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Septimo, Jasmin Ölz-Barnay im Gespräch mit Bernd Wachter

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25.09.2017 20:00
Kategorie
Gespräch
Artikelaktionen
abgelegt unter: Gespräch
Aktuell 25.10.2021
Manuela Schwaerzler

Out now!

Die November-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

Aktuell 25.10.2021
Emma Taucher

IBK-Förderpreise für sieben Textilschaffende
Selina Reiterer: Sonic Silver (Foto: Oliver Maklott)

Die Internationale Bodensee-Konferenz hat die ausgeschriebenen Förderpreise 2021 für die Kategorie „Textile Materialien - Ihre Konzepte und Verarbeitung“ vergeben. Von 17 Nominierungen vergab die Jury an das Maximum von sieben jeweils 10.000 Schweizer Franken. Selina Reiterer und Elisabeth von der Thannen sind Vorarlberger Künstlerinnen, die am Mittwoch, den 10. November 2021 im Kunst- und Kulturhaus Verrucano in Mels/St. Gallen den Preis überreicht bekommen.

Musik / Konzert 24.10.2021
Peter Füssl

Klangmalen mit der ganz großen Palette – Christian Muthspiel & ORJAZZTRA VIENNA am Spielboden
Christian Muthspiel & ORJAZZTRA VIENNA: ausgeklügelte Kompositionen, feinsinniger Dirigent, erstklassiger Klangkörper ...

Der Posaunist Christian Muthspiel zählt seit Jahrzehnten zu den profiliertesten Jazzmusikern Österreichs und initiierte oder war Teil vieler hervorragender Projekte – vom Duo mit seinem Gitarre spielenden Bruder Wolfgang, über das Vienna Art Orchestra, bis zu seiner Yodel Group oder seinem Trio mit Franck Tortiller und Georg Breinschmid. Aber Christian Muthspiel war auch immer schon ein hervorragender Komponist und entwickelte sich seit der Jahrtausendwende zum gefragten Dirigenten, der etwa mit der Camerata Salzburg oder dem Münchner Kammerorchester spezielle Programmreihen im Spannungsfeld von moderner Klassik, Jazz und Pop entwickelte. Als Komponist und Dirigent steht Christian Muthspiel nun auch im Zentrum des von ihm gegründeten ORJAZZTRA VIENNA, das nach einer langen, Corona-bedingten Zwangspause am Dornbirner Spielboden endlich wieder Bühnenluft atmen und die Reaktionen eines „echten“ Live-Publikums genießen durfte. Wobei der Genuss natürlich ein wechselseitiger war!

Literatur 24.10.2021
Ingrid Bertel

Susanne Alge: „Von Fremden und anderen Aussenseitern“

Eine ziemlich unvollkommene Familie Seit 30 Jahren lebt die gebürtige Lustenauerin Susanne Alge in Berlin. Aber wenn sie „Von Fremden und anderen Aussenseitern“ erzählt, könnten wir die auch gleich um die Ecke finden.

Theater 23.10.2021
Anita Grüneis

TAK Premiere "Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden": Für uns soll's rote Rosen regnen
Die Darsteller der Frau: oben: Christiani Wetter, unten Julian Frederik Härtner, Nicole Spiekermann, Sylvana Schneider. Fotos: Ilja Mess

Sybille Bergs neuestes Werk "Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden" wurde als "Stück des Jahres" der KritikerInnenumfrage 2020/21 von Theater Heute ausgezeichnet. Die Uraufführung fand im Maxim Gorki Theater in Berlin statt, im TAK hatte nun die Inszenierung von Oliver Vorwerk Premiere und zeigte das Leben als überstandenes Inferno und der Hoffnung, es möge rote Rosen regnen.

Musik / Konzert 22.10.2021
Bettina Barnay

THE ERLKINGS Schumann
The Erlkings widmen sich dem Liedschaffen von Robert Schumann:  Liederkreis op.39 und Dichterliebe op.48

Jahr für Jahr reisen Menschen aller Länder zur Schubertiade, in den Liederabenden hören sie Schuberts „Winterreise“ oder Schumanns „Dichterliebe“. Brauchen die Damen und Herren, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, Übersetzungen? Zumindest habe ich noch nie davon gehört.

Kritiken 22.10.2021
Gunnar Landsgesell

The French Dispatch
Tilda Swinton als Kunstkritikerin im schrillen Thatcher-Look.

Hommage an eine Zeitschrift am letzten Tag ihres Erscheinens, nachdem ihr Chefredakteur (Billy Murray) gestorben ist: Wes Andersons jüngster Film fühlt sich wie die Potenz seiner sämtlichen Filme an. Es mangelt nicht an verschrobenen, verspielten, liebevollen Details und Referenzen aller Art, was für Fans und Eingeweihte wohl eine Art Fortsetzungsroman des Anderson'schen Erzählstils bedeutet. Andere könnten den Blick auf das große Ganze vermissen.

Film / Kino 21.10.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (22.10. - 28.10. 2021)
Aufzeichnungen aus der Unterwelt

Am Spielboden Dornbirn gibt es diesen Samstag mit "Tsatsiki - Tintenfische und erste Küsse" wieder einen Kinderfilm abseits des US-Mainstreams. Und ebenfalls am Spielboden Dornbirn läuft mit "Aufzeichnungen aus der Unterwelt" nochmals Tizza Covis und Rainer Frimmels liebevoller Dokumentarfilm über das Wiener Ganovenmilieu der 1960er Jahre.

CD-Tipp 19.10.2021
Peter Füssl

Terence Blanchard feat. The E-Collective and The Turtle Island Quartet: Absence

Der aus New Orleans stammende, aber die meiste Zeit in Los Angeles lebende Trompeter Terence Blanchard hat sich in seiner rund vierzigjährigen Karriere nicht nur vom Neo-Traditionalisten zum experimentierfreudigen Jazzmusiker und -komponisten entwickelt, sondern auch mehr als vierzig Filmmusiken geschrieben – unter anderem für die meisten Spike Lee-Filme. Die brachten dem mit fünf Grammys dekorierten Multitalent auch zwei Oscar-Nominierungen (für „BlacKkKlansman“ und „Da 5 Bloods“) ein. Weniger bekannt war bislang, dass er auch Bühnenmusik für Broadway-Stücke und sogar zwei Opern geschrieben hat, was sich allerdings rasch ändern wird, weil Ende September die Metropolitan Opera in New York mit seinem „Fire Shut Up In My Bones“ die Saison eröffnen wird. Blanchard, der immer wieder auch gesellschaftspolitisch Stellung bezogen hat, ist somit der erste afroamerikanische Komponist überhaupt, der an diesem renommierten Operntempel aufgeführt wird – noch dazu mit einem Werk, in dem es unter anderem um Rassenfragen, Sexualität und Gewalt geht.

Musik / Konzert 18.10.2021
Silvia Thurner

„Im Spiel verrinnt die Zeit wie im Flug, denn sie steht still“ – Klaus Christa und sein Team legen ein vielschichtiges Pforte-Programm 2022 vor
Klaus Christa präsentierte im Feldkircher Pförtnerhaus das reichhaltige Pforte-Programm 2022. "Spiele auf dem Weg" lautet das Motto, das viele spielerische Zugänge offenlegt.

Die Kammermusikreihe „Musik in der Pforte“ hat sich in den vergangenen Jahren zu einer umfassenden musikalisch-kreativen und sozialen Kulturinitiative entwickelt, die ihresgleichen sucht. Klaus Christa präsentierte im Rahmen eines Pressegesprächs im Feldkircher Pförtnerhaus das umfangreiche Pforte-Programm 2022 und ließ mit manchen neuen Ideen aufhorchen. Unter dem Leitgedanken „Spiele auf dem Weg“ stehen sechs Abonnementkonzerte. Komponistinnen spielen eine wesentliche Rolle in den Programmen, sei es auf der Konzertbühne, in Kompositionsaufträgen oder in Einspielungen wiedergefundener Werke. Mit Hauskonzerten und einem neu ins Leben gerufenen „Mutmacherkonto“ engagiert sich die Pforte überdies auch sozial.

ANZEIGE 18.10.2021
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte Mitarbeiter*innen zu finden.

Musik / Konzert 17.10.2021
Silvia Thurner

Imposant und vital ausgestaltete Bachkantaten – Das Concerto Stella Matutina unter der Leitung von Alfredo Bernardini
Das Concerto Stella Matutina unter der Leitung von Alfredo Bernardini boten gemeinsam mit Elisabeth Wimmer, Veronika Vetter (Sopran), Franz Vitzthum,  Lisa Weiss (Alt), Michael Feyfar und Markus Schäfer (Tenor) sowie Matthias Helm und Dominik Wörner (Bass) beim vierten Abokonzert in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kulturbühne AmBach eine geistreiche und erbauende Unterhaltung.

Mit einem zweiteilig angelegten Konzert warteten Alfredo Bernardini und das Concerto Stella Matutina beim vierten Abonnementkonzert auf. Das Motto „Streitende Götter, tönende Pauken“ war zugleich Programm. Gemeinsam mit hervorragenden Gesangssolist:innen stellten die Musiker:innen die beiden weltlichen Bachkantaten „Geschwinde, ihr wirbelnden Winde!“ sowie „Tönet, ihr Pauken! Erschallet Trompeten!“ in den Raum der Kulturbühne AmBach. Die Werkdeutungen boten eine erfrischende musikalische Unterhaltung und gewährten amüsant aufbereitete Einblicke in die Kompositionsgeschichte.

Literatur 17.10.2021
Raffaela Rudigier

Kolumination – das Festival der Worte auf dem Säntis
Kolumnist Axel Hacke (u.a. Süddeutsche Zeitung) erhält heuer den „Preis der Kolumination“ für sein Lebenswerk

Provokative Denkanstöße und keine Langeweile Bekannte deutschsprachige Kolumnist:innen und Slammer:innen versammeln sich demnächst wieder am Säntis in der Schweiz. Hier findet die „Kolumination“, ein „Festival der Worte“, zum zweiten Mal statt. Besucher:innen tauchen zwei Tage lang ein in die Welt der Kolumnen und des Slams – heuer zum Thema „Leistung“. Zum Lesen eingeladen sind jeweils zwei Vertreter:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es sind allesamt Kolumnist:innen, die in ihrem Land bekannt sind und eine regelmäßige Kolumne schreiben. So werden dieses Jahr beispielsweise Monika Helfer (Ö), Jan Fleischhauer (D) oder Birgit Schmid (CH) am Säntis mit dabei sein.

Tanz 15.10.2021
Peter Füssl

Elektrisierende Gegensätze – Demestri & Lefeuvres „Glitch“ beim tanz ist Festival am Spielboden
Florencia Demestri und Samuel Lefeuvre - idyllischer Aufakt (alle Fotos © Stefan Hauer)

Florencia Demestri und Samuel Lefeuvre brauchten eineinhalb Jahre und drei Anläufe, um ihre Produktion „Glitch“ endlich doch noch als österreichische Erstaufführung beim tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden präsentieren zu können. Das Corona-Virus hatte sich mehrfach als Spielverderber in die Festival-Planung eingemischt, aber letztlich hat sich das Warten gelohnt. Das in Belgien lebende Tanz-Duo bot über eine Stunde hinweg eine intensive Performance, die in ihrer Vieldeutigkeit viele Interpretationsmöglichkeiten offen ließ und durchaus zu begeistern wusste.

Musik / Konzert 15.10.2021
Silvia Thurner

Antonio Vivaldi zur Eröffnung der Bregenzer Meisterkonzerte – Fabio Biondi und „Europa Galante“ musizierten unter nicht idealen Bedingungen
Fabio Biondi und "Europa Galante" eröffneten die Bregenzer Meisterkonzerte mit Barockmusik.

Die aktuelle Saison der Bregenzer Meisterkonzerte eröffnete der Geiger Fabio Biondi mit seinem Orchester „Europa Galante“. Bei ihrem Auftritt im großen Saal des Bregenzer Festspielhauses stellten der 60-jährige Primgeiger und seine Kolleg:innen den Venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi mit zwei Konzertouvertüren, einem Streichkonzert sowie vier Violinkonzerten in den Mittelpunkt. Die Konzentration auf lediglich einen Komponisten, die reine Streicherbesetzung mit Cembalo und Laute und insbesondere die für die Aufführung von Barockmusik nicht besonders geeignete Raumakustik im großen Saal des Bregenzer Festspielhauses ließen Wünsche offen.

Film / Kino 15.10.2021
Gunnar Landsgesell

The Last Duel
Jodie Comer als Marguerite, die Konventionen des Schweigens bricht.

Matt Damon und Adam Driver als zwei Ritter im Frankreich des 14. Jahrhunderts, die in harter Rivalität zueinander stehen. Als der eine die Ehefrau des anderen vergewaltigt, kommt es zum Duell, das als Gottesurteil verstanden wird. Das Besondere an diesem virtuos inszenierten Mittelalterstück von Ridley Scott ist dessen Frauenfigur (Jodie Comer): Ihr Handeln wird zum glasklaren Kommentar unserer Zeit und erschüttert männliche Wahrnehmungen.

Film / Kino 14.10.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (15.10. - 21.10. 2021)
In the Mood for Love

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche nochmals Wong Kar-Wais betörenden Liebesfilm "In the Mood for Love". Im Skino in Schaan und im Kinotheater Madlen in Heerbrugg läuft unter anderem "Quo vadis, Aida?", in dem Jasmila Žbanić erschütternd die letzten Stunden vor dem Massaker von Srebrenica nachzeichnet.

Gesellschaft 13.10.2021
Markus Barnay

Heilige Berge und böse Ketzer - 5. Montafoner Gipfeltreffen zum Thema „Religion in den Bergen“
Votivbild in der Rüti-Kapelle, das dem Lawinenunglück von 1817 auf der Rüti in Gargellen gewidmet ist. Es zeigt die Opfer des Unglücks, die betend ihr Schicksal erwarten, während die Überlebenden davonlaufen (darunter der Gründervater der Montafoner Künstlerfamilie Bertle). Andreas Rudigier wird über dieses und andere referieren.

Was haben der Olymp, der Uluru, der Fudschijama und der Berg Zion gemeinsam? Sie gelten als heilige Berge – oder zumindest als wichtige Projektionsflächen für religiöse Vorstellungen. Sie wurden oder werden verehrt und gefürchtet, angebetet oder glorifiziert. Und was unterscheidet die heiligen Berge in aller Welt voneinander? In erster Linie, dass sie auf verschiedenen Kontinenten stehen – und vor allem, dass es ganz unterschiedliche Religionen sind, in denen diese Berge eine wichtige Rolle spielen. Es liegt also offenbar nicht an der Religion, wenn Berge mystifiziert werden – sondern an den Bergen.

CD-Tipp 12.10.2021
Peter Füssl

Daniel García Trio: Vía de la Plata

Der aus Salamanca stammende und in Madrid lebende Pianist Daniel García und seine exzellenten, langjährigen Trio-Partner, die beiden Kubaner Reinier Elizarde „El Negrón“ am Kontrabass und Drummer Michael Olivera, machen dort weiter, wo sie vor zwei Jahren mit ihrem ACT-Debüt „Travesuras“ begannen: einem eingängigen, im Detail aber durchaus auch experimentierfreudigen und mit Unerwartetem aufwartenden Mix aus zeitgenössischem Piano-Jazz und Einflüssen der spanischen Musiktradition. García ließ sich für dieses Album vor allem von der geschichtsträchtigen Bedeutung Salamancas inspirieren, bereits zur Römerzeit eine wichtige Station auf der Via de la Plata, der „Silberstraße“, die zur Hauptschlagader der iberischen Halbinsel wurde und sie zu einem Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen machte.

Ausstellung 11.10.2021
Karlheinz Pichler

Bildhauer Herbert Albrecht †
Großskulptur von Herbert Albrecht vor dem Juridicum in Wien (© Herzi Pinki CC BY-SA 4.0)

Der am 7. Februar 1927 in Au im Bregenzer Wald geborene und seit Jahrzehnten in Wolfurt lebende und arbeitende österreichische Bildhauer Herbert Albrecht ist am vergangenen Samstagabend im 95. Lebensjahr nach kurzer schwerer Krankheit im Bregenzer Krankenhaus verstorben. Mit ihm verliert Vorarlberg einen Künstler, der weit über die Grenzen hinaus Bekanntheit erlangt hat und dessen Arbeiten schwerpunktmäßig den menschlichen Körper, insbesondere den Kopf zum Thema hatten. Seine Plastiken sind überwiegend in Stein oder Metall ausgeführt, wobei das bildhauerische Werk auch ständig von der Zeichnung und der Malerei begleitet wurde, die sich ebenfalls um das „Gegenwärtigsein des Menschen“ drehten.

Musik / Konzert 11.10.2021
Silvia Thurner

Heldeninnen und Antihelden im Solo und im Tutti – Das Ensemble PulsArt unter der Leitung von Benjamin Lack begeisterte mit Musik unserer Zeit
Im Ensemble PulsArt des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack waren sich alle ihrer kammermusikalischen Eigenverantwortung bewusst. So stellten die Studierenden spannende Werkdeutungen in den Raum. (Fotos: Victor Marin)

Nach der letztjährigen Corona-Zwangspause setzte das Ensemble PulsArt am Vorarlberger Landeskonservatorium ein markantes Zeichen mit einem gut zusammen gestellten Programm und Energie geladenen Werkdeutungen. Mit Spannung wurde die Uraufführung des Flötenkonzertes von Martin Skamletz erwartet. Gemäß dem Leitgedanken Lehrer-Schüler-Verhältnisse abzubilden, erklang auch das Werk „Für 16“ von Herbert Willi. Darüber hinaus bildete das Ensemblestück „Path of Uneven Stones“ von Linda Catlin Smith sowie „The Viola in My Life“ ihres Lehrers Morton Feldman spannende inhaltliche Klammern. Gefeiert wurden die Solistinnen Héléna Macherel an der Flöte und die Bratschistin Imgesu Tekereler. Benjamin Lack leitete engagiert, motivierend, souverän moderierend und musikalisch höchst inspiriert durch das Programm und dirigierte die Studierenden.

Musik / Konzert 11.10.2021
Peter Ionian

Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial live im Vogelfreiraum Rankweil
Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial im Vogelfreiraum

Vergangenen Samstag kam es zu einer Fusion zweier Experimentierräume. Der erste der beiden ist tatsächlich ein Ort, nämlich der Vogelfreiraum in Rankweil. Hier wird Leerstand mitten im Dorfzentrum bespielt und Raum geschaffen für Begegnung und kulturelle Vielfalt. Der zweite Experimentierraum war ein künstlerischer. Denn ein Konzert von Rosi Spezial ist was Spezielles, ein Gesamtkunstwerk, das experimentelle Schau-, Fühl- und Klangräume erschafft.

Musik / Konzert 10.10.2021
Silvia Thurner

Natur und Farben in Musik gesetzt – das „Ensemble Plus“ unter der Leitung von Thomas Gertner gab im Magazin 4 in Bregenz ein erfrischendes Konzert
Das Ensemble Plus unter der Leitung von Thomas Gertner musizierte mit viel Elan von der Natur inspirierte und auf die Natur verweisende Kompositionen im etwas hellhörigen Magazin 4.

Seit zwanzig Jahren bietet das „Ensemble Plus“ ein Abonnementprogramm, spielt selten zu hörende Werke unserer Zeit, vergibt Aufträge an Vorarlberger Künstler:innen und präsentiert die neu entstandenen Kompositionen. Der Ensembleleiter Guy Speyers erinnerte anlässlich „20 Jahre sul palco“ an das langjährige Wirken von Andreas Ticozzi, verweilte aber nicht in der Vergangenheit, sondern lenkte den Blick sogleich in die Gegenwart. Im Mittelpunkt des Abends stand die Uraufführung des Sextetts „Nachtschattengewächse“ von Michael Amann. Flankiert wurde das poesievolle Werk von Kompositionen, die Naturbilder und Naturgewalten in Musik fassten. Unter der Leitung von Thomas Gertner erklangen gute Werkdeutungen, die die Zuhörenden ganz unmittelbar mitten hinein ins Geschehen führten.

Literatur 10.10.2021
Peter Niedermair

Sarah Kuratle: „Greta und Jannis“

Ein Roman als träumende Phantasie Sarah Kuratles „Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren“ ist ein faszinierender Roman, wie ich schon lange keinen mehr gelesen habe. Er spielt mit bezaubernder, zuweilen tragischer Magie, und erzählt sprachlich lyrisch-zart eine berührend intime Geschichte, surreal wie Hänsel und Gretel. „Greta und Jannis“ spürt ohne zeitliches und geografisch verortbares Koordinatensystem in rhythmisch-melodischen Sprachbildern, ohne dass ein Wort zufällig oder zu viel wäre, wie bei Kafka, den Fragen vom Leben und Lieben nach. Die Protagonist:innen des bei Otto Müller im August erschienen Debütromans „Greta und Jannis“ waren Nachbarskinder. Er fragt sie zögernd und schüchtern eigentlich, ob er denn ihr Bruder sein dürfe. Sie ist einverstanden. Später, einige Jahre später, küsst sie ihn auf den Mund. Die beiden verlieben sich, als wäre es naturgewollt, dennoch dürfen sie kein Liebespaar sein. Zwischen den beiden, hinter ihren Familien, liegt ein großes Geheimnis, wie ein Geröllfeld, das sich sehr bald zu einem Gebirgszug entwickelt.

Theater 09.10.2021
Dagmar Ullmann-Bautz

Quicklebendiges Theatervergnügen: “All you can be! Eurydike und Orpheus“ am Vorarlberger Landestheater
Zwei großartig Performer: Aaron Hitz und Max Merker

Als beste vitale Theaterunterhaltung präsentierte sich die geglückte Koproduktion zwischen dem Vorarlberger Landestheater und dem TOBS Theater Orchester Biel Solothurn, die am gestrigen Abend mit „All you can be! Eurydike und Orpheus“ im Großen Haus des Landestheaters Voralberg-Premiere feierte und am Ende frenetisch beklatscht wurde.