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Tage der Utopie, Martin Mackowitz

'ma_ma - Räume am Rand', während der Tage der Utopie

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Anfang
24.04.2017 19:00
Ende
30.04.2017 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

Bildungshaus St. Arbogast
Montfortstr. 88
6840 Götzis
Mo - Sa 8 - 22, So 8 - 16
+43 (0) 5523 62 5 01 - 28
http://www.arbogast.at
arbogast@kath-kirche-vorarlberg.at

Artikelaktionen
abgelegt unter: Ausstellungseröffnung
Aktuell 28.09.2021
Manuela Schwaerzler

Kulturabteilung des Landes Vorarlberg schreibt In- und Auslands-Stipendien 2022 aus

Als „Schwerpunkt der Vorarlberger Kulturstrategie“ bezeichnet Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink den Austausch zwischen internationalen Kulturschaffenden und das Grenzen-Überschreiten. In diesem Sinne wurden erneut die 5x5 GO-Stipendien, die Stipendien für Arbeitsaufenthalte in Paliano/Italien und Nida/Litauen, der Künstler:innen-Austausch mit Barcelona sowie das Comeback-Stipendium ausgeschrieben. Für alle gilt die Bewerbungsfrist bis 28. November.

Aktuell 28.09.2021
Raffaela Rudigier

ORF-Lange Nacht der Museen
Von 18:00 bis 1:00 Uhr öffnen über 80 Museen ihre Pforten.

Nach einem Jahr Pause lädt der ORF heuer wieder zu einer „Langen Nacht der Museen“.

Aktuell 27.09.2021
Manuela Schwaerzler

Out now!

Die Oktober-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

CD-Tipp 27.09.2021
Peter Füssl

Little Simz: Sometimes I Might Be Introvert

„Pressure makes diamonds“ lautet eine der Kernaussagen im umwerfenden, neuen Hip-Hop-Epos von Simbiatu Abisola Abiola Ajikawo, die als Little Simz seit rund zehn Jahren von London aus das Rap-Genre auf höchstem Niveau an ständig erweiterte Grenzen treibt. Pressure, also Druck, war von klein auf ein ständiger Begleiter der Tochter nigerianischer Einwanderer, die in einem Sozialbau im Nordlondoner Stadtteil Islington aufgewachsen ist. Soziale Unterdrückung und gesellschaftliche Missachtung gleich im Doppelpack – als Schwarze und als Frau. Mittlerweile hat die wortgewaltige Rapperin, Musikerin und Schauspielerin, ohne jegliche Abstriche an Glaubwürdigkeit oder irgendwelche Konzessionen an einen musikalischen Massengeschmack einen Status erreicht, wo sie sich nach vier Alben, doppelt so vielen EPs und Hauptrollen in erfolgreichen Fernsehserien als „diamond“ fühlen kann. „I’m a black woman, and I’m a proud one“ tönt sie selbstbewusst, „I get what I want when I want it” oder “Know it’s in my DNA to only be great”.

Musik / Konzert 26.09.2021
Peter Füssl

Unkonventionelles Vergnügen im Großformat – das onQ Festival begeisterte mit zwei bühnenfüllenden Ensembles am Dornbirner Spielboden
Das exzellente onQ Großensemble überspringt elegant und einfallsreich jegliche Grenregrenzen (alle Fotos © Peter Füßl)

Der aus Hohenems stammende Bassist Tobias Vedovelli und der Tiroler Keyboarder/Pianist Michael Tiefenbacher initiierten als Reaktion auf die während der Corona-Lockdowns erzwungene Untätigkeit und Isolation mit mehr als 30 Musikerinnen und Musikern via Internet eine ganze Reihe von künstlerischen Kollaborationen und Interaktionen. Man traf sich regelmäßig im digitalen Raum, um Kompositionsideen und -skizzen auszutauschen, weiterzuspinnen und auszuarbeiten. Daraus entstanden mittlerweile einige Formationen vom Duo bis zum 18-köpfigen Orchester, die sich erstmals im Herbst 2020 im Porgy & Bess präsentierten und heuer nach einem nochmaligen Auftritt im renommierten Wiener Jazztempel endlich auch in Vorarlberg zu sehen und zu hören waren. So wurden das Kunsthaus Bregenz, das Vorarlberg Museum, das Feldkircher Saumarkttheater, das Jonas Schlössle in Götzis, das Bio Moritz in Hohenems und schließlich der Dornbirner Spielboden mit unterschiedlichsten Bands bespielt. Bei letzterem waren die beiden größten Formationen zu Gast, nämlich das onQ Großensemble und das Ensemble Kuhle Wampe. Um es gleich vorwegzunehmen: Ein phantastischer Abend!

Literatur 26.09.2021
Annette Raschner

„Uns verbindet ein gewisser unkontrollierter Schlingerkurs“

Die Autorin Monika Helfer und der Künstler Christoph Abbrederis kennen einander seit Jahrzehnten. Immer wieder haben sich ihre Wege gekreuzt, bis jetzt - zum allerersten Mal - ein gemeinsames Kinderbuch entstanden ist: „Dickerle“, erschienen im leykam Verlag.

Literatur 25.09.2021
Peter Niedermair

Eröffnung des „Maria Erika Lyrikwegs“
Maria Erika Lyrikweg (© Brigitta Soraperra)

Am Sonntag, 26. September um 17 Uhr wird der „Maria Erika Lyrikweg“ im Bregenzerwald eröffnet. Er ist Teil eines Wald- und Wiesenpfades, der die Gemeinden Andelsbuch und Egg im Bregenzerwald verbindet. Er lädt zu einer Wanderung an einen Naturschauplatz ein, der von ausgewählten lyrischen Impulsen gesäumt ist. Von der Grenze zum Gemeindegebiet Egg/Junkerau weg führt der Pfad zuerst an der Bregenzer Ache entlang, dann steil bergauf und endet, wo ein Wiesenweg, etwa 15 Gehminuten von den ersten Häusern der Parzelle Meisten entfernt, auf die Andelsbucher Ebene führt. Entlang des 200 m langen Waldpfades liegen in Ton gebrannte Gedichte auf Bregenzerach-Bollen, und an ausgesuchten Stellen hängen auf Filz gedruckte Verse von Bäumen. Die hängenden „Blätter“ begleiten die Spaziergänger:innen jeweils ein Jahr lang; in Zukunft sind wechselnde Ausstellung geplant.

Film / Kino 24.09.2021
Gunnar Landsgesell

Schachnovelle
Verhör bei der Gestapo: Das Blutrot des Vorhangs kündigt echtes Blut an.

Stefan Zweigs "Schachnovelle" als labyrinthischer Psychotrip: Regisseur Philipp Stölzl verschiebt die Erzählung des Mannes, der sich von der "Schachvergiftung" seiner Gestapo-Isolationshaft nicht mehr erholt, in eine mentale Tour de Force, in der man auch als Zuseher zu rätseln hat, welchen der Bildern wahrnehmungsmäßig überhaupt zu trauen ist.

Film / Kino 23.09.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (24.9. - 30.9. 2021)
First Cow

Am Spielboden Dornbirn läuft diese Woche nochmals Kelly Reichardts wunderbar entschleunigter (Anti)Western "First Cow". Das Filmforum Bregenz zeigt mit dem Dokumentarfilm "Taste the Waste" ein Plädoyer gegen Verschwendung und Wegwerfkultur.

Musik / Konzert 23.09.2021
Silvia Thurner

Vom Austausch von Kompositionsideen zu einem höchst willkommenen Festival – die Konzertlesung von „onQ 21“ begeisterte im vorarlberg museum
Das erstmals stattfindende Festival "onQ" für Jazz und neue Musik machte Station im Vorarlberg Museum. Dort musizierten Viola Falb und Leonhard Skorupa (Saxofon und Bassklarinette), David Soyza (Vibraphon), Mike Tiefenbacher (Klavier), Tobias Vedovelli (Bass) und Martin Grabher (Drumset) und traten in einen Dialog mit der Autorin Sarah Rinderer.

Die Corona-Lockdowns 2020 und 2021 bedeuteten für fast alle Künstlerinnen und Künstler eine brotlose Zeit. Doch fehlende Konzertverpflichtungen brachten auch Freiraum mit sich, der bei vielen die künstlerische Kreativität ankurbelte. Ein herausragendes Beispiel ist das derzeit stattfindende Festival „onQ“. Der Kontrabassist Tobias Vedovelli hat es zusammen mit dem Pianisten Mike Tiefenbacher und der Mediengestalterin und Musikerin Nora Dejaco ins Leben gerufen. Im vorarlberg museum präsentierten sie nun mit befreundeten Musiker:innen im Kollektiv entstandene Kompositionen. Die Werke bestachen durch ihre vielfältigen musikalischen Zugänge und mischten zudem die Musik mit Lyrik von Sarah Rinderer auf.

Theater 22.09.2021
Ingrid Bertel

Freud bleibt draußen
König Ödipus (David Kopp) und der Priester (Nico Raschner) © Anja Köhler

Das Landestheater eröffnet die Spielzeit mit der antiken Tragödie „König Ödipus“.

Kritiken 20.09.2021
Silvia Thurner

Jubelstimmung zum Einstand in die neue Saison – das Symphonieorchester Vorarlberg mit Leo McFall am Pult sowie Selina Ott und Lilya Zilberstein spielten mit bewundernswerter Inspiration
Die 23-jährige Trompeterin Selina Ott spielte den Solopart in Herbert Willis Trompetenkonzert "Eirene" mit viel Gespür für die lange schwebenden, meditativen Linien. Über den herzlichen Applaus nach der Aufführung im Bregenzer Festspielhaus freuten sich die Musikerin und der Komponist.

Eine kluge Werkauswahl sowie zwei herausragende Solistinnen und ein gut disponiertes Orchester ergaben einen fulminanten Einstieg in die neue Saison der Abonnementkonzerte des Symphonieorchesters Vorarlberg mit seinem neuen Chefdirigenten Leo McFall. Die Trompeterin Selina Ott interpretierte zu Beginn das Trompetenkonzert „Eirene“ von Herbert Willi und begeisterte mit ihrer Darbietung. Nicht mehr auf den Sitzen hielt es die Zuhörenden nach der Werkdeutung des dritten Klavierkonzertes von Sergej Rachmaninow mit Lilya Zilberstein als Solistin.

Musik / Konzert 20.09.2021
Silvia Thurner

Vitale Musik und ein temperamentvolles Ensemble – das Janus-Ensemble unter der Leitung von Christoph Cech sorgte für gute Stimmung
Das Janus-Ensemble präsentierte am zweiten Abend des Schallwende-Festivals im Saumarkttheater in Feldkirch neue Kompositionen von Gerda Poppa und Christoph Cech.

Das Janus-Ensemble aus Oberösterreich unter der Leitung von Christoph Cech gastierte beim Schallwende-Festival im Feldkircher Saumarkttheater. Der erste Konzertteil war neuen Werken der Komponistin Gerda Poppa gewidmet, im zweiten Set erklangen zwei Kompositionen des Ensembleleiters Christoph Cech. In bester Spiellaune musizierte das Ensemble, so dass sich im Saal eine gute Stimmung ausbreitete und die Sinne öffnete für Gerda Poppas klangfarbenreiche Musik und die rhythmisch quirligen Stücke von Christoph Cech.

Musik / Konzert 19.09.2021
Silvia Thurner

Klängen skulpturale Gestalten verliehen – Thomas Gorbach präsentierte im Feldkircher Saumarkt akusmatische Musik
Enrique Tomàs und Thomas Gorbach musizierten im Rahmen des Schallwende-Festivals im Saumartkttheater in Feldkirch mit neu entwickelten, elektronischen Instrumenten.

Das Schallwende-Festival wartete beim Eröffnungskonzert mit einem besonderen Projekt auf. Thomas Gorbach war mit einem Lautsprecherensemble zu erleben und präsentierte sogenannte „akusmatische Musik“. Zusammen mit Enrique Tomàs und Angela Lau an den Reglern improvisierten die Musikerin und die Musiker auf digitalen Musikinstrumenten. Nach der elektronischen bzw. elektroakustischen Sounderlebnissen aus den Lautsprechern tat es gut, live agierende Musiker auf der Bühne zu beobachten, die die skulpturale Musik auf ihren speziell entworfenen Instrumenten spielten.

Literatur 19.09.2021
Markus Barnay

Späte Würdigung einer mutigen Frau
Maria Stromberger mit den Auschwitz-Überlebenden Tadeusz Szewczyk und Edward Pyś (rechts)  © Anna Pyś-Czechowicz, Rzeszów

„Ich bin mitten unter Nazis, SS, Gestapo!“, schrieb Maria Stromberger ihrem Vertrauten, dem ehemaligen KZ-Häftling Edward Pyś. Das war im Juli 1946, mehr als ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der NS-Diktatur. Die „Nazis, SS und Gestapo“ befanden sich damals mitten in Vorarlberg, nämlich im Anhaltelager Brederis, in dem führende Köpfe der heimischen Nationalsozialisten vorübergehend interniert wurden. Was Maria Stromberger besonders erregte, war die Art, wie sich die Täter an diesem Ort selbst zum Opfer stilisierten: „(Ich) muss ihre Redensarten täglich anhören, über die ‚Ungerechtigkeit’, höre Klagen, was die Menschen jetzt mit ihnen tun.“ Diese Klagen standen aus Strombergers Sicht in einem himmelschreienden Widerspruch zu dem, was die Nazis in den Jahren zuvor verbrochen – oder zumindest mitverursacht und geduldet hatten: „Dann stehen vor meinem geistigen Auge die Erlebnisse von Auschwitz!! Ich sehe den Feuerschein der Scheiterhaufen! Ich verspüre den Geruch verbrannten Fleisches in der Nase, ich sehe die Elendszüge der einrückenden Kommandos mit den Toten hinterher, (...) und ich könnte diesen hier ins Gesicht schreien und blind auf sie losgehen.“

Musik / Konzert 18.09.2021
Silvia Thurner

Montforter Zwischentöne – neu konzipiertes Festival mit kompaktem Programm im November
Im Schloss Amberg wird das Siegerprojekt „queerfeldein“ des diesjährigen HUGO Konzertdramaturgiewettbewerbes präsentiert.

Während den Zeiten von Corona hat in der künstlerischen Leitung der Montforter Zwischentöne ein inhaltlicher und organisatorischer Umstrukturierungsprozess stattgefunden. Nun tritt die Festivalorganisation als eigenständiger Verein auf, aus dem Trio mit Edgar Eller, Hans-Joachim Gögl und Folkert Uhde ist ein Duo der beiden künstlerischen Leiter geworden. Nicht mehr wie bisher unter einem Leitdenken und drei Mal pro Jahr ist das Festival künftig im Kulturkalender des Landes präsent, sondern nur mehr während eines Monats „zwischen den Jahreszeiten“, im November. Das aktuelle Programm sowie neue Ideen stellten die Festivalgestalter im Schloss Amberg im Rahmen einer Pressekonferenz vor.

Film / Kino 17.09.2021
Gunnar Landsgesell

Hochwald
Die Geschichte einer Entfremdung: Mario, Träumer, Tänzer, erfolgloser Flüchtender.

Ein Dorf in Südtirol, in dem der Außenseiter Mario nach dem Tod seines Freundes Lenz zunehmend unter Druck gerät. "Hochwald" interessiert sich für die Bruchlinien zwischen einem jungen Mann auf der Suche und einer dörflichen Ordnung, die wenig Freiräume lässt. Politischer Terror, sexuelle Orientierung und religiöser Aktivismus triggern die Verwerfungen zusätzlich.

Film / Kino 16.09.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (17.9. - 23.9. 2021)
Die Büchse der Pandora

Am Spielboden Dornbirn startet diese Woche Peter Madsens Stummfilmreihe mit Georg Wilhelm Pabsts "Die Büchse der Pandora". Im Heerbrugger Kinotheater Madlen steht mit "Wer wir waren" ein bildstarker und gedankenreicher Essayfilm über Zustand und Zukunft der Erde auf dem Programm.

CD-Tipp 16.09.2021
Peter Füssl

Martin Tingvall: When Light Returns

„Vor einem Jahr schien die Welt plötzlich still zu stehen. Als würden die Menschen den Atem anhalten über den ersten Schock der Pandemie. Gleichzeitig war dieses Frühjahr in Nordeuropa ungewöhnlich schön. Wochenlang strahlte die Sonne vom Himmel, die Knospen der Pflanzen und die Insekten kamen früher als sonst nach dem langen skandinavischen Winter. Ich war in dieser Zeit viel draußen in der Natur. Während dieses menschlichen Stillstands erschien mir die Kraft der Natur umso stärker – wie ein Zeichen, welches uns Menschen zeigen wollte, dass wir nicht aufgeben sollen.“ So schildert der sowohl mit seinem Trio als auch allein höchst erfolgreiche Martin Tingvall den Entstehungsprozess der 13 neuen Stücke für sein viertes Solo-Album, die er im März 2020 innerhalb weniger Tage in seiner südschwedischen Heimat komponierte.

Literatur 13.09.2021
Annette Raschner

„Wer warten kann, der hat Glück“

Vor drei Jahren ist die aus Hard stammende, in Augsburg lebende Autorin Christina Walker zum bereits zweiten Mal mit dem Literaturpreis des Landes Vorarlberg ausgezeichnet worden. Elf Jahre nach dem Gewinn des Literaturstipendiums, wie die Auszeichnung damals noch hieß, erhielt sie den ersten Preis für die ersten drei Kapitel eines Romanprojekts. Das Projekt ist nun zum Roman gereift und als solcher unter dem lapidaren Titel „Auto“ im Verlag braumüller erschienen. Es handelt sich um Christina Walkers Romandebüt.

Musik / Konzert 12.09.2021
Peter Ionian

Livekonzert von Bukahara zur Eröffnung der Schaffarei
Festivalstimmung zur Eröffnung der Schaffarei

Seit Donnerstag wird in Feldkirch die Schaffarei, das Haus der Arbeitskultur, feierlich eröffnet mit drei Tagen Programm. Am gestrigen Samstagabend fand das Finale dieses Eröffnungsreigens statt, mit einer Theateraufführung und Live-Konzerten.

Tanz 12.09.2021
Peter Füssl

Atmen bis zur Atemlosigkeit – tanz ist exceptional präsentiert Simon Mayers Solo-Performance „Being Moved”
Simon Mayer in seiner Solo-Performance "Being Moved": Was in Ekstase endete ... (alle Fotos: Niklas Koch/Spielboden)

Der Oberösterreicher Simon Mayer gehört zu den gern gesehenen Gästen bei Günter Marinellis tanz ist Festival. Mit „SunBengSitting“ (2014) und „Sons of Sissy“ (2015) präsentierte er am Dornbirner Spielboden bereits zwei äußerst erfolgreiche Produktionen im Spannungsfeld von alpenländischer Tradition, Brauchtum und zeitgenössischem Tanz – eine sehr spezielle, zum Teil auch witzige Art getanzter Identitätssuche. Dort ließ Mayer nun auch sein Solo-Projekt „Being Moved“, das letztes Jahr in Belgien Premiere feierte, anschließend auch im Wiener Brut gezeigt wurde, dann aber durch die Pandemie bedingt nicht mehr aufgeführt wurde, wiederauferstehen. Ein effektvoll reduziertes Werk, das den Zusammenhang von Atmung und Bewegung in den Mittelpunkt stellt und dafür schamanistische Techniken verwendet.

Theater 12.09.2021
Anita Grüneis

„Das Leben und Sterben des Julius Cäsar“ im TAK – In den Sand gesetzt
Die ehrenwerten Männer um Cäsar und ihre Machtspiele im Sand

Kaum ein römischer Staatsmann ist heute noch so berühmt wie Julius Cäsar. Er herrschte über das römische Imperium, eroberte das heutige Frankreich, hatte eine Affäre mit der ägyptischen Königin Kleopatra - und sagte über sich selbst: „Veni, vidi, vici“ („Ich kam, ich sah, ich siegte“). William Shakespeare hat ihm das Stück „The tragedy of Julius Caesar“ geschrieben, der Autor und Übersetzer Helmut Krausser hat davon eine konzentrierte Fassung erarbeitet, Oliver Vorwerk inszenierte dieses modernisierte Werk im TAK zur Saisoneröffnung. 

Kritiken 10.09.2021
Peter Niedermair

Eisele, Huneck & Zandl in einer Vorpremiere mit „Sawdust Symphony“ im Freudenhaus Lustenau
Die Drei in Aktion: Kreative Schaffarei ©Jona Harnischmacher

Die gestrige Circus Performance in der taufrischen Tradition der Magie Nouvelle hält das faszinierte Freudenhaus Publikum, unter denen etliche 10-Jährige und ältere Besucher:innen waren, 60 Minuten auf Trab. Wir staunen über die theatralische Wunderkammer des neuen Circus. Dieser phantastische Bilderbogen ereignet sich in rhythmisiert wechselnden Tempi als play within the play auf einer raffiniert gebretterten Bühne, die schier unendlich viele Spielmöglichkeiten und Luken öffnet.

Film / Kino 10.09.2021
Gunnar Landsgesell

Stillwater – Gegen jeden Verdacht
Damons brisante Figur dürfte in sein Heimatland zurückstrahlen.

Ein Arbeiter aus dem Dustbowl von Oklahoma (Matt Damon) fährt nach Marseille, wo seine Tochter wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Sie beteuert ihre Unschuld, ihr Vater will sie beweisen. Regisseur Tom McCarthy ist ein Thriller gelungen, der seine Spannungsbögen ganz ohne Actionszenen äußerst raffiniert ausbreitet. Beeindruckend dicht werden Fragen der Schuld, der Wahrheit, aber auch der Rolle von Lebensentwürfen gestellt.