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Maria Anwander und Ruben Aubrecht

'40 Jahre Saumarkt', Jubiläumsschau

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Anfang
07.10.2017 18:00
Ende
31.12.2017 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

Saumarkt
Mühletorplatz 1
6800 Feldkirch
→ Besichtigung während der Veranstaltungen
+43 (0) 5522 72 8 95
http://www.saumarkt.at
office@saumarkt.at

Artikelaktionen
abgelegt unter: Ausstellungseröffnung
Kleinkunst / Kabarett 18.09.2020
Thorsten Bayer

Komme, was wolle – Maraña im Freudenhaus Lustenau
Maraña bedeutet Verwicklung, Gestrüpp (Copyright Thomas Rusch).

Körpertheater, Installation, Tanz, bildende Kunst: Alle Begriffe treffen zu und doch beschreiben sie nur unvollständig die Arbeit dieser Kompanie. Sehenswert ist Maraña auf jeden Fall. Ein ausgeprägtes Faible für Stricken oder Häkeln ist nicht nötig, mit einer Rot-Grün-Blindheit hingegen wird der Abend nur halb so beeindruckend.

Film / Kino 17.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (18.9. - 24.9. 2020)
Emma

Der FKC Dornbirn feiert diese Woche mit einem Fest sowie einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion zur Kinozukunft in Vorarlberg sein 40-jähriges Bestehen. Das TaSKino Feldkirch bietet mit Autumn de Wildes frischer Jane-Austen-Verfilmung "Emma" schwungvolle und visuell berauschende Unterhaltung.

ANZEIGE 17.09.2020
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

Film / Kino 16.09.2020
Gunnar Landsgesell

Jean Seberg - Against All Enemies
Splitter einer Biographie: Inszenierung ohne rechten Fokus.

Ende der 1960er Jahre sympathisiert die Nouvelle-Vague-Ikone Jean Seberg mit der Black Panther Party, die dem FBI als Staatsfeind gilt. Nun gerät auch sie in das Schussfeld, man will sie zerstören. Ein interessantes Zeitkapitel mit Kristen Stewart und Anthony Mackie, für das sich das Thriller-Format aber nur bedingt eignet.

Literatur 16.09.2020
Peter Niedermair

#feldkirchenjoyce – Projekt. James Joyce „Die Katzen von Kopenhagen“ in Feldkirch
Brief von James Joyce an seinen Enkel Stephen J. Joyce vom 5. September 1936 aus Kopenhagen (Stephen wir da 4 1/2 Jahre alt); © Zürcher James Joyce Stiftung, Hans E. Jahnke Nachlass

Literatur Vorarlberg & literatur:vorarlberg netzwerk eröffnen heute am 16. Sept. 2020 ihr Projekt zur Bespielung der James Joyce Passage in Feldkirch durch insgesamt drei literarische Interventionen, die ab jetzt über ein ganzes Jahr verteilt stattfinden. Joyce ist in der Literaturstadt Feldkirch seit langem bestens bekannt, vor allem dank Philipp Schöbi. Er hat in „Das literarische Feldkirch“ 2018 aus Anlass der Stadtgründung vor 800 Jahren in einem Band der achtbändigen Geschichte der Stadt Feldkirch in einem umfangreichen und einmaligen Standardwerk zu Literatur und Feldkirch präsentiert. James Joyce hat 1932 über mehrere Wochen im Hotel Löwen in Feldkirch gewohnt. Neben „Dubliners“, eine Sammlung von Kurzgeschichten, und „Ulysses“, der wohl bekannteste Roman von Joyce, ist „Finnegans Wake“ jenes Werk, an dem er auch in Feldkirch gearbeitet hatte. Hier kommt auch der Name der Stadt vor. Im aktuellen Literaturprojekt von Literatur Vorarlberg jedoch spielt ein anderer Text die Hauptrolle, „Die Katzen von Kopenhagen“.

Literatur 16.09.2020
Annette Raschner

Die Vergangenheit als der wahre Möglichkeitsraum – Sammelband „Kulturelles Erbe. Was uns wichtig ist!“ hrsg. von Sabine Benzer

Unser kulturelles Erbe stellt einen Bezug zur Vergangenheit her. Es muss in der Gegenwart interpretiert und für die Zukunft bewahrt werden. Dies konstatiert die Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin Sabine Benzer in dem von ihr herausgegebenen Buch „Kulturelles Erbe – Was uns wichtig ist!“; einer Sammlung von sieben Expert*innengesprächen zum Thema. Es ist im Folio Verlag erschienen.

CD-Tipp 15.09.2020
Peter Füssl

Fontaines D.C.: A Hero’s Death

„I don’t belong to anyone”, „Love is the main thing”, „Life ain’t always empty” oder „Even though you don’t know, even though you don’t know, you feel, you feel” – so lauten einige der Textstellen, die von Sänger Grian Chatten mantra-artig repetiert werden und wohl auf den erfolgsbedingten Zusammenbruch der Band im vergangenen Jahr hinweisen. Das Debütalbum der Iren, „Dogrel”, hatte nämlich mit seinem rohen und kompromisslosen Post-Punk wie eine Bombe eingeschlagen und zu unzähligen Festival-Auftritten und Tourneen geführt, bis man sich völlig ausgelaugt, fremdbestimmt und vereinnahmt fühlte.

Kritiken 13.09.2020
Anita Grüneis

Tage des Verrats im TAK: Die Raserei in der Politik
Christiani Wetter, Nico Ehrenteit, Karin Ospelt, Julian Härtner und Volker Metzger in der Schlussszene der Inszenierung von Oliver Vorwerk

Mit der Schweizerisch-Liechtensteinischen Erstaufführung des Stückes „Tage des Verrats“ von Beau Willimon eröffnete das TAK seine Spielzeit. Gleichzeitig stellte sich damit der Regisseur Oliver Vorwerk mit seinem Ensemble vor. Er wird bis Ende des Jahres mit seinen Schauspielern drei Stücke produzieren: Nach „Tage des Verrats“ kommt Arthur Millers „Tod des Handlungsreisenden“ und „Der Fremde“ nach Albert Camus. Damit steht zweimal die Befindlichkeit der Vereinigten Staaten auf dem Programm – und das ist derzeit aktueller denn je.

Kleinkunst / Kabarett 11.09.2020
Peter Niedermair

Cie Alogique/Laurent Piron: Battement de Peur - Magie Nouvelle, Zaubertheater aus Belgien
Gaspard soll auf Annas Brief reagieren

Am 10. September ging im zappendusteren Lustenauer Freudenhaus die Österreichpremiere des Stücks über die Bühne. So dunkel war es dort noch nie; Laurent Piron erzählte hernach im Gespräch mit KULTUR, dass man zwei Tage lang damit beschäftigt gewesen sei, alle Ritzen im Zelt abzudecken. Nichts, aber auch gar nichts sollte auch nur mit einem Lichtstrahl die Dunkelheit, in der man die Stille noch einmal eindringlicher erlebt, stören. Der Titel des Stücks „Battement de Peur“ ist ein Wortspiel – peur, Angst und coeur, Herz, Herzschlag; die Begriffe fließen phonetisch lautmalerisch ineinander über und inhaltsbezogen überlagern sich deren Bedeutungen als Metonymien, rhetorische Stilfiguren, die das eigentlich gemeinte Wort durch ein anderes ersetzen und so ein Bild erschaffen. Sie bezeichnen darüber hinaus auch emotionale Grundbefindlichkeiten des Menschen, ganz egal welchen Alters. Angst in ihren unterschiedlichen Ausprägungen ist dabei die vordergründige, einerlei, ob sie als Antrieb oder Hemmung auftaucht, manchmal laut und dann wieder verschwindend leise.

Film / Kino 10.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (11.9. - 17.9. 2020)
Honeyland

Der FKC Dornbirn und die Leinwandlounge in der Remise Bludenz zeigen diese Woche den vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm "Honeyland". In die Welt des Schamanismus entführt dagegen beim Filmforum Bregenz Fabienne Berthauds Spielfilm "Un monde plus grand – Eine größere Welt".

CD-Tipp 10.09.2020
Peter Füssl

Vincent Peirani/Emile Parisien: Abrazo

Mit dem mit einem peruanischen Rhythmus gepimpten, quicklebendigen „The Crave“ von Jelly Roll Morton als Opener verweisen Akkordeonist Vincent Peirani und Sopransaxophonist Emile Parisien auf ihr erstes, 2014 erschienenes, überaus erfolgreiches Duo-Album „Belle Epoque“, das den wilden 1920-er Jahren gewidmet war. Der rote Faden durch das aktuelle Album ist nun der Tango, allerdings keineswegs puristisch verstanden, sondern eher atmosphärisch und unterschiedlichsten Einflüssen gegenüber offen.

Film / Kino 09.09.2020
Gunnar Landsgesell

Über die Unendlichkeit
Ein Liebespaar, das über eine Ruinenstadt schwebt. Hochgefühle nicht ohne die Tiefen des Lebens.

Der schwedische Regisseur Roy Andersson ist der Meister eines minimalistischen Kinos mit maximaler Wirkung: Auch in seinem neuen Film erzählt Andersson in einer Reihe von Vignetten von menschlichen Begegnungen zwischen Schmerz und lakonischem Humor. Kino, das seine Stiche so wirksam setzt wie Akupunktur.

CD-Tipp 07.09.2020
Peter Füssl

JARV IS...: Beyond The Pale

Jarvis Cocker ist wieder da, und wie! Als Pulp-Mastermind hatte er den Untergang des Brit-Pop begrüßt, weil der sich seiner Meinung nach in biederer Nostalgie verloren hatte. Er trat musikalisch in den letzten 20 Jahren aber nur sehr selten, etwa mit zwei Solo-Platten, einer kurzfristigen Pulp-Reunion und dem Nischen-Projekt „Room 29“ mit Chilly Gonzales in Erscheinung. Dafür arbeitete er als Lektor bei Faber &Faber, als Programmgestalter bei der BBC, schrieb ein paar Songs für Marianne Faithfull, Nancy Sinatra und Charlotte Gainsbourg, heiratete und zog nach Frankreich, ließ sich scheiden und zog zurück nach England. Nun legt der 56-jährige, immer etwas verwuschelt wirkende Dandy mit neuer, fern jeglicher übertriebener Bescheidenheit JARV IS... genannter, sechsköpfiger Band, die 2017 aufgrund einer Festivaleinladung von Sigur Ros nach Reykjavik zusammengestellt wurde, wieder einmal ein Album mit neuen Songs vor.

Ausstellung 06.09.2020
Karlheinz Pichler

Kunstraum Dornbirn: Andrea Fink folgt Herta Pümpel in der Öffentlichkeitsarbeit und Kuratierung nach
Wieder beim Kunstraum Dornbirn: Andrea Fink (rechts im Bild), hier mit der Künstlerin Birgit Bachmann bei deren Ausstellung in der Galerie allerArt im letzten Jahr (Foto: Karlheinz Pichler)

Zu einem personellen Wechsel ist es beim Kunstraum Dornbirn gekommen. Für die Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Kuratierung zeichnet ab sofort Andrea Fink verantwortlich. Sie folgt damit Herta Pümpel nach, die diesen Bereich die vergangenen acht Jahre geleitet hat und nun zusammen mit ihrem Ehemann, dem Künstler Norbert Pümpel, ins Waldviertel übersiedeln will.

Kritiken 03.09.2020
Gunnar Landsgesell

After Truth
Teenager-Liebesgeschichte, wie aus der Retorte erzählt.

Die biedere Fortsetzung von "After Passion", in der die brave Studentin Tessa und der Bad Boy Hardin sich mal küssen und mal verlassen: eine flache Geschichte, die wie aus der Retorte inszeniert erscheint. Der "Überraschungserfolg" der Reihe könnte aber genau damit zu begründen sein.

Theater 03.09.2020
Annette Raschner

Die emotionale Temperatur der Krise – aktionstheater ensemble begeistert mit „Bürgerliches Trauerspiel – Wann beginnt das Leben“
Benjamin Vanjek und Thomas Kolle brillierten in diesem wahnwitzigen Mix aus Komik, Ernsthaftem und Absurdem (© Gerhard Breitwieser / aktionstheater ensemble)

Das aktionstheater ensemble ist als schnelle Eingreiftruppe und verlässlicher Seismograf gesellschaftlicher Veränderungen und Bruchstellen bekannt. Aus diesem Grund haben Autor Wolfgang Mörth sowie Regisseur und Ensembleleiter Martin Gruber das bereits im März nahezu fertige Stück "Bürgerliches Trauerspiel - Wann beginnt das Leben" nach dem Lockdown noch einmal zur Gänze überarbeitet und die Krise thematisch in die Auseinandersetzung mit dem Bürgertum integriert. Die Uraufführung fand zum Auftakt des in den Herbst verschobenen "Bregenzer Frühling" im Theater Kosmos statt. Der Jubel des Premierenpublikums war groß. Ähnlich groß wie die Freude darüber, dass Liveaufführungen endlich wieder stattfinden können.

Film / Kino 03.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (4.9. - 10.9. 2020)
Amore al dente - Ein fast gewöhnlicher Sommer

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche die queere Sommerkomödie "Amore al dente". Im FKC Dornbirn – und bei den anderen Filmclubs in den kommenden Wochen – steht dagegen die surreale spanische Groteske "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden" auf dem Programm.

CD-Tipp 03.09.2020
Peter Füssl

Bill Frisell: Valentine

Seinem Ruf, eine der schillerndsten Figuren im Spannungsfeld von Jazz und Americana, Filmmusik und Zeitgenössischem, Tradition und Avantgarde zu sein, wird der 69-jährige Bill Frisell auch mit seinem neuen Album locker gerecht. Dieses Renommee hat er sich in rund 40 Jahren auf mehr als 40 exzellenten Alben, die unter seinem Namen mit den unterschiedlichsten Formationen veröffentlicht wurden, redlich erspielt. Darunter befinden sich auch Trios mit Ron Carter/Paul Motian, Dave Holland/Elvin Jones oder Kermit Driscoll/Joey Baron, das aktuelle Dreiergespann mit Kontrabassist Thomas Morgan und Drummer Rudy Royston braucht sich aber hinter diesen prominenten Namen keineswegs zu verstecken.

CD-Tipp 01.09.2020
Peter Füssl

Dhalgren: Songs From A Dystopian Utopia

Der 1961 in New York geborene, in Denver aufgewachsene Chris Dahlgren eroberte als Bassist im Umfeld Anthony Braxtons die Avantgarde-Jazz-Szene des Big Apple, studierte Komposition bei La Monte Young und landete schließlich Anfang der Nuller-Jahre in Berlin, einem der ganz besonders heiß brodelnden Musik-Hexenkessel Europas, wo er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ unterrichtet. Dort entwickelte er sich immer mehr zum Multiinstrumentalisten, was ihn vermehrt zu Gitarre, Viola da Gamba und zur türkischen Langhalslaute Baglama greifen ließ. Seit einigen Jahren intensiviert Dahlgren auch höchst erfolgreich sein Faible für Singer-Songwriting, wundervoll dokumentiert auf zwei in der Tonschmiede Bezau aufgenommenen Alben, wo Alfred Vogel und Little Konzett an den Tonhebeln saßen.

Literatur 31.08.2020
Anita Grüneis

Literaturhaus Liechtenstein: Bewegende Manuskripte, neue Projekte
Anna Ospelt las aus ihrem Erstlingswerk "Wurzelstudien"

Die Bemühungen um das Literaturschaffen in Liechtenstein tragen offenbar Früchte. Gleich drei Bücher von Liechtensteiner Autoren sind dieses Jahr in renommierten Verlagen erschienen: Benjamin Quaderer «Für immer die Alpen» im Luchterhand Verlag, München, Anna Ospelts «Wurzelstudien» im Limmat Verlag, Zürich, und Simon Deckerts erster Roman «Siebenmeilenstiefel» im Rotpunkt Verlag, Zürich, der am 9. September im Literaturhaus vorgestellt wird. Damit wurde das Jahr 2020 zum wichtigsten Jahr der letzten zwei Jahrzehnte, meinte denn auch Roman Banzer, Präsident des Liechtensteiner Literaturhauses.

Ausstellung 30.08.2020
Karlheinz Pichler

Wenn sich das Selbstbildnis in der Zeichnung auflöst - Gerhard Richter im Kunstmuseum Winterthur
Gerhard Richter: Selbstbildnis (10.10.93), 1993 (© Gerhard Richter)

Einem ungewohnten und überraschenden Gerhard Richter kann man derzeit im Kunstmuseum Winterthur begegnen. Gezeigt wird eine durchgängige Serie von fast hundert mit Bleistift gezeichneten Selbstbildnissen des aktuell wohl wichtigsten Kunstexports Deutschlands. Wobei sich das aufs Papier gesetzte Profil Richters zusehends in der Bewegung des Zeichenstifts auflöst und die iterativ angeordnete formale Recherche sukzessive zum freien Tanz der Linien mutiert.

Film / Kino 28.08.2020
Gunnar Landsgesell

Tenet
Wenn die Zeitachsen sich verwachsen: Washington und Pattinson als klassisches Agentenpaar in einem Film, in dem sich Gegenwart und Vergangenheit treffen könnten.

Christopher Nolans coronabedingt lang erwarteter Film ist eine Mischung aus James Bond, Zeitreise und Science-Fiction. Gegenstände können sich unter dem Einfluss einer radioaktiven Strahlung in der Zeit zurückbewegen, womit auch der lineare Erzählverlauf sabotiert wird. Selbst Begegnungen der Protagonisten in verschiedenen Zeitachsen scheinen möglich. "Tenet" ist ein großer Wurf, auch wenn nicht alles Relevanz hat, was interessant erscheint.

Theater 27.08.2020
Jürgen Schremser

Vor der Premiere: Des Aktionstheaters „Bürgerliches Trauerspiel“ - Corona-Biedermeier
Das aktionstheater ensemble verspricht kein „Corona-Stück“, aber eines, in dem die Erfahrung des eben überstandenen Ausnahmezustands unter einem noch nie da gewesenen Gesundheitsregime mit verarbeitet wird.

Auch für das Aktionstheater gibt es ein Comeback nach der gesundheitspolitisch verordneten Kontaktsperre und dem Rückzug in die Häuslichkeit. Mit der Produktion „Bürgerliches Trauerspiel“ widmet sich das vielgelobte freie Ensemble unter Regisseur Martin Gruber den Irrungen und Wirkungen sensibler (Künstler-)Seelen in krisenhaften Zeiten. Kein „Corona-Stück“, aber eines, in dem die Erfahrung des eben überstandenen Ausnahmezustands unter einem noch nie da gewesenen Gesundheitsregime mit verarbeitet wird. Jürgen Schremser sprach mit Regisseur Martin Gruber und Dramaturg Martin Ojster während laufender Proben in Wien.

Film / Kino 27.08.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (28.8. - 3.9. 2020)
Ich war zuhause, aber

Radikales Arthouse-Kino wird diese Woche mit Angela Schanelecs "Ich war zuhause, aber" bei der Hofkultur im Gutshof Heidensand in Lustenau geboten. Das Filmforum Bregenz zeigt dagegen mit "Suicide Tourist" einen kafkaesken Thriller um einen todkranken Mann, der ein Angebot für ein angeblich schönes Sterben annimmt.

CD-Tipp 27.08.2020
Peter Füssl

Immanuel Wilkins: Omega

63 Minuten und 25 Sekunden an furiosen Ausbrüchen voller Trauer und Wut im Wechselspiel mit Phasen beruhigender Kontemplation bietet das Blue Note-Debütalbum des erst 22-jährigen Altsaxophonisten und Komponisten Immanuel Wilkins. Sein souveräner Umgang mit der Jazztradition umfasst Einflüsse aus Gospel, Blues, Post-Bop, das Erbe Monks und Coltranes ebenso wie die Errungenschaften des Free Jazz. Vor allem aber betrachtet er seine Musik auch als Transportmittel für wichtige gesellschaftspolitische Inhalte. So ist das Album als emotional bewegendes Statement zur Situation der Black Society in den Vereinigten Staaten konzipiert, die sich in den letzten hundert Jahren trotz aller Proteste und Demonstrationen kaum zum Guten gebessert hat.