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Festspiele Burg Gutenberg, Theater Karussell

,Das Käthchen von Heilbronn‘, v. H. v. Kleist

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Anfang
23.06.2022 20:15
Kategorie
Theater
Veranstaltungsort

Burg Gutenberg
Burgweg 5
9496 Balzers
http://www.burg-gutenberg.li

Artikelaktionen
abgelegt unter: Theater
Ausstellung 01.07.2022
Peter Niedermair

Gerd Menia: „verwoben“ – Ausstellung in Schwarzach
„… wie durch ein Brennglas hervorgehobene Einblicke in einen Mikrokosmos,“ Daniela Egger zu Gerd Menias „verwoben“ (© Gerd Menia)

Im Foyer der IMA Schelling Austria in der Gebhard-Schwärzler-Str. 34 in Schwarzach stellt Gerd Menia neue Großformate und kleinere Akte aus. Der 1961 in Hard geborene Künstler lebt in Hard und arbeitet in einem großen, geräumigen, nordwestbelichteten Atelier, das er auch als Ausstellungsraum nutzt. Hier entstand die Serie „verwoben“, die er in einen kultur- und kunsthistorischen Kontext stellt: „Mono no Aware“ – eine „japanische Redewendung für das Bewusstsein der Vergänglichkeit oder auch für die Seele der Dinge“.

Theater 01.07.2022
Peter Niedermair

„immer wenn ich falle: Klippenspringerin" – Uraufführung des Stückes von Raoul Eisele im Rahmen des Kosmodroms im Theater Kosmos
Im Stück füngiert das Schwimmbad als Erinnerungsstätte, der Swimmingpool wird zum Ort der un:scheinbaren Vereinsamung. (Foto: Mandy Hanke)

Im Theater Kosmos hatte die „Klippenspringerin“, ein Stück von Raoul Eisele, gestern Abend Premiere. Heute Freitag und morgen Samstag, 1. und 2. Juli, treten in der vortrefflichen Inszenierung, Regie Michaela Vogel, die drei exzellent agierenden Schauspielerinnen Laura Dittmann, Kaija Ledergerber und Maria Strauss nochmals auf die Bühne. Der Besuch der 60-minütigen Inszenierung mit dramatischem Tiefgang in der Kosmodrom Reihe lohnt den Weg ins Theater.

Film / Kino 01.07.2022
Gunnar Landsgesell

Der beste Film aller Zeiten
Ungewöhnlich Setting für eine Film-im-Film-Komödie: Ein leergeräumtes Millionärsanwesen, das den Blick ganz auf die Akteure lenkt.

Nicht der erste Film, der das Showbusiness auf die Schaufel nimmt, aber eine kühl auf das Wesentliche (Eitelkeiten!) reduzierte Parodie wie diese wird auch nicht alle Tage produziert. Mit Antonio Banderas als ein von sich eingenommener Geck und Penelope Cruz als herrlich exaltierte Star-Regisseurin, die für ihr jüngstes Werk probt: für den besten Film aller Zeiten.

Film / Kino 30.06.2022
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (1.7. - 7.7. 2022)
Licorice Pizza

In Hard wird an diesem Wochenende open air am Bodenseeufer unter anderem Paul Thomas Andersons fulminante Teenager-Geschichte „Licorice Pizza" gezeigt. Beim Filmforum Bregenz steht dagegen die feinfühlige argentinische Tragikomödie „Das letzte Geschenk - El último traje" auf dem Programm.

CD-Tipp 30.06.2022
Peter Füssl

Charles Lloyd Trios: Chapel

Während sich die meisten Menschen im neunten Lebensjahrzehnt längst geruhsam auf das Altenteil zurückgezogen haben, erfährt Charles Lloyd einen Kreativitätsschub nach dem anderen. Nach den exzellenten Produktionen „8: Kindred Spirits“ und „Tone Poem“ plant der 84-Jährige heuer nun innerhalb von vier Monaten drei Alben in drei unterschiedlichen Trio-Besetzungen zu veröffentlichen. Den Schlusspunkt wird Ende Oktober „Trios: Sacred Thread“ mit Gitarrist Julian Lage und Tabla-Virtuose Zakir Hussain setzen, Ende August erscheint „Trios: Ocean“ mit Gitarrist Anthony Wilson und Pianist Gerald Clayton, und Ende Juni hat „Trios: Chapel“ den von Lloyd als „Trio of Trios“ bezeichneten Reigen eröffnet. „Chapel“ verweist auf die Elizabeth Huth Coates Chapel an der Southwest School of Art in San Antonio/Texas, wo Charles Lloyd den ersten Auftritt dieses formidablen Trios mit Gitarrist Bill Frisell und Kontrabassist Thomas Morgan live mitschneiden ließ.

Musik / Konzert 29.06.2022
Silvia Thurner

Interpretation zeitgenössischer Musik als kreativen Akt wertschätzen – der Vorarlberger Kulturpreis 2022 stellt sieben Musiker:innen in den Mittelpunkt
Sieben Mal wurde der Vorarlberger Kulturpreis bisher ausgelobt. Nach dem Jazz im Jahr 2017 gilt das Interesse nun der Interpretation zeitgenössischer Musik.

Bereits zum achten Mal loben die Dornbirner Sparkasse und das Casino Bregenz in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und dem ORF den Vorarlberger Kulturpreis aus. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis sowie zwei Förderpreise (2.500 Euro) gehen nach einem aufwendigen Nominierungsverfahren an Künstler:innen, deren hohes Potential wertgeschätzt und weiter gefördert werden soll. In jedem Jahr werden Kunstschaffende aus unterschiedlichen Sparten vor den Vorhang geholt, im Herbst steht die Interpretation zeitgenössischer Musik im Mittelpunkt des Interesses. Die Initiatoren und Organisatoren Martin Jäger, Markus Klement, Bernhard Moosbrugger und Winfried Nussbaummüller gaben in der Stadtbibliothek Dornbirn die Namen der sieben Nominierten bekannt. Hanna Bachmann, Raphael Brunner, Nikolaus Feinig, Matthias Kessler, Paul Moosbrugger, Guy Speyers und Monica Tarcsay erhalten eine Carte blanche für das Auswahlverfahren, das im September im ORF Funkhaus über die Bühne gehen wird.

Aktuell 29.06.2022
Raffaela Rudigier

Neuer Preis für junge Dramatiker:innen
Theaterleiter Hubert Dragaschnig und Augustin Jagg sehen den Preis als Hommage an das Künstlerehepaar Springenschmid. © Philipp Steurer

Das Bregenzer Theater Kosmos schreibt einen neuen Preis für junge Dramatiker:innen aus: der „Ingo & Ingeborg Springenschmid Preis“. Damit soll ein neuer Impuls für jüngere Autor:innen gesetzt werden.

Theater 28.06.2022
Peter Niedermair

Zeitgenössisches Theater an ungewöhnlichen Orten. Brigitte Walks „WO BIS DU. Places to share in Lustenau“
Das Ensemble des walktanztheaters begibt sich auf die Suche nach unscheinbaren, alltäglichen Orten. (© Sarah Mistura)

In diesem aktuellen Community Art Stück und Tanztheaterprojekt im Freien auf Straßen und Plätzen in Lustenau begibt sich das Ensemble des walktanztheaters auf die Suche nach unscheinbaren, alltäglichen Orten, die durch die Hintergrundrecherchen auf ihre Eigenheiten und auch Besonderheiten untersucht werden.

Musik / Konzert 27.06.2022
Silvia Thurner

Rendezvous mit Schubertwerken – Musiker:innen rund um die Familie Barenboim boten zwar gute Unterhaltung, doch der Funke sprang nicht so recht über
Michael Barenboim (Violine), Yulia Deyneka (Viola), Kian Soltani (Violoncello) sowie Nabil Shehata (Kontrabass) und die Pianistin Elena Bashkirova setzten bei der Schubertiade Schwarzenberg einen unterhalsamen Schlusspunkt. (Foto: Schubertiade)

Zum Abschluss der Junikonzerte bei der Schubertiade Schwarzenberg musizierte ein hochkarätig besetztes Quintett. Neben Michael Barenboim (Violine) musizierten Yulia Deyneka (Viola), Kian Soltani (Violoncello) sowie Nabil Shehata (Kontrabass) und die Pianistin Elena Bashkirova. Das reine Schubertprogramm mit früher Kammermusik sowie berühmten Werken, wie die „Arpeggione-Sonate“ und das „Forellenquintett“, bot zwar Abwechslung und eine gute Unterhaltung, doch die hohen Erwartungen an die renommierten Musiker:innen und ihre Werkdeutungen wurden enttäuscht.

Theater 24.06.2022
Dagmar Ullmann-Bautz

Wienerschnitzel im Dreivierteltakt - umjubeltes Thomas Bernhard-Stück „Das Kalkwerk“ als österreichische Erstaufführung im Theater Kosmos
Einfach großartig: Felix Römer

1970 erschien Thomas Bernhards Roman „Das Kalkwerk“ und machte den Autor erstmals einer breiteren Leserschaft bekannt. Es erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen Passion, von Konrad, der seit Jahren verbissen an einer Studie über das menschliche Gehör arbeitet, es aber nicht schafft, sie in Worte zu fassen und aufs Papier zu bringen. Seine gelähmte Frau benutzt er als Versuchskaninchen und um ungestörter arbeiten zu können nehmen beide Quartier in einem stillgelegten Kalkwerk. Zunehmend entwickelt sich Konrads Passion zu einer immer zerstörerischen Obsession. Selbst ein Getriebener und von seiner Obsession Gequälter, quält er auch seine Frau stundenlang mit immer denselben Worten, denselben Lauten und kratzenden Geräuschen. Zornig projiziert er sein Scheitern, seine Unfähigkeit auf seine Umgebung, auf seine Frau und so kommt es unausweichlich zum tödlichen Eklat.

Aktuell 24.06.2022
Manuela Cibulka

locart „3 x 12": Drei Stipendiat:innen sind glücklich über je 12.000 Euro
Für diese drei Bewerber:innen gibt es ab Herbst ein einjähriges Stipendium. (© locart)

Für das vom Verein locart initiierte Pilotprojekt „3 x 12" zur Sicherung des künstlerischen Grundeinkommens haben sich 45 Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen um die drei Jahresstipendien beworben. Am 21. Juni hat das Los entschieden, und ab Herbst werden Gabriele Bösch, Natalie Fend und Peter Wehinger ein Jahr lang ein künstlerisches Grundeinkommen erhalten.

Aktuell 24.06.2022
Manuela Cibulka

Die Juli/August-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:

Film / Kino 24.06.2022
Gunnar Landsgesell

Elvis
Rosarot mit Hüftschwung: Bei Baz Luhrmann sehen weiße Sittenwächter in Elvis Presley eine kulturelle Bedrohung.

„Elvis" ist ein opulenter Bilderreigen, inszeniert wie eine große Party, auch wenn deren Gastgeber zu früh stirbt. Baz Luhrmann („Moulin Rouge") erzählt von der Strahlkraft seines Helden, die ausgerechnet sein Manager Colonel Parker (Tom Hanks) einzugrenzen versucht. Die Geschichte des King of Rock'n'Roll, erzählt von seinem Förderer, der schließlich zu seinem Feind wurde.

Musik / Konzert 23.06.2022
Manuela Cibulka

Vorstellung der kommenden Saison der Bregenzer Meisterkonzerte
Am 23.6 wurde zur Pressekonferenz geladen. (Foto: Landeshauptstadt Bregenz)

In der am 23. Juni abgehaltenen Pressekonferenz der Bregenzer Meisterkonzerte wurde vom Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz die kommende Saison der seit nunmehr über 35 Jahren bestehenden Konzertreihe in Bregenz präsentiert. Heuer und im kommenden Jahr soll mit dem vielfältigen Programm vermehrt auch junges Publikum angesprochen und im Festspielhaus begrüßt werden.

Ausstellung 23.06.2022
Peter Niedermair

Das Austausch-Projekt: Eine Videoarbeit und die Couch im blauen Koffer - Ausstellung im Kunstraum DWDS in Bregenz
Die beiden Kunstschaffenden aus Barcelona Maria Alcaide und Ely Daou haben eine zweimonatige Art-Residence in Bregenz verbracht. © Kirsten Helfrich

Im Projekt Künstler:innen-Austausch umfasst das Stipendienangebot des Landes Vorarlberg auch eine Kooperation mit der Organisation Hangar.org in Barcelona. Selina Reiterer und Janine Maria Schneider verbringen im laufenden Jahr zwei Monate in Barcelona, während zwei Kunstschaffende aus Barcelona Maria Alcaide und Ely Daou zwei Monate nach Bregenz gekommen sind. Am gestrigen Mittwoch, 22. Juni wurde ihre Ausstellung „Was wäre, wenn“ im Kunstraum DWDS in Bregenz von Kirsten Helfrich eröffnet. Sie ist bis einschließlich Sonntag, 26. Juni täglich von 17.00 bis 19.30 Uhr zu sehen. Maria Alcaide und Ely Daou sind während der Öffnungszeiten anwesend und für Gespräche bereit.

Kleinkunst / Kabarett 23.06.2022
Manuela Cibulka

Gehoben, getragen, berührt und gelacht – C!RCA feiert sein Stück „Humans“ und wir feiern mit
Höchstleistungen von zehn herausragenden Akrobat:innen (© Pedro Greig)

Einladend begrüßen die beleuchteten bunten Oberlichten des Freudenhauses in Lustenau sein Publikum. Die Terrasse ist voll besetzt, das Zelt mit Menschen, die sich an den mit weißen Tischdecken bestückten Kaffeehaustischen angeregt bei Wein und Brötchen unterhalten und sichtlich gespannt des Kommenden harren, gefüllt. Angekündigt: die Österreichpremiere des Stückes „Humans“ der Gruppe C!RCA – 2004 in Australien gegründet, inzwischen in mehr als 40 Ländern auf Tour, von über 1,5 Millionen Zuschauer:innen bejubelt und mit Preisen ausgezeichnet. Die Erwartungen sind hoch und in Anbetracht der ausverkauften Vorstellung ist der vorauseilende Ruf der „Rockstars des Zeitgenössischen Zirkus“, die nicht das erste Mal in Lustenau begrüßt werden, offensichtlich.

Film / Kino 23.06.2022
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (24.6. - 30.6. 2022)
Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche Andreas Dresens über weite Strecken mitreißende Dramödie "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush". Das Harder Open-Air "Hardmovie" startet sein Programm am Bodenseeufer mit der Kunstsatire "Der Mann, der seine Haut verkaufte".

Aktuell 22.06.2022
Raffaela Rudigier

Bund schafft Schultheatercoaches ab
Vorarlbergs Schultheatercoach Michael Schiemer wird voraussichtlich erhalten bleiben, während Markus Riedmann um die Bundesstelle bangen muss. © LVA

Völlig überraschend schafft das Bildungsministerium ab Herbst 2022 die sogenannten Schultheatercoaches ab. Durch eine formlose E-Mail wurden die sieben österreichischen Schultheatercoaches informiert, dass „sich das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Sinne der neuen Governance verstärkt strategischen Aufgaben wie der Lehrplanentwicklung widmen und sich aus operativen Bereichen, zu denen auch die Tätigkeit der Berater/innen theatraler Bildung gehört, immer mehr zurückziehen. Daher stehen im Schuljahr 2022/2023 leider keine Werteinheiten für Sie zur Verfügung“ (Mail der zuständigen Ministerialrätin Mag.a Klemmer-Senk).

Aktuell 21.06.2022
Manuela Schwaerzler

Noch bis Anfang Juli: Texte zum Harder Literaturpreises einreichen!

Der 15. Harder Literaturpreis wurde mit Verspätung ausgeschrieben – erst Ende Mai, wenn üblicherweise der Preis im Rahmen des Literaturfestivals HardCover schon verliehen worden ist. Dieses Jahr wird die Preisverleihung im Dezember stattfinden, bis 2. Juli können noch Texte eingereicht werden, und zwar zum zunächst etwas sperrig klingenden Thema „Rohre“...

ANZEIGE 21.06.2022
Manuela Schwaerzler

KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte Mitarbeiter:innen zu finden.

Musik / Konzert 21.06.2022
Silvia Thurner

„Schauen, ob ich ich bin“ – die Schurken verleihen mit ihrem neuen Musiktheater „Vergissmeinnicht“ dem Älterwerden eine freudvolle Zuversicht
Martin Schelling (Klarinette), Martin Deuring (Kontrabass), Stefan Dünser (Trompete) und Goran Kovacevic (Akkordeon) begeben sich im Konzertstück „Vergissmeinnicht" auf eine Reise in die Vergangenheit, weil ihnen die Gegenwart nicht mehr viel zu bieten hat. Bei der Präsentation im Bregenzer Festspielhaus gab es viel Applaus. (Fotos: Anja Köhler)

In ihren Musiktheaterproduktionen für Menschen jeden Alters wenden sich die Schurken oft gesellschaftlich relevanten Themen zu. Ihre neueste Produktion trägt den Inhalt schon im Titel. „Vergissmeinnicht“ handelt vom Alter und von der Demenz. Im Bregenzer Festspielhaus spielten und musizierten Martin Deuring (Kontrabass), Martin Schelling (Klarinette), Goran Kovacevic (Akkordeon) und Stefan Dünser (Trompete) mit einer bewundernswerten Selbstverständlichkeit und näherten sich dem komplexen Thema sensibel und klangsinnlich an. Die musikalische Werkauswahl brachte eine große Palette von Emotionen auf die Bühne und zum Publikum. Inspirierende Ideen trugen die Inszenierung, sodass die Schurken per Schiff, im Bus und in der Straßenbahn fahren und ihr Zelt an schönen Orten der Erinnerung aufschlagen konnten.

Musik / Konzert 20.06.2022
Silvia Thurner

Bedrohlichen Szenarien eine wirkmächtige Musik entgegengehalten – das Collegium Instrumentale, Guntram Simma und Lea Birringer gaben einen intensiven Konzertabend
Das Collegium Instrumentale unter der Leitung von Guntram Simma setzte mit seiner Energie geladenen Spielart und der geistreichen Werkauswahl ein eindrückliches Zeichen.

Zum Saisonsabschluss der Aboreihe Dornbirn Klassik konzertierte das Collegium Instrumentale Dornbirn unter der Leitung von Guntram Simma im Dornbirner Kulturhaus. Auf das Programm setzte der weitsichtige musikalische Leiter auch Werke, die gut in unsere Zeit passen. Das gegenseitige Zuhören und Füreinanderdasein seien die Quintessenz der menschlichen Gesellschaft sowie der Kulturen und auch der Musik, betonte Guntram Simma. Die Musizierhaltung der Orchestermitglieder und die hervorragenden Werkdeutungen machten diesen Leitsatz unmittelbar erlebbar. Das berühmte Violinkonzert von Max Bruch spielte Lea Birringer mit einer berührenden und eindrücklichen Aussagekraft.

Musik / Konzert 20.06.2022
Silvia Thurner

Mutig, aufgeschlossen und erfrischend – der Orchesterverein Götzis sowie Yunus Kaya und Darius Grimmel hinterließen einen tiefen Eindruck
Der Orchesterverein Götzis gab unter der Leitung von Benjamin Lack in der Kulturbühne AmBach ein vielgestaltiges und hervorragend musiziertes Konzert. (Fotos: Arno Wohlgenannt)

Der Orchesterverein Götzis gab nach zwei Jahren Zwangspause wieder die traditionelle Matinee in der Kulturbühne AmBach und stellte einmal mehr unter Beweis, welche große Bereicherung dieses Kammerorchester für die Kultur in Vorarlberg ist. Viele junge Musiker:innen finden hier eine Möglichkeit, Orchestererfahrungen zu sammeln. Darius Grimmel erhielt einen Kompositionsauftrag und dessen Werk „Black Water“ wurde mit großem Erfolg uraufgeführt. Ebenso wurde der Pianist Yunus Kaya eingeladen, zusammen mit den Orchestermusiker:innen das Klavierkonzert von Ferruccio Busoni zu interpretieren. Die Werkdeutung begeisterte und wurde stürmisch gefeiert. Am Pult stand Benjamin Lack, der das Orchester mit viel Esprit und großem Aufforderungscharakter leitete.

Musik / Konzert 18.06.2022
Silvia Thurner

Kraftvolle Musik zwischen Utopia und „Supaman“ – Jubel für Lorenz Raab und David Helbock beim Festival Encuentro in St. Gerold
David Helbock und Lorenz Raab spielten beim Festival "Encuentro" im voll besetzen Wyberhus der Propstei St. Gerold eigene Kompositionen und begeisterten mit ihrer unterhaltsamen und virtuosen Spielart das Publikum. (Foto: Angela Lamprecht)

Der Pianist David Helbock und der Trompeter Lorenz Raab verstehen sich hervorragend und sind bestens aufeinander eingespielt. Dies stellten sie in der Propstei St. Gerold beim zweiten Konzert des neu ins Leben gerufenen Festivals Encuentro eindrücklich unter Beweis. Präsentiert wurden vielgestaltige Werke der beiden Musiker, die sie bereits auf den beiden als Duo publizierten Alben eingespielt haben. Miteinander führten sie inspirierte musikalische Dialoge, heizten sich gegenseitig ein, improvisierten übereinander zugeschanzte, musikalische Phrasen und hatten viel Spaß am gemeinsamen Gestalten. Die gute Laune übertrug sich sogleich auf das konzentriert zuhörende Publikum im voll besetzten Wyberhus.

Musik / Konzert 18.06.2022
Silvia Thurner

Zeit für Musik und Begegnung an einem inspirierenden Ort – Pablo Barragán, Liisa Randalu und Mario Häring eröffneten das Festival Encuentro poesievoll
Zur Eröffnung des neu ins Leben gerufenen Festivals "Encuentro" in der Propstei St. Gerold gaben die Bratschistin Liisa Randalu, der Klarinettist Pablo Barragán und der Pianist Mario Häring ein unterhaltsames Konzert. (Fotos: Angela Lamprecht)

Encuentro nennen die künstlerischen Leiter David Helbock und Khosro Soltani ein Festival, das zum ersten Mal in der Propstei St. Gerold stattgefunden hat. Vielgestaltige Begegnungen sollen stattfinden an diesem besonderen Ort, an dem Musik der Klassik und des Jazz zueinander in Beziehung gebracht werden. Beim Eröffnungskonzert musizierten der Klarinettist Pablo Barragán, die Bratschistin Liisa Randalu und Mario Häring am Klavier unterhaltsame und lyrische Werke von W.A. Mozart, Arvo Pärt, Rebecca Clarke und Robert Schumann. Mit ihrer gut aufeinander abgestimmten, ganz vom Geist der Kammermusik getragenen Spielart, begeisterte das Trio die Zuhörenden.