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Stefan Vögel

'Das Auge des Tigers', Kabarett

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Anfang
20.03.2017 20:00
Kategorie
Kleinkunst / Kabarett
Veranstaltungsort

Altes Kino
Bahnhofstr. 30
6830 Rankweil
+43 (0) 5522 45 3 87
http://www.alteskino.at
webmaster@alteskino.at

Artikelaktionen
abgelegt unter: Kleinkunst / Kabarett
Aktuell 03.12.2020
Manuela Schwaerzler

ACHTUNG: Weiterhin keine Kulturveranstaltungen in Österreich und Deutschland
© Daniel Lienhard

Leider hält die Regierung Kulturveranstaltungen weiterhin für gefährlich - wie viele andere Maßnahmen wurde auch das Veranstaltungsverbot in Österreich bis 7. Jänner 2021 verlängert. Immerhin können Museen, Galerien, Bibliotheken und Büchereien wieder öffnen, auf Theater- und Kinovorstellungen, Lesungen, Konzerte oder ähnliches müssen wir jedoch noch länger verzichten. In Deutschland gilt die Verlängerung des "Teil-Lockdowns" bis 10. Jänner 2021 - ohne Lockerungen für Museen. Nur in der Schweiz und in Liechtenstein ist Kulturgenuss live möglich, allerdings kommt es auch dort aus verschiedenen Gründen hin und wieder zu Absagen und Verschiebungen. Bitte informieren Sie sich bei Interesse beim Veranstalter selbst, ob die/das angekündigte Vorstellung/Konzert tatsächlich stattfindet. Die jeweilige Homepage oder Telefonnummer finden Sie im jeweiligen Eintrag unseres Monatsprogramms.

Literatur 03.12.2020
Manuela Schwaerzler

Zum siebten Mal ausgeschrieben: Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Muttersprache 2021
Karosh Taha gewann den Hohenemser Literaturpreis 2019 (Foto: Stadt Hohenems)

Der biennal verliehene Literaturpreis soll dazu beitragen, „die kulturelle Vielfalt der auch von Einwanderung geprägten deutschsprachigen Literaturszene hervorzuheben“, heißt es in der Ausschreibung. Aber auch die Verbindung zur Lage und Geschichte Hohenems im Dreiländereck wird verdeutlicht: der grenzüberschreitende Austausch mit den Nachbarländern, die europäischen Verbindungen der Hohenemser Grafen, die Bildung der jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert sowie die Arbeitsmigration in der jüngeren Geschichte – Hohenems wurde stets durch Zuwanderung geprägt. Mit dem 2009 auf Anregung von Michael Köhlmeier ins Leben gerufene und für 2021 wieder mit 7.000 Euro dotierte Preis soll dies verdeutlicht und kultureller Austausch sowie gegenseitiges Verständnis gefördert werden.

Aktuell 03.12.2020
Annette Raschner

„Beim Qualitätsanspruch darf es keine Kompromisse geben“
Judith Reichart, die neue Leiterin des Bregenzer Kulturservice hat ihre Arbeit gleich am Tag nach der Stadtratssitzung aufgenommen: "Es gibt schließlich viel zu tun!" (© Petra Rainer)

Die neue Leiterin des Bregenzer Kulturservice, Judith Reichart möchte künftig auf Kooperationen und Projekte mit internationaler Strahlkraft setzen. Die Kunsthistorikerin, die von 2005 bis 2016 Kulturstadträtin in der Landeshauptstadt war, folgt Jutta Dieing nach, von der sich die Stadt einvernehmlich getrennt hat. Reichart war zuletzt Mitherausgeberin und Chefredakteurin des Magazins „ORIGINAL“. Annette Raschner hat mit ihr am Tag nach der Stadtratssitzung, bei der der Vorschlag von Bürgermeister Michael Ritsch mehrheitlich befürwortet wurde, gesprochen.

Ausstellung 02.12.2020
Karlheinz Pichler

Das KUB als Ort, der das Jetzt widerspiegelt – Programmjahr 2021 im Zeichen von Gegenwartsfragen
Jakob Lena Knebl: Contemporary Witchcraft, 2017 Foto Georg Petermichl, © Jakob Lena Knebl, Bildrecht Wien, 2020

Das Kunsthaus Bregenz hat sich für 2021 viel vorgenommen. Neben den vier Hauptausstellungen im Zumthor-Bau, die Jakob Lena Knebl & Ashley Hans Scheirl, Pamela Rosenkranz, Anri Sala und Otobong Nkanga bestreiten werden, ist ein vielversprechendes Freiluftprojekt mit dem Schweizer Künstler Roman Signer auf der Bielerhöhe geplant. Außerdem wird mit „KUB Basement“ ein neues Format im Kellergeschoss des Hauses gestartet. Und letztlich wird die Präsentation der umfangreichen Sammlung König-Lebschik im Schaufenster nachgeholt und die Billboard-Serien entlang der Seestraße fortgesetzt. Abgerundet werden diese Unternehmungen mit einem umfangreichen Begleit- und Vermittlungsprogramm.

CD-Tipp 02.12.2020
Peter Füssl

Elina Duni: Lost Ships

Die in Albanien geborene, seit 1992 in der Schweiz lebende und dort auch musikalisch ausgebildete, multilinguale Sängerin Elina Duni hat bereits mit ihrem aus eidgenössischen Musikern (Colin Vallon am Piano, Bänz Oester oder Patrice Moret am Bass, Norbert Pfammater an den Drums) zusammengestellten Quartett einige hervorragende Alben produziert. Auch auf den bei ECM erschienen „Matanë Malit“ (2012), „Dallëndyshe“ (2015) und ihrem Solo-Projekt „Partir“ (2018) beschäftigte sich Duni noch vorwiegend mit Traditionals aus dem albanischen oder mediterranen Raum.

Ausstellung 29.11.2020
Karlheinz Pichler

Die Sogwirkung der Kreisbewegung – Hansjörg Quaderer im Domus Schaan
Hansjörg Quaderer: o.T. (Aquarell auf Papier), 2020

Im Domus (Dorfmuseum) in Schaan (FL) sind derzeit 60 Werke des Liechtensteiner Literaten und bildenden Künstlers Hansjörg Quaderer ausgestellt. Gemeinsamer Nenner der neuen kleinformatigen Aquarelle, Tuschen und Gouachen, die in einen Dialog zu älteren Acryl-Arbeiten gesetzt werden, ist der Kreis und die Ellipse als formales Gestaltungselement.

Literatur 25.11.2020
Fritz Jurmann

Hankes Erzählungen – Eine Fundgrube für Nostalgiker
Geballte Erinnerungen auf 275 Seiten an die Feldkircher Tanz- und Rockszene der 60er und 70er Jahre in Friedl Hankes Neuerscheinung „Jahre mit der Gitarre in Feldkirch“

Es ist ein ganz besonderes Büchlein, das da in den letzten Jahren in der Montfortstadt hinter dicken Mauern still und heimlich entstanden ist und nun das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Es heißt „Jahre mit der Gitarre in Feldkirch“, Verfasser ist Mag. jur. Gottfried Hanke, in Musikerkreisen allgemein als „Friedl“ bekannt, der hier seine persönlichen Erinnerungen an die Zeit der Tanzkapellen im Feldkirch der 60er und 70er Jahre zu Papier gebracht hat. Und das ist wortwörtlich zu verstehen: Hanke schrieb mit enormem Fleiß jedes Wort des 275 Seiten umfassenden Werkes von Hand, so wie anno dazumal, als es zwar noch keinen PC, aber zumindest Schreibmaschinen gab.

Aktuell 25.11.2020
Manuela Schwaerzler

Out now!

Die Dezember/Jänner-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

Literatur 18.11.2020
Markus Barnay

Tourismus total? - Montafoner Tourismusgeschichte von Hessenberger/Kasper

Es ist ja eigentlich erstaunlich: Da gibt es seit 28 Jahren ein eigenes Tourismusmuseum im Montafon, da gibt es rund um das Heimatmuseum von Schruns eine aktive Szene von Historikern, Sozialwissenschaftern und Publizisten, da erscheinen im Lauf der Jahre Bücher über Hemingway und den Piz Buin, über Alpenvereinshütten und Grenzüberschreitungen, über Aus- und Einwanderer, über Votivbilder und Künstler – nur eine umfassende Geschichte des Tourismus im Montafon gab es bisher nicht. Es ist also wohl ein Glücksfall, dass sich der Montafoner Verkehrsverband (heute: Montafon Tourismus) zu seinem 70-Jahr-Jubiläum (was ist „70“ eigentlich für ein Jubiläum?) eine Publikation gewünscht hat. Vor allem ist es aber ein Glücksfall, dass sich die Verantwortlichen keine Jubel-Broschüre, sondern ein seriöses Buch schreiben ließen – von zweien, die dafür prädestiniert erscheinen: Das Autoren- (und Ehe-)paar Edith Hessenberger und Michael Kasper beschäftigt sich seit Jahren mit unterschiedlichen Aspekten der Montafoner Geschichte – sie, die Kulturwissenschafterin und Leiterin der Ötztaler Museen, u. a. mit Grenzgängern und Fluchtgeschichten, er, der Historiker und Leiter der Montafoner Museen, mit Nationalsozialisten und Gipfelstürmern, Wirtshäusern und Arbeitsmigration. Vor allem ist Edith Hessenberger aber seit Jahren dabei, mit Hilfe von ZeitzeugInnen-Interviews jenen gesellschaftlichen Veränderungen nachzuspüren, die der Tourismus nach Vorarlberg und speziell ins Montafon gebracht hat. Jetzt haben die beiden also ihre Interviews und Archivrecherchen, Blog-Einträge und Ausstellungstexte, Aufsätze und Vorträge zu einem Buch zusammengefasst, das die Geschichte des Tourismus von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute dokumentiert.

CD-Tipp 17.11.2020
Peter Füssl

Redi Hasa: The Stolen Cello

Das gestohlene Cello hat sogar einen Namen, es heißt „Sophi“ und gehörte ursprünglich dem Konservatorium von Tirana. Der Namensgeber und Dieb heißt Redi Hasa, er hat dort studiert und das Instrument in den 1990-er Jahren bei der Flucht vor den bürgerkriegsähnlichen Zuständen und der Armut in Albanien als wertvollstes und überlebenssicherndes Gut einfach nach Italien mitgenommen. Eine Verzweiflungstat. Mittlerweile gehört der 43-jährige Redi Hasa, der als Sohn einer Cello-Lehrerin und eines Choreographen mit 13 Jahren bereits das klassische Repertoire beherrschte, seit zehn Jahren zum Stammensemble des überaus erfolgreichen Neo-Klassikers Ludovico Einaudi, auf dessen erfolgreichsten Alben er sich verewigt hat und mit dem er auf ausgiebigen Tourneen die ganze Welt bereiste.

Kleinkunst / Kabarett 13.11.2020
Anita Grüneis

Ingo Lenßen im TAK: mit Recht ein kurzweiliger und amüsanter Abend
Ingo Lenßen ist ein brillanter Erzähler wahrheitsgerechter Geschichten

Die meisten TAK-Besucherinnen und -Besucher kannten ihn von seiner TV-Sendung «Lenßen und Partner», in der er sechs Jahre lang fiktive Fälle löste, davor spielte er in der Sendung «Richter Alexander Hold» den Strafverteidiger. Heute kümmert sich der Strafverteidiger Ingo Lenßen um echte Fälle und beantwortet im TV die Fragen von Telefonanrufern. Da kann es schon mal passieren, dass ihn jemand wegen eines Grabes anruft und wissen will, wie das so ist, mit dem Grabrecht. Und so nannte er sein Programm auch «Zwischen Taufe und Grab».

Ausstellung 12.11.2020
Karlheinz Pichler

„Ballbusting“ zwischen Gemüsebeeten und Marterlszenario – Peter Wehinger in der Altacher Galerie Vor-Ort
Vor den drei Fenstern zum Weg (Foto: May-Britt Nyberg)

Zwar haben die öffentlichen Kunst- und Kultureinrichtungen aufgrund der Corona-Bestimmungen ihre Rollbalken gegenwärtig heruntergelassen, aber es bestehen dennoch Möglichkeiten, Kunst auch jetzt noch an speziellen Orten zu betrachten und zu genießen. Eine Option etwa befindet sich in Altach. Hier bespielt der 1971 in Dornbirn geborene Künstler Peter Wehinger aktuell und noch bis 6. Januar die Galerie Vor-Ort.

Literatur 12.11.2020
Ingrid Bertel

Gabriele Bösch schreibt über ein Bild von Gernot Bösch, und Hansjörg Quaderer macht mit beiden ein Buch: "Der Mann in der Blüte"

Es war eine Idee der Ö1-Kulturredakteurin Edith-Ulla Gasser: Autor*innen erzählen über ein Werk der Bildenden Kunst. Die Idee fand Anklang, aus Vorarlberg machten sich Eva Schmidt, Monika Helfer, Wolfgang Mörth und Gabriele Bösch ans Schreiben von „Kunstgeschichten“. Keine kunsthistorischen oder interpretierenden Texte sollten es werden, sondern Erzählungen. „Der Mann in der Blüte“ hieß der Text von Gabriele Bösch – und bezog sich auf ein Gemälde ihres Ehemanns. Als die „Kunstgeschichte“ im September 2019 gesendet wurde, hörte einer besonders gebannt zu: der Maler und Buchgestalter Hansjörg Quaderer. „Es war wie ein Bienentanz, wie die beiden einander umkreist haben.“ Deswegen wollte er das „dialogische Werk“ in Buchform bringen.

Literatur 10.11.2020
Manuela Schwaerzler

Vorarlberger Kulturpreis 2020 - in der Kategorie „Hörspiel“
Linda Achberger (© Petra Rainer)

Nachdem letztes Jahr die Malerei im Fokus stand (Hauptpreisträger: Drago Persic), ist es heuer die Kategorie „Hörspiel“, in der der Vorarlberger Kulturpreis vergeben wird. Ziemlich genau 100 Jahre alt ist diese literarische Gattung, die durch die Etablierung des Radios um 1920 entstand und ihre Blütezeit längst hinter sich hat. Und dennoch kann nicht von einem Dornröschenschlaf die Rede sein, aus dem das Hörspiel auferweckt werden muss. Hörspiele faszinieren durch ihre formalen Parameter und setzen als „Theater für die Ohren“ der heutzutage weit verbreiteten Reizüberflutung und von Social Media forcierten Bildersucht die Reduktion und Konzentration auf den Hörsinn entgegen. Und sie werden nach wie vor produziert – aufgrund der aufwändigen Anforderungen immer noch hauptsächlich von den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern.

CD-Tipp 10.11.2020
Peter Füssl

Tingvall Trio: Dance

Klar, wo „Tingvall Trio” draufsteht, ist auch Tingvall Trio drinnen. Das gilt auch für das siebte Studio-Album des sich seit 17 Jahren auf Erfolgskurs befindlichen südschwedisch-deutsch-kubanischen, in Hamburg stationierten Dreiers. Leicht ins Ohr gehende Melodien, fesselnde Rhythmen, Lyrisches, das sich – eine hypnotische Sogwirkung entfaltend – dynamisch zu ganz großen Emotionen steigert, all das findet sich auf diesem Album wieder. Aber man setzt auch neue Akzente.

Musik / Konzert 05.11.2020
Silvia Thurner

Musik als tönende Luft und in Freiheit atmen – Musik in der Pforte stellt ein vielschichtiges Abonnementprogramm 2021 vor
Fabiola Tedesco und Esther Frey (Violine), Klaus Christa (Viola) und Mathias Johansen (Violoncello) boten im Rahmen der Vorstellung des Pforte-Jahresabonnements 2021 kurze Einblicke in Kompositionen von Vilma von Webenau und Maria Bach.

Mit den Worten „Wir sind kulturverliebt“ eröffnete der künstlerische Leiter von Musik in der Pforte, Klaus Christa, das Pressegespräch anlässlich der Präsentation der Abonnementkonzerte im kommenden Jahr. Das Jahresprogramm ist bestückt mit zahlreichen neuen Ideen und Schwerpunkten. Immer mehr in den Fokus rückt das Schaffen von Komponistinnen der Vergangenheit und der Gegenwart, das weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung gefunden hat. Unter dem Leitgedanken „Musik ist tönende Luft“ stellte der künstlerische Leiter Konzertprogramme zusammen, in deren Rahmen international renommierte Musiker wie der Klarinettist Matthias Schorn zu Gast sein wird. Auch das Pforte-Kammerorchester wird wieder zu erleben sein, und im Rahmen einer „Langen Nacht der Freiheit“ gehen die Musikerinnen und Musiker mit einem Konzerttheater der Frage nach, ob es ein Leben jenseits der sozialen Medien gibt.

Aktuell 05.11.2020
Peter Füssl

Wir STIMMEN fürs SINGEN

Der Chorverband Vorarlberg ruft zu einem friedlichen Prostest gegen das Singverbot in den Chören auf. Noch lieber wäre uns zwar, man würde den politisch Verantwortlichen für ihr unfaires und wenig wertschätzendes Verhalten gegenüber den Kunst- und Kulturschaffenden, den Kulturveranstaltern und Ausstellungshäusern ordentlich den Marsch blasen, aber natürlich unterstützen wir gerne auch diesen gesungenen Prostest.

CD-Tipp 05.11.2020
Peter Füssl

Adam Bałdych – Vincent Courtois – Rogier Telderman: Clouds

Der 34-jährige polnische Geiger Adam Bałdych und der französische Cellist Vincent Courtois setzen immer wieder neue Maßstäbe für ihre im Jazz doch immer noch eher als exotisch geltenden Streichinstrumente, wobei beide durchaus gerne auch aus den Erfahrungen der Klassik und Romantik, aber auch der zeitgenössischen Moderne und Avantgarde schöpfen. Im Trio mit dem erst 28-jährigen niederländischen Pianisten Rogier Telderman, der diese Formation vor zwei Jahren für das „Sound of Europe“-Festival in Breda ins Leben gerufen hat, schwelgen sie in melodienverliebten, weitgehend harmonischen, oftmals impressionistisch angehauchten Klangbildern.

Literatur 03.11.2020
Manuela Schwaerzler

Lisa Spalt erhält Literaturpreis Floriana
Der erste Preis der Floriana 2020 geht an Lisa Spalt

Die in Hohenems geborene Autorin Lisa Spalt wurde am Wochenende mit dem oberösterreichischen Literaturpreis Floriana ausgezeichnet. Für ihren Text „Die grüne Hydra“ erhielt die Wahllinzerin den mit 7.000 Euro dotierten ersten Preis.

Musik / Konzert 02.11.2020
Silvia Thurner

Courage, Einsatzbereitschaft und Können – das Orchester „Concerto Stella Matutina“ und die Marionettenoper Lindau sorgten mit Mozarts „Entführung“ für Jubelstimmung
Das Barockorchester "Concerto Stella Matutina" und die Marionettenoper Lindau feierten ihre Gründungsjubiläen mit einer besonderen Produktion. Mit Mozarts "Entführung aus dem Serail" brachten sie die Protagonisten aus Fleisch und Blut mit ihren Alter Egos, den Marionetten, zueinander in Verbindung.

Ihr 15-jähriges Bestandsjubiläum wollten die Musikerinnen und Musiker des Concerto Stella Matutina mit Freunden feiern. Deshalb luden sie die Marionettenoper Lindau, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Gründungsjulibäum feiert, zur Zusammenarbeit ein und brachten Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ auf die Bühne. Die Aufführung war für alle Beteiligten ein organisatorischer Kraftakt, denn in Coronazeiten wurden am Bodensee über Nacht (fast) unüberwindbare Grenzhürden aufgezogen. Doch die Anstrengungen lohnten sich und so erlebten die Besucherinnen und Besucher in der Kulturbühne AmBach einen inspirierenden Opernabend, mit hervorragenden Solistinnen und Solisten, einem aussagekräftig musizierenden Orchester und einem fantasiereichen Marionettenspiel.

CD-Tipp 02.11.2020
Peter Füssl

Rymden: Space Sailors

Eine großartige Erfolgsgeschichte, besonders wenn sie tragisch geendet hat, kann wie eine Hypothek auf Musikern lasten. Das Esbjörn Svensson Trio, unter dem Kürzel e.s.t. mit seinem exzellenten Mix aus Pop-, Rock- Jazz- und Clubmusik-Elementen in die Jazz-Geschichte eingegangen, fand nach fünfzehn überaus erfolgreichen Jahren 2008 ein jähes Ende durch den tragischen Tod des namensgebenden Pianisten bei einem Tauchunfall. Bassist Dan Berglund und Drummer Magnus Öström gründeten in der Folge durchaus interessante eigene Bands und beteiligten sich an Projekten anderer Musiker, ein neues Piano-Trio mit den beiden konnte man sich aber nur schwer vorstellen, weil zu befürchten war, der Schatten Svenssons würde stets überlebensgroß im Hintergrund stehen. Vor zwei Jahren wagten die beiden Schweden diesen risikoreichen Schritt gemeinsam mit Bugge Wesseltoft, einer der Zentralgestalten der gleichermaßen experimentierfreudigen wie einflussreich agierenden zeitgenössischen Musikszene Norwegens.

Musik / Konzert 30.10.2020
Silvia Thurner

Ein feiner Abend – die Sinfonietta Köln mit Cornelius Frowein am Pult und der Pianist Georgy Tchaidze waren im Dornbirner Kulturhaus zu Gast
Die Sinfonietta Köln unter der Leitung von Cornelius Frowein präsentierte im Dornbirner Kulturhaus unter anderem Fugen von J. S. Bach, die W. A. Mozart instrumentierte.

Roland Jörg vom Kulturamt Dornbirn setzte alle Hebel in Bewegung, um die „Sinfonietta Köln“, die eigentlich schon in der vergangenen Abonnementsaison angekündigt war, auf die Bühne im Dornbirner Kulturhaus zu bringen. Unter der Leitung von Cornelius Frowein musizierte das Kammerorchester selten zu hörende Bach-Bearbeitungen aus der Feder von W. A. Mozart sowie Dvořáks „Humoresken“, op. 101. Den krönenden Abschluss bildete die Interpretation des zweiten Klavierkonzertes, op. 21 von Fréderic Chopin mit dem zugleich poesie- und kraftvoll musizierenden Pianisten Georgy Tchaidze.

Film / Kino 30.10.2020
Gunnar Landsgesell

Niemals selten manchmal immer
Starke erratische Performance: Sidney Flanigan als Autumn.

Zwei Cousinen machen sich auf den Weg aus dem ländlichen Pennsylvania ins liberale New York, wo eine Abtreibung auch ohne elterliche Einwilligung möglich ist. Eliza Hittman inszeniert ein ungemein präzises, kluges, mal leichtfüßig, mal hart anmutendes Filmdrama, dessen Realismus an Arbeiten von Kelly Reichardt oder Debra Granik erinnert.

Film / Kino 29.10.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (30.10. - 5.11. 2020)
Notre-Dame du Nil

Im Takino Schaan wird der betörend schöne Spielfilm "Notre-Dame du Nil" gezeigt, in dem Atiq Rahimi von sich steigernden Spannungen zwischen Hutus und Tutsis in einem katholischen Mädcheninternat im Ruanda der 1970er Jahre erzählt. Spektakuläre Action wird dagegen beim Filmforum Bregenz mit Christopher Nolans "Tenet" geboten.

Theater 29.10.2020
Anita Grüneis

Zur verschobenen Premiere von „Suchtmensch“ im Gasometer Triesen: Ein Mann, eine Maschine und ein Lied
In Kambodscha, wo sich die Menschen noch Zeit füreinander nehmen, hatte Andreas Jähnert die Idee zu „Suchtmensch“.

Der Gasometer in Triesen, FL, ist ein Raum, der 1863 zur Baumwollweberei Kirchthaler-Dürst gehörte. Mit dieser Fabrik wurde Triesen zum Fabrikdorf. Nun aber macht darin ein Mann seinen letzten Rundgang, um die Leistung seiner Maschine zu begutachten. Die Maschine läuft rund um die Uhr und sorgt so dafür, dass ein stabiler Druck auf die Gasleitungen des Ortes aufrechterhalten wird. Der Mann hat sich sein Leben gut eingerichtet, für ihn steht die Arbeit an erster Stelle, schließlich sichert diese ihm das tägliche Brot und so ist er eng mit seiner Maschine verbunden. Die Arbeit ist zwar manchmal öd und gerade in letzter Zeit geht sie ihm nicht mehr so leicht von der Hand. Er schläft seit Längerem schlecht, irgendetwas scheint nicht zu stimmen, er hat das Gefühl, dass etwas geschehen muss.