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'Ferdinand Hodler - Alberto Giacometti - Eine Begegnung'

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Anfang
21.04.2018 00:00
Ende
19.08.2018 00:00
Kategorie
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort

Kunst Museum Winterthur, Beim Stadthaus
Museumsstrasse 52
8400 Winterthur
→ Di 10 - 20, Mi - So 10 - 17
+41 (0) 52 267 51 62
www.kmw.ch
info@kmw.ch

Artikelaktionen
abgelegt unter: Ausstellungseröffnung
Film / Kino 24.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (25.9. - 1.10. 2020)
Queen & Slim

Passend zur "Black Lives Matter"-Bewegung zeigt der Spielboden Dornbirn diese Woche den US-Spielfilm "Queen & Slim". Bei der LeinwandLounge in der Remise Bludenz steht dagegen die bittersüße amerikanisch-chinesische Tragikomödie "The Farewell" auf dem Programm.

ANZEIGE 24.09.2020
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

CD-Tipp 23.09.2020
Peter Füssl

Solveig Slettahjell: Come In From The Rain

Wer die norwegische Sängerin nur aus ihrer Zeit als Langsamkeits-Weltmeisterin mit dem – nomen est omen – Slow Motion Quintet kennt, das durch eine extreme Verlangsamung des Songmaterials und eine ausgesprochen karge Instrumentierung ein neues Kapitel im Jazzgesang aufgeschlagen hatte, wird sich wundern.

Gesellschaft 22.09.2020
Mirjam Steinbock

In Höchstgeschwindigkeit verlangsamen - Neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollen Infektionszahlen reduzieren
Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher bei der Pressekonferenz zur Covid-19 Situation in Vorarlberg (Foto © VLK/Elena Huber)

Auf das Umschalten der Corona-Ampel in den Bezirken Dornbirn und Bludenz reagierte die Vorarlberger Landesregierung Anfang letzter Woche zusätzlich zu den Vorgaben des Bundes mit Empfehlungen. Zwei Tage später gab die Bundesregierung neuerliche Verschärfungen im Veranstaltungsbereich bekannt - mit Montag, 21. September, traten diese in Kraft. Am Montagnachmittag appellierten Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher in einer Pressekonferenz an die Disziplin und Eigenverantwortung der Bevölkerung, vor allem im Privatbereich. Die Einhaltung der neuen Verordnungen bei Veranstaltungen, in der Gastronomie und im öffentlichen Leben würden zusätzlich durch vermehrte Polizeikontrollen verschärft, hieß es.

Musik / Konzert 21.09.2020
Silvia Thurner

Zusammenspiel selbstbewusster Instrumente – Zwei Trompeter und die Orgel füllten den Kirchenraum bei den Rankweiler Basilikakonzerten auf imposante Weise
Dem Leitgedanken "Königin der Instrumente, Instrumente der Könige" gemäß, gestalteten Thomas Vötterl, Bruno Oberhammer und Gabriel Maria Morre ein vielseitiges Konzertprogramm. Zur Uraufführung kam auch das Werk "Zdritt" von Gerda Poppa.

Regelmäßig vergeben die Initiatoren der „Basilika Rankweil“ Kompositionsaufträge. Der letzte erging an die Komponistin Gerda Poppa, und so konnte der Organist Bruno Oberhammer das Konzert mit der Uraufführung ihres ausdrucksvollen Werkes „Zdritt“ abschließen. Zuvor machten Gabriel Maria Morre, Thomas Vötterl und der Organist mit Werken von G. Fantini, G. Viviani, G. Torelli sowie A. Plog kompositionstechnische Entwicklungslinien vom Einsatz der Naturtrompete hin zu modernen Instrumenten und jazzphrasierten Spieltechniken nachvollziehbar. Die Pflügerorgel in der Basilika Rankweil brachte Bruno Oberhammer unter anderem mit einer Toccata, Fuge und Partita von Bach und Petr Eben zum Klingen.

Theater 21.09.2020
Peter Niedermair

Robert Wilson / Tom Waits / Kathleen Brennan „Woyzeck“ nach Georg Büchner am Vorarlberger Landestheater
Felix Defèr, Vivienne Causemann (© Anja Köhler)

Beim Hessischen Landboten von 1834 handelt es sich um eine Flugschrift, die mit der Parole „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ die hessische Landbevölkerung zur Revolution gegen die Unterdrückung des Fürstenhauses aufrief. 1835 schrieb er noch „Dantons Tod“ und „Lenz“. Büchner, nachdem er dem Aufruf eines Untersuchungsrichters nicht folgte, wurde steckbrieflich gesucht und floh über Straßburg, wo er den Woyzeck begann, und Basel nach Zürich, wo er im Oktober 1836 ankam und in der Spiegelgasse 12 unmittelbar neben der späteren Exilwohnung Lenins im Niederdorf, Quartier nahm. Das Multitalent Georg Büchner, Dichter, Naturwissenschaftler, Mediziner und Revolutionär verbrachte die letzten vier Monate seines dichtgedrängten, von Krankheit gezeichneten Lebens in Zürich. Er war ein Dichter des Vormärz, ein politisch kritischer Autor, hatte eine Vorliebe für persönlich instabile Charaktere, die er psychologisch tiefenscharf zeichnete, verwendete für diese Figuren die Umgangssprache, die ein neues bühnendramaturgisches Stilmittel darstellte. Am 5. Nov. 1836 hielt er am Anatomischen Institut der Universität Zürich mit selbst gefertigten Präparaten seine Probevorlesung zur Anatomie von Fischen und Amphibien, am 1. Feb. 1837 erkrankte er an Typhus, starb am 19. Feb. 1837 und wurde am Zürcher Stadtfriedhof „Krautgarten“, wo heute das Zürcher Kunsthaus steht, begraben. Später, 1875, nach Einebnung des Friedhofs, wurde Büchner in ein Grab bei der Bergstation der Seilbahn Rigiblick verlegt. Sein Leben war Fragment geblieben, wie „Woyzeck“, jenes Stück, das uns bis heute berührt. Jüngst gesehen und erlebt im Vorarlberger Landestheater. Ein Besuch der Inszenierung ist sehr zu empfehlen.

Musik / Konzert 21.09.2020
Silvia Thurner

Die Suche nach dem verlorenen Zauberton – Petra Stump-Linshalm komponierte für die Familienbande Huemer eine humorvolle musikalische Geschichte
Prinzessin Moni Müde (Frieda Huemer) hilft dem Zauberer Zenobio (Jonathan Huemer). Die unterhaltsame musikalische Geschichte "Zenobio und der Zauberton" von Petra Stump-Linshalm wurde im Rahmen des Schallwende Festivals uraufgeführt.

Familienkonzerte bilden ein bedeutendes Standbein des Schallwende Festivals am Feldkircher Saumarkt. Speziell für die zweite Festivalausgabe schrieb Petra Stump-Linshalm die vergnügliche Geschichte „Zenobio und der Zauberton“ über die Prinzessin Moni Müde und den Zauberer Zenobio, die im Land der Fröhlich-Fee und des Donnerdrachens wohnen. Die Musik war exakt an die Ausführenden angepasst, und so erweckten Jonathan an der Trompete und Frieda an der Violine, sowie Iza van Holen (Violoncello) und Marcus Huemer (Kontrabass) die von Angela Mair erzählte Geschichte authentisch zum Leben und boten damit beste Unterhaltung für junge und alte Menschen.

Musik / Konzert 21.09.2020
Silvia Thurner

Mit anregender Musik die Sinne schärfen – das Tiroler Ensemble für neue Musik präsentierte Werke von Petra Stump-Linshalm, Ralph Schutti und Vivian Domenjoz
Das "Schallwende Festival" bereichert die musikalische Szene in Vorarlberg wesentlich. Im Rahmen der zweiten Ausgabe im Saumarkt Feldkirch musizierte das "Tiroler Ensemble für neue Musik" unter der Leitung von Venelin Filipov

Im Rahmen der zweiten Auflage des „Schallwende-Festivals“ im Feldkircher Saumarkt wurden Musikschaffende mit Vorarlbergbezug vor den Vorhang geholt. Im Konzertgeschehen des Landes waren Kompositionen von Petra Stump-Linshalm, Ralph Schutti und Vivian Domenjoz bisher gar nicht oder kaum zu hören. Auch das Tiroler Ensemble für neue Musik gastierte erstmals seit Langem in Vorarlberg. Nun wurden unter der Leitung von Venelin Filipov vier aussagekräftige Werke präsentiert und mit viel Gespür für die musikalischen Wesenszüge gedeutet. Als Solist an der Kontrabassklarinette begeisterte Heinz-Peter Linshalm.

Kleinkunst / Kabarett 18.09.2020
Thorsten Bayer

Komme, was wolle – Maraña im Freudenhaus Lustenau
Maraña bedeutet Verwicklung, Gestrüpp (Copyright Thomas Rusch).

Körpertheater, Installation, Tanz, bildende Kunst: Alle Begriffe treffen zu und doch beschreiben sie nur unvollständig die Arbeit dieser Kompanie. Sehenswert ist Maraña auf jeden Fall. Ein ausgeprägtes Faible für Stricken oder Häkeln ist nicht nötig, mit einer Rot-Grün-Blindheit hingegen wird der Abend nur halb so beeindruckend.

Film / Kino 17.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (18.9. - 24.9. 2020)
Emma

Der FKC Dornbirn feiert diese Woche mit einem Fest sowie einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion zur Kinozukunft in Vorarlberg sein 40-jähriges Bestehen. Das TaSKino Feldkirch bietet mit Autumn de Wildes frischer Jane-Austen-Verfilmung "Emma" schwungvolle und visuell berauschende Unterhaltung.

Film / Kino 16.09.2020
Gunnar Landsgesell

Jean Seberg - Against All Enemies
Splitter einer Biographie: Inszenierung ohne rechten Fokus.

Ende der 1960er Jahre sympathisiert die Nouvelle-Vague-Ikone Jean Seberg mit der Black Panther Party, die dem FBI als Staatsfeind gilt. Nun gerät auch sie in das Schussfeld, man will sie zerstören. Ein interessantes Zeitkapitel mit Kristen Stewart und Anthony Mackie, für das sich das Thriller-Format aber nur bedingt eignet.

Literatur 16.09.2020
Peter Niedermair

#feldkirchenjoyce – Projekt. James Joyce „Die Katzen von Kopenhagen“ in Feldkirch
Brief von James Joyce an seinen Enkel Stephen J. Joyce vom 5. September 1936 aus Kopenhagen (Stephen wir da 4 1/2 Jahre alt); © Zürcher James Joyce Stiftung, Hans E. Jahnke Nachlass

Literatur Vorarlberg & literatur:vorarlberg netzwerk eröffnen heute am 16. Sept. 2020 ihr Projekt zur Bespielung der James Joyce Passage in Feldkirch durch insgesamt drei literarische Interventionen, die ab jetzt über ein ganzes Jahr verteilt stattfinden. Joyce ist in der Literaturstadt Feldkirch seit langem bestens bekannt, vor allem dank Philipp Schöbi. Er hat in „Das literarische Feldkirch“ 2018 aus Anlass der Stadtgründung vor 800 Jahren in einem Band der achtbändigen Geschichte der Stadt Feldkirch in einem umfangreichen und einmaligen Standardwerk zu Literatur und Feldkirch präsentiert. James Joyce hat 1932 über mehrere Wochen im Hotel Löwen in Feldkirch gewohnt. Neben „Dubliners“, eine Sammlung von Kurzgeschichten, und „Ulysses“, der wohl bekannteste Roman von Joyce, ist „Finnegans Wake“ jenes Werk, an dem er auch in Feldkirch gearbeitet hatte. Hier kommt auch der Name der Stadt vor. Im aktuellen Literaturprojekt von Literatur Vorarlberg jedoch spielt ein anderer Text die Hauptrolle, „Die Katzen von Kopenhagen“.

Literatur 16.09.2020
Annette Raschner

Die Vergangenheit als der wahre Möglichkeitsraum – Sammelband „Kulturelles Erbe. Was uns wichtig ist!“ hrsg. von Sabine Benzer

Unser kulturelles Erbe stellt einen Bezug zur Vergangenheit her. Es muss in der Gegenwart interpretiert und für die Zukunft bewahrt werden. Dies konstatiert die Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin Sabine Benzer in dem von ihr herausgegebenen Buch „Kulturelles Erbe – Was uns wichtig ist!“; einer Sammlung von sieben Expert*innengesprächen zum Thema. Es ist im Folio Verlag erschienen.

CD-Tipp 15.09.2020
Peter Füssl

Fontaines D.C.: A Hero’s Death

„I don’t belong to anyone”, „Love is the main thing”, „Life ain’t always empty” oder „Even though you don’t know, even though you don’t know, you feel, you feel” – so lauten einige der Textstellen, die von Sänger Grian Chatten mantra-artig repetiert werden und wohl auf den erfolgsbedingten Zusammenbruch der Band im vergangenen Jahr hinweisen. Das Debütalbum der Iren, „Dogrel”, hatte nämlich mit seinem rohen und kompromisslosen Post-Punk wie eine Bombe eingeschlagen und zu unzähligen Festival-Auftritten und Tourneen geführt, bis man sich völlig ausgelaugt, fremdbestimmt und vereinnahmt fühlte.

Kritiken 13.09.2020
Anita Grüneis

Tage des Verrats im TAK: Die Raserei in der Politik
Christiani Wetter, Nico Ehrenteit, Karin Ospelt, Julian Härtner und Volker Metzger in der Schlussszene der Inszenierung von Oliver Vorwerk

Mit der Schweizerisch-Liechtensteinischen Erstaufführung des Stückes „Tage des Verrats“ von Beau Willimon eröffnete das TAK seine Spielzeit. Gleichzeitig stellte sich damit der Regisseur Oliver Vorwerk mit seinem Ensemble vor. Er wird bis Ende des Jahres mit seinen Schauspielern drei Stücke produzieren: Nach „Tage des Verrats“ kommt Arthur Millers „Tod des Handlungsreisenden“ und „Der Fremde“ nach Albert Camus. Damit steht zweimal die Befindlichkeit der Vereinigten Staaten auf dem Programm – und das ist derzeit aktueller denn je.

Kleinkunst / Kabarett 11.09.2020
Peter Niedermair

Cie Alogique/Laurent Piron: Battement de Peur - Magie Nouvelle, Zaubertheater aus Belgien
Gaspard soll auf Annas Brief reagieren

Am 10. September ging im zappendusteren Lustenauer Freudenhaus die Österreichpremiere des Stücks über die Bühne. So dunkel war es dort noch nie; Laurent Piron erzählte hernach im Gespräch mit KULTUR, dass man zwei Tage lang damit beschäftigt gewesen sei, alle Ritzen im Zelt abzudecken. Nichts, aber auch gar nichts sollte auch nur mit einem Lichtstrahl die Dunkelheit, in der man die Stille noch einmal eindringlicher erlebt, stören. Der Titel des Stücks „Battement de Peur“ ist ein Wortspiel – peur, Angst und coeur, Herz, Herzschlag; die Begriffe fließen phonetisch lautmalerisch ineinander über und inhaltsbezogen überlagern sich deren Bedeutungen als Metonymien, rhetorische Stilfiguren, die das eigentlich gemeinte Wort durch ein anderes ersetzen und so ein Bild erschaffen. Sie bezeichnen darüber hinaus auch emotionale Grundbefindlichkeiten des Menschen, ganz egal welchen Alters. Angst in ihren unterschiedlichen Ausprägungen ist dabei die vordergründige, einerlei, ob sie als Antrieb oder Hemmung auftaucht, manchmal laut und dann wieder verschwindend leise.

Film / Kino 10.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (11.9. - 17.9. 2020)
Honeyland

Der FKC Dornbirn und die Leinwandlounge in der Remise Bludenz zeigen diese Woche den vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm "Honeyland". In die Welt des Schamanismus entführt dagegen beim Filmforum Bregenz Fabienne Berthauds Spielfilm "Un monde plus grand – Eine größere Welt".

CD-Tipp 10.09.2020
Peter Füssl

Vincent Peirani/Emile Parisien: Abrazo

Mit dem mit einem peruanischen Rhythmus gepimpten, quicklebendigen „The Crave“ von Jelly Roll Morton als Opener verweisen Akkordeonist Vincent Peirani und Sopransaxophonist Emile Parisien auf ihr erstes, 2014 erschienenes, überaus erfolgreiches Duo-Album „Belle Epoque“, das den wilden 1920-er Jahren gewidmet war. Der rote Faden durch das aktuelle Album ist nun der Tango, allerdings keineswegs puristisch verstanden, sondern eher atmosphärisch und unterschiedlichsten Einflüssen gegenüber offen.

Film / Kino 09.09.2020
Gunnar Landsgesell

Über die Unendlichkeit
Ein Liebespaar, das über eine Ruinenstadt schwebt. Hochgefühle nicht ohne die Tiefen des Lebens.

Der schwedische Regisseur Roy Andersson ist der Meister eines minimalistischen Kinos mit maximaler Wirkung: Auch in seinem neuen Film erzählt Andersson in einer Reihe von Vignetten von menschlichen Begegnungen zwischen Schmerz und lakonischem Humor. Kino, das seine Stiche so wirksam setzt wie Akupunktur.

CD-Tipp 07.09.2020
Peter Füssl

JARV IS...: Beyond The Pale

Jarvis Cocker ist wieder da, und wie! Als Pulp-Mastermind hatte er den Untergang des Brit-Pop begrüßt, weil der sich seiner Meinung nach in biederer Nostalgie verloren hatte. Er trat musikalisch in den letzten 20 Jahren aber nur sehr selten, etwa mit zwei Solo-Platten, einer kurzfristigen Pulp-Reunion und dem Nischen-Projekt „Room 29“ mit Chilly Gonzales in Erscheinung. Dafür arbeitete er als Lektor bei Faber &Faber, als Programmgestalter bei der BBC, schrieb ein paar Songs für Marianne Faithfull, Nancy Sinatra und Charlotte Gainsbourg, heiratete und zog nach Frankreich, ließ sich scheiden und zog zurück nach England. Nun legt der 56-jährige, immer etwas verwuschelt wirkende Dandy mit neuer, fern jeglicher übertriebener Bescheidenheit JARV IS... genannter, sechsköpfiger Band, die 2017 aufgrund einer Festivaleinladung von Sigur Ros nach Reykjavik zusammengestellt wurde, wieder einmal ein Album mit neuen Songs vor.

Ausstellung 06.09.2020
Karlheinz Pichler

Kunstraum Dornbirn: Andrea Fink folgt Herta Pümpel in der Öffentlichkeitsarbeit und Kuratierung nach
Wieder beim Kunstraum Dornbirn: Andrea Fink (rechts im Bild), hier mit der Künstlerin Birgit Bachmann bei deren Ausstellung in der Galerie allerArt im letzten Jahr (Foto: Karlheinz Pichler)

Zu einem personellen Wechsel ist es beim Kunstraum Dornbirn gekommen. Für die Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Kuratierung zeichnet ab sofort Andrea Fink verantwortlich. Sie folgt damit Herta Pümpel nach, die diesen Bereich die vergangenen acht Jahre geleitet hat und nun zusammen mit ihrem Ehemann, dem Künstler Norbert Pümpel, ins Waldviertel übersiedeln will.

Kritiken 03.09.2020
Gunnar Landsgesell

After Truth
Teenager-Liebesgeschichte, wie aus der Retorte erzählt.

Die biedere Fortsetzung von "After Passion", in der die brave Studentin Tessa und der Bad Boy Hardin sich mal küssen und mal verlassen: eine flache Geschichte, die wie aus der Retorte inszeniert erscheint. Der "Überraschungserfolg" der Reihe könnte aber genau damit zu begründen sein.

Theater 03.09.2020
Annette Raschner

Die emotionale Temperatur der Krise – aktionstheater ensemble begeistert mit „Bürgerliches Trauerspiel – Wann beginnt das Leben“
Benjamin Vanjek und Thomas Kolle brillierten in diesem wahnwitzigen Mix aus Komik, Ernsthaftem und Absurdem (© Gerhard Breitwieser / aktionstheater ensemble)

Das aktionstheater ensemble ist als schnelle Eingreiftruppe und verlässlicher Seismograf gesellschaftlicher Veränderungen und Bruchstellen bekannt. Aus diesem Grund haben Autor Wolfgang Mörth sowie Regisseur und Ensembleleiter Martin Gruber das bereits im März nahezu fertige Stück "Bürgerliches Trauerspiel - Wann beginnt das Leben" nach dem Lockdown noch einmal zur Gänze überarbeitet und die Krise thematisch in die Auseinandersetzung mit dem Bürgertum integriert. Die Uraufführung fand zum Auftakt des in den Herbst verschobenen "Bregenzer Frühling" im Theater Kosmos statt. Der Jubel des Premierenpublikums war groß. Ähnlich groß wie die Freude darüber, dass Liveaufführungen endlich wieder stattfinden können.

Film / Kino 03.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (4.9. - 10.9. 2020)
Amore al dente - Ein fast gewöhnlicher Sommer

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche die queere Sommerkomödie "Amore al dente". Im FKC Dornbirn – und bei den anderen Filmclubs in den kommenden Wochen – steht dagegen die surreale spanische Groteske "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden" auf dem Programm.

CD-Tipp 03.09.2020
Peter Füssl

Bill Frisell: Valentine

Seinem Ruf, eine der schillerndsten Figuren im Spannungsfeld von Jazz und Americana, Filmmusik und Zeitgenössischem, Tradition und Avantgarde zu sein, wird der 69-jährige Bill Frisell auch mit seinem neuen Album locker gerecht. Dieses Renommee hat er sich in rund 40 Jahren auf mehr als 40 exzellenten Alben, die unter seinem Namen mit den unterschiedlichsten Formationen veröffentlicht wurden, redlich erspielt. Darunter befinden sich auch Trios mit Ron Carter/Paul Motian, Dave Holland/Elvin Jones oder Kermit Driscoll/Joey Baron, das aktuelle Dreiergespann mit Kontrabassist Thomas Morgan und Drummer Rudy Royston braucht sich aber hinter diesen prominenten Namen keineswegs zu verstecken.