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A Hidden Life - Ein verborgenes Leben

D/USA 19, T. Malick

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Anfang
21.02.2020 20:30
Kategorie
Film / Kino
Veranstaltungsort

Kino Rio, TaSKino
Marktstr. 18
6800 Feldkirch
http://www.taskino.at
info@rio-feldkirch.at

Artikelaktionen
abgelegt unter: Film / Kino
Aktuell 29.09.2020
Manuela Schwaerzler

ACHTUNG: Vermehrt Absagen und Einschränkungen bei Kulturveranstaltungen
Coronavirus (© Daniel Lienhard)

Nach einer kurzen Zeit relativer "Entspannung", haben die Einschränkungen aufgrund von COVID-19 wieder stark zugenommen. In Vorarlberg wegen der seitens der Landespolitik zusätzlich gesetzten, außergewöhnlich verschärften Maßnahmen ganz besonders. Die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik mussten ebenso abgesagt werden wie die Schubertiade Hohenems, das :alpenarte Festival am Schwarzenberg, die September-Konzerte des SOV, oder einzelne Veranstaltungen im Lustenauer Freudenhaus, um nur einige zu nennen. Wir bemühen uns, den Veranstaltungskalender auf unserer Homepage laufend zu aktualisieren, möchten Sie jedoch bitten, auf der jeweiligen Website der Veranstalter zu überprüfen, ob Konzerte, Lesungen etc. tatsächlich stattfinden. Abgesehen davon ist es ohnehin ratsam, sich angesichts der zahlenmäßigen Publikumsbeschränkungen rechtzeitig Karten zu sichern.

Aktuell 29.09.2020
Peter Füssl

Appell an die österreichische Bundesregierung: Rettungsmaßnahmen für Kunst und Kultur jetzt gefordert!

Missglückter Corona-Ampel-Start, sich widersprechende Expertenmeinungen, politische Machtdemonstrationen und Parteiengeplänkel, uneinheitliche Vorgangsweisen, am Rande der Legalität befindliche Erlässe und Verordnungen, wachsende Skepsis, Politikverdrossenheit und Unmut in der Bevölkerung – das alles stimmt nicht unbedingt optimistisch angesichts des schon rein jahreszeitlich bedingten, voraussehbaren Anstiegs der Corona-Zahlen. Obwohl der Großteil der auftretenden Cluster eindeutig nichts mit dem Kulturbereich zu tun hat, sind es gerade auch die Künstlerinnen und Künstler, die Kunst- und Kulturveranstalter, die angesichts der Verschärfungen der Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie bei gleichzeitigem Auslaufen von entsprechenden Hilfsmaßnahmen in ihrer Existenz bedroht werden. Dass die Vorarlberger Landesregierung mit ihrer Beschränkung auf maximal 250 ZuschauerInnen im Saal aus Sicht der Kulturveranstalter zusätzlich erschwerend bis verunmöglichend agiert, macht die Angelegenheit auch nicht einfacher. Deshalb unterstützt die KULTUR-Zeitschrift gerne eine Allianz von Organisationen und Personen aus dem Kunst- und Kulturbereich, die folgende Petition an die österreichische Bundesregierung richtet.

CD-Tipp 29.09.2020
Peter Füssl

Terje Rypdal: Conspiracy

Es war der 22. Juni 1974, als der Verfasser dieser Zeilen vom Terje Rypdal Trio (mit Jon Christensen und Sveinung Hovensjø) im Rahmen der Bregenzer Randspiele an einem wunderschönen open-air-Abend am Gebhardsberg endgültig im Jazz sozialisiert wurde. Damals hatte der Norweger gerade sein zweites Album auf ECM, „What Comes After“, veröffentlicht, und stilistisch war es für einen Fan elaborierter Rock-Musik ein Leichtes, in die musikalischen Dimensionen dieser Nordmänner einzutauchen. Das allein wäre Grund genug, in nostalgischen Gefühlen zu schwelgen, denn „Conspiracy“ kommt dem Sound jener Tage vermutlich näher als der Großteil von Rypdals mittlerweile mehr als zwei Dutzend beim Münchner Label erschienen Platten. Aber sein erstes Studio-Album seit rund zwanzig Jahren ist partout kein Nostalgie-Projekt.

Kleinkunst / Kabarett 28.09.2020
Peter Niedermair

Compagnia Baccalà: „Pss Pss“ - Clown- & Circustheater im Freudenhaus
Compagnia Baccalà sind zwei Artisten aus der Schweiz, er Simone Fassari und sie Camilla Pessi (alle Fotos © Alexander Leumann, Circus Photographer)

Compagnia Baccalà sind zwei Artisten, er: Simone Fassari und sie: Camilla Pessi. Sie beide verließen 2004 das traditionelle Zirkusterrain und schufen ihr erstes international gefeiertes Programm „Pss Pss“, das aktuell mittlerweile 800-mal in über 50 Ländern auf 5 Kontinenten aufgeführt wurde. Baccalà wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, eine Show, so einzigartig wie lustig, virtuos und äußerst charmant – eine Show, wie man sie hier im Land schon zwei- oder gar dreimal gesehen hat. Im Freudenhaus.

Literatur 28.09.2020
Raffaela Rudigier

„Muttertag“ - Roman von Ralf Schlatter

Angelika hat beschlossen zu sterben und ihr Sohn soll ihr dabei helfen. Es ist der 21. Juni, der längste Tag des Jahres. Am Abend will die Mutter aus dem Leben scheiden. Der Sohn braucht Zeit und Bewegung bis dahin. Er beschließt, den Weg zu seiner Mutter zu gehen, 16 Stunden lang, von Zürich nach Schaffhausen. Dabei hat er ausgiebig Zeit zum Denken. Er möchte seine Mutter begreifen. Der letzte Tag im Leben seiner Mutter ist für ihn der Anlass, intensiv über seine Familie und seine Kindheit nachzudenken.

Musik / Konzert 27.09.2020
Silvia Thurner

In die pianistischen Klangwelten Schumanns mit Haut und Haar eingetaucht – Ferenc Bognár bündelte die Energien und die Aufmerksamkeit
Ferenc Bognár spielte mit großer Aussagekraft und viel Energie ein reines Schumannprogramm und begeisterte mit seinen Werkdeutungen die Zuhörenden.

Ferenc Bognár genießt in Vorarlberg sowohl als Pädagoge als auch als Pianist einen herausragenden Ruf. Jahrelang unterrichtete er erfolgreich am Vorarlberger Landeskonservatorium Musiker wie Kirill Petrenko, David Helbock, Johannes Hämmerle und Yunus Kaya, um nur einige zu nennen. Viele Musikbegeisterte folgten der Einladung der Chopin Gesellschaft Vorarlberg in das Feldkircher Pförtnerhaus, wo Ferenc Bognár mit einem speziellen Programm den schönen Bösendorfer zum Klingen brachte. Ausschließlich Werkdeutungen von Robert Schumann boten ein dichtes Musikerlebnis und gewährten Einblicke in dessen kompositorischen Kosmos. Die energiegeladene Spielart des Pianisten zog die Zuhörenden in seinen Bann.

Musik / Konzert 27.09.2020
Anita Grüneis

Tangente Eschen : Weltmusik mit dem Christos Asonitis Quintett
Das Christos Asonitis Quintett mit seiner "Ode ans Licht"  in der Tangente Eschen

Zum zweiten Konzert nach der langen Sommerpause waren so viele Interessierte gekommen, dass der Eschner Jazzclub – mit den entsprechenden Sicherheitsabständen – richtig gut gefüllt war. Dies auch zur Freude des Christos Asonitis Quintetts, denn die fünf Musiker haben ebenfalls eine längere Durststrecke hinter sich. Entsprechend erwartungsvoll zeigten sich Künstler und Publikum. Am Ende des Abends waren sich alle einig: Das war ein Jazzkonzert der Sonderklasse.

Theater 25.09.2020
Peter Niedermair

Theater Kosmos: „Live or Let Die?“ - eine Stückentwicklung
(© Gerhard Kresser, Theater KOSMOS)

In einer Produktion des Theater Kosmos präsentieren Regisseur Simon Dworaczek und Ensemble derzeit in einer österreichischen Uraufführung mit den beiden Schauspielerinnen Magdalena Mair und Jeanne-Marie Bertram sowie dem Musiker Jörg Reissner eine, wie sie es bezeichnen, Stückentwicklung. Die Produktionsleitung hat Hubert Dragaschnig übernommen, für die Projektbetreuung ist Augustin Jagg zuständig. Die stark applaudierte Uraufführung fand am 24. September im ausverkauften Theatersaal in der Mariahilfstraße 29 in Bregenz statt.

Film / Kino 25.09.2020
Gunnar Landsgesell

Persischstunden
Fabelhaftes Spiel: Der KZ-Häftling, schließlich auf Du-und-Du mit dem Hauptsturmführer.

Ein Jude überlebt, weil er dem KZ-Mann beteuert, Perser zu sein. Klingt nach einer Fabel, ist es auch. "Persischstunden" gleicht einem Kammerspiel, das die Shoa nicht banalisiert, aber eine hypothetische Begegnung auf des Messers Schneide durchexerziert. Übrigens als Koproduktion an Schauplätzen in Weißrussland gedreht.

Film / Kino 24.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (25.9. - 1.10. 2020)
Queen & Slim

Passend zur "Black Lives Matter"-Bewegung zeigt der Spielboden Dornbirn diese Woche den US-Spielfilm "Queen & Slim". Bei der LeinwandLounge in der Remise Bludenz steht dagegen die bittersüße amerikanisch-chinesische Tragikomödie "The Farewell" auf dem Programm.

ANZEIGE 24.09.2020
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

CD-Tipp 23.09.2020
Peter Füssl

Solveig Slettahjell: Come In From The Rain

Wer die norwegische Sängerin nur aus ihrer Zeit als Langsamkeits-Weltmeisterin mit dem – nomen est omen – Slow Motion Quintet kennt, das durch eine extreme Verlangsamung des Songmaterials und eine ausgesprochen karge Instrumentierung ein neues Kapitel im Jazzgesang aufgeschlagen hatte, wird sich wundern.

Gesellschaft 22.09.2020
Mirjam Steinbock

In Höchstgeschwindigkeit verlangsamen - Neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollen Infektionszahlen reduzieren
Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher bei der Pressekonferenz zur Covid-19 Situation in Vorarlberg (Foto © VLK/Elena Huber)

Auf das Umschalten der Corona-Ampel in den Bezirken Dornbirn und Bludenz reagierte die Vorarlberger Landesregierung Anfang letzter Woche zusätzlich zu den Vorgaben des Bundes mit Empfehlungen. Zwei Tage später gab die Bundesregierung neuerliche Verschärfungen im Veranstaltungsbereich bekannt - mit Montag, 21. September, traten diese in Kraft. Am Montagnachmittag appellierten Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher in einer Pressekonferenz an die Disziplin und Eigenverantwortung der Bevölkerung, vor allem im Privatbereich. Die Einhaltung der neuen Verordnungen bei Veranstaltungen, in der Gastronomie und im öffentlichen Leben würden zusätzlich durch vermehrte Polizeikontrollen verschärft, hieß es.

Musik / Konzert 21.09.2020
Silvia Thurner

Zusammenspiel selbstbewusster Instrumente – Zwei Trompeter und die Orgel füllten den Kirchenraum bei den Rankweiler Basilikakonzerten auf imposante Weise
Dem Leitgedanken "Königin der Instrumente, Instrumente der Könige" gemäß, gestalteten Thomas Vötterl, Bruno Oberhammer und Gabriel Maria Morre ein vielseitiges Konzertprogramm. Zur Uraufführung kam auch das Werk "Zdritt" von Gerda Poppa.

Regelmäßig vergeben die Initiatoren der „Basilika Rankweil“ Kompositionsaufträge. Der letzte erging an die Komponistin Gerda Poppa, und so konnte der Organist Bruno Oberhammer das Konzert mit der Uraufführung ihres ausdrucksvollen Werkes „Zdritt“ abschließen. Zuvor machten Gabriel Maria Morre, Thomas Vötterl und der Organist mit Werken von G. Fantini, G. Viviani, G. Torelli sowie A. Plog kompositionstechnische Entwicklungslinien vom Einsatz der Naturtrompete hin zu modernen Instrumenten und jazzphrasierten Spieltechniken nachvollziehbar. Die Pflügerorgel in der Basilika Rankweil brachte Bruno Oberhammer unter anderem mit einer Toccata, Fuge und Partita von Bach und Petr Eben zum Klingen.

Theater 21.09.2020
Peter Niedermair

Robert Wilson / Tom Waits / Kathleen Brennan „Woyzeck“ nach Georg Büchner am Vorarlberger Landestheater
Felix Defèr, Vivienne Causemann (© Anja Köhler)

Beim Hessischen Landboten von 1834 handelt es sich um eine Flugschrift, die mit der Parole „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ die hessische Landbevölkerung zur Revolution gegen die Unterdrückung des Fürstenhauses aufrief. 1835 schrieb er noch „Dantons Tod“ und „Lenz“. Büchner, nachdem er dem Aufruf eines Untersuchungsrichters nicht folgte, wurde steckbrieflich gesucht und floh über Straßburg, wo er den Woyzeck begann, und Basel nach Zürich, wo er im Oktober 1836 ankam und in der Spiegelgasse 12 unmittelbar neben der späteren Exilwohnung Lenins im Niederdorf, Quartier nahm. Das Multitalent Georg Büchner, Dichter, Naturwissenschaftler, Mediziner und Revolutionär verbrachte die letzten vier Monate seines dichtgedrängten, von Krankheit gezeichneten Lebens in Zürich. Er war ein Dichter des Vormärz, ein politisch kritischer Autor, hatte eine Vorliebe für persönlich instabile Charaktere, die er psychologisch tiefenscharf zeichnete, verwendete für diese Figuren die Umgangssprache, die ein neues bühnendramaturgisches Stilmittel darstellte. Am 5. Nov. 1836 hielt er am Anatomischen Institut der Universität Zürich mit selbst gefertigten Präparaten seine Probevorlesung zur Anatomie von Fischen und Amphibien, am 1. Feb. 1837 erkrankte er an Typhus, starb am 19. Feb. 1837 und wurde am Zürcher Stadtfriedhof „Krautgarten“, wo heute das Zürcher Kunsthaus steht, begraben. Später, 1875, nach Einebnung des Friedhofs, wurde Büchner in ein Grab bei der Bergstation der Seilbahn Rigiblick verlegt. Sein Leben war Fragment geblieben, wie „Woyzeck“, jenes Stück, das uns bis heute berührt. Jüngst gesehen und erlebt im Vorarlberger Landestheater. Ein Besuch der Inszenierung ist sehr zu empfehlen.

Musik / Konzert 21.09.2020
Silvia Thurner

Die Suche nach dem verlorenen Zauberton – Petra Stump-Linshalm komponierte für die Familienbande Huemer eine humorvolle musikalische Geschichte
Prinzessin Moni Müde (Frieda Huemer) hilft dem Zauberer Zenobio (Jonathan Huemer). Die unterhaltsame musikalische Geschichte "Zenobio und der Zauberton" von Petra Stump-Linshalm wurde im Rahmen des Schallwende Festivals uraufgeführt.

Familienkonzerte bilden ein bedeutendes Standbein des Schallwende Festivals am Feldkircher Saumarkt. Speziell für die zweite Festivalausgabe schrieb Petra Stump-Linshalm die vergnügliche Geschichte „Zenobio und der Zauberton“ über die Prinzessin Moni Müde und den Zauberer Zenobio, die im Land der Fröhlich-Fee und des Donnerdrachens wohnen. Die Musik war exakt an die Ausführenden angepasst, und so erweckten Jonathan an der Trompete und Frieda an der Violine, sowie Iza van Holen (Violoncello) und Marcus Huemer (Kontrabass) die von Angela Mair erzählte Geschichte authentisch zum Leben und boten damit beste Unterhaltung für junge und alte Menschen.

Musik / Konzert 21.09.2020
Silvia Thurner

Mit anregender Musik die Sinne schärfen – das Tiroler Ensemble für neue Musik präsentierte Werke von Petra Stump-Linshalm, Ralph Schutti und Vivian Domenjoz
Das "Schallwende Festival" bereichert die musikalische Szene in Vorarlberg wesentlich. Im Rahmen der zweiten Ausgabe im Saumarkt Feldkirch musizierte das "Tiroler Ensemble für neue Musik" unter der Leitung von Venelin Filipov

Im Rahmen der zweiten Auflage des „Schallwende-Festivals“ im Feldkircher Saumarkt wurden Musikschaffende mit Vorarlbergbezug vor den Vorhang geholt. Im Konzertgeschehen des Landes waren Kompositionen von Petra Stump-Linshalm, Ralph Schutti und Vivian Domenjoz bisher gar nicht oder kaum zu hören. Auch das Tiroler Ensemble für neue Musik gastierte erstmals seit Langem in Vorarlberg. Nun wurden unter der Leitung von Venelin Filipov vier aussagekräftige Werke präsentiert und mit viel Gespür für die musikalischen Wesenszüge gedeutet. Als Solist an der Kontrabassklarinette begeisterte Heinz-Peter Linshalm.

Kleinkunst / Kabarett 18.09.2020
Thorsten Bayer

Komme, was wolle – Maraña im Freudenhaus Lustenau
Maraña bedeutet Verwicklung, Gestrüpp (Copyright Thomas Rusch).

Körpertheater, Installation, Tanz, bildende Kunst: Alle Begriffe treffen zu und doch beschreiben sie nur unvollständig die Arbeit dieser Kompanie. Sehenswert ist Maraña auf jeden Fall. Ein ausgeprägtes Faible für Stricken oder Häkeln ist nicht nötig, mit einer Rot-Grün-Blindheit hingegen wird der Abend nur halb so beeindruckend.

Film / Kino 17.09.2020
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (18.9. - 24.9. 2020)
Emma

Der FKC Dornbirn feiert diese Woche mit einem Fest sowie einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion zur Kinozukunft in Vorarlberg sein 40-jähriges Bestehen. Das TaSKino Feldkirch bietet mit Autumn de Wildes frischer Jane-Austen-Verfilmung "Emma" schwungvolle und visuell berauschende Unterhaltung.

Film / Kino 16.09.2020
Gunnar Landsgesell

Jean Seberg - Against All Enemies
Splitter einer Biographie: Inszenierung ohne rechten Fokus.

Ende der 1960er Jahre sympathisiert die Nouvelle-Vague-Ikone Jean Seberg mit der Black Panther Party, die dem FBI als Staatsfeind gilt. Nun gerät auch sie in das Schussfeld, man will sie zerstören. Ein interessantes Zeitkapitel mit Kristen Stewart und Anthony Mackie, für das sich das Thriller-Format aber nur bedingt eignet.

Literatur 16.09.2020
Peter Niedermair

#feldkirchenjoyce – Projekt. James Joyce „Die Katzen von Kopenhagen“ in Feldkirch
Brief von James Joyce an seinen Enkel Stephen J. Joyce vom 5. September 1936 aus Kopenhagen (Stephen wir da 4 1/2 Jahre alt); © Zürcher James Joyce Stiftung, Hans E. Jahnke Nachlass

Literatur Vorarlberg & literatur:vorarlberg netzwerk eröffnen heute am 16. Sept. 2020 ihr Projekt zur Bespielung der James Joyce Passage in Feldkirch durch insgesamt drei literarische Interventionen, die ab jetzt über ein ganzes Jahr verteilt stattfinden. Joyce ist in der Literaturstadt Feldkirch seit langem bestens bekannt, vor allem dank Philipp Schöbi. Er hat in „Das literarische Feldkirch“ 2018 aus Anlass der Stadtgründung vor 800 Jahren in einem Band der achtbändigen Geschichte der Stadt Feldkirch in einem umfangreichen und einmaligen Standardwerk zu Literatur und Feldkirch präsentiert. James Joyce hat 1932 über mehrere Wochen im Hotel Löwen in Feldkirch gewohnt. Neben „Dubliners“, eine Sammlung von Kurzgeschichten, und „Ulysses“, der wohl bekannteste Roman von Joyce, ist „Finnegans Wake“ jenes Werk, an dem er auch in Feldkirch gearbeitet hatte. Hier kommt auch der Name der Stadt vor. Im aktuellen Literaturprojekt von Literatur Vorarlberg jedoch spielt ein anderer Text die Hauptrolle, „Die Katzen von Kopenhagen“.

Literatur 16.09.2020
Annette Raschner

Die Vergangenheit als der wahre Möglichkeitsraum – Sammelband „Kulturelles Erbe. Was uns wichtig ist!“ hrsg. von Sabine Benzer

Unser kulturelles Erbe stellt einen Bezug zur Vergangenheit her. Es muss in der Gegenwart interpretiert und für die Zukunft bewahrt werden. Dies konstatiert die Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin Sabine Benzer in dem von ihr herausgegebenen Buch „Kulturelles Erbe – Was uns wichtig ist!“; einer Sammlung von sieben Expert*innengesprächen zum Thema. Es ist im Folio Verlag erschienen.

CD-Tipp 15.09.2020
Peter Füssl

Fontaines D.C.: A Hero’s Death

„I don’t belong to anyone”, „Love is the main thing”, „Life ain’t always empty” oder „Even though you don’t know, even though you don’t know, you feel, you feel” – so lauten einige der Textstellen, die von Sänger Grian Chatten mantra-artig repetiert werden und wohl auf den erfolgsbedingten Zusammenbruch der Band im vergangenen Jahr hinweisen. Das Debütalbum der Iren, „Dogrel”, hatte nämlich mit seinem rohen und kompromisslosen Post-Punk wie eine Bombe eingeschlagen und zu unzähligen Festival-Auftritten und Tourneen geführt, bis man sich völlig ausgelaugt, fremdbestimmt und vereinnahmt fühlte.

Kritiken 13.09.2020
Anita Grüneis

Tage des Verrats im TAK: Die Raserei in der Politik
Christiani Wetter, Nico Ehrenteit, Karin Ospelt, Julian Härtner und Volker Metzger in der Schlussszene der Inszenierung von Oliver Vorwerk

Mit der Schweizerisch-Liechtensteinischen Erstaufführung des Stückes „Tage des Verrats“ von Beau Willimon eröffnete das TAK seine Spielzeit. Gleichzeitig stellte sich damit der Regisseur Oliver Vorwerk mit seinem Ensemble vor. Er wird bis Ende des Jahres mit seinen Schauspielern drei Stücke produzieren: Nach „Tage des Verrats“ kommt Arthur Millers „Tod des Handlungsreisenden“ und „Der Fremde“ nach Albert Camus. Damit steht zweimal die Befindlichkeit der Vereinigten Staaten auf dem Programm – und das ist derzeit aktueller denn je.

Kleinkunst / Kabarett 11.09.2020
Peter Niedermair

Cie Alogique/Laurent Piron: Battement de Peur - Magie Nouvelle, Zaubertheater aus Belgien
Gaspard soll auf Annas Brief reagieren

Am 10. September ging im zappendusteren Lustenauer Freudenhaus die Österreichpremiere des Stücks über die Bühne. So dunkel war es dort noch nie; Laurent Piron erzählte hernach im Gespräch mit KULTUR, dass man zwei Tage lang damit beschäftigt gewesen sei, alle Ritzen im Zelt abzudecken. Nichts, aber auch gar nichts sollte auch nur mit einem Lichtstrahl die Dunkelheit, in der man die Stille noch einmal eindringlicher erlebt, stören. Der Titel des Stücks „Battement de Peur“ ist ein Wortspiel – peur, Angst und coeur, Herz, Herzschlag; die Begriffe fließen phonetisch lautmalerisch ineinander über und inhaltsbezogen überlagern sich deren Bedeutungen als Metonymien, rhetorische Stilfiguren, die das eigentlich gemeinte Wort durch ein anderes ersetzen und so ein Bild erschaffen. Sie bezeichnen darüber hinaus auch emotionale Grundbefindlichkeiten des Menschen, ganz egal welchen Alters. Angst in ihren unterschiedlichen Ausprägungen ist dabei die vordergründige, einerlei, ob sie als Antrieb oder Hemmung auftaucht, manchmal laut und dann wieder verschwindend leise.