztjährigen Corona-Zwangspause setzte das Ensemble PulsArt am Vorarlberger Landeskonservatorium ein markantes Zeichen mit einem gut zusammen gestellten Programm und Energie geladenen Werkdeutungen. Mit Spannung wurde die Uraufführung des Flötenkonzertes von Martin Skamletz erwartet. Gemäß dem Leitgedanken Lehrer-Schüler-Verhältnisse abzubilden, erklang auch das Werk „Für 16“ von Herbert Willi. Darüber hinaus bildete das Ensemblestück „Path of Uneven Stones“ von Linda Catlin Smith sowie „The Viola in My Life“ ihres Lehrers Morton Feldman spannende inhaltliche Klammern. Gefeiert wurden die Solistinnen Héléna Macherel an der Flöte und die Bratschistin Imgesu Tekereler. Benjamin Lack leitete engagiert, motivierend, souverän moderierend und musikalisch höchst inspiriert durch das Programm und dirigierte die Studierenden.

Musik / Konzert 11.10.2021
Peter Ionian

Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial live im Vogelfreiraum Rankweil
Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial im Vogelfreiraum

Vergangenen Samstag kam es zu einer Fusion zweier Experimentierräume. Der erste der beiden ist tatsächlich ein Ort, nämlich der Vogelfreiraum in Rankweil. Hier wird Leerstand mitten im Dorfzentrum bespielt und Raum geschaffen für Begegnung und kulturelle Vielfalt. Der zweite Experimentierraum war ein künstlerischer. Denn ein Konzert von Rosi Spezial ist was Spezielles, ein Gesamtkunstwerk, das experimentelle Schau-, Fühl- und Klangräume erschafft.

Musik / Konzert 10.10.2021
Silvia Thurner

Natur und Farben in Musik gesetzt – das „Ensemble Plus“ unter der Leitung von Thomas Gertner gab im Magazin 4 in Bregenz ein erfrischendes Konzert
Das Ensemble Plus unter der Leitung von Thomas Gertner musizierte mit viel Elan von der Natur inspirierte und auf die Natur verweisende Kompositionen im etwas hellhörigen Magazin 4.

Seit zwanzig Jahren bietet das „Ensemble Plus“ ein Abonnementprogramm, spielt selten zu hörende Werke unserer Zeit, vergibt Aufträge an Vorarlberger Künstler:innen und präsentiert die neu entstandenen Kompositionen. Der Ensembleleiter Guy Speyers erinnerte anlässlich „20 Jahre sul palco“ an das langjährige Wirken von Andreas Ticozzi, verweilte aber nicht in der Vergangenheit, sondern lenkte den Blick sogleich in die Gegenwart. Im Mittelpunkt des Abends stand die Uraufführung des Sextetts „Nachtschattengewächse“ von Michael Amann. Flankiert wurde das poesievolle Werk von Kompositionen, die Naturbilder und Naturgewalten in Musik fassten. Unter der Leitung von Thomas Gertner erklangen gute Werkdeutungen, die die Zuhörenden ganz unmittelbar mitten hinein ins Geschehen führten.

Literatur 10.10.2021
Peter Niedermair

Sarah Kuratle: „Greta und Jannis“

Ein Roman als träumende Phantasie Sarah Kuratles „Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren“ ist ein faszinierender Roman, wie ich schon lange keinen mehr gelesen habe. Er spielt mit bezaubernder, zuweilen tragischer Magie, und erzählt sprachlich lyrisch-zart eine berührend intime Geschichte, surreal wie Hänsel und Gretel. „Greta und Jannis“ spürt ohne zeitliches und geografisch verortbares Koordinatensystem in rhythmisch-melodischen Sprachbildern, ohne dass ein Wort zufällig oder zu viel wäre, wie bei Kafka, den Fragen vom Leben und Lieben nach. Die Protagonist:innen des bei Otto Müller im August erschienen Debütromans „Greta und Jannis“ waren Nachbarskinder. Er fragt sie zögernd und schüchtern eigentlich, ob er denn ihr Bruder sein dürfe. Sie ist einverstanden. Später, einige Jahre später, küsst sie ihn auf den Mund. Die beiden verlieben sich, als wäre es naturgewollt, dennoch dürfen sie kein Liebespaar sein. Zwischen den beiden, hinter ihren Familien, liegt ein großes Geheimnis, wie ein Geröllfeld, das sich sehr bald zu einem Gebirgszug entwickelt.

Theater 09.10.2021
Dagmar Ullmann-Bautz

Quicklebendiges Theatervergnügen: “All you can be! Eurydike und Orpheus“ am Vorarlberger Landestheater
Zwei großartig Performer: Aaron Hitz und Max Merker

Als beste vitale Theaterunterhaltung präsentierte sich die geglückte Koproduktion zwischen dem Vorarlberger Landestheater und dem TOBS Theater Orchester Biel Solothurn, die am gestrigen Abend mit „All you can be! Eurydike und Orpheus“ im Großen Haus des Landestheaters Voralberg-Premiere feierte und am Ende frenetisch beklatscht wurde.

Musik / Konzert 09.10.2021
Fritz Jurmann

Musiktheater Vorarlberg landete Volltreffer: Beste Musical-Unterhaltung mit „My Fair Lady“ auf Vorarlbergerisch
Anfang und Schluss des Stückes lässt Regisseurin Maria Kwaschik im Zirkusmilieu spielen, das einfach Leben für Eliza.

Beim Musiktheater Vorarlberg wird wieder gespielt, nach der Operette „Die Fledermaus“ vor dem Pandemie-Jahr widmet sich die Dreispartenbühne diesmal dem Musical. Frederick Loewes „My Fair Lady“ ist angesagt, ein Standardstück des Genres, das dank der darin enthaltenen Hitparade unsterblich gewordener Songs fast 70 Jahre überdauert und nur bei der Jugend etwas von seiner Popularität eingebüßt hat. Das war auch bei der Premiere am Freitag in der ausverkauften Kulturbühne AmBach der Fall, wo sich das Publikum von einer spritzig aufgepeppten Inszenierung, einer musikalisch hochkarätigen Umsetzung und einer gerade nach Corona unglaublich spielfreudigen Besetzung zu Standing Ovations und Begeisterungsstürmen hinreißen ließ.

Ausstellung 08.10.2021
Karlheinz Pichler

Kunst lässt die Feldkircher Altstadt in neuem Licht erstrahlen
Peter Kogler bespielt die Johanniterkirche mit einer faszinierenden Mappingarbeit (© Karlheinz Pichler)

Bei der ersten Ausgabe der „Lichtstadt Feldkirch“ vor drei Jahren konnten die Veranstalter mehr als 30.000 Besucher zählen. Auch dieses Jahr wird der Zustrom sehr gut sein, wenn auch nicht ganz so hoch wie 2018. Dafür sind die gezeigten Kunstwerke, die die Feldkircher Altstadt in kreativem Licht erstrahlen lassen, diesmal auf einem extrem hohen Level angesiedelt. Dafür sorgen die Installationen von Peter Kogler, David Reumüller, Brigitte Kowanz und den Künstlerkollektiven Ochoresotto, Neon Golden, Artificialowl, und Dundu. Eröffnet wurde die Lichtstadt Feldkirch, die von Arno Egger und Thomas Häusle kuratiert wird, am vergangenen Mittwoch, und noch bis Samstag (19.00 bis 22.00 Uhr) können die teils gigantischen Kunstwerke bestaunt werden, die die historischen Gebäude, Plätze und Räume der Montfortstadt ganz neu erlebbar machen.

Musik / Konzert 08.10.2021
Silvia Thurner

Kreatives Musikcamp bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik
Die Musiker:innen des Ensemble Mosaik aus Deutschland stellten ihre Vielseitigkeit und ihr Können bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik eindrücklich unter Beweis, unter anderem mit dem Werk "Autophagy II" für Schlagzeug, Live-Elektronik und rückkopplungsgesteuerte E-Gitarren und Tam-Tam.

Nach einjähriger Pause gastieren nun wieder zahlreiche internationale Musikschaffende bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik (btzm). Zur Eröffnung präsentierte das Ensemble Mosaik unter der Leitung von Magnus Loddgard vier österreichische Erstaufführungen, darunter zwei Kompositionsaufträge der btzm. Dass in der jungen Komponistengeneration der Mix aus Electronics, Live-Elektronik, akustischer Musik sowie manipulierten Instrumenten selbstverständlich ist und originelle Zugänge möglich sind, war mit Kompositionen von Andrea Mancianti und Kelley Sheehan zu erleben. Sara Glojnaric setzte sich in ihrem Werk „sugarcoating“ mit der soziokulturellen, auch für die btzm relevanten Frage auseinander, was uns an Revivals und ‚Retro‘ begeistert.

Film / Kino 08.10.2021
Gunnar Landsgesell

Hinterland
Wien, 1920, ein Land an einer Zeitenschwelle: blauschwarz und krumm gebogen von der Last der Vergangenheit.

Wien, 1920 in expressionistischen Bilderbögen und als düstere Ballade einer Ritualmordserie. Als tragische Hauptfigur Murathan Muslu als Kriegsheimkehrer, der gleich doppelt in Bedrängnis gerät. "Hinterland" ist ein spannender Entwurf, ein Experiment zwischen Graphic Novel, Thriller und Zeitbild einer Gesellschaft im Umbruch. So gesehen könnte es durchaus ein Herzensprojekt von Regisseur Stefan Ruzowitzky sein.

Aktuell 07.10.2021
Manuela Schwaerzler

Double Check – Neue Netzwerkstelle in Hohenems
Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check: "Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen - für beide Seiten." (Foto: Daniel Furxer)

Im frisch bezogenen Gemeinschaftsbüro mit literatur: vorarlberg netzwerk präsentierten heute die Verantwortlichen die neuen Organisationsstrukturen und Vorhaben von „Double Check“. Als bewährtes Förderprogramm soll es weiterhin an der Schnittstelle zwischen Kultur und Bildung bestehen, auch das grundlegende Ziel bleibt dasselbe: die nachhaltige Verankerung von Kunst und Kultur im Bildungsbereich. Um diese vermehrt und breiterem Ausmaß umzusetzen, das heißt zur Einrichtung der Koordinationsstelle, aber auch zur Erweiterung der Möglichkeiten, Sichtbarmachung der Angebote und Weiterentwicklung von Projekten, wurde der Verein „Double Check. Netzwerk für Kultur und Bildung in Vorarlberg“ gegründet, der mit 1. Oktober Melanie Greußing zur Geschäftsführerin bestellt hat.

Theater 07.10.2021
Dagmar Ullmann-Bautz

Mit Pauken und Trompeten in die Gegenwart - „Else (ohne Fräulein)“ von Thomas Arzt in der Box des Vorarlberger Landestheaters
Großartig: Schauspielerin Maria Lisa Huber und Tänzerin Silvia Salzmann

Arthur Schnitzlers „Fräulein Else“ - ein Klassiker aus dem Jahr 1924 - ist im 21. Jahrhundert angekommen, nein, nicht nur angekommen, „Else (ohne Fräulein)“ ist in die Gegenwart gedonnert, mit Pauken und Trompeten, mit atemberaubender jugendlicher Energie, und das „Fräulein“ des originären Titels hat sie längst hinter sich gelassen.

Aktuell 07.10.2021
Manuela Schwaerzler

„Sag’s Multi!“ – Mehrsprachiger Redewettbewerb

Zum 13. Mal überhaupt und zum zweiten Mal unter der Trägerschaft des ORF wird in diesem Schuljahr der mehrsprachige Redewettbewerb durchgeführt. Er richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler ab der 7. Schulstufe, die fließend zwischen Deutsch und einer weiteren Sprache hin- und herwechseln können.

Film / Kino 07.10.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (8.10. - 14.10. 2021)
Hinter den Schlagzeilen

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche den Dokumentarfilm "Hinter den Schlagzeilen, in dem Daniel Sager die Aufdeckung der "Ibiza-Affäre" durch die Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier nachzeichnet. In der Bludenzer LeinwandLounge steht dagegen Maria Schraders leise Komödie "Ich bin dein Mensch", die bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises gerade groß abräumte, auf dem Programm.

Ausstellung 05.10.2021
Karlheinz Pichler

Das partizipatorische Moment als grundlegende Eigenschaft – Internationaler Kunstpreis des Landes Vorarlberg an Anna Hilti überreicht
Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink überreicht den Kunstpreis an die Künstlerin Anna Hilti (© Marina Schedler)

Der alle zwei Jahre vergebene Internationale Kunstpreis des Landes Vorarlberg ging 2021 erstmals nach Liechtenstein, und zwar an die Schaaner Künstlerin Anna Hilti. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Die internationale Fachjury lobte insbesondere Anna Hiltis vielgestaltiges Werk, das Zeichnungen, Illustrationen, Installationen und Performances umfasst und zwischen existenzieller und konzeptueller Ebene angesiedelt ist.

Ausstellung 05.10.2021
Karlheinz Pichler

Die „Lange Nacht“ mit Einbrüchen bei den Besucherzahlen
Ein Techniker bei der Hängung des Lindwurms aus Styropor von Nikola Bartenbach in der Remise Bludenz (© Karlheinz Pichler)

Nachdem sie 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser fiel, fand vergangenen Samstag zum nunmehr bereits 21. Male die auf Initiative des ORF ins Leben gerufene „Lange Nacht der Museen“ in ganz Österreich und in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland (Lindau am Bodensee und Tettnang) statt. Insgesamt präsentierten rund 640 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen ihre Sammlungen und Ausstellungen. In Vorarlberg und den grenznahen Gebieten hielten 87 Kultureinrichtungen ihre Türen im Rahmen der „Langen Nacht“ von 18.00 bis 1.00 Uhr nachts offen. Geboten wurden Ausstellungen und vielfältige Rahmenprogramme. KULTUR machte einen Rundgang bei Anbietern von bildender Kunst im Vorarlberger Oberland. Die meisten waren mit dem Ablauf zufrieden, obwohl es im Vergleich zur letzten „Langen Nacht“ 2019 aber doch bis zu 50 Prozent Einbrüche bei den Besucherzahlen gab, wie KULTUR vor Ort erkundete.

CD-Tipp 05.10.2021
Peter Füssl

Halsey: If I Can’t Have Love, I Want Power

Den Song „More“ auf ihrem Anfang 2020 erschienenen Album „Manic“ richtete Halsey, die davor drei Fehlgeburten zu beklagen hatte, an ihr vorerst leider nur imaginäres Kind. Nun präsentiert sie sich auf dem Cover ihres aktuellen Albums in einer Madonna-lactans-Pose, die frappant an das berühmte Frührenaissance-Gemälde „Die thronende Madonna mit dem Jesuskind“ von Jean Fouquet aus dem Jahr 1456 erinnert. Oder Halsey in der Rolle der heiligen Hure? Für Verfechter:innen radikaler Sittlichkeit ist übrigens in den USA auch eine keusche Cover-Variante erschienen, auf der das Baby den rechten Arm computergeneriert in die Höhe streckt und damit wenigstens die Brustwarze verdeckt.