Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Vbg. Landestheater

,Sprich nur ein Wort' v. M. Lang, 15.00 u. 18.00

Zurück zur Übersicht
Anfang
10.04.2021 15:00
Kategorie
Theater
Veranstaltungsort

Kornmarkt
Kornmarktstr. 2
6900 Bregenz
+43 (0) 5574 42 0 18
http://www.landestheater.org
info@landestheater.org

Artikelaktionen
abgelegt unter: Theater
Musik / Konzert 11.04.2021
Silvia Thurner

Jeder Note Luft zum Leben gegeben – Der Klarinettist Matthias Schorn und das Epos Quartett erhielten für ihr tiefgehendes Konzert Standing Ovations
Matthias Schorn und das Epos Quartett bescherten dem Publikum im Pförtnerhaus in Feldkirch ein inspirierendes Erlebnis. (Foto: Fritz Jurmann)

Unter dem Motto „Das Kind – es schwebt“ wurde das Pforte-Abonnement 2021 eröffnet. Zum gemeinsamen Musizieren lud das Epos Quartett den Klarinettisten Matthias Schorn ein. Passender hätte das Motto nach der viel zu langen Abstinenz nicht gewählt werden können. Dankbar hoben die Kammermusikerinnen und -musiker mit Werken von Schubert, Schumann, Mozart und Capers ab und nahmen das begeisterungsfähige Publikum gleich mit. So wurde die Matinee im Feldkircher Pförtnerhaus zu einem gemeinschaftlichen Musikerlebnis, das wohl bei vielen noch lange nachwirken wird.

Theater 10.04.2021
Peter Niedermair

Max Lang: „Sprich nur ein Wort“, Premiere am Vorarlberger Landestheater
(alle Fotos: Anja Köhler)

Das Stück von Maximilian Lang spielt sieben Jahre nach dem Tod von Franz Michael Felder 1869. Schauplatz des Theaterstücks ist das Nebenzimmer eines Gasthofs in Schoppernau. Im Hintergrund eine Tür. Am Boden liegt das Denkmal, ein großer Stein. Der in Wien lebende Bregenzer Dramatiker versammelt in dieser Auftragsarbeit der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, vier Personen, die Felder kannten, ihn umgaben, in seiner Nähe lebten, die ihn unterstützten oder gegen ihn auftraten, die ihn liebten oder hassten, und gibt ihnen eine Stimme. In „Sprich nur ein Wort“ wenden sie sich posthum an den Verstorbenen, mit dessen Tod der Streit um die politische Gestaltung der Gesellschaft, die Felder kritisch reflektiert hatte, zum Stillstand kam.

Film / Kino 09.04.2021
Gunnar Landsgesell

Neues aus der Welt
Hanks und die 11-jährige deutsche Schauspielerin Helena Zengel, die für ihre Rolle offenbar einiges an Kiowa-Vokabular gelernt hat.

Texas 1870: Ein ehemaliger Captain aus dem eben zu Ende gegangenen Sezessionskrieg trifft auf ein verwaistes Mädchen, das bei den Kiowa aufgewachsen ist und den Siedlern nun als "Wilde" gilt. Regisseur Paul Greengrass nimmt Anleihen bei John Ford und setzt ein unwahrscheinliches Paar in Szene, das vor der Zivilisation mehr zu befürchten hat als vor der zurückgedrängten Urbevölkerung. Eine Elegie mit Gewalteinbrüchen.

Film / Kino 08.04.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (9.4. - 15.4. 2021)
Was wir wollten

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche mit "Le jeune Ahmed" den letzten Film der Dardenne-Brüder, in dessen Zentrum ein junger französischer Islamist steht. Beim TaSKino Feldkirch steht dagegen mit der Peter Stamm-Verfilmung "Was wir wollten" Österreichs heurige Einreichung für den Auslands-Oscar auf dem Programm.

Literatur 07.04.2021
Ingrid Bertel

Tod nach Fahrerflucht

In seinem Roman „Bogners Abgang“ fragt Hans Platzgumer nach dem feinen Unterschied zwischen Schuld und Schuldgefühl.

ANZEIGE 06.04.2021
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte Mitarbeiter*innen zu finden.

CD-Tipp 06.04.2021
Peter Füssl

Julien Baker: Little Oblivions

Selbstzweifel, Schmerz, Seelenpein, Identitätskonflikte, Schuldgefühle, religiöse Obsessionen, Verzweiflung, Zerrissenheit, Selbstbetrug, Kontrollverlust, Leid und Leidenschaft – die Welt der Singer-Songwriterin Julien Baker aus Memphis/Tennessee war immer schon ein Jammertal, aber eines, das der expressiven Sängerin in der Welt des Alternative-Folk und des Indie-Pop zu einem glänzenden Renommee verhalf.

Kritiken 05.04.2021
Silvia Thurner

In mehrerlei Hinsicht ein imponierendes Ereignis – Die „Camerata Musica Reno“ mit Tobias Grabher am Pult stellte sich im Theater Kosmos vor
Die neu gegründete "Camerata Musica Reno" wurde bei ihrem Debüt im Theater Kosmos mit Strawinskys "Geschichte vom Soldaten" vom begeisterten Publikum herzlich gefeiert.

Corona zwang Musikerinnen und Musiker in eine existenzielle Krise. Doch nicht wenige schöpften daraus eine kreative Energie, die Mut zeigt und in eine gute Zukunft weist. So gründete der angehende Dirigent Tobias Grabher mit Künstlern aus der Bodenseeregion ein neues Kammerorchester. Im schönen Ambiente des Theater Kosmos stellte sich die „Camerata Musica Reno“ nun der Öffentlichkeit vor. Geboten wurde eine mitreißende Deutung von Igor Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“, die wesentlich von der ausdrucksstarken Schauspielerin Mariam Avaliani belebt wurde.

Theater 02.04.2021
Peter Niedermair

Thomas Köck: dritte republik (eine vermessung) - teil drei der kronlandsaga
alle Fotos: Caro Stark

Das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung bringt ein kafkaeskes Stück Weltgeschichte auf die Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses. Thomas Köck ist einer der gefragten Dramatiker Österreichs. Mit seiner bildmächtigen, rhythmisch-musikalischen Sprache forscht er mit den Mitteln des Theaters den geschichtsmetaphorischen Phänomenen wie auch den Akteur*innen der aktuellen politischen Gegenwart nach. Seine „dritte republik“ spielt im Titel auf die 1994 unter Jörg Haider verfasste programmatische Schrift „Weil das Land sich ändern muss! Auf dem Weg in die Dritte Republik“ an, in der ein Umbau Österreichs von einer parlamentarischen Demokratie zu einem Staat unter der alleinigen Führung eines direktgewählten Staatsführers mit unumschränkten Befugnissen beschrieben wird.

Film / Kino 01.04.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (2.4. - 8.4. 2021)
Auf der Couch in Tunis

Die LeinwandLounge in Bludenz startet nach der Corona-Pause mit der leichthändigen Komödie "Auf der Couch in Tunis" ins Frühjahrsprogramm. Beim TaSKino Feldkirch steht noch zweimal Julia von Heinz´ packender Spielfilm "Und morgen die ganze Welt" auf dem Programm.

CD-Tipp 01.04.2021
Peter Füssl

Valerie June: The Moon and Stars. Prescriptions for Dreamers

Valerie June Hockett ist in Memphis/Tennessee aufgewachsen, wo sie als Valerie June mit Roots Music auf zwei selbstverlegten Alben erstmals auf sich aufmerksam machte, ehe sie nach Brooklyn zog und 2013 unter Mithilfe von „The Black Keys“-Gitarrist Dan Auerbach mit dem Album „Pushin‘ Against a Stone“ den Sprung auf ein Major-Label und die stilistische Erweiterung in Richtung, Funk, Soul und R’n’B schaffte. Ein Karrieresprung, den sie mit dem 2017 erschienenen „The Order of Time“ festigte. Mit ihrem fünften Album feiert die 39-Jährige nun mit ihren poetischen Texten die subversive Kraft des Träumens – ideologisch angelehnt an große, gesellschaftlich relevante Träumer wie Martin Luther King oder John Lennon – gepaart mit Meditationen, Gedanken zur Selbstfindung, zur Selbstermächtigung, zur Kraft der Phantasie, zur Liebe, zum Scheitern.

Film / Kino 31.03.2021
Gunnar Landsgesell

Oeconomia
Kühle Architekturen, technokratische Welt. Wer verrät als erster, wie Geld produziert wird?

Mit einer simplen Frage reißt Regisseurin Carmen Losmann das Dilemma unseres Wirtschaftssystems auf: Wo kommt das Geld her? Verdutzte Fachleute ringen um Erklärungen, dabei ist laut Film die Sache recht eindeutig: Geld wird über Kredite produziert. Die Schulden des einen sind die Gewinne des anderen. Das Problem dabei ist allein: Wie können immer neue Kreditnehmer motiviert werden, dass unser Wirtschaftswachstum nicht ausrinnt? Ein faszinierender und ebenso sachlich dirigierter Dokumentarfilm. Zu sehen heute und morgen im Cinema 2000 in Dornbirn. Hoffentlich auch noch die nächsten Tage.

Literatur 30.03.2021
Annette Raschner

Ein Vater wie ein Bilderbuch - Interview mit Christian Futscher zu seinem neuen Buch

Letztes Jahr hätte Christian Futscher so viele Lesungen gehabt wie nie zuvor in seinem Leben. Alle wurden abgesagt oder verschoben. Noch gelinge es ihm recht gut, ein heruntergefahrenes, einfaches Leben zu führen, sagt der in Wien lebende Schriftsteller im Gespräch mit Annette Raschner. Sein neues Buch „Mein Vater, der Vogel“ ist ein bunter, tragikomischer Episodenroman, erschienen bei Czernin. Wer Christian Futschers Literatur kennt, weiß, dass der gebürtige Feldkircher darin gerne und ausgiebig flunkert. Das ist auch diesmal nicht anders. Denn versprochen wird ein Erinnerungsbuch über seinen Vater.

CD-Tipp 30.03.2021
Peter Füssl

Charles Lloyd & The Marvels: Tone Poem

The Marvels, also „die Wunder“, nennt Charles Lloyd seine seit 2016 bestehende Band mit Gitarrist Bill Frisell, Steelgitarrist Greg Leisz, Bassist Reuben Rogers und Drummer Eric Harland – und das wirkt angesichts des nunmehr dritten Albums dieses exzellent aufeinander eingespielten Quintetts keineswegs übertrieben. Im Gegensatz zu den Vorgängeralben, auf denen Norah Jones, Willie Nelson und Lucinda Williams für vokale Glanzlichter sorgten, verlässt man sich dieses Mal völlig auf die instrumentale Brillanz der Akteure, die mit großer Entspanntheit, aber durchaus nicht unspannend ans Werk gehen.

Literatur 29.03.2021
Ingrid Bertel

„Wie ein Erdbeben“ - In seinem neuen Buch „Der Vorübergang“ präsentiert Willibald Feinig vier sehr unterschiedliche Erzählungen

Zwei Maturanten machen Urlaub an einem italienischen Strand, und weil nichts anderes greifbar ist, mieten sie halt ein Tretboot samt Rutsche. Ein bisschen komisch und kindisch kommen sie sich schon vor, wie sie da durch die Wellen schaukeln. Und dann bricht ein Abenteuer über sie herein, das sie wirklich nicht erwartet haben. Einen Ertrinkenden ziehen sie an Bord, einen Mann, der krampfhaft sein Handy in die Höhe hält, schwach, tödlich erschöpft. In der Ferne treibt ein kenterndes Boot. Den Buben gehen die Augen über. Hunderte Menschen kämpfen im Wasser ums Überleben. „Porcheria“, schallt es ihnen am Strand entgegen, „dio santo, eine illegale Landung“. Willibald Feinig malt die Szene als verwirrendes Ineinander von Todesangst und jugendlicher Hilfsbereitschaft, Gymnasiasten-Gelehrsamkeit, Freundlichkeit und eisiger Ablehnung der Geflüchteten durch die Behörden. „Ero“ ist die letzte und mit Abstand stärkste Erzählung in Feinigs Prosaband „Der Vorübergang“.

Film / Kino 25.03.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (26.3. - 1.4. 2021)
Als wir tanzten

Der Spielboden Dornbirn zeigt diese Woche in Kooperation mit Go West "Als wir tanzten", in dem mitreißende Tanzszenen mit einer berührenden Emanzipationsgeschichte verbunden werden. Beim TaSKino Feldkirch gibt es dagegen unter anderem Ron Howards "Hillbilly Elegy" zu sehen.

Aktuell 24.03.2021
Manuela Schwaerzler

Out now!

Die April-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

CD-Tipp 24.03.2021
Peter Füssl

David Helbock: The New Cool

Vorarlbergs (wenn nicht Österreichs) Jazz-Export Nr. 1 David Helbock wächst im renommierten Münchner Jazz-Label ACT langsam aber sicher zu einer der zentralen Künstlerpersönlichkeiten heran. So platziert ihn der legendäre Musikproduzent und ACT-Chef Siggi Loch im aktuellen Sampler „Romantic Freedom: Blue in Green“, einem Überblick über die hervorragenden Pianisten des Labels (unter anderem Michael Wollny, Joachim Kühn, Esbjörn Svensson, Iiro Rantala, Bugge Wesseltoft) in der Pole-Position. Beinahe gleichzeitig erscheint das neue Album „téchne“ der Münchner Jazzrausch Bigband, die mit ihrer innovativen Mischung aus Techno-Sound und Bigband Jazz gerade international einiges Aufsehen erregt – auf zwei Titeln ist David Helbock als „special guest“ zu hören, einmal solo, einmal mit seinem Trio Random/Control mit Johannes Bär und Andreas Broger. Das alles tritt aber in den Hintergrund in Anbetracht von David Helbocks eigenem neuen Album „The New Cool“, das er mit seinem neuen Trio mit dem Trompeter Sebastian Studnitzky und dem Gitarristen Arne Jansen präsentiert.

Theater 21.03.2021
Peter Niedermair

„Wunschloses Unglück“ von Peter Handke im Theater Kosmos
Daniela Gaets und Simon Alois Huber (alle Fotos: Gerhard Kresser / Theater Kosmos)

Winterlich kalt war es gestern, am Samstagnachmittag, in Bregenz und blieb es auch, als die BesucherInnen der Premiere von Handkes „Wunschloses Unglück“ um 18.30 Uhr in den frühen Abend hinausgingen. In den eineinhalb Stunden dazwischen erlebte das Publikum eine überzeugende Inszenierung mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung von Daniela Gaets als Mutter und Simon Alois Huber als deren Sohn. Die Premiere in der Regie von Theater-Kosmos-Leiter Augustin Jagg war die erste Premiere in Vorarlberg in diesem 2021-er-Theaterjahr. „Wunschloses Unglück“ war die Station einer spätwinterlichen Reise, eines Aufbruchs, ein Zeichen, dass wir wieder weiterziehen, mit der Literatur als Kompass. Der Magnet ist die Sehnsucht nach Auseinandersetzung mit Theater, mit Kunst, die Sehnsucht, Menschen zu treffen, mit Freunden zu reden.

Film / Kino 18.03.2021
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (19.3. - 25.3. 2021)
The Assistant

Mit Nachmittags- und Vorabendspielzeiten starten FKC Dornbirn, Spielboden Dornbirn und TaSKino Feldkirch nach der Corona-Pause diese Woche wieder ihr Programm. Der FKC zeigt die berührende Monika Helfer-Verfilmung "Ein bisschen bleiben wir noch". Das TaSKino bestreitet das komplette Programm des Kino Rio und zeigt unter anderem "The Assistant".

Aktuell 18.03.2021
Manuela Schwaerzler

ACHTUNG: Einiges geht wieder in Vorarlberg
© Daniel Lienhard

Seit Montag dürfen in Vorarlberg wieder Veranstaltungen stattfinden - unter strengen Auflagen, aber doch. Viele Veranstalter und Kinos haben ihr Programm schnellstmöglich den neu geltenden Vorschriften angepasst oder entsprechend neu geplant. Wir versuchen, unser Monatsprogramm laufend zu aktualisieren und alle Veranstaltungen aufzunehmen. Aber Achtung: Es gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen (FFP2-Maske, negatives Testergebnis, Abstand usw.). Informieren Sie sich vorab über die Regelungen und Vorgehensweise beim jeweiligen Veranstalter auf dessen Homepage. Nach wie vor werden auch Online-Veranstaltungen angeboten - bei uns im Monatsprogramm am jeweiligen Tag gelistet unter "Zone Internet".

CD-Tipp 18.03.2021
Peter Füssl

Larry Coryell & Philip Catherine: Jazz at Berlin Philharmonic XI: The Last Call

Jazz at Berlin Philharmonic XI: The Last Call Das 1980 aufgenommene und ein Jahr später erschienene Album „Friday Night In San Francisco” von Paco de Lucía, John McLaughlin und Al Di Meola mag zwar das bekannteste und finanziell erfolgreichste Live-Akustikgitarren-Album aller Zeiten sein, manche Jazz-Fans erinnern sich aber an eine Europa-Tournee 1979/80, wo noch Larry Coryell anstelle Di Meolas spielte. Gitarristische Feinspitze, die nicht ausschließlich im Schnelle-Finger-Superlativ dachten, wussten aber ohnehin auch die schon ein paar Jahre früher – nämlich 1977 und 1978 – veröffentlichten Duo-Alben „Twin-House“ und „Splendid“ des Texaners Coryell und des in London geborenen Belgiers Philip Catherine zu schätzen. Ersterer zählte zu den Jazz-Rock-Pionieren, während Letzerer von Django Reinhardt beeinflusst war, was eine spannende, atmosphärisch höchst ansprechende Melange ergab.

Literatur 15.03.2021
Ingrid Bertel

Death of the cool - Dunkle, melancholische Klänge wehen durch die Erzählungen in Eva Schmidts neuem Buch „Die Welt gegenüber“

Sie wohnen vorübergehend in Brighton, Skagen oder Riparbella, manchmal auch in Bregenz. Ihre Zimmer sind voller Gegenstände. Nichts Besonderes, aber die Kaffeemaschinen, Bademäntel, Jalousien, Zigarettenschachteln und Bierflaschen markieren das Alleinsein und die Distanz zu anderen Menschen. Nähe erleben die meisten dieser Figuren nur zu ihrem Hund. Ansonsten nehmen sie sich zurück, beobachten freundlich und distanziert die Welt, und nichts vermag ihre sprachlose Traurigkeit zu durchbrechen.

Kritiken 11.03.2021
Annette Raschner

„Ich habe in Felder nie einen Säulenheiligen gesehen“
Norbert Mayer: „In den Gedichten bekommt man den Felder ganz komprimiert. Und man kann viele Parallelen zu heute ziehen!“

Vor über zehn Jahren ist unter dem Titel „Seanno“ ein Buch mit Gedichten in Bregenzerwälder Mundart erschienen. Der Dichter, Norbert Mayer, stammt aus Egg und ist vor drei Monaten mit dem Ehrenpreis des Landes für Kunst ausgezeichnet worden. Mayers eigene literarische Produktion steht seit Monaten still, weil ihn Dialektgedichte eines Anderen intensiv beschäftigen: Jene von Franz Michael Felder. Im Auftrag des Franz-Michael-Felder-Archivs versucht sich Norbert Mayer an einer Übertragung der Texte ins Hochdeutsche. Eine spannende Aufgabe, die sich allerdings als deutlich herausfordernder als ursprünglich angenommen herausgestellt hat.

CD-Tipp 11.03.2021
Peter Füssl

Joachim Kühn: Touch the Light

Der 77-jährige Joachim Kühn bewegte sich seit mehr als einem halben Jahrhundert in den unterschiedlichsten Konstellationen und Formationen souverän im Spannungsfeld zwischen Bach und Free Jazz, Fusion und Ethno-Jazz. Er kann auch auf ein Dutzend exzellenter Solo-Alben verweisen – zuletzt etwa auf das 2019 erschienene „Melodic Ornette Coleman“, eine spannende Auseinandersetzung mit dem Free Jazz-Titanen und seinen nicht immer ganz leicht verdaulichen „Harmolodics“. Während er damals auf faszinierende Weise mit unglaublicher Intensität und teils wahnwitziger Piano-Artistik den melodischen Reichtum innerhalb der komplexen Strukturen freilegte, geht Kühn auf der neuen Produktion gänzlich andere Wege.