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Erwin Wurm

'Nordwand'

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22.12.2017 17:00
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08.04.2018 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Artikelaktionen
abgelegt unter: Ausstellungseröffnung
Theater 28.11.2021
Anita Grüneis

Alles ist Plüsch – ob digital oder real. Ein Covid-19 Care Paket der besonderen Art im Triesner Gasometer
Claudia Carus, Christiani Wetter und Benjamin Kornfeld mischen das Thema Corona frisch auf. Fotos: @iljamess

«Je mehr Masken aufgesetzt wurden, desto mehr fielen» - das war einer der markanten Sätze des Stückes «Alles ist Plüsch», das von dem «Fiesen Matenten Kollektiv» in Kooperation mit dem TAK Theater Liechtenstein und dem Gasometer Kulturzentrum Triesen produziert wurde. An der Premiere zeigte sich, wie frisch und unterhaltsam, wie galgenhumorig und tiefgründig das Thema «Corona» sein kann – wenn man es so anpackt, wie es diese Liechtenstein/Wiener Truppe getan hat. 

Aktuell 27.11.2021
Manuela Schwaerzler

ACHTUNG: Lockdown
© Daniel Lienhard

Seit Montag, 22.11.21 legt erneut ein Lockdown das österreichische Kulturleben lahm. Bis 12.12. können sämtliche hier angekündigten Veranstaltungen in Österreich nicht stattfinden. Auch in Deutschland und in der Schweiz kommt es immer häufiger zu Absagen. Bitte informieren Sie sich direkt bei den Veranstaltern über das aktuelle Programm. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie unter dem jeweiligen Eintrag.

Aktuell 27.11.2021
Peter Niedermair

Lukas Birk erhält den „Kulturpreis Vorarlberg“ 2021 in der Kategorie Fotografie
Die Verleihung des Kulturpreises Vorarlberg v.l.n.r.: Vorstandsdirektor Mag. Martin Jäger (Dornbirner Sparkasse), Ronja Svaneborg, Direktor Bernhard Moosbrugger (Casino Bregenz), ritsch sisters (Maria Ritsch), Chefredakteur Gerd Endrich (ORF Vorarlberg), Landesstatthalterin Dr. Barbara Schöbi-Fink (Land Vorarlberg), Herman Seidl (Fotohof Salzburg), Dr. Winfried Nussbaummüller (Leiter der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg),  Direktor Markus Klement (ORF Vorarlberg) © Udo Mittelberger

Der in der Kategorie Fotografie vergebene „Kulturpreis Vorarlberg“ ist mit 10.000 Euro dotiert und geht an den Bregenzer Lukas Birk. Die beiden Förderpreise zu je 2.500 Euro gehen an die „ritsch sisters“ und Ronja Svaneborg. Die Verleihung des Kulturpreises fand am Freitag, 26. November im ORF Landesfunkhaus in Dornbirn statt.

Film / Kino 25.11.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (26.11. - 2.12. 2021)
The Pink Cloud

Angesichts in Vorarlberg geschlossener Kinos ein Streaming-Tipp zum brasilianischen Spielfilm "The Pink Cloud", in dem schon 2019 Pandemie und Lockdown vorweggenommen wurden. In Schaan läuft dagegen unter anderem der großartige Dokumentarfilm "The Truffle Hunters".

Literatur 24.11.2021
Annette Raschner

Freudige Überraschung: Sarah Rinderer bekommt Feldkircher Lyrikpreis
Sarah Rinderer erhält den Feldkirchen Lyrikpreis 2021. © Petra Rainer

Mit Sarah Rinderer gewinnt zum ersten Mal eine aus Vorarlberg stammende Autorin den Feldkircher Lyrikpreis. Seit 2003 wird er international ausgeschrieben, damals erhielt der Bregenzerwälder Norbert Mayer den zweiten Preis, 2005 sowie 2010 wurde Udo Kawasser, 2008 Lina Hofstädter mit einem dritten Preis ausgezeichnet.

Aktuell 23.11.2021
Manuela Cibulka

Die zweite Anthologie im Zeichen von Corona: Schriftsteller:innen gesucht
Die erste Corona Anthologie zusammengetragen von Thomas Schafferer erschien im Tiroler Kleinverlag "pyjamaguerilleros"

Der Tiroler Literaturclub Cognac und Biskotten schreibt wie bereits schon letztes Jahr die Teilnahme an einer Anthologie aus. Gesucht werden Texte von Autor:innen, die das Bedürfnis haben über die Ereignisse im Zeitraum Oktober 2020 bis März 2023 zu schreiben, zu reflektieren und die epochalen Ereignisse dieser Welt im Bann von Corona festzuhalten.

Literatur 23.11.2021
Severin Holzknecht

„Geschichte ist die Essenz unzähliger Biografien“
Engagierte Funktionärin: Marie Leibfried spielte in der frühen sozialdemokratischen Bewegung Vorarlbergs eine wichtige Rolle. (© StAr Dornbirn/Sammlung Malin-Gesellschaft)

Die Literaturgattung der Biografie stellte traditionell vor allem die „großen Männer“ – eher selten Frauen – in den Mittelpunkt und kam aufgrund dieser Einseitigkeit gegen Mitte des letzten Jahrhunderts zusehends in Verruf. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte sie jedoch eine Renaissance. Der Fokus der Biografie lag nun jedoch vermehrt auf den „kleinen Leuten“. Diese Entwicklung bereicherte die Geschichtswissenschaften ungemein, denn wie schon der schottische Historiker und Essayist Thomas Carlyle scharfsinnig feststellte: Geschichte ist die Essenz unzähliger Biografien.

Aktuell 23.11.2021
Manuela Cibulka

Out now!

Die Dezember/Jänner-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

CD-Tipp 23.11.2021
Peter Füssl

Heiri Känzig: Travelin’

Der Schweizer Kontrabassist Heiri Känzig liefert uns mit „Travelin‘“ ein wunderbares Gegenmittel gegen das durch die Corona-bedingten Lockdowns, Quarantänen und Reisebeschränkungen hervorgerufene Fernweh, ist doch der in New York als Sohn einer Argentinierin und eines Schweizers geborene Musiker quasi schon von Geburt an Weltenbummler. Mit seinen zehn neuen Eigenkompositionen führt uns der für sein melodisches, kraftvoll groovendes Spiel bekannte Tieftöner über alle Genregrenzen und Meere hinweg in den Nahen Osten, nach Südamerika, Kenia und in die Türkei.

Musik / Konzert 21.11.2021
Silvia Thurner

Das Ziel einer langen musikalischen Entwicklung erlebbar gemacht: Viel beachtete Aufführung der h-Moll Messe bei den Montforter Zwischentönen
Viel Applaus spendeten die Zuhörenden für die Interpretation der h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach im Rahmen der Montforter Zwischentöne. (Foto: Lucas Breuer)

Kurz vor dem neuerlichen Lockdown ermöglichten der Kammerchor Feldkirch, das Concerto Stella Matutina sowie Miriam Feuersinger (Sopran), Marian Dijkhuizen (Alt), Georg Poplutz (Tenor) und Christian Immler (Bass-Bariton) unter der Leitung von Benjamin Lack im Rahmen der Montforter Zwischentöne eine positive Zerstreuung und durch die klugen ‚Ansprachen‘ von Andreas Heller ein Zuversicht spendendes Erlebnis. Bachs h-Moll Messe war auch deshalb ein inspirierendes Ereignis, weil der Wille des Zusammenwirkens von Beginn an spürbar war. Lediglich der Saal im Feldkircher Montforthaus bot akustisch nicht die besten Voraussetzungen für diese Werkdeutung.

Musik / Konzert 21.11.2021
Anita Grüneis

SOL-Kammermusikkonzert mit Geige, Gitarre und Klarinette: Ungewöhnlich, eigenartig und virtuos
Sara Domjanic, Petrit Çeku und Sebastian Manz sorgten für ein ungewöhnliches Konzert in Vaduz

Die Besucherinnen und Besucher des 4. und somit letzten Abo-Kammermusikkonzertes «Erlebe SOL» erlebten im Vaduzer Rathaussaal eine ungewöhnliche und temperamentvolle Matinee. Ungewöhnlich war die Zusammensetzung der Soliste:innen mit Geige, Gitarre und Klarinette, temperamentvoll waren die gewählten Stücke. Es war ein Konzert von Meisterkomponisten, interpretiert von den Meistermusiker:innen Sara Domjanic, Petrit Çeku  und Sebastian Manz.

Musik / Konzert 19.11.2021
Anita Grüneis

TAK: The King’s Singers verzaubern mit Humor und Stimmkraft 
The King's Singer aus Großbritannien begeisterten im Vaduzersaal. (Foto: Nicholas Hampson)

Schon allein die Encores wären es wert gewesen, das Konzert der «King’s Singers» mit dem Orchester «Le Phénix» im Vaduzersaal zu besuchen. Der Abend mit britischer Barockmusik endete mit dem Zugabe-Song «When I’m Sixty-four» von den Beatles. Die sechs Sänger sind aber alle weit unter andere 64 und das Zuschauen und Zuhören wurde noch einmal ein einziges Vergnügen, denn bei diesem Song waren The King’s Singers Instrumentalisten und Sänger zugleich und schufen aus dem Klassiker-Oldie einen Klassiker-Newie. Davor jedoch luden sie ihr Publikum ein in ihre Heimat England und in die Barockzeit.

Film / Kino 19.11.2021
Gunnar Landsgesell

Ghostbusters: Legacy
Licht ins Dunkel: Das geheime Labor unter dem Haus von Dirt Farmer ist eines der Rätsel, die zu lösen sind.

Die Geister sind wieder frei und fast 40 Jahre nach dem Mega-Hit "Ghostbusters" liegt es nun in diesem Spin-off an den Kindern, eine Kleinstadt in Oklahoma vor dem Schabernack der Geister zu bewahren. Nette Komödie mit sanfter Tonlage.

Literatur 18.11.2021
Manuela Cibulka

Wortlaut - Kurzgeschichtenwettbewerb: Sarah Rinderer als Preisträgerin
Dieses Jahr geht der zweite Platz des Literaturwettbewerbes von FM4 für die beste Kurzgeschichte mit Sarah Rinderer nach Vorarlberg © Zita  Bereuter

Bei dem diesjährigen FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb zählte die Vorarlberger Autorin unter den 700 eingereichten Texten zu den großen Zehn. Am 17.11. stand fest, dass sie für ihre Kurzgeschichte „Ein Zimmer" mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde. Wir gratulieren herzlich!

Film / Kino 18.11.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (19.11. - 25.11. 2021)
Hive

Im Skino Schaan läuft diese Woche mit "Hive" nochmals ein eindrücklicher Spielfilm über die Selbstermächtigung von Frauen im Kosovo. Bei der LeinwandLounge in der Remise Bludenz steht dagegen Thomas Vinterbergs vielfach ausgezeichnete Tragikomödie "Drunk – Der Rausch" auf dem Programm, in der sich vier Lehrer mit kontrolliertem Alkoholkonsum aus ihren Krisen trinken wollen.

CD-Tipp 18.11.2021
Peter Füssl

Mulo Francel: Mountain Melody

Der am bayerischen Chiemsee aufgewachsene Saxophonist Mulo Francel, Bandleader des in Jazz- aber auch Weltmusik-Kreisen renommierten Quartetts Quadro Nueveo, war immer schon ein musikalischer Globetrotter, der sich an den unterschiedlichsten Destinationen von der lokalen Ethno-Musik inspirieren ließ, deren Elemente er dann in seinen eigenen musikalischen Kosmos integrierte. Dabei setzte er nie auf billige Effekte, sondern versuchte immer in die Tiefe zu gehen. Oder nun eben in die Höhe, wie bei seinem neuesten – im wahrsten Sinne des Wortes – schweißtreibenden Projekt „Mountain Melody“, das ihn auf elf über den Globus verteilte Berggipfel führte.

Literatur 16.11.2021
Bettina Barnay

Alex Beer: „Der letzte Tod“

August Emmerich ermittelt wieder. Wenn Sie ihn noch nicht kennen: der Inspektor und sein Assistent Winter klären in Wien Mordfälle auf. Sie gehören der Abteilung „Leib und Leben“ an, so hieß das damals. Und damals bedeutet in den Jahren nach dem Ende des ersten Weltkriegs. Viele sind gar nicht aus dem Krieg heimgekehrt, viele schwerverletzt, so auch August Emmerich. Man muss die ersten vier Bände dieser Krimireihe nicht gelesen haben, um den fünften nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.

CD-Tipp 16.11.2021
Peter Füssl

Sinfonia de Carnaval: Sweeping Dragon

„Instrumental Art Pop & Jazz” nennen die im oberösterreichischen Gmunden lebende Cellistin Anna Lang und der Posaunist/Akkordeonist Alois Eberl, die als Duo unter dem Namen Sinfonia de Carnaval firmieren, ihre gleichermaßen einfallsreiche wie virtuose musikalische Mixtur. Beide haben ein klassisches Studium am Salzburger Mozarteum absolviert, sich aber auch die höheren Weihen des Jazz an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz erworben – ein fundierter Background, der sich in den elaborierten Kompositionen widerspiegelt.

Kritiken 15.11.2021
Silvia Thurner

Vom Hinscheiden einer teuren Unverwandten – „Das Begräbnis der Distanz" bei den Montafoner Zwischentönen war ein intellektuell anspruchsvoller Akt
Im Rahmen der Montforter Zwischentöne wurde mit dem Kulturwissenschaftler Robert Pfaller, der Schauspielerin Helga Pedross, der Harfenistin Luise Enzian, dem Lautenisten David Burgstaller und der Architektin Bianca Anna Böckle im Alten Hallenbad das "Begräbnis der Distanz" zelebriert. (© Lucas Breuer)

Bei den Montforter Zwischentönen wurde im Alten Hallenbad das „Begräbnis der Distanz“ mit dem Philosophen Robert Pfaller gefeiert. Die musikalische Umrahmung von Luise Enzian an der Harfe und dem Lautenisten David Bergmüller sowie die Raumgestaltung von Bianca Anna Böckle sorgten für eine würdige Atmosphäre. Wieviel die zahlreichen Zuhörenden jedoch von der hoch anspruchsvollen Lesung eines Textes von Richard Sennet und der darauf folgenden Trauerrede des Philosophen Robert Pfaller spontan erfassen konnten, soll hier dahingestellt bleiben. Für diejenigen, die ihren kognitiven Fähigkeiten etwas auf die Sprünge helfen möchten, gibt es die Möglichkeit, noch einmal nachzuschärfen, YouTube sei Dank.

Musik / Konzert 12.11.2021
Silvia Thurner

Reisen im Leben und in der Musik – erfrischendes Marcus Nigsch-Porträtkonzert in Lustenau
Die gut disponierte "Sinfonietta Vorarlberg" unter der Leitung von Benjamin Lack präsentierte im Rahmen der Lustenauer Abonnementkonzerte Werke von Marcus Nigsch.

Ein Fest unter Freunden und für Freunde war das sechste Abonnementkonzert im Reichshofsaal in Lustenau. Der Komponist selbst erzählte von seinem Werdegang, ausgehend von der Popbrache über die Filmmusik bis zur symphonischen Musik in den Werken „Imáges vivas“ und dem Akkordeonkonzert „Leptir“. Mit großem Engagement spielte die hervorragend besetzte „Sinfonietta Vorarlberg“ unter der Leitung von Benjamin Lack und bewundernswert nuanciert musizierten Monica Tarcsay am Konzertmeisterinnenpult sowie der Akkordeonist Goran Kovacevic. Die Zuhörenden tauchten in Marcus Nigschs vielgestaltigen musikalischen Kosmos ein, der auch den Wohlfühlfaktor nicht außer Acht ließ.

Kritiken 12.11.2021
Gunnar Landsgesell

Last Night in Soho
Thomasin McKenzie: Gekonnter Wechsel zwischen behüteter Schülerin und gebeutelter Grenzgängerin.

Eine junge, behütete aber aufgrund familiärer Vorgeschichten instabile Frau geht für die Modeschule nach London. Dort taucht sie in nächtlichen Träumen in ihre Lieblingszeit, die Sechziger Jahre ein, die schon bald Züge eines Horrortrips haben. Ein psychologischer Thriller mit interessanten Ansätzen von Edgar Wright.

Gesellschaft 11.11.2021
Annette Raschner

Karte der Erinnerung
Patrick Siegele, Geschäftsführer von _erinnern.at, Viktoria Kumar, Historikerin, Prof. Gerald Lamprecht, Universität Graz und Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink bei der Pressekonferenz im Jüdischen Museum Hohenems (© Daniel Furxer)

Sich zu erinnern ist wichtig, auch wenn es mitunter sehr schmerzlich sein kann. In Zukunft wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die Auskunft über den Naziterror geben können. Aus diesem Grund kommt Erinnerungsorten und -zeichen eine zentrale Bedeutung zu. DERLA – Digitale Erinnerungslandschaft Vorarlberg – heißt ein Forschungsprojekt, das vor kurzem zu einem vorläufigen Abschluss gekommen ist und das an einem zentralen Ort der Erinnerung, im Jüdischen Museum in Hohenems präsentiert wurde.

Film / Kino 11.11.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (12.11. - 18.11. 2021)
Hochwald

Am Spielboden Dornbirn läuft diese Woche nochmals Evi Romens starkes Regiedebüt "Hochwald", in dem ein junger homosexueller Südtiroler als Außenseiter in seinem Heimatdorf nach Identität sucht. Im Feldkircher Theater am Saumarkt gibt es dagegen mit "Janosch - Komm, wir finden einen Schatz" einen Animationsfilm, der vor allem ganz junge Filmfans begeistern dürfte.

CD-Tipp 11.11.2021
Peter Füssl

Ensemble Kuhle Wampe: Extended

„Grenzen” heißt der mit explodierendem Saxophon und cool elektrifizierten Untertönen kontrastreich angelegte, sechsminütige Auftakt-Track des Debüt-Doppelalbums des Ensembles Kuhle Wampe, der auf intelligente Weise musikalisch die Zerrissenheit der verbalen Aussagen widerspiegelt. Dabei handelt es sich größtenteils um Wortspenden des nunmehr ehemaligen Gröbaz (Größten Bundeskanzlers aller Zeiten) zu Flüchtlingsströmen und Grenzkontrollen, was in Wortspielen zu Grenzen aller Art übergeht. Epizentrum des jegliche literarisch-musikalische Richterskala zu sprengen drohenden, jungen Wiener Ensembles – das nach einem unter Mitwirkung Brechts und Eislers entstandenen 1930-er Jahre Film zur Weltwirtschaftskrise und zur verzweifelten Situation der verarmten Arbeiterschaft benannt wurde – ist der 1970 in München geborene und nach einem längeren Zwischenspiel in Berlin nun in Wien lebende Schauspieler und Sprachkünstler Christian Reiner.

Aktuell 10.11.2021
Fritz Jurmann

Anregendes Festspielprogramm 2022: Durchdachte Vielfalt mit klaren Strukturen
Symbolhaft schwebte über dem Podium der Pressekonferenz der Festspiele im Festspielhaus ein übergroßer Kimono als Verweis auf die aktuelle Seeproduktion mit Puccinis Oper „Madame Butterfly“.

Der Kopf ist weg, eingemottet oder entsorgt, der in den Sommern 2019 und 2021 Symbol war für „Rigoletto“ am See, eine der mit jeweils fast zu 100 Prozent ausgelasteten und damit erfolgreichsten Produktionen der Bregenzer Festspiele in ihrer 75-jährigen Geschichte. Bei der traditionellen Programm-Pressekonferenz am Mittwoch geht der Blick voraus, aller Augen sind nach Osten gerichtet, wo zwei Frauenschicksale verortet sind, die das Operngeschehen 2022 am See und im Haus bestimmen werden. Mit Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“ ist das eine der populärsten, zugleich auch tränenreichsten Opern der Welt, mit „Sibirien“ von Umberto Giordano eine Rarität, der man damit aus der unverdienten Vergessenheit heraushelfen will.